NRW-Regierungskoalition will Schulen für das Thema „Cybergrooming“ in die Pflicht nehmen – in der Corona-Krise

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Ein Kommentar von News4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek

DÜSSELDORF. Wie abgehoben sind unsere Politiker? Ein eindrucksvolles Beispiel für Praxisferne liefert aktuell die Regierungskoalition von CDU und FDP in Nordrhein-Westfalen. Die sieht nämlich akuten Handlungsbedarf in den Schulen. Geht es darum, wie Schülerinnen und Schüler den in der Corona-Krise verpassten Lernstoff aufholen können? Soll ein Paket verabschiedet werden, um die Zahl der Schulabbrecher im Land nicht – wie von den Jugendämtern befürchtet – in Rekordhöhe schnellen zu lassen? Werden Lehrkräfte entlastet? Keineswegs. Das aufgeworfene Problem heißt „Cybergrooming“.

Klare Sicht auf die Probleme im Land? Hat offenbar nicht jeder Politiker. Illustration: Shutterstock

Die nordrhein-westfälische Regierungskoalition hat ein Problem ausgemacht, mit dem sich die Schulen des Landes jetzt intensiv beschäftigen sollen. Nämlich: Schülerinnen und Schüler besser vor sexuell motivierten Attacken durch Erwachsene im Internet zu schützen. Dafür sollen nun die Lehrkräfte sorgen. Echt jetzt.

Die Corona-Krise ist noch nicht bewältigt. Die Landesregierung hat bislang kein Konzept vorgelegt, wie sie die entstandenen Lernlücken schließen will. Ein Großteil der Schüler ist nach wie vor nur im Wechselunterricht, also die meiste Zeit zu Hause. In vielen Schulen hinkt die Digitalisierung weit hinter dem Bedarf her. Ebenso der Gesundheitsschutz (Luftfilter!). Die sozialen Folgen für Kinder und Jugendliche der Pandemie sind längst nicht abzusehen. Die Lehrerinnen und Lehrer gehen nach monatelangem Hin und Her im Schulbetrieb auf dem Zahnfleisch. Und die Fraktionen von CDU und FDP beschäftigen sich mit: Cybergrooming.

Christina Schulze Föcking, CDU-Sprecherin in Nordrhein-Westfalen für den Kinderschutz, berichtet gegenüber der „Rheinischen Post“ von einem Austausch mit dem Landeskriminalamt, der sie offenbar sehr beeindruckt hat. „Als die Ermittler ein Fake-Profil für eine Zwölfjährige auf einem Chatportal angelegt hatten, dauerte es keine fünf Minuten, bis mehrere offenkundige ältere Männer das vermeintliche Kind anschrieben.“ Von Fragen nach dem Alter sei es „in kürzester Zeit zu Anzüglichkeiten oder sogar Aufforderungen zu heimlichen Sex-Treffen“ gegangen.

Ich möchte Frau Schulze Föcking nicht schockieren, aber für solche Belästigungen muss eine Zwölfjährige nicht mal auf ein Chatportal – es reicht ein unbegleiteter Spaziergang durchs Bahnhofsviertel einer beliebigen deutschen Großstadt. Will sagen: So neu ist das Phänomen nicht. Dass insbesondere Mädchen rüde angegangen werden, hätte seit Jahrzehnten Thema sein können. War es aber leider nicht.

„Lehrkräfte und anderes pädagogisches Personal sind dann gefordert, Hilfen anzubahnen“

Sei’s drum: Um Kinder und Jugendliche im Internet besser zu schützen, bringt die Koalition jetzt einen Antrag in den Düsseldorfer Landtag ein, in dem der Ausbau des Präventionsangebots gefordert wird. „Besonders die Schulen stehen in der Verantwortung“, so heißt es in dem Papier (warum eigentlich nicht die Eltern?).

Wir erfahren: In Schulen würden durch digitale Angriffe ausgelöste Verhaltensänderungen und verändertes Lernverhalten von Schülerinnen und Schülern oft zuerst deutlich. „Lehrkräfte und anderes pädagogisches Personal sind dann gefordert, Hilfen anzubahnen. Hierfür benötigen sie Informationen und Kompetenzen.“ Falsch: Hierfür benötigen sie erst einmal Zeit, sich um derlei kümmern zu können. Aber Zeit ist bekanntlich Geld, und daran fehlt es im äußerst knapp bestückten Bildungsbetrieb an allen Ecken und Enden.

Wie stellt sich die Regierungskoalition eine solche Präventionsarbeit in der Praxis denn vor? Laut „Rheinischer Post“ sollen „gezielt“ Unterrichtseinheiten konzipiert werden (von wem, bleibt offen), in denen mit externen Experten Lerninhalte zum Thema „Gefahren im Internet“ aufbereitet würden. Notwendig seien auch Informationen zur Medienerziehung für Eltern in Form von Elternbriefen und Elternabenden. Zudem solle geprüft werden, einen Projekttag pro Schuljahr zu Kinder- und Jugendschutz im Internet an allen Grund- und weiterführenden Schulen einzuführen. In diese Projekttage sollten dann Polizei und Landeskriminalamt eingebunden werden.

Hier wird es grotesk. Nur ein Drittel der Schulen in NRW, das ergab eine Umfrage des WDR zu Beginn des Schuljahres, verfügt über einen schnellen Internet-Anschluss. Eine flächendeckende Versorgung der Schülerinnen und Schüler mit digitalen Geräten ist nicht gegeben. Auf ein Gerät kommen im Schnitt zwischen zehn und 30 Schülerinnen und Schüler. Selbst wenn sich die digitale Ausstattung mittlerweile leicht verbessert haben mag: In einem Gutteil der Schulen müssten die Lehrerinnen und Lehrer vermutlich Kreidetafeln beschriften, um die Kinder und Jugendlichen anschaulich vor Gefahren im Internet warnen zu können. Fürs Internet selbst reicht die Ausstattung allzu oft nicht.

Es ist typisch: Irgendjemand (in diesem Fall eben die schwarz-gelbe Regierungskoalition) stellt einen gesellschaftlichen Missstand fest (in diesem Fall eben Cybergrooming) – und reflexartig wird gefordert, dass die Schule sich darum kümmern muss.

Jedes gesellschaftliche Problem in Deutschland, dessen Ursprung sich irgendwie in der Jugend verorten lässt, sollen die Schulen lösen

Ob Bildungsungerechtigkeit und, damit verbunden, sozialer Ausgleich, Integration von Flüchtlingskindern, Inklusion, mangelndes Demokratiebewusstsein, Ernährungsmängel, Bewegungsdefizite, Betreuungsprobleme von Familien, Jungenförderung, Mädchenförderung, Unkenntnis von Schülern in ökonomischen Fragen, falsches Zähneputzen – jedes gesellschaftliche Problem in Deutschland, dessen Ursprung sich irgendwie in der Jugend verorten lässt (und das trifft auf praktisch alle zu), sollen die Schulen lösen. Und zwar plötzlich und nebenbei, also ohne dass den Lehrerinnen und Lehrern mitgeteilt würde, woher zusätzliche Mittel für die zusätzlichen Aufgaben kommen.

Wohlgemerkt: Missbrauch, ob im Internet oder direkt, ist ein gravierender gesellschaftlicher Missstand, da gibt es nichts zu beschönigen. Wenn sich aber die Schulen darum kümmern sollen, dann müssen ihnen dafür auch Ressourcen bereitgestellt werden.

Im Umgang des Bundes mit den Ländern und der Länder mit den Kommunen gilt das Konnexitätsprinzip. Das bedeutet kurzgefasst: Wer bestellt – bezahlt. Übertragen wir das doch mal im aktuellen Geschehen auf die Schulen. Wenn die Abgeordnete Schulze Föcking Schulen ernsthaft zu Präventionszentren in Sachen Cybergrooming machen will, dann sollte sie beispielsweise für die Schaffung von zusätzlichen Stellen für Lehrer oder Sozialarbeiter eintreten, die das Thema beispielsweise in Form von Projektunterricht in die Schulen tragen und als Ansprechpartner für Schüler bereitstehen. Oder FDP-Schulministerin Yvonne Gebauer müsste sagen, worum sich Lehrer an anderer Stelle dann nicht mehr zu kümmern brauchen (Lesen? Schreiben? Rechnen?).

Weil aber Schulze Föcking die Ressourcenfrage ausklammert, wirkt das Ganze wie eine billige PR-Nummer. Schlimmer: Die CDU-Sprecherin für Kinderschutz missbraucht die Schulen für ein paar knallige Schlagzeilen. News4teachers

Der Autor

Der Journalist und Sozialwissenschaftler Andrej Priboschek beschäftigt sich seit 25 Jahren professionell mit dem Thema Bildung. Er ist Gründer und Leiter der Agentur für Bildungsjournalismus – eine auf den Bildungsbereich spezialisierte Kommunikationsagentur, die für renommierte Verlage sowie in eigener Verantwortung Medien im Bereich Bildung produziert und für ausgewählte Kunden Content Marketing, PR und Öffentlichkeitsarbeit betreibt. Andrej Priboschek leitete sieben Jahre lang die Öffentlichkeitsarbeit des Schulministeriums von Nordrhein-Westfalen.

Der Bildungsjournalist Andrej Priboschek. Foto: Tina Umlauf
News4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek, Gründer und Leiter der Agentur für Bildungsjournalismus. Foto: Tina Umlauf

In eigener verlegerischer Verantwortung bringt die Agentur für Bildungsjournalismus tagesaktuell News4teachers heraus, die reichweitenstärkste Nachrichtenseite zur Bildung im deutschsprachigen Raum mit (nach Google Analytics) im Schnitt mehr als einer Million Lesern monatlich und einer starken Präsenz in den Sozialen Medien und auf Google. Die Redaktion von News4teachers besteht aus Lehrern und qualifizierten Journalisten. Neben News4teachers produziert die Agentur für Bildungsjournalismus die Zeitschriften „Schulmanager“ und „Kitaleitung“ (Wolters Kluwer) sowie „Die Grundschule“ (Westermann Verlag). Die Agentur für Bildungsjournalismus ist Mitglied im didacta-Verband der Bildungswirtschaft.

Hier geht es zur Seite der Agentur für Bildungsjournalismus.

Merkel zeigt den Länderfürsten die Grenze auf. Die haben uns tief in die Corona-Krise geführt – mit ihrem Nichtstun für Kitas und Schulen !

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29 KOMMENTARE

  1. Danke.
    Einen Großteil des Kommentars kann man abspeichern und bei nächster Gelegenheit wieder nutzen.
    Dabei sind alle genannten (und nicht genannten) Themen für sich wichtig und Prävention bitter nötig.

    Ich stelle ein Sparschwein auf. JedeR PolitikerIn oder VerbandsvertreterIn, die oder der sich medial präsentiert, um weitere Inhalte in den Schulen zu verorten, ohne zusätzliche Ressourcen zur Verfügung zu stellen, sollte dort reichlich einzahlen.
    Das Geld wird dann dafür genutzt, Personal für Projekte dieser Art zu finanzieren oder Vereine mit diesen Zielen finanziell zu unterstützen.
    Ein Segen, dass es auch PolitikerInnen gibt, die sich selbst genau dafür stark machen, statt unhaltbare Ansprüche zu stellen.

    Als Alternative können diejenigen, die die Forderungen stellen, auch gerne selbst ihre Arbeits- und Freizeit in Schulen einbringen und die von ihnen geforderte Aufgabe zu den sonst üblichen einer Lehrkraft umsetzen.

  2. Christina Schulze Föcking, CDU-Sprecherin in Nordrhein-Westfalen für den Kinderschutz?

    Ja, die Dame sollte sich unbedingt mal wieder einbringen, das Thema scheint auch gut gewählt, denn Sie hat Erfahrungen mit:
    – modernen Medien
    – sogar mit Hackern („echt“ jetzt? 😉 )
    – bösen Menschen
    – mit Schweinen und Schweinereien verschiedenster Art
    – Ermittlern und Ermittlungsverfahren
    – vorbildlichem Umgang mit allem bisher genannten.

    Und phantasiebegabt-kreativ ist sie auch.

    „Mitte März 2018 waren auf Schulze Föckings privatem Fernseher plötzlich Aufnahmen aus einer Fragestunde im Landtag zu sehen, in der es um die umstrittene Schweinehaltung im Betrieb ihrer Familie ging. Zuvor hatte es Einbrüche von Tierschützern in die Ställe des Familienbetriebes und Hass-Mails gegen Schulze Föcking gegeben. Anfang Mai informierten die Ermittler darüber, dass kein Anfangsverdacht für einen Angriff auf das TV-Netzwerk vorliege. Minister und auch Regierungschef Armin Laschet (CDU) waren allerdings schon zwei Wochen nach dem vermeintlichen Hacker-Angriff darüber informiert. Die politisch angeschlagene Schulze Föcking trat zurück.“
    https://www.nw.de/nachrichten/zwischen_weser_und_rhein/23012798_Hacker-Affaere-CDU-und-FDP-weisen-Vorwurf-der-Verschleierung-zurueck.html

    • Guten Morgen, lieber Pit…die westmünsterländische „Schweinepriesterin“ hat wahrscheinlich das Gefühl, mit einem neuen Thema in die politische Wahrnehmung der Lffentlichkeit zurückzukehren. Mit der ausgewiesenen Erfahrung als (Mit-)Inhaberin eines Schweineaufzuchtbetriebes spürt sie ihre pädagogische Expertise und Berufung, sich in Bildungs- und Erziehungsthemen einzumischen…und da es beim Cybergrooming im weitesten Sinne auch um „Schweinereien“ geht, ist sie – nach eigenem Ermessen- genau die Richtige, um auf digitale Angriffe gegen wehrlose Schutzbefohlene – quasi initiiert durch Selbsterfahrung – politisch vorgehen zu lassen. Dass dafür erneut eine „Sau durchs Dorf getrieben wird“ passt ins allgemeine Bild zu dieser Dame.

      Frau Schulze Fucking – aber auch andere unterbeschäftigte Volksvertreter dürfen einfach nicht mehr an solchen Veranstaltungen, wie der beim LKA teilnehmen, da sie daraus sogleich eine Mission erkennen, für deren Erledigung „völlig unausgelastete Landesbeamte“ als LuL verantwortlich gemacht werden.

      Eltern, bei denen zuhause diese Cyberangriffe gegen ihre Kinder auf den Habdys oder den Rechnern stattfinden, die sie ihren Sprösslingen gekauft und i.d.R. völlig unkontrolliert zur Benutzung überlassen können doch unmöglich mit einer solch schweren Verantwortungslast alleingelassen werden….da muss pädagogisches Fachpersonalnran, die das ganze Theater im schulischen Kontext nebenbei ausarbeiten, die Kinder dann zeitlich nahtlos beaufsichtigen und ihnen bei Bedrohungen durch „perverse Arschlöcher“ sofort zur Seite springen.

      „Sei auch du ein Ninja – werde Lehrer*in!!“

      „Übernimm auch du die Hauptrolle in der kommenden Folge von ‚Mission impossible‘ – werde Lehrer*in!!“

      Das wären Slogans, mit denen die KMs um Nachwuchs für unseren immer absurder werdenden Beruf werben sollten.

      Fr Schulze Fucking – vielen Dank für weitere Projekte, die wir dann demnächst nebenbei miterledigen dürfen…hoffentlich läuft demnächst bei Ihnen in der Glotze nicht „Apocalypse Now“ … denn dann kommen Sie vielleicht noch auf die Idee, dass die KuK in Vietnam einmarschieren sollen, um ein Abgleiten ganz Süd-Ostasiens in den Kommunismus zu verhindern.

      Also liebe Fr Schulze Fucking: „Hände weg vom Doppelkorn!!“ – mit umnebeltem Hirn lassen sich keine sinnvollen Arbeitsfelder generieren…zurück in der Schweinstall…und da dann lieber die Fresse halten – diese Tiere sind nämlich sensibel…und haben einen engen Bezug zur Realität – im Gegensatz zu Ihnen.

      • @Andre Hog

        Goooood morning, Germany!!!! 🙂
        Hey folks, hier in Germany ist ja wieder was los …!

        Moin Andre,
        hömma, du hast da ein paar Tippfehler in deinem Kommentar, aber alle machen mal Fehler, die werde ich dir – wie unser Gesundheits-Jens sagte – nach der Pandemie verzeihen … 😉

        Jaja, hast aber Recht, auf dem Schulze-Hof ist die Sau los … und bei der Gelegenheit lässt sich diese Sau wieder mal durch (Jetzt NEUNEUNEU: auch digitale) pädagogische Dörfer treiben.
        „Apocalypse Now – Im Schweinestall ist die Hölle los“ bald auch in Ihrem und Euren Familienkino (= Schule ohne WLAN)!

        Schade, dass die „Herrin der Schweine(reien)“ sich nicht lange auf dem Olymp der wichtigen Neuigkeiten halten konnte, denn es gibt schon wieder die nächste Eilmeldung aus dem „Reich der fantastischen Freigeister, die keine Regeln kennen“:

        „Plagiatsaffäre Familienministerin Giffey tritt zurück
        Stand: 19.05.2021 11:14 Uhr
        Bundesfamilienministerin Giffey ist zurückgetreten. Hintergrund ist die Diskussion über die Aberkennung ihres Doktorgrades. An der SPD-Spitzenkandidatur bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl im September hält sie fest. …“
        https://www.tagesschau.de/inland/giffey-215.html

        Vielleicht können die beiden Heldinnen was als Doppelspitze machen?
        Was das wohl sein könnte?
        Na, also bitte, ja?! DAS ist doch wohl wirklich … irgendwas zwischen … nebensächlich und egal … solange man wie gehabt die Treppe nach oben stolpern kann!

        Wobei:
        Frau „nicht mehr Doktor“ Giffey wollte doch ursprünglich mal Lehrerin werden?
        Und Team-Teaching könnte die beiden Damen zusammenbringen.
        Gestreamt aus dem Unterricht (wir erinnern uns: ohne WLAN 😉 ) direkt ins Familienkino … und täglich kann man die immergleiche Quizfrage beantworten:
        „Von welchem Ort wurde gestreamt?
        a) Schweinestall
        b) Klassenraum einer gewöhnlichen staatlichen Schule“
        Die Antwort dürfte nicht so leicht zu finden sein, wie man in der ZDF-Doku sehen kann, interessant für alle Leser, die sich nicht so oft INNERHALB einer Schule im „echten“ Alltagsbetrieb aufhalten „dürfen müssen“ …
        Im verlinkten Beitrag geht es u.a. auch um Schule, und da in dieser Schule sieht es eigentlich optisch noch verhältnismäßig „knorke“ aus, das ist mit Sicherheit NICHT das untere Ende der Fahnenstange:
        https://www.zdf.de/dokumentation/zdf-reportage/deutschland-das-kannst-du-besser-zukunftschancen-100.html
        Das ist der dritte Teil einer Dokuserie, jeweils eine halbe Stunde.
        Teil 1 = Infrastruktur
        Teil 2 = Bürokratie
        Also mal alle drei Teile anschauen, die Inhalte betreffen ja letztlich ALLE Bürger in Deutschland.
        Trigger-Warnung:
        Personen mit schwachen Nerven oder empfindlichem Magen-Darm-Trakt sollten nicht alle 3 Teile hintereinander sehen und zur Sicherheit eine medizinisch und psychologisch vorgebildete Allroundkraft (Lehrer ist völlig ausreichend) in der Nähe haben.

        Hinweis für Mary-Ellen und andere Tischkantenbeißer:
        Stellt eure Tische vorher ins Nebenzimmer, schont Tische und Zähne.
        Ja, ihr dürft auch jederzeit lüften.
        😉

        • Lieber Pit…das mit den Tippfehlern, v.a. die beim Namen macht mich richtig betroffen…wenn ich könnte, dann würde ich schamvoll sofort von den Ämtern zurücktreten, die ich nicht innehaben und für die ich kein exorbitantes Salers beziehe. 🙂

          Obwohl, wenn ich nochmal so nachdenke, in mich gehe, dort niemanden antreffen („Hallo McFly, jemand zuhause??“) dann möchte ich zu den Tippfehlern beim Namen doch stehen. In Memoriam einiger Landjugendfeten mit exzessiven Doppelkorngenuss und anschließender Fehlverwendung des nächsten Maisfeldes passt der Name wahrscheinlich ganz gut.
          Die beiden Tussen im Doppelpack (s.o.) … würden als Fortsetzung von „Dumm und Dümmer“ funktionieren – wären aber leider nicht halb so lustig – dafür doppelt so peinlich – und das will ja was heißen.

    • @KaGe

      Gute Frage.
      Für die kollegiale Zusammenarbeit mit dem Klapperstorch (= Baby-„amazon“)?
      Nach der „Lieferung“ gibt der „Lieferant“ die Verantwortung ab.
      Obwohl: Seitdem der Paketmann täglich klingelt …? Immer mehr Dinge werden immer verwirrender. 😉

    • Ganz böse…

      Die machen Kinder, damit wir Arbeit haben und die Schulen nicht geschlossen werden (müssen).

      Aber: Die Geräte wurden privat gekauft, werden privat genutzt und sind somit Privatsache.

      Bei uns gibt es das Fach „Medien“. SuS sind natürlich begeistert, ein ganz großer Renner.

      Aber wenn ich mir privat ein Pferd kaufe, bringt Schule mir auch nicht den Umgang damit und das Reiten bei.

      Augenscheinlich wird alles in die Schulen verlagert, wobei sich die Rahmenbedingungen seit zig Jahren nicht verändert haben. Immer mehr Aufgaben der Eltern werden nebenbei auf uns geschoben. Ein Wunder, dass Schule nicht längst aus allen Nähten geplatzt ist.

      Ich habe oft den Eindruck, wir sind eine Convinience-Institution.

      Gib dein Kind ab und dein Leben ist bequem.
      Gib dein Kind ab und dein Leben ist sicher.
      Gib dein Kind ab und du hast deine Freizeit.
      Gib dein Kind ab und entspann dich.

      Zu viele sehen das so. Am besten 24/7.

      DANN muss Schule auch das Kindergeld kriegen! Es ließen sich Leute einstellen, dringend benötigtes Arbeitsmaterial (Block, Stifte, Heft…) kaufen, passende Kleidung (Größe und Jahreszeit), Taschentücher, oh – Essen! (Frühstück, Mittag, Abendbrot).

      Dann wären wir beim RundumSorglosPaket (RSP). Auch die Lehrkräfte könnten rund um die Uhr, ihre Kids werden an deren Schule allumfassend betreut und bespaßt. Die eigene Familie stünde einem endlich nicht mehr im Weg. Ein Traum!

      Man könnte sich im Urlaub sehen und kennenlernen.

      Die Korrektur der Klassenarbeiten würde outgesourced – endlich objektive Noten und kein Gefummel mit den vielen Differenzierungen in FSA, ESA, MSA, AHR und den tausenden von Nachteilsausgleichen. Ein Träumchen. Wir werden nicht mehr bedroht, die Notenanfechter haben keine Chance mehr, weil anonym korrigiert wird. Ein Träumchen, das auch noch Arbeitsplätze schafft. In Irland gang und gäbe.

      Da ich als entrechtete, verbeamtete Lehrkraft mit tausend Pflichten nicht einmal in den Ranzen gucken darf, um zu gucken, ob das Mathebuch tatsächlich nicht da ist, oder ein Handy, das während des Unterrichts benutzt wird (um z. Bsp. SuS und LuL zu filmen – wir haben halt keine Rechte), einkassieren darf (ja, bis zur letzten Stunde, Akku raus, damit niemand draufgucken kann…), sollte die o.g. Aufgabe an die Polizei outgesoursed werden.

      Ach, ich Dummerle – die dürfen ja auch nur gucken, wenn es erlaubt wird….

      Machen wir uns nichts vor – die Gesellschaft verroht zunehmens, die digitalen Medien erleichtern diesen Prozess ungemein (sind aber an der Börse und bringen so manchem richtig …), es ist nicht zu verhindern und Punkt.

      Auch diesen Karren müssen und werden wir mit Vollkraft an die Wand fahren.

      Oder glaubt hier noch irgendjemand an ein Wunder?

      • @Riesenzwerg

        Klasse Kommentar! 🙂

        Besonders gut gefallen hat mir die Idee mit dem Urlaub:
        „Die eigene Familie stünde einem endlich nicht mehr im Weg. Ein Traum!
        Man könnte sich im Urlaub sehen und kennenlernen.“
        BILD berichtet: „Tourismusbranche hat endgültig fertich – FidK: ‚Einmal Urlaub und NIE WIEDER!'“

        Hier wurde ich aber doch noch nachdenklich:
        „Aber wenn ich mir privat ein Pferd kaufe, bringt Schule mir auch nicht den Umgang damit und das Reiten bei.“
        Warum eigentlich nicht?
        Christina Schulze Föcking kommt ja aus der Landwirtschaft, die sieht das womöglich
        1. anders
        2. als eine schöne Aufgabe für die Schule …
        Und 3.:
        Gilt das auch für Schweine?
        Und 4.:
        Kann man auch Schweine reiten und wenn ja: Nur während der Lüftungspause im Klassenzimmer oder nur während der Klassenarbeiten?
        😉

        PS.:
        Natürlich glaube ich an Wunder!
        Ich habe mich gerade während des letzten Jahres in der Anfangsphase der Pandemie so oft gewundert, das wird mir noch lange in den Knochen stecken …
        🙁
        Aber eigentlich bin ich wenigstens diesbezüglich mittlerweile übern Berg, der Zustand des Wunderns ist nur noch … eine wundervolle Erinnerung. 😉

      • Lieber Riesenzwerg…
        Chapeau!!! Ganz großartiger Kommentar…Eltern und Kinder lernen sich im Urlaub kennen…das ist die optimierte Version des Begriffs der „Quality Time“, von der immer wieder gesprochen wird. Keine alltägliche Belastungen durch reibungsverlustfördernde Konfliktpotentiale.

        Aber nochmal zum Thema Präsenzunterricht:
        „SCHÖN, dass Sie alle wieder da sind!! … Für alle Belange, die ihr Leben betreffen, fühlen wir uns umfassend zuständig…und wir machen das natürlich gerne…unter allen Umständen…auch, wenn Sie sich ein Pferd, ein Schwein oder ein Motorrad gekauft haben…wir bringen Ihnen bei alles zu reiten, was Haare hat.“

        • Liebe Leute….japs….ich kann nicht mehr!!! 🙂

          Nun wird es aber wirklich Zeit, dass diverse (schwarzer?) humor-affinen Kommentatoren sich zusammentun und ein (Bühnen-)Programm erstellen.
          So richtig gute Lehrersatire gibt es ja nicht im TV…
          Definitiv eine Marktlücke!!!

          • @Mary-Ellen

            Ja, so eine hübsch altmodische Samstagabend-Show zur besten Sendezeit, wo wir dann – im multiprofessionellen Team !!! – die Showtreppe hinunterschreiten, DAS wär’s!
            Dann können wir mal ein paar Stunden am Stück korrigieren, denken dabei laut … und auf einer zweiten Bühne wird auch noch was geboten, und das ist bestimmt hübsch 🙂 anzuschauen:
            Alle mediengeilen – oh nee, das kann man so nicht schreiben! – Sorry, noch mal „in schön“, also Korrektur: Und alle medienkompetenten (und auch sonst erwiesenermaßen total kompetenten, ehrlichen und ehrenwerten) Politiker aller Sparten und Parteien dürfen auch mitmachen: Als …. tääääädääää: Fernseh-Ballett, na klar! 🙂
            Das gibt das nach Teilnehmerzahl das größte Fernseh-Ballett ever, also wird es definitiv eine große Show! 😉 … in jeder Hinsicht, und auch maximal divers …
            Am Anfang jeder Show: „Die Husaren-Dancers“ feat. „Luschi the Great“, danach können Länder-Tanzgruppen dann insgesamt 16 Länderpunkte ertanzen. (OH MY GOD! – Gab es das nicht schon mal so ähnlich? – Ach egal, hamwe imma schon so jemacht. Et hätt noch immer jot jejange!)
            Ach Mary-Ellen, endlich eine berufliche Alternative!
            Danke, danke, danke!
            🙂

  3. Ach kommt, das lohnt doch die Aufregung nicht. Habe ich jetzt erst wieder live mit den „Medienscouts“ erlebt. Was für ein Tamtam! Fortbildung über zig Wochen, groß angekündigte Siegel für die Schulen, ein riesiger Aufwand an Personal, den die Schulen wie immer aus dem eigenen schmalen Budget stemmen mussten, und was kam zum Schluss raus? Das Siegel gibt’s nur zum Selbstausdrucken oder auf Pappe, der Link dazu ist defekt, die Korrespondenz mit den Verantwortlichen läuft nach wie vor nur über Telefon und Brief (!) mit wochenlanger Verzögerung. Die Arbeit wird größtenteils von ein oder zwei engagierten KollegInnen geleistet, die Schüler, die da mitmachen, kannst du an einer Hand abzählen. Und wenn die Ministerin sich doch endlich mal herablässt, sich für die Praxis vorgeblich zu interessieren, dann nur in Form einer stundenlangen Konferenz, auf der ein neues Konzept vorgestellt werden soll.
    Na, wer hat’s schon erraten? Richtig, es geht um Cybergrooming.
    Egal ob man das nun als heiße Luft oder schlechten Witz einordnen will, dafür sollte man den Puls nicht hochgehen lassen, das lohnt nicht. Ignoriert den Quatsch einfach genauso wie unsere Vorgesetzten, sobald der PR-Rummel ins nächste Dorf gezogen ist.

    • So schlimm es auch ist, mit solchen Überschriften wird immer wieder der Eindruck erzeugt, dies spiele sich in Schulen ab. Das tut es ja nicht. Auch die sogenannten „Klassenchats“ sind ja nicht durch Schulen initiert.

  4. Willst du den tobenden Stier vom angeschlagenen Torero ablenken, musst du nebendran ganz prägnant ein Tuch schwenken.

  5. Interessiert mich nicht die Bohne. So lange nach 12 Jahren Labg2009 der nächste Antrag nicht A13 ist, können die mir die Fuße küssen. Masterabsolventen seit 12 Jahren in A12 eingruppieren, aber immer neue Belastungen. Nächstes Jahr abwählen und gut ist. Dann können die Grünen wieder 5 Jahre kein A13 einführen…

  6. Ich sach ja: Schule 24/7 öffnen.

    Keine Frage – wichtiges Thema.

    Wenn ich aber über den ganzen Schriftverkehr, die ganzen Besprechungen, das Anfertigen von Gutachten über Jahre nachdenke, wobei es „nur“ um Kindeswohlgefährdung geht und diese ganze Arbeit so gut wie nichts bringt (außer Arbeit keine Lösung)….

    … frag ich mich nach den Beweggründen dieser Forderung.

    Haben das die KuKs während des LDs alle so gut mit Distanz-, Präsenz- und Wechselunterricht, der digitalen Betreuung, dem ungeschützten Massentesten, dem Lüften usw. so locker gewuppt, dass man meint, da könne man locker noch eine „Kleinigkeit“ oben drauf? Ist ja auch nur ein völlig emotionsloses Thema, für das es keine Profis und Experten gibt. Lehrer können alles, diese faulen Säcke müssen endlich an ihre Grenzen geführt werden,…. oder was?

    Krieg ich denn auch bitte Supervision? Vermutlich zu teuer, wie die Luftfilter.

    Achtung: An manchen Stellen finden sich Ironie, Sarkasmus und zunehmend Verzweiflung.

  7. „Wir erfahren: In Schulen würden durch digitale Angriffe ausgelöste Verhaltensänderungen und verändertes Lernverhalten von Schülerinnen und Schülern oft zuerst deutlich. „Lehrkräfte und anderes pädagogisches Personal sind dann gefordert, Hilfen anzubahnen. Hierfür benötigen sie Informationen und Kompetenzen.“ “

    Ja. Wir sind gefordert. Und mir fehlt jegliche Information und über Kompetenzen verfüge ich auch nicht.

    Ich stell sie nicht mehr zur Verfügung – stundenlange Gespräche, Schriftverkehr… und nichts reicht aus, um die benötigte Unterstützung zu bekommen. Ich weiß nicht, mit wie vielen pädagogischen Berufsgruppen plus Lehrkräften ich schon zusammengessen und diskutiert habe, um Hilfe für ein Kind zu bekommen. Und wie oft wir alle schon enttäuscht wurden – unser (unbezahlter) Dauereinsatz bleibt erfolglos. Wozu dann also? Ich erkenne hier nur blinden Aktionismus und hektische Aktivität mit null Aussicht auf Hilfe und Veränderung.

    Und – mehr (bezahlte) Zeit würde auch nichts bringen, da das level für genehmigte Hilfe (von einem Geldfuzzi oder tatsächlich einem pädagogisch interessierten Entscheider – hallo Politiker! hallo Jugendamt! hallo Jugendhilfe! hallo Kinderschutzbund…) derart hoch angesetzt ist, dass Daten über Jahre gesammelt werden und Punkt.

    Eltern ziehen um. Datenschutz vor Kinderschutz. Akte wird bereinigt. Prozess geht an anderer Schule von vorne los. Bis das Kind ausgeschult wird.

    „Notwendig seien auch Informationen zur Medienerziehung für Eltern in Form von Elternbriefen und Elternabenden.“

    Hatten wir – zum Thema „Sucht“. Drogen, Internet, Spielsucht. Ganz toller Polizeibeamter! Der machte das richtig gut.
    Wahnsinnsandrang. Zig Stühle blieben frei. Die Eltern scheinen kein Interesse am Schutz
    ihrer Kinder zu haben. Und – wir können niemanden zur Teilnahme zwingen. Übrigens bin ich sicher, dass manche SuS es in puncto Wissen durchaus mehr drauf haben als ihre Eltern oder wir.

    „Zudem solle geprüft werden, einen Projekttag pro Schuljahr zu Kinder- und Jugendschutz im Internet an allen Grund- und weiterführenden Schulen einzuführen.“

    Na, dann prüft mal schön. Ein Projekttag wird es bringen. Zumindest haben wir dabei viel zu zun. Nachhaltiges Lernen sieht anders aus. Es geht um Verhaltensänderungen – in deren Freizeit!

    Das ist doch ein Witz! Außerdem wissen viele, was angemessen, richtig oder falsch ist. Sie machen trotzdem, was sie wollen. Anonymität sagt danke.

    In Klasse 2 wissen auch alle, dass man Nomen groß schreibt. Kriegen sie aber bis Klasse 9 kaum hin. Wissen ist nicht gleichzusetzen mit Verhalten.

    „In diese Projekttage sollten dann Polizei und Landeskriminalamt eingebunden werden.“

    Theoretisch ganz gute Idee, doch s.o. Ein weiterer Punkt ist, dass viele Kinder und Jugendliche bereits herausgefunden haben, dass wir und die Polizei ihnen gar nichts können – woher nur haben sie das?! Und auch hier wird scheinheilig etwas verkündet und anders gehandelt.

    Erinnert mich irgendwie an die Coronabekämpfung ….

    Leute: Kinder brauchen ihre Eltern. Die haben das Recht (aber offensichtlich nicht die Pflicht), die Geräte anzuschauen und mit ihren Kids darüber zu sprechen. Sie müssen die Groomer sein, die die durch’s Internet führen und sie schützen.

    Und: Welche wichtigen Schulstunden sollen bei der Coronaaufholjagd dafür ausfallen? Oder gibt es da einen, hust, freiwilligen, Sommerworkshop zu?

    Die kleine Christina ist bestimmt ganz stolz darauf, dass sie e n d l i c h auch erkannt hat, was da so im Netz läuft. Ich bin beeindruckt, Frau Föcking, da können Sie mächtig stolz auf sich sein.
    Gibt es im nordrhein-westfälischen Kinderschutz noch keinen Flyer dazu?

    Als Frau Föcking zur Sprecherin des Kinderschutzes in NRW wurde, brauchte es nur xy Jahre, um etwas Grundlegendes zu erkennen.

    Es gibt bereits Filme, Krimis, Bücher dazu – falls das Internet nicht so Ihr Ding ist.

    Wir l e s e n die in der Schule – huch, ja, das gibt es.

    Aber solange bei Ihrer Idee Arbeitsplätze geschaffen werden, wir nicht noch mehr oben drauf kriegen, die Eltern (nein, ich meine wiklich nicht alle Eltern!) zufrieden sind, können wir sehr stolz auf die Erkenntnisse der kleinen Christina sein. Wir wissen aus Erfahrung – manche Kids brauchen halt länger. (Deswegen ist fie Idee „alle Schüler gemeinsam zu unterrichten und bis zum Erbrechen zu differenzieren“ ja auch voll vor’n Popo, zumindest unter den nicht gegebenen Lehrkraftstellen).

    Boah, bin echt böse.

    Eben die Nachricht: Giffey gibt Amt auf!

    • @Riesenzwerg

      Schon wieder ein Top-Kommentar!
      Kann ich alles so unterschreiben.

      Hier ist die Lösung aber echt einfach. … Manchmal sieht man den Erfolg (= Wald) vor lauter Projekten (= Bäumen) nicht!
      „Und: Welche wichtigen Schulstunden sollen bei der Coronaaufholjagd dafür ausfallen? Oder gibt es da einen, hust, freiwilligen, Sommerworkshop zu?“

      Nö, da reichen jetzt aber wirklich 3 Projekttage pro Schul!!!jahr:
      1 für Deutsch.
      1 für Mathe.
      1 für die ZP-Fremdsprache.
      Macht alles die Frau „Ich war mal Doktor Franzi G.“ aus Berlin …
      Digital.
      Oder anders.
      Oder gar nicht.
      Läuft!

    • Man, du läufst heute zur absoluten Höchstleistung auf!! Wieder ein fettes CHAPEAU!!

      Du triffst alle meine Gedanken, Bedenken und Erfahrungen zu 100% !!

      Wie sang dereinst Roy Black: „Du bist nicht allein…!“

  8. Digitalkompetenz als Abwehrkompetenz – das Internet! Ein Hort der Gefahren. Schick finde ich auch die Sache mit den Unterrichtseinheiten. Wird bestimmt in Dü-dorf erarbeitet…
    Wieder mal ein klasse Kommentar, Herr Priboschek!

  9. @Pit 2020

    Zur Frage, ob man auch Schweine reiten kann, nun, die haben Borsten. Bitte bei Andre nachfragen. Er ist da kompetenter.

    Mein Papa hat immer gesagt: Du bist zu dumm zum Schweinereiten!

    Es muss also gehen.

    Vor meinem geistigen Auge sehe ich die kleine
    Christina Schulze Föcking auf einem Borstentier bei geöffneten Stalltüren (da leben nur glückliche Schweine) auf den Hof galoppieren.

    Bin ich froh, dass ich zu dumm bin.

    Was hätte mein Papa wohl über sie gesagt?

  10. Zitat:
    “ „Besonders die Schulen stehen in der Verantwortung“, so heißt es in dem Papier (warum eigentlich nicht die Eltern?).“

    Ja das fragt man sich oft – warum eigentlich nicht die Eltern? Sind es nicht die Eltern, die ihren Kindern Smartphones & Co kaufen?
    Passiert nicht das meiste des Cybergroomings in der Freizeit der SchülerInnen?
    Und dann soll wieder mal die Schule den Karren aus dem Dreck ziehen.

    • Wir sind immer mehr auch Lebenserklär-Lehrkräfte. Die Eltern haben keine Zeit, zu erklären, welche Versicherungen wichtig sind, wie eine Steuererklärung geht, wie man Schnürsenkel zubindet, wie und wann man eine Rechnung bezahlt, oder den Umgang mit Geräten, die sie angeschafft haben und dann keine Verantwortung für den Umgang tragen wollen, usw.

      Bald machen wir Haus- und Putzkunde (Bedienung Waschmaschine, Staubsauger, Geschirrspüler, etc.), richtiges Gassi-gehen mit dem Hund (plus Kotbeutelbenutzungserklärung), Fütterungseinweisung für Goldfische und -hamster, richtige Sortierung der Besteckschubladen, Vorgartenpflege (Unkraut oder nicht?), richtige Benutzung von Messer und Gabel, Bekleidungskunde (richtig angezogen im Winter beim Lüften im Klassenraum), …

      Ach es gibt soviel zu lehren und zu lernen.

      Meine Eltern haben mir obiges beigebracht, bzw. mir verraten, dass es zu jedem Thema was zu lesen gibt, was einem weiter hilft. War der beste Tipp ever.
      Und ich habe ihn umgesetzt, weil ich selbstständig dafür genug war. Und vieles andere konnte ich logisch herleiten.

      Lebenskunde ist eigentlich ein Fach, das die Eltern ausfüllen sollten.
      Und Lehrer sind für „Wissenschaften“ zuständig.

      Ein Teil Lebenskunde wird in Religion und Politik aufgefangen, aber auch da sind Stunden nur begrenzt vorhanden.

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