Zahl der Corona-Infektionen unter Schülern und Schulpersonal steigt

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Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen unter Schülern und Schulpersonal in Mecklenburg-Vorpommern steigt seit Schuljahresbeginn vor einer Woche.

Delta wird zum Problem. Illustration: Shutterstock

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen unter Schülern in Mecklenburg-Vorpommern steigt seit Tagen – allerdings auf niedrigem Niveau. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock meldete am Dienstag 22 Fälle seit Beginn des Schuljahres am Montag vergangener Woche. Betroffen sind demnach 21 Schülerinnen und Schüler sowie ein Schulmitarbeiter an insgesamt 21 Schulen. Bis Montag waren es noch 17 Fälle. Am Freitag hatte das Amt sieben Fälle seit Schuljahresbeginn gemeldet.

Nach Angaben des Bildungsministeriums waren am Montag 73 Schülerinnen und Schüler in Quarantäne. Am Dienstag waren es schon mehr, wie eine dpa-Abfrage bei Landkreisen und kreisfreien Städten ergab. Im Landkreis Nordwestmecklenburg sind gegenwärtig 75 Schüler und Lehrer in Quarantäne, wie ein Kreissprecher mitteilte. «Hauptsächlich handelt es sich derzeit um Kohortenquarantänen aufgrund von Allgemeinverfügungen, die jeweils eine ganze Klasse betreffen», hieß es. Die Quarantäne dauere jeweils 14 Tage.

In Vorpommern-Greifswald waren es am Dienstag neun Lehrkräfte und zwei Schüler, wobei für drei Lehrkräfte die Quarantäne am Dienstagabend endete. Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte meldete 26 Schüler in Quarantäne, Schwerin vier, im Landkreis Rostock 25, im Landkreis Vorpommern-Rügen «einige wenige», wie es hieß.

Nach einem Bericht der «Ostsee-Zeitung» vom Dienstag erwägt Bildungsministerin Bettina Martin (SPD), die zunächst auf die ersten zwei Unterrichtswochen festgelegte Maskenpflicht an den Schulen zu verlängern. Der Ministeriumssprecher sagte, dazu äußere man sich erst nach der Ministerpräsidentenkonferenz.

Eigentlich soll nach den ersten zwei Unterrichtswochen nur noch dann Maske in der Schule getragen werden müssen, wenn die Corona-Ampel im Land orange zeigt. Bisher steht die sechsstufige Ampel (grün bis violett) in allen Regionen des Landes mit Ausnahme des Landkreises Ludwigslust-Parchim auf Grün (kontrollierte Situation). In Ludwigslust-Parchim zeigt sie gelb (niedriges Infektionsgeschehen). In das Ampelsystem fließen neben den Infektionszahlen auch die Krankenhauseinweisungen und die Belegung der Intensivstationen ein. dpa

Die KMK schweigt zum Skandal um vertuschte Studienergebnisse – und erklärt stattdessen die Schulen für sicher

 

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14 KOMMENTARE

  1. „Die Daten seien am Montag bei den Schulen abgefragt worden und würden jetzt aufbereitet…“

    Ja, ein Auto verkauft man auch nur, wenn man es vorher hat aufbereiten lassen.
    Sonst wäre ja der wahre Zustand erkennbar, womöglich noch auf den ersten Blick und für jeden Dahergelaufenen.
    Was wäre denn, wenn Lehrer, Eltern und Schüler die Daten ohne Aufbereitung sehen würden?
    Würden sie dann womöglich aufbegehren? Nicht mehr in die Schule wollen? Den Dienst verweigern?

    Wenn ich sowas lese, hebt sich mir die Schädeldecke und ich denke, ich bin in eine Sekte geraten – „oooohhhhmmm, alle bleiben gesund, allen geht es gut, wer krank ist wird gesund, ganz von selbst, hier gibt es nur Gesunde, alle anderen sind nur in den Daten, Daten sind nicht ansteckend…“
    Aber selbst Daten haben Viren.
    Die kommen aber von denen, die sie erheben oder „aufbereiten“.

  2. Also, dieser 1 Schulmitarbeiter ist ganz schön rumgekommen, wenn in 21 Schulen Fälle aufgetreten sind. Oder sollte es etwa gar nicht stimmen, dass die Erwachsenen das Virus in die Schulen tragen??

  3. „…22 Fälle (…) Betroffen sind demnach 21 Schülerinnen und Schüler sowie ein Schulmitarbeiter an insgesamt 21 Schulen.“ Mathe-Aufgabe f. Grundschüler, wei N4T-Kommentierende nicht richt lesen können: An wie vielen Schulen muss mindestens 1 Schüler u. 1 MA gleichzeitig krank gewesen sein?

  4. https://www.youtube.com/watch?v=2Vsbk4zqJoQ

    Delta and children: [USA u.a.m.]

    US, 20% of cases in under 18s
    https://covid.cdc.gov/covid-data-trac

    In children
    7.1 million fully vaccinated, 12 to 17s
    representing 39 % of 16- to 17-year-olds
    and 27 % of 12 to 15s

    Dr Aileen Marty, Florida International University
    our children’s hospitals are completely overwhelmed
    Our pediatricians, the nursing staff, are exhausted, and the children are suffering
    It is absolutely devastating
    Our children are very much affected
    We’ve never seen numbers like this before
    https://www.telegraph.co.uk/world-new

    Children in hospital, 1,450
    400 child deaths from covid so far, (34 to 200 die from seasonal flu each year)
    Last 7 days, 94,000 child cases last week
    Dr Mark Kline, Children’s Hospital New Orleans
    I’ve never seen anything like it
    We are seeing children fall ill that we just simply didn’t see in the first year of the pandemic, before the delta variant came along
    Child admissions, zero to 20 in two weeks
    Illness duration in children of at least 28 days
    https://www.thelancet.com/journals/la

  5. https://www.ndr.de/nachrichten/info/Coronavirus-Update-Der-Podcast-mit-Christian-Drosten-Sandra-Ciesek,podcastcoronavirus100.html

    (96) Extra zur aktuellen Lage

    Sandra Ciesek:
    >>Uns wurde jetzt anderthalb Jahre erzählt, wie schlimm das alles ist und dass wir uns zurückhalten müssen, dass wir nicht in die Schule gehen konnten. Und jetzt auf einmal, wo die Erwach-senen geimpft sind, sollen wir uns infizieren.“ Das verstehen sie nicht. Und das hab ich nie so gesehen. Aber aus der Sicht dieser Jugendlichen kann ich das total verstehen. Man hat sich das wirklich Monate an-hören müssen und auch in der Presse gelesen. Diese ganzen Unsicherheiten, von Long-Covid, von wirklich irgendwelchen extremen Geschichten. Und dann sagt man denen jetzt einfach: „Jetzt ist alles egal. Jetzt kannst du dich infizieren.“ Das ist nicht okay. Und das ist, denke ich mal, etwas, was man mit älteren Kindern, also mit Jugendlichen sehr gut diskutieren kann […]<<
    (https://www.ndr.de/nachrichten/info/coronaskript316.pdf, S. 10)

  6. Wohl eher Lesekompetenz b. Kommentierenden: „22 Fälle (…) 21 Schülerinnen und Schüler sowie ein Schulmitarbeiter an insgesamt 21 Schulen.“ Rechenaufgabe: An wievielen Schulen gab es mindestens 2 Fälle???

    • @Akvum
      Sie verstehen hier die Ironie ubd den gemachten Witz nicht.
      Nochmal ein bißchen nachdenken?
      Vielleicht kommen auch Sie drauf?

    • @Akvum:

      Die entsprechenden Kommentare bezogen sich (ironisch) auf die monatelangen Behauptungen der Politikerinnen, lediglich Erwachsene=Schulmitarbeiter trügen die Sars-CoV2-Infektionen in die Schulen.
      Daher: Lesekompetenz durchaus ok plus gutes Erinnerungsvermögen!

  7. Diese Entwicklung war mathematisch vorherbestimmt und jeder, der ein wenig rechnen kann, wusste was kommt.

    Das Problem ist folgendes: Unsere Kinder brauchen soziale Kontakte und zwar uneingeschränkt (heißt auch ohne Kohortenbildung und Maske). Den Unterricht sehe ich da gar nicht als so primär an. Zum einen, weil das Homeschooling in vielen Familien hervorragend lief und zum anderen, weil der so hoch gelobte Präsenz Unterricht für die Kinder, die drohen durchs Netz zu fallen gar nicht ausreichend ist. Gerade da haben unsere führenden Bildungspolitiker 18 Monate lang deutlich bewiesen, wie Propaganda und Ignoranz Hand in Hand gehen können. Aber ja Kinder brauchen sozialen und intellektuellen Input und sollten deswegen das Recht auf Schule haben.

    Aber da natürlich auch Fußballstadien, Kinos, Konzertsäle usw gefüllt werden, ist das Risiko in den Schulen unverhältnismäßig bewusst angehoben worden.

    Da stellt sich doch die Frage, ob das nicht sogar beabsichtigt passiert, damit die Kinder und Jugendlichen durchseucht werden. Frei nach dem Motto „ist ja nur ein Schnupfen“. Die Testerei mit nachweislich sehr unzuverlässigen Tests ist doch nur Augenwischerei. Ich denke soziale Defizite, Pims und Post-Corvid werden hier als Kollateralschäden gerade bei den unter 12 jährigen in Kauf genommen.

    Es sagt sehr viel über eine Gesellschaft und Politiker, deren das Freizeitvergnügen Erwachsener wichtiger ist, als die Grundbedürfnisse der Kinder.

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