Jetzt sind es nur noch vier Bundesländer, die Grundschullehrern A13 verweigern

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WIESBADEN. Da waren’s nur noch vier: GEW und VBE fordern schon lange, dass die Bezahlung der Grundschullehrkräfte auf das Niveau von Pädagogen anderer Schulformen angehoben wird. Im Jahr der anstehenden Landtagswahl in Hessen geht nun auch die schwarz-grüne Koalition den Schritt – der Druck wurde zu groß. Damit sind Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Baden-Württemberg die letzten Bundesländer, die noch keine entsprechende Reform zumindest angekündigt haben.

Lehrkräfte von Grundschulen und weiterführenden Schulen verdienen in Hessen unterschiedlich – noch. Foto: Shutterstock

Hessen will seine Grundschullehrkräfte künftig besser bezahlen. Die Eingangsbesoldung der Lehrerinnen und Lehrer werde schrittweise von A12 auf A13 angehoben, kündigten Ministerpräsident Boris Rhein und Kultusminister Alexander Lorz (beide CDU) am Donnerstag in Wiesbaden an.

Die beiden Spitzenpolitiker begründeten den geplanten Schritt mit der wichtigen gesellschaftlichen Aufgabe der Pädagogen für die jüngsten Schülerinnen und Schüler in Hessen. Zudem setze die Landesregierung ein wichtiges Signal im Wettbewerb um Fachkräfte mit den anderen Bundesländern. So hätten die drei großen Nachbarn Nordrhein-Westfalen, Bayern und Niedersachsen gerade eine Anpassung auf A13 für Grundschullehrkräfte vorgenommen.

«A13 für alle ist ein dickes Brett, das wir seit Jahren gebohrt haben – es war allerhöchste Zeit, dass hier für Gerechtigkeit gesorgt wird»

Mehr Geld soll es nach den Plänen der schwarz-grünen Landesregierung in Hessen erstmals ab August des laufenden Jahres geben. In insgesamt sechs Schritten bis zum Jahr 2028 werde die Anpassung für die Grundschullehrkräfte abgeschlossen sein. Nach Abschluss der stufenweisen Erhöhungen werde die Landesregierung für die Anpassung jährlich 108 Millionen Euro aufbringen müssen, teilte der Kultusminister mit.

Erwartet werde, dass es entsprechend auch mehr Geld für die Grundschullehrkräfte geben wird, die nicht im Beamtenverhältnis an Hessens Schulen arbeiten. Das müssten jedoch letztendlich die Tarifparteien entscheiden, sagte Ministerpräsident Rhein. Es gebe aber bereits entsprechende Signale.

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) in Hessen reagierte zufrieden auf die Ankündigung des Landes. «A13 für alle ist ein dickes Brett, das wir seit Jahren gebohrt haben – es war allerhöchste Zeit, dass hier für Gerechtigkeit gesorgt wird», sagte der Verbandsvorsitzende Stefan Wesselmann. Die Arbeit der unterschiedlichen Lehrämter sei gleichwertig, auch wenn der Arbeitsalltag nicht gleichartig sei.

«Für die rund 18.000 Kolleginnen und Kollegen an den Grundschulen, die derzeit noch schlechter bezahlt werden als alle anderen Lehrämter, ist heute ein sehr guter Tag»

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Hessen (GEW) nannte die Entscheidung einen richtigen und überfälligen Schritt. «Für die rund 18.000 Kolleginnen und Kollegen an den Grundschulen, die derzeit noch schlechter bezahlt werden als alle anderen Lehrämter, ist heute ein sehr guter Tag», sagte die Vize-Vorsitzende Heike Ackermann. A13 an Grundschulen werde einen Beitrag dazu leisten, den eklatanten Lehrkräftemangel schneller zu überwinden.

Mit einer weiteren Ungerechtigkeit will die Landesregierung im Vorfeld der Wahl aufräumen: Neben der Anhebung der Besoldung soll auch die Weiterbeschäftigung von befristet tarifbeschäftigten Lehrerinnen und Lehrer in den Sommerferien in Hessen neu geregelt werden, kündigten der Ministerpräsident und der Kultusminister an. Künftig bestehe die Möglichkeit auf eine Weiterbeschäftigung in den Sommerferien bereits nach einer Mindestbeschäftigungsdauer von 30 Wochen.

Bislang war dies erst nach einer Mindestbeschäftigungsdauer von 35 Wochen in Hessen möglich. Somit werden künftig deutlich mehr befristet tarifbeschäftigte Lehrkräfte als bisher auch in dieser Zeit weiterbeschäftigt und damit auch weiterbezahlt, sagte der Kultusminister. Auch hier ist Hessen beileibe kein Vorreiter: Nach scharfer Kritik an der verbreiteten Praxis, Junglehrkräfte über die Sommerferien in die Arbeitslosigkeit zu schicken (Arbeitsminister Hubertus Heil, SPD: „Riesensauerei“), ist die Mehrzahl der Bundesländer mittlerweile umgeschwenkt. News4teachers / mit Material der dpa

„A13 für alle Lehrkräfte“: GEW erhöht Druck auf die fünf Verweigerer-Länder

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Vierblättriges Kleeblatt
1 Jahr zuvor

Zur Forderung nach A13 für alle aufgrund gleicher Ausbildung und gleichwertigen Einsatzes gehört dann aber auch die Forderung nach gleicher Wochenstundenzahl an allen Schularten. Die Berliner CDU schlug diesbezüglich 25 Wochenstunden für alle Schularten vor!

Das ist überfällig!

Bla
1 Jahr zuvor

Ja, ist es.

Dirk Meier
1 Jahr zuvor

Die Angleichung der Gehälter ist schon unverantwortlich und wird keines der vorhandenen Probleme lösen. Es wird sich immer mehr die Frage stellen, warum man sich den Arbeitsaufwand für die Erstellung und die Korrektur komplexer Oberstufenklausuren aufbürdet und sich Jahr für Jahr im Abi aufreibt, wenn man das gleiche Geld auch mit der Vermittlung des 1×1 verdienen könnte.

Meine Prognose: Der Lehrermangel im MINT-Bereich wird noch viel größer werden. Hier sollten deutlich höhere Gehälter bezahlt werden, um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Volkswirtschaft zu sichern.

Emma
1 Jahr zuvor
Antwortet  Dirk Meier

Oh, oh. Gerne mal in die Grundschule gehen und einer Klasse das 1×1 beibringen. Dieser Arroganz sind wir schon öfter begegnet. Sie ist nicht angebracht. Ich habe Respekt vor Ihrer Arbeit, aber wir haben auch so unsere Aufgaben, die nicht ohne sind. Versprochen.

Marc
1 Jahr zuvor
Antwortet  Dirk Meier

Man krieg großzügig Entlastungsstunden für seine Korrekturfächer am Gymnasium. Dazu das ohnehin reduzierte Deputat. Dazu hat man nach den Osterferien keine Kurse mehr.

Ich frage mich eher wieso ich 28 Stunden die Woche das 1×1 unterrichte, wenn ich für mehr Geld ab Ostern in der Sonne liegen könnte

Trinkflasche
1 Jahr zuvor
Antwortet  Marc

Richtig, die großzügig bemessenen Entlastungsstunden. So ein Unsinn.

Aber ja, gleiches Geld, gleiche Arbeitszeit.

MeinSenf
1 Jahr zuvor
Antwortet  Marc

Also für mein Korrekturfach habe ich noch nie auch nur eine Entlastungsstunde bekommen! Zu Ostern korrigiere ich… Ich habe ja nicht nur Abiturkurse, sondern Klassen von 5-10 und Jahrgang 11 und 12, da gibt’s genug Arbeiten übers Jahr.

Ich frage mich, warum wir und hier gegenseitig nicht die Butter auf dem Brot gönnen. Können nicht einmal wir untereinander anerkennen, dass der Job hart ist und zwar für jeden, an jeder Schulform?

An der Grundschule ist es sicher nicht einfacher und für eine Lohnangleichung wurde/wird es allerhöchste Zeit, wie wäre es denn danach mit einer Deputatsangleichung? Aber bitte nach unten, denn ich schaffe keine Stunde mehr bei voller Stelle.

Carabas
1 Jahr zuvor
Antwortet  MeinSenf

Der ganze Quatsch mit den Deputatsangleichungen. Es sind doch nicht die Stunden im Klassenraum, sondern das Drum herum.

Erst wenn alle Arbeitszeiten tatsächlich erfasst werden, so wie in vielen anderen Berufen und bei vielen anderen Behörden auch, dann kann man tatsächlich sehen, wer mehr arbeitet. Meine Vermutung ist, das wird nach Art der Fächer vermutlich ziemlich unterschiedlich sein, aber auch nach Schulform, Altersklasse usw.

Wenn die Wochen- und Jahresarbeitszeit mit Nebenaufrägen verbraucht ist, wird sich das mit dem Deputat eh schon einpegeln müssen.

Emma
1 Jahr zuvor
Antwortet  MeinSenf

Danke. Genauso wünsche ich mir das Miteinander. Der gegenseitige Respekt vor der Arbeit des Anderen und die Anerkennung, dass jede Arbeit schwierige Eckpfeiler hat.

Sissi
1 Jahr zuvor
Antwortet  Marc
B. aus A.
1 Jahr zuvor
Antwortet  Marc

Was soll denn das??? Hier hat jemand überhaupt keine Ahnung… Ab Ostern korrigiert man noch und nöcher Abiturklausuren (Erst- und Zweitkorrektur – pro Klausur eines Schülers (nicht des Kurssatzes) ca. 1 bis 2 Zeitstunden Aufwand), erstellt Aufgaben für das mündliche Abi und führt mündliche Abiturprüfungen durch – zumindest in NRW. Der Rest des Unterrichts sowie alle anderen Klassenarbeiten laufen natürlich weiter (für Oberstufe gilt: auch hier mindestens 1 Stunde Zeit einplanen – pro Schüler!). Aus In-der-Sonne-Liegen wird da nichts. Es ist – im Gegenteil zur obigen Annahme – die arbeitsreichste Zeit des Jahres. Da helfen auch die drei oder fünf Stündchen Unterricht nicht, die wegfallen!!!

Marc
1 Jahr zuvor
Antwortet  B. aus A.

Meine Aussage war eine bewusste Übertreibung, um mich auf das Niveau von Dirk Meier hinunter zu begeben. Ich weiß aus der Familie sehr gut wie hart Gymnasiallehrer arbeiten müssen. Im Gegensatz zu Kollegen wie Dirk erkenne ich die Arbeit anderer Schulformen voll an

Leon
1 Jahr zuvor
Antwortet  Marc

In welchem Bundesland gibt es Entlastungsstunden für Korrekturfächer am Gymnasium? Da will ich hin. Oder ist es Berlin?

Mika
1 Jahr zuvor
Antwortet  Marc

@Marc
In Brandenburg gibts genau 0 (in Worten NULL) Entlastungsstunden für Korrekturfächer. Sobald meine Abiturkurse in der Prüfungsphase sind und ich diese Kurse nicht mehr unterrichte, habe ich neben den Korrekturen Vertretungen ohne Ende zu machen: mit der Begründung, meine Kurse seien jetzt ja nicht mehr da. Korrekturen, mündliche Prüfungen (die fein säuberlich außerhalb meines sonstigen Unterrichts gelegt werden): egal! Die Sonne sehen Sie als Gymnasiallehrer erst wieder in den Sommerferien.

laromir
1 Jahr zuvor
Antwortet  Marc

Welche Entlastung bitte? In Hessen gibt es ab 8h in de Sek Il eine Stunde weniger. Allerdings ist es egal ob man 8, 12 oder 16 h Sek II hat. Es gibt immer nur diese eine Stunde. Ist total super mit 16h Sek ll und 8.5 h Sek I und 2 Kursen Im Abi (ohne Korrekurtage natürlich). Ansonsten ist das Fach egal, man bekommt keine Entlastung für Korrekturen. Und einen Kurs in der 5. Oder 6. Klasse den kann man mal oben drauf wuppen, einen GK in der 12 halt nicht mal eben so. Ich kenne den Aufwand in der 5 ebenso wie den Aufwand im LK, ich denke, ich kann ganz gut einschätzen, mit was man zeitlich besser fährt… eindeutig Sek l…

Last edited 1 Jahr zuvor by laromir
DerechteNorden
1 Jahr zuvor
Antwortet  Marc

Was ist eigentlich mit Gymnasialkolleg*innen, die an Gesamt- und Gemeinschaftsschulen unterrichten?
Die müssen nach den Osterferien zusätzlich noch ESA und MSA abnehmen und sind Klassenlehrkräfte von I-Klassen und unterrichten allgemein sehr heterogene Lerngruppen.

Trotzdem bin ich dafür, dass Grundschullehrkräfte A13 kriegen sollen, weil mir durchaus klar ist, dass die Arbeit mit den Jüngsten sehr wichtig ist und man dafür ein ganz bestimmtes Fachwissen braucht.
Der Beruf muss außerdem endlich aufgewertet werden, damit auch Männer sich nicht zu fein fühlen, ihn auszuüben. (Oder weshalb üben ihn so wenige Männer aus?) Ich sehe das pragmatisch. Männer können das nämlich auch und werden obendrein nicht schwanger.

Palim
1 Jahr zuvor
Antwortet  Dirk Meier

Wechseln Sie doch einfach, die Grundschulen suchen händeringend.
Dann können Sie sich die Abi-Klausuren sparen und voller Tatendrang in die anderen Aufgaben stürzen, die an der Grundschule auf sie warten.

darkpower
1 Jahr zuvor
Antwortet  Dirk Meier

Und warum haben wir dann einen Überhang an Gymnasiallehrern und deutlich zu wenig Grundschullehrkräfte in Niedersachsen? Mit an Grundschulen abgeordneten Gymnasialkollegen und -kolleginnen, die bereits nach kurzer Abordnungszeit an einer Grundschule (wo sie dann immer noch A13 bekommen) darum betteln, zurück zu dürfen?
Nach Ihrer Theorie müsste der Mangel an Lehrkräften in der Grundschule dann ja ruckzuck erledigt sein. Glaube ich nicht.

Mika
1 Jahr zuvor
Antwortet  darkpower

Wo gibt es denn einen Überhang an Gymnasiallehrern? Her damit, Fach ist egal, in Brandenburg können wir auch an den Gymnasien den Schulbetrieb aufgrund des Lehrermangels kaum aufrecht erhalten, trotz Quereinsteiger!

Egvina
1 Jahr zuvor
Antwortet  Mika

In NRW zum Beispiel

Reisinger
1 Jahr zuvor
Antwortet  Mika

NRW plus 10.000,

Restliche Schulen minus 10.000

OlleSchachtel
1 Jahr zuvor
Antwortet  Dirk Meier

Es stellt sich die Frage, weshalb ein ignoranter, unpädagogischer Mensch, der sich für etwas Besseres hält, weil er zu wissen meint, wie die Arbeit in Grundschulen (mit höheren Deputatsstunden) aussieht, überhaupt Lehrer wurde, statt mit seinen hochgradigen Fähigkeiten nicht viel mehr in der freien Industrie verdient? In der Grundschule geht es inzwischen um weitaus mehr als das läppische 1×1.
Wir haben durch Inklusion (die die Gymnasien häufig ablehnen), Digitalisierung (die in Gymnasien häufig finanziell besser unterstützt wird), Fachberater, die nicht eine Gehaltsstufe aufsteigen (wie es im Gym üblich ist), Vera-Arbeiten (für die GS nicht eine Minute Korrekturzeit erhalten), Klassenzimmer, die wir häufig (außer Großmöbeln) selbst ausstatten, riesigen Materialaufwand, weil wir mehr als läppische zwei Fächer unterrichten einen klarem Grund für unsere Forderung. Während viele Gymnasiallehrer nach 25 Dienstjahren häufig immer noch die gleichen ABs nutzen, müssen wir differenzieren und Kindern Basiswissen vermitteln, ohne das Sie liebe Gymnasiallehrer gar nicht arbeiten könnten.
Ich glaube auch nicht, dass sie wissen, wie hoch der Aufwand mit Elterngesprächen ist. Während Gym-Lehrer genau einen Elternabend und einen Elternsprechtag haben. Elternberatung ist bei 80% der Gymlehrer die mir über den Weg gelaufen sich nicht drin.
Mag sein, das Gym-Deutschlehrer einen riesigen Korrekturaufwand haben. Aber Sport, Reli, Musiklehrer, sorry, die eben nicht!
Dann muss es eben für Korrekuraufwand eine Entschädigung geben.

Na, wie fühlt sich das an?
Ja, rein sachlich müssen Gymnasiallehrer in manchen Fächern mehr korrigieren.
An Grundschulaufsätzen sitzt man auch häufig mehrere Tage. Da werden andere Maßstäbe gesetzt.
Klassenlehrer leisten mehr als Fachlehrer (wirklich?)
Sonderpädagogen mehr als….

Freue mich den Job zu übernehmen, wenn sie in die freie Wirtschaft wechseln. Bin gespannt wer sie nimmt. Ich war schon dort!

Grundschullehrer
1 Jahr zuvor
Antwortet  OlleSchachtel

Sie sprechen es am, wir haben außer A13 noch viel mehr, wofür wir kämpfen müssten!

MeinSenf
1 Jahr zuvor
Antwortet  OlleSchachtel

Ich auch! Schule ist deutlich anstrengender!

So viele Vorurteile gegen Gymnasien… Kein Wunder, dass die Zusammenarbeit oft nicht klappt – womit ich nicht sagen möchte, dass es von der anderen Seite keine geben kann.

Zumindest bei uns versuchen die verschiedenen Schulformen ( Grundschulen, IGS, Hauptschule) zusammenzuarbeiten, was einen echten Mehrwert für unsere Arbeit bringt.

Grundschullehrer
1 Jahr zuvor
Antwortet  Dirk Meier

Immer das selbe Oberstufenklausur-Argumentationsmuster. Und was ist mit Sekundarschullehrern oder Förderschullehrern, die auch die A13 kriegen? A13 hat mit Oberstufe überhaupt nichts zu tun. A12 hat aber mit mittelbarer Geschlechterdiskriminierung in einem mehrheitlich von Frauen ausgeübten Beruf zu tun. Grundschullehrerin.

SB-Nightlife
1 Jahr zuvor
Antwortet  Dirk Meier

Da antworte ich Ihnen gerne:

Mit ein Grund warum ich in keiner Gewerkschaft bin sind genau diese Aussagen.

Völlig unsolidarisch und ohne Wissen über die Arbeit der KuK wird hier einfach mal von unverantwortlich gesprochen.

Ich hab immer das Gefühl das eine Besoldungserhöhung im Bereich GS oder Sek1 zur Verarmung der Gym Lehrer führt.

Wenn Sie diesen Standpunkt wirklich haben, dann fordere ich die Gleichstellung und Rückstufung der Besoldung der Kollegen die an den Gymnasien Klasse 5-10 unterrichten auf mein Besoldungsniveau A12.

Weil da gibts dann nicht wirklich Argumente, dass die Arbeit soviel anders wäre….

Se Länd
1 Jahr zuvor
Antwortet  Dirk Meier

Ich bin immer wieder erstaunt wie manche Kolleginnen und Kollegen den anderen nicht einmal den Dreck unter den Fingernägeln gönnen. Das ist genauso der Neiddebattenspruch welche die angestellten Kolleginnen und Kollegen sich andauernd anhören müssen. Es widert mich absolut an. Ich bin fest der Meinung, dass jede Schulform ihre Herausforderungen hat.

B. Lemmer
1 Jahr zuvor
Antwortet  Dirk Meier

Sie sind in der Gehaltsstufe A13?? Bei uns bekommen gymnasiale Lehrkräfte A14.
Der Sprung von A12 auf A13 ist für Grundschullehrkräfte mit der höchsten Wochenstundenzahl, nämlich 28, doch legitim. Hauptschullehrkräfte haben 27 Wochenstunden und unterrichten dann häufig an Schulen mit 10. Klasse ebenfalls die Klassenstufen 5-10. Sie machen also die gleiche Arbeit wie Realschullehrkräfte. Warum nicht für das gleiche Gehalt?
Soll ein Semester mehr zwischen Realschullehrkräften und Grund-und Hauptschullehrkräften diesen Unterschied ausmachen? Ich finde nicht.
Dass Grundschullehrkräfte die Oberstufenschüler hervorbringen und die Grundlagen fürs Lernen liefern, wird Oberstufenlehrkräfte leider höchstens dann klar, wenn sie an einer Gemeinschaftsschule Vertretung in der Primarstufe machen – und somit ihre Wolke verlassen – müssen.
Alles Gute für Sie.

Grundschullehrer
1 Jahr zuvor

Finde ich auch.

Pappenheimer
1 Jahr zuvor

In Berlin ist die Wochenstundenzahl der Grundschullehrer in den letzten rund 30 Jahren von 23 auf 28 erhöht worden (laut GEW-Zeitung bbz). Das entspricht einer Steigerung der Arbeitszeit um 21%. Ein Name, der dafür steht, ist Klaus Wowereit. SPD.

Wenn im Februar in Berlin neu gewählt wird, sollte man daran denken.

Eine Angleichung der Wochenstundenzahl auf 25 ist da nur ein kleiner Schritt.

Ken Haddorf
1 Jahr zuvor

In Hessen gibt es nach Ankündigung im Januar 2023 ab August 2023 schon mehr Geld und in Niedersachsen ist es, mit Briefverkündung im Dezember 2022 angeblich nicht möglich, schon in 2023 anzupassen? Verstehe das, wer will…

Carabas
1 Jahr zuvor
Antwortet  Ken Haddorf

Weil in Niedersachsen die SPD und Grünen anscheinend bei der Wahl gelogen haben. Seit 2013/14 hatten diese Parteien das vor. 2019 war angeblich schon alles fertig, nur die CDU in der GroKo hat auf die Bremse getreten. Die SPD ist immer unschuldig.

Grundschullehrer
1 Jahr zuvor
Antwortet  Carabas

Die Koalitionsparteien CDU, SPD und FDP hatten in Sachsen-Anhalt auch alle die Erhöhung in den Wahlprogrammen. Nach der Wahl setzt sich nur noch die SPD dafür ein. Mit mäßigem Erfolg. Es ist eine Farce.

Gelbe Tulpe
1 Jahr zuvor

Bald wird es eh E9 oder A9 für alle Lehrer gelten, denn dann werden die angehenden Lehrer wie die Rechtspfleger oder Verwaltungsbeamte an öffentlichen Hochschulen ausgebildet werden. Ein Lehramtsstudium an der Uni wird ja für immer mehr durch die steigenden Mieten unerschwinglich.

Grundschullehrer
1 Jahr zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

Das wird sicher nicht passieren. Denn dann wird niemand mehr Lehrer.

Reisinger
1 Jahr zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

Wieso nicht einfach Bürgergeld, ist doch auskömmlich

RS-Lehrer
1 Jahr zuvor

In 6 Stufen bis 2028??? Es wird echt gestreckt bis zum Sankt-Nimmerleinstag. Unfassbar, warum nicht gleich in 380 Stufen bis 2680?

Marc
1 Jahr zuvor
Antwortet  RS-Lehrer

In NRW ja die gleiche Show. So spart man nochmal eine Menge Geld in den Jahren, da man nicht sofort A13 zahlen muss. Und mehr Leute gehen zwischenzeitlich in Pension.

Wertschätzung sieht anders aus

Mentor
1 Jahr zuvor

Entschuldigung für die Nachfrage aber mir ist bisher entgangen, dass Grundschullehrer in Niedersachsen A13 bekommen. Ja klar, das ist irgendwann vielleicht Mal angedacht aber „wir“ sind die letzten die in der breiten Masse als Grund -Real- und Hauptschullehrer mit A12 rumdümpeln.

Grundschullehrer
1 Jahr zuvor
Antwortet  Mentor

Nein, Sie sind nicht die letzten. Wir in Sachsen-Anhalt werden die letzten sein. Wir sind umringt von A13. Wir sind das gallische Dorf.

Mariechen
1 Jahr zuvor
Antwortet  Grundschullehrer

RLP ebenso!

Carabas
1 Jahr zuvor
Antwortet  Grundschullehrer

Ok, dann sind wir gemeinsam die gallischen Dörfer 😉

Grundschullehrer
1 Jahr zuvor
Antwortet  Carabas

Leider sind wir aber eben im negativen Sinne die gallischen Dörfer. Den Begriff von Sachsen-Anhalt als gallischem Dorf hat Katja Pähle von der SPD geprägt. Ich finde ihn sehr zutreffend. Wenn wir nicht nachziehen, laufen uns die Gallier weg.

Last edited 1 Jahr zuvor by Grundschullehrer
Trinkflasche
1 Jahr zuvor

Also in Hamburg wurde / wird die Arbeitszeit der Grundschullehrer nicht derjenigen der SEK-I-Lehrer/SEK-II-Lehrer gleichgestellt. Ferner werden die Stellen durch weniger Beförderungsstellen an den weiterführenden Schulen finanziert.

Ganz ehrlich, wer das nicht sehen will und dann noch den Lehrern an weiterführenden Schulen sagt, dass sei so vollkommen in Ordnung muss sich nicht wundern, wenn die Akzeptanz innerhalb der Lehrerschaft für A13 für Grundschullehrer dann signifikant sinkt.

Mein Verständnis ist seit den oben genannten Punkten auf jeden Fall nicht mehr da. Es ist sogar ein ziemlicher Schlag in die Magengrube. Aber ja, einige scheinen gerne ihre Party auf Kosten anderer zu feiern.

Es zeichnet sich aber ab, dass die zu wenigen Grundschullehrer zu wenig Arbeiten. Sollte die Behörde mal auf die Idee kommen, die Arbeitszeiten zu überprüfen / angleichen zu wollen, werde ich das Geschrei der Standesvertreter und bestimmter Foristen hier (und anderswo) mit großem Interesse verfolgen.

Alex
1 Jahr zuvor
Antwortet  Trinkflasche

Stellen Sie sich vor, an Grundschulen gibt es gar keine Beförderungsstellen (es sei denn, man tut sich Schulleitung an). Auch die Entlastungsstunden sind an GS deutlich weniger als am Gym. Aber ja, leben Sie Ihren Neid auf die „niedrigere Klasse“, die endlich bei gleicher Ausbildung das gleiche Gehalt bekommt, ruhig aus.

Last edited 1 Jahr zuvor by Alex
Trinkflasche
1 Jahr zuvor
Antwortet  Alex

Du verstehst einfach das Argument nicht, ich erkläre es dir gerne noch einmal:

Wenn der Arbeitgeber die (völlig gerechtfertigte) Anhebung auf Kosten der anderen durchführt, fühlen sich jene, die diese Forderung immer unterstützt haben genau dann verarscht, wenn solche „Argumente“ wie „wir haben keine Aufstiegsstellen“ (was nicht stimmt) und „jetzt sind wir auch mal dran“ kommen. Ich erwarte ja nicht viel, aber das einfach so hinzunehmen, dass der Arbeitgeber faktisch kürzt ist einfach charakterlich schwach und zeigt, dass einige keine Ahnung von den Strukturen haben.

Natürlich wlrd von der eigenen Unfähigkeit dann abgelenkt, indem anderen „Neid“ unterstellt wird.

Nachdenker
1 Jahr zuvor
Antwortet  Trinkflasche

Eines sollten wir NICHT tun: uns gegenseitig zerfleischen.
Hamburg hat 2003 das segensreiche Arbeitszeitmodell für Lehrkräfte eingeführt, das angeblich sämtliche Arbeitsvorgänge erfasst und so für mehr Gerechtigkeit sorgen soll. Es hat den Abbau von ca. 100 Vollzeitstellen im Sek II-Bereich erlaubt und gar nicht so wenige Sek II Lehrer dürfen jetzt 30 Wochenstunden oder mehr unterrichten. Grundsätzlich könnte so ein Faktorisierungsmodell Arbeitszeiten gerechter und realistischer erfassen und damit den Arbeitsaufwand in unterschiedlichen Schulformen vergleichbar machen. Außerdem müsste man aber auch die Studiendauer bzw. Ausbildungszeit erfassen. So wird von Sek II Sprachlehrern ja ein mindestens einjähriger Auslandaufenthalt erwartet.
Vermutlich wird es nie die vollkommene Gerechtigkeit geben und selbst im öffentlichen Bereich wirken Marktmechanismen.
Mich wundert, wie leicht sich dem Stand der schulischen Lehrpersonen zuzurechnende Menschen auseinanderdividieren lassen.
Hier in Frankreich, wo ich gerade lebe, gibt es ein ganz anderes Standesbewusstsein an den Schulen. Hier dürfen verbeamtete Lehrer streiken und tun das auch. Uns Schulmenschen sollte die Sorge um die bestmögliche Erziehung, Bildung und Ausbildung verbinden und wir sollten gemeinsam für den dringend nötigen Fortschritt in diesem Bereich kämpfen – ohne einander die Butter vom Brot nehmen zu wollen.

Trinkflasche
1 Jahr zuvor
Antwortet  Nachdenker

Seitdem die Grundschullehrerlobby es nicht geschafft hat, dafür einzutreten, dass die Finanzierung von A13 für GS-Kräfte nicht durch die Streichung woanders finanziert wird, sinkt eben auch die Lust der Unterstützung Dieser bei den anderen Berufsgruppen. Lustigerweise hatten die meisten Gym-Lehrer nie wirklich etwas gegen A13 für GS-Lehrkräfte, hatten aber die Befürchtung, dass die Finanzierung so über Streichungen gestemmt wird.

Die GS-Lehrer lachen sich ins Fäustchen: Gleiche Arbeitszeit wie vorher (geringer als am Gymnasium), dafür aber Brutto 500€ mehr.

Was bleibt also? Gleiches Geld, gleiche Arbeitszeit. Das löst in Hamburg dann im übrigen auch gleich mal das Problem von fehlenden Stunden an Grundschulen. Ist bisher noch nicht in Erwägung gezogen worden, meinen Segen hätte die BSB jetzt aber definitiv.

Last edited 1 Jahr zuvor by Trinkflasche
Grundschullehrer
1 Jahr zuvor
Antwortet  Trinkflasche

Von welcher Grundschullehrerlobby reden Sie? Vom Grundschulverband?!? Das ist, mit Verlaub, nicht unsere Lobby. Jedenfalls nicht so, wie der Philologenverband die Lobby der Gymnasiallehrer ist. Der Grundschulverband widmet sich fast ausschließlich pädagogischen und didaktischen Themen. Er ist keine Lobby.

Last edited 1 Jahr zuvor by Grundschullehrer
potschemutschka
1 Jahr zuvor
Antwortet  Trinkflasche

@Trinkflasche
Warum wechseln Sie dann nicht zur GS? Spätestens wenn es auch bei Ihnen A13 gibt, wäre das doch eine Super-Option für Sie.

Dil Uhlenspiegel
1 Jahr zuvor

Offensichtlich sieht niemand die politische Option des A12,5?
Man zahle mich nun reichlich oder schlage mich bis weichlich für so einen klugen Vorschlag.

Schattenläufer
1 Jahr zuvor

Der Staat spart eben eisern an der Bildung und auch sonst überall. A13 kostet Geld.

Kein Geld da in den öffentlichen Kassen.

Dazu gab es letztens im Fokus einen interessanten Artikel.

Deutschland hat pro Bürger, hinter Belgien, die höchste Abgabenquote in Europa.
Die Schweiz hat nur etwa 50% der Abgabenquote von Deutschland.

Trotzdem ist in der Schweiz der öffentliche Apparat und die Infrastruktur in Ordnung.

Bei uns ist die Bundeswehr ein Trümmerhaufen. Schulen und Polizei sind personell und von der Ausstattung her kurz vor dem Zusammenbruch.
Auch alle anderen Behörden sind an oder über der Belastungsgrenze.
Das Gesundheitswesen ist vor dem Kollaps.
Die Infrastruktur der Bahn, der Brücken und Straßen nähert sich dem Status der 3. Welt.

Was machen wir mit der Verwendung des Steuergelds falsch, was andere Länder offensichtlich besser machen?

Für A13 an Grundschulen wird das Geld jedenfalls nicht leichtfertig ausgegeben. Das ist eher ein zäher Kampf.

Bedenken
1 Jahr zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Das wird in Zukunft leider noch schlechter…
Deutschland hat keine Rohstoffe, ist abhängig. Viel Industrie wandert ab. Viele werden ihren Job verlieren. Deutschland ist Zahlmeister der EU. Die EU war der Preis für die deutsche Wiedervereinigung. Ich weiß nicht, wer von den EU Ländern unser Freund bleibt, wenn wir nicht mehr zahlen können. Polen will 1,3 Billionen von uns. Griechenland über 100 Milliarden. Was ist dran an der historischen Schuld?
Renten können nur noch durch Milliarden Zuschuss des Staates bezahlt werden. Es gibt bereits Anregungen die hohen Renten zu kürzen und die Lebensarbeitszeit zu verlängern.
In keinem EU Land werden mehr Flüchtlinge registriert als hier. Jeder will nach D. Manche Nachbarländer winken diese Personen zu uns durch.
Im Ahrtal sieht es aus wie im Kriegsgebiet… staatliche Hilfe?
Ich bin eigentlich Optimist…aber…

Nurmalso
1 Jahr zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Wieviel Prozent der Abgaben gehen denn bspw in der Schweiz zu Gunsten der Steuer? Wir haben ja die so hohen Abgaben in der Sozialversicherung…

Rentenbeiträge müssen weiter kräftig steigen. In wenigen Jahren muss 1 Arbeitnehmer für einen Rentner aufkommen. Diese Probleme haben viele andere nicht. Bei uns wurden vor 40 Jahren etliche Personen in das Rentensystem integriert, die nie in den Rententopf eingezahlt haben . Die Babyboomer gehen demnächst in Rente…

Saarland
1 Jahr zuvor

Was verdient denn die Schulleitung, wenn alle GS Lehrer A13 bekommen?

Hier A13 … und das erst ab dem dritten Jahr.

Last edited 1 Jahr zuvor by Saarland
Marielle
1 Jahr zuvor
Antwortet  Saarland

Jawoll! Wenn man die Argumentation „gleiches Geld für gleiche Ausbildung“ stringent weiterverfolgt ist das korrekt!
Ich warte auf die Forderung „A15 für alle“. Bedauerlicherweise wird davon nicht eine Unterrichtsstunde besser, der Stundenausfall geringer oder das Bildubgsniveau höher.
Eventuell studieren mehr junge Leute Lehramt. Aber ob das die geeignetsten Leute sind, wenn die Anreize die Verbeamtung (noch mehr) Geld sind? Ich denke nein.

Saarland
1 Jahr zuvor
Antwortet  Marielle

Verbeamtung ist nicht zu unterschätzen. Ich kenne beide Seiten, da ich zuvor in der freien Wirtschaft tätig war. Viele Beamte wissen nicht, dass in der Wirtschaft ein sehr rauer Wind wehen kann. Dort wo ich herkam, lief die Stoppuhr wenn ich kurz vom Schreibtisch zur Toilette bin. Täglich musste ich Bericht legen, was ich heute verdient habe..
Ich lebe nun gesünder.

Bla
1 Jahr zuvor
Antwortet  Saarland

Verbeamtung hat Vorteile und Nachteile … Das ist halt so. Es sind auch nicht alle Lehrer/innen Beamte.
Ich habe auch in verschiedenen Wirtschaftsunternehmen gearbeitet. Eine Ausbildung in dem Bereich gemacht. Fertigungsabteilung in einem großen Unternehmen mit Stempelsystem. Und Weitere. Es hängt doch sehr stark vom Betrieb und der Arbeit/Stellenbeschreibung ab. Und es kommt auch drauf an, wann man wo gearbeitet hat. Fachkräftemangel … Das war nicht immer und überall so. Dementsprechend passen sich viele Betriebe auch im Ton an. Auch bei den Rahmenbedingungen. Gerade im IT-Bereich (wo auch starker Konkurrenzdruck der Unternehmen herrscht) sieht die Arbeit doch oft recht angenehm aus. Auch die Arbeitsbedingungen.
Also bitte nicht mit „die Wirtschaft ist so hart“ kommen … Wie Sie sagten … Sie kann es sein, muss es aber nicht.

Pappenheimer
1 Jahr zuvor
Antwortet  Bla

Die Verbeamtung hat eigentlich nur Vorteile, denn die Nachteile stehen nur auf dem Papier und werden ausgiebig „weggejammert“, sollten sie in Reichweite geraten.

Wann ist wo schon mal welcher Verbeamtungsnachteil eingetreten? Außer dass man nicht streiken darf. Machen doch aber 90% der angestellten Lehrer auch nicht. Die dürften eigentlich.

Last edited 1 Jahr zuvor by Pappenheimer
Bla
1 Jahr zuvor
Antwortet  Pappenheimer

Öhm, doch?
Streikrecht hin oder her:
– Die GKV ist teurer , da nicht bezuschusst bei Beamten.
– Die Schulwahl (und somit auch Versetzungen) ist nicht direkt planbar und muss hingenommen werden
-> Arbeit an Privatschulen oft kaum möglich
– Anträge auf Teilzeit und Versetzung werden gekonnt ignoriert oder abgelehnt.
– Der Ausstieg aus dem Lehrerberuf wird „sanktioniert“ und deutlich erschwert („Einbußen“, „Verzichte“)
– Beamte haben ein schlechtes Image. Versetzungen (andere Berufssparte) oft sehr schwer
– Überstunden werden oft nicht bezahlt
– Wenig Mitspracherecht
– Oft hierarchischer Aufbau
(- Die Gewerkschaften sind schwach, da sie wenig Druck ausüben können -> Streik)
– Mäßigungsgebot + Hoheitliche Rechte (und somit auch Pflichten)
(- Diszis bei Straftaten … Betrifft wohl die wenigsten – sollte es zumindest)

Klar treffen die Nachteile nicht alle gleich. Aber einige Nachteile sind doch des Öfteren Thema.
Das heißt nicht, dass die Angestellten deshalb nicht die selben Nachteile zum Teil mittragen (müssen).

DerechteNorden
1 Jahr zuvor
Antwortet  Pappenheimer

Mein Vater war/ist Beamter, allerdings Polizeibeamter. Er ist inzwischen 80 und hat viele ernsthafte Erkrankungen, deren Behandlung in die Zehntausende geht.
Er muss ständig Anträge ausfüllen, Überweisungen tätigen, seinen Rechtschutz beanspruchen, weil plötzlich Behandlungen nicht mehr bezahlt werden … Das ist ein Halbtagsjob.
Privatversichert (30% als Polizeibeamter) und Spaß dabei, sieht ganz anders aus.
BTW: Er ist mit über 1000 Überstunden, die nie vergolten wurden, in Pension gegangen.

Nurmalso
1 Jahr zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Das ist in vielen Sektoren der Wirtschaft genauso. Manche haben keine Zeiterfassung, andere loggen sich nach 10 Stunden aus, da mehr am Tag nicht gearbeitet werden darf. Mein Mann ist täglich 12 Stunden auf der Arbeit. Als AT Angestellter hat er keine Zeiterfassung. Diensthandy..er ist 24/7 für Kunden erreichbar. Auch im Urlaub.

Selbstständig und privat versichert … auch die füllen ihre Belege aus.

Aber… aus eigener Erfahrung… Wenn jemand wirklich richtig krank ist, gibt es die Möglichkeit, dass zb das Krankenhaus direkt mit Beihilfe und PKV abrechnet.

Grundschullehrer
1 Jahr zuvor
Antwortet  Bla

In einigen Bereichen gibt es die 35-Stunden-Woche, Homeoffice-Optionen, kostenloses ÖPNV-Ticket, 4-Tage-Woche, Dienstwagen usw. Nicht überall in der Wirtschaft weht ein rauer Wind.

Pappenheimer
1 Jahr zuvor
Antwortet  Marielle

Ja, A 15 für alle. Ich bin dabei! 🙂

Grundschullehrer
1 Jahr zuvor
Antwortet  Saarland

Es wird auch Zeit, dass Schulleitungen an Grundschulen besser bezahlt werden, als Gymnasiallehrer, die einfach nur Lehrer sind. Hier braucht es notwendige Anpassungen.

Saarland
1 Jahr zuvor
Antwortet  Saarland

Jetzt ernst… was bekommt eine Grundschulleitung in anderen Bundesländern?

Hubbeline
1 Jahr zuvor
Antwortet  Saarland

In RLP je nach Größe der Schule zwischen A12 mit Zulage und A14

Saarland
1 Jahr zuvor
Antwortet  Hubbeline

Danke

Maggi
1 Jahr zuvor

Das ist leider keine schöne Entwicklung und wird die Probleme nur verschieben.
Ich will gar nicht in die Diskussion einsteigen, wer mehr arbeitet oder den anspruchsvolleren Job hat, da dies an der Thematik vorbei geht.

Es hat etwas mit der Ausbildung zu tun. Es ist auch in der Wirtschaft so, dass Absolventen von Fachhochschulen nicht das gleiche verdienen wie Absolventen von Universitäten. Ebenso verdient nicht ein Bachelor das selbe wie ein Master. Hier liegt der Gehaltsunterschied meiner Ansicht nach begründet und ist deshalb auch gerechtfertigt.

Warum soll ich länger studieren, den schweren Abschluss machen, wenn ich nachher eh das selbe verdiene? Das macht keinen Sinn und führt dazu, dass es viele angehende Lehrer*innen nicht mehr machen werden und dann stellt man in 10 – 15 Jahre fest: Oh, es gibt niemanden mit Fakultas. Egal, kann ja jeder machen. Dann gibt es die Lösung, dass man Grundschullehrer*innen in der Oberstufe einsetzt. Die Hochschulen und die Wirtschaft finden das bestimmt super.

Bla
1 Jahr zuvor
Antwortet  Maggi

1. + 2. Staatsexamen… Mal Berufe raussuchen mit diesem Abschluss. Gehalt ansehen. Vergleichen. Schweigen.

Maggi
1 Jahr zuvor
Antwortet  Bla

Dann führen Sie doch bitte kurz die Liste auf. Eine These ohne eine Begründung und Beispiel oder Belege aufzustellen hat keinen inhaltlichen Mehrwert.

Bla
1 Jahr zuvor
Antwortet  Maggi

Echt jetzt?
Aber gut, falls Sie das wirklich interessiert und Sie das nicht wissen, gerne eine Liste (dafür, dass Sie „bitte“ gesagt haben):

– Volljuristen (bspw. Notar)
– Mediziner
– Zahnmediziner
– Tiermediziner
– Pharmazeuten (v. A. im Bereich der Herstellung, aber auch Apotheker – auch Selbständige)
– Lebensmittelchemie

Begründung?
Naja es kommt natürlich drauf an, als was und wo man genau arbeitet. Auch hier gibt es eine gewisse Spannweite natürlich. Aber eben auch des Anforderungsprofils und der Zuständigkeiten/Verantwortung.
Rein vom Gehalt: Vergleichen.

Beispiele/Belege? (Quelle reicht hoffe ich, die Zahlen kann man zumindest selbst anschauen und sich ein Bild machen)
https://www.studis-online.de/studium/staatsexamen/abschluss.php

Und natürlich sind die Rahmenbedingungen oft andere … Mal das Referendariat, mal mehr im Studium/Ausbildung eingebettet.
Und klar ist der Inhalt ganz anders … Aber es geht hier mal um das Staatsexamen an und für sich.

Generell mal: Ich kenne durchaus Master-ITler, die mit ihrem Master genau so viel wie die Bachelor Kollegen für die selbe Tätigkeit verdienen. Wo anders verdienen Bachelor-Absolventen durchaus mehr. (Das ist mitunter vom Unternehmen eben abhängig… Da gab es schon krasse Unterschiede laut Aussage)
Ich hatte meine Berufsausbildung in einem Ingenieurbüro gemacht und kenne daher auch die (deutlichen) Gehaltsunterschiede… Trotz ähnlichen/selbigen Abschluss.

Durchaus verdienen Hochschulabsolventen auch mal mehr als Universitätsabsolventen. Das zu pauschalisieren ist einfach falsch. Braucht man ebenfalls nur mal die Gehälter von Medizinischen ITlern/Technischen Medizinern (FH) anschauen und vergleichen mit anderen ITlern (Uni, Allg. IT). Genauso von einigen Ingenieuren (FH). Aber bitte nicht vor 30 Jahren … Das ist halt nicht mehr aktuell und zeitgemäß.

Mit der Wirtschaft zu argumentieren heißt halt eben auch: Angebot und Nachfrage regeln den Markt. Dies dann auch berücksichtigen:
-> Grundschule
-> Mittelschule
-> Berufsschule
–> Besonders hoher Fachkräftemangel

Ebenso ist in der Wirtschaft oft das Berufsprofil neben dem eigentlichen (höchsten) Abschluss ein starkes Kriterium des Gehalts.
-> Sie können mit einem Meister halt Systembetreuer sein oder Schichtleiter. Das Gehalt kann sich hierbei deutlich unterscheiden, trotz gleichen Abschluss. Die Verantwortung aber auch.
-> Sie können aber ohne den Meister/Studium (normalerweise) kein Schichtleiter sein. (Gerne korrigieren, falls falsch)

Im Bezug auf Lehramt funktioniert das aber nicht „so einfach“:
– Welche Fächer wurden studiert (-> Schwierigkeit im Studium, Arbeitsaufwand im Arbeitsleben)
– Welche Schulart wurde studiert (-> Schwierigkeit im Studium, Arbeitsaufwand/Profil im Arbeitsleben)
– Wie „engagiert“ ist die Lehrkraft? (-> Stundenerfassung nötig? Wie erfassen und v. A. „kontrollieren“?
– Was ist der geplante (Stelle) Aufwand und was der realistische (tatsächliche) Aufwand?

Man kann halt viele Kriterien beachten … Es gibt immer Menschen, welche den Job sehr engagiert und mit immensen Zeitaufwand machen und andere. Das ist schulformunabhängig.

Auf was will „man“ jetzt wirklich die Kriterien für das (verdiente – mehrdeutig ;)) Gehalt festlegen?
– Studium
– Arbeitswelt/Anforderungsprofil (gesamt)
– Fächerkombi (Jahresabhängig/generell)
– Bedarf an Personal
– Engagement („messbar“?)
– Guten Unterricht („messbar“?)
– Zeiteinsatz (langsame vs schnellere Menschen?)
– Evaluation
– Individueller Verhandlung (somit Individualverträge -> Viele Privatschulen)
– …
-> Mehrere Faktoren/Kriterien berücksichtigen?

Streamer01
1 Jahr zuvor
Antwortet  Maggi

„Warum soll ich länger studieren, den schweren Abschluss machen, wenn ich nachher eh das selbe verdiene?“

Das fragen sich die Lehrer für Mathematik, Naturwissenschaften und Technik auch…

Last edited 1 Jahr zuvor by Streamer01
Ken Haddorf
1 Jahr zuvor
Antwortet  Maggi

Grundschullehramt ist ein Masterstudiengang, genauso wie Gymnasiallehramt.
Unterschiedliche Schwerpunkte aber gleiche Dauer, gleiche Abschlussstufe.

Bla
1 Jahr zuvor
Antwortet  Ken Haddorf

Master-IT ist ein Masterstudiengang.
Master-Psychologie auch.
Master-Geschichte auch.
Master-KuWi auch.
Master … auch.
Trotzdem verdienen die unterschiedlich.

Angestellter (mit 2. StEx v. A., selbes Lehramt und Fächer etc.) hat auch die selbe Ausbildung wie die verbeamteten Kollegen. Das Gehalt ist halt anders….

Das kann man endlos im Kreis drehen. Das ist halt (leider) das Problem.

Hubbeline
1 Jahr zuvor
Antwortet  Maggi

Wieso Fachhochschule? Habe an Uni studiert, Grundschule mit A12

böse Pruseliese
1 Jahr zuvor
Antwortet  Maggi

In BaWü war es bisher so:

Realschule: 7 Semester Päd. Hochschule
Förderschule (SBBZ): 4+4 Semester Päd. Hochschule
Gymnasium: Uni, Semesterzahl kenne ich nicht

Alle bekommen A 13

Bis vor ein paar Jahren Studiengang Grund- und Hauptschule (Sek 1 bis Klasse 10): 6 Semester Päd. Hochschule

A 12

Alle haben unterschiedliche Deputate.

Die Mär von der Bezahlung nach Ausbildung höre ich seit Jahren. Sie stimmt einfach nicht.
Und wer in der viel zitierten freien Wirtschaft einen FH-Abschluss hat und hochwertigere Arbeit leistet (gibt es das tatsächlich, können nur Uni-Leute denken??), der kann immerhin verhandeln und ggf. wechseln…

Unverzagte
1 Jahr zuvor
Antwortet  Maggi

.Mit „der Ausbildung“?? ….. die inhaltliche nicht unerhebliche Differenz zwischen Ausbildung und Bildung bzw. Studium ist Ihnen aber schon bekannt?

Als Erzieherin ist meine Ausbildung mit dem Lehramtstudium schwer bis unvergleichbar, so gesehen nehme ich insbesondere als Germanistik Worte sehr ernst.

Nurmalso
1 Jahr zuvor
Antwortet  Maggi

Das mag eventuell im Ansatz eine Berechtigung sein, aber grundsätzlich teile ich diese Auffassung nicht, dass jemand allein aufgrund eines höheren Abschlusses mehr Geld zu bekommen hat. Da fehlt mit die tägliche Leistung in dieser Berechnung.
Es soll übrigens schon Fälle von hochstudierten Personen gegeben haben, die in der Praxis nicht zu verwenden sind. Erinnere mich an ein Geschwisterpaar. Der eine hat einen mittleren Bildungsabschluss und wurde Handwerker. Der andere machte Abitur und ging studieren. BWL. Er fand nie einen richtigen Job. Letztlich stellte sein Brider ihn in seinem Betrieb als Bürokraft ein. Der mit dem mittleren Bildungsabschluss ist also der Chef des hochstudierten Bruders.

Das gibt es nur in der Verwaltung, dass aufgrund der Ausbildung vorab sortiert wird nach gehobenem und höheren Dienst. Woanders zählt Leistung. Und das ist gut so.

Grundschullehrer
1 Jahr zuvor
Antwortet  Maggi

Derzeit ist es doch eher so, dass Gymnasiallehrer an die Grundschulen abgeordnet werden. Um Grundschullehrer an Gymnasien zu schicken, haben wir zu wenig Grundschullehrer. Die reichen ja nicht mal für die Grundschulen.

Michael
1 Jahr zuvor

Teile und Herrsche? Vielleicht sollten alle (alle Lehrämter, Polizei, Bundeswehr, Krankenhäuser und Pflege) aufhören zu diskutieren wer es am schlimmsten hat, wenn überall gravierende Ausstattungsmängel und/oder Personalmangel und Arbeitsverdichtung herrschen und dem ÖD der Nachwuchs wegläuft.

Als Lehrer an einer weiterführenden Schule gönne ich den Kollegen an der GS auch A13. Auch dort brauchen wir motivierte und fähige Kollegen – denn dort werden die Grundsteine gelegt. Wir sollten zusammenarbeiten, damit die Schüler die bestmögliche Ausbildung bekommen – denn das ist Deutschlands Ressource: kluge Köpfe.

Für diejenigen, die über verschiedene Qualifikationen reden – dann schauen wir mal in die freie Wirtschaft. Insbesondere der MINT-Bereich wird besser bezahlt – auch ein Grund für den MINT-Mangel im Lehramt. Soll diese Heilige Kuh geschlachtet werden? A14 Einstieg für MINT?

Maggi
1 Jahr zuvor
Antwortet  Michael

Es geht nicht um die Stufe. Aber wenn der Arbeitgeber, also die Bundesländer, feststellen, dass sie im Vergleich zu alternativen Arbeitgebern zu wenig bezahlen, dann muss das Gehalt, das gezahlt wird, steigen. Das geht entweder, dass man alle in eine höhere Stufe einteilt oder man könnte das Gehalt der aktuellen Stufe erhöhen.
Es gibt ein strukturelles Problem und das zeigt sich auch in den MINT Fächern. Leider sind hier oft Personen, die in der Wirtschaft gescheitert sind und von ihrem Charakter her keine Pädagogen sind. Das sehen alle, aber weil es keine Alternativen gibt werden sie übernommen und können ihren Frust die nächsten Jahrzehnte an SuS auslassen. Dann lieber gute Personen auswählen und ihnen ein entsprechendes Gehalt zahlen. Wenn es einen Mangel in der Wirtschaft gibt, steigt das Gehalt und die Rahmenbedingungen ändern sich, aber bei uns nicht.

P.S. Auch wenn Realschullehrer*innen oder Grundschullehrer*innen auf A13 eingestuft werden, verdienen sie nicht das gleiche wie gymnasiale Lehrkräfte, da sie im gehobenen Dienst sind und nicht im höheren.

Räubertochter
1 Jahr zuvor
Antwortet  Maggi

Der gehobene Dienst und der höhere Dienst haben die gleichen Voraussetzungen. Studium, 1. Staatsexamen und der Zugang zum höheren Dienst erfolgt durch ein Referendariat. Grundschullehrkräfte verfügen also über die gleichen Voraussetzungen, werden aber durch die ungerechtfertigte Eingruppierung in die Stufe A12 in den gehobenen Dienst abgeschoben. Ob Lehrer am Gymnasium, an der Realschule, Hauptschule oder Grundschule: jede Schulform verlangt unterschiedliches von den Lehrern, fachlich, didaktisch etc. Ich habe schon so einige Kollegen böse straucheln sehen, weil das kleine 1×1 eben nicht so zügig zu vermitteln ist, von der Zahlraumerweiterung fange ich gar nicht erst an. Die verschwanden nach zwei Jahren glücklich Richtung Gymnasium. Dazu noch viel zu viele Stunden und gefühlte 100 Aufgaben drumherum. Unterrichtsvor- und Nachbereitung wird auf ein Minimum gekürzt, der neue Masterplan wartet ja schon wieder auf die Umsetzung. Dafür sind an höheren Schulen wieder ganz andere Probleme und eine andere Arbeitsweise nötig und die Klausurenkontrolle ist zeitintensiver.
Beim gegenseitigen runtermachen fehlen eigentlich nur noch die Erzieher, die bringen uns nämlich auch Kinder in die Schulen, die kaum etwas können. Und warum? Weil sie personell und räumlich genauso miserabel ausgestattet sind wie die Schulen, die Gruppen immer größer werden, der Verwaltungskram erschlagend ist und die Kinder von zuhause oftmals viel weniger mitbekommen als früher. Zeit für gezielte Förderung gibt es kaum. Es ist nur noch albern, was von allen an Erziehung- und Bildung beteiligten Personen verlangt wird. Anstatt uns gegenseitig anzufauchen, sollte man einfach mal anerkennen, dass wir alle einen schweren Stand haben und die Politik selten ein gutes Haar an uns lässt.

Pappenheimer
1 Jahr zuvor
Antwortet  Michael

Bei uns macht eine Kollegin immer nur Sport und Mathe. Die hat eine feines Lebens.

Und eine andere hat nur sogenannte SPF-Stunden (Einzelfallbetreuung). Die klagt aber auch über die viele Belastung und lobt sich jedes Mal ausgiebig, wenn sie etwas mehr gemacht hat als diese Einzelfallbetreuung.

Bettina Koch
1 Jahr zuvor
Antwortet  Pappenheimer

Hi was ist mit den Fachlehrern für Förderschulen werden die auch bedacht auch unser Pensum wird immer mehr und wir leisten nicht weniger als die studierten Sonderpädagogen bekommen wir auch ein anderes Einstiegsgehalt? Wir haben immer noch A9 Einstiegsgehalt.

Rick
1 Jahr zuvor
Antwortet  Pappenheimer

Leute die sowas über Sportkolleg/innen schreiben, sollen selbst mal vor ner schwierigen Klasse in der Sporthalle stehen und dann nochmal urteilen.
Bei allem Respekt lieber Kollege…
Echt unverschämte und überhebliche Aussage.

Bettina
1 Jahr zuvor

Mir sträuben sich die Nackenhaare, wenn ich das Gefasel von „gleiches Geld für gleiche Arbeit“ höre. Es gibt anscheinend immer noch Leute die weniger gleich sind als die anderen…Danke GEW für die mal wieder hervorragende Unterstützung von PElern mit FH Diplom… Die gehen nämlich mal wieder leer aus…. Ich kann nur sagen, das ist sowas von demotivierend, das ich das Handtuch werfe…

IUPAC
1 Jahr zuvor

A13 für Grundschullehrer ist ein Affront gegenüber jedem Gymnasiallehrer, der vertieft studiert hat. Die Unterrichtszeit als Kriterium heranzuziehen ist völliger Unsinn, da eine gymnasiale Stunde (z.B. in Chemie, Physik, Biologie) erheblich mehr Aufwand mit sich bringt als eine Grundschulstunde.
Die täglichen Herausforderungen am Gymnasium stellen deutlich höhere Anforderungen an den Lehrerberuf (zeitliche Belastung, Korrekturen, Abitur, Klassenfahrten, Verwaltungsaufgaben, Wettbewerbe, Vertretungen, Probeunterricht für 4. Klässer, Verwendung von Computern, etc.) als das, was in der Grundschule abläuft.
Zu schade, dass die Politik wieder einmal nachgibt, wenn die Lobby nur laut genug schreit. Das Grundschullehramt ist meiner Meinung nach noch nicht mal ein Studium, sondern eher eine Ausbildung. Ich möchte mal einen Grundschullehrer sehen, der in der 12. Klasse Chemieunterricht gibt! Das Argument der pädagogischen Aufgaben gilt nicht, da wir im Gymnasium viel sensiblere pädagogische Aufgaben (Pubertätsproblematiken (Ritzen, Klauen, psychische Störungen, usw.), Laufbahnentscheidungen, etc.) in viel höherer Frequenz bewältigen als die Kindergartenstreiterein im Pausenhof einer Grundschule.
Wer unser Studium nicht gepackt hat ist oft stufenweise über Realschule und Hauptschule bis zum Grundschulstudium abgerutscht – das sagt eigentlich alles.
Wer ein Abituraufgabe – egal in welchem Fach – erstellen kann und diese auch noch löst, darf gerne mein Gehalt haben.