Negativ-Rekord: Jeder vierte Schüler bleibt hier ohne Abschluss – wie die Schulabbrecher-Zahl in der Stadt Hof sinken soll

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HOF. Die Stadt Hof hat bundesweit die höchste Rate an Schulabbrechern. Mehr als jeder vierte Schüler hat einer Studie zufolge an Bayerns Nordostspitze 2020 die Schule ohne qualifizierenden Abschluss verlassen. Nun greift das Bayerische Kultusministerium der Stadt unter die Arme.

In Hof ist die Welt noch in Ordnung – scheinbar. Tatsächlich verzeichnet die Stadt die höchste Schulabbrecher-Quote in Deutschland. Foto: Shutterstock

27,7 Prozent der Schülerinnen und Schüler in der Stadt Hof haben im Jahr 2020 die Schule verlassen, ohne einen Abschluss gemacht zu haben. Das geht aus einer Studie der Bertelsmann-Stiftung hervor. Diese Quote ist nicht nur bayernweit, sondern bundesweit die höchste. Wer ohne Abitur, Mittlere Reife oder Hauptschulabschluss die Schule verlässt, steht sprichwörtlich auf der Straße: Der Weg zu einer Berufsausbildung bleibt verschlossen, die langfristige Arbeitslosigkeit droht.

Hof im Nordosten Oberfrankens hat etwa 45.000 Einwohner. Einer der Gründe für die hohe Zahl an Schulabbrechern sei die lokale Sozialstruktur, lautet die Einschätzung der Stadt. Hof habe als einst wichtiger Industriestandort einen starken Strukturwandel durchgemacht, teilt ein Stadtsprecher auf Anfrage mit. In der Stadt lebten viele kinderreiche Familien mit geringen finanziellen Rücklagen, der Migrantenanteil sei hoch: «Hof ist bei den Zuwandererzahlen mit den Großstädten München, Nürnberg oder Augsburg vergleichbar.»

«Der Anteil der Kinder und Jugendlichen, die in prekären Verhältnissen in Hof aufwachsen, liegt im bayernweiten Vergleich über dem Durchschnitt»

Eine Mittelschullehrerin aus Hof sagte der «Frankenpost», in ihrer achten Klasse verständen zwölf von 30 Schülern kein Deutsch, 16 verschiedene Sprachen würden gesprochen. Normaler Unterricht sei so kaum möglich. Lehrer müssten eigentlich an sogenannten Brennpunktschulen schwächelnde Schüler individuell unterrichten, sagt der Sprecher der Stadt.

Doch wegen Lehrermangels müssten die Lehrkräfte stattdessen oft Unterrichtsausfälle kompensieren. «Der Anteil der Kinder und Jugendlichen, die in prekären Verhältnissen in Hof aufwachsen, liegt im bayernweiten Vergleich über dem Durchschnitt», sagt der Sprecher. «Viele Familien sind auf soziale Unterstützung angewiesen.»

Um Lösungen zu finden, haben sich Hofs Oberbürgermeisterin Eva Döhla (SPD) und Sozialrat Klaus Wulf im Mai in München mit Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) getroffen. Der Minister versprach der Stadt mehr Lehrerstunden. Allerdings sagte Piazolo in einem Interview mit der «Frankenpost», dass die Bertelsmann-Studie nicht in allen Punkten korrekt sei: So würden Schüler, die einen Abschluss an einer Förderschule erwerben, nicht mitgerechnet (der Förderschulabschluss ist kein regulärer Schulabschluss). Außerdem würden auch junge Menschen, die in Hof zur Schule gehen, aber nicht dort wohnen, in die Hofer Schulstatistik einfließen.

Seit dem Schuljahr 2012/13 stellt das Kultusministerium ein zusätzliches Stundenbudget für die Förderung von Kindern und Jugendlichen mit besonderen sozialen Herausforderungen an Grund- und Mittelschulen bereit, wie ein Ministeriumssprecher erklärt. Dieser «Integrationszuschlag» sei bisher für Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern reserviert gewesen. Künftig solle auch Hof davon profitieren.

Außerdem leiste das Ministerium zusätzliche finanzielle Unterstützung für die Region Hof. Es solle zusätzliche Berufsorientierungsmaßnahmen geben, die auch beim Erreichen eines Schulabschlusses helfen können. Das Programm «Berufseinstiegsbegleitung» werde verlängert, das Ministerium zahle eine Regionalprämie an Lehrkräfte, die an eine Hofer Schule wechseln.

«Der Landkreis hat in die Schulsozialarbeit, also in die Unterstützung der Lehrkräfte an den Schulen durch sozialpädagogisches Personal, sehr viel investiert»

Die relativ wenigsten Schulabbrecher in Bayern verzeichnet laut der Bertelsmann-Studie der oberbayerische Landkreis Eichstätt: Dort liegt die Quote bei 1,6 Prozent, das ist auch bundesweit ein Spitzenwert. «Der Landkreis hat in den vergangenen Jahren in die Schulsozialarbeit, also in die Unterstützung der Lehrkräfte an den Schulen durch sozialpädagogisches Personal, sehr viel investiert und die Stellen und Finanzmittel deutlich gesteigert», sagt ein Sprecher des Eichstätter Landratsamtes auf die Frage nach den Erfolgsfaktoren.

Schulen, Schulamt, Bürgermeister sowie das Jugendamt seien sehr gut vernetzt. Außerdem habe man in den vergangenen Jahren viele Schulen neu gebaut, renoviert oder modernisiert. Auch gebe es einen Zusammenhang zwischen Arbeitslosen- und Schulabbrecherquote, sagt der Sprecher der Landkreisbehörde. «Bekanntlich hat der Landkreis Eichstätt auch mit die niedrigste Erwerbslosenquote in Deutschland. Kein Abschluss und kein Beruf sind somit die Ausnahme und bereits dem Elternhaus eher unbekannt.» Von Philipp Demling, dpa

GEW fordert als Konsequenz aus der aktuellen Schulabbrecher-Studie: „Schluss mit dem viergliedrigen Schulsystem“

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Se Länd
11 Monate zuvor

Der Markus kauft dann halt einfach ein paar Spitzenschüler aus anderen Bundesländern ein und dann passt die Statistik wieder ;). Bavarian way …

Cecilia Fabelhaft
11 Monate zuvor

Das sind die Früchte des „Spaßunterrichts“, wie andere schon schrieben, der die Schule als erweiterten Spielplatz betrachtet und das langweilige Üben den Eltern auferlegt. Nur machen es die üblichen von ihnen nicht.

Walter Hasenbrot
11 Monate zuvor

Wie kommen Sie darauf?

In diesem Fall scheint es doch eher so zu sein, dass das bayerische Schulsystem in der Förderung schwacher SchülerInnen versagt hat.

Georg
11 Monate zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

An einer falschen Arbeitseinstellung kann es also auf keinen Fall liegen?

RSDWeng
11 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Das dürfte der Hauptgrund sein. Dass Schüler faul, gleichgültig und intellektuell überfordert sein könnten, darf ja von offizieller Seite aus nicht gesagt werden. Auch die Förderung hat ihre natürlichen Grenzen. Es ist zum Beispiel unmöglich, einem Pferd das Klavierspielen beizubringen.

Georg
11 Monate zuvor
Antwortet  RSDWeng

Beim heutigen Hauptschulabschluss Klasse 9 ohne sonderpädagogischen Förderbedarf selbst in Bayern halte ich kognitive Überforderung schon für ein sehr starkes Stück. Das dürfte eine sehr kleine Ausnahme sein.

AvL
11 Monate zuvor
Antwortet  RSDWeng

Derartige rassistische Äußerungen bezogen auf die Schüler einer Stadt mit einem hohen Anteil an Kinder mit einem Migrationshintergrund bringen uns hier nicht weiter.
Der Vergleich eines Huftieres ist hier wohl eher dem Kommentator zuzuordnen.
Der Versuch ist einfach nur diffamierend und unangebracht bezogen auf die schulische Situation in Hof, denn die Stadt und der Kreis Eichstädt beweisen mit einer entsprechenden personellen Ausstattung bessere Ergebnisse als in Hof.

Georg
11 Monate zuvor
Antwortet  AvL

Noch nie etwas von einer Analogie gehört?

RSDWeng
11 Monate zuvor
Antwortet  AvL

Es liegt mir fern, jemanden zu diffamieren. Der Vergleich mit dem „Huftier“ sollte nur verdeutlichen, dass der Förderung halt natürliche Grenzen gesetzt sind, und gegen Rassismus habe ich ein langes Lehrerleben gekämpft.

Palim
11 Monate zuvor
Antwortet  RSDWeng

Wann ist man denn „intellektuell überfordert“?

Müssten diese SuS nicht gerade in BY auf einer Förderschule sein, weil die Beeinträchtigung im Lernen oder in der Geistigen Entwicklung innerhalb der Schulzeit festgestellt wurde?

Förderung vergleichbar zu anderen Standorten wurde zudem nicht gewährt, wird ja im Beitrag dargestellt und durch ein Nachsteuern des Amtes bestätigt.

Bayer
11 Monate zuvor
Antwortet  Palim

Liebe/r Palim,
Hof ist schon – sozial – ein besonders schwieriges Pflaster – jedoch die Jugendlichen sind nicht doofer oder geistig unterentwickelter als im Restbayern.
Wie @ Redaktion schrieb, machte die Stadt nach der Grenzöffnung einen Wandel vom Industriestandort zur Arbeitslosenhochburg mit zusätzlich vielen Migranten durch.
Ganz wenig LuL möchten nach Hof und SL möchte ich dort auch nicht sein……

Palim
11 Monate zuvor
Antwortet  Bayer

Die Behauptung, die Schüler:innen seien intellektuell überfordert, kam ja nicht von mir.
Wenn dem so wäre, würden auch in Hof entsprechende Verfahren durchgeführt und die SuS wären nicht (mehr) an der HS.

Es wird ja dargestellt, dass andere Schulen mit vergleichbarem Sozialgefüge erheblich mehr Hilfen erhalten. Dann muss man das als Standard setzen und den Schulen und Schüler:innen diese Hilfe nicht vorenthalten, weil es billiger ist.

Und wenn Lehrkräfte dort eine besonders herausfordernde Aufgabe erwartet, dann sollte man diesen Lehrkräften an diesen Standorten helfen, die personelle Versorgung erheblich erhöhen, Hilfen fest verankern, Zeiten für verstärkte Gespräche u.a. auf das Deputat anrechnen, damit die Lehrkräfte spürbar entlastet werden, lange durchhalten können und viele Schüler:innen erreichen.

Bayer
11 Monate zuvor
Antwortet  Palim

So ist es.
Dieser unser Wunsch bleibt aber spätestens auf mittl. Regierungsbezirksebene stecken.
Solange nicht e i n e Vorzeigeschule dort ist, wird realiter wenig bis nix von Ihren guten Vorschlägen umgesetzt – und die Gastschulanträge mehr werden; denn die Eltern, die die Situation klar sehen, gehen alle möglichen Wege, nicht weil Schulen und LuL schlecht wären, sondern weil “ von oben “ und auch durch zu wenig Soziale Arbeit die Situation jedes SJ unhaltbarer wird.

SoBitter
11 Monate zuvor
Antwortet  RSDWeng

Und was für eine Aufgaben haben Lehrer nochmal in der Schule? Kommt ihr Blitzbirnen anscheinend nie drauf.

Freiya
11 Monate zuvor
Antwortet  SoBitter

Pferden das Klavierspielen beizubringen?

Georg
11 Monate zuvor
Antwortet  SoBitter

Das eigenständige Üben können Lehrer den Schülern nicht abnehmen.

Palim
11 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Nein, aber angeleitetes Üben bleibt in der Verantwortung der Lehrkraft.

Und wenn die Schule personell gut ausgestattet ist, haben alle mehr Zeit und Kraft, Schüler:innen das Lernen selbst zu vermitteln, bei Problemen zuzuhören, Schüler:innen zu stärken und ihnen Perspektiven aufzuweisen.

Tim Bullerbü
11 Monate zuvor
Antwortet  Palim

Alles richtig und wünschenswert. Aber dafür müssen SuS auch zur Schule kommen…weiß jemand, ob hohe Fehlzeiten ein Problem sind?
Und ja, ich weiß…Schulpflicht, Ordnungsgelder. Aber ich weiß auch, wie viele Lehrkräfte diesen Weg scheuen.

Uwe
11 Monate zuvor
Antwortet  RSDWeng

Erinnert an eine staatliche Fabrik die nur Autos ohne Räder produziert. Begründung: Man KANN keine Autos mit Rädern produzieren. So kann man sich ABSOLUT jeder Leistungsprüfung entziehen. Ich soll besser werden? Das GEHT nicht. Schüler*innen lernen bei mir nicht weil dumm und faul.

Walter Hasenbrot
11 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Das ist die bequeme Ausrede schlechter Lehrer: „25 Prozent der SchülerInnen sind ein fach nur faul.“

447
11 Monate zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Nö.

Geistig „faul“ ist es eher, festgefügtes Minderleister- und Störerverhalten einfach komplett geistig auszublenden, wenn das nicht zu eigenen Ideologie passt.
Statt dagegen vorzugehen.

Bei den Hetzaufrufen von rechten Jugendlichen (wurde ja auf news4teachers drüber berichtet) klappts doch auch.

A.J. Wiedenhammer
11 Monate zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Das bayrische Schulsystem?
In Bayern ist die Quote von Schulabbrechern im bundesweiten Durchschnitt mit am niedrigsten.

Man kann doch nicht ernsthaft die Zahlen aus einer Stadt/Kommune als Beleg für ein ganzes Bundesland nehmen.
Als ich den Bericht las, dachte ich noch: „Es wird doch jetzt wohl niemand….“ Aber nein, natürlich findet sich da jemand.

Walter Hasenbrot
11 Monate zuvor

Und in Hof die Quote von Schulabbrechern im ganzen Bundesgebiet am schlechtesten.

Da wird in anderen Bundesländern ganz offensichtlich bessere Arbeit gemacht.

Bayer
11 Monate zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Das ist Quatsch und Sie diffamieren damit auch viele KuK, die evtl. härter strampeln als Sie.
Auf nach Hof, besser machen, auf geht’s!

A.J. Wiedenhammer
11 Monate zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Wenn das bayrische Schulsystem TROTZ des Hof’schen Negativrekordes mit die wenigsten Schulabbrecher produziert, spricht das FÜR das Schulsystem.
Die Werte Hofs sind ja in der Gesamtstatistik miteingerechnet.

OttoderKleine
11 Monate zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Im Artikel oben wird aber die Sozialstruktur als Grund angegeben. Da steht u.a. „normaler Unterricht sei so kaum möglich“. Außerdem ist die Gegend in Grenznähe zu Tschechien das, was früher mal „strukturschwaches Gebiet“ genannt wurde.

Palim
11 Monate zuvor
Antwortet  OttoderKleine

Gibt es doch andernorts auch.

ed840
11 Monate zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Wenn man das bayerische Schulsystem anhand einer einzigen Kennzahl aus einer Kleinstadt beurteilen wollte, mag man das so sehen. Warum z.B. die bayerischen Förderschulabschlüsse dabei nicht als Schulabschluss gewertet werden, wäre allerdings schon interessant zu erfahren. Dass die Quote junger Menschen, die ohne Schul-, Berufs- oder Studienschluss bleiben, in Bayern insgesamt im Bundesvergleich deutlich an geringsten ist, sollte man vielleicht bei der Beurteilung des bayerischen Schulsystems nicht ganz außer acht lassen.

Walter Hasenbrot
11 Monate zuvor
Antwortet  ed840

Im restlichen Bayern hat man es wegen der guten finaziellen und sozialen Situation leicht.

Wo in Bayern nur annähernd die Situation mit der in Bremen oder dem Ruhrgebiet vergleichbar ist, bricht das bayerische System wie in Hof sofort völlig zusammen.

Bayer
11 Monate zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Die Schulen am Hasenbergl / München, die JAklassen an den BSZs, die MSklassen in den Großstädten, alles easy ? Ist ja toll, wo Sie schon überall unterrichtet haben. Sie sind ein wirklich Wissender. ?

ed840
11 Monate zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Die Situation in Bremen oder dem Ruhrgebiet kann ich aus der Ferne nicht beurteilen. Da bleiben mir nur Kennzahlenvergleiche. Das BIP pro Kopf ist in Bremen z.B. höher als in Bayern. Warum davon anscheinend nicht viel bei den Einwohnern ankommt, müssten die Politiker dort wissen. Laut Statista.de betrug der Ausländeranteil in der Bevölkerung im Jahr 2022 in NRW 15,6%, in Bayern 15,5%. Der Anteil an Einwohnern mit Migrationshintergrund ist in Städten wie München, Nürnberg, Augsburg auch höher als z.B. in Berlin. Ich wäre weiterhin vorsichtig, solche Beurteilungen allein anhand einer Zahl aus einem Jahr in einer kreisfreien Kleinstadt zu bilden, die noch dazu ein hohes Maß an einpendelnden Schüler aus dem Umland hat. Wer etwas Ahnung von Statistik hat, dürfte erkennen, dass die statistische Verzerrung sich da deutlich auswirken kann, da als Grundgesamtheit nicht die Gesamtschülerzahl, sondern die altersgleiche Wohnbevölkerung der Stadt verwendet wird.

uesdW
11 Monate zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Ich erkenne in ihren Aussagen nur, dass sie ein Problem mit dem bayrischen Schulsystem bzw. mit dem süddeutschen Raum haben.

Vielleicht nutzen sie den Sommer und schauen sich das Land einfach mal an und machen sich ein realistisches Bild. Aber bitte nicht nur zu den Sehenswürdigkeiten.
Und wundern sie sich bitte nicht, warum in machen Gegenden die Preise so hoch sind, weil dort leben, wo andere Urlaub machen, bedeutet leider auch für die normal Sterblichen mit einem realen Lohn auszukommen.

Uwe
11 Monate zuvor

Schuld sind immer die anderen (Eltern/Schüler*innen/hierjemandeinsetzendernochschuldist), das Schulsystem und die darin arbeitenden Lehrer*innen haben damit nichts zu tun.

Freiya
11 Monate zuvor

Wenn von 30 Kindern 12 kein Deutsch können, dann sollten diese 12 wohl erst einmal die Möglichkeit bekommen, Deutsch zu lernen! Denn wenn auch nur zwei Kinder der gleichen Herkunftssprache zusammen in einer Klasse sind gibt das nichts mit dem „Sprachbad“ und „automatischen“ Deutschlernen!

Georg
11 Monate zuvor
Antwortet  Freiya

Mich würde es wundern, wenn diese Kinder diese Möglichkeit nicht schon unzählige Male nicht genutzt haben.

Bayer
11 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Werden Sie bitte deutlicher.
So bleibts bei einer haltlosen Unterstellung gegenüber Menschen im “ unteren Viertel “ der Gesellschaft; derlei Anschuldigungen sind absolut unterste Schublade; oder schreiben Sie für die bild?

Palim
11 Monate zuvor
Antwortet  Freiya

Und wo genau sollen die Kinder Deutsch lernen?

Marc
11 Monate zuvor
Antwortet  Palim

Das ist die entscheidende Frage. Meine Antwort wäre ganz klar:
„Zuhause!“.

Aber wenn schon die Eltern die Sprache nicht sprechen und lernen (wollen), dann wird auch das Kind sprachlich nie ganz aufholen. Deutsch lernt man nicht nebenbei in der Schule morgens, während man am Wochenende und den Rest des Tages zuhause die Muttersprache spricht.

D. Orie
11 Monate zuvor

So seltsam es klingen mag, aber mit einer zusätzlichen und rechtzeitigen Förderung im Lesen und/oder Rechtscheiben kann man sehr viel erreichen. Dafür müsste natürlich Geld in die Hand genommen werden. Das wird aber nicht getan. Die Folgekosten sind dann natürlich deutlich höher! Das ist schon schlimm!

Lera
11 Monate zuvor

„Der Landkreis hat in den vergangenen Jahren in die Schulsozialarbeit, also in die Unterstützung der Lehrkräfte an den Schulen durch sozialpädagogisches Personal, sehr viel investiert und die Stellen und Finanzmittel deutlich gesteigert», sagt ein Sprecher des Eichstätter Landratsamtes auf die Frage nach den Erfolgsfaktoren.“

Genau.

Das und … die Tatsache, dass da eigentlich alle gut bezahlt entweder bei Audi oder bei der Kirche arbeiten – wodurch der Bedarf an Sozialpädagogen eher gering ist.

Rainer Zufall
11 Monate zuvor

Also Hof muss einfach reich genug sein, um Schulsozialarbeit und den Übergang von Schule in den Beruf finanzieren zu können – so einfach kann es sein…

Sind in Bayern die Förderschüler*innen nach ihrer Zeit an der Förderschule fertig oder erwerben sie woanders einen Abschluss? Wenn Letzteres, warum sollte es in der Statistik stehen?

ed840
11 Monate zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

An bayerischen Förderschulen kann man verschieden Abschlüsse erwerben. Manche davon sind auch dem Abschluss der Mittelschule gleichgestellt, andere nicht. Mit den anderen Abschlüssen besucht man z.B. anschließend eine Berufsschule für Schüler mit sonderpädagogischen Fördererbedarf, wo man die Berufsschulpflicht erfüllt aber ggf. auch den Abschluss der Mittelschule erwerben könnte.