Lehrer-Laptops – absurde Regel: Lehrer in Teilzeit sollen sich Gerät teilen

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STUTTGART. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) hat mit Skepsis auf Pläne der baden-württembergischen Landesregierung zur Anschaffung von Lehrerlaptops reagiert. In einer Mitteilung vom Dienstag zieht der Verband etwa in Zweifel, dass die finanzielle Ausstattung ausreicht. Und er berichtet von einem interessanten, bislang unbekannten Detail der Bund-Länder-Vereinbarung zur digitalen Ausstattung: Lehrer in Teilzeit sollen sich ein Gerät teilen.

Welche Technik bekommt man für 650 Euro? Foto: Shutterstock

Das Kultusministerium hatte Anfang der Woche mitgeteilt, dass der Bund das Unterfangen mit einer Finanzspritze von 65 Millionen Euro fördert. Das Geld wolle man unkompliziert und ohne Antragsverfahren an die Schulträger weitergeben, damit Lehrer möglichst schnell mit Computern ausgestattet werden können. Insgesamt stellt Berlin den Bundesländern 500 Millionen Euro für die Ausstattung der Schulen mit Lehrerlaptops zur Verfügung.

«65 Millionen Euro klingt zunächst nach viel Geld. Es fehlen jedoch konkrete Angaben, wie viele Mittel der Schulträger pro Gerät erhält», wird der stellvertretende VBE-Landesvorsitzende Oliver Hintzen in der Mitteilung zitiert. Berechnungen des Verbands zufolge würden für jeden Lehrer in Vollzeit 650 Euro zur Verfügung gestellt. Dies sei ein «äußerst knappes Budget». Zumal davon nicht nur das Gerät, sondern unter anderem auch hochleistungsfähige Hard- und Software für das digitale Unterrichten gekauft werden müssten.

Der VBE geht den Angaben zufolge auch davon aus, dass die Computer nicht für alle Lehrkräfte im gleichen Umfang zur Verfügung stehen. Über die Hälfte der Lehrer in Baden-Württemberg seien in Teilzeit beschäftigt. «Je nach Beschäftigungsumfang müssen sich gemäß der neuen Vereinbarung von Bund und Ländern mehrere dieser Lehrkräfte einen Laptop teilen», wird Hintzen weiterhin in dem Papier zitiert. Dies könne in der Praxis nicht funktionieren. dpa

Dienstlaptop für jeden Lehrer: Pro Gerät stehen maximal 600 Euro zur Verfügung – samt Software und Service

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97 KOMMENTARE

  1. Am besten man teilt sich den Laptop mit der Axt in gerechte Stücke. Aber vorher genau ausrechnen, wer wie viele Tasten bekommt.

    • Ja, aber vorher unbedingt eine Studie in Auftrag geben, welche Tasten wie oft benötigt werden, um eine gerechte Aufteilung zu erreichen. Was will man mit xyz, außer man ist Mathelehrer…

      • Wenn sich zwei Lehrer mit halber Stelle eine FFP2- Maske teilen, wird das dann nicht eine FFP4? Das wäre doch mal eine Aufwertung!

        • Oh man! Da sieht man mal wieder, an wen die Bildung vorbei gegangen ist. Wenn man die teilt dann wird es eine FFP1 Maske! FFP4 wird es, wenn man diese auf dem Kopierer kopiert und dann merged!

          • @Wolfgang Urban

            „Da sieht man mal wieder, an wen die Bildung vorbei gegangen ist.“

            Ja danke, dass Sie uns gezeigt haben, an WEM die Bildung vorbei gegangen ist.

  2. Aus dem Bericht geht für mich nicht eindeutig hervor, ob die „geteilte Nutzung“ der Geräte für Teilzeitkräfte eine definitive Vorgabe ist oder ob diese eine „Interpretation“ ist … Ich stehe da gerade auf der Leitung. Kann mir jemand Klarheit verschaffen? Danke!

    • Laut VBE – wie dem Zitat am Schluss zu entnehmen ist – steht das so in der Bund-Länder-Vereinbarung. Herzliche Grüße Die Redaktion

    • In NRW hat man genau das schon gemacht. Die Kommunen bekommen vom Land das Geld pro voller Lehrerstelle ausgezahlt, unabhängig davon, ob diese Stelle von KollegInnen in Vollzeit ausgefüllt wird, oder ob sich mehrere Teilzeitbeschäftigte die Stelle (und somit auch das Dienstgerät) teilen. Natürlich gibt es jetzt Kommunen, die aus eigener Tasche zuzahlen oder hinreichend Erfahrung haben und vernünftige Geräte für einen Preis anschaffen, dass es trotzdem für alle reicht. Aber gerade in NRW stecken ja auch viele Gemeinden schon seit Jahrzehnten im Nothaushalt.

  3. Macht absolut Sinn… Vor allem bei gleichzeitigem Distanzunterricht der Lehrkräfte, die sich einen Laptop teilen… oh man, da kann man sich echt nur pausenlos vor die Stirn klatschen… Ich versuche es ja zu unterdrücken, aber in mir breitet sich immer stärker das Gefühl aus, dass strikte Unkenntnis der Abläufe in Schulen offensichtlich das Hauptkriterium für den Aufstieg in der Bildungspolitik ist.

  4. Ja – so habe ich das Zitat auch gelesen, aber der VBE „geht ja von … aus“ – das ist ja weniger definitiv, weil eher „Deutung“ des VBE.
    Also müssen wir wohl noch abwarten. Wenn die Bestellung / der Kauf professionell als Großauftrag vorgenommen wird, ist der mögliche Wert eines Gerätes aber nicht unbedingt vergleichbar mit dem Kauf einzelner Geräte – wenn’s gut läuft, ist also vergleichsweise „mehr drin“. Hoffen wir mal auf kluge Verantwortliche …

    • Klar kann er nur davon ausgehen – denn was die Schulträger letztlich aus der Regelung machen, hängt ja von denen ab. Die Kommunen sind ja die Zuständigen für die Ausstattung der Schulen, sie bekommen das Geld über die Länder vom Bund – und können auch eigene Mitteln zuschießen, sodass jede Lehrkraft ein ganzes Gerät bekommt. Hat Ihr Bürgermeister Geld dafür eingeplant? Wir vermuten: Eher nicht. Herzliche Grüße Die Redaktion

      • Bei uns gibt es diesbezüglich eine klare Ansage von den Kommunen. Ein Zuschießen von Mitteln wird es nicht geben. Für Lehredienst PC sind sie nicht zuständig, sondern das Land. Sie sind nur in die Beschaffung durch Ausschreibung eingebunden, weil das das Land nicht leisten kann.
        Und die Rechner reichen für ca. 50% der Lehrer.

  5. Als nächstes werden die Laptops durchgeschnitten, bei vier Kollegen mit Viertelstellen in vier gleiche Teile. Wir könnten für diese Kollegen auch nur einen halben Stuhl, einen halben Tisch und einen halben Schlüssel zur Verfügung stellen.

    • @lehrer002

      Ergänzung:

      Und statt den teuren Stühlen mit 4 Beinen gibt es dann nur noch einbeinige Melkschemel in der Basis-Version:
      Also ohne völlig ohne Bein und auch ohne Garnitur/Riemen zum Umschnallen.
      Im Klartext:
      Es gibt nur noch die Holzplatte.

      Aber die Basis-Version kann jederzeit zum Update mit den fehlenden Teilen „freigeschaltet“ werden (Antrag in dreifacher Ausfertigung zum „Abheften“ im Altpapierkontainer) – selbstverständlich auf Kosten der Lehrkraft, weil sich dieser „kurze Dienstweg“ seit Jahrzehnten bewährt hat.

      #Sarkasmus und Ironie sind die schönsten Versuchungen, seit es Vollidioten gibt.

      • Nee, geht nicht. Dann wäre das upgegradete Teilzeitdienstlaptop ja zum Teil privat! Das widerspricht dann der Dazenschutzgrundordnung! Oder könnte man da mit einer neuen Nutzerverordnung Teildatenschutz vereinbaren?

        • @Wolfgang Urban

          ???
          Wie passt das als – hüstel – Antwort auf
          Pit 2020 3. Februar 2021 um 14:07 ?

          Weiter oben haben Sie uns zeigen wollen, an wem die Bildung vorbei gegangen ist …
          Und welche „große Kunst“ zeigen Sie uns hier?

          PS.:
          Was wissen Sie über die Nutzerverordnung im Bereich Ironie?
          Die kann Ihnen in diesem Forum unvermittelt immer wieder mal begegnen.

    • Da bekommt der Begriff „Schnittstelle“ plötzlich eine ganz neue Bedeutung 😉 ….. danke für die Horizonterweiterung!!

  6. Breaking News: Nach dem letzten Beschluss der KMK müssen sich Lehrer in Teilzeit nach der Rückkehr zum Präsenzunterricht künftig das Toilettenpapier mit einem weiteren Teilzeit-Kollegen teilen! Es wird noch darüber diskutiert, ob man das blattweise macht, oder ob man Vorder-/Rückseite verwendet oder ob man die Blätter halbiert.

    Ich glaube, bei den Laptops spielen sie gerade auf Zeit und setzen darauf, dass Corona schnell vorbei ist. Hinweis: Das hat auch schon beim Märchen vom Präsenzunterricht nicht funktioniert.

    • Dienstgerät nur bei voller Stelle… aber ganz nüchtern betrachtet verwenden Teilzeitkräfte oder in Teilzeitarbeit beschäftigte daher sicher noch Brieftauben.
      Wenn es kein Dienstgerät gibt bleibt das private Endgerät für dienstliche Vorgänge oder doch die Brieftaube und das sollte man den Dienstherren auch klar machen.

      Nur, wie wurde in der Zeit bis zum Erhalt eines Dienstgerätes die täglichen Aufgaben überhaupt gelöst? „Auf privaten Endgeräten“ zu antworten wäre ein wenig suboptimal, eher inkonsequent, weil das Gerät auch weiterhin vorhanden sein dürfte.

      • Aber das geht auch nicht, weil neben der Datenschutzgrundverordnung dann die Taubenscmitzgrundversorgung einsetzen würde – und die ist mit den Hygieneregeln nicht vereinbar. Zusätzliches Problem: die Botschaften werden nicht korrekt zugestellt durch die Vögel, weil die Tauben einfach nicht hören wollen / können / sollen….

        • Sorry….nicht Taubenschmitz .. der wohnt in Castrop Rauxel hnter der Bahnunterführung gleich links – sondern Taubenschmutzversorgung 😉

    • Bei zufällig gleichzeitigem Chemieunterricht von Teilzeitkollegen teilen sich diese nach dem Sankt-Martins–Prinzip zukünftig einen Schutzkittel und die Schutzbrille. Keine volle Stelle – kein voller Schutz! Da eröffnen sich ganz neue Sparpotentiale…

      • Dieser Vergleich hinkt total. Schutzmittel und Schutzbrille sind der PSA zuzurechnen. Die PSA muss für jeden persönlich sein, wie Schutzschuhe, Helme und Handschuhe, sie dürfen nicht unter Kollegen ausgetauscht werden. Laptops und Handys zählen zu den Arbeitsmitteln, bei denen ist das möglich und auch auch üblich. Kurze Nachfrage bei Menschen in der Wirtschaft wird Ihnen das bestätigen. Nur Handys und Headsets müssen vor der Übergabe fachgerecht gereinigt und desinfiziert werden. Oder bringt auch jeder Lehrer seine eigene Klobrille mit?

        • @Gregor

          Ziehen Sie mal wenigstens als Möglichkeit in Betracht:

          WiMoKa 3. Februar 2021 um 07:31 = Ironie ???

          (Dann sparen wir uns jetzt die Klobrillen-Diskussion, ja?)

        • Also an den Schulen, die ich kenne und an denen ich gearbeitet habe, hat der AG keine personalisierte Schutzausrüstung gestellt. Da gibt es einen Schrank mit Kitteln und Schürzen, und dort nehmen sich die Kollegen das raus, was sie benötigen. Persönlich ist nur die Schutzausrüstung, welche sich die Kollegen selbstfinanziert kaufen. PSA im herkömmlichen Sinne würde auch bedeuten, dass es diese auch individualisiert für jeden Schüler geben würde. Ist meiner Kenntnis nach nicht so. Und wenn Sie den Zustand der Toiletten an vielen Schulen kennen würden, hätten Sie den Klobrillen-Vergleich vermutlich nicht ins Spiel gebracht 😉

          • Sorry, ich habe die Ironie in Ihrem Posts nicht gleich bemerkt. W. hat mich dann darauf aufmerksam gemacht. Aber wie der Name „persönliche Schutzausrüstung“ schon sagt, darf sie nicht unter Mitarbeitenden ausgetauscht werden. Sie tauschen ja hoffentlich auch nicht ihren Mundschutz mit den Kollegen aus.

        • Gute Idee, dann bleibe ich nach einer „dienstlichen Sitzung“ nicht immer gleich pappen….“praktisch denken – Särge schenken“

    • Das sehe ich genauso! Ich möchte dann bitte auch nur die Hälfte der Abiturklausuren korrigieren und bei Konferenzen und Dienstbesprechungen die Hälfte der Zeit anwesend sein. Aber im Ernst: eine solche Regelung zeugt mal wieder davon wie viel Ahnung die Damen und Herren Sesselpupser vom Schulalltag haben und macht den Frust nur größer.

      • Das ist tatsächlich bei uns so: Teilzeitkräfte sprechen sich ab, welche Konferenz sie mitmachen, und sind mit einer anderen ein ‚Team‘. Sie teilen sich zu zweit bestimmte Sonderaufgaben im Team. Und Abi haben Teilzeitkräfte ja ohnehin, da sie weniger Kurse haben, auch weniger, das hinkt. – – –
        Ich verstehe aber, dass diese Meldung nur noch Ironie auf den Plan rufen kann, ich nehme inzwischen gar nichts mehr ernst, was von den Schuloberen kommt …man muss sich einfach mit klarem Menschenverstand durchhangeln und Lösungen für sich selbst finden, die irgendwie funktionieren. Alles Andere ignoriere ich, der Druck, zu funktionieren, als wäre gar nichts, ist bei uns enorm!

    • Kiki- Nein, denn zukünftig gibt es eine doppelte Klassenlehrerschaft, weil ja einige Lehrkräfte ausfallen. Und dann hat man in weiser Voraussicht ja auch bei der Anschaffung der Dienstgeräte gespart….wo kämen wir denn hin, wenn plötzlich Laptops über wären?

  7. Wenn man nur bei der Reduzierung der Aufgaben bei Teilzeit sonst auch so exakt wäre…!

    Ich verstehe, dass ich nur 4 statt 5 Masken bekomme, wenn ich einen Tag pro Woche keinen Unterricht habe bei Teilzeit. Aber an diesem Tag lege ich trotzdem nicht die Beine hoch, sondern bereite weiter Unterricht vor und korrigiere und mach alles das, was ich vorher in der Woche nicht geschafft habe. Auch fürs Wochenende bleibt immer noch was übrig, was erledigt werden möchte… ganz ehrlich, dann kann ich auf ein (halbes) Dienstgerät auch verzichten!
    Und wenn mein Privatlaptop die Biege macht (der hat ganz schön zu tun und läuft sehr heiß bei dem ganzen online-Unterricht), gibt’s eben keine Videokonferenzen mehr, sondern nur noch die allseits verteufelten Arbeitsblätter und Aufgaben in den Lehrbüchern…

  8. Ist doch ganz einfach.
    Die beiden Teilzeitlehrer treffen sich und quetschen sich zusammen vor den Laptop (zwei Leute sind doch erlaubt) und spielen 4 Händig, wie beim Klavier.
    Oder sie halten Videokonferenzen zusammen ab. Jeder darf einen Satz sagen und dann ist wieder der andere dran. Die SuS können das schon raushören, traut ihnen doch mal was zu, die langweilen sich doch eh nur. Wenn Dokumente verfasst werden, dann bedient jeder „seine“ Tasten. Ganz ehrlich, ein bisschen Kreativität muss man ja wohl erwarten können.
    Vielleicht wäre es sogar noch gerechter, wenn nach jedem Wort getauscht wird, nicht dass da jemand Schachtelsätze bildet. Ja, nach jedem Wort wechseln ist besser!

  9. Bitte in 2021 ankommen!

    Ein Laptop ist Arbeitsmaterial, um die zukünftige Generation für die ZUKUNFT auszurichten. LehrerInnen benötigen alle zeitgemäßen und neuen Medien von Berufs wegen.

    Vergangenes ist vergangen. Punkt.

    • Als Geschichtslehrer sage ich dazu: ja Vergangenes ist vergangen – kann aber immer wieder neu interpretiert werden. 😉

  10. Super, ich als Teilzeit Lehrkraft habe tatsächlich gedacht, ich bekomme nach 14 Jahren Schuldienst endlich ein erstes Dienstgerät. Jetzt darf ich dann wieder über einen Monat arbeiten, um mir mein dringend benötigtes Tablet selbst zu finanzieren. Am besten nutze ich dazu gleich die Faschingsferien, die sie uns gestrichen haben. Also kann ich da doppelt gratis arbeiten. Aber wir sind ja dermaßen intrinsisch motiviert, dass wir uns gerne der gesundheitlichen Gefahr und der Kälte aussetzen. Das laute Sprechen zur Klasse mit ffp2 Maske ist sicher auch kein Problem.
    Muss ich mir das Tablet mitsamt ipen wohl weiterhin von meinem Mann ausleihen, der es vom Arbeitgeber selbstverständlich gestellt bekommt.

  11. Wieso gibt es überhaupt Laptops? Das lässt sich doch über die Werbungskosten bei der Steuer klären, denn das sind Arbeitsgeräte wie andere auch. Der Lieferant von Lieferando bekommt sein Fahrrad auch nicht bezahlt. Merkwürdige Einstellung!

    • Der Lieferant verarbeitet auf seinem Fahrrad auch keine vertraulichen personenbezogenen Daten. Würden Sie wollen,dass Ihr Finanzamtmitarbeiter Ihre Steuererklärung zu Hause auf seinem privaten PC bearbeitet?
      PS: Kleine Kunde im Steuerrecht: Absetzbar heißt nicht, dass man den Kaufpreis erstattet bekommt. Die Erstattung bewegt sich +/- 20 %.

    • @Wolf

      Sie kennen sich also aus mit den Arbeitsbedingungen von Lieferando?

      Die wünscht man eigentlich niemandem, es sei denn man nennt etwas anderes als ein Fahrrad oder Laptop sein Eigen, nämlich … genau: Eine merkwürdige Einstellung!
      Der Vorteil dabei?
      Auf eine merkwürdige Einstellung kann man komplett verzichten.
      Vielleicht probieren Sie das mal aus.

    • Was für ein dämlicher Vergleich! Wenn er selbständig arbeitet, natürlich nicht. Der Pizzadienst stellt aber sehr wohl die Autos.

    • Mein Gott es gibt immer noch Menschen, die so schlau sind, dass sie glauben, dass man etwas vollbezahlt bekommt, wenn man es von der Steuer absetzt.

      Vll. lässt man sich vorher mal erklären, was es bedeutet, wenn man etwas von der Steuer absetzt? Ggf. hätte hier auch etwas mehr Schulbildung mit besserer Ausstattung geholfen.

  12. Jetzt mal ganz ehrlich: Gibt es Lehrerinnen und Lehrer, die bisher kein Notebook besessen haben? Oder geht es hier nur darum, alles was an Leistungen zur Verfügung gestellt wird, schlecht zu machen und so Wahlkampf zu betreiben? Vielleicht sollte auch eine Gewerkschaft nicht nur aus allen Rohren schiessen, sondern an Lösungen mitwirken.

    • Naja, an der (jetzt alten Schule meines Kindes) gab es reihenweise LuL OHNE Laptop…
      Mein Mann (auch Lehrer) darf schon seit 3 Jahren kein privates Gerät für Schülerdaten nutzen und alle Kollegen haben ein eigenes Dienstgerät.
      Alte Schule Kind: Schulleitung hatte kein großes Interesse an Digitalisierung, also wurden auch nie Gelder beantragt oder Sachen vorran gebracht, läuft dementsprechend bescheiden
      Schule Mann: Schulleitung hat da schon seit Jahren investiert und es klappt

  13. Ganz ehrlich, ich benutze lieber meinen eigenen Laptop für den Videounterricht, denn da weiß ich, dass ich mich auf die Qualität verlassen kann. Und das klappt auch super.
    Ich bekäme dann lieber einen Zuschuss für die Anschaffung von Zubehör. Aber das ist natürlich utopisch.

  14. Das ganze ist total hinfällig. Welcher Laptop mit entsprechender lizenzierter Software und Antovierenprogramm, Antispyware etc… kostet 650€? Da sind noch keine Digitalen Unterrichtsassistenten enthalten, die man benötigt, um nicht ständig gegen Datenschutzbestimmungen zu verstoßen.
    Ich schlage vor, die Politiker bekommen als Dienstwagen mal ein Spielzeugauto, damit können sie dann auch zu ihren Terminen fahren. Funktioniert auch nicht – ist aber billig.

  15. Irgendwann kotzt mich diese sich dauern nur noch benachteiligt fühlende und alles besser wissende Lehreklientel an.
    Das Sonderprogramm des Bundes waren 500 Mio EUR.
    Die Entscheidung in den Bundesländern war jetzt zu treffen, nach welchen Kriterien diese 500 Mio EUR (in BW ca. 65 Mio EUR) verteilt werden.
    Zur Diskussion standen
    1. nach Schülerzahlen, wie Schülerendgeräte, dies hätte aber zu einer deutlichen Benachteiligung der Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren geführt, da diese, gewollt, sehr kleine Klassengrößen haben.
    2. nach Lehrerköpfen, das hätte dazu geführt, dass Schulträger mit vielen Teilzeitlehrkräften einen deutlich höheren Anteil bekommen hätten als Schulträger mit mehr Volldeputatlern.
    Der Zuschuss aber insgesamt deutlich kleiner ausgefallen wäre, als die aktuell erwarteten ca. 600 EUR pro Vollzeitäquvivalent.
    3. nach Vollzeitäquivivalenten, da kommt immer noch kein Betrag aus (siehe die +/- 600 EUR), mit dem ALLEIN man umfassend vernünftig ausstatten kann, außer man fertigt die Lehrer auch mit iPads ab, wie es manche Schulen tun.

    Egal bei welchem Modell war von vorneherein klar, dass der Schulträger bezogen auf die Situation vor Ort ggf. mitfinanzieren muss oder nicht alle Lehrer ausgestattet werden können.

    Also stoppt dieses wilde Kultusminister-Bashing. Es gibt Punkte an denen mit Sicherheit Kritik erlaubt ist, aber fair geht anders. Wer für sich in Anspruch nimmt Kinder zu mündigen Bürgern ideologiefrei erziehen zu wollen, der sollte an dieser Stelle mal in sich gehen.

    • „Irgendwann kotzt mich diese sich dauern nur noch benachteiligt fühlende und alles besser wissende Lehreklientel an.“

      Dann verstehe ich echt nicht, warum sie auf „new4TEACHERS“ lesen und kommentieren, wenn es Sie so ankotzt. Suchen Sie sich doch ein Forum, wo Sie mit Ihresgleichen diskutieren können…

      • @Katinka

        Stimmt.

        @Alieninthemidstofjerks

        Forum? Vielleicht hier:
        http://www.news4einherzfürKM.de

        Hat nur einen Haken: Sie müssen die Seite erst mal ins Leben rufen und mit sehr stabilen Servern ausrüsten, denn es steht zu befürchten, dass diese Seite regelrecht überrannt wird.

        Nicht nur von dieser „sich dauern nur noch benachteiligt fühlende und alles besser wissende Lehreklientel“.
        Hier lesen seit Monaten auch immer mehr Nicht-Lehrer mit. Aber das wissen Sie ja, weil Sie hier seit langem auf Ihre Weise mitleiden …
        (Meine Güte, Sie !!! müssen aber Zeit haben, womöglich neben vielen wichtigen ViKos im Einzelbüro mit erstklassiger Hard- und Software nebst Luftfilter und Kaffeevollautomaten … alles Dienstgeräte, Presseanfragen/-erklärungen undundund. – Sie sehen, „Vorurteil und sonstiger Schwachsinn“ kann jeder, sogar Lehrer! Oh Gott, auf welche kognitive und moralische Tiefebene haben Sie sich da – na klar, versehentlich – herabgelassen?)

        Jerkige Greetings and lots of love from the middle, „liddle“ alien.

        #brainyisthenewsexy

        • Mensch Pit, jetzt hab ich versucht deinen Link zu öffnen und kriege angezeigt, dass die Seite nicht zur Verfügung steht.. 😉 … schaaaaaade!!

          • @Andre Hog

            Oha!
            Jerky Alien hat noch nichts arrangiert?
            Ich würde gerne aushelfen, bin aber nur Lehrer …
            Außerdem ist meine Schiefertafel abgestürzt!
            🙁 😉

    • Ihre Argumentation ist den Lehrern gegenüber schlicht unfair. Wenn nicht jeder Lehrer ein eigenes Gerät bekäme, dann könnte man auch fordern, dass jeder angestellte Krankenhausarzt sein OP-Besteck selbst bezahlt (oder gar sein MRT-Gerät). Auf die Idee kommt aber kein Mensch! Es ist in jedem Beruf reine Selbstverständlichkeit, dass der Arbeitgeber die Arbeitsmittel stellt.

  16. Ich arbeite momentan in Teilzeit mit 90% der Stunden. Ich verzichte auf meiner Tastatur auf das S, das L und das Ö. Oder wie habe ich mir das vorzustellen?

    • @Küstenfuchs: Danke, dass Sie mich zum Lachen gebracht haben! Vielleicht könnte man das seinem Vorgesetzten dann so erklären, das man alle in einem bestimmten Wort enthaltenen Buchstaben benutzt, da man als Teilzeitlehrkraft nur für x von 26 Buchstaben des Alphabets zuständig ist und daher z.B. alle in dem Wort „Kultusministerium“ enthaltenen Buchstaben durch einen Auslassungspunkt ersetzen muss?

      ..d dah.r z.B. all. i. d.. Wor. „Kultusministerium“ …hal…… B.ch..ab.. d.rch .i… A..la….g.p..k. .r…z.. ….?

  17. Lassen Sie mich kurz reagieren.
    Ich bin im Bildungsumfeld tätig. Den epochalen Wechsel kann man nicht von heute auf morgen erreichen. Die Kollegen haben sich über Jahrzehnte ihre Arbeitsmittel selbst gekauft.
    Jetzt ist ein Anfang für eine Veränderung gemacht und man kann den Hals nicht voll genug bekommen.
    Die Argumentation ist deshalb nicht unfair. Hier werden Corona und epochaler Wandel vermischt. Der Bund springt ein und gibt sehr viel Geld. Die Sachkosten der Schulen waren bisher nie beim KM, sondern bei den Schulträgern. Ganz einfach die Tisch und Stühle im Lehrerzimmer haben die Schulträger bezahlt.
    Der schwarze Peter liegt deshalb nicht beim Bund, aber auch nicht beim Land, sondern bei den Schulträgern.
    Das ist ein gewaltiger Unterschied zu dem genannten Beispiel vom Krankenhaus.

    • Sie schieben den schwarzen Peter doch den alles besser wissenden und nörgelnden Lehrer zu.
      Und wissen anscheinend selbst alles besser.
      Es ist total egal, wer dafür verantwortlich ist, dass wir endlich Dienst- Laptops bekommen. Lehrer kaufen sich alles selbst. Teilweise statten wir noch Schüler mit Arbeitsmaterialien aus. Aus eigener Tasche.
      Seit ich Lehrer bin, erlebe ich in Schulen die Verwaltung des Mangels. Ein aktuelles Beispiel gefällig? Uns wurde letzte Woche von der Schulleitung mitgeteilt, dass wir die Arbeitsblätter an die Kids, die schwer erreichbar sind und keinen Drucker haben, doch bitte nicht mehr per Post schicken sollen, das wäre ja jeweils 155 ct. Das können wir uns leider nicht leisten. Um jeden Stift für das Whiteboard muss ich im Sekretariat kämpfen, die sind ja auch so teuer. Werden aber im 4er Pack im lokalen Einzelhandel gekauft….
      Von den Einsparungen durch die lächerliche Inklusion fang ich gar nicht erst an.
      Ich bin es so leid, dass an Bildung immer nur gespart wird. Hauptsache wir haben Milliarden für Lufthansa und Co übrig.

      • Sie durften das von der Schule aus verschicken? Bei uns müssen die Schüler alle mehrmals pro Woche antanzen, die es in ausgedruckter Form brauchen. Muss schon etwas schwerer vorfallen, dass ich nen richtigen Brief mit der Post schicken darf.

    • Was ist das denn für eine Logik: Nur weil seit Jahren auf dem Rücken der KuK die Arbeitsmittel auf diese abgewälzt wurden, muss man jetzt Abstriche bei den völlig berechtigten Forderungen machen? Noch einmal: Wir fordern eine Selbstverständlichkeit ein, kein „nice to have“.

    • @Alieninthemidstofjerks
      Genau über Jahrzehnte haben wir uns auf eigne Kosten besorgt, was der Dienstherr hätte stellen müssen. Aber ehrlich gesagt mir reicht’s. In der Pandemie habe ich endlich gelernt, was besondere Fürsorgepflicht heißt: Das Besondere ist, dass es keine Fürsorgepflicht gibt. Null Gesundheitsschutz, Arbeitsmittel seit Jahrzehnten selbst bezahlt, Arbeit so verdichtet, dass sie nur mit unzähligen unbezahlten Überstunden zu schaffen ist, Arbeitsstättenschutzgesetz missachtet (Heute war’s deutlich unter 20°C im Klassenraum) und so kann man die Liste weiter fortsetzen.
      Es ist mir herzlich egal, wer letztlich für was zu zahlen hat. Genau auf dieses Spiel die Verantwortung vom Einen zum Anderen zu schieben setzen doch Land, Kommunen und Bund. Für mich bedeutet diese im Übrigen gegen Arbeitsrecht verstoßende Fürsorgepflicht meines Dienstherren, dass ich jedes Jahr etwa 200,- € pro Monat von meinem Gehalt wieder in meinen Job investieren muss. Jetzt wird’s noch mehr wegen der fehlenden Masken. Das macht dann nach 20 Jahren etwa 40.000 € also fast ein Jahr Arbeit ohne Gehalt. Da sind natürlich die unzähligen unbezahlten Überstunden nicht eingerechnet. Wer in der freien Wirtschaft oder an anderer Stelle im öffentlichen Dienst würde sich so etwas bieten lassen? Sie sicher gern, so wie Sie sich hier über die LehrerInnen aufregen. Vorschlag: spenden Sie doch 40.000 € oder 200,- € über 20 Jahre monatlich an eine Schule Ihrer Wahl. Dann leisten Sie was viele der Lehrer auch tun.

    • Das Problem liegt doch noch ganz woanders. Wir werden wegen Datenschutz in ganz vielen kreativen und improvisierten Unterrichtsvorhaben im Distanzunterricht ausgebremst. Und noch mehr: laut Datenschutzverordnung dürfen wir LUL keinerlei schülerbezogenene Daten auf unseren privaten Rechnern haben. Wie erklären Sie das dann bitte? Jammerei oder Gesetzestreue?

    • Finanzbeamte bezahlen ihre Computer selbst?
      Die Polizisten bezahlen ihre Polizeiwagen selbst?
      Die Verwaltungsangestellten der Bezirksregierung bezahlen eine Miete für den Raum, in dem sie arbeiten und stellen dort auch ihre privaten Computer auf?
      Fordarbeiter bezahlen ihre Fabrikroboter selbst?
      usw.
      Ich mein ja nur.

  18. 《“Über die Hälfte der Lehrer in Baden-Württemberg seien in Teilzeit beschäftigt. «Je nach Beschäftigungsumfang müssen sich gemäß der neuen Vereinbarung von Bund und Ländern mehrere dieser Lehrkräfte einen Laptop teilen»》

    Und mal wieder ein Irrtum: Die Hälfte der Lehrer macht Teilzeit, bedeutet nicht, dass diese Teilzeitlehrer somit die Hälfte des Unterrichts machen.
    Eine Lehrkraft hat z.B. 20 Stunden Teilzeit, eine 19 Stunden, die nächste 10 Stunden usw. Also müssen sie sich die Laptops gemäß ihres Stundenanteils teilen. Klassenlehrer müssten zusätzlich Nutzungszeit bekommen. Das wird ziemlich kompliziert auszurechnen sein. Und welcher Lehrer teilt sich dann den Laptop mit welchem anderen? Ein Laptop für den Musiklehrer und den Deutschlehrer oder ein Laptop für mehrere Kunstlehrer? Wird je nach Schulform auch unterschiedlich zu handhaben sein. Und wenn’s nicht aufgeht, müssen sich womöglich 3 Lehrkräfte 2 Laptops teilen. Auch wird es Probleme mit den Nutzungszeitpunkten geben. Wer darf von 13 Uhr bis 17 Uhr, wer von 17 Uhr bis 21 Uhr? Sicher müssen manche dann auch den Zeitraum von 21 Uhr bis 1 Uhr nutzen. Und das ist jetzt nur mal bei einer gleichmäßigen Aufteilung à 4 Stunden Nutzungsdauer vorgeschlagen. Und der Laptop steht dabei in der Schule. Muss er zu den jeweiligen Kolleg:innen nach Hause gebracht werden, wird’s noch schwieriger einen Plan zu machen.

    Solche eigenartigen《Vereinbarungen》verführen mich geradezu zu solchen eigenartigen Überlegungen. 😉

  19. Die sollen vor allem darauf achten, dass kein Mac OS, kein Android und vor allem kein Windows auf den Laptops läuft, da fließen nämlich alle Daten, auch die unserer Kinder, an Microsoft und die US-Geheimdienste ab!

    • Nicht böse gemeint, aber wer soll denn sowas wie Linux o.ä. bedienen und warten können?

      Deutschland steht aufgrund des Datenschutzes in so vielen Bereichen mittlerweile schon hinterher und die Firmen, für die der Datenschutz eingeführt wurde, die umgehen das mit einem klick in den AGBs.

      Nicht böse gemeint, aber das ist doch lächerlich, auf meinem Bankautomaten läuft sogar Windows.

    • @ITler
      Das stört eigentlich nur die Lehrkräfte, die keine Schülerdaten auf ihren Geräten haben dürfen.

      Den Eltern und Schülern ist das sch…egal. Die Whatsappen und facebooken nur so vor sich hin. Die Daten sind längst angekommen und können jederzeit abgefragt werden – freiwillig überlassen durch den User.

      WIR dürfen das nicht. Und ich will einen Dienstlaptop! Meine Daten sollen nämlich auch nicht durch die Welt geschickt werden. Seit Anfang des durch coronabedingten Digitalisierungswahns sind auch meine Geräte öffentlich.

      Viele Programme und Progrämmchen lassen sich nur über Edge oder Chrome öffnen.

      Also bleibt mir nichts Anderes übrig. Datenschutz ist Glückssache, je nach KuMi, nach Schulträger und Anwender.

  20. Mal ehrlich, wozu eigentlich diese Geldvernichtung mit den Laptops. Ohne eigene Arbeitsrechner, Drucker, Scanner, …), die eigentlich alle von uns zur Vorbereitung unabdingbar brauchen und auch in ihrem Arbeitszimmer stehen haben, wäre ein Großteil des Unterrichts nur von Schulbuchunterricht, Fertigfolien für OHPs aus den Ordnern, die jeder kennt und Kopien aus Verlagslehrwerken geprägt. Differenzierung, soziale Anpassung der Inhalte, aktuelle Themen und vieles mehr, wäre erschwert oder würde einfach nicht stattfinden.
    Ich habe es nicht „geblickt“ und wiederhole mich: Wozu diese unseligen Laptops?
    Wer glaubt denn „da oben“, dass wir unseren Unterricht noch mit Papier, Schere und Klebstoff vorbereiten und hilflos Zuhause vor dem nächsten Schultag zittern?
    Am Rande: Richtig viel nützt auch ein noch so „toller“ Laptop nur wenig, wenn die Peripherie fehlt. Wer zahlt die? Vom Service für Staatseigentum ganz zu schweigen, denn jeder wird sich hüten daran „herumzuschrauben“, gleichgültig ob auf Softwareebene oder an der Hardware! Ich fürchte das Ganze ist wieder mal eine Milchmädchenrechnung par excellence. Aber wenn in Baden-Württemberg die Kultusministerin mit ihrem abgebrochenen Herzens-Projekt einer Lernplattform mal schnell rund 6 Millionen (oder waren es 8?) in den Sand setzt, und alle schön still halten, da braucht man nicht kleckern!

  21. Kann man sich nicht ausdenken sowas, so viel könnte ich auch niemals saufen, um auf so eine Idee zu kommen.

    Aber wisst ihr was? Lasst es doch einfach sein, der Wille die Schulen zu digitalisieren ist doch eh nicht da, seit einem halben Jahr streiten sich die Kommunen mit den Schulen darum, wer die Geräte eingentlich einrichtet und wartet.

    Lasst es einfach bleiben, mit der Einstellung wird das nichts, schiebt euch die Dinger doch sonst wo hin, mehr kann ich dazu nicht mehr sagen.

  22. An alle Kritiker: Natürlich sind wir Lehrkräfte digital gut ausgestattet, wir haben Notebooks, Drucker, Handys, alles auf eigene Kosten selbstverständlich, benutzen unser eigenes Papier, Toner und unsere eigenen Schreibgeräte. Schon immer.
    Für den Online-Unterricht braucht es aber noch mehr Technik. Während viele anderen Arbeitnehmer ihre Arbeitsgeräte aus dem Büro mit ins Homeoffice nehmen dürfen, oder zusätzlich ausgestattet werden, bleibt es aber wieder unser Privatvergnügen, uns schnell selbst zu helfen. Ein Tablet mit Zeichenfunktion wäre z.B. sehr wichtig. Ich benötige dieses überhaupt nicht privat, daher dachte ich, ich warte jetzt einmal ab, bis wir ausgestattet werden, wie man seit Monaten liest. Ich habe wirklich geglaubt, ich bekäme bald eins… Einige Kollegen haben inzwischen selbst die 1.000 bis 2.000 € investiert.
    Für mich als Teilzeit heißt es jetzt wohl, entweder kein Tablet, oder ich arbeite einen Monat gratis, um mir dieses Arbeitsgerät zu kaufen. Daher sind die Neuigkeiten dieses Artikels schon etwas ernüchternd, falls Sie das verstehen.

  23. Lehrer verdienen monatlich ca. 5000 Euro, da kann man es sich ja wohl leisten, einen Laptop zu kaufen oder zu leasen, den man javon den Steuern absetzen kann…jammern auf hohen niveau

    • @wblog

      „Lehrer verdienen monatlich ca. 5000 Euro“

      Wer hat Ihnen diesen Dummkram erzählt? – Etwa Maria Cron?
      Ich schmeiß mich weg!!!

    • @wblog

      Ich will auch Lehrer werden!

      Muss wohl aus Versehen ein anderes zweites Staatsexamen abgelegt haben. Sollte ich mal der Besoldungsstelle mitteilen. Ob die nachzahlen?

  24. Und da ist wieder der Reflex
    „Wer hat Ihnen diesen Dummkram erzählt? – Etwa Maria Cron?
    Ich schmeiß mich weg!!!“
    In Baden Württemberg beginnt ein Sek I und Gymnasiallehrer mit 4.587,09 EUR und in Stufe 3 ist er bei 4.991,43 EUR
    Dann geht mal zu euer Besoldungsstelle, wenn ihr nicht alles Junglehrer in den ersten vier Jahren seid.
    In Stufe 3 sind das 3759 EUR netto. Und dann sagt mir noch einer, dass Lehrer am Hungertuch nagen.
    Es gilt einfach bei der Wahrheit zu bleiben.

    • @Besoldungstabellenleser

      Ja, echt schade die Sache mit Ihrem Reflex.

      Aber vielleicht war es kein Reflex sondern die große Erschöpfung nach dem Lesen 1 Besoldungstabelle für 1 Bundesland?

      Schlafen Sie mal eine Nacht drüber, morgen ist ein neuer Tag!

      Dann suchen Sie sich 1 der folgenden Aufgaben aus:
      1) Wie viele Bundesländer hat die BRD?
      2) Wie viele unterschiedliche Besoldungstabellen gibt es in der BRD?
      3) Vergleichen Sie: Sind alle Besoldungstabellen gleichen Inhalts? (Hier genügt die Antwort „ja“ oder „nein“. Wenn Sie wieder besonders schnell gearbeitet haben, malen Sie Ihre Lieblingsbesoldungstabelle bunt aus.)
      4) Was ist ein Reflex? (Sie dürfen googeln und etwas vom Bildschirm abschreiben oder einfach etwas aus dem Internet ausdrucken und sich danach beschweren, dass Sie etwas ausgedruckt haben.)
      5) Für Hochbegabte (Besoldungstabellenleser):
      – Lesen Sie noch mindestens 1x die Überschrift des Artikels.
      – Malen Sie dann das Wort „Lehrer“ dick mit einem schwarzen Edding zu, lachen Sie dabei so laut Sie können und denken Sie dabei an Ihre eigene Schulzeit zurück.
      – Jetzt ist die Überschrift des Artikels schon viel übersichtlicher. Finden Sie nun das entscheidende Wort! (Lösungshilfe = _eilzeit).
      – Lachen Sie dabei so laut Sie können, diesmal über sich selbst!

      Ja, die Wahrheit … ist nicht so einfach wie ein Reflex.

    • Rechtfertigt trotzdem nicht, dass Lehrkräfte ihre Arbeitsmittel (PC, Laptop, Papier, Toner…….) vollständig selbst finanzieren. Ich erinnere mich noch deutlich, als selbst das Arbeitszimmer nicht mehr steuerlich berücksichtigt werden sollte, da es nicht zu über 50% zur Durchführung des beruflichen Tätigkeit genutzt wurde. Da musste erst ein gerichtliches Urteil her, dass das Arbeitszimmer wieder anerkannt wurde. Und mal ganz ernsthaft- für das Distanzlernen meiner Tochter (6. Klasse) habe ich gerade ein Laptop gekauft. Reicht. Wollte nicht darauf warten, dass irgendwann mal die SuS mit Leihgeräten ausgestattet werden. Meine Unterrichtsvorbereitungen u.a. laufen komplett über privat finanzierte Arbeitsmittel (PC, Drucker, Toner, Papier, Internet, Handy, Telefon, Stifte uvm.). Seit 20 Dienstjahren. Für Praxisbetreuung fahre ich jährlich zusätzliche 500-700km für läppische 10 Cent pro km. Die Fahrzeit von teilweise bis zu 45 min. Wird nicht mal als Arbeitszeit angerechnet und fällt komplett in die sog. „Vertrauensarbeitszeit“. Ein Laptop besitze ich nicht, da ich in ein gutes stationäres Gerät investiert habe, welches ich mir nicht, genauso wie mein Handy, für den datenschutzkonformen dienstlichen Gebrauch genehmigen lassen habe. Und warum nicht? Weil ich mit der Genehmigung dem Landesdatenschutz gleichzeitig den Zugriff auf eben diese Geräte gewähren muss. Ein 2. Handy oder Tablet schaffe ich mir wohl jetzt an, um dies ausschließlich dienstlich zu nutzen. Mit Genehmigung. Und jetzt endlich möchte ich dann auch schon mal „mein“ Dienstlaptop, welches ich nicht mehr aus privater Tasche bezahlen muss.

  25. @W.
    Ich finde den Reflex noch schöner.
    Leider kann ich nicht nur meinen Worte ausmalen, sondern auch lesen.
    Und der Artikel bezieht sich so was von eindeutig auf Baden-Württemberg:
    „STUTTGART. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) hat mit Skepsis auf Pläne der baden-württembergischen Landesregierung zur Anschaffung von Lehrerlaptops reagiert.“

    Der Reflex ist so einfach… die Fakten sind komplexer und dann muss man Äpfel mit Äpfeln und nicht mit Birnen (=Besoldungen in anderen Bundesländern) vergleichen.
    Aber wenn wir einen gut ausgestattes Gerät mit externem Monitor, etc. nehme, dann setze ich mal 2.400 EUR an. Nutzungsdauer sind 4 Jahre (das gibt’s bspw. bei Lenovo als erweiterte Garantie), dann sind das 600 EUR pro Jahr oder 50 EUR im Monat, die dazu noch steuerlich geltend gemacht werden können. Somit sind effektive Kosten von 30 EUR anzunehmen. Wieviel Eigennutzungsanteil hier noch gegengerechnet ist, müsste ebenfalls ermittelt werden.

    Das erzählen Sie bitte einem ausgebildeten Koch in der Sternegastronomie, der sich seine Messer selber kaufen muss, aber brutto weniger als die Hälfte von den Lehrern hat.
    Aber klar, man kann den Hals nie voll genug bekommen und fühlt sich immer benachteiligt.

    Man könnte alternativ die deutschen Lehrergehälter auf den internationalen Schnitt absenken und sie dafür mit Dienst-Arbeitsmitteln ausstatten. Wollen Sie das wirklich?

    Dass die Datenschutzthematik hier eine unsägliche Rolle spielt, das gestehe ich jedem in diesem Berufsfeld zu.

  26. @Besoldungstabellenleser

    Überschrift des n4t-Artikels =
    „Lehrer-Laptops – absurde Regel: Lehrer in Teilzeit sollen sich Gerät teilen“

    Aus W. 4. Februar 2021 um 18:44
    „– Jetzt ist die Überschrift des Artikels schon viel übersichtlicher. Finden Sie nun das entscheidende Wort! (Lösungshilfe = _eilzeit).“

    Der Sternekoch kauft Messer,
    Sie kaufen den Buchstaben „T“ und das Lösungswort ist …. Teilzeit.

    PS.:
    Eine schöne Rechenaufgabe.
    Auch sonst haben Sie sich viel Zeit genommen.
    Danke.

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