Institut für Menschenrechte wappnet Lehrkräfte für die Auseinandersetzung mit der AfD

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BERLIN. Die AfD vertritt nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Menschenrechte (DIMR) ein national-völkisches Menschenbild, das der im Grundgesetz verankerten Achtung der Würde des Menschen zuwiderläuft. Dies ist Ergebnis einer Analyse mit dem Titel „Nicht auf dem Boden des Grundgesetzes“, die insbesondere Lehrkräften helfen soll, rechtsextreme Positionen zu erkennen, wie es heißt. In der Studie wird auch festgestellt, dass die Partei Schulen und Lehrkräfte, die Rassismus und Rechtsextremismus thematisieren, unter Druck setze.

Die Thüringer AfD unter ihrem Chef Höcke wird seit März vom Landesverfassungsschutz als gesichert extremistisch eingestuft. Foto: knipsdesign / Shutterstock

Das Institut ist Deutschlands unabhängige nationale Menschenrechtsinstitution. Es wird vom Bundestag finanziert. Ein Kuratorium legt die Richtlinien für die inhaltliche Arbeit des Instituts fest, das sich aus Vertretern von Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Medien und Politik zusammensetzt. Die jüngste Publikation, die sich an Akteure in der schulischen und außerschulischen Bildung sowie an staatliche, politische und gesellschaftliche Akteure richtet, diene dem Zweck, „sie darin zu unterstützen, rassistische und rechtsextreme Positionen zu erkennen“, erläutert die Leitung des DIMR. Und der Befund ist eindeutig: Die AfD sei eine Partei, die „rassistische und rechtsextreme Positionen“ vertrete.

In der Studie wird ausgeführt, in der AfD seien „rassistische Positionierungen Bestandteil ihres Programms, ihrer Strategie sowie von Positionierungen durch Führungspersonen und Mandatsträger“ der Partei – „bis hin zu offen ausgesprochenen Drohungen, in denen sie der Gewalt zur Erreichung ihrer politischen Ziele das Wort reden“.

Mit „Meldeportalen“ fordert die AfD Eltern und Schüler dazu auf, ihr parteikritische Lehrerinnen und Lehrer zu melden

Zielscheiben sind auch Schulen und Lehrkräfte: „Die Partei ‚Alternative für Deutschland‘ (AfD) setzt Akteure, die Rassismus und Rechtsextremismus beziehungsweise die AfD kritisch thematisieren, mit unterschiedlichen Mitteln unter Druck. Hierzu gehören Schulen und Lehrer_innen wie auch Akteure in der außerschulischen Bildung, soziale Organisationen, Einrichtungen in der Jugendarbeit oder etwa Projekte zivilgesellschaftlicher Akteure, die im Rahmen der Demokratieförderung des Bundes und der Länder Aufklärungs- und Bildungsarbeit zu Rassismus und Rechtsextremismus leisten.“

Tatsächlich hatten AfD-Landtagsfraktionen mit „Meldeportalen“ Eltern und Schüler dazu aufgefordert, ihnen – auch anonym – Lehrkräfte namentlich zu melden, die sich kritisch zur Partei äußerten, wie News4teachers berichtete.

Das Institut für Menschenrechte hatte dazu bereits eine Handreichung herausgegeben, die Lehrerinnen und Lehrern das Neutralitätsgebot im Unterricht erklärt – und deutlich macht, dass „die Grund- und Menschenrechte einen zentralen rechtlichen Maßstab für die schulische und außerschulische Bildung bilden“. Heißt konkret: „Der aus den Menschenrechten abzuleitende und rechtsverbindliche Bildungsauftrag würde leerlaufen, wenn das Gebot der Chancengleichheit der Parteien (Art. 21 GG) so interpretiert würde, dass rassistische und rechtsextreme Positionierungen von Parteien nicht als solche thematisiert werden könnten. Das Gebot der Chancengleichheit der Parteien kann daher nicht so verstanden werden, dass Schulen ihren Bildungsauftrag nicht wahrnehmen können.“

Rechtsextreme Positionen, so stellt der Autor der Publikation, der Rechtswissenschaftler Dr. Hendrik Cremer, nun fest, zeichneten sich „durch einen politischen Autoritarismus“ aus, der auf eine Ablösung der freiheitlich demokratischen Grundordnung abziele. National-völkische Positionen zielten darauf ab, den Grundsatz der Gleichberechtigung aller zum Staatsvolk gehörenden Menschen zu durchbrechen. So fokussiere die AfD in ihrem Grundsatzprogramm von 2016 „auf ein Bevölkerungsideal in Deutschland, das eine kulturelle Homogenität aufweist, die es gegen ‚importierte kulturelle Strömungen‘ zu verteidigen gilt“.

Im Unterschied zum Rassismus im frühen 20. Jahrhundert werde er heutzutage nicht allein biologistisch und unter Bezug auf physische Merkmale begründet, sondern vor allem unter Bezugnahme auf „die Kultur“ oder die Religionszugehörigkeit. Im Wahlprogramm zur Bundestagswahl 2017 habe die Partei behauptet, die bloße Präsenz von Muslimen in Deutschland sei eine „große Gefahr“.

Wörtlich heißt es in der Studie: „Rassismus setzt (..) kein Gedankengut voraus, das auf biologistischen Theorien von Abstammung und Vererbung basiert und auf biologistische Begründungsmuster zurückgreift. So treten häufig weitere Begründungsmuster hinzu, etwa beim Antisemitismus. Im Fall des antimuslimischen Rassismus wird oft neben der Religionszugehörigkeit auch auf ‚die Kultur‘ von Menschen Bezug genommen, um sie auf dieser Grundlage mit pauschalen Zuschreibungen zu kategorisieren und abzuwerten.“

Die AfD versuche, die „Grenzen des Sagbaren“ zu verschieben – um eine Gewöhnung an rassistische Positionen zu erreichen

Dass die AfD Menschen nicht als Individuen anerkenne, sondern in Gruppen unterteile, die sie in einer bestimmten Hierarchie sehe, zeige auch das Programm der Partei für die nächste Bundestagswahl. Dort heißt es unter anderem: „Die gemeinschaftsstiftende Wirkung der deutschen Kultur ist Fundament unseres Grundgesetzes und kann nicht durch einen Verfassungspatriotismus ersetzt werden.“ Die AfD versuche bewusst, die „Grenzen des Sagbaren“ zu verschieben, sodass eine „Gewöhnung an ihre rassistischen, national-völkischen Positionen – auch im öffentlichen und politischen Raum – erfolgt“, heißt es in der Publikation des Instituts. Sie verunglimpfe Deutschland als „Quasi-Diktatur“, um sich selbst als rettende Kraft zu inszenieren.

Um die Grundlagen der Verfassungsordnung wirksam zu verteidigen, sollten sich Parteien, die auf dem Boden des Grundgesetzes stünden, von Parteien, die rassistische und rechtsextreme Positionen verträten, „abgrenzen und verhindern, dass diese direkt oder indirekt politische Gestaltungsspielräume erlangen“, stellt das DIMR fest. Die Radikalisierung der AfD in den vergangenen Jahren lasse sich auch an der Position von Björn Höcke ablesen, heißt es in der Analyse. Dieser sei längst zu einer „zentralen Figur innerhalb der Gesamtpartei geworden“. Die Thüringer AfD unter ihrem Chef Höcke wird seit März vom Landesverfassungsschutz als gesichert extremistisch eingestuft.

In Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Sachsen werden die jeweiligen Landesverbände vom Verfassungsschutz als rechtsextremistischer Verdachtsfall mit nachrichtendienstlichen Mitteln beobachtet.

„Gerade die deutsche Geschichte hat gezeigt, dass die freiheitliche demokratische Grundordnung eines Staates zerstört werden kann, wenn rassistische Grundhaltungen nicht rechtzeitig auf energischen Widerstand stoßen und sich so verbreiten und durchsetzen können. Der Nationalsozialismus ist daher nicht nur als historisches und abgeschlossenes Ereignis zu begreifen. Vielmehr geht es stets auch darum, gegenwärtige Erscheinungsformen von Rassismus und die damit verbundenen Auswirkungen und Gefahren für Betroffene und die gesamte Gesellschaft zu erkennen und aufzuzeigen. Darin besteht eine elementare Aufgabe politischer und gesellschaftlicher Akteure etwa im Bereich der Bildung, der Wissenschaft und auch der Medien“, so heißt es in der Studie.

Und: „Wird der Grundsatz der gleichen Menschenwürde und der Rechtsgleichheit eines jeden Individuums in Frage gestellt, wird eine absolute Grenze überschritten. Solche Positionen sind daher auch nicht als gleichberechtigte legitime politische Positionen zu behandeln.“ News4teachers / mit Material der dpa

Verunsicherte Lehrer, verängstigte Schüler: Wie die AfD mit ihrem Psychoterror Angst und Schrecken in die Schulen trägt

 

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57 KOMMENTARE

  1. „Die Grenzen des Sagbaren verschieben“
    Mag sein, dass speziell Höcke diese Absicht hat. Andererseits: Wer hatte denn vorher die Grenzen des Sagbaren in die andere Richtung so verschoben, dass plötzlich sogar Mohrenköpfe und Negerküsse als „rassistisch“ gelten, obwohl sie doch nur was Süßes zum Futtern sind? Und wer hat dafür gesorgt, dass jeder Nationalismus (also der der Polen, der Russen, der Türken, der Franzosen usw.) als normal gilt, nur der der Deutschen nicht? In der Musiktheorie gibt es immer noch das „Zigeuner-moll“ als Tonleiter, die „Zigeunerlieder“ von Johannes Brahms werden immer noch gedruckt, soll das auch geändert werden, nur weil wir inzwischen eine Art von „Sprachpolizei“ haben? Ist es nicht plausibel, dass solche „sprachpolizeilichen Maßnahmen“ beim Volke auch mal trotzigen Widerspruch hervorrufen, ebenso wie das befohlene Gender-Sternchen?

    • Darf ich Sie dann Idiot nennen, Carsten60? Ist in meinem Kulturkreis eher anerkennend gemeint. Es gibt auch eine Idioten-Soße bei mir zu Hause.

      • Das entspräche aber nicht einem Sprachgebrauch, der sich in natürlicher Weise in Jahrhunderten entwickelt hat. Um den ging es mir. Es kann eben nicht jeder „Idiot“ — je nach politischer Einstellung — die Bedeutung von Wörtern neu definieren. Die „Sprachpolizei“ sollte sich mehr um die Pflege der Sprachstruktur, also der Grammatik, kümmern. sonst verschwindet der Genetiv noch ganz, und vieles verwildert einfach. Die Bedeutung von Wörtern (die sich schleichend auch wandelt) ist davon zu trennen.
        Auch breitet sich ungestört eine gewisse „Fäkaliensprache“ aus. Ich vermute fast, die ist das erste, was Schüler ausländischer Herkunft voneinander an deutschen Vokabeln lernen. Die Jugendsprache ist überhaupt immer anders. Früher gab’s mal „schnafte“ und „knorke“, das scheint heute durch „cool“ ausgedrückt zu werden. Aber sowas entwickelt sich und wird nicht „von oben“ angeordnet.

        • Kannibalismus ist auch eine Kulturtechnik, die sich „natürlich“ über Jahrhunderte, womöglich sogar über Jahrtausende entwickelt hat.

          Menno, nix darf man mehr. Keine Menschen herabwürdigen – und nicht mal mehr aufessen.

          • Sie wollen ernsthaft Kannibalismus und ein Gender-Sternchen auf eine Stufe stellen?!?

            Und nein, es geht nicht darum, ein Gender-Sternchen zuzulassen, weil ich dann auch Kannibalismus zulassen müsste.

        • Ach, die Starrheit der Grammatik ist Ihnen wichtig? Es sei eine Verwilderung, wenn sich die Regeln an den menschlichen Sprachgebrauch anpassen? Ist es tatsächlich für Sie von Bedeutung, ob Dativ oder der Genetiv „sowohl als auch“ erlaubt werden, weil es über Jahrzehnte hinweg der menschlichen, gelebten Sprachpraxis entspricht und die Grammatik als Folge daraus an die sprachliche Realität angepasst wird? Eine einmal aufgestellte Grammatikregel muss sicherlich zur Abwendung von Verwilderung für alle Zeiten gelten. Woran soll man sonst glauben? Woran sich orientieren? –

          Wenn sich aber Bezeichnungen für irgendwelche Dinge ändern, die an rassistische Diskriminierungen erinnern oder sie sogar implizieren, das ist ein Problem für Sie? So weiß jeder, dass der Begriff mit N beginnend für schwarze Menschen immer Abwertung bedeutet und mit fürchterlichen Erfahrungen aus der Kolonialzeit verbunden ist. Im Duden finden Sie unter dem Begriff des N-Wortes einen Infokasten mit folgendem Inhalt:
          „Die Bezeichnung Neger, Negerin sind stark diskriminierend und sollten vermieden werden. Alternative Bezeichnungen , die auch als Eigenbezeichnungen fungieren, sind Schwarzer bzw. Schwarze , People of Color (im Plural) und Person of Color (im Singular) sowie Schwarzer Mensch (mit großgeschriebenem Adjektiv). In Deutschland lebende Menschen mit dunkler Hautfarbe wählen häufig die Eigenbezeichnung Afrodeutscher, Afrodeutsche, die zunehmend in Gebrauch kommt.“

          Nur die AfD setzt sich über den allgemeinen Konsens und auch über den Duden in dieser Sache hinweg. Sie sieht in der Verwendung des N-Begriffs „Redefreiheit“ und beruft sich im Zweifelsfall auf einen etwaigen „harmlosen“ Zusammenhang, der dann richterlich geprüft werden muss. Merken Sie was? Warum handelt die AfD so?

          Und so zieht es sich durch. Deswegen: Lieber zehnmal sensibler als den meisten über die Wirkungsweise bestimmter Bezeichnungen bewusst ist und vor allen Dingen auch rigoroser als deutliches Zeichen sprachlich zurückrudern als eine menschenverachtende Sprachdesensibilisierung (noch weiter) voranschreiten zu lassen. Den Anfängen kann man nicht mehr wehren, aber man kann korrigieren und eine entsprechende Fortentwicklung stoppen. Das ist nicht banal! Nicht mehr!

          • Dass ich „schwarz“ in diesem Zusammenhang kleingeschrieben habe, war ausdrücklich ein Tippfehler! Nobody is perfect! Sorry.

          • Der Gender-Stern inkl. aller Konsequenzen daraus ist aber keine natürliche Sprachentwicklung, das ist von oben oder von einem kleinen lauten Kreis als das neue richtig definiert worden.

            Wenn man das Genus Schüler erst durch den Sexus Schülerinnen und Schüler und diesen dann aufgrund von einer sich möglicherweise diskriminiert fühlen könnende Einzelperson durch Lernende ersetzt, macht man die Sprache ungenau. Ein Lernender (Genus) ist eine Person, die aktuell die Tätigkeit Lernen ausführt. Ein Schüler (Genus) ist eine Person im schulpflichtigen Alter unabhängig von der aktuellen Tätigkeit. Von so Sprachungetümen wie Bürger:innenmeister:inkandidat:in mal ganz abgesehen.

      • Lieber Bernd,
        du solltest dringend über einen Wechsel deines Kulturkreises nachdenken.
        Toleranz ist duldsam und wird keinesfalls verbal gewalttätig.
        Osman

    • Die ist einfach nicht zu helfen Carsten. Du willst nicht verstehen und trollst hier wieder Mal rum.
      Dein latenter Rassismus ist einfach nur noch widerlich.

      Und an alle anderen:
      Hört auf, auf seine Provokationen hier zu reagieren.

      Dont Feed the Troll

      • Geht das bitte höflicher oder muss ich warten, dass der Herr Sie trifft?

        @Redaktion: Gibt es einen Grund, weshalb solche Kommentare nicht gegen die Nettiquette verstoßen?

        • Weil Sie hier immer wieder rassistische Thesen verbreiten, damit Menschen beleidigen und dafür – auch hitzigen – Widerspruch hinnehmen müssen. Herzliche Grüße Die Redaktion

          • Danke. Ich hoffe, dass Sie mit ähnlich hitzigen Kommentaren an Bernd oder dieses Hirn genauso umgehen und die nicht löschen. Alles andere wäre Doppelmoral.

          • Ich habe die Kommentare (nicht alle) von Georg gelesen, aber rassistische Thesen kann ich da nicht entdecken. Wenn Kritik an bestimmten Entwicklungen schon rassistisch ist, na dann. Menschen beleidigen… da sind hier einschlägig andere Kommentatoren unterwegs. Ja … es ist etwas einseitig. Schade.

          • Kritik an „bestimmten Entwicklungen“ muss nicht rassistisch sein, Menschen nach ihrer Herkunft zu beurteilen und abzuwerten schon.

            Herzliche Grüße
            Die Redaktion

    • Sagen wir es doch, wie es ist: Linke wollen die Sprachhoheit darüber erlangen, wer was wann sagen darf oder nicht. Sie selbst aber vergewaltigen die Sprache mit Verboten oder diesem krudem Gender-Sprech. Sich dagegen zu wehren ist nicht nur richtig, sondern Pflicht.

        • Sarah Bosettis Videos werden ja oft genug von anderen YTbern anständig durch den Kakao gezogen und richtiggestellt. Ich würde beinahe behaupten, dass ihre Inhalte nicht weit von Inkompetenz entfernt sind, aber was noch viel dramatischer ist: sie ist überhaupt nicht lustig und das ist schon sehr dramatisch, wenn man Humor zu seinem Beruf gemacht haben will.
          Sarah hat einfach nur Glück, dass ihre Videos von Staatssendern finanziert werden, die dafür Menschen auch schon mal ins Gefängnis stecken, wenn sie nicht dafür Schutzgeld bezahlen wollen.

          • Es gab mal Zeiten, in denen Kabarett oder Satire Indien Richtung von Spiegel vorhalten ging. Heutzutage ist das eher das Nachplappern des Mainstreams. Wer das nicht tut, riskiert den Rauswurf oder wird sogar rausgeworfen wie z. B. Kay Ray wegen sich angeblich diskriminiert oder beleidigt gefühltem Sicherheitspersonal. Möglicherweise auch nur, weil er von politischer Korrektheit nichts hält und keine noch so warum auch immer schützenswerte Gruppe ausspart.

          • Max Kleine
            Nur weil Sie z.B. nicht über Sarah Bosettis Neologismus „Antiorgasmus“ lachen können, sollten Sie ihr keine Inkompetenz unterstellen. Weiter ist sie zudem Schriftstellerin und Moderatorin, also müssen Sie sie auch gar nicht komisch finden.
            Mir gefällt, wie sie Fakten direkt und klar benennt und diese teilweise etwas bissig kommentiert. Ihre Meinung muss man nicht teilen, sie aber als „falsch“ zu bezeichnen ohne dies weiter zu begründen sagt mehr über sie als über Frau Bosetti.
            Für Ihre letzte abenteuerliche These finden sich im Netz keinerlei Belege.

          • @unverzagte
            Ich unterstelle ihr das nicht, weil sie nicht lustig ist, sondern weil sie Behauptungen aufstellt, die nachweislich falsch sind.

            @Georg
            Sehr bekanntes Beispiel in Deutschland ist auch Uwe Steimle. Der versteht wenigstens sein Handwerk und beherrscht es alleine besser als 10 Sarahs, 5 Carolins und 5 ZDF-Wochenschows zusammen.

          • Max Kleine
            Weder fand ich „youtuber, die etwas von Frau Bosetti richtig stellen“, noch konnte ich in ihren Darstellungen falsche Behauptungen entdecken.
            Verwechseln sie sie vielleicht mit jemand anderen?

      • Die bösen Linken… gähn
        Deine Pflichten kannst du gerne alleine ausleben. Mich interessiert dieser konservativ altbacken latent rassistische Scheiß überhaupt nicht Bernd oder Carsten oder wie du auch immer heißt Oka

  2. @Carsten60
    Mit Ihrem Beitrag wird deutlich, warum Deutsche im Ausland als sprachunsensibel gelten:
    Ist Ihnen wirklich nicht bewusst, dass die von Ihnen verwendeten Ausdrücke von Farbigen als Beleidigung empfunden werden oder ignorieren Sie das?
    Weiter waren es Hitler und seine Rassenhasser, die dafür gesorgt haben, dass Nationalismus hierzulande nie wieder „normal“ sein kann.
    Stellen Sie sich dumm oder sollen das Provokationen sein?
    Es scheint für Sie ein Verbrechen zu sein, dass eine Sprache zumindest mehr als ein Geschlecht abbildet oder warum wittern Sie eine „Sprachpolizei“? Oder sind es gar Sie selbst, der ein „Sprechverbot“ für gendern verhängen will?

    • Willkommen zurück.

      Es ist umgekehrt: Die Gender-Lobby möchte das nicht-gendern verbieten. So wie ich Carten60 einschätze, ist es ihm reichlich egal, was die Leute denken und reden, solange es sich im Rahmen geltender Gesetze bewegt. Mit Kritik scheint er auch deutlich ruhiger umgehen zu können als Sie, Bernd u.a..

      Beantworten Sie mir aber bitte eine Frage: Wieso soll sich A bei B für etwas entschuldigen und/oder sich dafür einschränken, was C vor langer Zeit D angetan hat? Lange Zeit ist hier so zu verstehen, dass sogar die Großeltern aus Altersgründen nicht oder kaum aktiv dabei gewesen sein können.

      • Könnte es mit historischer Verantwortung zu tun haben?

        Ist klar, damit haben Sie’s als Rechtsaußen nicht so – wie es ohnehin auf rechts mit Verantwortung ein wenig dünne aussieht. Hauptsache nicht einschränken. Freie Fahrt für unbegrenzte Egos.

        • Historische Verantwortung, die entweder 75-90 Jahre her ist, oder über 100 Jahren auf einem anderen Kontinent, kann man gerne aufarbeiten, wenn man die lokale aktuelle Situation im Griff hat. Diese Verschweigen oder in seltsame Worte verpacken oder davon durch Nicht-Probleme wie dem Gender-Sternchen ablenken, ist kontraproduktiv.

          • Georg,
            Sie sind doch vom „gendern“ gar nicht betroffen, es geht in keinster Weise um sie, also hören Sie auf, Probleme zu ignorieren, nur weil sie sie nicht erfasse können.

          • Georg
            Die Vergangenheit ist nicht vorbei, sie ist noch nicht einmal vergangen. Die Gegenwart ist ein Ergebnis derselben, insofern ist die aktuelle Situation entsprechend abhängig und nicht abzukoppeln.
            Zu Ihrer obigen Frage: So wie Eltern für Ihre Kinder haften, haften wir auch an uneren Vorfahren. Wir sind doch ein Produkt dieser Kriegsgeneration und haben all die damit verbundenen Traumata unterschwellig mitgeerbt. Von rassistischen Haltungen mal ganz abgesehen, aber das fällt offenbar einigen sehr schwierig, sich dieser hochaktuellen Problematik zu stellen.
            Wer von der gender Problematik nicht betroffen ist, sollte vielleicht einfach mal schweigen.

          • Unverzagte: Bei den Menschen, deren Vorfahren seit mindestens 120 Jahren ununterbrochen in Deutschland gelebt haben, lasse ich das gelten, auch wenn ich das mit dem Trauma für alle ab spätestens 1970 geborenen Menschen für übertrieben halte.

            Alle anderen haben mit dem Holocaust im von Ihnen gemeinten Sinne nichts zu tun. Das gilt insbesondere für alle Gastarbeiter und ihre Nachkommen, alle, die im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch des Ostblocks nach Deutschland kamen, und deren Nachkommen sowie aktuell alle Flüchtlinge aus dem vorderasiatischen und nordafrikanischen Raum.

            Wohlgemerkt, man darf, soll und muss den Holocaust in der Schule ansprechen. Das Problem des Antisemitismus darf jedoch auf keinen Fall nur darauf reduziert werden und schon gar nicht, um konservative Islamverbände nicht vor den Kopf zu stoßen.

    • unverzagte: Ich habe es oben gesagt, Sprache entwickelt sich in natürlicher Weise, und jeder Befehl von irgendwelchen selbsternannten Autoritäten (wo bitte ist deren Legitimation?), den Sprachgebrauch zu ändern, ist verfehlt. Dass irgendjemand irgendwas als Beleidigung auffassen könnte, ist allein kein Argument. Da gäbe es viel zu vieles. Über die Deutschen gibt es auch einige kollektive Beleidigungen (Kartoffelfresser, Schweinefleischfresser), die aber offenbar nicht weiter schlimm sind. Und manchmal werden alle Deutschen als Nazis bezeichnet, Bilder von Frau Merkel bekamen in ausländischen Zeitungen schon mal einen Hitlerbart engezeichnet. Den „häßlichen Deutschen“ würde ich eher am Ballermann auf Mallorca verorten. Da wird’s aber deftiger zur Sache gehen als mit Negerküssen.

      • Carsten60
        12 Millionen schwarze Sklaven auf „irgndjemand“ reduzieren zu wollen ist schlichtweg ignorant. Dass Malle jetzt einen deutschen Sklavenmarkt eröffnet hat, wäre mir neu.

  3. Es gibt ja eine neue Tendenz, Straßen usw. umzubenennen, wenn man denjenigen, nach dem sie benannt sind, irgend was Schlechtes vorwerfen kann, z.B. rassistische Äußerungen.
    Der Fürst Pückler, nach dem das Eis benannt ist, war laut Wikipedia ein „Germanisator“ seiner großenteils sorbischen Untertanen und hat sich zudem auf dem Kairoer Sklavenmarkt ein Mädchen gekauft und als Mätresse nach Deutschland mitgenommen. Müssten wir da nicht auch das Fürst-Pückler-Eis umbenennen? Die „Praline“ ist nach einem französischen Adligen benannt, der unter Ludwig XIV. als Militär und als Politiker gedient hat und in dessen Leben sich bestimmt auch ein dunkler Punkt findet. Ich fürchte, ein Chaos entsteht, wenn man das konsequent weitertreibt.

    • Oh, Gott. Fürst-Pückler-Eis darf nicht mehr Fürst-Pückler-Eis heißen? Jetzt haben Sie aber mal recht – das geht entschieden zu weit. Da bricht ja in Deutschland ein Chaos aus.

      Deutschlands Jugend liebt doch Fürst-Pückler-Eis. Vor kurzem, so um 1950, war das jedenfalls noch so.

      Oh, Mann.

  4. Manche Dinge wie Fürst-Pückler-Eis oder Negerkuss und Zigeunerschnitzel werden einfach aus unserem Sprachgebrauch verschwinden. Sind halt irgendwie old school. Und jetzt mal ernsthaft- schwer tut sich doch nur die Generation 40-50+ mit den Veränderungen im Sprachgebrauch. Sind halt mit der Sprache der 80er noch voll sozialisiert. Aber sorry- Veränderungen sind doch gut. Wir sind ja nicht mehr in den 80er und so. Ich habe mein „Leben lang“ „Sehr geehrte Damen und Herren“ ….geschrieben. Nun sind es halt „Hallo Empfänger*innen…“ warum auch nicht? Selbst ich bin noch brieflich als Teeny mit „Fräulein“ angerdet worden. War damals schon befremdlich für mich. Nen Fürst-Pückler-Eis müsste ich meiner Tochter erstmal erklären. Und sie ist schon mit der Bezeichnung „Schaumkuss“ aufgewachsen….Jetzt könnte ich noch ein Fass aufmachen: „Schaumkuss“? Kuss???? Aber egal. Die Welt dreht sich weiter und wenn das klare sprachliche Abgrenzung von jeglicher Art von Diskriminierung bedeutet, dann geht das klar für mich. Führt jedenfalls dazu eigene Stereotype im Kopf zu hinterfragen…..

  5. Sowohl das Gendern als auch die politisch korrekte Sprache sind mir eigentlich egal.
    Wenn es die Betroffenen glücklich macht, na bitte.
    Das Problem ist, dass wir die eigentlichen Probleme wie Rassismus und Ungleichbehandlung von Frauen links liegen lassen und uns mit deutscher Verbissenheit in den Nebenkriegsschauplatz Sprache stürzen.
    Der Effekt dieses Kampfes dürfte in der Realität für die betroffenen gehen Null gehen.

    • Schattenläufer
      Sprache ist alles andere, als ein „Nebenkriegsschauplatz“. Sie ist nach Noam Chomsky Handlung, konstruiert Wirklichkeit und hat entsprechend riesige Verantwortung, weil gewaltigen Einfluss auf Veränderungen.

      • @unverzagte, Schattnläufer meinte das „Gendern“ als Nebenschauplatz, und nicht die Sprache an sich. Und ob diese gendertechnischen Veränderungen einen positiven Einfluss nehmen, das wage ich zu bezweifeln. Es werden Präzedenzfälle für noch mehr Forderungen und noch mehr unsinnige Umformuierungen folgen. Dann wäre es sinnvoll, gleich Esperanto für alle zu verordnen, Sprache mathematisch aufgebaut, ohne nationale/emotionale Färbungen. Das wird traurig, vor allem für die schreibenden und darstellenden Künste.

    • @Schattenläufer, danke, endlich ein klares Statement. Ich wollte hier auf so viel Mist eigentlich nicht antworten, aber jetzt juckt’s mich doch in den Fingern.
      Linguisten sind nicht gerade begeistert über die künstlich-verkrampfte Vergewaltigung unserer Sprache, es gibt den Begriff „Genderwahnsinn“, und der hat sicher seine Berechtigung, denn vielfach wird über das Ziel hinausgeschossen. Wie hier schon erwähnt, Sprache entwickelt sich, und es sind nicht die ewig Gestrigen, die diese natürliche Entwicklung verteidigen. Unsere Sprache bereichert sich durch Lehnwörter, Fremdwörter, wir haben viele Anglizismen integriert, mal mehr, mal weniger englisch ausgesprochen. Und richtig, das hängt vom Sprachgebrauch ab unter Einfluss der Massenkommunikationsmittel und des Computerzeitalters. Die Gendersprache hat sich nie entwickelt, allenfalls in den Köpfen einiger Weniger, und soll nun aus „political correctness“ jedem aufs Auge gedrückt werden, ob das die Betrioffenen wollen oder nicht. Wenn ich sage, München hat 133.000 Studenten, dann weiß man, dass das nicht nur männliche Exemplare sind. Ein „Studierender“ impliziert doch gleich ein anderes Bild: von der begrifflichen Grammatik her ist das jeder, der gerade etwas studiert, egal ob an der Uni eingeschrieben oder nicht. Ach wie ist das Englische da herzerfrischend einfach: „a student“ macht nicht mal einen Unterschied zwischen Schüler und Studenten, in der Sprache spielt halt auch der Kontext eine Rolle, ansonsten kann man genauer werden.
      Was jetzt „Zigeuner“ betrifft, auch dieser Begriff hat einen etymologischen Ursprung, der ganz und gar nicht diskriminierend ist, sondern sich nur auf die regionale Herkunft bezieht. Deshalb, man staune, möchten auch manche Leute dieser Volksgruppe so genannt werden. Diskriminierung entsteht erst in den Köpfen der Leute, und da hat das NS-Regime leider eine große Schuld daran. Ich habe nichts dagegen, dieses Wort zu meiden, aber daraus ein derartiges Bohei zu machen, ist nicht nachvollziehbar. „Gitano und gypsy“ sind nicht negativ belegt, bedeuten aber dasselbe. Und wenn dann Kommentatoren argumentieren „dann darf ich Sie also auch Idiot nennen“, dann hat derjenige nichts verstanden. Etymologisch ist „Idiot“ schon in den antiken Sprachen geringschätzig verwendet worden. Der Vergleich ist also völlig daneben.
      Angefangen hat das Übel mit der neuen deutschen Rechtschreibung, die auch so manche Grammatik- und sprachgeschichtlichen Regeln über den Haufen geworfen hat (ich denke da an Majonäse (igitt), wo bleibt die französische Herkunft? Müsste es dann nicht auch Marseijäse oder Säne geschrieben werden?).
      Wenn wir nicht aufpassen, dann werden wir durch die Hyperaktivität einiger Zeitgenossen wirklich in die Situation kommen, die Orwell 1948 sehr treffen mit „Newspeak“, „Doublethink“ und „Thought Police“ beschrieben hat, zwar in überzogener Form, da es um den Totalitarismus geht, aber sehr weit weg davon sind wir bald nicht mehr. Das kann keiner wollen, auch nicht diejenigen, die hier andere Meinungen nicht gelten lassen und mit Beschimpfungen und Herabwürdigungen (was sie ja eigentlich verurteilen) reagieren.

  6. „Ich habe mein „Leben lang“ „Sehr geehrte Damen und Herren“ ….geschrieben.“

    Und ich habe in den 1980ern in der Grundschule gelernt, daß es davon abhängt, ob ein Mann oder eine Frau den Brief schreibt, ob man „Sehr geehrte Damen und Herren“ oder „Sehr geehrte Herren und Damen“ schreibt, immer das jeweils andere Geschlecht zuerst.

    Beispiele dafür: https://www.bundestag.de/besuche/ausstellungen/parl_hist/rose/rede_renate_schmidt-244868

    Aber an sowas denken die Gender-Verfechter*innen natürlich nicht. Da gibt es keine Mörder*innen, Vergwaltiger*innen, Kinderschänder*innen, weil diese Begriffe ja negativ besetzt sind. 😉
    Oder im hiesigen Kontext sein einfach an Beamt*innen erinnert. Ich bin aber kein „Beamt“, denn da fehlt noch das „er“. 😉

    Was den Negerkuß und den Sarotti-Mohr angeht, bin ich durch Weltreisen zu der Überzeugung gekommen, daß uns andere Länder wegen unserer Über-Korrektheit in der Sprache eigentlich nur noch ungläubig angucken und es einfach nicht verstehen.

  7. Sehr begrüßenswert, dass es endlich entsprechendes Unterrichtsmaterial gibt, letztlich auch, um zu verdeutlichen, dass Lehrende sich keinen Maulkorb aufsetzen lassen dürfen von einer Partei, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden muss, weil sie demokratische Werte abschaffen will und unser Grundgesetzt für linksextrem hält.

      • Georg
        Soll das ein Plädoyer für Unterrichtsmaterial aus der Feder der AfD sein?
        Verfassungstreue als Inkonsequenz zu deuten richtet sich selbst.

        • Was ist eigentlich an Unterrichtsmaterial direkt von der AfD so schlimm? Man kann daran doch am besten deutlich machen, was die in gewissen Bereichen alles für einen Unsinn fordern und verbreiten.

          (Ich persönlich begrüße jedoch deren Haltung im Bildungsbereich, sprich Abschaffung der Inklusion, Rückkehr zum mehrgliedrigen Schulsystem, Rückkehr zum Diplom an den Universitäten.)

          • Georg
            Sie meinen, nichts ist so mies, dass es nicht noch als schlechtes Beispiel nützen kann?
            Warum, meinen Sie, ist das Hetzbuch „Mein Kampf“ in Deutschland verboten?

    • Ein inhaltlich voll zutreffender Kommentar, der das Missverhältnis dieser Partei zu den Grundwerten unserer Demokratie darstellt.

  8. Ich möchte im Unterricht/Schule weder rechts- noch linksextremistische Positionen sehen. Da fehlt mir aber leider die gleichmäßige Aufmerksamkeit solcher „Institute“, die lieber in den prall gefüllllten Steuertopf „gegen rechts“ greifen.

    • Ich muss gleich weinen. Wer gendern für Linksextremismus hält dem ist einfach nicht mehr zu helfen. Aber sehr kreativ bei der Namenswahl lieber Carsten60. Geh wieder zu Facebook

      • Die gendersprachlichen Neologismen interessieren den Großteil der Mitbürger im Geringsten, da das Gros diese Wort-Neuschöpfungen nicht gewohnt ist, diese anzuwenden oder gar den Sinn oder Unsinn dieser Wörter erfassen.
        Wortungetüme wie die geschlechtsneutralen Sprachgebilde wie in der direkten Ansprachen an Mitarbeitervertreter in Form von :“Liebe Mitarbeiterinnenvertreter, Mitarbeitervertreter, Mitarbeiterinnenvertreterinnen und Mitarbeiterinnenvertreter“ sind zwar genderneutral, tragen aber in keiner Weise zu einer Zunahme des Informationsgehalt bei.
        Der Großteil der Mitbürger hat ganz andere Ängste, Nöte und Sorgen , als sich mit derartigen Wortungetümen auseinanderzusetzen.
        Herr, wirf Hirn vom Himmel.

  9. Lassen wir doch jeden so reden, wie er will. Das Wort „Neger“ würde ich auch nicht benutzen. Ansonsten rede und schreibe ich weiterhin so, wie ich es für richtig halte. Also ohne krampfige Wortungetüme und Genderschwachsinn.
    Aber wer damit glücklicher ist, soll sich bitte nicht davon abhalten lassen.

  10. Zum geschmähten Nationalismus (der überall in der Welt okay zu sein scheint, nur in Deutschland nicht): Dieser Tage beginnt ja wieder die Ausnahmezeit, wo Nationalfahnen geschwungen werden und wo man stolz auf die eigene Nation ist, alles wegen Fußball. Ich glaube nicht so recht an den friedlichen Charakter der Sache. Immer wieder gehen sog. „Fans“ verfeindeter Lager aufeinander los und benehmen sich schlecht, bei Länderspielen, aber auch bei gewöhnlichen Ligaspielen im In- und Ausland. Ohne massiven Polizeieinsatz geht nichts. Und immer wieder wird von Aktivitäten von Rechtsextremisten gerade in Fußballstadien berichtet, immer wieder gibt es rassistische Beschimpfungen von schwarzen Fußballern. Da gab’s einen „Fangesang“, in dem die Gegner nach Auschwitz geschickt werden sollten. In den unteren Ligen werden Schiedsrichter körperlich angegriffen, wenn die „Fans“ eine Fehlentscheidung wittern. Wird das auch mal thematisiert? Ich habe nicht den Eindruck. Im Gegenteil, es wird offenbar „heilig“ gesprochen und man betet die alte Leier herunter: „Sport fördert die Sozialkompetenz.“ Bei den korrupten Funktionären und den Hooligans ganz gewiss nicht.

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