Schwesig nimmt Schulen wieder im Normalbetrieb – bei Inzidenz unter 50

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SCHWERIN. Die Corona-Inzidenzen in Mecklenburg-Vorpommern sinken schneller als erwartet. In der Woche nach Pfingsten sollen die Schulen zum Regelbetrieb zurückkehren – wenn sie die Inzidenzmarke von 50 unterschritten haben.

Folgt den RKI-Empfehlungen: Manuela Schwesig, Regierungschefin von Mecklenburg-Vorpommern. Foto: SPD / Susie Knoll

Viele Schulen in Mecklenburg-Vorpommern werden am Mittwoch nach Pfingsten zum Normalbetrieb mit täglichem Präsenzunterricht zurückkehren. Möglich sei dies in den Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50, sagte Vize-Ministerpräsident Harry Glawe (CDU) am Donnerstag nach einer Sondersitzung des Kabinetts unter Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD). Das betrifft die Landkreise Vorpommern-Rügen, Nordwestmecklenburg und Ludwigslust-Parchim sowie die kreisfreien Städte Rostock und Schwerin.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt oberhalb einer Inzidenz von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen kleinere Lerngruppen, also Wechselunterricht, um die Abstandsregel in den Klassenräumen einhalten zu können. Nach wie vor warnt die Bundesbehörde vor Ausbrüchen in Kitas und Schulen.

In den drei Landkreisen, die derzeit noch über dem Wert von 50 liegen, soll am kommenden Mittwoch entschieden werden, ob sie von Donnerstag an auch zum Regelbetrieb zurückkehren können. Voraussetzung sei, dass das RKI dann eine Inzidenz von unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen ausweist. Auch die Berufsschulen sollen bei entsprechender Inzidenz wieder in den Normalbetrieb zurückgehen. Zweimal pro Woche sind in den Schulen Corona-Tests vorgesehen.

Seit vergangenem Montag haben bereits die Schüler von Klasse eins bis sechs in fünf der acht Regionen des Landes wieder täglichen Präsenzunterricht. Nur in Vorpommern-Greifswald, Mecklenburgische Seenplatte und Ludwigslust-Parchim fand diese Woche für sie noch Wechselunterricht statt, weil die Inzidenz am Stichtag Mittwoch der Vorwoche über 100 gelegen hatte. Inzwischen unterschreiten aber alle acht Landkreise und kreisfreien Städte diesen Wert.

Die Schulen und Kitas waren am 19. April geschlossen beziehungsweise auf Notbetrieb umgestellt worden, um die dritte Corona-Welle zu brechen. In der zweiten Corona-Welle waren die Schulen kurz vor Weihnachten geschlossen und im Februar/März schrittweise wieder geöffnet worden. dpa

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