Ist NRW für das nächste Schuljahr gerüstet? Gebauer: „Umfassende Vorbereitung“

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DÜSSELDORF. Für einen sicheren Start ins neue Schuljahr 2021/22 in NRW sieht das Schulministerium alles gut vorbereitet. Aus Elternschaft, von Lehrern und Opposition kommt dagegen Kritik. Die Sommerferien seien – wie schon 2020 – nicht gut genutzt worden. Kinderärzte sind in Sorge.

„Wir haben die Sommerferien für eine umfassende Vorbereitung für einen sicheren Schulstart genutzt»: NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP). Foto: Land NRW

Vorfreude, Skepsis, Ängste: Wenn in einer Woche die Schule in Nordrhein-Westfalen wieder beginnt, lassen sich die Erschwernisse der Pandemie auch diesmal nicht ausblenden. Vor Start des neuen Schuljahrs 2021/22 am 18. August rücken Kinder- und Jugendärzte teils dramatische körperliche und psychische Folgen nach anderthalb Jahren Corona-Krise in den Fokus und mahnen, weitere Schulschließungen wären «nicht verkraftbar». Aus Eltern- und Lehrerschaft kommt Kritik, die Sommerferien seien erneut nicht ausreichend für einen verbesserten Infektionsschutz genutzt worden. Schulministerin Yvonne Gebauer sieht die Schulen dagegen gut gerüstet.

Man habe die Ferien zur «umfassenden Vorbereitung für einen sicheren Schulstart nach den Ferien» genutzt, sagte die FDP-Politikerin vor wenigen Tagen. Es werde landesweit mit Präsenzunterricht gestartet, weiterhin gelte Maskenpflicht im Gebäude und Klassenraum. Bei den verpflichtenden zwei Tests pro Woche – nachweislich Geimpfte und Genesene werden davon befreit – seien alle organisatorischen und logistischen Vorkehrungen «für einen reibungslosen Ablauf ab Tag eins» getroffen. Für Luftfilter stellt das Land den Schulträgern erneut Millionenbeträge bereit. Eine Corona-Schutzimpfung wird für Schüler in NRW keine Voraussetzung sein, um am Präsenzunterricht teilzunehmen.

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte – der seit Beginn der Pandemie gegen Schulschließungen agitiert, wie News4teachers mehrfach berichtete – wies auf einen massiven Anstieg von psychischen Belastungen bis hin zu psychiatrischen Erkrankungen bei vielen Heranwachsenden hin. «Wir sehen in unseren Praxen dieselben Krankheitsbilder wie schon immer – nur in einem nie zuvor gekannten Ausmaß. Angst-, Schlaf-, Essstörungen, Konzentrationsproblematik, Aggressivität, Schulabsentismus, selbstverletzendes Verhalten, depressive Verstimmungen, manifeste Depressionen bis hin zu Suizidversuchen», schilderte NRW-Verbandschef Axel Gerschlauer. Therapieplatz-Mangel verschlimmere die Lage.

Fehlendes Freizeit- und Sportangebot in der Pandemie habe vermehrt zu Verzögerungen bei der grobmotorischen Entwicklung geführt, zu längerer Bildschirmzeit vieler Kinder und zu teils drastischem Übergewicht, berichtete Gerschlauer. «Vermutet werden muss ein Anstieg der körperlichen und seelischen Misshandlungen während des Lockdowns.» Er betonte: «Auch vor dem Hintergrund dieser dramatischen Zunahme an Belastungen und Erkrankungen der Kinder und Jugendlichen muss Präsenzunterricht gewährleistet sein. Eine vierte Welle mit Schulschließungen wäre nicht verkraftbar.» Das «Vertrauen in und die Hoffnung auf ein geregeltes Schuljahr» sei bei Eltern und Schülern allerdings gering.

«Das Land hat seine Hausaufgaben nicht gemacht, Bildung in Präsenz pandemiesicher zu gestalten»

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft mahnte mehr Anstrengungen für digitale Bildung an. Nur ein Drittel der Schulen sei ausreichend ausgestattet, monierte GEW-Landesvize Sebastian Krebs. Es brauche zudem umfassende Fortbildungen für Lehrkräfte und landesweit gültige Beurteilungskriterien für den Wechselunterricht.
Und: «Das Land hat seine Hausaufgaben nicht gemacht, Bildung in Präsenz pandemiesicher zu gestalten. Jetzt stehen wir wieder vor einem unruhigen Herbst und Winter.» Schülern solle man zur Seite stehen, indem man Prüfungen und Lehrpläne entschlacke und gezielte Förderung in Kleingruppen anbiete.

Nach Einschätzung des Philologenverbands sind zusätzliche Lehrkräfte und weiteres Unterstützungspersonal wichtig. Lehrpersonal müsse von unterrichtfremden Aufgaben entlastet werden, mahnte die Landesvorsitzende Sabine Mistler. «Sie sind Experten für pädagogisches Handeln und Unterricht.» Und das müsse wieder in den Fokus rücken.

Nach Ansicht der Grünen-Landtagsfraktion war die Förderung bei Luftfiltern bisher «halbherzig», Testungen in den Schulen müssten noch engmaschiger erfolgen. «Sichere Schulen sehen anders aus.» Zudem gebe es noch keine Förderrichtlinie für die zusätzlichen Bundesmittel aus dem Corona-Aufholprogramm, mit denen Lerndefizite ausgeglichen werden sollten. Die SPD-Fraktion bemängelte, das Verfahren in Sachen Quarantäne bleibe ungewiss. Familienminister Joachim Stamp (FDP) hatte verlangt, dass nicht mehr ganze Schulklassen oder Kita-Gruppen in Quarantäne geschickt werden, sondern nur noch die Kinder, die tatsächlich infiziert seien. Gebauer hatte das Robert-Koch-Institut aufgefordert, seine Vorgaben zu ändern. Von Yuriko Wahl-Immel, dpa

Laschet will Quarantäne in Schulen aufweichen und Inzidenz als Corona-Maß „ergänzen“

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53 KOMMENTARE

  1. Gebauer denkt wohl, wenn sie denn denkt, sie könne wie ihr Chef die „gute Vorbereitung“ herbeireden.
    Was hat diese Landesregierung in der Unterrichtsfreien Zeit getan? Was hat sich verbessert?

  2. Sicher an den Schulen ist nur eins: die Anzahl der positiv getesteten SuS wird explodieren.

    Wenn ich mir ins Gedächtnis rufe, wie sicher die Schule vor den Ferien war und dann erfahre, wie es nach den Ferien aussieht, stell ich fest, dass sich gar nichts geändert hat. Null.

    Eigentlich wird es schlimmer, denn es gibt eine Durchmischung in Nebenfächern, Klassenfahrten usw.

    Zu den Kinderärzten: ich glaube, dass es zT zu Zunahmen dieser Krankheitsbilder gekommen ist. Aber alles auf geschlossene Bildungseinrichtungen zu schieben (die faktisch nie wirklich geschlossen waren), ist in meinen Augen viel zu einfach gedacht.
    Viel hat nämlich mit der Erziehungs- und Fürsorgepflicht der Eltern zu tun.
    Sitzt das Kind 6-8 Stunden vorm Bildschirm, dann ist es meine Aufgabe, die anderen Sinne zu fordern.
    Ernährung ist meine Aufgabe.
    Ausreichende Bewegung ebenso.

    Schule ist zum in erster Linie zum Lernen da. Schule. Nicht das Schulgebäude.

    Wenn bekannt wird, dass es zum Beispiel eine drastische Gewichtszunahme bei Kind xy gegeben hat, dann war es zu meiner Schulzeit noch so, dass den Eltern qualifizierte Hilfe angeboten wurde.

    Aber das ist das Problem der politischen Vergangenheit: bekommt Kinder, wir benötigen Rentenzahler. Kümmern müsst/sollt ihr euch aber bitte nicht. Geht beruhigt acht Stunden am Tag arbeiten. Gebt sie als kleines Baby in der Kita ab, schickt sie in die Nachmittagsbetreuung/Ganztagsschule. Wir kümmern uns um eure Kinder, kein Problem.

    Und genau das Problem haben wir jetzt. Manche Eltern wissen gar nicht mehr, wie man erzieht und mit dem eigenen Kind umgehen soll. Was es für Bedürfnisse hat, was sich im Kopf des Kindes abspielt.
    Da werden Kinder zT sogar im Urlaub unter Tränen in die Betreuung gezwungen, weil die Eltern ihre Ruhe am Strand einfordern.

    In meinen Augen muss da schleunigst ein Umdenken her. Aber ich weiß, dass ich mit meiner Meinung halbwegs alleine bin.

    • Ich kann dem absolut zustimmen! ich möchte aber noch ergänzen, dass es scheinbar politisch gar nicht mehr gewollt ist, dass man sich als Mutter selber um seine Kinder kümmert. Ich fühle mich immer wie ein Exot, weil keines unserer Kinder in der Betreuung ist.

    • Aber Hallo, da traut sich endlich mal jemand unangenehme und unpopuläre Wahrheiten auszusprechen!
      Alle Achtung vor dem Mut! Noch nicht als völlig von vorgestern oder dummes Heimchen am Herd betrachtet worden?
      Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man als Eltern, die ihre Kinder nicht in die Betreuung schicken möchten, nicht mehr ernst genommen wird, im Gegenteil sogar in der Grundschule nahezu unterstellt wird, dem Kindern zu schaden.
      Erst in der weitergehenden Schule wird dann das Ergebnis einer guten, liebevollen Erziehung und Förderung durch die Eltern geschätzt und gelobt.
      Ich denke auch, dass es viele Kinder gibt, deren Psyche leidet, aber vor allem darunter, dass sie nirgendwo, besonders nicht von den Eltern, erwünscht und zeitlich in ihrem Alltag eingeplant sind.

      • So bin ich oft betrachtet worden, ja. Und es gab auch manchmal Selbstzweifel, ob es richtig ist, weil so viele andere Kinder mittags nicht aus dem KiGa oder der Schule kamen und auch größer wurden.

        Der Unterschied macht sich jetzt in der Pubertät bemerkbar: während einige in dem Alter ja fast schon anonym im Haushalt der Eltern leben und Konflikte jeglicher Art mit sich selbst ausmachen oder ein Ventil suchen, ist bei uns immer noch dieses ‚Urvertrauen‘.
        Mir war und ist ganz wichtig: egal was ist, du kannst immer nach Hause kommen, mit mir reden, dich auskotzen, um Hilfe bitten.

        Deshalb wird mir inzwischen ‚unterstellt‘, ich sei gar keine wirkliche Mutter, sondern mehr die beste Freundin…
        Selbstverständlich bin ich das nicht.

        Aber (für andere) lieber von der Glucke zur besten Freundin und dafür ein gut erzogenes, ausgeglichenes und zufriedenes Kind.

        Viele, die mich oft belächelt haben und nicht verstehen konnten, dass ich mein eigenes Leben hinter das Leben meines Kindes stelle (‚denk an deine Karriere‘, ‚fährst du denn nie mal alleine weg?‘,…) schreien jetzt während der Pandemie am Lautesten nach Präsenzunterricht und dass es doch bitte gar keine Einschränkungen mehr geben darf.
        Woran das wohl liegt…

        • Es kann nicht gutgehen, wenn beide Eltern voll in die Arbeit gehen und es alleine stemmen wollen, indem sie sich ausschließlich auf Einrichtungen verlassen. Die Pandemie zeigt gnadenlos die Grenzen einer oft nur pseudogleichberechtigten Familienpraxis.

          Viele Väter geben sich leider nur deshalb modern, weil es Kita bis Ganztagsschule gibt, die die Mütter entlasten. Die Väter machen selbstverständlich Vollzeitjobs, was auch ihre Rente sichert.

          Endlich ernsthaft gesellschaftlich Arbeitsplätze anzubieten, die BEIDE Elternteile in die Lage versetzen, sich nicht nur auf Einrichtungen verlassen zu müssen, würde in die Zukunft weisen. Die Diskussion um Kitas und Schulen wäre sachlicher und pragmatischer, wenn’s brenzlig wird – z. B. während einer Pandemie.

        • Danke! Ich bin zwar berufstätig und quasi alleinstehend, aber mein Kind ist ebenso zuhause, da wir ja Risiko sind. Und hat trotz Distanzunterrichts, wo es sich oft den Unterrichtsstoff selbst erarbeiten mußte, gute Ergebnisse erzielt. Spass, ja, war auch dabei. Aber Gesundheit geht vor. Vor der offenbar gewollten Durchseuchung in den Schulen. Und absolutes Ja zu der Pubertät, was andere Eltern beklagen oder gar nicht wissen .. aber man wird eben als Exot dargestellt.

      • Danke für deinen Beitrag- ich nehme die „Realität“ genauso wahr.
        Je weniger (emotionale!?) Intelligenz Guthaben in der Elternschaft, desto intensiver werden die Kinder fremd betreut. Gerne dann auch über dem schulischem Angebot hinaus, da ja am WE das Heimwerken ansteht.
        Wie auch immer, die Kinder suchen dann bei anderen Familien die nötige Pflege, was wiederum Fremd- Kosten und Zeit beansprucht.
        Das kann dann nur über Liebe oder Nicht-Nein-Sagen-Könner aufgefangen werden.
        Unterm Strich menschlich, das Sub-System.
        Ob da ganz oben jemand mit kalkuliert? Mit uns Deppen?

    • „Sicher an den Schulen ist nur eins: die Anzahl der positiv getesteten SuS wird explodieren.“

      Deshalb sollen in Thüringer Schulen die Tests wegfallen. Wo keine Tests, da keine positiv Getesteten, da keine Infektionen, da keine Pandemie mehr. Alles schick. (Ironie off)

  3. Frau Gebauer wird die Ergebnisse ihrer “ umfassenden Vorbereitung “ in spätestens zwei Wochen spüren … Man denke an Schleswig – Holstein : Schule eine Woche auf , Inzidenz verdoppelt .

    • Als ob das diese grauenhafte Frau interessieren würde 🙁

      Es wird auf Reiserückkehrer geschoben werden oder die Zahlen werden soweit wie möglich erst gar nicht veröffentlicht.

      • In Hamburg haben sich doch auch die knapp 200 betroffenen Kinder in den Familien angesteckt, das wird ja wohl in NRW ebenso funktionieren. Spannend ist ja, dass Herr Rabe von „nur“ 0,08% spricht. Klingt auch viel weniger als „Inzidenz 80 in Schulen“.

  4. Denkt unsere Schulministerin auch mal an die Schulen und Schüler die vom Hochwasser kaputt sind.
    Wir wohnen in Bad Münstereifel da weiß doch jeder wie es hier im moment ausschaut.

    • Wir können mithalten. Auch in Leverkusen sind Schulen durch das Hochwasser zerstört. Und es gibt viele vom Hochwasser Betroffene.

    • Alte weisheit:
      Wo es Krokodile gibt, gibt es keine Haie.
      Warum soll ich mir Gedanken um den kleinen CoViD machen, wenn ich doch Schimmelsporen atmen kann.

      Wie lüftet man denn richtig, wenn die fensterscheiben der Klassenzimmer von der Flut eingedrückt worden sind? – Gibt es da wenigstens eine Handreichung von der Völklinger Straße?

    • Ist doch alles paletti, wenn man der Yvonne glauben darf. Sehe sie noch letzte Woche mit dem Handtäschchen chic gestylt vor Ort palavern.
      Zum Glück ist unsere Steffi da dezenter- bisher.

  5. .@rroseselavy an unserer Schule wurden die Ferien sehr sinnvoll genutzt. Ein Teil der Schule wurde neu gestrichen.

    • @Hoffnungsloser schüler

      Das Auge isst nicht nur mit, das Auge guckt auch mit … 😉
      Nun aber schön freuen über die frische, farbenfrohe Umgebung, in der es allen Schülern so gut geht, dass sie glücklich am Ende ihrer Träume sind.
      SO geht erfolgreiche Schulpolitik.

  6. Wenn es oft genug wiederholt wird, wird es nicht wahrer
    Was, zum Teufel, hat sich seit dem letzten Jahr geändert?
    Aber da waren Schulen ja auch schon sicher.

  7. Wie kann ein Mensch nur so sehr lügen, wie diese Person? Bei uns steht noch immer kein einziger Filter. Die Anzahl der Räume und KuK wurde nicht erhöht und die Endgeräte ein Witz. Aber ja. Wird alles bestimmt gaaanz toll laufen.

    • Es wäre zielführend, zu erfahren, wieviel Weisungs- und Entscheidungkraft unsere Yvonne Gebauer tatsächlich hat.
      Wo trägt sie Schuld? Wo trägt das System, oder wer am Ende die Schuld?
      Schade, dass ich als Alleinerziehende keine Zeit habe, in die Politik zu gehen… vielleicht könnte ich es irgendwann einschätzen, warum es nur Sinn machen zu scheint, oder es nur einem nur übrig bleibt, sich ein Stück vom Kuchen zu sichern.
      Stay or go

  8. Corona, Corona, Corona….Wie wäre es einfach mal mit dem normalen Alltag? Viele Leute sind schon komplett geimpft, bei den älteren sind es bereits sogar ca.80%, die komplett geimpft sind. Wer sich impfen lassen möchte, kann das seit längerem auch tun ( keine priorisierung mehr). Gegen das mutierte Corona-Virus soll die Impfung auch gut vor einem schweren Verlauf schützen. Die Personen, die gegen eine Impfung sind lassen sich nicht Impfen und das ist Ok.
    Aber wie lange soll es denn bitte schön so weiter gehen? Corona verschwindet nicht mal eben von der Bildfläche weil vllt. Alle Menschen geimpft sind. Sollen jetzt die nächsten 50 Jahre ( Übertreibung) Schulkinder bei einem positiven Test in Quarantäne geschickt werden? Soll es weiter Homeschooling geben, nur weil der Inzidenzwert erhöht ist. Andere Kinder haben im Moment keine Schule in die sie gehen könnten, durch die Flutkatastrophe wurde alles zerstört und es müssen erstmal alternative Möglichkeiten geschaffen werden. Vielleicht schließen wir auch einfach mal wieder die Spielplätze. Wenn man dann mit seinem Kind oder
    Seinen Kindern in einem Landschafts und natur Park/ Wald spazieren geht, vielleicht auch Fußball oder Frisbee spielt darf man sich dann von anderen Leuten die bösen Blicke ansehen. Im Bus rutschen Leute von äußeren Sitzplätzen nach innen, wenn das Kind durch den Gang zu den hinteren Freien Sitzen geht, weil Kinder zu Beginn der Pandemie als Hauptübertäger galten. Was und wie lange sollen wir den Kindern denn noch zumuten? Denn es sind nicht die Erwachsenen, sondern unsere Kinder, die darunter leiden. Es sind im Winter 0 Grad Celsius durch das Dauerlüften im Klassenzimmer oder kälter? KeIn Problem, die Kinder können ihre Dicke Jacke anlassen und frieren trotzdem. Soziale Kontakte, schwimmunterricht, sportvereine etc. Brauchen unsere Kinder doch nicht, das wird heutzutage sowieso überbewertet, genauso wie Lehrer in der Grundschule. Habe zwar nicht an der Uni Lehramt studiert aber spiele Zuhause trotzdem Pädagoge, da es zu den wichtigen Themen bei uns keine erklärvideos gab. Hauptsache ich baue im Wohnzimmer HindernisParcours für den Sportunterricht auf, muss jede Woche ein ausgemaltes Bild für den Religionsunterricht per Mail senden oder ein Plakat mit meinem Kind basteln, während solche Geschäfte wie z.B Tedi gerade wegen Corona geschlossen sind, nicht öffnen dürfen und man selbst bei Läden wie z.B. Real „einmal hin, alles drin“ kein großes Tonpapier für Plakate bekommt. Das war besonders Wichtig.
    Ganz zu schweigen von vielen weiteren Dingen und Sinnfreien Entscheidungen in Zeiten der Pandemie.
    Natürlich müssen wir uns und andere Schützen. Natürlich waren alle (auch die Regierung ) mit der plötzlichen Situation überfordert und es musste eine Lösung gefunden werden, aber Corona ist nicht die Pest und wird nicht von heute auf morgen verschwinden. Wir müssen lernen damit zu leben und durch die Impfung sollten wir nun auch dazu in der Lage sein. Also lasst jetzt endlich den normalen Alltag wieder in die Welt einkehren und auch, wenn ich selbst geimpft bin — hört mit dem indirekten Impfzwang auf! Jeder hat seinen eigenen Grund dafür sich nicht Impfen zu lassen und das sollte man akzeptieren.

    • @Mum7784

      „Die Personen, die gegen eine Impfung sind lassen sich nicht Impfen und das ist Ok.“

      Nee, Mum, nix is „Ok“.
      Lesen, von mir aus staunen, und gerne nochmal nachdenken, Lesetipp:
      WiMoKa 11. August 2021 um 18:42 in
      https://www.news4teachers.de/2021/08/verlorene-generation-corona-warum-es-auf-keinen-fall-wieder-homeschooling-geben-darf/
      Kleiner Tipp: Es geht um Mutationen.
      Mutationen!
      Nicht um „großes Tonpapier für Plakate“ bei Geschäften wie Tedi oder Real.

      Manchmal könnte man … aber Verzweifeln bringt ja auch nix.

    • Nur in die allgemeinbildenden Schulen gehen überwiegend die Jahrgänge, für die es keinen Impfstoff gibt. Lediglich für die 12- bis 16-jährigen gibt es eine halbherzige Impfempfehlung. Das bedeutet nichts Anderes als dass im Schulalltag der überwiegende Teil der am Schulleben Beteiligten keinen Impfschutz hat. In Schulen gilt daher generell 2G – getestet oder genesen. Geimpft ist die Ausnahme – und erstreckt sich in erster Linie auf das volljährige Personal.

    • „In den USA wird die Corona-Pandemie zunehmend zum Problem der Jüngsten. Die Infektionsfälle bei den Kindern steigen explosionsartig an, die Krankenhäuser sind überlastet – und das kurz vor Start des neuen Schuljahrs. Experten schlagen Alarm.
      Die Delta-Variante des Coronavirus wütet in den USA. Zuletzt wurden fast 100.000 Neuinfektionen täglich gemeldet. Zunehmend sind auch Kinder betroffen. Allein in der ersten Augustwoche wurden fast 94.000 Coronafälle bei Kindern dokumentiert, melden die American Academy of Pediatrics und die Children’s Hospital Association in einem Wochenbericht, in dem die Fälle nach US-Staaten aufgedröselt werden. Die Gesundheitsexperten schlagen Alarm. In Florida, Louisiana, Texas schnellen die Fallzahlen in die Höhe. In Louisiana haben sich bereits mehr als 6000 Kinder mit dem Virus infiziert, rund 3000 Fälle kamen allein binnen vier Tagen dazu. Das Mehr an Infektionen führt auch dazu, dass die Zahl der schwer an Covid-19 erkrankten Kinder, die im Krankenhaus behandelt werden müssen, zunimmt. Derzeit sind es so viele wie nie zuvor in der Pandemie, in Florida knapp 180, in Texas etwa 160, in Kalifornien fast 100. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen in der Pädiatrie liege aktuell gemessen an der Bevölkerungszahl 3,75-mal höher als noch vor einem Monat, rechnet „ABC News“ vor.

      Kinderkrankenhäuser am Limit

      „Unsere Kinderärzte, die Krankenschwestern, das Personal sind erschöpft, und die Kinder leiden. Und es ist absolut verheerend … unsere Kinder sind sehr stark betroffen. Solche Zahlen haben wir noch nie gesehen“, so Aileen Marty, Expertin für Infektionskrankheiten an der Florida International University, zu „CNN“. Und auch Mark Kline, Chefarzt des Kinderkrankenhauses New Orleans, berichtete am Montag in der ABC-Sendung „Good Morning America“: „Wir haben eine Rekordzahl von Kindern im Krankenhaus.“ Es handele sich um eine Epidemie „bei sehr jungen Kindern“.

      Und: „Die Hälfte der Kinder in unserem Krankenhaus ist heute unter zwei Jahre alt. Die meisten anderen sind zwischen fünf und zehn Jahre alt – zu jung, um noch geimpft zu werden.“ Das mittlere Alter lag im Juni noch bei 16 Jahren, im Juli bereits bei 12 Jahren und ist nun noch weiter abgesunken. „Das Ochsner Medical Center berichtete diese Woche, dass das neue Durchschnittsalter eines pädiatrischen Covid-19-Patienten jetzt **5 Jahre** beträgt“, schreibt der US-Epidemiologe Eric Feigl-Ding auf Twitter. „

      https://www.stern.de/gesundheit/in-den-usa-erkranken-immer-mehr-kinder-schwer-an-covid-19—-klare-mahnung–fuer-deutschland-30652530.html

      Alles easy?????

  9. Ich verstehe nicht wieso die Frau Gebauer noch im Amt ist !!

    Seid Corona höre ich immer das selbe ,keine Schulschließung…die Schule ist sicher .bla bla ….

    Fakt ist es wird viel zu wenig für die Kinder gemacht in den Schulen ..
    Jetzt ist ja das Wundermittel Corona impfung am Start ..jetzt machen wir gar nichts mehr ..

    diese Super Pädagogen sind immer noch nach der Zeit heil los überfordert mit der Corona Pandemie.

    • Auch ich war anfangs der Meinung, dass eine Impfung (insbesondere eine neue) immer eine persönliche Abwägungssache und eine persönliche Entscheidung sein sollte. Wenn man aber tiefer in die Problematik blickt, kann man diese Haltung nicht mehr vertreten: Es hängt zu viel für alle davon ab! Spahn meinte neulich, impfen sei ein patriotischer Akt … so würde ich es jetzt nicht formulieren wollen, aber wenn tatsächlich alle, die können, geimpft wären, bestünden reelle Chancen darauf, das alles mal größtenteils ohne weitere unnötige Opfer hinter sich lassen zu können. Vielleicht wird es bei Impfdurchbrüchen hier und da immer etwas Infektionen geben. Die können bei im Allgemeinen bestehendem Impfschutz aber niemals so belastend sein wie das, was wir momentan noch erwarten können.

  10. Vor den Ferien hat sie Vollpräsenz nach regulärem Stundenplan, testen und Maskenpflicht verkündet. Am Ende der Ferien verkündet sie Vollpräsenz nach regulärem Stundenplan, testen und Maskenpflicht. Was genau hat sie denn da in den Ferien „umfassend vorbereitet“? Die Mail, in der das alles noch mal drin steht, oder was? Ach nein, d i e schreibt ja ihr Staatssekretär.
    Ich warte übrigens immer noch auf die Mail, mit der VERA abgesagt wird, schließlich sollen wir ja ohne Leistungsdruck starten.

    • Es wurde lange darüber nachgedacht, wie man ein Luftfilterprogramm auflegt, das möglichst wenig kostet. Das dauerte fast sechs Wochen, bis man auf die glorreiche Idee kam (die eigentlich aber auch nur von anderen Programmen abgekupfert war) nur Luftfilter für Räume zu fördern, in denen eigentlich kein Unterricht stattfinden darf- also in Räumen, die nicht zu lüften sind.

      So etwa dauert, vor allem das passgenaue Formulieren der Bedingungen.

      Vielleicht mussten aber auch neue Lüftungszeiten für das etwas langsam denkende Lehrpersonal laminiert werden.

      VERA wird wahrscheinlich nur abgesagt, wenn es wieder Distanzunterricht gibt, besser gesagt nach hinten geschoben.

      Und ansonsten:

      Die Vergleichsarbeiten VERA 8 werden seit dem Schuljahr 2015/16 verpflichtend durchgeführt. Lernstandserhebungen werden nicht benotet und sind nicht Teil der Leistungsbewertung des Schülers. Die Bestimmungen werden in der Verwaltungsvorschrift vom 20. Mai 2016 (Inkrafttreten am 1. August 2016) geregelt.“
      Quelle: https://www.ls-bw.de/,Lde/Startseite/Lernstandserhebungen/VERA+8+Vorgaben

      • Wenn Kinder zwischen 2 Noten stehen, darf VERA durchaus zur Notenfindung herangezogen werden. Außerdem ging es mir um den Leistungsdruck. Dafür braucht es keine Note drunter, die Kinder wissen, dass das ein landesweiter Vergleichstest ist. Zudem gibt es seit kurzen die Neuregelung, dass den Eltern die Testhefte hinterher auszuhändigen sind, auch das sorgt für Druck.

        • Leistungsdruck macht man sich auch selbst. Das wollte ich damit sagen. Wenn es keine weichenstellende Jahrgangsstufe ist, würde ich einfach nur das nötigste tun.

    • Der Leistungsdruck wird dann eben erneut auf die Eltern=ungelernten Vertetungslehrkräfte abgewälzt, welche dann dann eben den Druck unpädagogisch an die ergo ihre Kinder weiter geben.

      Warum auch nicht, Familie ist eben relativ.
      Und soll wohl auch so sein!?

    • Die Schulmail des Staatssekretärs ist da! Eine knappe halbe Milliarde Euro fürs Aufhol- und Ankomm-Programm! Der Faaahnsinn! Mich deucht, das hätte für Luftfilter gereicht…Ich geh schaukeln.

  11. Zum Thema Luftfilter ja oder nein stelle ich mir die Frage, warum der komplette Landtag in NRW mit Luftfiltern bis in die letzte Kammer ausgestattet ist und bei Schulen muss man abwägen, ob Fenster zu öffnen sind oder nicht. Schande über die Landesregierung. Welchen Stellenwert gebt ihr den Kindern, die dieses ganze Schlamassel später zählen dürfen.

    • Da kann man in unglaublich vielen Räumen ganz schlecht lüften.
      Und wenn man sich selbst Geld zuteilen kann ohne das Kompetenzgerangel an den Schulen, wo jeder seinen Senf zur Notwendigkeit von Anschaffungsgeräten abgeben und darüber entscheiden darf. Die Zersplitterung der Zuständigkeiten für Schulen zeigt sich hier von der desaströsten Seite.

  12. Frau Gebauer passt schon mal die Quarantäneregeln an: „Wie Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Freitag sagte, sollen nur noch direkte Sitznachbarn in Quarantäne – außerdem Lehrer oder Personal, wenn es engen Kontakt zum betreffenden Schüler gab. Konkret geht es laut Gebauer um Schüler, die rechts, links, vor und hinter einem infizierten Mitschüler gesessen haben. Sie müssten dann in Quarantäne – es sei denn, sie sind bereits vollständig geimpft und symptomlos.“ (https://www.rundschau-online.de/news/politik/neues-schuljahr-bei-corona-faellen-muessen-kuenftig-fast-keine-mitschueler-in-quarantaene-38985158). Als ob die Kinder den ganzen Schultag nur an ihrem Platz säßen!

    • @Marie

      „Wie Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Freitag sagte, sollen nur noch direkte Sitznachbarn in Quarantäne – außerdem Lehrer oder Personal, wenn es engen Kontakt zum betreffenden Schüler gab. Konkret geht es laut Gebauer um Schüler, die rechts, links, vor und hinter einem infizierten Mitschüler gesessen haben.“

      #gruppenkuscheln
      😉

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