Debatte: Dürfen Lehrer-Gewerkschaften kampflos einer Verschlechterung der Konditionen für ihre Mitglieder zustimmen?

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ERFURT. In Thüringen haben Vertreterinnen und Vertreter der Lehrkräfte-Gewerkschaften einem „Konsenspaket“ mit dem Bildungsministerium zugestimmt, das eine Verschlechterung der Konditionen für ältere Lehrkräfte vorsieht, konkret: eine Verschiebung der sogenannten „Altersabmilderung“. Diese Senkung der Unterrichtsverpflichtung kann künftig erst ab einem Alter von 57 in Anspruch genommen werden (bisher 55). Die Vereinbarung führt zu einer Grundsatzdebatte: Sind Gewerkschaften eigentlich befugt, kampflos einem Arbeitgeber Zugeständnisse zulasten der Beschäftigten zu machen?

Gern geschehen. (Symbolfoto) Foto: Shutterstock

So richtig begeistert wirken sie nicht, die vier Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, die links und rechts vom am Kopf des Tisches sitzenden Bildungsminister Helmut Holter (Linke) Platz genommen und augenscheinlich – Kugelschreiber noch in den Händen haltend – gerade eine Übereinkunft unterzeichnet haben. Auf dem Foto, das die Pressestelle des Ministeriums veröffentlicht hat, lächelt jedenfalls nur der Minister.

Foto auf der Homepage des Ministeriums. Screenshot

Kein Wunder. Holter hat den Vertreterinnen und Vertretern der GEW Thüringen, des Thüringer Lehrerverbands (tlv), des Thüringer Philologenverbands, des Berufsschullehrerverbands Thüringen sowie des „tbb beamtenbund und tarifunion thüringen“ gerade eine Zustimmung zur Verschlechterung von Konditionen für ältere Lehrkräfte abgenommen.

Nämlich: Die Altersabmilderung, dank der Lehrerinnen und Lehrer ab einem bestimmten Alter weniger Unterricht geben müssen und dafür andere, weniger belastende Aufgaben übernehmen sollen, wird nun von 55 auf 57 Jahre verschoben. Außerdem gibt es eine neue Staffelung: Während die Lehrerinnen und Lehrer in Vollzeit bisher zwei Unterrichtsstunden Altersabminderung bekamen, ist es nach den neuen Regeln zunächst nur eine. Ab dem Schuljahr, in dem das 60. Lebensalter vollendet wird, sind es dann zwei und ab dem Schuljahr, in dem das 63. Lebensjahr vollendet wird, vier Stunden. Das ist glasklar: eine Verschlechterung der Konditionen.

„Mit der Neuregelung erreichen wir Verlässlichkeit für alle Kolleginnen und Kollegen, die heute im Anspruchsalter sind oder kurz davor stehen“

In der Pressemitteilung des Ministeriums liest sich das Ergebnis der Gespräche dann so: „Thüringer Lehrerinnen und Lehrer können sich langfristig und nachvollziehbar auf angepasste Regelungen zur sogenannten Altersabminderung einstellen. Thüringens Minister für Bildung, Jugend und Sport, Helmut Holter, und Vertreterinnen und Vertreter Thüringer Bildungsgewerkschaften und -verbände haben am 19. Oktober 2023 Einigung bezüglich einer Neuregelung von Altersabminderungen von Lehrkräften an Staatlichen Schulen im Freistaat erzielt. Änderungen sollen demnach mit einer Stichtagsregelung greifen und für Lehrkräfte ab Geburtsjahrgang 1973 gelten. Für Lehrkräfte früherer Geburtsjahrgänge bleibt es bei den bisherigen Regeln.“

Dazu erklärt Holter: „Ich habe immer gesagt: Eine allein mathematische Lösung des Problems Lehrermangel wird es nicht geben. Deshalb war mir wichtig, die Frage der Altersabminderungen im Dialog mit den Gewerkschaften zu klären. Mit der Neuregelung erreichen wir Verlässlichkeit für alle Kolleginnen und Kollegen, die heute im Anspruchsalter sind oder kurz davor stehen. Gleichzeitig treten wir ein in eine behutsame Erschließung zusätzlicher Ressourcen in den kommenden Jahren. Diese Behutsamkeit ist wichtig, denn wir sind uns über die Arbeitsbelastungen im Schulwesen im Klaren. Deshalb heben wir zwar das Anspruchsalter leicht an, verlieren aber die Frage guter Arbeitsbedingungen und Unterstützung nicht aus dem Blick. Wir müssen und werden weiter an guten Arbeitsbedingungen für alle Lehrkräfte arbeiten und gleichzeitig weiter kraftvoll Lehrerinnen und Lehrer einstellen, um den Lehrermangel zu überwinden. Wir brauchen nicht nur eine gesunde Altersmischung, wir brauchen vor allem gesunde Lehrerinnen und Lehrer.“

„Gewerkschaften, die mit Arbeitgebern auskungeln, wie man die Probleme der Arbeitgeber auf dem Rücken der eigenen Mitglieder löst, haben keine Existenzberechtigung“

Das mag alles so sein. Dass Lehrergewerkschaften aber einer Verschlechterung der Konditionen für die Beschäftigten im Schuldienst zustimmen, kommt bei Lehrkräften nicht gut an. „Gewerkschaften haben da zugestimmt?? Ohne Worte. Ich freue mich heute schon auf den Brief, in dem ich angefragt werde, ob ich über die Pensionsgrenze hinaus arbeiten will. Da gibt‘s nur eine Antwort: Ihr könnt mich mal. Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht. Solche Maßnahmen beschleunigen das ‚Kaputtgehen‘…“, so schreibt eine Lehrerin im Leser*innenforum von News4teachers. Eine andere meint: „Gewerkschaften, die mit Arbeitgebern auskungeln, wie man die Probleme der Arbeitgeber auf dem Rücken und zu Lasten der eigenen Mitglieder löst, haben keine Existenzberechtigung. Fertig, Aus, Ende.“

War die Altersabminderung dann womöglich in der Praxis gar nicht effektiv, sodass sie auch aus Gewerkschaftssicht verzichtbar ist? Das hatte vor wenigen Tagen noch ganz anders geklungen. In einer gemeinsamen Erklärung würdigten die GEW Thüringen, der Thüringer Philologenverband und der Thüringer Lehrerverband (tlv) die Altersabminderung als „wirksames Instrument“ für die Entlastung des Personals. So bleibt die Frage offen, ob die Gewerkschaften für ihr Einlenken wenigstens ein Entgegenkommen in einem anderen Punkt erreicht haben.

Wenn, dann wird das Ergebnis die Betroffenen wohl kaum besonders beeindrucken. Als „weiteren Punkt“ des „Konsenspakets“ führt das Ministerium nämlich nur einen an: „die Verabredung zu einem jährlichen Mitarbeitenden-Vorgesetzten-Gesprächs, das ab dem Jahr, in dem das 59. Lebensjahr vollendet wird, den besonderen Schwerpunkt auf Wünsche und Bedürfnisse zur Ausgestaltung der letzten Dienstphase legt. In diesem strukturierten Gespräch sollen Themen wie der Übergang in den Ruhestand/die Rente, das Hinausschieben des angestrebten Ruhestands/der Rente durch Maßnahmen der Schulleitung, die Verlängerung der aktiven Zeit oder Wiedereinstieg nach dem Eintritt in Pension/Rente behandelt werden.“

Immerhin: „Die Verhandlungen und Gespräche zwischen Bildungsministerium und Gewerkschaften zu wichtigen Fragen der Personalentwicklung“ würden fortgesetzt. News4teachers 

Lehrermangel: Altersabminderung für Lehrkräfte wird „behutsam“ (Bildungsminister) nach hinten verschoben

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GEW-nee!
8 Monate zuvor

Ein Mitarbeitende:r-Vorgesetzte:r- Gespräch mit eindeutiger Intention. Superidee!
Zur Ehrenrettung ist (vielleicht?) zu sagen, dass die Gewerkschaften hier möglicherweise noch etwas herausverhandelt haben. Womöglich wollte der linke Minister (immer diese Rechtschreibprobleme…) gleich die Stunden streichen?

GEW-nee!
8 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Sie (die Gewerkschaften) werden wissen, warum. Wie gesagt, nach meinem Dafürhalten können die weg.
Mal gespannt, was bei den TV- Runden herauskommt.

Kathrin Vitzthum
8 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Sie hätten ja mal nachfragen können.

Kathrin Vitzthum
8 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Selbstverständlich auch sonntags.

GEW-nee!
8 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Steht im Qualitätsjournalismus nicht die Recherche vor der Veröffentlichung? Heute wäre das Thema auch noch relevant genug (gewesen)- aber man wird es uns sicher erklären.

Lera
8 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich verstehe dieses Nebengleis der Diskussion nicht und finde, dass N4T es genau richtig gemacht hat.

GEW-nee!
8 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Man hat es uns erklärt. Danke für die Belehrung.

Kathrin Vitzthum
8 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Noch einmal. Fakt ist, es gibt eine Änderung bei der Gewährung der Altersabminderung für die ab 01.01.1973 geborenen Lehrkräfte.

Fakt ist, und das hätten Sie ruhig recherchieren dürfen: Diese Verhandlungen wurden vor dem Hintergrund der SWK-Empfehlungen geführt, die u.a. Pflichtstundenerhöhungen, Streichung der Altersabminderung und Schleifen der Teilzeit vorsahen.

Fakt ist, die GEW hat das TMBJS zu Verhandlungen aufgefordert und im Landesvorstand Eckpunkte dafür beschlossen.

Fakt ist, dass unsere Mitglieder wissen, worum es geht, was Ausgangslage war und wie unsere Position war und uns dabei unterstützt haben.

Fakt ist, dass Sie das alles nicht interessiert hat.

Kathrin Vitzthum
8 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Sie wollen nicht verstehen, oder? Was Sachsen-Anhalt auch durch Proteste nicht verhindern konnte, haben wir durch Verhandlungen verhindert.

Es gibt in Thüringen weiterhin Altersminderungen, es gibt keine Pflichtstundenerhöhung wie in Sachsen-Anhalt, es kann weiterhin Teilzeit in Anspruch genommen werden.

Man kann das Ergebnis unterschiedlich bewerten, keine Frage. Aber Sie schätzen das als generelle Verschlechterung ein, ohne wirklich zu begründen und in das gesamte Maßnahmenpaket einzuordnen und starten dann eine öffentliche Debatte, ob Gewerkschaften kampflos solche Vereinbarungen unterschreiben dürfen.

Wir alle hatten ein Verhandlungsmandat unserer Organisationen, wir hatten Positionen, Spielräume und rote Linien. Wir haben mit unseren Mitgliedern diskutiert und diese informiert. Sie tragen es mit. Ich hätte sonst nicht unterzeichnet.

Ich beende diese Diskussion an dieser Stelle. Sie haben ohne gründliche Recherche eine Debatte entzündet mit dem alleinigen Willen, Gewerkschaften an den Pranger zu stellen. Herzlichen Glückwunsch dazu.

Lera
8 Monate zuvor
Antwortet  Kathrin Vitzthum

Ich hab plötzlich Hunger auf Leberwurst.

Canishine
8 Monate zuvor
Antwortet  Kathrin Vitzthum

Das eigentlich erschreckende an Ihrer Aussage ist, dass das Ministerium anscheinend tatsächlich glaubt, mit Maßnahmen wie Pflichtstundenerhöhung etc. das Problem nachhaltig in den Griff zu bekommen, ohne auch nur einen Hauch über den Zusammenhang zwischen Belastung, Arbeitsplatzzufriedenheit und Unterrichtsqualität nachzudenken.
Ich kenne persönlich kaum Lehrer, die sich über die Entlohnung beschweren, aber alle (!) klagen über die Arbeitsbelastung und ziehen ihre Konsequenzen, die sicherlich nicht zu vielfältigerem Unterricht führen.
Es stellt sich mir daher die Frage, wie lange Ihr Verhandlungsergebnis Bestand haben wird.

Kuchenfan
8 Monate zuvor
Antwortet  Kathrin Vitzthum

Das mag ja alles sein, doch stelle ich mir die ganze Zeit vor, Sie bzw. Ihr:e Vorgesetzte:r würden mit Herrn Weselsky den Posten tauschen.

Lieber spät als nie
8 Monate zuvor
Antwortet  Kathrin Vitzthum

@Kathrin: Ich verstehe Sie jetzt so, dass die Altersminderungen ganz gestrichen worden wären, wenn Sie nicht verhandelt hätten, richtig?

Katja W.
8 Monate zuvor
Antwortet  Kathrin Vitzthum

Fakt ist, dass in Niedersachsen vor Jahren die Schulpersonalräte(!!!) auf die Barrikaden gegangen sind, als die Pflichtstundenzahl erhöht werden sollte.
Fakt ist, dass weder GEW noch andere Verbände in diesen ersten und heftigen Wochen eine Unterstützung waren.
Und erst, als die Welle RIESIG war und unglaublich viele Schulen in den Protest eingestiegen sind, waren auch die Verbände an Bord. Und die Stunde musste zurückgenommen werden.
Der Arbeitgeber/ Dienstherr kann eben nicht beliebig die Stundenzahl erhöhen, ohne zu sagen, welche Tätigkeiten stattdessen gestrichen werden sollen.
Inzwischen gibt es dazu Gerichtsurteile.
Und wer in Teilzeit arbeitet, tut dies oft aus Gründen des Gesundheitserhalts.
Wer Teilzeit streicht, hat dann eben krank geschriebene Lehrkräfte.
Ich glaube, die Lehrkräfte allen Bundesländern sind inzwischen so auf Krawall gebürstet, dass sie sich Verbände wünschen, die sich nicht ängstlich ducken.
Ich wünsche mir hier mehr Konfrontationskurs, und zwar einen, der Rote Linien zieht. Bis hier und nicht weiter.
Ja, Beamte dürfen nicht streiken, aber sie dürfen trotzdem SEHR viel.

Lehrer_X
8 Monate zuvor
Antwortet  Katja W.

Ich frage mich immer wieder, was die Länder eigentlich machen wollen, WÜRDEN alle beamteten Lehrer einfach langfristig die Arbeit niederlegen und sagen; wir machen jetzt gar nichts mehr, bis mal ein langfristiger Plan steht, dem die große Mehrheit zustimmen würde.

Philipp
9 Tage zuvor
Antwortet  Katja W.

In Niedersachsen haben die vom dortigen Philologenverband unterstützten Klagen mehrerer Lehrkräfte zur Rücknahme der Pfluchtstundenerhöhung geführt. Die Klage war nämlich erfolgreich. Soviel zur angeblichen Nutzlosigkeit von Gewerkschaften und Verbänden

Bla
8 Monate zuvor
Antwortet  Kathrin Vitzthum

„Fakt ist, und das hätten Sie ruhig recherchieren dürfen: Diese Verhandlungen wurden vor dem Hintergrund der SWK-Empfehlungen geführt, die u.a. Pflichtstundenerhöhungen, Streichung der Altersabminderung und Schleifen der Teilzeit vorsahen.“

Also meinen Sie, dass das ein Kompromiss ist?
Also müsste man nur die Forderungen/Empfehlungen der SWK so absolut absurd machen (was sie sowieso schon sind), dass man dann durch einen „Kompromiss“ eben sich da rauszieht und das als gut zu verkaufen versucht?
Mal im Ernst … Das muss ja ein Witz sein hoffe ich.

Ministerium/KMK/SWK: „Wir wollen das Gehalt der Lehrkräfte reduzieren!“
Gewerkschaft: „Nee, bitte bitte nicht. Wir würden einen Kompromiss mit +/- 0 aber zustimmen.“
Oder wie kann ich mir das jetzt vorstellen?

Ich hoffe wirklich Sie jetzt falsch zu verstehen … Ansonsten wäre das schon maximal fragwürdig.

E.S.
8 Monate zuvor
Antwortet  GEW-nee!

Es ist doch keine Ehrenrettung, wenn eine Gewerkschaft statt des größtmöglichen Übels für seine Mitglieder einem etwas kleineren Übel für die Betroffenen zustimmt.

Bla
8 Monate zuvor
Antwortet  E.S.

Und das aufgrund von schwachsinnigen Beratungen:
„Wir haben Personalmangel.“
„Achsoooo, ja dann. Erhöhen wir einfach das Deputat. Dann wird das doch rechnerisch ausgeglichen?“
„Ja, schon.“
„Das ist es. Das schlagen wir einfach mal vor.“
„Super. Überstunden bitte aufschreiben. War ja anstrengend die Überlegung.“
„Hab ich schon. Aber Danke für die Erinnerung.“
„Dann… Mal in den verdienten Feierabend.“

Lieber spät als nie
8 Monate zuvor
Antwortet  GEW-nee!

Und das Gespräch bindet nochmal zusätzlich Zeit…

JoS
8 Monate zuvor

Mehr arbeiten müssen ja eben nicht aktuell ältere Beschäftigte, sondern nur die Geburtsjahrgänge ab 1973. Wie das bei der Bewältigung des akuten Lehrkräftemangels helfen soll, ist mir nicht klar, da die Maßnahme frühestens in 5-6 Jahren erste Auswirkungen zeigen könnte. In der Zeit könnte man aber genauso gut junge Lehrkräfte ausbilden, nur müsste man den Beruf dann attraktiver machen. Dass die Gewerkschaften dabei zustimmen, zeigt in meinen Augen nicht nur eine gewisse Kurzsichtigkeit, sondern auch die Bereitschaft zur bewussten Benachteiligung heute (!) Jüngerer im Alter gegenüber den älteren Jahrgängen. Und das obwohl die Herausforderungen des Jobs heute unbestreitbar deutlich größer sind als noch vor ein paar Jahren. Eine Gewerkschaft, die einen Teil ihrer Mitglieder derart verrät, hat in meinen Augen keine Existenzberechtigung.

447
8 Monate zuvor

Ja, das dürfen sie. Ist ja nicht verboten.
Insofern ist die Wahl der Strategie ihre freie Entscheidung.

Brauchen nur nicht erwarten, damit neue Mitglieder zu erwerben. Bei der Gelegenheit könnten „“““Gewerkschaften““““ ja mal wieder mehr oder längeren Ganztag und/oder mehr „Stuhl dazustellen“-Sachen fordern.

Lera
8 Monate zuvor

Wirklich armselig für eine Gewerkschaft, deren Existenzberechtigung darin besteht, die Bedingungen für ihre Mitglieder zu VERBESSERN.

Wenn man trotzdem solche Zugeständnisse macht, wäre das Mindeste, das Kind beim Namen zu nennen. Hier wurden die Arbeitsbedingungen im Konsens VERSCHLECHTERT.

Dem Minister aber zu gestatten, mit PR-Phrasen wie „Mit der Neuregelung erreichen wir Verlässlichkeit“ die eindeutige Verschlechterung zulasten der Lehrer auch noch als Verbesserung zu verkaufen, ist nur noch lächerlich und zeugt von unfassbarer Naivität (oder wahlweise Korruptheit) der Gewerkschaft.

Das Mindeste wäre gewesen, das Zugeständnis öffentlich klar zu benennen als Leistung und Zusatzbelastung der Lehrer. Dann könnte man nämlich im Gegenzug auch etwas fordern, das Bedingungen verbessert (=Aufgabe, Sinn und Zweck der Gewerkschaft).

Die GEW sollte sich in Grund und Boden schämen.

anka
8 Monate zuvor

Dürfen Lehrer-Gewerkschaften kampflos einer Verschlechterung der Konditionen für ihre Mitglieder zustimmen?Nein, das dürfen sie nicht.

Aber über Austritte wundern dürfen sie sich. Müssen sie aber nicht.

Wenn schon die Gewerkschaften einseitig die Solidarität mit ihren Beitragszahlern (vulgo: Mitgliedern) aufkündigen, brauchen die sich nicht wundern über sinkenden Mobilisierungsgrad, sinkende Mitgliederzahlen und sinkende Bedeutung.
Merke:
Erst wenn der/die erste Festangestellte der Gewerkschaft gekündigt wird, werden die Gewerkschaften feststellen, dass sie Opportunismus nicht essen können„. Haben ja schon die Cree gesagt.

(Hinweis: bin selbst seit über 30 Jahren in der GEW. Noch…)

Hornveilchen
8 Monate zuvor

Die Frage muss eigentlich anders lauten: Dürfen Lehrer und Lehrerinnen kampflos Verschlechterungen ihrer Arbeitskonditionen hinnehmen? Und: Warum wehren sich so viele Lehrer und Lehrerinnen nicht?

Was können Gewerkschaften ausrichten, die hier permanent schlechtgeredet werden und denen Lehrer und Lehrerinnen bei ihren Aktionen nicht folgen?

Lehrergewerkschaften bestehen aus Lehrern. Oder eben auch nicht.

Mika
8 Monate zuvor
Antwortet  Hornveilchen

Sogar im Gegenteil: Es ist Lehrkräften anzuraten, Aktionen der Gewerkschaften der hier erfolgten Form: „Wir unterstützen mit unserer Unterschrift die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen unserer Mitglieder!“ nicht zu folgen.
Die Bildungsgewerkschaften haben sich mit dieser Aktion einen kapitalen Bock geschossen. Ich habe seit der Pandemie zunehmend das Gefühl, dass sich die Gewerkschaftsvertreter, und hier hebt sich Frau Finnern unrühmlich hervor, zunehmend als Bildungspolitiker verstehen. Ihre Aufgabe ist jedoch nicht, die Probleme der Bildungspolitiker zu lösen, sondern sich für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen ihrer Mitglieder einzusetzen. Und solange die Gewerkschaften das nicht auf die Reihe kriegen, werden sie keine Mitglieder bekommen.

Hornveilchen
8 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Das finde ich eine böswillige Falschauslegung meiner Aussagen. Sie sollten durchaus verstehen, wie ich es meine. Wo haben Gewerkschaften für Aktionen für diese Verschlechterung der Arbeitsbedingungen aufgerufen?!?

Fakten sind Hate
8 Monate zuvor
Antwortet  Hornveilchen

Ihre Aussage wurde garnicht falsch ausgelegt, sondern lediglich widersprochen.

Die Gewerkschaften haben nicht mit einer Verschlechterung beworben, sondern anscheinend einfach direkt umgesetzt.

Ala Nicht-Gewerksschaftmitglied muss ich sogar ergänzen, dass die Gewerkschaften seit mindestens 10 Jahren keine relevante Verbesserung umgesetzt haben.

Von Nullrunden und angeblichen Inflationsausgleichen, deren Effekte mittlerweile deutlich zu spüren sind, möchte ich garnicht weiter ausführen.

Dejott
8 Monate zuvor
Antwortet  Hornveilchen

Dann braucht man aber auch keine Gewerkschaft, wenn Lehrerinnen und Lehrer alles selbst in die Hand nehmen sollen.
Bei den vielen Zumutungen wäre vermutlich auch ein Dauerkampf angesagt.

Hornveilchen
8 Monate zuvor
Antwortet  Dejott

Sie sollten auch verstehen, wie ich es meine. Gemeinsam für etwas einzutreten ist immer kraftvoller als jeder Einzelne allein.

Fakten sind Hate
8 Monate zuvor
Antwortet  Hornveilchen

Was sie meinen ist an sich richtig. Nur wenn ich allein deutlich bessere Verträge für mich aushandeln kann, dann sehe ich keinen Grund überhaupt eien Gewerkschafts beizutreten. Vielmehr sind sie sogar schädlich, weil sie verhindern, dass ich überhaupt verhandeln darf.

Hornveilchen
8 Monate zuvor

Dass aber Vertreter von 4 Lehrerverbänden so eine Vereinbarung unterschreiben, macht mich fassungslos. Die richtige Reaktion ist aber nicht Austritt, sondern Auswechseln (Abwahl). Nur fürchte ich, diese Posten will auch kaum einer übernehmen. Das ist auch ein Dilemma mangelnden Engagements in Lehrerkreisen. Wählt die doch ab!!

Fakten sind Hate
8 Monate zuvor
Antwortet  Hornveilchen

Ich bin mir jetzt nicht 100% sicher, aber diese Gewerkschaftspöstchen werden meines Wissens nach ziemlich gut bezahlt.

Kathrin Vitzthum
8 Monate zuvor

Wäre ja cool gewesen, wenn man bei den Gewerkschaften mal nachgefragt hätte. Aber Gewerkschaftsbashing macht sich ja auch gut.

Kathrin Vitzthum
8 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich hatte keinen Anruf am Wochenende, Sie haben es also nicht einmal versucht.

Und im Übrigen, unsere Mitglieder sind informiert. Während der Verhandlungen über die Zwischenstände und am Freitag über die Ergebnisse. Die Mitglieder, nicht die Öffentlichkeit.

Kathrin Vitzthum
8 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Sie machen es sich sehr einfach. Recherche ist wirklich nicht Ihre Sache.

Lera
8 Monate zuvor
Antwortet  Kathrin Vitzthum

Die „Information“ der Öffentlichkeit haben Sie lieber dem Minister überlassen- und der hat Sie den Kakao, durch den er Sie zuvor gezogen hat, noch schön austrinken lassen.

Wann genau wollen Sie sich denn öffentlich dazu äußern? Weihnachten?

Kathrin Vitzthum
8 Monate zuvor
Antwortet  Lera

Sie haben doch bereits auf unserer Homepage nachgelesen. Wie viel öffentliche Äußerung benötigen Sie denn noch?

Lera
8 Monate zuvor
Antwortet  Kathrin Vitzthum

Diesen speziellen Kommentar habe ich geschrieben, bevor ich wusste, dass es auf Ihrer HP ein Statement dazu gibt bzw. bevor es das Statement auf Ihrer HP gab.

Kuchenfan
8 Monate zuvor
Antwortet  Kathrin Vitzthum

Ihr Engagement in allen Ehren, aber das war keine Glanzleistung der Verhandlung. Da hat die Gewerkschaft einen riesengroßen Bock geschossen und muss noch zusehen, wie sie vom Ministerium instrumentalisiert und vorgeführt werden. Dass sich die Kolleg:innen hier ärgern, ist legitim; das müssen Sie aushalten, statt angep..t zu sein.

Übrigens ist ein Problem, dass die Gewerkschaften und Verbände sich ihrer eigenen Stärke nicht bewusst sind, sondern sich vielmehr gebauchpinselt sehen, wenn sie im Ministerium zur Sitzung sein dürfen und an der Pforte auf die Frage, wohin sie wollen, ehrfurchtsvoll hauchen „in den Sitzungssaal XY“. In den Sitzungen selbst sind sie handzahm. Die Ministeriellen lachen sich kaputt, so leicht geht das Ziehen über den Tisch.

Mika
8 Monate zuvor
Antwortet  Kathrin Vitzthum

Blöd nur, dass die Ergebnisse Ihrer Verhandlungen für ALLE Lehrkräfte Thüringens gelten und nicht nur für Ihre Mitglieder.

Mika
8 Monate zuvor
Antwortet  Kathrin Vitzthum

Gewerkschaftsbashing? Ich habe keine Gegendarstellung der 4 beteiligten Gewerkschaften gelesen, in keinem der Medien (und das waren etliche), welches die Nachricht veröffentlicht hat. Die Gewerkschaften „bashen“ sich hier selbst – das muss niemand von außen übernehmen. Traurig ist vor allem, dass es im Bildungsbereich meines Wissens nicht eine einzige Gewerkschaft gibt, die sich konsequent und ausschließlich für die Interessen der Lehrkräfte einsetzt. Dort würde ich sofort eintreten, weil ich wüsste, dass meine Beiträge dafür verwendet werden, meine Arbeitsbedingungen in Schule zu verbessern!

Baujahr jünger 73
8 Monate zuvor
Antwortet  Kathrin Vitzthum

Frau Vitzhum, wenn hinter diesem Kommentar Sie als wahre Person und Vorsitzende der GEW-Thüringen schreiben, könnten Sie bitte hier Stellung nehmen, wie es zu diesen Konsens kam.
Danke für eine eine evtl. Mitteilung.

Kathrin Vitzthum
8 Monate zuvor

Sie können sich gerne auf der Homepage der GEW Thüringen informieren.

Kathrin Vitzthum
8 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Ihre Aufgabe ist es, gründlich zu recherchieren. Die Kommentierung einer Pressemeldung des TMBJS reicht dazu nicht aus. Die umfasst eben nicht alle Elemente eines Verhandlungsergebnisses.

Sie haben alle Zeit der Welt, sich die notwendigen Informationen zu beschaffen. Wenn Sie dann immer noch von Verschlechterungen schreiben wollen, bitte. Dann müssen Sie aber auch begründen.

So reden Sie unsere Arbeit schlecht, weil Sie nicht vollständig informieren und zudem noch polemisch fragen, ob wir eine solche Regelung überhaupt unterzeichnen dürfen.

Vielleicht lesen Sie einige Kommentare auch nochmal nach. Die Regelungen zur Altersabminderung sind in den Ländern höchst unterschiedlich und Thüringen wird auch weiterhin eine im Vergleich attraktivere Regelung haben als andere. Also hören Sie auf, das Verschlechterung zu nennen.

Mika
8 Monate zuvor
Antwortet  Kathrin Vitzthum

@ Kathrin Vitzthun
Sie und drei andere Lehrerverbände haben einer Verschlechterung der Arbeitsbedingungen gegenüber dem Jetzt – Zustand zugestimmt, da beißt die Maus keinen Faden ab. Warum brauchen Sie einen Konsens mit der Landespolitik? Sie sind Vertreter der Lehrkräfte, und ich erwarte von Ihnen, dass Sie solchen faulen Kompromissen nicht zustimmen! Und da dürfen Sie sich auch gern mal in Unfrieden aus dem TMBJS bewegen!

Wissenspflaster
8 Monate zuvor
Antwortet  Kathrin Vitzthum

Hallo GEW,
ich Versuche seit sechs Wochen von der GEW die Position der Gewerkschaft zu befristeten Verträgen zu bekommen, um dann Dr richtigen Gewerkschaft beizutreten…
Keine Antwort von der GEW trotz mehrfacher Nachfrage.
So wird das nichts.

Katja W.
8 Monate zuvor
Antwortet  Kathrin Vitzthum

Das kommt mir bekannt vor. Als in Niedersachsen die Pflichtstundenzahl erhöht werden sollte wurde mit der Pflichtstundenzahl in anderen Bundesländern argumentiert.
Natürlich ohne zu erwähnen, dass es da aber Entladtungsstunden für Oberstufe oder Altersteilzeit oder oder oder gab.
Das war damals die Argumentation des Kultusministeriums.

Federfuchs
8 Monate zuvor
Antwortet  Kathrin Vitzthum

Auf der GEW-Seite liest sich tatsächlich alles ganz anders. Schlimmeres konnte nur so verhindert werden.

Lera
8 Monate zuvor
Antwortet  Federfuchs

Man nennt das „Paralleluniversum“.

Lera
8 Monate zuvor
Antwortet  Kathrin Vitzthum

„In Verantwortung für die Schüler:innen war für die GEW Thüringen auch klar, dass wir einen konstruktiven Beitrag zur Lösung leisten müssen, wenn wir dem Anspruch einer Bildungsgewerkschaft gerecht werden sollen.“

Der Anspruch einer Gewerkschaft ist es, Lobbyarbeit für Arbeitende zu betreiben.

Wenn Sie die Welt retten wollen, sollten Sie in die Politik gehen.

Ansonsten das Erwartbare: Wir haben noch Schlimmeres verhindert. Der Preis war nur, dass wir mithelfen, die Verschlechterungen schönzureden.

Und ein bisschen Pillepalle für Seiteneinsteiger als Feigenblatt, damit es nachts und von Ferne für betrunkene Maulwürfe mit einem Auge eventuell noch nach so etwas Ähnlichem wie Gewerkschaft aussieht.

Kathrin Vitzthum
8 Monate zuvor
Antwortet  Lera

Sie vergessen zu zitieren, was vor dem Satz steht. Ich übernehme das gerne für Sie:

Anfang 2023 sorgten die Empfehlungen der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission bei der KMK zur Behebung des akuten Lehrkräftemangels für Aufruhr. Sie enthielten u.a. Vorschläge zur Anpassung des Ruhestandseintritts, der Reduktion der Unterrichtsverpflichtung aus Altersgründen und der Teilzeitbeschäftigung an die aktuelle Situation sowie zur Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung in Anlehnung an das Konzept der Vorgriffsstunden. Dies konnten wir durch die Aufnahme von Verhandlungen verhindern.“

Und ja, als Bildungsgewerkschaft stehen die Arbeits- und Einkommensbedingungen der Lehrkräfte im Fokus. Wir leben und arbeiten aber nicht auf einer einsamen Insel, sondern wir alle gemeinsam tragen Verantwortung für gute Bildung. Die selbstverständlich auch die Bildungschancen der Schüler:innen beinhaltet.

Und noch einmal: Für alle heute 50jährigen und Ältere verschlechtert sich nichts an der Altersabminderung. Für die anderen erfolgt der Einstieg mit 57 Jahren mit einer Stunde, ab 60 erhalten diese zwei Stunden und ab 64 dann vier Stunden Altersabminderung.

Ich liste Ihnen hier gerne mal die Länderregelung auf, beschränke mich dabei auf den Jahrgang, der erstmals Altersabminderung erhält.

BaWü 58/1 Std.
Bayern 58/1
Berlin 55/1
Brandenburg 60/1
Bremen 58/1
Hamburg 60/2
Hessen 55/1
Meck.-Vorp. 60/2
Nieders. 55/1
NRW 55/1
RLP 63/3
Saarland 57/1
Sachsen 55/1
Sachs-Anh. 60/2
Schl.-Holst. 55/2

Dejott
8 Monate zuvor
Antwortet  Kathrin Vitzthum

Der Satz: Aber die Schüler….führt dummerweise seit Jahren dazu, dass sich Lehrer und Lehrerinnen ausbeuten lassen. Auch der Verweis auf andere Länder-frei nach dem Motto: anderswo ist es viel schlimmer-kann ja nicht wirklich als Begründung dienen. Viele Lehrerinnen und Lehrer sind es tatsächlich völlig leid, den Puffer für verfehlte Bildungspolitik zu geben.

Bla
8 Monate zuvor
Antwortet  Dejott

Ist für mich schon ein Strohmann-Argument. Darf jeder sehen wie er/sie will.
Aber die Empfehlungen der SWK hier anzuführen … Ich weiß ja nicht.
Wenn die jetzt noch mehr realitätsfernen Unsinn gefordert/empfohlen hätten? Hätte man noch mehr Kompromisse gemacht?
Naja, wird man ggf. beim nächsten Schwachfug Vorschlag dann sehen.

Generell: Unfug ablehnen. Das würde schon helfen. Dann für bessere Bedingungen eintreten. Nicht für Kompromisse auf Schwachsinn.
Sorry … Aber das kann doch keine ernstgemeinte Begründung sein. Dann das auch nur zu versuchen noch gut hinzustellen. Puh. Ich eeiß ja echt nicht.

Jockel
8 Monate zuvor
Antwortet  Kathrin Vitzthum

In RLP gibt es allerdings noch die Möglichkeit zur Altersteilzeit.

Lera
8 Monate zuvor
Antwortet  Jockel

Noch.

Schön für die Boomer. Wo ihr es doch so schwer hattet.

Alter Pauker
8 Monate zuvor
Antwortet  Lera

Was soll das Gemopper über die Generation, die seit Jahrzehnten den Laden am Laufen hält ????????

Lera
8 Monate zuvor
Antwortet  Kathrin Vitzthum

In Nordkorea ist es übrigens noch schlechter!

Sie springen auch echt über jeden Stock, den die KMK euch hinhält.

NATÜRLICH hat die SWK im Auftrag (!) der KMK völlig unverschämte und in Sachen Lehrermangel völlig kontraproduktive „Empfehlungen“ gegeben.

Das war eine sogenannte „Taktik“ und die ist in Ihrem Fall vollkommen aufgefangen:

1. Riesenunheil an die Wand malen
2. „konsensual“ ein bisschen Unheil beschließen

Im Übrigen sind Empfehlungen einer Kommission nicht die 10 Gebote.

Ihre Aufgabe wäre gewesen, noch unverschämtere Forderungen in die entgegengesetzte Richtung zu stellen, dann hätten Sie eine sogenannte „Verhandlungsposition“ gehabt.

Nachzulesen in: Gewerkschaftsarbeit für Dummies, Ausgabe in leichter Sprache.

Naiv, naiver, GEW.

Tim Bullerbü
8 Monate zuvor
Antwortet  Lera

Genau so ist es!!!!

Mika
8 Monate zuvor
Antwortet  Kathrin Vitzthum

Nein, Frau Vitzthun. Als Gewerkschaft u.a. der Lehrkräfte tragen Sie NULL Verantwortung für die Bildung der Schüler. Ihre Verantwortung liegt im Kampf für bessere Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte.
Wenn Sie die Verantwortung für gute Bildung übernehmen wollen, treten Sie bitte zu den Landtagswahlen an und werden Kultusministerin.

Bla
8 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Stimmt so auch nur bedingt.

Durch bessere Bedingungen der Lehrkräfte resultieren langfristig bessere Bedingungen für Schüler. [Wer das nicht versteht … Nochmal lesen. So lange, bis es klick macht.]

Daher: Rahmenbedingungen grundlegend verbessern. Für Lehrkräfte und Schüler. Langfristig. Nicht auf kurzfristige Lösungsstrategien setzen, um das „Totalaus“ (nur) zu verzögern, statt dem entgegenzutreten.

Mika
8 Monate zuvor
Antwortet  Bla

Eine Gewerkschaft ist ihren Mitgliedern verpflichtet, sonst niemandem. Wenn andere im Nachgang zusätzlich vom Einsatz der Gewerkschaft für ihre Mitglieder profitieren – perfekt.
Vergleichen Sie das gern mit der GDL. Die setzt sich ausschließlich für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen ihrer Mitglieder ein. Während des Arbeitskampfes geht es nicht um die Verbesserung der Fahrgastrechte oder des Fahrplans für Bahnreisende, sondern ausschließlich um die eigenen Mitglieder. Das die Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Lokführer resp. der Lehrkräfte im Regelfall zu einer Verbesserung der Situation der Fahrgäste resp. der SuS führt ist eine Binse.
Die grundlegende Verbesserung der Bedingungen für alle Beteiligten ist Aufgabe der Politik, nicht der Gewerkschaften!

Bla
8 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Richtig. Schließe ich nicht aus – habe ich nur ergänzt. Das sehen wir gleich.
Darum geht es ja … Sogar wenn die GEW für bessere Bedingungen für SuS sind [als Begründung], dann müssten sie eben mehr für die Lehrkräfte machen.
Davon abgesehen, dass sie eigentlich auch nur für die Bedingungen der Lehrkräfte da sein sollten. Dass sich das oft überschneidet hilft aber.

Lieber spät als nie
8 Monate zuvor
Antwortet  Bla

Die Frage ist, ob das wirklich eine Verbesserung für die SchülerInnen bringt, wenn dadurch mehr LehrerInnen krank ausfallen. Zu viel ist einfach zu viel

Bla
8 Monate zuvor

Meinen Post nochmal lesen.
Warum sollten mehr Lehrkräfte krank ausfallen, wenn die Bedingungen für Lehrkräfte verbessert wird?
Macht erstmal keinen Sinn.

Lera
8 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Wäre nicht unterscheidbar vom Status Quo.

Katja W.
8 Monate zuvor
Antwortet  Kathrin Vitzthum

Wenn man dieser Argumentation folgt, sollten wir die Pflichtstundenzahl einfach auf 40 Deputatsstunden und einen Yogakurs pro Woche erhöhen.
Denn es wird dem MK immer gelingen, irgendwelche Clowns zu finden, die pressewirksam verkünden, dass die Lehrkräfte auch vier Klassen gleichzeitig unterrichten und vierhändig korrigieren können.
Ich erwarte von einer Gewerkschaft, dass die diesem Schwachsinn inhaltlich überzeugende Argumente gegenüberstellt.
Und nicht, dass sie sich ängstlich und duckmäuserig ins Bockshorn jagen lässt.

KARIN
8 Monate zuvor
Antwortet  Kathrin Vitzthum

BW ab 60!!! eine Stunde, mit 62 die zweite! Mindestens seit 2017. Zuvor mit 58 die erste und mit 60 die zweite!

Lieber spät als nie
8 Monate zuvor
Antwortet  KARIN

Gewerkschaften müssen dafür kämpfen, das wieder rückgängig zu machen und nicht die Situation durch immer mehr Zugeständnisse weiter verschlechtern

KARIN
8 Monate zuvor
Antwortet  Kathrin Vitzthum

Mehr als zwei Stunden gibt es nicht 7n BW!!

Lera
8 Monate zuvor
Antwortet  Kathrin Vitzthum

„als Bildungsgewerkschaft stehen die Arbeits- und Einkommensbedingungen der Lehrkräfte im Fokus“

Leider nein, gar nicht.

„Für alle heute 50jährigen und Ältere verschlechtert sich nichts an der Altersabminderung.“

Schön für Ihre Mitglieder, für Walter, Günter, Gudrun und Ursula.

Was macht die GEW eigentlich, wenn die Boomer (endlich) in den Ruhestand gehen? – Genau, den Laden zu.

Wer wird euch vermissen? – Vielleicht das KM, die müssen sich dann andere Statisten und Claqueure für ihre PR mieten.

Tim Bullerbü
8 Monate zuvor
Antwortet  Kathrin Vitzthum

Das ist nicht korrekt/nicht mehr aktuell.
In Niedersachsen gibt es ab 60 Jahren eine Stunde weniger, nicht ab 55.
Gerne in der Arbeitszeitverordnung nachlesen.
http://www.schure.de/20411/ndsarbzvo-schule.htm#:~:text=2%20bis%205%20Nds.,ArbZVO%20entsprechend.&text=(1)%201Die%20Unterrichtsverpflichtung%20der,folgt%2C%20um%20eine%20Unterrichtsstunde%20erm%C3%A4%C3%9Figt.

GS in SH
8 Monate zuvor
Antwortet  Tim Bullerbü

Die genannten Zahlen sind auch für SH falsch!

Lera
8 Monate zuvor

Nee, lieber zehnmal schreiben, dass man nicht angerufen wurde, das ist viel informativer.

Hornveilchen
8 Monate zuvor
Antwortet  Lera

Kann man alles nachlesen? Aber das ist Ihnen bestimmt zu umständlich, nicht wahr?!

Lera
8 Monate zuvor
Antwortet  Hornveilchen

Nö, hab ich gemacht (s.o.) und komme zum gleichen Ergebnis.

Mika
8 Monate zuvor
Antwortet  Lera

Dito

Federfuchs
8 Monate zuvor

Das ist ja unglaublich, dass vier verschiedenen Lehrerverbände diesen Verschlechterungen zugestimmt haben. Sicherlich brauchte das Bildungsministerium ja nicht einmal diese Zustimmung, sondern wollte damit nur kundtun, die Lehrerverbände stünden dahinter. Was hat die dazu bewogen? Man möchte sofort austreten, aber ich möchte sagen, wählt die ab! Sprecht ihnen euer Misstrauen aus! Die sollen alle sofort zurücktreten!

Hysterican
8 Monate zuvor
Antwortet  Federfuchs

Man muss das aber auch wirklich verstehen…

Nach völlig spekulativen und unbestätigten Quellen zweifelhafter Herkunft soll Holter den Gewerkschaftsvertretern angedroht haben, dass er sie bei einer Verweigerung der Zustimmung zu seinen Plänen nicht mehr lieb habe und dass es dann zukünftig keine Kekse und keinen Kaffee mehr bei den gemeinsamen Sitzungen geben werde.

Aber, wie gesagt …. das habe ich nur so irgendwo gehört.
(Satire aus!)

Dieter Molitor
8 Monate zuvor
Antwortet  Federfuchs

Vielleicht sollten Sie erst einmal überlegen, warum verhalten sich alle so ruhig. In anderen Branchen wie Chemie und Energie hatten ältere Arbeitnehmer schon lange mehr Urlaubstage oder weniger Wochenstunden. Jetzt nicht mehr, alles komplett gestrichen, auch ohne grosses Aufsehen. Warum? Solche Regelungen verstossen ganz klar gegen das „Gleichbehandlungsgesetz“, denn es diskriminiert die jüngeren Arbeitnehmer. Wenn solche luxuriösen Sonderregeln für die Lehrer an die grosse Öffentlichkeit dringen, gäbe es keine andere Möglichkeit als sie sofort ersatzlos zu streichen, denn sie verstossen ganz klar gegen geltendes Recht. Auch werden mittelfristig Lohnsteigerungen oder Beförderungen, die regelmässig nach Arbeitsjahren gewährt werden auslaufen. Denn solch ein Automatismus diskriminiert die Leistungsträger in unserer Gesellschaft.
Also, bitte den Ball etwas flach halten!

Jockel
8 Monate zuvor
Antwortet  Dieter Molitor

..“die Leistungsträger in unserer Gesellschaft“- die wären dann genau?

Lera
8 Monate zuvor
Antwortet  Dieter Molitor

„Solche Regelungen verstossen ganz klar gegen das „Gleichbehandlungsgesetz“, denn es diskriminiert die jüngeren Arbeitnehmer.“

Ich fühle mich wesentlich mehr benachteiligt, wenn ich im Alter Vorteile nicht mehr bekomme, die die Boomer noch schön mitgenommen haben.

Und dass Altersermäßigungen nun plötzlich illegal sein sollen bzw. dies jahrzehntelang niemandem aufgefallen sein soll, ist … mindestens sehr, sehr merkwürdig.

Jockel
8 Monate zuvor
Antwortet  Lera

Das gleicht sich aus durch Maßnahmen wie Elternzeit, Elterngeld, kostenlose Kita, Kita ab 1, Elternkrankengeld, Elternkrankentage usw., usf.
Das haben die Boomer in ihren Familienzeiten alles selbst getragen und organisiert und finanzieren es heute durch ihre Steuern und Arbeitsleistung. Sie tun es gerne! Sie fühlen sich nicht benachteiligt, damals in ihrer Familienzeit Vorteile nicht bekommen zu haben, die die Jüngeren noch schön mitnehmen ;-))

Lera
8 Monate zuvor
Antwortet  Jockel

Ja, ihr wart echte Helden und hinterlasst eine Welt, in der alles zum Besten steht. Vielen Dank für euren Altruismus und genießt schön den Vorruhestand ohne Abzüge, aber immer dran denken: Nur ein SUV pro Jahr kaufen, ne.

GEW-nee!
8 Monate zuvor
Antwortet  Lera

Neid ist doch die schönste Form der Anerkennung! Und Vorurteile pflegen sich immer wieder gut.

Lera
8 Monate zuvor
Antwortet  GEW-nee!

Wo ist nur mein Phrasenschwein?

Ich weiß, es kratzt am Heldenmythos.

Ihr habt den Kuchen gebacken, keine Frage. Leider habt ihr danach zwei Kuchen aufgegessen.

Freiya
8 Monate zuvor
Antwortet  Lera

Wow. Was für eine Flut von Stereotypen und Vorurteilen! Lera hat doch auch studiert, oder? Bitte Kopf einschalten und nicht beim wild-um-sich-Schlagen völlig Unbeteiligte verletzen!

Ich bin Lehrkraft, seit über 35 Jahren. Ich fahre einen Kleinstwagen, und auch den nur, weil ich sonst auf dem Land nirgendwohin käme und schon gar nicht zu meiner Schule. Ich lebe vegetarisch. Meine Flugreisen kann ich an 2 Händen abzählen und es werden keine neuen mehr dazukommen. Mein Handy ist uralt, meine Kleidung folgt keiner Mode und bleibt demzufolge unbegrenzt tragbar. Meine Möbel sind gebraucht und werden bei mir bleiben, bis ich nicht mehr bin. Ich beschränke mich nicht aus finanziellen, sondern umwelttechnischen Gründen. Und ich bin „boomer“. Ich kenne noch mehr „boomer“ wie mich, Leute, die lange bevor es modern wurde, auf die Umwelt geachtet haben und danach leben.

Was bringt es uns Lehrkräften, wenn wir uns gegenseitig zerfleischen? Nach dem Motto „Divide et impera!“ werden ganz sicher nicht WIR davon profitieren!

Lera
8 Monate zuvor
Antwortet  Freiya

Das stimmt. Sorry dafür.

Dieter Molitor
8 Monate zuvor
Antwortet  Lera

Bitteschön:

BAG, Urteil vom 11.12.2018 – 9 AZR 161/18

Mika
8 Monate zuvor
Antwortet  Dieter Molitor

Bitteschön (aus dem von Ihnen verlinkten Beitrag):
„ 37
(3) Zu den legitimen Zielen in diesem Sinne gehört auch der Schutz älterer Arbeitnehmer. § 10 Satz 3 Nr. 1 AGG konkretisiert das Ziel durch eine Aufzählung von Maßnahmen, die zu diesem Zweck ergriffen werden dürfen. Der Schutz kann erreicht werden, wenn besondere Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen festgelegt werden (BAG 27. April 2017 – 6 AZR 119/16 – Rn. 34, BAGE 159, 92; vgl. auch BAG 12. April 2016 – 9 AZR 659/14 – Rn. 22). Dazu können zusätzliche Urlaubstage in Abhängigkeit vom Lebensalter gehören. Notwendig ist jedoch, dass mit zunehmendem Alter ein erhöhtes Erholungsbedürfnis entsteht, das durch die konkrete Regelung der Urlaubsansprüche gefördert wird. Die Regelung darf nicht über das hinausgehen, was erforderlich ist, um diesen Zweck zu erreichen. Diese Umstände hat der Arbeitgeber im Prozess darzulegen. Er genügt der Darlegungslast nicht bereits dann, wenn er allgemein geltend macht, die Regelung diene dem Schutz älterer Arbeitnehmer. Er hat substanziierten Sachvortrag zu leisten (BAG 27. April 2017 – 6 AZR 119/16 – aaO; 15. November 2016 – 9 AZR 534/15 – Rn. 20).“
Übersetzt: legt der AG nachvollziehbar dar, dass im entsprechenden Beruf mit zunehmenden Alter längere Erholungspausen zur Gesunderhaltung notwendig sind, verstößt die altersabhängige Gewährung zusätzlicher Urlaubstage nicht gegen das AGG.

Dieter Molitor
8 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Genau, der Arbeitgeber legt das individuell fest. Am Besten mit Atesten von Ärzten. Aber sicher keine Gewerkschaft.

Mika
8 Monate zuvor
Antwortet  Dieter Molitor

Der AG legt das fest, aber nicht individuell pro Person – das verlangt das AGG nicht und ist auch nicht händelbar . Und insofern es sich beim AG um einen tariflich gebundenen handelt, werden auch diese Punkte gemäß den gesetzlichen Vorgaben mit den zuständigen Gewerkschaften ausgehandelt werden.
Lesen Sie am besten Ihre eigenen Links vollständig.
Mit freundlichen Grüßen, Mika

vhh
8 Monate zuvor
Antwortet  Dieter Molitor

Von individuell steht dort nichts, also leider doch nicht arbeiten, bis der Arzt einen Erholungstag verschreibt. Nennt man vorbeugenden Arbeitsschutz.

Mika
8 Monate zuvor
Antwortet  Dieter Molitor

Die Besoldung nach Erfahrungsstufen verstößt nicht gegen das Antidiskriminierungsgesetz, da die Besoldung aufgrund der jeweiligen Erfahrungen im Betriebsablauf wegen der Dauer der Betriebszugehörigkeit gewährt wird und eben nicht nach Alter der Person.
Auch die Gewährung zusätzlicher Urlaubstage und/oder Herabsetzung der wöchentlichen Arbeitszeit ist zulässig, wenn dies nachweislich zur Gesunderhaltung der älteren Arbeitnehmer dient.

Frank
8 Monate zuvor

In der Zeit des größten Lehrermangels und wenn selbst erst Hartz4 zweistellig auf Bürgergeld und nun nochmals zweistellig Bürgergeld erhöht wird – wegen Inflation und durchaus zurecht – will man den Lehrerberuf durch heftige Reallohnverluste, mehr Arbeit, weniger Altersabmilderung und Streichung von Teilzeit attraktiv gestalten – und die Gewerkschaften klatschen Beifall.

Fragezeichen
8 Monate zuvor

Sofort absetzen! Diese sogenannten „Vertreter“ sind völlig inakzeptabel!

KARIN
8 Monate zuvor

In BW seit Jahren schon mit 60 eine Stunde mit 62 die zweite Stunde Ermäßigung!
Dies schon seit!
Wurde auch einfach über die Köpder Lehrkräfte hinweg entschieden.
Gewerkschaften könnten dies damals auch nicht verhindern!
Wie gesagt, wir sprechen von 60 und 62 Jahren Hier!!

KARIN
8 Monate zuvor
Antwortet  KARIN

Sorry, ohne Brille geschrieben und nicht kontrolliert abgeschickt!

Nadine Hübener
8 Monate zuvor

Leider beantwortet der Artikel die in der Überschrift gestellte Frage gar nicht. Vielleicht ist die Überschrift gar nur tendenziöses clickbaiting?

Gewerkschaften/Verbände mussten in den letzten Jahren – egal ob in der Tarif- oder in der Bildungspolitik – ständig Abwehrkämpfe führen. Dass das so wenig bekannt zu sein scheint, ist wohl das Ergebnis eines erfolgreichen Abwehrkampfes?
Abwehrkämpfe werden im Übrigen nicht nur für die Mitglieder, sondern für alle betroffenen Beschäftigten geführt.
Und zum Thema, welche Vereinbarungen Gewerkschaften/Verbände treffen „dürfen“, hilft ein Blick in deren Satzungen.
Bitte, danke.

Lera
8 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Ganz genau.

Nadine Hübener
8 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Wer in seiner Überschrift „dürfen“ und in seinem Teaser „befugt sein“ schreibt, suggeriert aber eine formale Beschränkung.

Da Sie es nicht tun, zitiere ich mal für Sie, die GEW-Satzung (in der steht, wofür die GEW da ist):
§ 3 Zweck und Aufgabe
Zweck und Aufgabe der GEW sind:
a) Wahrnehmung der beruflichen, wirtschaftlichen, sozialen und
rechtlichen Interessen ihrer Mitglieder,
b) Förderung von Erziehung und Wissenschaft,
c) Ausbau und interkulturelle Öffnung der in den Diensten von
Erziehung und Wissenschaft stehenden Einrichtungen,
d) Ausbau der Geschlechterdemokratie,
e) Verhinderung und Beseitigung von Diskriminierung.

Welches Bild von Gewerkschaften und Verbänden wird hier (mit Ihrem Beitrag vom Sonntag) eigentlich gezeichnet? Vorsitzende „dekorieren“ minsterielle Fotos? Vielmehr hatten die Vorsitzenden am Freitag ihre Unterschrift unter ein monatelang verhandeltes Papier gesetzt. Dieses Papier ist im Übrigen eine Antwort auf den Thüringer Lehrkräftemangel und die Empfehlungen der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission bei der KMK zur Behebung des akuten Lehrkräftemangels vom Anfang diesen Jahres.

All das hätten Sie in Erfahrung bringen können: sowohl für den Beitrag am Freitag als auch für den am Sonntag.

Lera
8 Monate zuvor
Antwortet  Nadine Hübener

Dieses Papier ist im Übrigen eine Antwort auf den Thüringer Lehrkräftemangel“

Joah, ist bestimmt eine Antwort, aber halt die falsche.

Aber gut, bei Ihrem formalistisch-idealistisch verbrämten Geschreibsel hier, glauben Sie wahrscheinlich wirklich, dass dieses Papier hilft, den Lehrermangel zu überwinden.

In der sogenannten Wirklichkeit ist halt das Gegenteil der Fall.

Frohe Weihnachten, ich hoffe Sie waren artig, dann kommt das Christkind und bringt Geschenke.

Federfuchs
8 Monate zuvor
Antwortet  Nadine Hübener

Richtig!

Lera
8 Monate zuvor
Antwortet  Federfuchs

Falsch.

Mika
8 Monate zuvor
Antwortet  Nadine Hübener

Hier ist ja richtig was los: schon die zweite Vertreterin der GEW Thüringen, falls Nickname und Realname übereinstimmen.
Ganz ehrlich: vielleicht sollten Sie dieses Engagement beim nächsten mal VOR Unterschriftsleistung unter solche „Vereinbarungen“ zeigen, indem Sie von Anfang an damit in die Öffentlichkeit gehen. Warum haben Sie die Giftliste von Holtermann (wenn es diese in der von Ihnen beschriebenen Form gibt) nicht im Vorfeld der Verhandlungen bekannt gemacht? Nächstes Jahr sind Landtagswahlen, da kann sich gerade die Linke nicht noch weniger Lehrer und aufgrund von Lehrermangel zusammenbrechende Schulen leisten.
Sie als GEW-Vertreterin sind dem TMBJS in absolut keiner Form verpflichtet: Ihren Mitgliedern jedoch schon. Das gewerkschaftliche Schweigen im Vorfeld und eine Vereinbarung mit dem TMBJS, die Sie mit: „Ohne diese Vereinbarung wäre alles viel schlimmer geworden“ noch als Errungenschaft der GEW zu verkaufen suchen, ist eine schwache Leistung gewerkschaftlicherseits.

Mika
8 Monate zuvor
Antwortet  Nadine Hübener

Sorry, das sollte „Holter“ heißen- verflixte Texterkennung!

Lera
8 Monate zuvor
Antwortet  Nadine Hübener

„Dass das so wenig bekannt zu sein scheint, ist wohl das Ergebnis eines erfolgreichen Abwehrkampfes?“

Mit anderen Worten: Sie sind stolz darauf, das Schlimmste verhindert zu haben und sind beleidigt, wenn Betroffene Ihrer „Erfolge“ diese nicht erkennen können.

Wenn (!) das so ist, halte ich hier erstens fest, dass das keine kleinen Brötchen sind, die Sie da backen, das sind bestenfalls Krümel.

Zweitens konnten Sie offensichtlich niemandem vermitteln, was das für tolle Krümel sind und dass es ohne Sie ganz bestimmt nur noch Staub gegeben hätte.

Ist DAS wirklich Ihr Anspruch??

Wir haben Lehrermangel! Man müsste uns den roten Teppich ausrollen! Und Sie wollen ernsthaft dafür gefeiert werden, dass es nur ein bisschen schlimmer wird? Wie lächerlich kann man sich machen?

Ich_bin_neu_hier
8 Monate zuvor
Antwortet  Lera

„Wie lächerlich kann man sich machen?“ – Nach dem, was ich von Gewerkschaftsvertreter:innen hier gelesen habe, handelt es sich ohne jeden Zweifel um eine völlig offene Skala: mehr geht immer, und dann noch immer mehr.
Anschließend packen wir eine Schippe, eine Schubkarre und eine Ladung vom Kipplaster drauf, und dann haben sie einen monumentalen Berg an Lächerlichkeit.
Diesen Berg erklimmen bestimmte Gewerkschaftsvertreter:innen dran, sind stolz darauf, wenn sie oben angekommen sind, und wundern sich dann, warum ihnen die ferne Basis weit unten aus dem Tale nicht einhellig und laut vernehmlich zujubelt.

Wasserzeichen
8 Monate zuvor

Verstörend finde ich, wie sich gleich alle auf die GEW stürzen. Da sind noch 3 andere Verbände dabei. Zu einer Erklärung hätte man ihnen die Gelegenheit geben müssen. Wenn das am Sonntag nicht möglich war, hätte man warten sollen. Wird der Artikel gelöscht, wenn alles ganz anders war? Nein, er ist nun in der Welt und schadet dem Ansehen dieser 4 Organisationen sehr.

Und wenn Gewerkschaften nur für ihre Mitglieder verhandeln dürfen, dann gilt ja diese Vereinbarung für alle anderen nicht, oder?

Lera
8 Monate zuvor
Antwortet  Wasserzeichen

„Zu einer Erklärung hätte man ihnen die Gelegenheit geben müssen.“

Der Minister hat sich erklärt, die Verbände saßen schweigend daneben- ich würde sagen, das war die Gelegenheit.

Aber wir können ja noch bis Weihnachten warten, das öffentliche Interesse wächst ja bekanntlich mit dem zeitlichen Abstand, ne.

Wasserzeichen
8 Monate zuvor

Wären die Lehrer in Sachsen-Anhalt nicht verbeamtet, was sie vermutlich inzwischen wieder alle sind, könnten sie vielleicht gegen diese Beschlüsse streiken. Aber sooo…..

Wasserzeichen
8 Monate zuvor

* Thüringen meinte ich.

gehtsnoch
8 Monate zuvor

Auf der GEW.DE Internetseite lese ich es heute doch unmissverständlich:

„Wir fordern ein, was ihr verdient.“

Nur was soll der funkelnde Pokal links dazu bedeuten? Ob dies Eigenlob ist?

A.J. Wiedenhammer
8 Monate zuvor
Antwortet  gehtsnoch

Wir sollten wohl innehalten und überlegen, wss wir wirklich verdienen….

Egon O
8 Monate zuvor

Hallo schaut Euch mal die Altersabminderung in den anderen Bundesländern an, ehe ihr sprecht wie der Blinde von der Farbe. Man hätte es auch ganz streichen können.

Lera
8 Monate zuvor
Antwortet  Egon O

Genau, es hätte alles noch viel schlimmer kommen können, lasst uns also unseren großartigen Sieg feiern!

KARIN
8 Monate zuvor
Antwortet  Lera

In BW ab 60 eine Stunde ab 62 zwei Stunden dies schon mind. 6 Jahre!

Lanayah
8 Monate zuvor
Antwortet  KARIN

In Niedersachsen eine Stunde ab 60 und das wars dann auch. Auch, wenn ich ein bisschen neidvoll auf Thüringen blicke, die Orientierung sollte in die andere Richtung stattfinden. Die bisherige Altersermäßigung in Thüringen war angemessen, in den anderen genannten Bundesländern ist sie es nicht. Eher sollte also in den anderen Bundesländern auch eine bessere Altersermäßigung gefordert werden.

Mika
8 Monate zuvor
Antwortet  Egon O

Höhö, das hört sich grad genauso an wie die SWEET SIXTEEN, wenn sie über das Abschneiden ihrer Schüler bei PISA, VERA oder sonstwelchen Leistungsvergleichstests reden…

Bla
8 Monate zuvor
Antwortet  Egon O

Hat man offensichtlich in den anderen Bundesländern auch super hinbekommen. Das spricht doch generell nicht für die Gewerkschaften?
Ist doch Quatsch so zu argumentieren … „Aber die anderen haben noch mehr Müll fabriziert.“
Toll.
So argumentieren einige SuS im Übrigen auch: „Aber der hat doller beleidigt. Da waren meine Beleidigungen nicht so schlimm.“
Jaja, die Anderen. Im Vergleich doch sogar lobend. Kann man mal in den Alltag vielleicht mitnehmen.

Tim Bullerbü
8 Monate zuvor
Antwortet  Egon O

Man hätte auch die Deputate um 2 Stunden erhöhen oder die Klassen auf 40 SuS erhöhen oder den Mond in Rot anstreichen können.
Soll das im Ernst ein Argument sein?

Dejott
8 Monate zuvor

Als die Verbeamtung in Sachsen kam und alle KollegInnen über 42 in die Röhre schauen durften, bin ich mangels Kampfbereitschaft aus der GEW ausgetreten.

Hornveilchen
8 Monate zuvor
Antwortet  Dejott

Und was hat das gebracht? Ist die GEW in Sachsen ohne Sie kampfbereiter?

Dejott
8 Monate zuvor
Antwortet  Hornveilchen

Ich spare mein Geld. Insofern hat das etwas gebracht. Zumal sich die Gewerkschaften mit dem Weg ins Beamtenturm selbst abgeschafft haben.

unverzagte
8 Monate zuvor
Antwortet  Dejott

Beamt*innen UND Angestellte könne sich demnach also nicht solidarisieren?
Probieren geht auch hier über studieren…

Mika
8 Monate zuvor
Antwortet  unverzagte

WANN haben sich denn Beamte mit Angestellten solidarisiert? Kann mich grad nicht erinnern, wann sich Beamte für
– Gleichstellung Rentenhöhe mit Pensionshöhe
– Gleichstellung der Gehaltsbezugsdauer bei Erkrankung
– Gleichstellung der Nettolöhne nach Abzug der Krankenkasse bei Beamten
– usw. usf.
in bemerkenswerten Größenordnungen eingesetzt haben, aber Sie können mir da sicher weiterhelfen.

unverzagte
8 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Solidarität geschieht täglich sogar ohne Schlagzeile im Alltag. Wundert mich aber nicht, dass sie zuerst an die Bringschuld der anderen denken.

Mika
8 Monate zuvor
Antwortet  unverzagte

Argumente ad hominem sprechen eher für die argumentative Hilflosigkeit desjenigen, der sie ausspricht, als für charakterliche Mängel des Angesprochenen. Insbesondere dann, wenn sich beide persönlich nicht mal kennen.

447
8 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Hier, bitte.

Unterstütze ich alles.

Durchsetzen lassen dich solche Forderungen aber nur mit Druck.

Nicht mit Arbeitgeber-Verstehertum.

Mika
8 Monate zuvor
Antwortet  447

So isses! Und ich finde es lächerlich, über die „Solidaritätsschiene“ einen Nebenkampfplatz aufmachen zu wollen (das geht an unverzagte). Um Solidarität zwischen Angestellten und Beamten geht’s hier überhaupt nicht, sondern darum, dass Gewerkschaftsvertreter sich nicht für ihre Mitglieder einsetzen, sondern brav der Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen zustimmen.

unverzagte
8 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Mein Beitrag bezog sich übrigens auf den Kommentar von Dejott…vielleicht mag sie oder er mit Ihnen „weiterkämpfen“.

Wutbürger
8 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Habe ich ausdrücklich gemacht und wurde hier von Lehrerkolleginnen dafür angegriffen.

Federfuchs
8 Monate zuvor
Antwortet  Dejott

Ich finde, Sie sollten Ihre Gehaltsforderungen künftig alleine persönlich mit Ihrem Dienstherren führen. In der Privatwirtschaft erfolgt das ja teilweise auch so. Da, wo es weder Betriebsrat noch Gewerkschaft etc. gibt.

Sie profitieren von dem Engagement der anderen! Sie nutzen es sogar aus, denn Sie selbst tun nichts, Sie nehmen nur.

Mika
8 Monate zuvor
Antwortet  Federfuchs

Oh, so das denn möglich wäre, würde ich sehr gern mein Gehalt und meine Arbeitsbedingungen selbst verhandeln! Mathe, Physik, Informatik für SeK II/I und dazu die Bereitschaft, im ländlichen Raum zu unterrichten: ich bin Goldstaub, und das wissen die Schulämter auch!

Mika
8 Monate zuvor
Antwortet  Federfuchs

PS: Ihre Rolle hier ist so offensichtlich, dass es schon intelligenzbeleidigend ist.
Erst kleine Kritik, um echt zu wirken, dann plötzliches Verständnis, und anschließend sofortiges Angehen derjenigen, die weiterhin kritisch sind. Referat Öffentlichkeitsarbeit oder einfach nur GEW – Mitglied?

anka
8 Monate zuvor
Antwortet  Hornveilchen

Die ca. 60,00 sind in meiner Angestellte-Altersvorsorge mittlwerweile besser aufgehoben als in GEW-Mitgliedsbeiträgen, fürchte ich.
Fun-fact am Rande: TdL-Verhandlungen: Wo ist denn das Äquivalent zum Infalationsausgleich des TVöD wenigstens bei den Forderungen? Finderlohn winkt.

Federfuchs
8 Monate zuvor

Es stimmt. Die 4 Lehrerverbände haben mit dieser Zustimmung Schlimmeres verhindert. Ob das Bildungsministerium mit Herrn Holter von den Linken überhaupt deren Zustimmung brauchte, sei mal dahingestellt. Ich denke wohl eher nicht.

„Die Verhandlungskommission hatte sich auf sog. rote Linien verständigt, die die Interessen der Beschäftigten in den Fokus schoben: keine Erhöhung der Pflichtstundenzahl, keine pauschale Ablehnung von Teilzeit und Versetzungen in den vorzeitigen Ruhestand, keine Erhöhung von Klassengrößen u.a. Dies durchzusetzen, ist uns gelungen.“
https://www.gew-thueringen.de/aktuelles/detailseite/seiteneinstieg-mehrarbeit-und-arbeitszeitkonto-altersabminderung-und-bindungspraemie

Bla
8 Monate zuvor
Antwortet  Federfuchs

Und ich fordere von Ihnen 2.000 Euro mir monatlich zu zahlen …
Nein? Kompromiss bei 1.000 sollte doch okay sein? Deal also … Scheint ja für einige ein guter Kompromiss-Deal zu sein. *Augen verdreh*

– Arbeitnehmermarkt
– Lehrkräfte/Personalmangel
– Fehlende flächendeckende Stundenerfassung
– Ausgabeneinsparungen im Bildungssektor
– Verschlechterung der Arbeitsbedingungen über Jahre/Jahrzehnte
– Keine Anpassung an die Arbeitswelt außerhalb der Schule
– Imageverschlechterung durch Fehlpolitik
– Mangelplanung (auch statistische Gutstellen von massiven Mängel)
– „Fehlerfassungen“ in der Deputatsplanung
– Lächerliche Gehaltsanpassung an einigen Stellen
– … [Ewig weiter]

Dass „die“ überhaupt etwas fordern ist schon frech genug bei dem massiven Eigenverschulden der politischen Akteure.
So sieht’s nämlich aus.

Federfuchs
8 Monate zuvor
Antwortet  Bla

Ich erwarte Sie an unserer Seite, wenn wir für Verbesserungen auf die Straße gehen!

Lera
8 Monate zuvor
Antwortet  Federfuchs

Ich bin angesichts der bildungspolitischen Forderungen der GEW natürlich nicht an Ihrer Seite, denn diese sind ein erheblicher Teil des Problems und keinesfalls die Lösung.

Sollte die GEW meine Interessen vertreten, bin ich gerne am Start.

Sehe ich aber nicht.

Ja, A13 für alle war gut … Aber Geld ist nicht alles. Ich würde gerne wieder meinen Beruf ausüben können statt den Clown in einem Flohzirkus zu geben. Schwer zu verstehen? Ich denke nicht.

Mika
8 Monate zuvor
Antwortet  Lera

Und A13 für alle haben die Länder nicht etwa auf Druck der Gewerkschaften eingeführt, sondern weil der Lehrermangel in den Grundschulen so eklatant ist! Wenn es genug Bewerber gäbe, würde es die Politik einen feuchten Dreck interessieren, was Grundschullehrkräfte resp. Gewerkschaften gern hätten: gibt doch genug Auswahl!

447
8 Monate zuvor
Antwortet  Federfuchs

Ok.

Sobald Klagewellen, Gewerkschaftshandreichungen zu „Dienst nach Vorschrift“ und GDL-style kommt bin ich dabei.

Bla
8 Monate zuvor
Antwortet  Federfuchs

Okay. Sagen Sie dann Bescheid, wenn es wirklich um Verbesserungen geht?

[Sorry, der Haken musste jetzt sein … ]

Hans Malz
8 Monate zuvor

„In Verantwortung für die Schüler war für die GEW Thüringen auch klar, dass wir einen konstruktiven Beitrag zur Lösung leisten müssen, wenn wir dem Anspruch einer Bildungsgewerkschaft gerecht werden sollen.“

Nein, war nicht klar. Wir haben bereits als Kollegen genug „konstruktive“ Beiträge geleistet. Immer noch einen oben drauf packen ist nicht „konstruktiv“. Ich würde erwarten, dass eine Gewerkschaft auch genauso denkt. Der Deal geht zu lasten der kommenden Generationen, das erhöht die Attraktivität des Berufes für Neulinge nicht und ist deshalb nicht „konstruktiv“.

Und der Hinweis auf die SWK ist auch ein Witz. Wir schlucken also die Kröte, damit nicht noch Schlimmeres passiert. Nein, der ganze Quatsch ist abzulehnen.

just my 50ct

Ich_bin_neu_hier
8 Monate zuvor
Antwortet  Hans Malz

„Wir schlucken also die Kröte, damit nicht noch Schlimmeres passiert.“ – Natürlich wird noch Schlimmeres passieren – aber erst in der nächsten Legislaturperiode und/oder unter dem/der nächsten Kultusminister:in. Und die Gewerkschaften werden dann wieder (!) zustimmen und es wieder damit begründen, noch viel Schlimmeres zu verhindern.

Wacht bitte alle mal auf: Man hat den Gewerkschaften das ersehnte Gefühl gegeben, wichtig und relevant zu sein, und diese haben sich im Gegenzug erschreckend dankbar, erstaunlich fügsam und selten dämlich vor den PR-Karren des aktuellen Kultusministers spannen lassen.

Autsch!

Realist
8 Monate zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

Korrekt. Spätestens der nächste Kultusminister oder die nächste Landesregierung wird sich an die alten Versprechungen nicht mehr erinnern (wollen). Das kennen wir zur Genüge aus anderen Bundesländern.

Es ist und bleibt ein Skandel, hier noch einmal die verantwortlichen Gewerkschaften und Verbände (direkt von der Homepage des Thüringer Bildungsministeriums):
„Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Thüringen (GEW), der thüringer Iehrerverband (tlv), der Thüringer Philologenverband (TPhV), der Berufsschullehrerverband Thüringen (BLV), tbb beamtenbund und tarifunion thüringen“
https://bildung.thueringen.de/aktuell/angepasste-regelungen-zur-altersabminderung

Solche Gewerkschaften und Verbände braucht kein Mensch, jeder Euro Mitgliedsbeitrag ist nicht nur herausgeschmissenes Geld sondern damit schadet man sich am Ende nur selber.

Hans Malz
8 Monate zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

So ist das wahrscheinlich. Deshalb müsste die Gewerkschaft auch mit solchen Mondforderungen in die Verhandlungen gehen, wie die SWK sie vorgeschlagen hat.

Kathrin Vitzthum
8 Monate zuvor

Mein Kommentar auf Facebook:

Ich hatte heute eine unsägliche Diskussion auf der Seite von news4teachers zur Unterzeichnung der Zielvereinbarung Altersabminderung und Bindungsprämie.

Mit Bezug auf die Pressemeldung der Pressestelle Tmbjs informierte diese Nachrichtenseite über das Ergebnis der Verhandlungen. Pressemeldungen sind kurz und knapp und geben selten Hintergrund und alle Details weiter.

So weit so gut. Am Freitag also eine Meldung auf der erwähnten Seite. Nach ein paar kritischen Anmerkungen, die erwartbar waren, startet news4teachers eine Debatte, ob Gewerkschaften Verschlechterungen für Lehrkräfte kampflos in Kauf nehmen dürfen. News4teachers sah sich zuvor allerdings nicht in der Lage, alles zu recherchieren, geschweige denn mal das Telefon zu nutzen, um direkt nachzufragen.

Deswegen hier noch mal in aller Kürze:

Wir haben durch Verhandlungen mit dem TMBJS allgemeine Pflichtstundenerhöhungen und Streichung der Altersabminderung verhindert. Auch weiterhin können Lehrkräfte in Teilzeit gehen, weil wir das vor Jahren bereits geregelt haben, dass dies der Gesunderhaltung dient.

Mit Blick auf die Unterrichtsversorgung und dem Recht der Schüler:innen auf Bildung war absehbar, dass auch wir etwas geben müssen. Die roten Linien hat uns der Landesvorstand gesetzt: keine Pflichtstundenerhöhung, Bestandsschutz für Lehrkräfte, keine Anhebung des Antragsruhestandes und kein Schleifen der Teilzeit.

Vor diesem Hintergrund haben wir verhandelt, unsere Mitglieder über Zwischenstände informiert und letztlich unterzeichnet.

Themen der Verhandlungen waren Seiteneinstieg, Mehrarbeit und Arbeitszeitkonten sowie Altersabminderung und Bindungsprämie.

Ja, für die Jahrgänge nach 1972 verschiebt sich die Altersabminderung auf das Alter 57 und reduziert auf eine Stunde, statt wie bisher ab 55 mit zwei Stunden. Aber es ist eine Steigerung vorgesehen, die es bislang nicht gab, vier Stunden ab 64 Jahre. Hinzu kommt die Möglichkeit, die Pflichtstunden ab diesem Alter weiter zu reduzieren sowie eine Bindungsprämie, die es vielleicht erlaubt, den vorzeitigen Ruhestand etwas hinauszuzögern.

Im Gesamtpaket, in dem wir u.a. Mehrarbeitsvergütung ab der ersten Stunde vereinbart haben, ein Arbeitszeitkonto schaffen wollen, auf dem diese Stunden angespart werden können, Mehrarbeit neu definieren wollen, stecken viele Dinge, die geeignet sind, trotz des Lehrkräftemangels die Belastungen für die Lehrer:innen im Rahmen zu halten und dennoch die Bildungschancen der Schüler:innen zu gewährleisten.

Wenn das News4teachers durch die Frage, ob Gewerkschaften Verschlechterungen kampflos unterzeichnen dürfen, polemisch verfälscht, verschiebt das komplett den Fokus. Sie haben sich ausschließlich auf die PM des TMBJS gestützt, die naturgemäß nicht alle Details enthält. Sie haben es nicht geschafft, die Unterzeichner:innen zu fragen, haben es nicht mal versucht. Ihr einziges Ziel war es, Lehrer:innen gegen die aufzuhetzen, die überhaupt dafür sorgen, dass die Bildung nicht den Bach runtergeht.

Ja, jeder und jede kann die Vereinbarungen kritisieren, loben, schwierig finden. Aber dann wäre es ehrlich, eigene Lösungen vorzuschlagen. Wir können keine Lehrkräfte backen, wir können die nicht einstellen, die nicht ausgebildet wurden oder Thüringen verlassen haben. Zwei Generationen an Lehrkräften fehlen hier. Woher nehmen, um Schüler:innen eine gute Bildungsbiografie zu ermöglichen?

Wir vertrauen darauf, dass unsere Mitglieder diesen Kompromiss mittragen, die Reaktionen bestätigen das. Aber die von News4teachers angestoßene Debatte ohne alle Hintergründe ist nichts anderes als Öl ins Feuer.

Nun, das war nicht kurz. Sorry. Aber es musste raus.

Und jetzt dürfen Sie gerne weiter Öl ins Feuer gießen, Gewerkschaften schlecht reden, Ihre Perspektive behalten. Aber ich würde mich vielmehr freuen, wenn Sie konstruktive Lösungen anbieten, wie wir gute Bildung gestalten, Schüler:innen Zukunft ermöglichen und Lehrkräfte zu entlasten, damit sie ihren eigentlichen Job, unterrichten, so richtig gut machen können unter den Bedingungen, die wir gerade haben. Danke.

Tim Bullerbü
8 Monate zuvor
Antwortet  Kathrin Vitzthum

Und nun frage ich Sie ganz ernsthaft: Wie viel Prozent aller Lehrkräfte kommen arbeitsfähig bei 64 an?
Bitte Zahlen! Fakten!
Wie viele gehen vorzeitig, meist mit 63, in den Ruhestand und können die so toll von Ihnen ausgehandelt 4 Entlastungsstunden ab dem 64. Lebensjahr gar nicht genießen?

Katja W.
8 Monate zuvor
Antwortet  Kathrin Vitzthum

Ich hätte Vorschläge:
– mehr Geld an die Unis=mehr Studienplätze = mehr Referendare/innen.
– Statistiken der Schulen lesen, verstehen
– Statistiken nicht verfälschen, indem man Kranke und Schwangere als anwesend mitzählt
– die Arbeitsbedingungen von Lehrkräften verbessern
Es regt mich kolossal auf, dass hier so getan wird, als sei der Lehrermangel plötzlich und völlig unvorhersehbar aufgetreten.

Mika
8 Monate zuvor
Antwortet  Kathrin Vitzthum

„ Ja, jeder und jede kann die Vereinbarungen kritisieren, loben, schwierig finden. Aber dann wäre es ehrlich, eigene Lösungen vorzuschlagen. Wir können keine Lehrkräfte backen, wir können die nicht einstellen, die nicht ausgebildet wurden oder Thüringen verlassen haben. Zwei Generationen an Lehrkräften fehlen hier. Woher nehmen, um Schüler:innen eine gute Bildungsbiografie zu ermöglichen?“
Und genau das sollte der Ansatz sein, um gegenüber dem TMBJS eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen Ihrer Gewerkschaftsmitglieder zu erkämpfen. Mensch GEW: Ihr sitzt durch den Lehrermangel und die anstehenden Landtagswahlen im kommenden Jahr am längeren Hebel, und Ihr traut Euch in trauter Einigkeit mit den anderen Verbänden nicht, den auch mal zu ziehen!
Soweit ich weiß, stellt die GEW auch keine Lehrkräfte ein und ist ebenfalls nicht verantwortlich für das „Backen“ derselben: das ist die Aufgabe der Landespolitik. Eins ist jedenfalls Fakt: je schlechter die Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte werden (und in Thüringen haben Sie dazu aktiv beigetragen), desto weniger Leute werden diesen Job machen – gerade jetzt, wo wir in allen Bereichen Fachkräftemangel haben – ,und desto schneller und häufiger werden Lehrkräfte erkranken. Der Zusammenhang von Überlastung und Erkrankung ist hinreichend belegt.
Mir persönlich als kämpferischer und politisch ziemlich aktiver Socke tut es einfach weh, wenn eine Gewerkschaft hinnimmt anstelle zu kämpfen. Ich habe es bereits unter einem Post von Frau Hübener geschrieben: Sie wären glaubwürdiger gewesen, wenn Sie die (angeblichen) Pläne von Herrn Holter im Vorfeld der Gespräche veröffentlicht hätten. Die Linke hätte dazu Position beziehen müssen, und das wiederum hätte Ihre Position im Arbeitskampf wesentlich verbessert. Aber das wissen Sie selbst, denke ich. Die Frage bleibt, warum Sie es nicht getan haben.

Mika
8 Monate zuvor
Antwortet  Kathrin Vitzthum

@Kathrin Vitzthum
„ Ihr einziges Ziel war es, Lehrer:innen gegen die aufzuhetzen, die überhaupt dafür sorgen, dass die Bildung nicht den Bach runtergeht.“

Zum Ersten: Dafür, dass die Bildung nicht den Bach runtergeht, sorgt mit Sicherheit nicht die GEW, sondern die Lehrkräfte, die jeden Tag in den Schulen arbeiten.

Zum Zweiten: Ihr Vorwurf des „Aufhetzen Wollens“ ist armselig. Jeder ist für sein Handeln verantwortlich und in einer Position wie der Ihren auch erklärungspflichtig. Wenn Sie Ihre Unterschrift unter eine solche Vereinbarung setzen, welche die Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte im Vergleich zum Thüringer Ist-Stand verschlechtern, müssen Sie mit der Kritik daran leben.

Übrigens: schön, dass die Mitglieder der GEW Ihre Entscheidung mittragen. Sollten sich die getroffenen Vereinbarungen nur auf die Angehörigen der vier beteiligten Lehrervertretungen beziehen, nehme ich jegliche Kritik an Ihrer Unterschrift reumütig zurück. Soweit ich weiß, gilt die Vereinbarung jedoch für ALLE Lehrkräfte in Thüringen. Zumindest nach meinem Verständnis hätten also ALLE Lehrer im Vorfeld zumindest darüber informiert werden müssen, was Sie und die drei anderen Beteiligten da vorhaben.

Realist
8 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Zum Ersten: Dafür, dass die Bildung nicht den Bach runtergeht, sorgt mit Sicherheit nicht die GEW, sondern die Lehrkräfte, die jeden Tag in den Schulen arbeiten.“

Völlig richtig. Wieder einmal eine grandiose Selbstüberschätzung von GEW-Funktionären und Co.

Freiya
8 Monate zuvor
Antwortet  Kathrin Vitzthum

GEWERKSCHAFTEN sorgen dafür, dass die „Bildung nicht den Bach runtergeht“??? Neee, das tun Lehrkräfte! Die GEW sorgt für ganz andere Dinge! Deshalb bin ich in einer anderen Gewerkschaft!

Ich_bin_neu_hier
8 Monate zuvor
Antwortet  Kathrin Vitzthum

„Wir haben durch Verhandlungen mit dem TMBJS allgemeine Pflichtstundenerhöhungen und Streichung der Altersabminderung verhindert.“

Oh. Mein. Gott. – Sie glauben dss ja tatsächlich…

Dejott
8 Monate zuvor
Antwortet  Kathrin Vitzthum

So wirklich verstehe ich immer nichts, wieso es Aufgabe der Gewerkschaft ist, Schüler:innen Zukunft zu ermöglichen. Das wäre meiner Ansicht nach die Aufgabe der Politik. Und hier liegen auch viele politische Fehler der Vergangenheit, als man immer wieder versucht hat, Bildung billig zu bekommen.
Von einer Gewerkschaft verlange ich, dass sie für mich als Lehrer da ist. Für meine Rechte kämpft.
Aus Enttäuschung über die mangelnde Kampfbereitschaft der GEW in Sachsen bin ich bei Einführung des Beamtentums ausgetreten. Eine Zweiteilung des Lehrerzimmers in junge Beamte und ältere Angestellte halte ich bis heute nicht für hinnehmbar.
Gut, von den anderen Gewerkschaften kam noch weniger Widerstand bis nichts. Ich empfand das Ganze aber als Trauerspiel. Zerstritten Gewerkschaften, ein laues Lüftchen als Widerstand.
Und ich dachte: Der massive Gehaltsunterschied, gegen den nicht wirklich gekämpft wurde, hole ich mir als erstes von der Gewerkschaft zurück und spare mir den Mitgliedsbeitrag.

Ich_bin_neu_hier
8 Monate zuvor
Antwortet  Kathrin Vitzthum

„Ihr einziges Ziel war es, Lehrer:innen gegen die aufzuhetzen, die überhaupt dafür sorgen, dass die Bildung nicht den Bach runtergeht.“ – Die Lehrer-Gewerkschaften als alleinige Hüter und Bewahrer der Bildung in Deutschland? Ist das nicht vielleicht ein klitzekleines bisschen größenwahn-, äh… übertrieben? Und abgesehen davon: Sehen Sie das ernsthaft als DIE Kernaufgabe Ihrer Gewerkschaft an? Das war bekanntlich auch eine der Hauptfragen in dieser Diskussion hier – und die zu stellen ist auf jeden Fall legitim.

A.J. Wiedenhammer
8 Monate zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

Das mit der Frage nach der (vermeintlichen) Kernaufgabe hatten wir hier ja schon des öfteren.

Und ja, ich glaube inzwischen tatsächlich, dass die GEW dies als ihre Kern- und Hauptaufgabe sieht.
Die Lehrer und besonders alle beitragzahlende Mitglieder sehen das sicherlich anders. (Zahlen Schüler GEW-Beiträge?)
Wenn man von unterschiedlichen Grundannahmen ausgeht, ist doch jede Diskussion ziemlich sinnlos. Es ist, als würde man unterschiedliche Sprachen sprechen.

Federfuchs
8 Monate zuvor
Antwortet  Kathrin Vitzthum

Die Frage wurde bereits richtig gestellt, nicht die Gewerkschaften (hier übrigens 4 Verbände, die doch nicht alle jeweils eine Gewerkschaft sind), sondern die Lehrer selbst müssen etwas tun, wenn sie etwas wollen. In welchem „Verbund“ sei ja jedem selbst überlassen. Ich wüsste nur aktuell keinen stärkeren als die GEW.

Nur eine Minderheit der Lehrer ist allerdings in einer Gewerkschaft (etwa 300.000 in der GEW; Lehrer gibt es rund 800.000). Seltsamerweise erwarten oft die anderen, die nicht in einer Gewerkschaft sind, dass die Gewerkschaftsmitglieder für sie etwas tun und meckern und nörgeln, wenn nicht ganz genau das geschieht, was sie gerne gehabt hätten.

Wird es aber ernst; muss man auf die Straße gehen; muss man vielleicht die Arbeit niederlegen, um etwas zu erreichen oder zu verhindern, dann überlassen all die eifrigen Kommentatoren die Gewerkschaftsmitglieder/die Gewerkschaften sich selbst und stehlen sich feige davon.

Wurde dann nichts erreicht bzw. nicht das Gewünschte, sind all die „Schlaumeier“ wieder da und überbieten sich gegenseitig in Kritik und was alles hätte anderes gemacht werden müssen – von den anderen natürlich.

Hornveilchen
8 Monate zuvor
Antwortet  Federfuchs

Richtig. Nicht irgendwelche anderen sind daran schuld, wie es den Lehrern geht, sondern die weitverbreitete Lethargie, Jammerlappen(un)kultur und Passivität unter den Lehrern ist schuld daran.

Mika
8 Monate zuvor
Antwortet  Hornveilchen

Genau. Ich bin höchstpersönlich ins MBJS gegangen und habe förmlich gebettelt um große Klassen, Stundenerhöhungen, uralte Möbel und darum, dieses verflixte WLAN endlich abzuschaffen. Und weil die mein Gejammere nicht mehr hören konnten, haben die das gemacht.
Sie betreiben extrem gute Antiwerbung für die GEW, wussten Sie das schon?

Realist
8 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Ich bin höchstpersönlich ins MBJS gegangen“

Ich vermute, sie wären an den Sicherheitskontrollen im Eingangsbereich nicht vorbeigekommen, so ganz ohne Termin, Da könnte ja jeder kommen!

Marie
8 Monate zuvor
Antwortet  Federfuchs

Wird es aber ernst; muss man auf die Straße gehen; muss man vielleicht die Arbeit niederlegen, um etwas zu erreichen oder zu verhindern, dann überlassen all die eifrigen Kommentatoren die Gewerkschaftsmitglieder/die Gewerkschaften sich selbst und stehlen sich feige davon.“ Vielleicht hätten sich die Thüringer Kollegen nicht davongestohlen, hätten Sie, wie oben schon oft erwähnt, das (aktuelle) Verfahren deutlich öffentlich gemacht. Wieso sollten LK auf der Seite einer Gewerkschaft nachsehen, ob eventuell, möglicherweise gerade ein Prozess läuft, der die Arbeitsbedingungen deutlich verschlechtert??

Realist
8 Monate zuvor
Antwortet  Marie

Vielleicht weil die GEW mittlerweile die Einstellung der Kultus-/Bildungsministerien übernommen hat? DIe Lehrkraft hat bei solchen Dingen doch eine Holschuld…

unverzagte
8 Monate zuvor
Antwortet  Federfuchs

Spiegelt exakt meine Erfahrung auch mit hiesigen Kolleg*innen…im Personalrat unserer Schule regte sich eine darüber auf, warum sie als Nichtmitglied keine Rechtsauskunft gratis von der GEW bekommt.

Lera
8 Monate zuvor
Antwortet  Kathrin Vitzthum

„Mein Kommentar auf Facebook:“

Sehr seriös und zeitgemäß.

„Ich hatte heute eine unsägliche Diskussion auf der Seite von news4teachers“

Unsäglich ist die Borniertheit, mit der Sie sich offensichtlichen Bullsh… schönreden.

„zur Unterzeichnung der Zielvereinbarung Altersabminderung und Bindungsprämie.“

a.k.a. Zielvereinbarung Zitrone quetschen, obwohl sie leer ist und Wolkenkuckucksheim

„Mit Bezug auf die Pressemeldung der Pressestelle Tmbjs informierte diese Nachrichtenseite über das Ergebnis der Verhandlungen.“

Zu diesem Zeitpunkt gab es keine anderen Infos, da Sie ja gerne das KM für sich sprechen lassen.

„Pressemeldungen sind kurz und knapp und geben selten Hintergrund und alle Details weiter.“

Auch in Kenntnis des Hintergrunds und der Details ergibt sich kein anderes Bild als das des Totalversagens.

„So weit so gut. Am Freitag also eine Meldung auf der erwähnten Seite. Nach ein paar kritischen Anmerkungen, die erwartbar waren,
startet news4teachers eine Debatte, ob Gewerkschaften Verschlechterungen für Lehrkräfte kampflos in Kauf nehmen dürfen.“

Völlig zurecht.

„News4teachers sah sich zuvor allerdings nicht in der Lage, alles zu recherchieren, geschweige denn mal das Telefon zu nutzen, um direkt nachzufragen.“

Ihre angeblichen Erfolge in diesen „Verhandlungen“ sind entweder Petitessen oder Wolkenkuckucksheime.

„Deswegen hier noch mal in aller Kürze:

Wir haben durch Verhandlungen mit dem TMBJS allgemeine Pflichtstundenerhöhungen und Streichung der Altersabminderung verhindert. Auch weiterhin können Lehrkräfte in Teilzeit gehen, weil wir das vor Jahren bereits geregelt haben, dass dies der Gesunderhaltung dient.“

Einen prekären Status Quo zu erhalten, ist KEIN Erfolg, keine VERBESSERUNG, Sie haben NICHTS bekommen. Null. Njente. Nada.

„Mit Blick auf die Unterrichtsversorgung und dem Recht der Schüler:innen auf Bildung war absehbar, dass auch wir etwas geben müssen.“

Auch wir müssen etwas GEBEN, nachdem wir nichts BEKOMMEN haben. Das ist Logik für Fortgeschrittene.

„Die roten Linien hat uns der Landesvorstand gesetzt: keine Pflichtstundenerhöhung, Bestandsschutz für Lehrkräfte, keine Anhebung des Antragsruhestandes und kein Schleifen der Teilzeit.“

Also komplett defensiv, null Perspektive nach vorne.

„Vor diesem Hintergrund haben wir verhandelt, unsere Mitglieder über Zwischenstände informiert und letztlich unterzeichnet.“

Zeigt einmal mehr, was für Pappnasen bei euch noch Mitglied sind.

„Themen der Verhandlungen waren Seiteneinstieg, Mehrarbeit und Arbeitszeitkonten sowie Altersabminderung und Bindungsprämie.“

In der Reihenfolge der Nennung: Petitesse, Selbstverständlichkeit, Wolkenkuckucksheim, ALTERSABMINDERUNG VERSCHLECHTERN, Wolkenkuckucksheim.

„Ja, für die Jahrgänge nach 1972 verschiebt sich die Altersabminderung auf das Alter 57 und reduziert auf eine Stunde, statt wie bisher ab 55 mit zwei Stunden.“

Verschlechterung.

„Aber es ist eine Steigerung vorgesehen, die es bislang nicht gab, vier Stunden ab 64 Jahre.“

Greift frühestens in 14 Jahren, bis 64 schafft es eh kaum einer und bis dahin kommen garantiert noch diverse Empfehlungen der SWK, denen ihr euch heroisch entgegenstellt, sprich weitere Verschlechterungen.

„Hinzu kommt die Möglichkeit, die Pflichtstunden ab diesem Alter weiter zu reduzieren“

Glauben Sie doch selbst nicht dran, oder?

„sowie eine Bindungsprämie, die es vielleicht erlaubt, den vorzeitigen Ruhestand etwas hinauszuzögern.“

Vielleicht… etwas…. Oder viauch nicht, naja, egal.

„Im Gesamtpaket, in dem wir u.a. Mehrarbeitsvergütung ab der ersten Stunde vereinbart haben,“

Selbstverständlichkeit.

„ein Arbeitszeitkonto schaffen wollen, auf dem diese Stunden angespart werden können,“

Wolkenkuckucksheim

„Mehrarbeit neu definieren wollen,“

Wow, ich bin gespannt. Nicht.

„stecken viele Dinge, die geeignet sind, trotz des Lehrkräftemangels die Belastungen für die Lehrer:innen im Rahmen zu halten“

Welche denn? Hier ist davon jedenfalls nix zu lesen.

„und dennoch die Bildungschancen der Schüler:innen zu gewährleisten.“

Lassen Sie das doch mal Sorge der Politik sein.

„Wenn das News4teachers durch die Frage, ob Gewerkschaften Verschlechterungen kampflos unterzeichnen dürfen, polemisch verfälscht,“

Krasse Verdrehung der Tatsachen

„verschiebt das komplett den Fokus. Sie haben sich ausschließlich auf die PM des TMBJS gestützt, die naturgemäß nicht alle Details enthält. Sie haben es nicht geschafft, die Unterzeichner:innen zu fragen, haben es nicht mal versucht.“

Das „Ergebnis“ spricht für sich. Und eine PM rausgeben wäre vielleicht ganz angezeigt, wenn man etwas mitzuteilen hat.
Wenn einem der Mist selbst unangenehm ist, gibt man natürlich nix raus, sondern schreibt nach der PM des KM was auf die Homepage. Dann noch beleidigt zu sein, dass sie niemand persönlich anruft, ist einfach peinlich.

„Ihr einziges Ziel war es, Lehrer:innen gegen die aufzuhetzen, die überhaupt dafür sorgen, dass die Bildung nicht den Bach runtergeht.“

Anmaßung

„Ja, jeder und jede kann die Vereinbarungen kritisieren, loben, schwierig finden.“

Sehr gnädig.

„Aber dann wäre es ehrlich, eigene Lösungen vorzuschlagen.“

Alle bildungspolitischen Forderungen der GEW der letzten Jahrzehnte abräumen wäre ein Anfang.

Arbeitsbedingungen verbessern, um langfristig den Beruf attraktiver zu machen: weniger Stunden, kleinere Klassen, weniger Heterogenität, Leistungsprinzip stärken etc. Alles tausendfach gesagt.

„Wir können keine Lehrkräfte backen, wir können die nicht einstellen, die nicht ausgebildet wurden oder Thüringen verlassen haben.“

Ist auch nicht Ihre Aufgabe.

„Zwei Generationen an Lehrkräften fehlen hier. Woher nehmen, um Schüler:innen eine gute Bildungsbiografie zu ermöglichen?“

Nicht ihre Aufgabe.

„Wir vertrauen darauf, dass unsere Mitglieder diesen Kompromiss mittragen, die Reaktionen bestätigen das.“

Wenn das stimmt: Pappnasen.

„Aber die von News4teachers angestoßene Debatte ohne alle Hintergründe ist nichts anderes als Öl ins Feuer.“

Phrase.

„Nun, das war nicht kurz. Sorry. Aber es musste raus.“

Identitätsbewahrung, Selbstbild erhalten, Bestätigung suchen. Ist menschlich. Und oft dumm.

„Und jetzt dürfen Sie gerne weiter Öl ins Feuer gießen, Gewerkschaften schlecht reden, Ihre Perspektive behalten.“

Und Sie können weiter Verschlechterungen als Erfolg verkaufen und Applaus erwarten.

„Aber ich würde mich vielmehr freuen, wenn Sie konstruktive Lösungen anbieten,“

Phrase.

„wie wir gute Bildung gestalten, Schüler:innen Zukunft ermöglichen und Lehrkräfte zu entlasten, damit sie ihren eigentlichen Job, unterrichten, so richtig gut machen können unter den Bedingungen, die wir gerade haben.“

Sch…. Bedingungen.

„Danke.“

Bitte.

Hans Malz
8 Monate zuvor
Antwortet  Lera

Tja, dem ist fast nichts hinzuzufügen. Außer vielleicht, dass die GEW aufhören sollte Politik zu machen. Eine Konzentration auf die Kernaufgaben (die Interessen der Mitglieder) wäre ganz gut.
Aber das scheint die gute Frau nicht verstehen zu wollen.

unverzagte
8 Monate zuvor
Antwortet  Hans Malz

Übernehmen Sie gern, Hans Malz, Sie scheinen der „bessere Mann“ zu sein.

Realist
8 Monate zuvor
Antwortet  Kathrin Vitzthum

Wir haben durch Verhandlungen mit dem TMBJS allgemeine Pflichtstundenerhöhungen und Streichung der Altersabminderung verhindert.“

Bla bla bla. Andere Bundesländer haben bereits vorgemacht, wie man so etwas verhindert, und zwar indem man vor das Verwaltungsgericht geht.

Die Lösung auf Kosten der Kollegen (Altersermäßigung) ist aber natürlich die bequemere. Und man hat ein schönes Bild für die Presse mit einem lächelnden Kultusminister und kann das Ganze wieder als „Das beste Ergebenis aller Zeiten“ verkaufen.

GEW: Mal wieder auf ganzer Linie versagt, würde ich sagen.

Realist
8 Monate zuvor
Antwortet  Kathrin Vitzthum

Auf diese unverschämte Replik kann es eigentlich nur eine Antwort geben: Aus der GEW austreten, sofern man noch Mitglied ist.

A.J. Wiedenhammer
8 Monate zuvor
Antwortet  Realist

Ich kann leider nicht aus der GEW austreten. (Manchmal tut es mir geradezu leid, nicht drin zu sein 🙂 ) Ich kann mich aber weiter krankschreiben lassen und die Frühpensionierung anvisieren. (Viele Grüße auch an Frau Feller an dieser Stelle.)
MESA

Tigerente
8 Monate zuvor
Antwortet  Realist

Auf diese Ihre unverschämte Reaktion kann es eigentlich auch nur eine Antwort geben: Sie blockieren bzw. da das ja nicht geht, Sie ignorieren, sofern man überhaupt noch hier mitliest.

A.J. Wiedenhammer
8 Monate zuvor
Antwortet  Kathrin Vitzthum

„..wie wir gute Bildung gestalten, Schüler:innen Zukunft ermöglichen und Lehrkräfte zu entlasten …“

Wenn die Reihenfolge der Nennung irgendeine Korrelation zu Ihren Prioritäten erkennen lässt (was ich befürchte), müssen Sie sich in keinster Weise darüber wundern, dass Ihnen hier Gegenwind entgegenschlägt.

Federfuchs
8 Monate zuvor

Leider kann man Kommentare nicht löschen. Nach der Erklärung der GEW auf der Seite der GEW Thüringen möchte ich meine „Anfeidungen“ hiermit gerne zurücknehmen.

Ich freue mich ansonsten schon auf die aktive Unterstützung all der Kritiker bei den bevorstehenden Arbeitskämpfen. Ohne das Engagement der Mitglieder ist jede Organisation machtlos.

Lera
8 Monate zuvor
Antwortet  Federfuchs

Leider naiv.

Hornveilchen
8 Monate zuvor
Antwortet  Lera

Stimmt. Mehr als bissige Kommentare kommt von vielen nicht. Geht es um konkrete Aktionen, sind viele plötzlich spurlos verschwunden und ganz stille.

Lera
8 Monate zuvor
Antwortet  Hornveilchen

Meine konkrete Aktion ist, dass ich jeden Tag unter miesen Bedingungen arbeite, zu denen die angebliche Gewerkschaft erheblich beigetragen hat.

Da wedele ich nicht noch mit der GEW-Fahne.

Every....
8 Monate zuvor
Antwortet  Lera

Wie sang schon Howard Carpendale seinerzeit: „Dann geh doch.“ Junge Kolleg:innen haben ja durchaus Alternativen zum Schuldienst bzw. Beamt:innenstatus.

Mika
8 Monate zuvor
Antwortet  Every....

Sprechen Sie als Vertreter der GEW? Und interpretiere ich Ihre Aussage korrekt mit: „Wenn Sie sich nicht von der GEW vertreten fühlen und Ihre Arbeitsbedingungen nicht Ihren Vorstellungen entsprechen, verlassen Sie doch einfach den Schuldienst!“?
Bedeutet in dieser Kombination für mich als Aussage: Wir haben zwar Lehrermangel und als Gewerkschaft sollten wir uns für die Kollegen einsetzen, aber hey: wenn die nicht erkennen wollen, dass in jeder Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen eigentlich was Gutes liegt und uns kritisieren, dann sollen die besser den Schuldienst verlassen! Kritiker brauchen wir nicht!
Sie müssen Schulen und Kinder schon sehr verachten, wenn Sie die Kollegen aus den Schulen schicken, anstelle Ihrem eigentlichen Job als Gewerkschafter nachzugehen!
Sollten Sie kein Vertreter der GEW sein, frage ich mich erst recht, mit welcher Motivation Sie Kollegen empfehlen, den Schuldienst zu verlassen.

Every....
8 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Nein, ich bin mitnichten Vertreterin der GEW o.ä.
Vielleicht war es etwas zu flapsig, aber seit 2 Tagen arbeitet sich hier die junge Kollegin ab an dem- zugegeben miesen „Verhandlungs“ergebnis der GEW und der älteren Lehrer:innenschaft.
Letzteres nervt, obgleich die Kollegin da nahezu über jedes Stöckchen gesprungen ist, das @GEW-nee! oder @Jockel oder @Freya hingehalten haben.
Wenn die Not und der Frust in einem Arbeitsverhältnis jedoch so groß sind, ist die wirklich ernst gemeinte Frage, ob man sich dann nicht besser anders orientiert, solange man noch jung genug ist.
Ältere können das zumeist nicht mehr ohne deutliche finanzielle Verluste- sie machen die Faust in der Tasche und halten eben durch. Schließlich haben sie die Ansprüche auf eine gute Pension durch ein jahrzehntelanges Arbeitsleben erworben- und da war weiß Gott nicht alles so chillig und rosarot, wie so mancher glaubt.
Aber sei`s drum- eben las ich den Post von der jungen Kollegin, in dem sie die Einlassung der GEW- Dame minutiös seziert. Inhaltlich ziehe ich den Hut und stimme absolut zu. Die persönliche Überforderung und Verbitterung, die jedoch hier kulminiert, erschreckt mich zutiefst. Ich wünsche der Kollegin dennoch alles Gute für ihren beruflichen und persönlichen Lebensweg.

Mika
8 Monate zuvor
Antwortet  Every....

Nun, ich denke, dass die Bundesländer als Arbeitgeber bzw. Dienstherren der Lehrkräfte die Verantwortung dafür haben, dass die KollegInnen ihre Arbeit tun und dabei gesund bleiben können. Davon abgesehen, dass ich das Alter von Lera nicht kenne (und auch in dieser Diskussion irrelevant finde), kommen die Dienstherren dieser ihrer Fürsorgepflicht nicht nach. Meiner Ansicht nach ist es der falsche Ansatz, die Flucht aus dem Job zu empfehlen- gerade im Hinblick auf die jetzt schon fehlenden Lehrkräfte in den Schulen. Sinnvoller ist es, die AG darauf hinzuweisen, was schief läuft, und sich für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen einzusetzen, im Interesse aller. Der Tipp: „Dann geh doch“ ist da eher kontraproduktiv für alle Beteiligten.
Der ÖD war früher ein begehrter Arbeitgeber: sichere, gut bezahlte Jobs unter guten Arbeitsbedingungen. Inzwischen ist der ÖD zum Sparschwein der Nation runtergekommen – befeuert durch die kurzsichtige Personal- und Sparpolitik seit den späten Nullerjahren. Dieses Image: antiquierte Ausrüstung, übermäßige Arbeitsbelastung durch Personalmangel, Desinteresse an seinen Mitarbeitern, wird der ÖD jedoch nicht los, indem er seine Mitarbeiter noch mehr ausquetscht. Der ÖD ist kein lohnenswerter AG mehr, und das sollten die Kultusminister und die Gewerkschaften bei Verhandlungen genau im Blick haben.

Every....
8 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Von einer Empfehlung kann doch keine Rede sein. Wie gesagt, die Kollegin scheint von der Thematik sehr umgetrieben, hat ihrerseits immer wieder einen vermeintlichen Generationenantagonismus thematisiert.
Die Dienstherren haben den Knall noch nicht gehört. Deren Strategie ist- spätestens in der Coronazeit perfektioniert- die Schlechterstellung des Bestandspersonals durch all das, was hier täglich rezipiert wird. Das wird sich vielleicht ändern, fragt sich aber, wann. Die drohende Finanznot der öffentlichen Kassen ist auch nicht angetan, die Situation zu verbessern. Der Lehrberuf wird zunehmend deprofessionalisiert, was sich auf das Einkommensgefüge auswirken wird. Da lassen sich dann neue Potenziale an Arbeitskräften erschließen.
Man kann also abwarten, sich solidari- oder organisieren (klappt nicht wirklich- qed) oder sich etwas anderes suchen- vor allem eben, wenn man jung genug ist.

Lera
8 Monate zuvor
Antwortet  Every....

Genau. Geh doch nach drüben.

Every....
8 Monate zuvor
Antwortet  Lera

„Drüben“??? What does it mean? Denke eher an „drüber“- ist hier so manche:r.

A.J. Wiedenhammer
8 Monate zuvor
Antwortet  Every....

Ja, tue ich. Und sicherlich nicht allein…

Katja W.
8 Monate zuvor
Antwortet  Every....

Ist es nicht vorstellbar, dass man die Arbeitsbedingungen scheiße findet, dass man erschöpft ist und dass man das deshalb so schlimm findet, weil man seinen Beruf liebt?

Every....
8 Monate zuvor
Antwortet  Katja W.

Absolut. Dennoch muss man sich gerade dann überlegen, wie man für sich persönlich damit umgeht. Und nein, das ist keine Empfehlung für oder gegen das eine oder andere!

Hornveilchen
8 Monate zuvor
Antwortet  Lera

Leider naiv.

Lanayah
8 Monate zuvor
Antwortet  Hornveilchen

„Naiv“, leider ein abgehobenes Totschlag-Argument mit genau null Aussage.

Hornveilchen
8 Monate zuvor
Antwortet  Lanayah

Fand ich auch. Brachte Lera als Erstes vor. Die meinen Sie auch, nicht wahr?!

Dr. C. S.
8 Monate zuvor

Wenn die Landesregierungen nicht SOFORT damit beginnen, Lehrkräfte durch die Einstellung multiprofessioneller Teams und durch Alltagshilfen massiv zu entlasten, können sich die Eltern in 5-10 Jahren darauf freuen, dass eine Lehrkraft ihren Unterricht per Videokonferenz in 3 bis 4 Klassenräume überträgt. Die Referendarszahlen sind ja schon jetzt um die Hälfte und mehr eingebrochen.

Mika
8 Monate zuvor
Antwortet  Dr. C. S.

Meine Mundwinkel heben sich gerade amüsiert nach oben: die Vorstellung, ganze Klassen würden interessiert ganze Schultage lang Videos zu Mathe, Geschichte, Deutsch etc. verfolgen, hat was. Dazu können die Kids aber eigentlich zuhause ihren Rechner anwerfen. Ach nee, zuhause geht ja nicht, weil soziale Isolation und Spannungen in der Familie. In der Schule geht das dann sicher besser: dass Gruppen in Videokonferenzen wesentlich besser lernen ist ja hinlänglich bekannt (ich sag’s sicherheitshalber dazu: das war Sarkasmus).
Ja, Dr. C. S., ich sehe genau wie Sie verdorrende Bildungslandschaften in diesem Land, welches früher einmal weltweit anerkannt für sein Bildungssystem war.

Tigerente
8 Monate zuvor

Ich hatte eigentlich erwartet, dass die GEW Thüringen die Möglichkeit einer „Gegendarstellung“ außerhalb von Kommentatoren bekommt, denn mit Ihrer Titelzeile haben Sie sehr einseitig berichtet.

Warum schweigen die drei anderen Verbände, die zugestimmt haben?
Was wären mögliche Alternativen gewesen (positive wie negative)?

Was sagt Bildungsminister Herr Holter von der untergehenden Linken dazu? Der ist hier irgendwie fein raus. Alle stürzen sich auf die GEW, Leute, aber es war Herr Holter, der das beschlossen hat, sprich die rot-rot-grüne Minderheitsregierung in Thüringen!

Tigerente
8 Monate zuvor

PS: Tritt nun eigentlich auch jemand aus Thüringen aus, weil die thüringische Landesregierung aus Linken, SPD und Grünen „sowas Gemeines“ beschlossen hat? Oder zieht nun jemand deswegen in ein anderes Bundesland um? (Es gibt keins mit besseren Altersermäßigungen.)

Dreamghost
8 Monate zuvor

Tja ja, das ist es halt, wenn Gewerkschaften Leute vertreten, die nicht streiken „dürfen“.(kleiner Tipp: das Streikrecht musste auch durch Streiks erkämpft werden. ) Und aus Gewerkschaften kann man austreten, wenn sie nicht für die eigenen Interessen einstehen.

Nachdem ich die Kommentare und Stellungnahmen von Fr. VizeKM gelesen habe bin ich etwas schockiert. Sollten Sie noch mitlesen und nicht genervt den Laptop zugeklappt haben (was jedem zusteht) hier noch ein kleiner Denkanstoß:
Ein großes Problem im Lehrerberuf ist, dass der Lehrer nicht als Mensch selbst zählt. Alles was er für sich, zur Verbesserung seiner/ihrer Arbeitsbedingungen einfordert, muss er mit einem Vorzeil für die Schüler/innen begründen. Seine/Ihre Wünsche sind irrelevant, wenn es den Kindern nicht direkt hilft.
Doch auch Lehrkräfte sind Menschen, die es verdienen, dass jemand ganz „egoistisch“ für ihre Wünsche einsteht. DAS ist die Aufgabe einer Gewerkschaft. Verständnis und Kompromisse wäre eher Aufgabe eines Politikers (lach, ich weiß, jetzt träum ich)

Aber witzig ist es schon:
Echte Gewerkschaften, wie die IG-Metall z. B. fordern die vier Tage Woche für ihre Mitglieder, trotz „Fachkräftemangel“. Man stelle sich vor der IG-Metallchef stellt sich hin und sagt „Wir haben doch eine Verantwortung für die Produktion der Schrauben“ – was dann bei den Mitgliedern los wäre. (Ja ich weiß, die Gewerkschaft vertritt ein breites Spektrum unterschiedlicher Berufe, nur eine kleineabsirde Zuspitzung)