GEW sieht Lehrerverbeamtung skeptisch: Bringt nichts gegen Lehrermangel

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Die GEW sieht in der von SPD, Grünen und Linken in Berlin angekündigten Verbeamtung von Lehrkräften kein Allheilmittel gegen den Fachkräftemangel. «Das Vorhaben kommt mir vor wie weiße Salbe: Sieht gut aus, wird aber nichts bringen», sagte der GEW-Landesvorsitzende Tom Erdmann. Den Beweis liefere ein Blick nach Sachsen. Dort würden Lehrer seit drei Jahren wieder verbeamtet. Allerdings seien seither keine zusätzlichen Lehrkräfte in das Bundesland gekommen.

Wer Beamter werden will, muss einen Amtseid leisten. Foto: Shutterstock

«Das eigentliche Problem ist doch: Man muss mehr ausbilden», sagte Erdmann. Nur so bekomme man den Fachkräftemangel, der in Berlin sowohl an den Schulen als auch den Kitas «riesengroß» sei, in den Griff. Erdmann erinnerte daran, dass im aktuellen Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und Linken aus dem Jahr 2016 vereinbart wurde, jährlich 2000 Lehrkräfte an den Hochschulen auszubilden. «Das Ziel wurde klar verfehlt, wir kommen gerade mal auf 900 pro Jahr.» Nötig seien deshalb deutlich verbindlichere Regelungen mit den Hochschulen, zumal eher 3000 als 2000 neue Lehrkräfte pro Jahr gebraucht würden.

GEW fordert Ausgleich für Kolleginnen und Kollegen, die nicht verbeamtet werden können

Parallel dazu müssten Seiteneinsteiger an den Schulen, die kein Schulfach studiert hätten, besser qualifiziert werden, forderte Erdmann. Um Ungerechtigkeiten zu vermeiden, seien zudem Kompensationen für diejenigen Lehrerinnen und Lehrer nötig, die – etwa aus Altersgründen – nicht verbeamtet werden könnten. Ein Hebel könne hier die Arbeitszeit sein, konkrete Lösungsansätze seien die Parteien bislang aber schuldig geblieben.

In der Vorwoche hatten sich SPD, Grüne und Linke auf 19 Leitlinien verständigt, die Grundlage für die künftige Zusammenarbeit und Koalitionsverhandlungen sein sollen. «Zur Gewinnung, Aus- und Fortbildung von pädagogischem Fachpersonal werden wir alle Möglichkeiten ausschöpfen, die einen nachhaltigen Personalaufwuchs ermöglichen», heißt es in dem Papier. Dazu gehöre auch die Verbeamtung von Lehrerinnen und Lehrern. Am gestrigen Freitag sollten die Koalitionsverhandlungen starten. dpa

GEW rät Wahlsiegerin Giffey, auf Verbeamtung von Lehrern zu verzichten

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86 KOMMENTARE

  1. Mittlerweile finde ich, dass sich GEW-Mitglieder durch ein ganz besonderes Maß Dummheit auszuzeichnen scheinen. Mehr fällt mir dazu eigentlich auch nicht mehr ein.

  2. Verbeamtung in Berlin bringt nichts??

    Ich kenne zahlreiche Lehrkräfte, die ihren Angestelltenvertrag gekündigt haben und als Beamte nach Brandenburg gegangen sind!

    Die GEW ist aus egoistischen Gründen unehrlich.

    • Was bedeutet denn „zahlreich“? Zwei? Oder vier? Ich kenne zahlreiche Kollegen, die trotz Nicht-Verbeamtung immer noch in Berlin Lehrer sind. Gerne sogar. Ich sogar einige, die trotz Wohnort in Brandenburg lieber in Berlin an ihrer Schule bleiben, also auf eine Verbeamtung verzichten. Ja, man höre und staune oder ignoriere es. DAS gibt es auch!

      • Jetzt hören Sie doch mit ihrem Streikrecht auf! Die GEW ist einfach eine Katastrophe. Die schlechteste Gewerkschaft ever! Das ist nun mal der Fakt!

        • Jetzt hören Sie doch auf, das Streikrecht kleinzureden. Es ist fast das einzige Mittel, mit dem die Beschäftigten gegenüber den Arbeitgebern wirksamen Druck machen können. Mir fällt gar kein anderes ein. Ihnen?

          Dass es eine Gewerkschaft nicht jedem recht macht, ist doch klar. Ist eine Gewerkschaft dazu da, alles so zu machen, wie Sie es wollen? Warum nicht, wie ich es will?

          Wer da etwas ändern will in seinem Sinne, muss mitmachen und für seine Positionen Mehrheiten organisieren. Wenn Sie nicht mitmachen oder wenn Sie für Ihre Positionen keine Mehrheiten finden, sind nicht die anderen schuld.

          Wer die GEW nicht mag, kann in einer anderen Organisation sein Glück versuchen und um Mehrheiten ringen.

  3. Für diese Behauptung „Dort würden Lehrer seit drei Jahren wieder verbeamtet. Allerdings seien seither keine zusätzlichen Lehrkräfte in das Bundesland gekommen.“ hätte ich gerne eine Quelle.
    Die GEW wird allgemein ihrer Aufgabe einer Gewerkschaft seit Jahren nicht (mehr) gerecht, sodass man froh sein kann, dass es Alternativen gibt. Gerade die fehlende Verbeamtung sorgt doch nun bekanntermaßen dafür, dass die an FU und HU ausgebildeten (Grundschul-)lehrkräfte in Massen spätestens nach dem Ref, manchmal schon nach dem Studium nach Brandenburg abwandern und dort die Stellen im Speckgürtel um Berlin herum besetzen. Brandenburg freut sich, finanziert eine Uni für Lehrer und kriegt Absolventen von dreien.

  4. Je mehr Lehrer verbeamtet werden, desto weniger potenzielle Mitglieder hat die gew. Deren Aussage ist also nicht uneigennützig.

    Die gew täte aber gut daran, sich mal wie eine Gewerkschaft für ihre Mitglieder und nicht wie Vertreterin aktueller Bildungspolitik aufzuführen.

    • @Georg, diese Argumentation kann man auch umdrehen. 🙂

      Wenn die Lehrer verbeamtet werden, verdienen sie mehr und haben verschiedene Vorteile (Krankengeld unbefristet, Familien- und Kinderzuschlag, fast unkündbar, höhere Pension…). Das ist also nicht uneigennützig.

      Klar, wer verbeamtet ist, darf dann nicht mehr streiken. Das schwächt die Gewerkschaften, die auch durch den Druck der Straße wie unten @tsundoku schrieb, E13 für alle Lehrer in Berlin erreicht hat. Vielleicht will Berlin ja auch deshalb wieder verbeamten, damit es keine Lehrerstreiks mehr geben kann.

      Wer hat nun also die objektive Sicht? Da sollte man dann wohl auf die Fakten schauen.

      • @Megalodon, Georg,

        die objektive Sicht ist vielleicht auch, wer möchte etwas nur für sich (Beamter werden und besserverdienen) und wer möchte etwas für die Gemeinschaft (Streikreicht für Lehrer erhalten, um Forderungen durchsetzen zu können).

        Was meinen Sie, Georg, vor die Wahl gestellt: Mehr Geld oder Streikrecht behalten? Wie würden sich die meisten Lehrer einzeln entscheiden? Und wer entscheidet dann eigennützig/uneigennützig?

    • Ich kann ihre Antwort so nicht stehen lassen. So hat sich, nach meinen Erfahrungen, die GEW in NRW zu einer zweiten Lobbyvertretung der verbeamteten Lehrkräft gewandelt. Auch der Bundesverband scheint die tarifangestellten Kollegen zunehmend aus den Blickwinkel zu nehmen. Was meinen Sie, wieso die GEW den TV EntgO-L unterschrieben hat? Kein halbwegs intelligenter Mensch würde solch einen Knebelvertrag zu seinen Ungunsten unterschreiben!!! Auch die Rechtfertigung, man habe unterschrieben um sich so besser für die Rechte der Kollegen einzusetzen ist meiner Meinung nach mehr als lächerlich. Übrigens, in NRW werden die Tarifbeschlüsse seit 2017 (Zeitpunkt der Unterschrift der GEW beim TV EntgO-L), zeitnah auf die Besoldungstabelle übertragen. Da kommt zumindest mir ein gewisses Geschmäckle.

  5. Jedes Jahr verlieren wir 1 bis 2 KuKs nach Brandenburg allein an unserer Schule. Ich kenne von Freunden an anderen Schulen ähnlich Zahlen. Als letztes Bundesland nicht mehr zu verbeamten ist schon irgendwie doof. Alternativ könnte man ja den Lehrkräften Brutto mal so viel Zahlen, dass das Geld der Verbeamten Netto rauskommt, sowie eine Berufsunfähigkeitsversicherung gleich mit.
    Das mit dem Zeiterlass an Stunden (vor ein paar Jahren meinte die SPD 4 Unterrichtsstunden) wird problematisch, weil es dann einen neuen Tarifvertrag braucht, da laut Tarifvertrag sich alles an der Beamtenrechtsgrundlage orientiert, obwohl die Arbeitszeiten sich offiziell unterscheiden. Auch habe ich so meine Zweifel, dass beim gegenwärtigen Mangel in Berlin man sich das überhaupt leisten kann.
    Es bleibt also spannend in Berlin.

    • Berlin verbeamtet nicht, zahlt den Angestellten inzwischen aber genau so viel wie den verbeamteten Lehrkräften. Da man als angestellte Lehrkraft gesetzlich versichert ist, hat man netto sogar mehr als eine verbeamtete Lehrkraft. Lediglich der Ehegatten- und Kinderzuschlag fehlt, den gibts halt nur mit der Verbeamtung.

      • 1. Angestellte Lehrkräfte sind bei voller Stelle entweder freiwillig gesetzlich oder privat Versichert, da sie über den Beitragsbemessungsgrundsatz liegen. Übrigens sind das 953 Euro in meinem Falle pro Monat, die vom Brutto weggehen. (GKV)
        2. Ich kann Ihnen sagen, mit der Berliner Ballungsraumzulage von 150 Euro sowie die Sonderzulage auf Stufe V habe ich als angestellte Lehrkraft bei voller Stelle 3350 Euro Netto (Steuerklasse 1, keine Kinder, keine Kirche). Ein entsprechender Vergleich mit Verbeamtung ergibt in der Erfahrungsstufe 5 (selbe Erfahrungsstufengrundlage) Netto 3934 Euro. Davon müsste dann noch die Krankenversicherung gezahlt werden. Ich habe mal eine 6 jahre ältere Kollegin gefragt (mit Vorerkrankungen) wie viel Sie für die PKV (mit Beihilfe nat.) zahlt. Kleiner Tipp: es waren nicht mehr als 571 Euro). Als dann noch verheiratet und Kinder usw usf bei weiteren KuKs dazukamen, fühlte ich mich schon ein wenig … mir fällt kein nettes Wort ein.
        Wir haben untereinander mehrere Steuererklärungen und Gehaltszettel verglichen. Es war schon ein wenig deprimierend.

        Mal eine kleine Rechnung: Bei 20 Jahren ein Unterschied von 300 Euro Netto pro Monat macht das 72000 Euro Netto weniger beim Angestellten. Hinzu kommt die finanzielle Absicherung bei Erkrankung etc.

        Meine Rechnung ist übrigens noch sehr konservativ. Die Untersuchung von Schall lässt zwar nicht vollständig übertragen, doch zeigt sich hier die Tendenz, von der ich sprach:
        https://www.schall-nrw.de/fileadmin/dokumente/Dokumente/SchaLL_NRW_Tarifgutachten_2018.pdf

      • Johannes, bei allem Respekt: das stimmt nicht, was du schreibst. Bitte genauer informieren:

        Um die Benachteiligung angestellter Lehrer*innen gegenüber Beamten zu beseitigen, müsste man ihnen in Berlin allen die E15 zahlen. Die durch die 2017 erstreikte Einführung einer 6. Erfahrungsstufe erreichte Reduktion der Benachteiligung wird 2020 durch eine höhere Steigerung der Besoldung wieder verloren sein.

        Diese Modellberechnungen wurde entsprechend des Tarifabschlusses vom März 2019 aktualisiert. Quelle “Bildet Berlin”

        Das Ergebnis: Um die heutige Benachteiligung angestellter Lehrkräfte zu beseitigen, müsste man sie in die Entgeltgruppe 15 eingruppieren. Diese Möglichkeit haben jedoch zunächst 2015 der ddb, 2017 dann auch GEW und ver.di durch Abschluss der Entgeltordnung für Lehrkräfte verhindert.

        Was bleibt, ist die Möglichkeit, Zulagen zu gewähren. Diese müssten dem Umfang einer Höhergruppierung in die E15 entsprechen. Reizt man die in §16 (5) des TV-L vorgesehenen Möglichkeiten aus, so kann dies zumindest für ledige, kinderlose Lehrkräfte nahezu erreicht werden:

        Das ist aber unrealistisch und zu teuer!
        Deshalb bleibt !! Es gerade für viel mehr ungerecht!!im Lehrerzimmer!!

      • Das stimmt so nicht, Johannes, weil die angestellten Lehrer ein niedriges Netto haben, weil die verbeamteten gewisse Sozialabgaben nicht zahlen müssen. Und wir ja alle wissen (sollten), bekommen die angestellten Lehrer am Ende eine Rente, die derzeit bei 48% liegt und die verbeamteten eine Pension, die bei 71% liegt (die genaue Berechnung ist natürlich etwas komplizierter, ich spare mir das).

        • Okay, ich kann nur davon berichten, was meine Lehrer-Freunde aus Berlin erzählen. Dort steigt man direkt in einer höheren Erfahrungsstufe (EG 13, Stufe 5) ein, sodass man zumindest auf ein vergleichbares Einkommen, wie bei den verbeamteten Lehrkräften, kommt. Natürlich ist einem selbst überlassen, ob man über die gesetzliche oder private Krankenkasse versichert ist.
          Ich spreche jetzt nur vom Engelt und nicht über die Pensionsansprüche, die Angestellte nicht haben.
          Insgesamt ist der Einstieg in eine höhere Stufe ja schon einmal eine erfreuliche Entwicklung, denn das war früher nicht der Fall. Wenn die Gehälter der Lehrkräfte steigen, müsste diese Ausgleichszulage dementsprechend angepasst werden.

          Und ja, ich bin auch für die Verbeamtung der Lehrkräfte! Wollte nur darlegen, dass es auch positive Entwicklungen gibt und nicht alles immer ganz so sche*** ist, wie von vielen hier dargelegt.

          Ich kenne auch genug Leute, die sich in Brandenburg haben verbeamten lassen und die Verbeamtung mit nach Berlin genommen haben.

          • @Johannes, mir scheint, Sie kennen vieles nur vom Hörensagen?

            Einige lassen sich anderswo verbeamten und kehren dann nach Berlin zurück. Wie viele waren das denn? Wissen Sie das auch? Früher mussten die 3 Jahren warten, bis sie wieder nach Berlin kommen konnten. Das wurde auf 5 Jahre verlängert. Man muss also erst mal 5 Jahre woanders leben und arbeiten, bevor man zurückkehren kann (in den Berliner Schuldienst).

            Also, wie viele Lehrer kennen Sie genau, die sich in Brandenburg verbeamten ließen und dann nach Berlin zurückkehrten?

          • Wir bekommen nicht die Stufe 5, sondern eine Sonderzulage (die jederzeit gestrichen werden kann) zu der Summe auf E13 Stufe 5. (Übrigens lohnt sich finanziell in Berlin der Aufstieg auf eine E14 nicht, daher sind auch viele 14er Stellen unbesetzt (Schuld daran hat die Ballungsraumzulage in Kombination mit dem letzten Tarifvertrag)

            Wenn Sie in die Private wollen, müssen Sie schon wenig bis keine Vorerkrankungen haben. Beamte hingegen haben es leichter eine Privatversicherung zu bekommen (bspw. aufgrund der Satzung der Debeka).

            Und ja, da hat sich in Berlin was getan (sonst wären wahrscheinlich noch viel mehr gegangen). Und doch ist der Nettounterschied, auch wenn man anfangs mehr als ein Beamter bekommt, am Ende der Lebensarbeitszeit gigantisch.

            PS: viele Lehrkräfte in Berlin wissen leider nicht, was so Beamte an ihren Schulen bekommen, noch kennen die wenigsten die Unterschiede zwischen einer Zulagen einer Erfahrungsstufe. Übrigens hat Berlin sämtliche förderlichen Zeiten zur Höhereinstufung von KuKs mit Erfahrung nachträglich rückgängig gemacht oder abgelehnt. Über das Wirr- warr bei der VBL Vergütungen (Tarifgebiet Ost und West sag ich mal dazu … ) reden wir besser nicht.

          • @Nucatino

            Es gibt immer Ausnahmen. Wenn man 1 Jahr in Elternzeit geht, kann man anschließend auch ohne die 5 Jahre Wartezeit das Bundesland tauschen. Eine Freundin, die das Lehramt für Haupt- und Realschulen studiert hat, ist nach ihrem Referendariat in Berlin an eine Grundschule in Brandenburg inkl. Verbeamtung! Während der Elternzeit hat sie den Antrag gestellt und hat von der Grundschule in Brandenburg an eine Realschule nach Berlin gewechselt.

            Ich habe noch zahlreiche weitere Freunde, die von Brandenburg nach Berlin gewechselt sind und sich die Verbeamtung erschlichen haben. Wenn die Rechtsgrundlage besteht, warum auch nicht! Es gibt immer Möglichkeiten, auch wenn man in einigen Fällen mindestens 5 Jahre warten muss!

  6. GEW ist ja eine Gewerkschaft. Gewerkschaften wollen gerne streiken dürfen, Beamte dürfen aber nicht streiken. Deshalb stellt die GEW sicher zu Recht fest, dass Verbeamten kein „Allheilmittel“ ist. Wer hätte das gedacht!?
    Recht haben sie insofern, als eine bessere Bildungspolitik sicher mehr brächte als Verbeamten.

    • Und wer wird sich für die Lehrer einsetzen, wenn sie verbeamtet sind? Der Beamtenbund? Ich höre irgendwie nie etwas von dem? Wie soll der aber auch etwas durchsetzen. Beamte dürfen ja nicht streiken.

      • @Busenfreundin, da sprechen Sie was an. Viele schimpfen hier auf die GEW, aber hat schon mal irgendjemand etwas gehört, was der Beamtenbund für die Lehrer erreicht hat?

  7. Die Medien operieren mit unehrlichen Zahlen. Sie verweisen auf 800 Lehrer, die Berlin verlassen haben und behaupten, die seien wegen der Nicht-Verbeamtung gegangen. Das stimmt aber nicht, denn niemand weiß genau, warum die gegangen sind. Das konnte man hier wiederholt lesen. Es sollen sogar 200 davon verbeamtet gewesen sein. Die sind doch nicht weggegangen, weil sie nicht verbeamtet wurden!!! Das wird fast überall ständig verschwiegen.

    Trotzdem ist es wohl beschlossene Sache, dass die Lehrer in Berlin nun auch verbeamtet werden, auch wenn das Beispiel Sachsen zeigt, dass das gar nichts bringt. Tausende Berliner Lehrer hingegen können nicht verbeamtet werden, weil sie zu alt dafür sind. Ja, da hat die GEW Recht und ja, die müssen einen Ausgleich bekommen. Da hat die GEW auch Recht. Sie hat übrigens in Berlin A bzw. E 13 für alle erkämpft. Das ist schon vergessen.

    Die Lehrer, die wegen Alter nicht verbeamtet werden, sind ansonsten doppelt bestraft. Weil sie am ältesten sind, haben sie auch am längsten die Gehaltseinbußen, die angestellte Lehrer gegenüber verbeamteten haben. Und die würden sie weiterhin behalten, wenn es keinen Ausgleich gibt. Da ist neuer großer Unmut in den Lehrerkollegien vorprogrammiert.

    Interessiert das die anderen? Hieß es nicht immer, alle sollen verbeamtet werden, weil die angestellten Lehrer in den Kollegien sich benachteiligt fühlen? Was ist dann mit denen, die angestellt bleiben werden?!?

    Gut, dass die GEW für sie kämpft. Der Beamtenbund tut es offensichtlich (anscheinend) nicht!

    • Dass nicht klar ist, warum jährlich hunderte Lehrkräfte aus Berlin flüchten, sollte stutzig machen. Warum werden diese Lehrkräfte denn seit etlichen Jahren nicht nach den Gründen gefragt? Als ich vor einigen Jahren mit dem Referendariat fertig wurde, haben mir etliche Mitstreiter mitgeteilt, dass sie sich in anderen Bundesländern beworben hätten und ein Hauptgrund die Verbeamtung sei. Ähnliches konnte ich zwei Jahre später von meinem Freund hören, als er sein Referendariat abschloss. Hat Berlins Bildungsverwaltung (und auch die GEW) einfach Angst, diese Daten wirklich einmal zu erheben und auf den Tisch zu packen?
      200 verbeamtete Kolleginnen und Kollegen haben das Bundesland anscheinend nicht wegen der fehlenden Verbeamtung verlassen, aber was ist mit den 600 restlichen? Sicherlich werden auch von denen einige andere Gründe haben aber man kann nach allem, was man selbst im Umfeld Schule hört und miterlebt getrost davon ausgehen, dass mehrere hundert (jedes Jahr!) wegen der fehlenden Verbeamtung gehen.

      Der Vergleich zu Sachsen hinkt dahingehend auch ein wenig, da die Maßnahme der Verbeamtung zunächst einmal die Flucht aus Berlin stoppen soll. In Sachsen wird die Lücke fehlender Lehrkräfte zumindest nicht immer größer – in Berlin schon. Die Wiedereinführung der Verbeamtung ist durchaus ein Mittel, um den Anstieg des Lehrkräftemangels erst einmal in den Griff zu bekommen. Dass parallel dazu mehr Lehrkräfte ausgebildet werden müssen, um auch endlich irgendwann wieder auf einen Lehrkräftezuwachs zu kommen, ist unbestritten.

      Ihr Ansatz zu sagen lieber niemandem die Verbeamtung zugestehen statt denjenigen, die dafür in Frage kämen, empfinde ich als grotesk. Das klingt für mich nach „Lasst es lieber allen schlechter gehen statt für etliche tausend Personen eine Verbesserung zu erzielen“. Das ist kein Kampf der GEW FÜR irgendwen. Keine einzige Lehrkraft profitiert von dieser Haltung der GEW! Schon gar nicht die tausenden Kolleginnen und Kollegen, die für eine Verbeamtung noch in Frage kämen.

      • Lieber Chris,

        ist es denn so, dass nur in Berlin Lehrer das Land verlassen? Ist es denn so, dass keine Lehrer nach Berlin kommen? Wird denn in anderen Bundesländern gefragt, warum jemand geht? Die Befürworter der Verbeamtung vereinnahmen die 600 Lehrer, von denen Sie sprechen, einfach für sich. Das ist unseriös. In jedem Bundesland gibt es Zugänge und Abgänge von Lehrern aus allen möglichen Gründen. Wird dort danach gefragt, warum? Wird in anderen Berufen statistisch erfasst, warum jemand das Bundesland wechselt? Sie suggerieren da etwas, was schon an eine „Verschwörungstheorie“ heranreicht. 🙂

        Die Aussage der GEW ist ehrlich. Aus meiner Sicht. Eine Verbeamtung löst den Lehrermangel nicht. Die Aussage, dass eine Verbeamtung den Lehrermangel in Berlin löse, ist unehrlich. Das soll die GEW aber nicht sagen. Aus Ihrer Sicht. Weil Sie so gerne verbeamtet werden wollen? Deshalb soll die GEW unehrlich sein. Das finde ich grotesk.

        Die Frage Verbeamtung ist auch eine gesellschaftspolitische. Sie sagen, keine einzige Lehrkraft profitiere von der Haltung der GEW. Sie denken zu kurz. Ich sage, jede Lehrkraft profitiert von der Haltung der GEW, denn nur starke Gewerkschaften können für ihre Mitglieder etwas erreichen und das wichtigste Mittel der Gewerkschaften ist der Streik. Beamte dürfen nicht streiken. Sie haben sich dieses Recht quasi „abkaufen“ lassen. Werden Sie für immer und ewig glücklich und zufrieden sein, wenn Sie verbeamtet sind? (Es scheint mir so.) Wollen Sie danach nichts mehr erreichen? Streiken dürfen Sie dann jedenfalls nicht mehr dafür. Welches wirksamere Mittel im Arbeitskampf kennen Sie?

        Die Verbeamtung schwächt die Gewerkschaften und damit schwächt sie auch die Lehrer.

        • Lieber Tsundoku3,

          ich habe bereits eingeräumt, dass ich nicht davon ausgehe, dass alle 600 Lehrkräfte auf Grund der fehlenden Verbeamtung das Land verlassen. Aber selbst wenn es nur 33% sind, sind das noch immer 200 zusätzliche offene Stellen, die es nicht hätte geben müssen. Es wird leider in keinem Bundesland statistisch erhoben, warum Lehrkräfte gehen. Daher ist es unseriös von Ihnen und der GEW zu behaupten, man könnte die fehlende Verbeamtung als einen Hauptgrund für den Weggang vieler Lehrkräfte ausschließen. Dazu gibt es – wie Sie bereits erfasst haben – keine Statistik. Wenn man sich auf Grund der fehlenden offiziellen Statistik auf das verlässt, was man im Schulalltag und als Privatperson erlebt, zeichnet sich aber schon ein gewisses Bild ab. Das ist natürlich nicht repräsentativ und man kann (wie die GEW und Sie es tun) die Augen vor sämtlichen dieser Erfahrungsberichte verschließen. Man kann auch so tun, als seien diese Erfahrungsberichte alles nur Einzelfälle, obwohl man für diese Behauptung ebenso keinerlei Belege hat. Das hilft aber niemandem.

          Was man sich aber ansehen kann sind die Erfahrungen anderer Bundesländer. Obwohl Berlin eine wachsende, attraktive Stadt ist, scheint es trotzdem jedes Jahr mehr Abgänge als Zugänge ausgebildeter Lehrkräfte zu geben. Selbst in Sachsen, das Sie ja auch angeführt haben, hat sich nur wenige Jahre nach der Wiedereinführung der Verbeamtung mittlerweile ein Nettozugewinn an Lehrkräften ergeben (vielen Dank an Maike Lanzer hier im Forum für den Link): https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/lehrer-neues-schuljahr-verbeamtung-personalgewinnung-100.html

          Was allen Lehrkräften helfen würde ist die Abwanderung der ausgebildeten Referendare und Lehrkräfte zu dämpfen und zusätzlich (!) mehr Lehrpersonal auszubilden. Sein wir doch mal ehrlich, wenn eine Schule permanent die Pflichtstunden kaum/nicht auslasten kann, ist doch klar, dass mehr Arbeit an den Lehrkräften hängen bleibt, die noch da sind. Das heißt indirekt würde es dem gesamten Personal helfen, wenn die Abwanderungswelle gebrochen werden würde. Das Streikrecht sorgt anscheinend nicht dafür, dass Berlin als Arbeitgeber für Lehrkräfte deutlich attraktiver ist andere Bundesländer. Wenn also die Wiedereinführung der Verbeamtung eins von mehreren Mitteln dazu ist, den Personalmangel mindestens etwas zu schmälern, dann sollte man dieses Mittel auch nutzen.

    • Danke, Tsundoku, an diese tausenden Lehrer, die nicht mehr verbeamtet werden können (in Berlin derzeit ja nur bis 45), denkt niemand von denen, die sagen, ohne Verbeamtung würden viele Lehrer Berlin verlassen. Die GEW denkt zumindest an sie und fordert einen Ausgleich.

      Sie haben sehr gut gesagt, dass diese Kollegen am längsten Gehaltseinbußen hatten, weil sie ja am längsten als Angestellte arbeiten und weiterhin haben würden, wenn sie weiterhin angestellt bleiben müssen. Es sollen 6.000 – 8.000 Lehrer in Berlin sein.

      • …dann muss aber auch ehrlicherweise sagen, dass diese Lehrer auch das Bundesland rechtzeitig (ich rede also nicht von alten Ex-DDR-Lehrern und verbessern Sie mich, falls ich mich irre, die Verbeamtung wurde in Berlin doch erst 2004 abgeschafft) hätten wechseln können. Es war doch die freie Entscheidung dieser angestellten Lehrer die Sache in Berlin auszusitzen, wo es doch gerade als Angestellter leicht ist das Dienstverhältnis zu beenden und woanders neu anzuheuern. Das ist ein Stück Eigenverantwortung, die einem niemand abnehmen kann.

        • @ Max Kleine, das könnte man doch auch über all jene Lehrer sagen, die verbeamtet werden wollen. Jetzt rund 20.000 von etwa 36.000 Berliner Lehrern. Die hätten ja alle auch längst woanders hingehen können. Eigenverantwortung, wie Sie es nennen.

          • Absolut korrekt. Genauso sehe ich es.
            Wenn diese Leute es scheinbar wichtiger finden das Spielchen in Berlin mitzumachen, dann sollen sie sich später nicht beklagen.
            Als Individuum sollte man da an erster Stelle an seine (zukünftige?) Familie denken und das macht man, wenn man nicht auf Familieneinkommen und Absicherung verzichtet (und da geht es ja nicht nur um 10€). Wenn das bedeutet, dass durch die individuelle Lösung das Schulsystem in Berlin zusammenbricht (ein Verlust von max. 20000 von 36000 Lehrern würde das nach sich ziehen) (aus eben dieser individuellen Sicht), dann ist das eben so.

  8. Leider ist die Argumentation von Tom Erdmann u d der gew unter seiner durchwachsenen Führung aus vielerlei Hinsicht wieder einmal m.E. nicht vollständig und verharrt in einer Analyse, die jegliche Erfahrungen und Entwicklungen der letzten Jahre nicht wahrnimmt oder nicht wahrnehmen möchte.

    Durch die Nicht-Verbeamtung hat sich bereits seit Jahren eine Ungerechtigkeit in den Lehrerzimmern manifestiert – gleicher Lohn, gleiche Arbeit gilt nicht mehr. Die GEW unter ihrer Verantwortung trägt hier eine große Mitschuld, dass das so ist!

    Jetzt zu argumentieren: “ Ja, wir haben zwar klare Ungerechtigkeit im Lehrerzimmer verursacht und deshalb könnten wir nicht zumindest vielen mehr Lehrern und Lehrerinnen durch eine Verbeamtung diese Ungerechtigkeit nehmen” …ist ideologisch stecken geblieben und nicht konstruktiv!

    Einfach alles so lassen wie es ist in dieser Frage! ist ihre Devise. Das ist nicht kreativ! Und verkennt, dass auch jene die z.B durch ihr Alter nicht verbeamtet würden, – wie gesagt, durch ihre Fehleinschätzungen überhaupt in dieser Lage sind.
    Zudem geben sie ja damit zu, dass die aktuelle Situation ungerecht ist!

    Weiter:
    Sie erwähnen und berücksichtigen in kleinster Weise die Einschätzungen von den Schulleitern, den Eltern und von den meisten Lehrerinnen und Lehrern! Übrigens auch von den Mehrheiten der Berlinerinnen und Berliner.
    Nicht nur ansatzweise anzuerkennen, dass wir den gravierendsten Lehrermangel in Berlin haben und diesen an verschiedenen Stellschrauben angehen müssen, das nimmt die gew und sie! zu Kosten der Bildungsqualität billigend in Kauf.

    Leider wollen sie als Gew unter Tom Erdmann!! nicht verstehen- mit keinem Wort! – dass es einfach so ist, dass alle!!! Bundesländer verbeamten und das is ein Wettbewerbsnachteil.

    Das ist auch nicht unsolidarisch, sondern ein realistisches Menschenbild, wenn dann gut ausgebildete Pädagoginnen Berlin verlassen! Natürlich – und da bin ich bei Ihnen!! – müssen wir auch – ich wiederhole “auch” – viel mehr Lehrerinnen und Lehrer ausbilden!! Die müssen dann aber auch danach in Berlin bleiben! Ja!! Und noch was!! : natürlich müssen wir auch die Arbeitsbedingungen verbessern. Vieles muss verbessert werden!! Aber alleine ihr Vorstoß , der ja richtig ist, dass man kleinere Klassen braucht, braucht mehr Personal. Gut ausgebildete Pädagogen/-innen!! Den Beruf erlernt man nicht mal eben By the way!

    Ach es gibt so viele Argumente und dazu gehört auch die eher positive Erfahrung in Sachsen. Ja! Bitte mal genau informieren! Sie sind hier wieder undifferenziert unterwegs.

    Auch der sogenannte DrehtürEffekt: Lehrerinnen u d Lehrer behalten ihren Status als Beamter, wenn sie aus anderen Bundesländern nach Berlin kommen. Gerecht?, wenn dann im Lehrerzimmer weiter eine Zweiklassenlehrerschaft manifestiert wird?

    Wobei ich ihrer Meinung bin und ich mich klar für Einsätze: : das Beamtenrecht muss jetzt in Den Koalitionsgesprächen so gut es geht genutzt werden, um so viele wie möglich zu verbeamten und jene die nicht möchten, zu alt sind – müssen fair kompensiert werden. Das muss geklärt werden!

    Dafür sind Erdmann und co mitverantwortlich, dass diese Gruppe einfach durch ihren Widerstand in der letzten Dekade größer geworden ist.

    Also: machen sie es wieder gut und arbeiten sie konstruktiv aus Fehlern gelernt mit, an verschieden ! Stellschrauben, um das Berliner Bildungssystem für unsere Schülerinnen und Schüler gut aufzustellen.
    Ganz nach dem Satz von Willy Brandt: „was wir brauchen ist die Synthese von praktischem Denken und idealistischen Streben. Sagt nicht entweder oder , sondern sowohl als auch.“

    • Und wie wird die Ungleichbehandlung/Ungerechtigkeit der Lehrer ausgeglichen, die nicht mehr verbeamtet werden können? Sie schreiben hier offensichtlich aus der Sicht von jemandem, der verbeamtet wird. Und die anderen? Dürfen/sollen die weiter ungerecht/ungleich behandelt werden? Ihnen egal, weil es sie nicht trifft??

      • In keinster Weise: es muss gelten: So viele wie möglich verbeamten, so fair wie möglich kompensieren und eine massive Ausbildungsoffensive un Berlin und und – Aber das ist die Basis. Ohne genügend Lehrerinnen und Lehrer wird nichts gehen (Punkt).

        Und bitte nicht vergessen, wer uns in diese Lage gebracht hat. Auch die gew!!!lass uns zusammen halten. Due gew ist hier schon lange in ihrer ideologischen Bubble.

  9. Natürlich ist die GEW gegen die Verbeamtung. Warum?
    Die GEW lebt von den Mitgliedsbeiträgen und vertritt die Mitglieder (viele Lehrer). Jährlich organisiert die GEW noch Demonstrationen und kämpft um bessere Löhne. Verbeamtete Lehrer dürfen gar nicht an den Demonstrationen teilnehmen und sie haben sowieso sichere und gute Gehälter. Wozu sollen sie noch in der GEW bleiben und Beiträge zahlen??
    Ich bin kein Mitglied der GEW, denn ihre Gendersprache gefällt mir nicht. Ich finde es schrecklich, dass sie solche Wörter verwendet: Lehrer*innenzimmer, Lehrer*innenausbildung usw.

    • @ Rico
      warum sprechen sie mir als beamtin die notwendige solidarität mit der gew ab? aus finanziellen gründen und dem streikverbot? mit verlaub, das ist einfach nur lächerlich:
      gewerkschaftliche arbeit war, ist und wird immer unverzichtbar sein und zwar nur mit allen (sic!) beteiligten!
      aktuell setzt sich die gew unter anderem auch für eine altersangemessene allimentierung ein und ja, die betrifft insbesondere beamtInnen.

      • @unverzagte, klar, solidarische Beamte können die Arbeit der Gewerkschaften unterstützen, indem sie Mitglied sind. Sie profitieren ja auch von dem Erreichten. Allerdings können Gewerkschaften immer weniger tun, wenn immer weniger ihrer Mitglieder streiken dürfen. Das dürfte auch klar sein.

      • Hey. Achtung! Niemand zwingt dich zur Verbeamtung, im Gegensatz dazu wollen viele Lehrer verbeamtet werden. Was machen wir dann? Also: die Verbeamtung einführen! Leute, die nicht verbeamtet werden wollen, können weiterhin in der GEW bleiben, streiken, und zu ihrer Solidarität beitragen. Was ist denn das Problem?

  10. In Sachsen zeigt die Verbeamtung eine positive Wirkung. Gepaart mit einer Ausbildungsoffensive notwendig und richtig.

    https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/lehrer-neues-schuljahr-verbeamtung-personalgewinnung-100.html

    Zudem:
    Übrigens: Das muss doch M.E. wirklich ernst genommen werden, wenn die meisten Stimmen der Praxis eine Verbeamtung fordern. Ich bin Grundschullehrer und weiß, dass sie einen wichtigen Punkt machen!:

    Die alle fordern die Verbeamtung:

    Landeselternausschuss (vor 1 Woche) und die Berliner Verbände der

    BBB – Berufliche Bildung in Berlin
    BISSS – Berliner ISS Schulleiterinnen und Schulleite
    IBS – Interesse verband Berliner Schulleitungen
    VOB – Vereinigung der Oberstudiendirektoren des Landes Berlin
    VBS – Vereinigung Berliner Schulleiterinnen und Schulleiter in der GEW!

    Als auch die Mehrheit der Berlinerinnen und Berliner (Umfrage 2021!!). Zudem die Wahlergebnisse in Berlin und die Aussagen im Wahlkampf.

    “ Sowohl als auch “ gilt: mehr ausbilden und mehr halten. Bitte an mehreren Stellschrauben für unsere Schülerinnen und Schüler drehen. Nicht in Ideologie alla Gew und Erdmann verharren. Handeln und Erfahrungen der letzten Jahre nicht negieren, da sie nicht ins Weltbild der gew passen. Wieder gut machen: GEWusst wie?
    Verbeamtung, Ausbildungsoffensive und Kompensation.

    • Maike Lanzer, Sie verweisen auf Lehrer, die nach Sachsen gekommen sind? Kamen früher keine Lehrer nach Sachsen? Gehen keine Lehrer aus Sachsen weg (jetzt). Sie nehmen die Zahlen, die Ihnen passen und Sie lassen die anderen weg.

      Wie sieht Ihre Lösung aus für die Tausenden, die ja gar nicht mehr verbeamtet werden KÖNNEN? Obwohl x und y jetzt alle die Verbeamtung fordern?

      Ihnen egal ??

      • Lesen Sie doch bitte den verlinkten Artikel. Dort steht doch eindeutig:
        „Insgesamt kamen zum neuen Schuljahr 42 Lehrkräfte aus anderen Bundesländern im Tauschverfahren nach Sachsen. Im Gegenzug verließen 17 Lehrkräfte den sächsischen Schuldienst. Vor der Verbeamtung sei das Saldo immer negativ für Sachsen ausgefallen.“

        Auch die restlichen Passagen des verlinkten Artikels kann ich Ihnen nur empfehlen, einmal wirklich durchzulesen.

        Zu Ihrem Argument, dass nicht alle Lehrkräfte verbeamtet werden können: ich hoffe sehr, dass es für diejenigen, die nicht verbeamtet werden können/wollen, einen Ausgleich geben wird. Unabhängig davon ist das allerdings ein Scheinargument der Missgunst nach dem Motto: „Ich bekomme keine Verbesserung, also soll niemand eine Verbesserung erhalten!“. Die Ungerechtigkeit, dass es parallel verbeamtete und angestellte Lehrkräfte gibt, gibt es auch jetzt schon. Man lindert durch eine Verbeamtung der dafür in Frage kommender Lehrkräfte diese Ungerechtigkeit zumindest zum Teil. Dadurch wird KEINER Lehrkraft, die nicht verbeamtet werden kann, etwas weggenommen (denn bliebe alles so, wie es ist, könnte diese Lehrkraft auch nicht verbeamtet werden).

        • Es ist Missgunst, wenn „die Alten den Jungen“ nicht gönnen, verbeamtet zu werden? Warum ist es dann keine Missgunst, wenn die Angestellten den Beamten nicht gönnen, finanziell usw. besser dazustehen?

          Ihre Sichtweise nimmt doch wohl sehr sich selbst und die eigenen Vorteile zum Maßstab.

          • Das ist eine Verdrehung von Tatsachen. Ich gönne jeder verbeamteten Lehrkraft ihren Beamtenstatus und will ihn weder abschaffen, noch verhindern. Eine Wiedereinführung der Verbeamtung in Berlin schafft MEHR Möglichkeiten, Lehrkräfte zu verbeamten und nicht weniger. Dabei wird NIEMANDEM etwas Bestehendes weggenommen.

          • Nee, Chris, das ist keine Verdrehung von Tatsachen. Was ist denn da verdreht? Der Vergleich gefällt Ihnen nur nicht. Wenn Sie einen Vorteil haben, soll Ihnen das niemand neiden. Wenn die anderen einen Vorteil haben, dann finden Sie das ungerecht.

            Dass niemandem etwas Bestehendes weggenommen wird, ist doch kein Argument. Damit kann man ja schön rechtfertigen, dass die einen mehr bekommen als bisher und die anderen nicht, denn sie bekommen ja nicht weniger, nur weil die anderen mehr bekommen. Wären Sie damit zufrieden? Ich kann mich gut erinnern, wie die älteren Lehrer in den Kollegien es ungerecht fanden, dass die neu eingestellten mehr verdienten als sie (weil sie gleich mit Erfahrungsstufe 5 eingestellt wurden). Das fanden die älteren Kollegen gar nicht gut. Aber sie selbst bekamen doch nicht weniger dadurch?! (Ihre Logik!)

            Dabei interessierte es die älteren Kollegen aber nicht, dass die neu eingestellten Angestellte waren, wären sie selbst noch verbeamtet waren mit all den hübschen und vielfach geldwerten Vorteilen. Nein, Christ, Sie nennen Missgunst, wenn man einen Vorteil kritisiert, den Sie haben und Sie nennen es Ungerechtigkeit, wenn die anderen den Vorteil haben und nicht Sie selbst.

          • Ich zitiere: „Missgunst bezeichnet das Verübeln der Stellung Anderer aus materiellen oder sonstigen Gründen.“

            Wie bereits erwähnt gönne ich allen bereits verbeamteten Lehrkräften ihren Beamtenstatus. Damit verüble ich niemandem etwas, im Gegenteil. Von Missgunst kann hier also keine Rede sein.

            Andersherum scheinen Sie aber denjenigen, die durch die Wiedereinführung der Verbeamtung die Möglichkeit des Beamtenstatus bekämen, diese Möglichkeit zu verübeln. Das erfüllt also sehr wohl die Beschreibung des Begriffs „Missgunst“.

            Zu Ihrer Behauptung „Sie nennen Missgunst, wenn man einen Vorteil kritisiert, den Sie haben und Sie nennen es Ungerechtigkeit, wenn die anderen den Vorteil haben und nicht Sie selbst.“ – Ich nenne es nicht Missgunst, einen Vorteil zu kritisieren. Ich nenne es Missgunst, Vorteile für andere verhindern zu wollen, ohne dass sie negative Auswirkungen für einen haben.

      • Für deine Frage gibt es keine Lösung außer Geld! Berlin hätte solche Lehrer verbeamten können, aber nun sind sie zu alt für die Verbeamtung und sie sind die „Opfer“ des Gesetzes. Damit es nicht noch mehr solche „Opfer“ gibt, muss das Gesetz nun geändert werden.

  11. @Busenfreundin:

    Lassen sie mich nochmal wiederholen, was jetzt notwendig ist und wie die aktuelle Lage im Lehrerzimmer u.a. durch die gew !! mitverschuldet aussieht.

    Ich beziehe mich da auf einen vorigen Kommentar hier im Chat, der absolut korrekt durchsieht:

    Leider ist auch ihre Argumentation wie von der gew aus vielerlei Hinsicht nicht vollständig , unterstellt Falsches und verharrt in einer Analyse, die jegliche Erfahrungen und Entwicklungen der letzten Jahre nicht wahrnimmt oder nicht wahrnehmen möchte.

    Durch die Nicht-Verbeamtung hat sich bereits seit Jahren eine Ungerechtigkeit in den Lehrerzimmern manifestiert – gleicher Lohn, gleiche Arbeit gilt nicht mehr. Die GEW unter ihrer Verantwortung trägt hier eine große Mitschuld, dass das so ist!

    Jetzt zu argumentieren: Ja, wir haben zwar klare Ungerechtigkeit im Lehrerzimmer verursacht und deshalb könnten wir nicht zumindest vielen mehr Lehrern und Lehrerinnen durch eine Verbeamtung diese Ungerechtigkeit nehmen, ist ideologisch stecken geblieben und nicht konstruktiv!
    Einfach alles so lassen wie es ist in dieser Frage! ist ihre Devise. Das ist nicht kreativ! Und verkennt, dass auch jene die z.B durch ihr Alter nicht verbeamtet würden, – wie gesagt, durch ihre Fehleinschätzungen überhaupt in dieser Lage sind.

    Nicht nur ansatzweise anzuerkennen, dass wir den gravierendsten Lehrermangel in Berlin haben und diesen an verschiedenen Stellschrauben angehen müssen!!

    Leider wollen sie nicht verstehen- mit keinem Wort! – dass es einfach so ist, dass alle!!! Bundesländer verbeamten und das is ein Wettbewerbsnachteil.

    Auch der sogenannte DrehtürEffekt: Lehrerinnen u d Lehrer behalten ihren Status als Beamter, wenn sie aus anderen Bundesländern nach Berlin kommen. Gerecht?, wenn dann im Lehrerzimmer weiter eine Zweiklassenlehrerschaft manifestiert

    Wobei ich ihrer Meinung bin und ich mich klar für Einsätze, also bitte unterstellen sie mir nichts!! Es gilt: das Beamtenrecht muss jetzt in Den Koalitionsgesprächen so gut es geht genutzt werden, um so viele wie möglich zu verbeamten und jene die nicht möchten, zu alt sind – müssen fair kompensiert werden. Das muss geklärt werden!

    Dafür sind aber Politik und und eine ideologische Politik mitverantwortlich, dass diese Gruppe einfach durch ihren Widerstand in der letzten Dekade größer geworden ist.

  12. Es gibt wohl eine Reihe von Gründen, warum man Berlin als Lehrkraft verläßt.

    1. Überall anders wird verbeamtet.
    2. Für den Betrag einer Mietwohnung in Berlin kann man anderswo eine Immobilie finanzieren.
    3. Parkplatz vor der Tür oder eigene Garage.
    4. Höhere Lebensqualität wenn man es etwas ruhiger mag.
    5. Besseres Schülerklientel da höhere soziale Kontrolle.

    Also warum noch in Berlin bleiben?

    • @ Klaus, ok, das sind die Gründe (nehmen wir mal an) der 600 angestellten Lehrer, die letztes Jahr Berlin verließen. Könnten Sie bitte so gut sein und auch noch die Gründe der rund 36.000 anderen Berliner anführen, warum diese in Berlin blieben?

  13. Hier liest man den Ruf nach Gerechtigkeit, aber gemeint ist doch immer nur die Gerechtigkeit für sich selbst. Um all die vielen Lehrer, die nicht mehr verbeamtet werden können, kämpft jetzt wieder die GEW, die hier ständig schlechtgeredet wird.

  14. @Danke, Tsundoku, ich bin so eine Berliner Lehrerin, die 2005 zu der ersten angestellten Lehrern in Berlin gehörte und seither einige hundert Euro netto weniger verdient als meine Beamten-Kollegen. Seit gut 15 Jahren also. Das rechne man mal zusammen!

    Ich bin jetzt über 50 und werde also weiterhin einige hundert Euro netto weniger verdienen dürfen als meine Beamten-Kollegen, egal ob die alt verbeamteten oder die neu verbeamteten. Danke, für Ihre ehrlichen Worte.

    Und danke der GEW, dass sie sich für uns einsetzt!!!!!!!!

  15. Wenn man die Beiträge hier so verfolgt, dann stellt man fest, dass es eine Spaltung zwischen Beamten und Angestellten in der Berliner Lehrerschaft gibt – herzlichen Glückwunsch 🙁

    Ich bin wirklich froh, dass bei uns alle verbeamtet sind und unter gleichen Bedingungen arbeiten, so dass unsere Arbeitsatmosphäre nicht dadurch belastet ist.

    • Wo gibt es das denn, dass alle Lehrer verbeamtet sind. (Woher weiß man das, wenn es einem nicht alle gesagt haben?) Sogar in westdeutschen Bundesländern gibt es angestellte Lehrer, obwohl dort immer schon verbeamtet wurde. In NRW sollen es etwa 40.000 angestellte Lehrer sein!

  16. Guten Abend Zarenthin,

    bei allem Respekt für deinen legitimen Fokus auf jetzt Ggf.!! zu alte Lehrerinnen und Lehrer (ich könnte auch einer sein!!), musst du bitte meines Erachtens mal ehrlich nachvollziehen, dass uns auch die gew und ihre sture, im eigenen Weltbild gefangene und einfach nicht erfolgreiche Arbeit in den letzten Jahren in dieser Frage (Gleichberechtigung im Lehrerzimmer zw. Angestellten und verbeamteten L. Wurde nicht erreicht!!!) in diese Lage gebracht hat (bzw. diese nicht ausreichend verbessern konnte!!) Punkt! Fakt!

    Wenn die gew und andere Akteure Erfahrungen und Entwicklungen der letzten Jahre nicht wahrnehmen oder nicht wahrnehmen möchten, dann nennt man das ideologisch.! Die Frage muss bundesweit gelöst werden und nicht auf unserem Rücken hier in Berlin.

    Also liebe Zarenthin, d.H., dass sich durch die Nicht-Verbeamtung bereits seit Jahren eine Ungerechtigkeit in den Lehrerzimmern manifestiert hat – gleicher Lohn, gleiche Arbeit gilt nicht mehr. Du kennst das sicherlich?!

    Jetzt könnten wir – die Politik – zumindest vielen mehr Lehrern und Lehrerinnen durch eine Verbeamtung diese Ungerechtigkeit nehmen. Das versteht man, davon bin ich überzeugt, unter praktischer Politik!!
    Einfach alles so lassen wie es ist in dieser Frage, ist nicht kreativ und m.E. das Gegenteil von Politik! Das ist ideologisch!

    Und es verkennt auch, dass auch jene die z.B durch ihr Alter nicht verbeamtet würden, – wie gesagt, durch die opportunistische Fehleinschätzungen auch !! der gew überhaupt in dieser Lage sind. Also was ist zu machen und was hoffe ich von der Politik und den Koalitionsgesprächen? Ich gehe davon aus, da es konkret!!! Im Sondierungspapier steht

    1. Verbeamtung wird wieder eingeführt. Das ist auch höchste Zeit und dringend notwendig. Ich wünsche mir – auch in meinem höheren Alter- am besten für alle bzw. zumindest so, das das Beamtenrecht voll ausgereizt wird!!, dass so viele wie möglich verbeamtet werden können!

    2. alle jene Pädagogen die Ggf. leider jetzt (Schuld: auch die gew!!) zu alt sind (was bei 47 oder bestmöglich 50 als Grenze nicht so viele wären) müssen eine faire und sehr großzügige Kompensation bekommen.. hier muss auch Herr Kollatz liefern. Er hat das auch über Jahre verschleppt!

    3. Volle Power in der Lehrerausbildung in Berlin!! Dringend auch notwendig.

    4. Erst mit genügend L. kann man dann alles Weitere voll angehen: kleinere Klassen etc!!!

    Wir müssen an verschiedenen Stellschrauben drehen in der Bildungspolitik. Hätten wir schon früher! Aber wie gesagt: jetzt gilt es zu handeln: ein Weiter so (Siege oben!) darf und wird es nicht geben.

    • @Annemarie Bauer,

      wie gerade geschrieben, gibt es auch angestellte Lehrer in westdeutschen Bundesländern. Rund 40.000 in NRW. Ist daran auch die GEW schuld?

      Oben schrieb „Tsundoku“ sehr gut, dass Verbeamtung auch eine gesellschaftspolitische Frage ist. Nicht nur die GEW, sondern auch SPD, FDP, Grüne, Linke waren in Berlin zumindest gegen die Verbeamtung der Lehrer. In vielen ostdeutschen Bundesländern wurde nach der Wende nicht verbeamtet. Das waren auch CDU-geführte Regierungen, die das beschlossen (Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern…). Auch da zieht Ihr „GEW-Hass“ nicht !

      Und sehr gut schrieb Tsunduko oben, dass es uns alle langfristig und in Wahrheit schwächt, wenn die Gewerkschaften schwach sind, weil wir Lehrer nicht streiken dürfen. Dass jeder aber erstmal nur ins eigene Portemonnaie schaut, ist klar. Das ist zwar nicht ideologisch, aber doch wohl etwas egoistisch.

      Die GEW hat auch durch die massiven Lehrerstreiks in Berlin – ich war selbst dabei (und übrigens auch viele Erzieher) – die Gehaltsangleichung der Grundschullehrer an die anderen Lehrer erreicht. Vielleicht sind Sie ja keine Grundschullehrerin, ansonsten könnte man schon von Undank sprechen. Nehmen, vergessen und weiter jammern. Aber das ist ja bekanntlich der Welt Lohn.

      • Man überlege mal, warum es den Beamtenstatus gibt. Ich sage nur: Wes‘ Brot ich schling, des‘ Lied ich sing. All die Vergünstigungen gibt es doch nur, damit die Beschäftigten hinnehmen, bestimmte Grundrechte nicht wahrnehmen zu dürfen und ArbeitsKÄMPFE in bestimmten Berufen nicht stattfinden können.

        (Und die Betroffenen nehmen es hin. Gerne sogar.)

  17. Hallo Zusammen,

    Hier stimme ich zu: Seit dem Schuljahr 2004/2005 werden Lehrkräfte an den öffentlichen Schulen in Berlin nicht mehr verbeamtet. Das war und ist ein folgenschwerer Fehler, dem die gew nicht vollständig entgegenwirken konnte.

    Berlin hat ohne Not seine Wettbewerbsposition am Arbeitsmarkt für voll ausgebildete Lehrkräfte verschlechtert. Der Anteil der Lehrkräfte ohne Lehrbefähigung ist in Berlin 2 1/2mal so hoch wie im Bundesdurchschnitt.
    Der Verzicht auf Verbeamtung durch ein einzelnes Bundesland ist haushaltswirtschaftlich unvernünftig. Berlin zahlt durch seinen Sonderweg für lange Zeit gleichzeitig in zwei Systeme der Altersversorgung.
    Bis Mitte des nächsten Jahrzehnts entstehen dadurch Mehrbelastungen für den Haushalt des Landes Berlin von mehr als 10 Milliarden EURO.
    Lehrkräfte in Berlin wieder zu verbeamten, ist also ein Gebot der Vernunft. Die Frage, ob es sich bei der Lehrtätigkeit an öffentlichen Schulen um eine hoheitliche Tätigkeit handelt, ist in Anbetracht dieser einschneidenden Folgen ebenso uninteressant wie die schwer beantwortbare Frage, ob Beamte oder Arbeitnehmer die ‚besseren‘ Lehrkräfte sind.

    Alle L. sollten verbeamtet werden. Nichts tun, ist keine Lösung. Alle Stellschrauben drehen. Ohne gut ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer ist alles nichts.

    • @Julia, Sie reden so, als gäbe es nur die Variante, alle angestellten Lehrer verbeamten oder eben nicht. Aber das ist nicht die Realität. Berlin verbeamtet derzeit bis maximal 45. Die Realität lautet also, einen Teil der angestellten Lehrer verbeamten und einen anderen Teil nicht. Der andere Teil umfasst Tausende.

      Wie heißt Ihre Lösung? Verbeamtung bis 65 bzw. 67 (aber so alt ist vermutlich noch kein angestellter Lehrer)?

  18. Bea, da treffen Sie Aussagen, die für Sie gelten mögen. Diese aber nonchalant zu verallgemeinern, erscheint unzutreffend, weil schlicht anmaßend. Ich kenne einige Kolleginnen, die sich mit sehr gemischten Gefühlen verbeamten ließen. Im Übrigen zähle auch ich mich zu den Nichtkäuflichen, vonwegen „Lieder im Sinne des Dienstherrn singen“ – geht’s noch?

    • Wie, unverzagte, Sie nehmen es nicht hin? Was nehmen Sie denn nicht hin? Das hier vielfach genannte Streikrecht? Wie machen Sie das als Beamtin?

      Ich wiederum kenne in Berlin zahlreiche Kollegen, die nichts mehr wollen als verbeamtet zu werden (schauen Sie auf all die Kampagnen dazu) und denen alles andere diesbezüglich egal ist. Die gieren regelrecht danach.

  19. Hallo Zusammen,

    Noch mal zum Kern des Problems. Ich stimme diesen Einschätzungen zu.:

    Berlin ist ohne zwingende Gründe das einzige Bundesland, das Lehrerinnen und Lehrer nicht verbeamtet. Das hat fatale Folgen für die Qualität der Berliner Bildungslandschaft und damit am Ende für die Schülerinnen und Schüler. Berliner Schulen verlieren auch !!! durch die Nichtverbeamtung jedes sehr viele Pädagogen. Diese wandern in andere Bundesländer ab, wo man sich über den Zustrom hoch qualifizierter Pädagogen freut.

    Der Verlust von hoch motivierten pädagogischen Fachkräften schwächt das Land Berlin ganz eindeutig und ist demnach auch ein Verlust an zukunftsträchtiger „Standortqualität“. Unsere Gesellschaft ist in vielfacher Weise eine „Wissensgesellschaft“ und damit hängt die Zukunft einer Region in ganz entscheidender Weise vom Grad der Qualifikation ihrer Menschen ab.

    Umso wichtiger ist vor diesem Hintergrund ein hoch qualifiziertes und hoch qualifizierendes Schul- und Bildungssystem. Die von unseren Hochschulen wissenschaftlich und fachdidaktisch ausgebildeten jungen Leute, die dann ihre wissenschaftliche Qualifikation in der praktischen Phase als Lehramtsanwärter im Referendariat vertiefen, sind das Fundament eines stabilen Schulsystems. Diese Fachkräfte über eine Verbeamtung an das Land zu Berlin zu binden ist angesichts der Konkurrenz unter den Ländern unumgänglich.

    Wer glaubt, dass eine volle Lehrbefähigung in nur wenigen Monaten von Quereinsteigern nebenbei erworben werden kann, der hat sich nicht wirklich mit den Qualifikationsanforderungen in der „normalen“ Lehrerausbildung auseinandergesetzt. Diese Qualifikationen sind gerade auch in den sogenannten „Brennpunkten“ unbedingt notwendig. Darüber hinaus erfahren langjährig ausgebildete Lehrkräfte die umfassende Einstellung von Quereinsteigern als Abwertung ihrer Ausbildung.

    Zudem gilt!!! Das Nebeneinander von verbeamteten und lediglich angestellten Lehrerinnen und Lehrern aktuell widerspricht eklatant dem besonders von SPD, Grünen und Linken betonten Grundsatz, wonach „nur gleicher Lohn für gleiche Arbeit gerecht“ sei. Diese Ungerechtigkeit zu beheben, wurde auch von der gew nicht gelöst bzw. durch ihre ideologische sture Haltung erschwert! Ein weiter so, darf es nicht geben!

    • @Brigitte Richter,

      wo ist denn da der Kern des Problems? Ihre Aussagen stimmen ja nicht bzw. sind maßlos übertrieben. Haben Sie die vorherigen Kommentare denn nicht gelesen?

      1.) Berlin verliert nicht massenhaft Lehrer an andere Bundesländer. Es gibt wie immer und überall Lehrer, die das Bundesland wechseln. Darunter sind auch verbeamtete Lehrer, denn Berlin verbeamtete bis 2005. Rund 40% der Berliner Lehrer sind noch verbeamtet.

      2.) Es gibt keinen „Zustrom“ angestellter Lehrer in andere Bundesländer und es gibt keine fatalen Folgen für die Berliner Schulen, jedenfalls nicht allein durch die Nicht-Verbeamtung.

      3.) Man ist nicht nur ein hochausgebildeter und hochmotivierter Lehrer, wenn man später verbeamtet wird. Sie unterstellen damit, dass angestellte Lehrer (mehr als die Hälfte der Berliner Lehrer inzwischen) weder hochausgebildet noch hochmotiviert sind. Fehlt nur noch die Aussage, dass angestellte Lehrer faul sind und schlecht ausgebildet.

      4.) Auch verbeamtende Bundesländer haben einen Lehrermangel derzeit.

      5.) Die Parteien, die die Verbeamtung von Lehrern grundsätzlich infrage stellen/stellten, sind FDP, SPD, Grüne, Linke. Weil Sie deren Gründe dafür nicht akzeptieren, heißt das nicht, dass es keine gibt. Seien Sie bitte präzise und sagen Sie das dann auch so.

      6.) Niemand sagt, dass eine Quereinsteiger-Ausbildung mit einer vollen Lehrerausbildung vergleichbar ist. Niemand ist per se ein besserer oder schlechterer Lehrer, nur weil er Quereinsteiger ist oder nicht. Mit einer Verbeamtung hat das aber gar nichts zu tun.

      7.) Angestellte Lehrer gibt es auch in Bundesländern, die immer schon verbeamten. Oben war von 40 000 in NRW zu lesen.

      8.) Die GEW sagt, was folglich stimmt, der Lehrermangel hat nichts mit der Verbeamtung zu tun. Weil der Lehrermangel gar nichts mit der Verbeamtung zu tun hat, wird er durch die Verbeamtung auch nicht gelöst werden. Es müssen sehr viel mehr Lehrer ausgebildet werden. Das ist der Punkt.

      9.) Durch die Verbeamtung der Berliner Lehrer (das ist wohl so gut wie beschlossen) werden alle genannten Probleme bzw. Ungerechtigkeiten nicht gelöst, denn ein Großteil der Berliner Lehrer wird aufgrund der Altersgrenzen weiterhin so oder so nicht verbeamtet werden. Nach Ihrer Logik bleiben dann also die „fatalen Folgen für die Berliner Schulen“ bestehen, bis diese Lehrer in Rente gegangen sind?!?

      Noch Fragen? 😉

  20. @julia Hansen

    Ihre Argumentation hinkt, da sie das Problem an Berliner Schulen nicht verstehen. Sie sind sicherlich keine Lehrerinnen. Noch Antworten;):

    Ihre Argumentation ist aus vielerlei Hinsicht m.E. nicht vollständig und verharrt in einer Analyse, die jegliche Erfahrungen und Entwicklungen der letzten Jahre nicht wahrnimmt oder nicht wahrnehmen möchte.

    Durch die Nicht-Verbeamtung hat sich nicht nur seit Jahren eine Ungerechtigkeit in den Lehrerzimmern manifestiert – gleicher Lohn, gleiche Arbeit gilt nicht mehr. Leider noch Fragen??

    Jetzt zu argumentieren: Ja, wir haben es zwar klare Ungerechtigkeit im Lehrerzimmer verursacht und deshalb könnten wir nicht zumindest vielen mehr Lehrern durch eine Verbeamtung diese Ungerechtigkeit nehmen, ist keine Pragmatische Politik!
    Einfach alles so lassen wie es ist in dieser Frage! ist ihre Devise. Das ist nicht kreativ! Und verkennt, dass auch jene die z.B durch ihr Alter nicht verbeamtet würden, – wie gesagt, durch ihre Fehleinschätzungen überhaupt in dieser Lage sind.
    Zudem geben sie ja damit zu, dass die aktuelle Situation ungerecht ist!

    Weiter:
    Ihr Argument ist naiv aus meiner Sicht. Denn sie erwähnen und berücksichtigen in kleinster Weise die Einschätzungen von den Schulleitern, den Eltern und von den meisten Lehrerinnen und Lehrern! Ubd von den Mehrheiten der Berlinerinnen und Berliner.
    Nicht nur ansatzweise anzuerkennen, dass steigend!!! Lehrerinnen Berlin verlassen, im Verhältnis zu allen Bundesländern extrem viel, aus Gründen, die im großen Masstab mit der Verbeamtung zu tun haben und das zu Kosten der Bildungsqualität, ist naiv und m.E. was viel schlimmer ist, unfair.

    3. Leider wollen sie nicht verstehen- mit keinem Wort! – dass es einfach so ist, dass alle Bundesländer verbeamten und das das ein Wettbewerbsnachteil ist, bei dem jede jeder überleget, Berlin zu verlassen. Das ist auch nicht unsolidarisch sondern ein realistisches Menschenbild.

    Zum Abschluss:

    Jene Lehrerinnen, die verbeamtet nach Berlin kommen, behalten ihren Beamtenstatus. Gerecht? Gleiche Arbeit, gleicher Lohn??

    Und noch was: es gibt in der Klasse keine Alternative zu Lehrerinnen und Lehrern. Wir haben eine andere Ausbildung als andere Berufe!! Wir sind verantwortlich in der Klasse. Sie werfen alles in einen Topf.
    Das heißt nicht, dass auch Sozialarbeiter in der Klasse nicht mehr verdienen sollten, aber leider wie oben beschrieben, machen sie es sich seit Jahren zu einfach!

    Selbstverständlich können sie eine andere Meinung haben. Alles Gute

    • @brigitte Richter,

      aber allzuviel Ahnung können Sie auch nicht haben. Sind Sie wirklich eine Lehrerin? In Berlin?? Gleicher Lohn für gleiche Arbeit galt und gilt doch nie.

      – In jedem Bundesland werden Lehrer anders bezahlt.
      – Je nach Anstellungsart werden Lehrer unterschiedlich bezahlt (angestellt, verbeamtet, PKB-Kraft, LovL, DDR-Abschluss…). Sie leisten alle die gleiche Arbeit oder nicht?
      – Je nach Erfahrungsstufe, Kinderzahl, Familienstand sogar werden Lehrer ggf. unterschiedlich bezahlt.

      Gleicher Lohn für gleiche Arbeit?

      Sie sprechen von Gerechtigkeit. Sie meinen Geld. Es geht immer nur ums Geld. Ist es nicht so? Wann werden Sie genug haben? Wenn Sie mehr als alle anderen verdienen? Gleich wird es ja nie sein. Siehe Anfang meines Kommentars.

      Es stimmt nicht, dass zunehmend Lehrer wegen Nicht-Verbeamtung Berlin verlassen. Sie hätten das alles oben in den Kommentaren anderer schon lesen können. Sie behaupten das einfach. Sie können es nicht belegen. Sie verweisen auf Zahlen womöglich von Lehrern, die Berlin aus unbekannten Gründen verlassen haben. Lesen Sie, was andere oben dazu schrieben. Dann präsentieren Sie doch mal Gegenbelege und nicht nur Hörensagen und Wunschwahrheiten.

      Bis vor kurzem, das ignorieren Sie, haben alle oder fast alle ostdeutschen Bundesländer nicht verbeamtet. Sie hatten vor geraumer Zeit noch einen Lehrerüberhang. Stellen wurden abgebaut an Schulen und in der Ausbildung. Wie erklären Sie mit Ihrer Argumentation den Lehrerüberhang trotz Nicht-Verbeamtung? Trotz Nicht-Verbeamtung zu viele Lehrer!??! Ich wette, jetzt lese ich nichts mehr von Ihnen.

    • Viele in diesem Chat haben erkannt, dass die Frage der Verbeamtung nichts mit der Frage des Lehrermangels zu tun hat. Mehr ausbilden und bessere Arbeitsbedingungen, wie sie derzeit z.B. gerade die GEW in Berlin fordert, sind die Lösung.

      Daran ändern auch Schulleiter-Verbands-Stellungnahmen nichts. Sprechen die eigentlich für alle Mitglieder, wie es der GEW immer abgesprochen wird?

  21. Wie die Mehrheit hier in Chat und in Berlin für die Verbeamtung!! denn

    -Berlin hat ohne Not seine Wettbewerbsposition am Arbeitsmarkt für voll ausgebildete Lehrkräfte verschlechtert. Der Anteil der Lehrkräfte ohne Lehrbefähigung ist in Berlin 2 1/2mal so hoch wie im Bundesdurchschnitt.
    Der Verzicht auf Verbeamtung durch ein einzelnes Bundesland ist haushaltswirtschaftlich unvernünftig. Berlin zahlt durch seinen Sonderweg für lange Zeit gleichzeitig in zwei Systeme der Altersversorgung.
    Bis Mitte des nächsten Jahrzehnts entstehen dadurch Mehrbelastungen für den Haushalt des Landes Berlin von mehr als 10 Milliarden EURO.

    Und und …

    Sogar die Berliner Politik hat das jetzt in der Mehrheit endlich!!! Verstanden.

    • Natürlich sind die meisten angestellten Lehrer in Berlin für die Verbeamtung. Das bestreitet niemand. Es bedeutet noch mehr Geld bzw. geldwerte Vorteile. Wer sagt dazu freiwillig nein?!? Nur die Argumentation dazu finde ich verlogen (siehe die ständig falsch vorgetragen Zahlen von Lehrern, die Berlin verlassen haben).

      Wenn es stimmt, was ich las, dann spart Berlin bei einer Wiederverbeamtung vorübergehend Gelder, weil es für Beamte keine Sozialabgaben leisten muss, aber es bürdet sich enorme Kosten in der Zukunft auf sich, nämlich für die Pensionsleistungen. Naja, das ist dann wie beim Klima. Die nachfolgenden Generationen müssen’s ausbaden. Wenn Berlin aber aktuell durch die Wiederverbeamtung Gelder spart, kann es die ja für den Ausgleich für die Tausenden Lehrer einsetzen, die weiterhin angestellt bleiben müssen. Sind Sie dafür, „Lehrerin aus Berlin…“? Nur dann gibt es den beschworenen Spareffekt nicht.

      ??

      • „Wenn es stimmt, was ich las, dann spart Berlin bei einer Wiederverbeamtung vorübergehend Gelder, weil es für Beamte keine Sozialabgaben leisten muss, aber es bürdet sich enorme Kosten in der Zukunft auf sich, nämlich für die Pensionsleistungen“

        Die Länder müss(t)en also keine Rücklagen bilden für die Pensionen? Oder wurden diese Gelder doch eher für andere Sachen verbraten? Das hat nichts mit Pension oder Rente zu tun, denn bei den Rentenkassen passiert genau das Gleiche.

  22. Berlin verliert durch die Nichtverbeamtung seiner Lehrer*innen viele !!! Pädagogen pro Jahr. Im Zuge dieser ansteigenden!!!bezifferten Zahlen spricht sogar die Senatsbildungsverwaltung von einer „plausible Größenordnung“. So hat Berlin alleine durch Kündigungen knapp 800 Lehrkräfte verloren. Darüber hinaus verlassen Jahr für Jahr Hunderte Lehrer nach dem Lehramtsstudium sowie nach dem Referendariat die Stadt.

    Wir brauchen gleichen Lohn, für gleiche Arbeit. Punkt! Kann nicht sein, dass ein verbeamteter L. mehr verdient für due gleiche Arbeit. Gew konnte und wollte das nicht ändern.

    • Da muss ich mal mich selbst zitieren:
      „Die Medien operieren mit unehrlichen Zahlen. Sie verweisen auf 800 Lehrer, die Berlin verlassen haben und behaupten, die seien wegen der Nicht-Verbeamtung gegangen. Das stimmt aber nicht, denn niemand weiß genau, warum die gegangen sind. Das konnte man hier wiederholt lesen. Es sollen sogar 200 davon verbeamtet gewesen sein. Die sind doch nicht weggegangen, weil sie nicht verbeamtet wurden!!! Das wird fast überall ständig verschwiegen.“

      Also bleiben die schon genannten 600, von denen man nicht mal weiß, warum sie Berlin verlassen haben (aus ähnlichen Gründen wie die 200 verbeamteten Lehrer?). Von etwa 35.000 Berliner Lehrern. Nach dem Referendariat gehen viele dahin zurück, wo sie hergekommen sind. Ist normal, finde ich.

      Aber bleiben Sie alle locker, die Verbeamtung der Berliner Lehrer ist beschlossene Sache. Bitte denken Sie bei gleichem Lohn für gleiche Arbeit dann auch an all die anderen, die nicht verbeamtet bleiben (müssen).

      Setzen Sie sich dann auch für die ein, Thomas Hoffmann?

  23. Leute, die Sache ist entschieden. Berlin WIRD seine Lehrer wieder verbeamten. Was redet ihr euch die Köpfe heiß?

    Jetzt ist nur noch die Frage, ob und welchen Ausgleich die Lehrer bekommen, die trotzdem nicht verbeamtet werden. Ich hoffe, ihr streitet genauso leidenschaftlich für sie. Wenigstens die GEW tut es.

    • Ich gehe auch stark davon aus. Ich werde hiervon auf jeden Fall Gebrauch machen.

      Für die KuK, die nicht verbeamtet werden können muss selbstverständlich ein Ausgleich her. Monetär wäre das m. E. Nicht zu regeln, weil dann die Besoldung wahrscheinlich mit anziehen wird.

      Ich könnte mir vorstellen, dass diejenigen KuK zwar Entlastungsstunden erhalten (so viele wie geht), diese Stunden aber nicht direkt genommen werden können, da dies ja den Mangel noch befeuert. Stattdessen könnten diese Stunden auf einer Art Arbeitszeitkonto „gutgeschrieben“ werden. Sobald sich die Situation entspannt hat, spätestens aber ab einem zu bestimmenden Alter der Lehrkraft (60 oder so) könnten diese Stunden dann genommen werden.

      Als Alternative stelle ich mir vor, dass die Stunden in eine Art von Altersteilzeitmodell einfließen um dann bei voller Bezahlung früher in Rente gehen zu können.

      Das sind nur anfängliche Gedanken. Eventuell könnte es aber in diese Richtung funktionieren.

      • @Elmo, teils – teils.

        Wenn die weiterhin angestellten Lehrer einen Ausgleich in Form von Ermäßigungsstunden erhalten, diese aber nur sammeln und irgendwann später tatsächlich angerechnet bekommen, dann sammeln sich da doch Massen an Ermäßigungsstunden an.

        Am Ende gehen die angestellten Lehrer 1 ganzes Jahr früher in Rente dadurch. Sagen wir mit 66 statt mit 67. Die Beamten-Lehrer allerdings gehen in Berlin immer noch mit 65 in Pension.
        https://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/warum-arbeiten-die-berliner-beamten-nur-bis-zum-alter-von-65

        Ist das gerecht?

        • Nein natürlich nicht. Wenn angestellte Lehrer*innen bis 67 arbeiten müssen, dann sollte das für die verbeamteten ebenfalls gelten. Ganz allgemein halte ich 67 als Eintrittsalter in die Rente aber für zu spät.

          • Wie kommen Sie denn darauf?
            Auch angestellte lehrkräfte gehen in NRW erst am Ende des Schulhalbjahres in den Ruhestand, in dem sie das gesetzliche Rentenalter erreichen. Wer Anfang Februar 67 Jahre alt wird, darf folglich noch bis zu den Sommerferien weiterarbeiten bzw. unterrichten.

        • Die angestellten Lehrkräfte arbeiten doch ohnehin schon 2,5 Stunden unentgeltlich. Angestellte im ÖD haben eine 38,5 Stunden Woche, Beamte 41 Stunden je Woche. Nur bei „Lehrers“ ist das anders.

  24. Liebe GEW,
    Ich wäre sehr gerne verbeamtet!
    Zum Lehrermangel: Ja das Studium für z.B. Mathematik und Deutsch an der Grundschule sollte offener werden, z.B. braucht da niemand hochwissenschaftliche Formeln. Man braucht eher ein Rundumwissen, auch erzieherisch, therapeutisch, ein Praktikum in Musikschulen/ Kindergärten/ Sporteinrichtungen. Praxisnäher, ganz einfach.
    Dann die Arbeit: sollte attraktiver sein. Bei großen Klassen, enormen Papier- und Organisationsaufwand…da geben auch viele auf. An Brennpunktschulen sowieso kleinere Klassen. Und allgemein ein geringerer Stundenumfang. Ich bin bei nur 24 Unterrichtsstunden und dem unendlichen Drumherum ganz knapp der Überlastungsgrenze. Mehr schaffe ich nicht. Das sind dann aber an der Grundschule ca. nur um die 80%, also Teilzeit. Das sagt eigentlich alles.

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