Lehrerverbands-Präsident ist entsetzt: „Stehen vor Kontrollverlust in den Schulen“

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BERLIN. Vor dem Hintergrund rapide ansteigender Coronafallzahlen – gerade auch in der Altersgruppe der Kinder und Jugendlichen – sieht sich der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, in seiner Befürchtung bestätigt, dass die in zahlreichen Bundesländern verfügten Lockerungen beim Gesundheitsschutz an Schulen, insbesondere die teileweise oder generelle Abschaffung der Maskenpflicht, falsch waren und zu früh kamen.

Hotspots: Baden-Württemberg, Thüringen und Bayern – in den blau markierten Städten und Landkreisen liegt die Inzidenz unter Schülern bei Werten über 500, in den schwarz markierten sogar über 1.000. Quelle: https://semohr.github.io/risikogebiete_deutschland/

Der Verbandsvorsitzende betonte: „Wir befürchten, dass wir ohne schnelle Gegenmaßnahmen der Landesregierungen in diesem Krisenwinter 21/22 an bundesdeutschen Schulen vor einem weitgehenden Kontrollverlust über das Pandemiegeschehen stehen.“ Dies zeigten gerade auch die altersspezifischen Inzidenzzahlen und Steigerungsraten in der Altersgruppe der Kinder und Jugendlichen, die in einigen bundesdeutschen Landkreisen inzwischen die 1000-er Grenze überschritten haben.

Mitursächlich dafür sei nach Ansicht des DL neben der zunehmenden Sorglosigkeit in der Gesamtbevölkerung trotz der bekannten Saisonalität von Corona vor allem die Tatsache, dass die meisten Bundesländer die neben der Impfung wirksamste Hygieneschutzmaßnahme an Schulen in vollen, oft schlecht lüftbaren Klassenzimmern, nämlich die Maskenpflicht im Unterricht, weitgehend aufgehoben haben.

„Auch Bayern und Sachsen zählen inzwischen beim Hygieneschutz an Schulen eher zu den Schmuddelkindern als zu den Musterknaben“

„Die Tatsache, dass sich Thüringen mittlerweile an die Spitze der bundesdeutschen Neuinfektionszahlen katapultiert hat, hängt nicht zuletzt damit zusammen, dass dort neben der Maskenpflicht auch die regelmäßige Testpflicht an Schulen abgeschafft wurde. Auch Bayern und Sachsen mit ihren hohen Inzidenzen zählen inzwischen beim Hygieneschutz an Schulen eher zu den Schmuddelkindern als zu den Musterknaben“, betonte Meidinger und ergänzte: „Wenn in diesen Tagen Landesregierungen angesichts Millionen ungeimpfter Schülerinnen und Schüler, vollgestopfter Klassen, abgeschaffter Maskenpflicht, fehlender Raumluftfilteranlagen und lückenhafter Testungen immer noch behaupten, die Schulen seien sicher, dann müsste es ihnen eigentlich die Schamesröte ins Gesicht treiben.“

Der DL-Präsident äußerte die große Sorge, dass der Politik ohne Rückkehr zu konsequenten Gesundheitsschutzmaßnahmen an Schulen nur zwei denkbar schlechte Alternativen blieben: Demnächst wieder wie letztes Jahr im Dezember Wechselunterricht unter Wahrung des Mindestabstands anzuordnen oder anderenfalls der Durchseuchung der Schulen zuzuschauen, was angesichts der neuen Studien zu Corona-Langzeitfolgen bei Kindern kaum verantwortbar sei.

Meidinger nahm abschließend auch Stellung zu der Forderung des Bundesgesundheitsministers, die Pandemienotlage für beendet zu erklären: „Für mich hört sich das an wie eine Forderung, die ausschließlich aus dem Blickwinkel von Erwachsenen erhoben wurde und die Tatsache ausblendet, dass viele Kinder überhaupt noch keine Chance hatten, sich impfen zu lassen. Wenn die Feststellung der epidemischen Notlage ausläuft, wird es überdies nochmals erheblich schwieriger, an den Schulen in allen Bundesländern vergleichbare und einheitliche Gesundheitsschutzmaßnahmen umzusetzen. Das Chaos ist damit schon wieder vorprogrammiert.“ News4teachers

„Dann ist der Stöpsel draußen“ – böser Verdacht: Ist es Kalkül, Corona ungebremst durch die Schulen rauschen zu lassen?

 

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25 KOMMENTARE

  1. Ich lehne mich Mal weit aus dem Fenster:
    Bis Weihnachten sind vielerorts die Schulen „wieder zu“.
    Entweder weil
    Zu viele SuS „krank“ / in Quarantäne sind oder
    Zu viele LuL oder
    Zu viele Eltern oder
    Zu viele aus allen Gruppen oder
    Endlich (!) SEHR viele Eltern ihre Kinder zu Hause lassen, um ihre Kinder und sich selbst zu schützen!
    Das Geschrei gegen die Befürworter des „Schule offen – Masken -runter“- Mantras….es wird Musik in meinen Ohren sein. … Böse, gehâssig, …doch ich kann inzwischen nicht mehr anders. 🙁

    • Die Schulen erneut zu schließen wäre ein absolutes Unding, insbesondere für die Kinder und Jugendlichen – egal, wie hoch irgendwelche Inzidenzen inzwischen sind. Die Kollateralschäden durch die vergangenen Schulschließungen werden uns noch jahrelang beschäftigen. Der Preis ist einfach viel zu hoch für eine Zielgruppe, die meist keine oder allenfalls leichte Symptome aufweist. Alle drumherum können sich seit dem Sommer impfen lassen.

      Ich beobachte, dass die Eltern einfach nur froh sind, dass ihre Kinder wieder in die Schulen können – und eher Angst vor (unnötiger) Quarantäne haben, als vor einem Virus, der für die meisten Menschen ohnehin harmlos ist.

      • @ Vehrenkamp: „Ich beobachte, dass die Eltern einfach nur froh sind, dass ihre Kinder wieder in die Schulen können – und eher Angst vor (unnötiger) Quarantäne haben, als vor einem Virus, der für die meisten Menschen ohnehin harmlos ist.“
        Ich bin ein Elternteil und ich bin nicht froh, dass es a) keine Maskenpflicht mehr gibt in RLP, b) dass die Klassen zu vollgestopft sind, c) dass es keine Luftfilter gibt. Ihre Aussage, das Virus sei „für die meisten Menschen harmlos“ ist sehr gewagt. In Deutschland gehören ca. 30 % der Menschen zu sogenannten Risikogruppen aufgrund von Alter und von Vorerkrankungen. Der Impfschutz ist nach sechs Monaten stark reduziert und ein Teil der Menschen aus den Risikogruppen konnte ohnehin keinen zureichenden Impfschutz aufbauen. Außerdem: auch vollkommen gesunde Menschen können an Long Covd leiden. In meinem Bekanntenkreis sind dies drei Menschen: zwei von ihnen infizierten sich im Frühjahr 2020, sind Mitte 40 und Mitte 50 (darunter eine Lehrkraft) und sind seitdem arbeitsunfähig. Sie waren nicht vorerkrankt, hatten einen „milden“ Verlauf, seitdem aber immer wieder Fieberschübe, extreme Schwächeanfälle, neurologische Ausfälle. Die andere Person ist 19 und leidet auch an neurolgischen Ausfällen und hat jetzt ein geschwächtes Herz. Das Virus ist ergo mitnichten „harmlos“.

      • Kollateralschäden werden erst nach der Durchseuchung sichtbar! Leichte Symptome in der Akutphase sagen überhaupt nicht über Spätfolgen aus. Selbst nach Symptomlosen Verlauf landen Kinder 4-6 Wochen nach der Infektion auf der Intensivstation, oder haben Monatelang vielleicht für immer Gesundheitliche Probleme. Es wurden Gehirnschäden festgestellt und das nicht nur nach schweren Verläufen und was dieses Virus in den nächsten Jahren noch Offenbart wissen wir ganz einfach nicht. Gefäße werden geschädigt, Organe nicht mehr richtig Durchblutet usw. Hier wird eine Generation Durchseucht mit ungewissem Ausgang, Bildung kann nachgeholt werden die Gesundheit ist futsch für immer! Was hier passiert wird in den Geschichtsbüchern stehen, und das alles unter Präsenzzwang geschah die Kinder nicht mal eine Wahl hatten.

      • Sie stellen hier zwei Kernbehauptungen auf.
        1. Schulschließungen verursachen extrem große psychische Schäden bei den Schülern.
        2. Corona ist für Kinder nicht gefährlich.
        Auf welche Datenbeziehen sie sich da?
        Meine persönlichen Erfahrungen als Vater und Lehrer stehen diesen Behauptungen entgegen.
        Mein Sohn hat den Lockdown prima verkraftet. Kein Leitungsabfall, keine psychischen Schäden. Man muss las Eltern in der zeit eben etwas Einsatz zeigen. Etwas Erziehung im Vorfeld ist auch hilfreich. Mein Sohn hat sich in der zeit schulisch sogar entwickelt. Er hat gelernt selbständiger zu arbeiten und nicht alles auf den Lehrer an zu wälzen.
        Auch meine Schüler haben es gut weg gesteckt.
        Wir hatten sogar mehr vorgezogene Prüfungen als üblich. Alle wurden bestanden. Unsere Schule hatte auch einen sehr aufwändigen Online-Unterricht. Etwa 40% der Stunden wurde als Videokonferenzen gehalten. Der Rest wurde durch gute Materialien Ersetzt die anschließend kontrolliert und gelöst wurden.
        Ist alles eine frage des Einsatzes von Eltern und Lehrern. Das Problem liegt hier als nicht in den Schäden selbst, sondern darin, dass es viel Arbeit macht diese Schäden zu minimieren. Leider scheinen viele Eltern absolut keine Lust zu haben dies Arbeit in ihre Kinder zu investieren. Ab in die Schule die soll sich um Bildung, Erziehung und alles andere kümmern.
        Abends noch ne Stulle aufs Brett und dann ab in Bett ist viel bequemer.

        Noch toller finde ich die Sache mit dem für Kinder ungefährlichen Corona. Verlassen wir uns hier mal auf den gesunden Menschenverstand.
        Wir impfen seit einem jähr. Dabei gab es so gut wie keine ernsthaften Nebenwirkungen die über etwas Kopfweh, Übelkeit oder Fieber hinausgegangen wären. Trotzdem wird von fehlenden Langzeitdaten geschwurbelt.
        Hallo liebe Schwurbler, wir unwissende Deppen haben den Langzeittest für euch gemacht! Es passiert nichts beim impfen!!!
        Zur Gefahr von Corona für Kinder lässt sich sagen, es scheint tatsächlich extrem wenige schwere Verläufe bei Kindern zu geben. Immer mehr Ärzte berichten aber von Langzeitfolgen der Erkrankung. Diese Daten werden einfach ignoriert. Finger in die Ohren, Augen zu. Nein, nein, nein Corona ist für Kinder ungefährlich.
        Wenn man böse wäre, dann würde man denken dass vielen Leuten ihre Kinder egal sind.
        Hauptsache die Kinder sind weg. Ob Schule oder REHA wegen Long-Covid ist da offensichtlich egal.

        • Ist doch klar, erst bekommen Kinder kein Corona, weil sie immun sind.
          Jetzt bekommen sie es, ist aber nur ein Schnupfen.

          Dass es in die andern Altersgruppen eingetragen wird, ist wurscht, weil die ja geimpft sind.

          Diese Bauäugigkeit ist unglaublich. Impfung verringert nur das Risiko. Wenn man aber im Hochrisikogebiet arbeitet, ist das Risiko eines Impfdurchbruchs auch eklatant hoch. Je mehr Durchbrüche, umso höher das Risiko schlimmer Verläufe.
          Ohne Masken ist man in geschlossenen Räumen im schlimmsten Fall einer ordentlich Virendosis ausgesetzt. Will man keine Masken, müssen Luftfilter her. Nicht nur in Schulen, sondern auch in Restaurants, Sporthallen, usw.

          Impfung ist nur am wirksamsten, wenn alle geimpft sind. Und die Mutationen sind nur mit Luftfiltern dauerhaft kleinzuhalten, flächendeckend.

        • @Schattenläufer
          Ihre Erzählung über die Entwicklung Ihres Sohnes kann ich voll bestätigen, so ist es auch meinem Kind ergangen, das voher ein ziemlicher Chaoskönig war. Es hat gelernt, sich besser zu strukturieren und zielgerichtet zu abeiten und konnte sich so sogar in vielen Fächern (bisher) dauerhaft verbessern. Aber auch unter der Voraussetzung, dass 1. der Fernunterricht gut organisiert war und 2. ich mich in der Anfangsphase noch stark gekümmert habe, beim Organisieren und Strukturieren des Tagesablaufs, eine Hilfe, die nicht alle Eltern geben können oder manchmal auch nicht wollen.
          Auch meine SuS haben mir das gespiegelt.

      • @RüdigerVehrenkamp
        Vielleicht sind die Schulen dann aber zu, weil keine LuL und EuE mehr da sind. Bei uns gibt es schon den 1. Impfdurchbruch mit Symptomen. Immer noch keine Info vom Gesundheitsamt an Kontaktpersonen. Mal sehen, wie es weiter geht. Geimpfte KuK brauchen sich ja nicht mehr testen und bekommen offiziell auch keine Tests mehr von der Schule.

  2. Man darf die Durchseuchung der/über Kinder nicht laufen lassen, nicht nur, weil die Kinder an PIMS, Long- oder Post-Covid oder noch unbekannten Komplikationen erkranken können, sondern auch nicht, weil die Infektionen sich über Familienmitglieder, Freundes- und Bekanntenkreis, im beruflichen Umfeld etc. in der Gesellschaft streuen und die Intensivstationen eine Durchseuchung nicht mehr lang werden stemmen können!

    Ein Blick nach Großbritannien reicht, um eine Ahnung davon zu bekommen, was uns blüht! Die Todeszahlen steigen dort dramatisch bei Inzidenzen um ca. 450. Heute lag die Meldung in der Presse bei einer Anzahl von 263 innerhalb von 24 Stunden. Vor gut 3 Monaten wurde dort der Freedom Day gefeiert und nun werden Rufe laut, alles wieder umzukehren, das Zögern der Regierung dort – vermutlich aus finanziellen Gründen – wird dort vom Ärzteverband (BMA) als „bewusst fahrlässig“ bezeichnet. Die Anzahl der Genesenen ist dort höher als bei uns, in der BRD hat das Virus auch demzufolge noch „leichteres Spiel“.

    In den letzten Tagen steigen die Zahlen laut DIVI-Register bei den schweren Covid-19-Fällen schwindelerregend weiter an. Der Winter kommt erst noch, die Schutzmaßnahmen in den Schulen sind noch nicht überall gefallen. Was soll erst werden, wenn das Virus durch das Fallenlassen der Schutzmaßnahmen in den Schulen Absolution erhält? Geimpfte Eltern etc. werden in der Regel nicht mehr getestet, es sei denn, sie tun es freiwillig. Sie können – insbesondere, wenn die Impfung länger als drei Monate zurückliegt – das Virus ebenso wie Ungeimpfte weiterverbreiten. Mit 50 oder 60 oder auch 65 bekommt man derzeit nicht unbedingt eine Boosterimpfung nach 6 Monaten, ist aber trotzdem vulnerabel.

    Die WHO fordert unbedingt die generelle Beibehaltung der Schutzmaßnahmen in allen Ländern.

    Wir haben keine andere Chance! Alles, was wir erwarten können, wenn wir die Schutzmaßnahmen – egal wo – fallenlassen, wäre der Weg in den Abgrund, von der angestrebten Normalität weit, weit entfernt!

    Ein Kontrollverlust in den Schulen kann nur zu einem Kontrollverlust der Gesamtlage führen! Die Impfung bietet leider keine sterile Immunität (zumindest nicht lang), es sind zu viele gar nicht geimpft, es sind Impfdurchbrüche möglich….

    Es müssen erst viel mehr Menschen (am besten alle, die sich impfen lassen können) einen wirksamen Impfschutz haben bevor man daran denken kann, die Schutzmaßnahmen fallenzulassen! Den Weg über Infektionen zu erreichen, wird das Gesundheitssystem zu sehr belasten, zumal auch geimpfte Eltern etc. ungetestet das Virus unwissentlich verbreiten und für jeden die realistische Möglichkeit besteht, im Alltag z.B. bei einem Familienbesuch auf einen vulnerablen Menschen zu treffen. Man muss wirklich miteinander sich gut austauschen, wann wurde bei Tante xy die Boosterimpfung vorgenommen, wie lange ist die Grundimmunisierung her, dann besser vor dem Treffen doch mal testen und am besten noch gleich Maske tragen im Zweifelsfall. Die Impfung ist leider kein Freifahrtschein, so lange der Schutz aufgrund der Impflücken (Quote, Dauer, Boosterung) so brüchig ist!

    Im Grunde war die Situation nie komplizierter als jetzt! Viele, viele dachten, es sei schon aufgrund der Impfungen vorbei und bekommen die Kurve zur Realität nicht mehr, können nun gar nicht mehr über den Tellerrand gucken. Wenn dann die Schutzmaßnahmen noch in Frage gestellt werden, gibt es kein Halten mehr. Ich war neulich in Dänemark … dort wurden die Schutzmaßnahmen aufgrund der hohen Impfquote Mitte September abgeschafft … ich war in den Lebensmittelläden die Einzige, die eine Maske (FFP2) trug. Nie hätte ich es für möglich gehalten, dass ich dort nicht einen einzigen Menschen mehr mit Maske treffen würde. Auch dort gehen die Zahlen aktuell steil nach oben, obwohl dort viel Luft und Raum ist und die Impfquote mit 75,7 % der Gesamtbevölkerung (!) sehr hoch ist. Bleibt abzuwarten, ob die neue, alte Freiheit auch in Zukunft dort erhalten werden kann. So wie ich es erlebt habe, ist von einer vorsichtigen Haltung der Menschen dort nichts mehr zu merken. Das Gesundheitssystem wird es bestimmen, ob es auf Dauer so bleiben kann oder die Maßnahmen auch dort zurückkommen müssen.

    Auf Eigenverantwortung der Menschen in der Pandemiebewältigung jedenfalls braucht man nicht bauen. Es ist auch nicht verwunderlich, so schätzt das RKI auch in Deutschland die Gefahrenlage für Geimpfte (!) als moderat ein. Nur das Gesamtpaket stimmt dann eben leider in Hinblick auf die Infektionen im Herbst/Winter und den Blick in die Krankenhäuser doch nicht! Man kann nur noch darum bangen, dass die Vernunft doch noch siegt! Das grenzt allerdings bei den Erfahrungen aus der Vergangenheit (vom Flickenteppich über Verharmlosung/Verweigerung bis zur gerade teils stattfindenen Durchseuchung der Kinder) eher an ein Wunder!

    • Vollkommene Zustimmung!!

      Ich glaube, dass es für viele unerträglich ist, dass es das alte Leben wie vor Corona vielleicht nie wieder so geben könnte. Also werden die Augen verschlossen und die Ohren sowieso. Es wird denen geglaubt, die einem nach dem Mund reden, Wissenschaft wird ignoriert und der Trotz, wie man ihn von kleinen Kindern kennt, mischt sich zusätzlich unter.

      Ich frage mich dann immer, wie traurig deren Leben wohl schon vor Corona war. Scheinbar müssen viele ihren gehassten Alltag mit Fernreisen, regelmäßigen Restaurantbesuchen, unzähligen Verabredungen kompensieren.
      Sind solche ‚Ventile‘ nur eingeschränkt oder teilweise gar nicht nutzbar, dann werden sie laut oder verharmlosen, nehmen es in Kauf, andere Menschen zu gefährden.
      Hauptsache, ihre Normalität wird ermöglicht. Folgen sind unsichtbar und was ich nicht sehe, das gibt es auch nicht.

      Deshalb sehe ich das mit der Eigenverantwortung auch ganz schwierig. Sieht man doch schon bei Fahrradunfällen: schwere Kopfverletzungen, sogar der eigene Tod werden in Kauf genommen, damit die Frisur nicht unter einem Helm leidet…

  3. Wie kann man verhindern, dass ein Herr Meidinger anscheinend als Sprecher aller Lehrer/innen wahrgenommen werden soll, der doch in Wirklichkeit Etikettenschwindel betreibt? Er ist der Vorsitzende des (ständischen) „Philologenverbandes“, ich kenne ihn als konsequenten Vertreter bayrischer gymnasialer Interessen (als ich selbst noch in Bayern Lehrer war). Vom „Fach“ „Hygieneschutz“ oder ähnlichem hat er leider wenig Ahnung, wie leider allerdings auch die GEW.
    Wie gelangen außerdem immer die Meldungen des „News4Teachers“-Vereins auf die XING-Seite? Hat man sich da irgendwie „eingekauft“?
    MfG

    • Sehr geehrter Herr Schäfer,

      wir sind kein „News4teachers-Verein“, wir sind ein journalistisches Medium. Und selbstverständlich werden wir als solches auch von anderen Medien zitiert, ob vom „Spiegel“, von der „Zeit“ oder auch von Xing. Dafür müssen wir uns nicht „einkaufen“ – sondern relevante Arbeit abliefern.

      Herzliche Grüße
      Die Redaktion

  4. Jau, bei uns freut man sich auch auf MASKEN WEG!

    Mir unverständlich. Aber es gibt ja auch keine Luftfilter. Und desinfiziert wird nur am Wochenende. Also alles klar.

    Ich werde meine FFP-2-Maske weiterhin tragen. Bin schon lange zweimal geimpft, ein drittes Mal ist angesetzt und dich unterrichte Kids, die wegen des geringen Alters nicht geimpft werden können.

    THEMA DURCH! Ich schütze mich – Rest ist mir (inzwischen) egal.

    Unsere Kids haben keinen psychischen Schaden davon getragen. Ja, manche wurden dicker. Liegt am Essen, nicht an dem Virus an sich.

    Entschuldigung – aber inzwischen kann ich das alles nur noch als Lachnummer ansehen – so traurig es ist, wenn nicht aus eigenen oder fremden Fehlern gelernt wird.

    • Sehe ich ähnlich – persönliche Sicherheit geht vor, vor allem, wenn NRW wie angekündigt tatsächlich die Maskenpflicht aufhebt. Tut mir leid, aber dann wird noch intensiver gelüftet als jetzt schon, auch bei winterlichen Temperaturen. Müssen die Zwerge halt ´ne Decke mitbringen.

  5. Ja, auch bei uns inzwischen Nachlässigkeit bei der Einhaltung der Coronaregeln, keine Maske im Lehrerzimmer, Aufschreie“ zu kalt“, wenn man mal versucht, zu lüften, die Kinder sagen mir, ich sei die Einzige, die, wenn sie in die Klasse kommt, schreit: “ Alle Fenster auf“ und auch in der Pause darauf besteht.Gottseidank ist in Meckpomm Maskenpflicht auch im Klassenraum am Platz, ich hoffe, das wird nicht in einem Anfall von Sorglosigkeit geändert.Eine Klasse musste schon in Quarantäne, da drei Kinder beim regulären Testen als infiziert herausgefunden wurden, darunter zwei “ Nichtmaskenträger“, ein Aufschrei einiger Eltern, wie wir als Schule die Schüler ( nach einem halben Tag fleißigen Virenverteilens) einfach nach Hause schicken könnten, es bedurfte der Aufkärung, dass nicht die Schule, sondern das Gesundheitsamt das verfügt….

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