
Lehrkräfte an schleswig-holsteinischen Schulen erhalten in den kommenden Jahren 34.000 neue Notebooks oder Tablets. Das teilte das Bildungsministerium in Kiel mit.
Bis zu 2.000 weitere mobile Endgeräte könnten hinzukommen, wenn Schulen nachträglich Bedarf anmelden, die bislang durch ihren Schulträger ausgestattet wurden, hieß es. Die neuen Geräte würden vollständig aus Rücklagen finanziert. In den kommenden beiden Jahren würden dafür etwa 33 Millionen Euro ausgegeben, erklärte die Sprecherin des Bildungsministeriums, Beate Hinse.
Geräte werden alle fünf Jahre ausgetauscht
Die zurzeit genutzten Notebooks und Tablets seien drei bis vier Jahre alt. Da für die Endgeräte von Lehrkräften eine Nutzungsdauer von fünf Jahren vorgesehen sei, beginne von 2026 an die planmäßige Reinvestition. Die Schulen würden frühzeitig über den geplanten Austausch informiert und könnten dann neue Geräte bestellen.
Die neuen Notebooks und Laptops würden zuerst an die Schulen gehen, deren Endgeräte die höchste Nutzungsdauer erreicht haben. Bereits im Vorfeld habe das Ministerium den Bedarf abgefragt, etwa zu bevorzugten Betriebssystemen. So stelle man sicher, dass die Ausstattung gut an den praktischen Einsatz im Unterricht angepasst ist.
Seit dem 3. November stehe den Lehrkräften außerdem der KI-Chatbot «Telli» über das Schulportal SH zur Verfügung, teilte das Ministerium mit. Der Chatbot sei speziell für den schulischen Einsatz entwickelt worden und unterstütze unter anderem bei der Unterrichtsvorbereitung, etwa durch die Erstellung von Arbeitsblättern oder Lernszenarien. Datenschutz habe dabei hohe Priorität: Das System arbeite mit pseudonymisierten Nutzerdaten. News4teachers / mit Material der dpa
Lehrer-Laptops – absurde Regel: Lehrer in Teilzeit sollen sich Gerät teilen









Hier wird das Geld der Steuerzahler aus dem Fenster geworfen. Es wäre viel effizienter, wenn das Land jeder Lehrkraft einen Zuschuss / eine Pauschale zahlen würde und sich jeder das Gerät kaufen könnte, welches am besten zu den eigenen Bedürfnissen passt. Jeder Wirtschaftsstudent lernt, dass man mit einem Geldtransfer ein höheres Nutzenniveau als mit einem Realtransfer erreichen kann, nur unsere Ministerien haben davon offenbar noch nie etwas gehört.
Und wer benutzt bitteschön den KI Chatbot “Telli”, von dem wohl die allermeisten Lehrkräfte noch nie auch nur etwas gehört haben? Wenn Lehrkräfte eine KI nutzen, dann immer ChatGPT, Perplexity oder Gemini.
Das wäre für das Land vermutlich aufwändiger, weil einmalig pauschal 900€ pro Lehrer würde unter Garantie nicht in 34000 Laptops umgesetzt werden, ein Zuschuss von 900€ nach einreichen der Rechnung zu aufwändig für das Land.
Wobei Gemini miserabel ist.
“Hier wird das Geld der Steuerzahler aus dem Fenster geworfen. Es wäre viel effizienter, wenn das Land jeder Lehrkraft einen Zuschuss / eine Pauschale zahlen würde”
Quatsch. Wenn der Dienstherr will, dass die Schulen “digitalisiert” werden, muss er den Lehrkräften entsprechende Geräte zur individuellen Nutzung bereitstellen. Und knapp 1000 Euro sind durchaus realistisch, wenn darin die Bereitstellung inkl. eines Softwaregrundpaketes, der Vorhaltung von Ersatzgeräten und die Rücknahme und datenschutzrechtliche Entsorgung enthalten sind. Das kann man nicht mit einem “nakten Gerät” aus dem Laden vergleichen.
Und stellen Sie sich vor, es gäbe wirklich einen “Zuschuss”. Der müsste kontrolliert werden, also nicht einfach pauschal gezahlt, sonst stehen der Landesrechnungshof und die diversen F*C*S, B*LD usw. schon mit den Schlagzeilen auf der Matte: “Lehrerin Irgmard packt aus: Von dem Zuschuss für das Notebook habe ich mir eine Woche Mallorca gegönnt.” Oder auch mit “Kontrolle” wäre es nicht groß anders: “Staat bezuschusst Lehrkräften Luxustablets von Apple: 1000 Euro extra um sich nur das Beste vom Besten zu gönnen.”
Und jetzt kaufen träge Beamte irgendwelche Geräte, die dann alle Lehrkräfte benutzen müssen, egal ob die persönlichen Anforderungen erfüllt werden oder nicht. Im Ministerium meint man zu wissen, welche Bedürfnisse Grundschullehrer oder Berufsschullehrer haben. Der Ökonom Hayek nannte soetwas die Anmaßung von Wissen.
An meiner Schule haben sehr viele Lehrkräfte die Annahme der Dienstgeräte abgelehnt, weil sie dafür keine Verwendung haben. Dies ist eine massive Verschwendung von Steuergeld, weil die Geräte vorher trotzdem gekauft wurden. Ich kenne auch niemanden, der mit dem 10 Zoll IPad oder der billigsten Surface Variante glücklich und zufrieden ist. Auch wird die Digitalisierung hierdurch 0,0 vorangetrieben. Ambitionierte Lehrkräfte haben eigene Geräte und wollen sich nicht bevormunden lassen. Die meisten anderen nutzen das Dienstgerät im Unterricht sowieso nicht, weil es dazu keinen Zwang gibt.
Ein Zuschuss von 500 EUR in drei Jahren würde ausreichen. Man kauft sein Gerät und reicht die Rechnung ein. Wenn sich dann jemand ein IPad für 1200 EUR kauft, ist das doch super. Der Staat hat dann für wenig Geld eine technisch top-ausgestattete und zufriedene Lehrkraft gewonnen.
Nicht die Kontrolle dieser 500 EUR Pauschale ist auswendig, sondern der Status quo. Was meinen Sie, wie viele Mitarbeiter für den Auswahl-, Bestell-, Distributions- und Administrationsprozess erforderlich sind. Eine absolute Idiotie und ehrlich gesagt bin ich der Meinung, man müsste im Ministerium einfach mal ein paar Dutzend Leute entlassen, damit so ein Schmarrn nicht mehr möglich ist (argentinisches Modell).
Bei anderen Arbeitgebern, in Büros usw. müssen die Leute auch mit dem Gerät auskommen, das der Arbeitgeber zur Verfügung stellt.
Außerdem gibt es so viele Auflagen für die Dienstgeräte, dass für meine persönlichen Bedürfnisse eh kein Platz ist.
Das ist richtig Ulla, allerdings geht es dort auch um die Einbindung ins Firmennetzwerk und dem Zugang zu wirklich wichtigen Daten. Das Unternehmen hat eine funktionierende IT-Abteilung und lockt auch geeignetes Personal mit wettbewerbsfähigen Löhnen an. Wenn Sie als Mitarbeiter in einem Unternehmen die Software x benötigen, um ihren Job zu machen, ist das in kürzester Zeit erledigt. Wenn ein Berufsschullehrer eine spezielle Software braucht, sieht das vermutlich weniger rosig aus, worauf ein Kommentar hier auch explizit hinweist.
Sie vernachlässigen, dass die Geräte auch gewartet werden müssen und Software auf ihnen installiert werden muss.
Da ist es schon sinnvoll, dass die Geräte zentral angeschafft werden, um einheitliche Standards gewährleisten zu können.
Als Lehrkraft habe ich auch kene Lust, mich in der Freizeit darum zu kümmern ein Dienstgerät zu kaufen und mich über den Stand der Technik zu informieren, damit ich weiß, welches Gerät für die (auch kommenden) dienstlichen Anforderungen am besten geeignet ist.
Hinzu kommt, dass auf den meisten Geräten das Betriebssystem vorinstalliert ist. Das ist aber gar nicht erwünscht, weil die Software sinnvollerweise durchden Dienstherrn einheitlich gestellt wird.
Letzltich sind ja auch Fragen des Datenschutzes daran geknüpft.
Bei Ihnen klingt das so, als wenn Sie nicht auf dem Planeten Erde im Jahr 2025 leben. Nutzen Sie Ihr Endgerät im Unterricht wirklich nur, wenn der Dienstherr dies bereitstellt? Für mich ist das eine absurde Vorstellung, sorry.
Der Datenschutz mal wieder. Welche Daten müssen Sie denn schützen? Ich habe meine Schülernoten in einer Excel-Tabelle und diese ist passwortgeschützt. Wenn Ihnen das zu riskant ist, schreiben Sie die Noten eben in ein Buch. Welche anderen Schülerdaten haben Sie zu schützen?
Moment. Hier werden den LK Arbeitsmittel zur Verfügung gestellt. Also das, was alle fordern. Und dann heißt es: Jeder will/soll sein Zeug selbst beschaffen?
Wo ist da der Unterschied zu: Mit dem Sold sind alle Arbeitsmittel abgedeckt?
Aber klar: Das, was gestellt wird, ist nicht gut genug. Jeder will seine Sonderlocke. Nur nicht anpassen, einen Standard akzeptieren oder oder oder.
Wie wäre es mit: das Land zahlt EGAL was sich der Lehrer anschafft, aber natürlich kann niemand die LK zwingen, das Gerät auch zu benutzen…
Hört mir doch auf.
Die Pauschale wäre ein geldwerter Vorteil und müsste auf der Gehaltsabrechnung versteuert werden. Die kann man nicht einfach so auszahlen.
Lernt übrigens jede Gehaltsbuchhalterin 😉
Wenn es gegen Paragraph xyz verstößt, dann können wir es leider, leider nicht machen, auch wenn es sinnvoll wäre. Ein schöner Beitrag, der die Probleme Deutschlands in wenigen Zeilen auf den Punkt bringt.
Was für Geräte sind das eigentlich? Sind sie auch nutzbar im Sinne von Selbstadministration?
Müssen die ausgedienten Geräte eigentlich abgegeben werden? Und falls ja: Was passiert damit?
Die kommen ziemlich sicher auf den Müll.
Es wäre viel zu aufwendig und zu teuer sicherzustellen, dass keine datenschutzrelevanten auf den Laptops sind.
Also ab in den Müll.
Außerdem wer will ein fünf Jahre altes Gerät? Akku ausgelutscht und vo anfang an kein top Gerät.
Hat quasi keinen Wert mehr
Ich kann nur aus Brandenburg berichten, wo wir nun auch Geräte bekommen sollen. Es sind einige Programme vorinstalliert, Individualisierungen können beantragt werden. Aber es stand gleich dabei, dass die Bearbeitung derartiger Anfragen dauern wird und dass nicht alle Wünsche erfüllt werden können. Viele Lehrkräfte sind wenig scharf auf die Geräte, weil uns beispielsweise untersagt ist mobile Datenträger anzuschließen.
Die Mitarbeiter des Ministeriums haben auf jeden Fall eine gute Portion Humor.
Also bei uns mussten jetzt die SchüleriPads nach vier Jahren ausgetauscht werden, weil die Updates zu groß sind. Ohne Updates kein Schutz mehr und ohne Schutz keine Zulassung.
Diese werden dann dem Recycling zugeführt.
Funfact am Rande: Die iPads für die Kollegen haben mehr Speicher, demnach kann es sein, dass das iPad des Lehrers 5 Jahre älter ist als das iPad der Schüler.
Ein immenser Leistungsunterschied und Vorteil für die SuS.
Wir brauchen dringend Personal. Es gibt tatsächlich junge Lehrkräfte, die auf eine Planstelle warten. Viele wandern nach HH ab.
Ich brauche derzeit kein neues Gerät.
Tausche IPad gegen Lehrer? So in etwa?
Da sind iPads billiger…