Duale Ausbildung in der Krise – Wirtschaft ruft nach mehr Berufsorientierung in Schulen (vor allem an Gymnasien)

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BERLIN. Mehr als 73.000 Azubi-Stellen konnten 2023 nicht besetzt werden. Auf der anderen Seite gehen viele motivierte Bewerber leer aus. Das Grundproblem: Häufig passen Angebot und Nachfrage nicht zusammen. Mehr Berufsorientierung an Schulen würde die Situation verbessern – meint die Wirtschaft.

Hier geht es lang. (Symbolfoto) Foto: Shutterstock

Die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen ist in Deutschland das vierte Jahr in Folge gestiegen. Laut dem aktuellen Berufsbildungsbericht der Bundesregierung blieben im vergangenen Jahr insgesamt 73.400 Plätze für Azubis unbesetzt – und damit noch einmal 6,6 Prozent mehr als 2022.

Noch deutlicher ist die Lücke im Vergleich zu Zeiten vor der Corona-Pandemie: Die Zahl unbesetzter Stellen stieg seit 2019 um 38,2 Prozent, wie aus dem Bericht, den das Bundeskabinett nun verabschiedet hat, weiter hervorgeht. Auch gab es im vergangenen Jahr 26.400 Bewerberinnen und Bewerber, die gerne eine Ausbildung angetreten hätten, aber unversorgt blieben. Das waren 16,3 Prozent mehr als noch im Vorjahr 2022 und 7,6 Prozent mehr als 2019.

«Wir haben ein Passungsproblem zwischen Bewerberinnen und Bewerbern und auch angebotenen Stellen im Markt»

37.300 junge Menschen gingen 2023 einer alternativen Beschäftigung nach, wie etwa einem weiteren Schulbesuch oder einem Job, weil sie keinen geeigneten Ausbildungsplatz fanden. Verbände äußerten sich besorgt über die Entwicklung. Nach Angaben des Zentralverbands des Deutschen Handwerks gab es allein im Handwerk im vergangenen Jahr 20.500 offene Stellen.

«Wir haben ein Passungsproblem zwischen Bewerberinnen und Bewerbern und auch angebotenen Stellen im Markt», bilanzierte Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger am Mittwoch in Berlin. Die Zahl junger Erwachsener zwischen 20 und 34 Jahren, die keinen Berufsabschluss hätten, sei 2023 weiter gestiegen auf 2,86 Millionen. «Diese Entwicklung macht mir Sorgen.»

Ein Aspekt, den Stark-Watzinger als positiv hervorhob, ist dagegen die Zahl der neu geschlossenen Ausbildungsverträge, die das dritte Jahr in Folge gestiegen sei. Im vergangenen Jahr gab es hier einen Zuwachs um drei Prozent auf insgesamt 489.200 Neuabschlüsse. Laut Bericht gab es hier über nahezu alle Branchen hinweg einen Anstieg. An das Vorpandemie-Niveau kann die Entwicklung aber nicht anknüpfen: Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 6,8 Prozent weniger Neuverträge geschlossen als noch 2019.

Was die Lage noch weiter verschärft: Viele begonnene Ausbildungsverträge werden vorzeitig aufgelöst. Im Jahr 2022, für das die aktuellsten Zahlen vorliegen, betraf das 29,5 Prozent aller Verträge. Immerhin haben sich dem Bericht zufolge die Übernahmequoten etwas besser entwickelt und lagen im Jahr 2022 mit 77 Prozent wieder auf dem Vorpandemie-Niveau. Zahlen für 2023 liegen für diesen Bereich ebenfalls noch nicht vor.

Stark-Watzinger betonte, es sei ein zentrales Ziel der Bundesregierung, mehr junge Menschen in Ausbildung zu bringen. Die Bundesregierung wolle beispielsweise mit einer gesetzlichen Änderung dafür sorgen, dass die Kompetenzen und Erfahrungen von Menschen ohne formalen Berufsabschluss besser für das berufliche Leben anerkannt werden. Ab 2025 sollen die Änderungen in Kraft treten. Die berufliche Bildung werde für ihr Ministerium weiterhin Priorität haben, versprach Stark-Watzinger. Das gelte auch für die laufenden Haushaltsverhandlungen. Hier seien keine Kürzungen zu befürchten, stellte die Ministerin auf Nachfrage von Journalisten klar.

Mit Blick auf die vielen unbesetzten Ausbildungsstellen verwies Stark-Watzinger darauf, dass die Lage je nach Region und Beruf unterschiedlich sei. Wie aus dem Bericht hervorgeht, haben es unter anderem Unternehmen im Lebensmittelhandwerk, im Hotel- und Gaststättengewerbe sowie in den Bau- und Metallberufen besonders schwer, Azubi-Stellen zu besetzen. Hier haben Bewerber umgekehrt besonders gute Chancen, einen Ausbildungsplatz zu finden. Geringere Chancen hätten Interessenten dagegen etwa in der Immobilienwirtschaft, in der Software-Entwicklung, im Gartenbau sowie in künstlerisch-kreativen Berufen.

Auch die regionalen Unterschiede machen sich bemerkbar: Azubi-Anwärter in Berlin, Hessen und Nordrhein-Westfalen haben es schwerer als in anderen Regionen, einen Platz zu finden. Rechnerisch die besten Chancen haben Bewerberinnen und Bewerber in Bayern und Thüringen, gefolgt von Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern.

«Der klare politische Wille, die Berufsausbildung wieder zu stärken und deren Wert zu vermitteln, fehlt»

Stark-Watzinger betonte, dass es generell mehr Aufklärung brauche. Es fehle teils das Wissen um berufliche Möglichkeiten. Ausbildungsberater seien häufig nur die eigenen Eltern. Auch die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) sieht hier ein Defizit. Die Gymnasien müssten verbindlich über die Chancen einer dualen Ausbildung und über die höhere Berufsbildung informieren, forderte DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks. Nur so könnten junge Menschen eine fundierte Berufswahl treffen. Dercks wies darauf hin, dass viele Betriebe bereit seien, auch schwächeren Bewerbern eine Chance zu geben. Auch hier müsse es mehr Aufklärung geben, beispielsweise über Qualifizierungs-und Mentoringprogramme.

Der Verband deutscher Maschinen-und Anlagenbau e.V. (VDMA) übte deutliche Kritik an der Bundesregierung. «Der klare politische Wille, die Berufsausbildung wieder zu stärken und deren Wert zu vermitteln, fehlt», schrieb Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann in einer Stellungnahme. Noch immer komme die Berufsorientierung an den Schulen zu kurz, obwohl nach der Corona-Pandemie hier viel nachzuholen sei.

Über den Berufsbildungsbericht und seine Auswirkungen berät in der kommenden Woche auch der Deutsche Bundestag. News4teachers / mit Material der dpa

Hier geht es zum Berufsbildungsbericht 2024.

Der „Akademisierungswahn“ ist nur ein Mythos – dass die Ausbildung leidet, weil das Studium boomt, stimmt gar nicht

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JoS
1 Monat zuvor

Das Problem sind in den meisten Fällen nicht fehlende, ungeeignete oder uninformierte Jugendliche. Das Problem sind vielmehr Betriebe, die eigentlich gar nicht ausbilden, aber gerne billige Arbeitskräfte haben wollen. Wer in der beruflichen Bildung tätig ist, kennt die unzähligen Beispiele von Betrieben, die ihre Pflichten gegenüber den Azubis nicht erfüllen. Dann braucht man sich auch nicht wundern, wenn die Auszubildenden wegbleiben.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  JoS

Das Problem sind INFORMIERTE Jugendliche – nur sind die eben über die Situation am Boden, in der Realität, informiert.

Und nicht „““informiert“““.
Das AGs gerne wieder oder weiter ein Überangebot an „ChiPolDe“s haben wollen (Stunden kloppen wie in China, Lohn wie in Polen, Qualifikation wie in der BRD) ist klar.

Feli
1 Monat zuvor
Antwortet  JoS

Komisch, ich höre und lese immer wieder, dass Betriebe händeringend Auszubildende suchen. Es gibt auch immer wieder Bewerbungen und Vorstellungsgespräche. Dann stellt sich jedoch oftmals heraus, dass die Bewerber und Bewerberinnen kaum lesen, schreiben oder rechnen können. Oder: Sie werden eingestellt, erscheinen aber unpünktlich oder nur sporadisch zur Arbeit und zeigen nur geringe Einsatzwillen.
Größere Firmen, die es sich leisten können, versuchen bei ausbildungs- und arbeitswilligen Bewerbern und Bewerberinnen sogar schon seit Jahren, ihnen fehlendes Schulwissen beizubringen, damit sie die Lehrzeit erfolgreich durchlaufen und abschließen können.

Kurzum: Mein Eindruck und Ihr Eindruck widersprechen sich und es fragt sich, welcher der Realität mehr entspricht.

JoS
1 Monat zuvor
Antwortet  Feli

Was Sie lesen ist eine Sache, die Realität sieht anders aus. Ich lese auch immer etwas vom Lehrermangel an Grund- und Berufsschulen, kenne aber gleichzeitig zig Fälle von Leuten, die trotz guter Noten nach dem Referendariat keine Planstelle bekommen. Und das obwohl an den Schulen eigentlich Lehrkräfte fehlen, nur gibt es eben keine Stellenzuweisungen.

Meine Frau ist Berufsschullehrerin und bekommt bei ihren Schülern regelmäßig mit, was in den Betrieben alles schiefläuft. Ich würde daher sagen, dass ich ein bisschen näher an der Realität bin als Sie. Und falls Sie meinen Erfahrungen nicht trauen, können Sie sich auch bei der Zeit in das Thema einlesen:
https://www.zeit.de/campus/2024-05/azubis-ausbildung-vertrag-betriebe-kuendigung

Justus20
1 Monat zuvor
Antwortet  JoS

Es ist bringt wenig, auf die persönliche „Kompetenz“ in dieser Frage zu verweisen. Die meisten von uns urteilen vermutlich nach dem, was sie seitens der Medien überwiegend erfahren.
Meine Logik sagt mir bei den widersprüchlichen Aussagen, dass Betriebe und Firmen doch verrückt wären, wenn sie beim allseits beklagten Fachkräfte- und Lehrlingsmangel nicht selbst Ausbildungsplätze anböten.
Dass es da auch Abweichungen von der Regel und Missstände gibt, ist durchaus möglich, sogar wahrscheinlich.
Bei einem so ausgeprägten Arbeitskräfte- und Nachwuchsmangel ist jedoch schwer vorstellbar, dass Ihre Erfahrungen im Großen und Ganzen zutreffen.

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  JoS

Also so ganz stehen lassen kann ich das jetzt auch nicht. Es gibt sicher Betriebe, die den Knall noch nicht gehört haben, aber der Großteil ist sich schon bewußt, dass es einen Mangel gibt und handeln entsprechend. Einen gewissen Überblick über die BK’s habe ich durch viele Kontakte dahin auch. Ebenso zur Kreiha oder IHK. Viele Betriebe rollen ihren Lehrlingen den roten Teppich aus. Aber sie erwarten dann auch Leistung und Zuverlässigkeit, da hapert es oft von Seiten der Jugendlichen.

Ich kenne aber eben auch viele Betriebe, die top ausbilden und gut zahlen. Aber selbst die kriegen niemanden mehr. Andererseits sehe ich Schüler, die sich nach der 10 auf die weiterführenden Schulen quälen und da gerade so ihr Abitur schaffen. Aber studierfähig ist der Großteil nicht.

Jetzt so einseitig den Betrieben die Schuld zuzuweisen, halte ich für zu kurz gesprungen.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  JoS

Wären die 26.400 unversorgten Bewerber*innen an sich schon gut qualifiziert, meiden aber die angeboten Ausbildungsplätze aus Angst schlecht behandelt werden zu können?

JoS
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Selbstverständlich, warum denn sonst? Und noch viel mehr entscheiden sich deshalb gleich für ein Studium.

Realist
1 Monat zuvor

Die Schule der Zukunft (ab 2030):

Montag:
15min: Verfassungsviertelstündchen
2 Std: Demo für das Klima
2 Std: Vorlesen: Mysterium „Buch“ entschlüsselt
2 Std: Alltagskompetenzen I: WIe finde ich eine Wohnung?

Dienstag:
15min: Verfassungsviertelstündchen
2 Std: Demo gegen Rechts
2 Std: ChatGPT: Mein bester Freund und Helfer
2 Std: Alltagskompetenzen II: Wie schreibe ich eine Bewerbung?

Mittwoch:
15min: Verfassungsviertelstündchen
2 Std: Demo gegen Links
2 Std: Entzugstraning: Zwei Stunden ohne Handy und Tablet
2 Std: Alltagskompetenzen III: Wie beantrage ich Bürgergeld?

Donnerstag:
15min: Verfassungsviertelstündchen
2 Std: Demo gegen Rassismus
2 Std: Vorbereitung auf PISA
2 Std: Alltagskompetenzen IV: Wie werde ich TicToc-Star?

Freitag:
15min: Verfassungsviertelstündchen (online)
Projekttag: Besuch von Einkaufszentren / Lerne deine Playstation kennen / Herumlungern auf Bahnhofsvorplätzen

Und das alles beaufsichtigt von einer KI! Neues Gütesiegel: „Komplettl lehrkräftefreie Schule“ (denn die sind entweder in Pension, geflohen oder haben gar nicht erst in der Schule angefangen…)

vhh
1 Monat zuvor

Am liebsten Gymnasialschüler mit Abitur und dem unstillbaren Wunsch etwas Praktisches zu machen. Vermutlich sollen sie sich auch noch problemlos in Strukturen und Hierarchien eingliedern. Könnte eng werden, ist das Abitur nicht (eigentlich) die allgemeine Hochschulreife? Vorbereitung auf Theorie und eigenes Denken? (ja, das ist ein sehr theoretischer Gedanke)
In meiner Restschule werde ich gerne, trotz genügend KAoA-Aktionen von Klasse 8 an, die Grundlagen noch mehr zurückstellen und noch intensiver in die Berufsberatung einsteigen. Bin ich dann irgendwann Berufsberater? Eine zweite Chance für Lehramtsaussteiger, geht Berufsberater als Quereinstieg? Kann ich mich da nebenbei qualifizieren? Da tun sich Möglichkeiten auf…

GriasDi
1 Monat zuvor

Zitat:
„Die Gymnasien müssten verbindlich über die Chancen einer dualen Ausbildung und über die höhere Berufsbildung informieren, forderte DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks. Nur so könnten junge Menschen eine fundierte Berufswahl treffen. “

Warum machten es die Betriebe nicht selbst? Warum werben sie nicht für ihre Berufe? Warum bricht ein Drittel ab?

Canishine
1 Monat zuvor
Antwortet  GriasDi

Die DIHK müsste sich verbindlich über die eigentlichen Kernaufgaben der Gymnasien und die „ergänzenden“ Aufgaben informieren. Nur so können die Gymnasien die Kompetenzen vermitteln, die sie für eine fundierte Berufsausfüllungen benötigen.

JoS
1 Monat zuvor
Antwortet  GriasDi

Sie stellen genau die richtigen Fragen. In vielen Betrieben herrscht immer noch die Einstellung „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“. Tja, dann darf man sich auch nicht über die Resultate wundern.

Sepp
1 Monat zuvor

Noch immer komme die Berufsorientierung an den Schulen zu kurz, obwohl nach der Corona-Pandemie hier viel nachzuholen sei.

Zu meine eigenen Schulzeit an einem klassischen Gymnasium gab es zwei Berufspraktika, eines in der 9. Klasse und eines in der 11. Klasse. Darüber hinaus gab es ein mal einen Termin, an dem man mit der ganzen Klasse zur Berufsberatung gefahren ist und dort einen unfassbar tollen Test zu seinen Fähigkeiten und Interessen gemacht hat.

Jetzt als Lehrer an einer Gesamtschule mit Oberstufe sehe ich neben diesen beiden Praktika eine Menge zusätzlicher Veranstaltungen, von eintägigen Zukunftstagen, Praktikumsbörsen, berufsvorbereitenden Wahlpflichtkursen, über Gespräche mit Berufs-Beratern vor Ort in unserer Schule bis hin zu einigen Möglichkeiten für Oberstufenschüler (Schnupperstudium etc).

Ich kann mir kaum vorstellen, dass andere Schulen so viel weniger machen als wir…

JoS
1 Monat zuvor
Antwortet  Sepp

So sieht es aus, die Betriebe sollten endlich aufhören zu jammern und anfangen, selbst etwas zu tun. Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Bekannter arbeitet in einer Aus- und Weiterbildungsakademie eines Handwerks und hatte die Idee, Partnerschaften zwischen Betrieben und Schulen für „Schnuppertage“ zu vermitteln, die Interesse an einer Ausbildung in diesem Mangelbereich wecken sollen. Von mehreren hundert Betrieben im Bundesland haben sich gerade einmal knapp dreißig überhaupt zurückgemeldet. Offensichtlich ist die Einstellung verbreitet, dass doch bitte andere die lästige Werbung um Nachwuchs übernehmen sollen.

Sternschnuppe
1 Monat zuvor
Antwortet  JoS

Viele Firmen machen bestimmt zu wenig, aber das kann man nicht verallgemeinern. Bei uns gibt es eine „Nacht der Ausbildung“. Da kann man in die Firmen schauen und bekommt die unterschiedlichen Berufe vorgestellt von Auszubildenden. Bei uns ist eine Firma, die Jugendliche in speziellen Programmen fördert. Sie lernen die Sprache und werden auf die Ausbildungsberufe vorbereitet. Viele haben dadurch einen Ausbildungsplatz bekommen. Trotzdem jammern die Firmen, weil sie keine geeigneten Azubis finden, weil viele nicht die Mindestanforderungen erfüllen.

JoS
1 Monat zuvor
Antwortet  Sternschnuppe

Sie übersehen den entscheidenden Punkt: Die qualifizierten Schulabgänger, von denen es eigentlich eine ganze Menge gibt, entscheiden sich sehr oft nicht aus Interesse für ein Studium, sondern vielmehr gegen eine Ausbildung, weil die Bedingungen nicht attraktiv sind.

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  JoS

Ich kenne viele, die sich dafür entscheiden, weil die Eltern das so wollen. Gerade mit Migrationsgeschichte. Die haben oft unser System nicht richtig verstanden, für die ist man ohne Abitur keine vollwertiger Mensch.

Hysterican
1 Monat zuvor

Machen wir seit langem … auch sehr inhaltsstark und mit vielen Möglichkeiten, in Berufe / Betriebe hineinzuschnüffeln. Unsere StuBos sind da gut unterwegs … und arbeiten ganz konkret und mit massiven Reibungsverlusten gegen die Elternhäuser an.

Zu meiner Schulzeit sind vom Gymnasium eine erhebliche Anzahl von SuS nach der 10ten Klasse in betriebliche Ausbildungen gegangen.
Mittlerweile schleppen sich selbst die prekären Minderleister ohne Oberstufeneignung bis zum Abitur durch, weil – und das ergeben immer wieder die Beratungsgespräche mit den Eltern – „unser Kind es mal besser haben soll als wir“ und „mit einem Abitur ja alle Optionen offenstehen“.

Dieser Blödsinn ist immer noch in den Köpfen verhaftet und wird den Kids seitens der Eltern permanent eingetrichtert.

Das Problem sind nicht die Schulen – insbesondere die Gymansien – sondern weitestgehend die vernagelten Eltern mit ihrer Traumvorstellung vom eigenen dyskalkulischen Kind als nobelpreisverdächtigem Physiker oder dem extrem lernfaulen und antriebsschwachen Sohnemann als berühmten Chirurgen, der als Leibarzt für den Mufti von Kairo eingeflogen wird, weil niemand den Blinddarm des Oberpredigers besser rupfen kann als er.

Hört endlich auf, den Schulen noch mehr Aufgaben zuzuschieben.
Fangt endlich an, den Realitäten in die trüben Augen zu sehen.

Katze
1 Monat zuvor
Antwortet  Hysterican

„Mittlerweile schleppen sich selbst die prekären und antriebsschwachen Sohnemänner ohne Oberstufeneignung bis zum Abitur durch…“
Seit Jahren müssen sich diese gar nicht mehr mühsam zum Abi schleppen. Nein, einige Schulleitungen und Bildungsagenturen nötigen uns zum Mit- und Durchschleppen mit inflationärer Bestbewertung bei angespaßten Mindestforderungen entsprechend der vernagelten Eltern- und Kultuswünsche. Komfortzone Schule – warm, gemütlich und möglichst stressfrei und mit Abitur-Garantie.
Wer kann dazu schon nein sagen? Wir älteren KuK verzichten mit unseren trüben Augen und Altersschwerhörigkeit zunehmend auf Brille und Kind im Ohr, um diese Realitäten nur noch gedämpft wahrnehmen zu müssen.

Was_mal_gesagt_werden_muss
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

Können Sie Ihre Thesen auch gerichtsfest belegen. Wenn nicht, handelt es sich eher um Hörensagen und pseudoplausible VTs. Wenn Sie es dagegen belegen können, gehen Sie damit doch bitte an die Presse und/oder vorgesetzte Dienststellen. Nur so kann sich konstruktiv etwas ändern.

Katze
1 Monat zuvor

Ich erlebe die beschriebenen Tendenzen gemeinsam mit vielen KuK im gymnasialen Bildungsgang in unserer täglichen Realität. Es braucht kein „Hörensagen“. Pressemitteilungen z.B. von Josef Kraus, Bernhard Krötz, Florian Becker u.a. zum Qualitätsverlust im Leistungs-, Anforderungs- und Disziplinniveau an unseren Schulen gab es zur Genüge.

https://www.focus.de/finanzen/news/experte-erklaert-verruecktes-system-die-gen-z-wird-zu-nicht-zukunftsfaehigen-low-performern-sozialisiert_id_259759035.htmlhttps                                16.03.24Herausforderungen werden von jungen Menschen ferngehalten„Und dem gleichen Trend folgend werden immer bessere Noten verteilt, landen schnell mal 30 Prozent der Abiturienten bei einem Einser-Schnitt“, sagte Becker. Seine These: „Die jungen Menschen haben gelernt, dass sie Erfolg bekommen, auch wenn sie wenig dafür leisten.“
Bei vielen Menschen hat sich ein starker Glaube dahin entwickelt, dass die Komfortzone etwas Gutes ist. Man hält Herausforderungen von jungen Menschen fern. Damit verhindern wir deren Entwicklung zu handlungsfähigen Erwachsenen, die daran glauben, dass sie selbst für ihren Erfolg verantwortlich sind. Damit verhindern wir, dass sie sich anstrengen und mit Misserfolg umgehen können.“
„Menschen werden zu Low-Performern sozialisiert, mit denen wir nicht zukunftsfähig sind“

  • Aus Beckers Sicht braucht es ein Umdenken: „Erfolg darf nichts sein, das man einfach geschenkt bekommt.“ Die Gesellschaft müsse wieder mehr fordern, ehrliche Rückmeldung zu Leistung geben*, zu einer gesunden Form des Leistungsdenkens finden. „Wir haben ein verrücktes System geschaffen, das Menschen zu Low-Performern sozialisiert, mit denen wir nicht zukunftsfähig sind. Der Sturzflug im Leistungs- und Anforderungsbereich hat sich in den letzten 10 Jahren nochmals rasant beschleunigt. *KuK, die dies taten und noch tun, haben kein einfaches Arbeitsumfeld an manchen Schulen.

Die Ergebnisse der SuS bei Leistungsvergleichen, die emotionale und kognitive Überforderung von zunehmend mehr jungen Menschen in der universitären oder beruflichen Ausbildung belegen diese Tendenzen. Also alles andere als pseudoplausibel. Sehr logisch, plausibel und leider ergebnisrelevant, wie immer deutlicher sichtbar wird.
Mit Weichspülgang und Kuschelpädagogik nach Elternwunsch werden die Sohnemänner und Tochtertöchter jedenfalls nicht fit für den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Katze
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Wir bauen doch seit Jahren (Jahrzehnten) Leistungsdruck ab, leeren die Lehrpläne, senken die Erwartungshorizonte in Klausuren und Prüfungen, passen „Materialien“ und Noten in Abiturprüfungen an „Schüler fordern Aufwertung nach schwerem Erdkunde-Abi“ (hat schon oft funktioniert), ermöglichen Teamarbeiten mit Gleichermacher-Gruppennote und Wohlfühl-und Bestehensgarantie für alle, setzen die SuS kaum noch einem realistischen Wettbewerb /Leistungsvergleich im Unterricht und Sport aus usw. .
(In der Physik ist Druck eine Kraft, die positiv ist, wenn er zum Körper hin gerichtet ist.)
Wohin soll die Rutschpartie mit noch weniger Druck (Anschub) denn gehen.

Katze
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Schule mit genug Freiräumen zum Aufbau von Beziehungen und zur Partizipation der Schüler*innen muss doch nicht Fachlichkeit, Leistungsorientierung und Erziehung zu Anstrengungsbereitschaft, Arbeitswillen, einer altersgerechten Frustrationstoleranz und zur Fähigkeit der realistischer Einschätzung der eigenen kognitiven und emotionalen Leistungsfähigkeit ausschließen.

Schule hatte schon immer einen Bildungs- und Erziehungsauftrag.
Lernen bleibt Lernen. Das ist z.T. anstrengend und fordernd für alle selbstständig denkenden SuS. Wer das nur als psychisch belastendes und krankmachendes „Stoff hineindrücken“ empfindet bzw. wahrnimmt, sollte sich außerhalb von Schule professionelle Hilfe suchen und auch die Wahl der weiterführenden Schulart kritisch überdenken.

PaPo
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

@Katze hat so akurat wie (auch Laien) nachvollziehbar skizziert, was das Gros von uns Lehrer bereits in der Zeit vor der Pandemie beobachten konnte: In den letzten zwei Jahrzehnten haben Leistungsbereitschaft und -fähigkeit wie auch die allg. Resilienzen unserer Schüler massiv abgenommen, obwohl(!) gleichsam der objektive Leistungdruck, das/die erforderliche/n Niveau/Leistungen immer weiter erdodierte/n und jedermann immer mehr Lernhilfen-/möglichkeiten immer einfacher zur Verfügung stehen.

Diese Erosion bei Leistungsbereitschaft und -fähigkeit wie auch allg. Resilienzen wirft natürlich die Frage nach den Ursachen auf. Sie verweisen allerdings zuerst auf eine Zunahme von psychischen Störungen bei Kindern und Jugendlichen (denen natürlich professionell zu helfen ist, bevor Sie mir „wieder mal“ etwas unterstellen), suggerierend, dass simpler „Druck“ und im Speziellen der „Druck“ der Schule hierbei maßgeblich sei (was Ihr erster Artikel und btw auch die entsprechende Forschung zu z.B. Depressionen und Co. in derart simpel-monokausaler Art und Weise nicht hergibt) , und legen dann nach, mit Druck „funktioniere Lernen nicht“… weil Anne Deimel, die ja primär über Grundschulen spricht, dass so sagt.

Während die Foristin also treffend resümiert, dass „[m]it Weichspülgang und Kuschelpädagogik nach Elternwunsch […] die Sohnemänner und Tochtertöchter jedenfalls nicht fit für den Wirtschaftsstandort Deutschland [werden]“, bemühen Sie zwei Artikel, die inhaltlich nicht wirklich was mit den beiträgen der Foristin zu tun haben und außerdem ein argumentum ad passiones (dt. Emotionsappell) darstellen.Man muss sich fragen, ob Sie wirklich das aussagen wollen, was Ihr Beitrag aussagt, nämlich dass Schule eine möglichst (leistungsdruck-)freie Angelegenheit sein soll, bei der bestenfalls „emotionale und kognitive Überforderung“ vermieden, wo jeder „warm, gemütlich und möglichst stressfrei und mit Abitur-Garantie“ entspannen soll?

Oder anders: Was ist Ihrer Meinung nach Sinn und Zweck von Schule? Der ist m.E. ganz eindeutig: Die mittels erzieherischer Bildung ermöglichte Genese eigenverantwortlicher, gemeinschaftsfähiger, demokratischer Staatsbürger, die zum Erhalt und zur Verbesserung unserer pluralistischen, freiheitlich-demokratischen Grundordnung (zum Wohle möglichst aller Menschen, auch i.S.d. Förderung individueller Potenziale der freien Persönlichkeitsentfaltung) sozio-kulturell, -politisch und -ökonomisch (nach Maßgabe ihrer Möglichkeiten in und an Gesellschaft) partizipieren können… und dazu braucht es auch Leistungsbereitschaft und -fähigkeit wie allg. Resilienzen – wenn sich jeder überall Kindern und Jugendlichen ggü. wie Rasenmäer-Eltern verhält, dann ist die Antwort auf die Frage von @Katze klar, „[w]ohinh […] die Rutschpartie mit noch weniger Druck (Anschub) denn gehen“ wird.

Wiebke
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

„Wie viele psychisch kranke Kinder brauchen wir denn noch?“
Diese Frage stellen viele Menschen und vermutlich fast alle Lehrkräfte. Die Crux liegt allerdings in der Lösung des Problems. Hier gehen die Ansichten auseinander.
Ob Frau Demels Vorstellungen richtig sind, ist keineswegs klar. Es gibt genügend Stimmen, die für mehr Anforderung und weniger selbstbestimmtes und selbstorientiertes Lernen sprechen. Kinder wachsen in ihrem Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl auch durch die Erfahrung, dass sie die Ansprüche anderer bewältigen können und keineswegs hilflos sind, wenn nicht alles nach ihrem Willen geht. Das schafft Selbstvertrauen in die eigenen Kräfte.

Katze
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Klar und fokussiert führen, Leistung und Anstrengung einfordern, die kognitive und emotionale Leistungsfähigkeit der SuS adäquat ansprechen, das Vertrauen in die eigene Kraft, den persönlichen Arbeitswillen und das Durchhaltevermögen auch in Krisenzeiten stärken, realistische Rückmeldung zu erbrachten Leistungen geben – das alles zeigt die positive Zuwendung und Wertschätzung von LuL gegenüber ihren Schülern. Oder nicht?

Warum werden die „Anforderungshochschrauber“ mit „nur noch autoritär“ in Verbindung gebracht? Anforderungen hochgeschraubt habe ich seit Jahren nicht mehr, aber im „Herunterschrauben“ sollen wir immer besser werden. Macht Sinn beim Trend in der Leistungsentwicklung im MINT-Bereich.
„Dramatische Einbrüche bei den mathematischen und naturwissenschaftlichen Kompetenzen – auf breiter Front“
Manche Argumentation („etwas bevormundend“) ist von der „Klangfarbe“ und inhaltlich nicht das, was ich schlüssig nachvollziehen kann. Liegt aber bestimmt an meinen fehlenden Kompetenzen.

“Ausbildung ist der Schlüssel zum Erfolg. Wenn man bereit ist, die nötige Zeit und Mühe zu investieren, wird man am Ende dafür belohnt. Es ist nie zu spät, sein Wissen zu erweitern und an sich zu arbeiten.” – Nelson Mandela

Wissen, Mühe, Arbeit – wer hätte das gedacht!

Bildungshunger und Wissensdurst sind keine Dickmacher – aber Fitmacher! Unsere Schulen sollten also wieder der Appetit ankurbeln, statt für Sättigungsbeilagen zu sorgen.

Katze
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

„Sie gehen mit keinem Wort auf die personelle Situation in Schulen ein.“
Ja, weil viele Bestandslehrkräfte seit Jahren versuchen trotz aller Widrigkeiten den SuS ein förderndes Lern- und Arbeitsklima zu bieten und sich dabei nicht als autoritäre unsensible Anforderungshochschrauber und Hardcore-Druckmacher verstehen.

Leider leben meine autoritären Großeltern nicht mehr, welche mich mit dem hohlen Spruch „Ohne Fleiß kein Preis“ meine ganze Kindheit unter massiven emotionalen Druck setzten.
Ich würde heute gern ein klärendes Gespräch mit ihnen führen und dieses (mein) Kindheits-Trauma aufarbeiten. (Ironie – Es liegt mir fern psychische Erkrankungen zu bagatellisieren.)

Meine Großeltern waren Kinder (10 -14 Jahre alt), als der 2. Weltkrieg begann und litten neben Existenzängsten unter der Angst das eigene Leben zu verlieren.

Katze
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Was hat das mit dem Thema zu tun? Die kriegstraumatisierte Generation meiner Großeltern, bekam den hohlen Spruch „Ohne Fleiß kein Preis“ sicher auch schon ihren Eltern zu hören. Für manche damals eher Motivation und Ansporn als autoritärer Druck.
Du kannst mit Fleiß viel erreichen. Für mich keine hohle Phrase.
„Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich erarbeiten.“
Der traumatisierte Opa hat „Neid“ durch „Achtung“ ersetzt. Klang für mich als Kind sehr plausibel.

„Wenn der Weg holprig wird, steigt man nicht aus, sondern schnallt sich an.“
Die meisten Steinchen räumen wir den SuS in positiver Zuwendung doch schon aus dem Weg. Beim Anschnallen sind die KuK, die tagtäglich großartige Arbeit leisten, gern behilflich.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

@Redaktion
Gibt es auch zu wenige Eltern?

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Richtige Eltern, die das Elternsein schätzen und sogar genießen, tja…

Katze
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich kenne (noch) viele derartige KuK. Aber auch einige, deren physische und psychische Kraft nicht ausgereicht hat, um dauerhaft gegen eine zunehmend leistungs-, anstrengungs- und disziplinfeindlichere sowie ideologisch bevormundende, wenig zielführende Bildungspolitik zu opponieren.
Diese KuK sind aus dem System geflohen. Auch deshalb gibt es immer weniger. Weitere arbeiten an ihren Fluchtstrategien.

„Bei der Ergreifung von Maßnahmen müssen die Interessen der Kolleginnen und Kollegen, die bereits seit langer Zeit tagtäglich großartige Arbeit leisten, stets berücksichtigt werden. Nur wenn der Arbeitsort Schule ausreichend attraktiv ist, kann dem Lehrkräftemangel langfristig begegnet werden.“

Viele „ehemalige“ Bestandslehrkräfte haben dies so nie erlebt und haben sicher auch ihre ganz persönliche Einstellung zu derartigen wiederholt gedroschenen hohlen Phrasen (oder hohle Sprüche?) bzw. leeren Floskeln.

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Stimmt nicht, wir sind gerade im Gartenlokal gesessen – lauter Lehrers unterwegs ( und die wollten auch noch über Schule reden ! 😉

Im Ernst: Gerade.weil die Personalsituation so mau ist, wäre es nötig, wenigstens die lange Leine wieder nutzen zu dürfen. Ich spreche keineswegs von Drill sondern von etwas mehr Disziplin/ Respekt. Nun gibt es aber auch Schüler, die ganz o.k. sind, denen daheim bei einer 4 gesagt wird: Das reicht nicht; der kriegt einen Brief vom RA. Bei uns selten, weil die Betriebe dazwischen sind ( aber Schülers erzählen viel von Ihrer bisherigen Laufbahn… )
Solange Zusammenarbeit mit vielen Eltern äußerst schwer möglich ist, helfen auch mehr Lehrer nicht weiter.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

@Katze
Danke! Solche Großeltern hatte ich auch und diese „Einstellung“ wird familien-intern von Generation zu Generation weitergegeben. Durch fordern und fördern ist bisher aus allen etwas geworden. Es ist auch keiner an zu viel Druck zerbrochen, da dieser „Druck“ von klein auf altersgerecht und individuell angepasst und wohl dosiert wurde.
Dass es funktioniert zeigt dieses Beispiel: Vor zwei Jahren gab es ein „Maibaumklettern“ in der Nähe. Als wir die damals 9jährige Enkeltochter fragten, ob sie da rauf kommt, antwortete sie: „Weiß ich noch nicht. Ich probiere es mal!“ – sie hat es geschafft. Andere Kinder wurden einfach von den Eltern soweit hochgeschoben, bis sie die begehrten Spielsachen „ganz allein“ erreichten.
Man sollte Kindern keine unüberwindbaren Steine in den Weg stellen, aber sie sollten lernen „normale“ Steine selbst aus dem Weg zu räumen. Hilfe sollte dabei erst von außen kommen, wenn sie trotz Anstrengung, es nicht allein schaffen und dann sollte der Erwachsene gemeinsam mit dem Kind diesen Stein wegräumen und nicht schon von vornherein den Weg freifegen.

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Glauben Sie etwa ernsthaft, dass der Leistungsdruck in Deutschland auch nur ansatzweise so groß ist wie in Japan?

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

„Ganz ähnlich geht“
Und Andersrum: viele Kinder werden behandelt wie kleine Erwachsene, haben ständig Druck, Mamas/Papas Erwartungen zu erfüllen, und dann kommen auch noch LehrerInnen, die scheinbar nur fordern.
Der Fokus muss dann ja beim Kind auf Druck, Erwartungen, Überfordertsein…liegen, und wenn nicht, wird es den Kids auch häufig in den Medien vorgesagt, dass sie überlastet sind und eine schreckliche Leistungszukunft haben, so dass ihnen nichts bleibt als sich rücksichtslos aber möglichst erfolgreich durchzusetzen.
Wie würden wir uns, nochmal so jung, ohne Erfahrung, verhalten?

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

… und doch wider ein totschlagargument von Ihnen als Antwort! Bitte meinen Kommentar noch einmal lesen:

  1. es ging nur um meine Familie
  2. schrieb ich: altersgerechter, individuell angepasster und wohldosierter Druck!
  3. fordern und fördern nannte ich auch noch!

Das Wort „Druck“ scheint als einziges bei Ihnen angekommen zu sein. Schade!

Pit2020
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

@Redaktion

Sorry, ich arbeite mich schon wieder ab 😉 :

„Danke! Solche Großeltern hatte ich auch und diese „Einstellung“ wird familien-intern von Generation zu Generation weitergegeben. Durch fordern und fördern ist bisher aus allen etwas geworden. Es ist auch keiner an zu viel Druck zerbrochen, da dieser „Druck“ von klein auf altersgerecht und individuell angepasst und wohl dosiert wurde.“

Also, ich habe das so verstanden, dass @potschemutschka ihre eigene Auffassung des vielschichtigen und damit unterschiedlich interpretierbaren Begriffes „Druck“ im Zusammenhang mit Erziehung verdeutlichen wollte und zu diesem Zweck in anekdotischer Evidenz freundlicherweise 🙂 ihre eigenen Familienerlebnisse mitgeteilt hat.

Und @Redaktion so:
– so ein Quatsch
Ist das schon ein Reflex?
Oder kann @Redaktion doch durch Wände schauen? (Erst heute schrieben Sie, dass Sie das nicht könnten und ich fand das glaubwürdig.) Oder gar noch Größeres überschauen? – Geradezu zauberhaft!
Aber über die Familieninterna von @potschemutschka können Sie sicher und sachlich urteilen?

Und dann ein Link zu Selbstmord bei Kindern in Japan?!

Also wirklich! 🙁

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Laut Ihrer ersten Quelle (rnd) sieht die Interviewte Frau Dr. Ciona-Cpak die Hauptursache für die Zunahme psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen im Medienkonsum, insbesondere dem unbegleiteten Medienkonsum. Hinzu kommt der Druck aus der Schule, der dadurch entsteht, dass das Abitur immer schneller abgelegt werden und möglichst jeder studieren soll.
Die Nutzung sozialer Medien durch Kinder und Jugendliche ist durch die Eltern zu begleiten und reglementieren, da kann Schule mit der derzeitigen Gesetzgebung wenig ausrichten außer im Rahmen ihrer Möglichkeiten aufzuklären. Ein Verbot der Nutzung in der Schule ist gegen die Stimmen von Eltern und Schülern rechtlich zumindest in Brandenburg nicht durchsetzbar.
Der Druck, der durch „immer schneller, immer mehr – ich kann nicht mehr“ entsteht, kommt daher, dass die Kinder an den Erfordernissen der Schulform scheitern, weil sie ihre aktuell aufweisbaren Fähigkeiten und Fertigkeiten für diese Schulform nicht ausreichen. Das ist aber ein Druck, der von Elternseite kommt, weil das Kind ja unbedingt das Gymnasium besuchen muss. Letzteren Druck kann man als Elternteil sofort rausnehmen, indem man seinen persönlichen Ehrgeiz mal zurücknimmt und sich an den Fähigkeiten und Bedürfnissen des Kindes orientiert!

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Sie haben recht. Es gibt zu wenig Lehrkräfte, es gibt immer weniger ausgebildete Lehrkräfte, die Ausstattung der Schulen ist katastrophal. Die Politik hat hier völlig versagt. Ausbaden müssen es die Schüler, welche mangels Unterstützung weniger Wissen erwerben, als ihnen aufgrund ihrer Fähigkeiten möglich wäre.
Wie jetzt weiter? Für mich ist es ein Dilemma:
Variante A:
Die Kinder werden ans Gymnasium versetzt, obwohl sie die dazu notwendigen Fähigkeiten und Fertigkeiten noch nicht haben. Dort herrscht weiterhin Lehrermangel – eine individuelle Förderung ist im Regelfall personell bedingt (Ausstattung durch die Kultusministerien) mit der Begründung „Gymnasium“ nicht vorgesehen und erfolgt daher nicht. Dort berappeln sich einige von ihnen und schaffen den Anschluss. Einige sind nur noch am Lernen, weil die Lücken einfach eklatant groß sind: Freizeit gibts für diese Kinder nicht mehr. Und einige Kinder, die normalerweise Realschüler im unteren Mittelfeld gewesen wären, haben nur noch Misserfolgserlebnisse, weil sie einfach überfordert sind.
Variante B:
Die Kinder gehen nicht ans Gymnasium, sondern an die Schulform mit dem 10.-Klasse-Abschluss. Auch dort ist Lehrermangel. Die Anforderungen sind geringer als am Gymnasium, die soziale Zusammensetzung meist herausfordernder. Der inhaltliche Anschluss wird aufgrund der geringeren Anforderungen meist einfacher geschafft. Das Ablegen des Abiturs ist hier nur möglich, wenn (so in Brandenburg) nach der zehnten Klasse ein Oberstufenzentrum besucht wird, welches in drei Jahren zu einem normalen Abiturabschluss führt. Unterforderte Kinder können bis zum Beginn der zehnten Klasse ans Gymnasium wechseln.

Es bleibt das Problem, dass Kinder je nach personeller Ausstattung der Grundschulen unterschiedliche Lernbedingungen haben. Das war die sächliche und räumliche Ausstattung betreffend schon immer so, da die Kommunen als Träger dafür zuständig sind, und die Schulen je nach Kassenlage und Interesse behandelt worden sind. Jetzt kommt die personelle Ausstattung als Problem dazu und führt dazu, dass immer mehr Kinder keine Chance haben, das für den erfolgreichen Besuch des Gymnasiums notwendige Wissen zu erwerben.

Tut man den Kindern, die potentiell gymnasialfähig wären, aber das notwendige Vorwissen nicht haben, Gutes, wenn man sie ans Gymnasium schickt, weil sie schuldlos am fehlenden Wissen sind? Oder ist man dann schuld an durch Überforderung entstehenden psychischen Problemen? Es ist ein Dilemma.

Wie löst man dieses Dilemma? Egal ob SPD, CDU, Linke, Grüne, FDP: keine dieser Parteien hat in Regierungsverantwortung eine gute Figur in der Bildungspolitik gemacht: das war immer das „Deppenressort“, entsprechend dem Verkehrsministerium. In der Opposition waren sie alle großartig, in Regierungsverantwortung Nullen. Über antidemokratische Populismusparteien muss man hier nicht reden: das sind eh Schaumschläger.
Ich hab keine Idee mehr.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Okay, spielen die Eltern und sonstigen gesellschaftlichen Bedigungen auch nochirgendeine Rolle? Ist die Schule heute wirklich für alles verantwortlich?
„Wieviel Druck brauchen Kinder noch?“ (Redaktion)
Ein Jahr nach Angriff Russlands auf die Ukraine lernte ich einen jungen Ukrainer und seine Mutter kennen. Er startete in der 9. Klasse einer Gesamtschule. Zum normalen Unterricht musste er 2h wöchentlich zusätzlich am DaZ- Unterricht teilnehmen, gleichzeitig legte er, da 9. Klasse, online sein Schuljahr samt Abschlussprüfung in der Ukraine ab, nebenbei „arbeitete“ er gemeinsam mit seiner Mutter ehrenamtlich im Garten des Kiezprojektes mit, sein Vater und der Ehemann seiner Mutter diente in dieser Zeit an der ukrainischen Front. Die Mutter kämpfte mit Depressionen und war in Behandlung, trotzdem lernte sie fleißig die deutsche Sprache. Mutter und Sohn konnten sich nach knapp einem Jahr sehr gut auf deutsch verständigen.Dieser Junge hat potential fürs Gymnasium und könnte „Whatever“ studieren, aber er will einen Beruf lernen, um so bald wie möglich in die Heimat zurückzukehren und sein Land wieder aufzubauen. Wieviel „Druck“ hat dieser Junge bisher erlebt? Aber weder seine Mutter oder ihn habe ich jemals jammern gehört. Ich wünsche keinem Kind diese Erfahrungen, aber kann es nicht auch sein, dass viele auf hohem Niveau jammern, weil ihnen von klein auf zu viele Steinchen aus dem Weg geräumt wurden?

AA-Stiftung
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Wenn Kinder in der Schule einen unangemessenen Leistungsdruck verspüren, sind sie möglicherweise überfordert. Ein Schulformwechsel ist dann eine Überlegung wert. Von Projekten halte ich nicht viel, weil die eine hohe Selbstständigkeit und Motivation voraussetzen, die gerade die überforderten und / oder leistungsunwilligen Kinder nicht haben. Die brauchen vielmehr eine engmaschige Führung und kleinschrittige Arbeitsanweisungen.

Stromdoktor
1 Monat zuvor
Antwortet  Hysterican

Alles richtig gemacht…

…wenn sich die „prekären Minderleister“ bis zum Abitur durchgeschleppt haben.

Völlig unerheblich, was Sie davon halten.

Und so manch einer Ihrer Schüler wird mehr erreicht haben, als Sie ihnen je in der Vergangenheit zugetraut haben.

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Nö, nicht wenn die Betriebe nicht mehr wissen, wie sies machen sollen. Nachhilfelehrer einstellen, in der Probezeit rausschmeißen?
O-Ton: Wer Abitur hat, sollte wenigstens 3satz und Prozentrechnen beherrschen, einen Bericht schreiben können, grundlegende EDVhardwarekenntnisse haben, mit Word und Excel umgehen können und! freundlich grüßen können, wenn jemand in die Halle kommt…
> Emechatroniker, Weltfirma

Stromdoktor
1 Monat zuvor
Antwortet  Besseranonym

Wenn die Leistungen nicht mehr passen, hat das ja einen Grund.

Ist mir ein wenig zu einfach, das ausschließlich an den Schülern und Eltern festzumachen.

Und die Firmen bedauere ich schon mal gar nicht.

Auszubildende sollen alles mitbringen und für eine kleine Aufwandsvergütung billig Arbeit verrichten – im Handwerk oder Einzelhandel und zumeist ohne Übernahmeperspektive.

In der Industrie passt es zumeist, wenn die Personalabteilung Licht am Fahrrad hat. Wozu gibt es Vorstellungsgespräche…

Btw. Ich musste Ende der 90er Jahre einen Einstellungstest machen – zum „Elektroniker“. Das Ausbildungsjahr setzte sich aus 2 Abiturienten, 8 Realschülern und zwei Hauptschülern zusammen. War bewusst so gewählt.

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Die genannte Mischung aus Abiturienten, Realabsolventen, Mittel(HS)bestehern genieße ich jedes Jahr nicht unter 28 stark.
Unsere Betriebe haben ein klasse Einstellungsmanagement und viele Migranten, denen wir in Zusammenarbeit mit den Betrieben in 3,5 Jahren auch in D und E meist weiterhelfen können.

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Die Frage ist aber, ob sie dafür drei Jahre bis zum Abitur gebraucht hätten.

Gelbe Tulpe
1 Monat zuvor

Ja, dann muss man halt mehr in den Ausbildungsberufen zahlen. Das lernt man spätestens im 2. Semester eines Wirtschaftsstudiums.

Dil Uhlenspiegel
1 Monat zuvor

Ich finde, da muss, finde ich, die Schule, finde ich.
Stimmt daran was nicht, Sie schauen so?

Pit2020
1 Monat zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

@Dil Uhlenspiegel

Moin Dil, ich war’s nicht – also diesmal nicht.

Ich hab weggeschaut. … Von den Großen (16 auf einen Streich!) und ihren Freunden lernen. 😉

Der Zauberlehrling
1 Monat zuvor

„Die Gymnasien müssten verbindlich über die Chancen einer dualen Ausbildung und über die höhere Berufsbildung informieren, forderte DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks. Nur so könnten junge Menschen eine fundierte Berufswahl treffen.“

Am besten kann derjenige über eine duale Ausbildung informieren, der eine durchlaufen hat.

Stelle ich mal so als These zur Diskussion!

Lehrjahre sind keine Herrenjahre – wer will das heute schon hören oder erleben?

Es gibt 327 anerkannte Ausbildungsberufe. Und was wird „gelernt“? Industriekauffrau oder -mann. Irgendwas mit Büro eben. Ist aber nicht der Weisheit letzter Schlus. Außerhalb des Berufsfeld „Wirtschaft und Verwaltung“ gibt es so viele Ausbildungsberufe, die viele Facette in einem selbst freilegen können. Als Beispiel sei der Elfenbeinschnitzer genannt.

Pit2020
1 Monat zuvor

@Der Zauberlehrling

„Außerhalb des Berufsfeld „Wirtschaft und Verwaltung“ gibt es so viele Ausbildungsberufe, die viele Facette in einem selbst freilegen können. Als Beispiel sei der Elfenbeinschnitzer genannt.“

… mit Möglichkeit zum Aufstieg in die Zunft der Elfenbeinturmschnitzer … 😉

Ansonsten klare Zustimmung:
„Am besten kann derjenige über eine duale Ausbildung informieren, der eine durchlaufen hat.“

Was_mal_gesagt_werden_muss
1 Monat zuvor
Antwortet  Pit2020

Mit der gleichen Begründung könnte auch jeder die Schule kritisieren. Schließlich waren jeder in der Schule gewesen.

Pit2020
1 Monat zuvor

@Was_mal_gesagt_werden_muss

Mit der gleichen Begründung könnte auch jeder die Schule kritisieren.“

Wieso „könnte“?
Wird doch ausgiebig praktiziert! … Den Konjunktiv können Sie verwahren und in anderen punktgenauen Kommentaren unterbringen. 😉
„Was_mal_gesagt_werden_muss“ in diesem Zusammenhang: Wo waren Sie denn die letzten 2 bis 3 Jahrzehnte?!

Bonusfrage:
Was hat Ihr „Mit der gleichen Begründung könnte auch jeder die Schule kritisieren.“ eigentlich genau zu tun mit der Position von @Zauberlehrling oder mir?

Wissen Sie etwas, was der Rest der Welt nicht weiß?
So in der Art von „Schließlich war jeder mal in einer dualen Ausbildung gewesen?“

Bitte schön. 🙂

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Pit2020

„Am besten kann derjenige über eine duale Ausbildung informieren, der eine durchlaufen hat.“
> dem möchte ich ausdrücklich zustimmen ( und vielleicht die Deppen ein wenig, die die Mentoren geben dürfen 🙂

Nicht ärgern @Pit2020

https://youtu.be/X_-q9xeOgG4?si=u_gSsrvAfOSHsb00

Unfassbar
1 Monat zuvor

Wirtschaft und Verwaltung wird zu guten Teilen der KI zum Opfer fallen. Also besser nicht mehr lernen.

Rüdiger Vehrenkamp
1 Monat zuvor

Bewerbungen werden künftig vermehrt mit KI geschrieben werden. Wir empfehlen das jedenfalls den Jugendlichen auf Jobsuche, die wir betreuen. Natürlich sollte das dann vermittelte Bild mit der Realität übereinstimmen.

Meine Tochter wird nach ihrem Realschulabschluss auf die weiterführende Schule gehen. Die meisten Klassenkameraden haben glücklicherweise einen Schul- oder Ausbildungsplatz bekommen, oft bei ihren Wunschbetrieben und das häufig nach einem dort absolvierten Praktikum. Den Praktika sollte vielleicht mehr Bedeutung beigemessen werden, auch denen innerhalb langer Ferien. Vielleicht wären auch mehrwöchige Langzeitpraktika ein Mittel in Klasse 9 aller Schularten. Dazu müssten halt wieder Bildungsplan und Prüfungsmodalitäten verändert werden.

Individualist
1 Monat zuvor

Also an den Gymnasien sind Leute, die keine Lehrstelle finden würden, wenn es nicht „Unterstützungsmaßnahmen“ gäbe? Das kann ich mir kaum vorstellen.
Was anderes ist es, Leute vom Studium sozusagen „abzuwerben“ nach dem Motto:
Besser ein Installateuermeister als ein Bachelor in Event Management.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Wenn man es aber mal genau nimmt, ist diese Branche Luxus, will sagen, ohne sie wäre es nicht so schön, aber sie ist nicht zwingend notwendig, um einen Staat am Laufen zu halten.

Ich stelle mir gerade vor, alle jungen Menschen würden versuchen, Event Manager, TikTok-Star, Influencer, Gamer, Computer Game Programmer werden zu wollen.
Was passiert dann eigentlich, wenn niemand mehr Installateur*in, Elektriker*in, Tischler*in etc. werden will?

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

„Das Ergebnis ist bekannt“ – Meinten Sie, liebe Redaktion, z. B. die Lehrer- und Erzieherausstattung in Schulen und Kindergärten der DDR mit über 100%

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Die Investitionen in/ und „Planung“ der frühkindlichen, schulischen und beruflichen Bildung der DDR-Bürger hat mMn. kaum eine Rolle für den witschaftlichen Zusammenbruch der DDR gespielt, im Gegenteil. Ohne das, wäre der Zusammenbruch Jahrzehnte früher erfolgt!

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Mindestlohn, Mietpreisbremse, viele Subventionen usw. sprechen aber andere Dinge im Bereich der Politik. Mit Schule hat das nichts zu tun, mit sozialistischer Planwirtschaft hingegen schon.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

So kenne ich das auch. Gibt zwar Leute, die behaupten die Soziale Marktwirtschaft wäre in den 1960ern von der SPD auf den Weg gebracht worden, aber das halte ich nicht für glaubwürdig.

Lisa
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Wir haben seit den Achtzigern eine Hinwendung zum Neoliberalismus “ die Wende“, und das bis heute. Warum muss denn Berlin die zuvor privatisieren Sozialwohnungen jetzt teuer zurück kaufen? Alle, alle auch die gute SPD sind sie auf das Privatisierungsversprechen reingefallen.
Weder Bahn noch Post wurden besser.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Und wieder drehen Sie mir die Worte im Mund um. Das habe ich nicht behauptet. Aber Investitionen und vorrauschauendes Denken (Planung) über Legislaturperioden hinaus, kann, gerade bei Bildung, Infrastruktur, Behörden, Gesundheitsvorsorge und ähnlichen staatstragenden Dingen, manchmal ganz nützlich sein.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Warum dann Ihr Kommentar: „Sie glauben ernsthaft, dass Planwirtschaft funktioniert“?

Hysterican
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Das ist mittlerweile eine der Kernkompetenzen. 🙁

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Ergänzung: KMK und Lehrkräftebedarf ist gerade der Gegenbeweis! Wie schon mehrfach von mir erwähnt: die Personalausstattung mit Lehrern und Erziehern lag in der DDR bei über 100%. Wo liegen die Zahlen der KMK? An meiner ehemaligen Brennpunkt-GS im Moment bei um die 84%.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

„Den Ausbildungsberuf Installateur, by the way, gibt es heute schon gar nicht mehr. Es handelt sich um „Anlagenmechaniker/innen für Sanitär-, Heizungs – Berufe“. Will sagen: Die technische Entwicklung ist so rasant, dass weder Sie noch wir voraussagen können, was in 20 Jahren benötigt wird. Deshalb wären wir sehr vorsichtig damit, Berufe …“
Das finde ich jetzt ziemlich schräg, finden Sie nicht. Egal, ob der Mensch, der in fünf Jahren den fiesen Wasserrohrbruch oder ähnliches NICHT behebt, weil es ihn nicht gibt, Installateur*in oder Anlagenmechaniker*in heißt, in fünf Jahren wird dafür garantiert noch Handwerk benötigt.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

@Redaktion
Wie sehen Sie eigentlich die Zukunft der Journalisten? „In 20 Jahren auch noch?“

Individualist
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Also ich hatte oben nicht von Planwirtschaft geredet, sondern von „Abwerben“. Das ist doch ein legitimes Prinzip unserer Wirtschaft. Manche Studenten werden schon vor dem Examen von Unternehmen „abgeworben“. Was hat die DDR damit zu tun? Sie argumentieren schräg und inkonsistent.
Warum wird denn für MINT-Berufe geworben? Warum wird überhaupt von MINT so viel geredet, auch hier bei n4t? Für ein Studium des Event Managements wird nicht so geworben. Offenbar gibt es da keinen Mangel. Schauen wir doch einfach mal, in welchen Branchen es KEINE Nachwuchssorgen gibt. Musiker und Künstler git es immer genügend viele.

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Ohne Elektriker usw. kann auch die Veranstaltungsbranche einpacken.

pfk
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Wenn es an jeder Schule klassenzugsweise Kultur/Eventmanger*in gäbe, müssten keine LuL und keine SL mehr ächzen, dass Wandertage, Schulfahrten, Museumsbesuche, Kino, Theater, Lesung, Workshops, Bundestag, Konzert Bundesjugendspiele, Praktikumsbörsen, Projekttage, Berufsberatung, Ehrenamts- und Sort-/-Musik/-Vereinsvorstellungen, jegliche Schulfeier und sonstige Veranstaltung, Schulband, Tanz und TheaterAG, Wettbewerbe, Sponsorenläufe, Flohmärkte, sehr Wichtiges wie z.B. Einschulungen und Zeugnisvergaben, Abschlussverleihung, Schulpartnerschaften, aufgrund Organisation und Durchführung so außerordentlich extra belasten.

Diese unglaubliche Terminierungs- und Klein/Klein-Belastung von diesen massenhaften Reisebüroteätigkeitsanforderungen, Abwicklung von Zahlungen, bei gleichzeitig fehlender Anwesenheit von Mitarbeitenden, die die Kinder und Jugendlichen unterdessen animieren, sich geistig und körperlich rege zu halten halten, ist definitiv nicht – mal eben nebenbei zu allem anderen, wie Notenrastern, Korrekturen, Vermitteln fachlichen Inhalts auf allen Inklusionsebenen, eingedenk aller Lehrer-Schüler-Beziehungen und des Kollegiums, die Kontrolle über Materialeinsatz und dessen Fluss, sowie medialer Technik(en) und Wirkung unter Anwendung und Einbeziehung aller Grundwerte und -gesetze in freundlicher Zugewandtheit – qualitativ gut zu haben.

Ich halte die Abwesenheit von solchen lebendigen Tor-zum-außerschulischen-Lernort-hütenden Interfaces, tatsächlich für einen der allergröbsten Fehler in unserem allgemeinen Schulbetrieb.

nurmalso
1 Monat zuvor
Antwortet  pfk

Sehr gelungene Aufstellung der Lehrer*innen-Tätigkeiten!!

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Genau solche Perspektiven meine ich.

Due „81 Milliarden“ sind ja ganz toll und bestimmt mit mindestens 57 Faktencheckereien belegt…
… das ist nur VÖLLIG IRRELEVANT für das Bodenpersonal. Für die Großorganisatoren und Rechteverwerter sind die Milliarden natürlich super. 🙂

Sie haben mit der Eventbranche auch gleich ein super Beispiel gewählt: Bezahlung oft mies, Arbeitszeiten (wenn es „losgeht“ sind die unendlich) und und und … da geht man hin, weil man nebenbei permanent Party machen kann, sich berauschen und interessante Frauen normal sind und keine Messe cooler ist als die „Messe“, die gelesen wird, wenn endlich die letzten Besucher vom Gelände/Konzert runter sind. 🙂

Das sind zwar alles möglicherweise coole Sachen (je nach Geschmack) – um aber sein berufliches Fundament fürs ganze Leben darauf aufzubauen (besonders nach dem großen C.) ist es halt keine sonderlich schlaue Wahl mehr.

Und heute gibt es Internet.
Keiner muss sich mehr darauf verlassen, was „einem gesagt“ wird.

Pflegebranche, Gastronomie…das gleiche:
Jaja, da purzeln die Milliarden in die Säckel, stimmt schon.
Jaja, soooo dringend werden die benötigt, Baljonklatschen gogo.

Trotzdem oft genug für den ***normalen AN am Boden der Tatsachen*** oft genug einfach nur schlechte Jobs.

Individualist
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Aber Heizungsinstallateure werden gesucht, so konnte man anhand des neuen Heizungsgesetzes nachlesen. Und da wird auch einiges umgesetzt.
Der Unterschied: Das eine wird wirklich gebraucht, das andere ist mehr oder weniger Luxus für die oberen Teile der „Zwei-Drittel-Gesellschaft“. Im Luxussegment wird auch viel umgesetzt, gleichzeitig wird geklagt, es gebe zu viele arme Kinder.

Unfassbar
1 Monat zuvor

Die Lösung ist ganz einfach: die Oberstufe so anspruchsvoll machen, dass nur noch bestenfalls 1/3 des Jahrgangs das Abitur schaffen kann.

Katze
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Genau! Wer dann das Abi schafft, sollte auch studierfähig (ohne Brückenkurse) und nicht nur studierberechtigt sein.
Macht Sinn!

Der Zauberlehrling
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Da arbeitet jemand auf seine Frühpensionierung hin.

Ich wäre bei dem „1/3 des Jahrgangs“ dabei.

Meiner persönlichen Statistik nach fällt so um dieses Drittel unserer Schüler beim Weg zum Abitur auf die Schnauze.

Was_mal_gesagt_werden_muss
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Gute Idee, dann bräuchte man auch in den Gymnasien viel weniger Gymnasiallehrer. Freiwillig würde von denen aber vermutlich nur die wenigsten in andere Schularten gehen wollen. Das dürfte spannend werden.

Unfassbar
1 Monat zuvor

Korrekt. Gleichzeitig würden die anderen Schulformen schon besser werden, weil mit dem höheren Niveau an den Gymnasien kann man auch das Niveau der anderen Schulformen anheben. Es fehlt natürlich nach wie ein Schulgesetz, das echte Sanktionen ermöglicht.

NRW-Biene
1 Monat zuvor

Bei uns an der Schule (GES NRW) wird sehr viel angeboten rund um berufliches Lernen (z.B. Projekttage ab Klasse 5, eine in der Stundentafel verbuchte Stunde „berufliches Lernen“, verpflichtende Beratungsgespräche, verpflichtend zu belegende Kurse in Klasse 9, die an bestimmte Berufsfelder geknüpft sind). Das alles hat aber leider extrem wenig Effekt, denn sehr viele SchülerInnen sind trotzdem orientierungslos und gehen nach der 10. Klasse nicht in Ausbildung, sondern ans BK, weil sie entweder keine Ahnung haben, was sie machen wollen, den nächst höheren Abschluss machen wollen, um irgendwas an einer FH machen zu können, oder (ein kleiner Teil) um sich dort tatsächlich mit einem Plan auf etwas spezifisches vorzubereiten.
Lange Rede, kurzer Sinn:
SCHULISCHE Beruforientierung bringt so gut wie nichts! Wenn „die Wirtschaft“ meint, dass mehr Berufsorientierung in der Schule stattfinden muss, muss Wirtschaft auch an die Schule kommen, um dieses Angebot zu machen!

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  NRW-Biene

19 von 124 haben bisher noch keinen Anschluss und auch noch keine Ahnung was sie machen wollen! Und das nach vier Jahren immer wiederkehrender Berufsorientierung mit Praktikum, Berufsorientierungstagen, Berufemessen, Veranstaltungen der Kammern, Firmenbesuchen, Veranstaltunge mit den weiterführenden Schulen, Hospitationen, Beratung durch Arbeitsagentur und den Kammern, Ausbildungsspeeddating und und und …

Aber Hauptsache die Schule muss mehr machen. Ich kann die Vögel einfach nicht mehr ernst nehmen.

Achin
1 Monat zuvor

Nicht unriskant, dass Frau Bildungsministerin Watzinger den Begriff „Passgenauigkeit“ verwendet, um darzustellen, dass bestimmte Personen nicht für den von Ihnen ausgeübten Arbeitsplatz geeignet sind.

Lisa
1 Monat zuvor

Auch ich frage mich? Was bedeutet das? „Das Grundproblem: Häufig passen Angebot und Nachfrage nicht zusammen“

: Die jungen Leute von heute heulen nicht mehr nachts in ihre Kissen, wenn man sie mies behandelt. Ein Tipp: Schaut euch die Firmen an, die jedes Jahr mehr Bewerber als Ausbildungsplätze haben. Irgendwas machen sie richtig. Nur was denn? Und das sind nicht nur die großen und bekannten, sondern beispielsweise auch eine mir bekannte Konditorei in 100 Jahre Familienbesitz.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Lisa

Hier, Frau Lehrer, ich weiß was!

Firma A (ca. 1,5 Km entfernt):
– plus 20% Ausbildungsgehalt
– Ipad, Handy, E-Bike bei Vertragsunterzeichnung nach Probezeit (und zwar die saftigen, geilen Modelle, nix Schulramschniveau)
– 4 Tage – Woche schon in Ausbildung
– Wasser, Obstbar & Co. für alle selbstverständlich
– echter Austausch im Betrieb über ein anonymes Forum über alle Hierarchien hinweg
– Ausbildung von Anfang an an großen Projekten, echten Maschinen, teuren Sachen
– Fahrt zur BS: Von Betrieb organisiert, Altgesellen gehen teilw. mit zu Sprechtagen, unterstützen

Bewerberstatus: ÜBERFLUTET.

Privates Auto des Chefs: Oberklasse- BMW.

Firma B (ca. 3,5 Km weg):
– „Die müssen erstmal richtig ans Arbeiten kommen“
– „Ja was denn, Mercedes zahlt auch nicht mehr als 13 EUR/netto, die sind ja erstmal quasi Reifenwechsler, mehr kann ich denen nicht zahlen und wills auch nicht.“
-“ Lehrjahre sind keine Herrenjahre“

BEWERBERSTATUS: Auftritt in Lokalpresse – grosses Mimimi, „die jungen Leute“, „Fachkräftemangel“, „Probleme bei Aufträgen“.

Privates Auto des Chefs: Neuester Porsche Cayenne in maximaler Ausführung, „Zweitwagen“ elektrische Audio-Q-SUV

Annamaria
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Da hat aber jemand tiefe, detaillierte und profunde Einblicke in Firmeninterna der Umgebung. Mehr noch: nicht nur in die Firmeninterna, sondern auch in private Interna. Hut ab! Bestimmt werden Sie als Berater von sämtlichen Unternehmen zu Rate gezogen, wegen der hohen Kompetenz in allen Bereichen der Wirtschaft und der Gesellschaft.

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Annamaria

Die Beispiele waren natürlich überzogen. Den wahren Kern trifft es aber trotzdem.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Zumindest bei uns in der Region ist das so.

Glasklarer Zusammenhang zwischen „Mimimi Fachkräftemanfel“ und „Wie behandele ich meine MAs, hat die Firma Zukunft?“.

Um Zitate zu bekommen muss man nur „aktiv zuhören“, sollte wohl jeder Lehrer draufhaben…

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Annamaria

Ach, Funkenmariechen, nicht alle Lehrer waren schon immer das – oder tanzen zu Regenbogenfahnen im Quadrat.

Über „Interna“ muss ich genau GARNIX wissen, um kurzfristiges, unwirtschaftliches Dummkopfdenken als solches zu erkennen:

Wer in Protzkarren investiert und über Bewerbermangel heult, während Aufträge liegenbleiben UND noch so dumm ist darüber in der Lokalpresse zu jammern – ist halt unfähig.

Wer reinvestiert und die Qualität steigert – kann sichvin zehn Jahren dann halt zwei Porsches (oder whatever) kaufen.

Und ICH persönlich lasse meine Karren lieber nicht von ausgebeuteten, frustrierten AN pflegen…denn wie die dann mit dem Kundenauto umgehen kann ich mir schon denken.

Zole
1 Monat zuvor

Die Aufgabe lag früher ja auch in den Familien bzw. bei einem selbst, nun soll es die Schule richten. Klar, gibt noch Kapazitäten…

Bei Lehrern ist schnell darauf verwiesen, dass man ja schließlich 12 Wochen Ferien genießen würde. Und Schüler schaffen es nicht, in diesen 12 Wochen irgendwann ein Praktikum einzubauen? Neee, das muss die Schule organisieren…

Vielleicht ist das Problem die gesellschaftliche Einstellung?
– 36-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich
– Homeofficeanspruch durchsetzen
– möglichst flexible Arbeitszeiten
– Verantwortung für am besten alles irgendwohin abschieben (mit Vorliebe an Schulen: Wie eröffne ich ein Konto? Wie bewerbe ich mich? Im Ernst, man schafft es ja auch zu googeln, welche Frisuren und Schuhe man tragen muss, aber sonst findet man nichts im Internet oder fragt einfach mal z.B. in einer Bank…)
Hauptsache bequem und in Häppchen serviert!

Ich kann es nicht mehr hören, dass alles irgendwo erledigt werden muss. Vielleicht sollten wir unsere Kinder mal wieder zur Selbstständigkeit erziehen…

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Zole

Die Probleme fangen KOMISCHERWEISE immer dann an, wenn die Leister die gleichen Vorrechte wie Nichtleister in Anspruch nehmen

Zu was führt schul- und bildungsfremdes Sozialgetue?
Zu noch mehr Forderungen danach, weil es nur konsequent ist, dass immer mehr Leute dich das zu Hause sparen.

uesdW
1 Monat zuvor
Antwortet  Zole

Die Selbstständigkeit wird doch seit Jahren immer weiter zurückgeschoben. Die Eltern richtens, der Staat richtet es. Wie sollen dann die Unselbständigen ide Kinder anleiten können.