Start Leben Reform: Warum Grundschüler künftig kein schriftliches Dividieren mehr lernen

Reform: Warum Grundschüler künftig kein schriftliches Dividieren mehr lernen

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HANNOVER. Schriftliches Dividieren, Kommazahlen, klassische Rechenverfahren: Das neue niedersächsische Kerncurriculum für die Grundschule setzt andere Prioritäten. Das Kultusministerium spricht von Verstehensorientierung und Fehlerreduktion, Eltern von einem gefährlichen Absenken mathematischer Grundbildung. Eine Reform, die zeigt, wie umkämpft inzwischen selbst das kleine Einmaleins der Bildungspolitik ist.

Einstürzende Altbauten. Illustration: News4teachers

Lesen, schreiben, rechnen – diese Trias gilt seit Jahrzehnten als unerschütterliches Fundament der Grundschule. Doch was genau unter „rechnen“ verstanden wird, ist keine Naturkonstante, sondern bildungspolitisch gesetztes Programm. Im neuen niedersächsischen Kerncurriculum Mathematik wird dieses Programm nun sichtbar neu justiert (angelehnt an die Bildungsstandards der KMK). Schon im einleitenden Kapitel zur „Kompetenzentwicklung“ formuliert das Kultusministerium einen Anspruch, der weit über einzelne Rechenverfahren hinausgeht.

„Der Erwerb mathematischer Kompetenzen ist eng verbunden mit übergreifenden Zielen zur Entwicklung der Persönlichkeit und des sozialen Lernens wie der Kooperationsfähigkeit, der Fähigkeit zur Organisation des eigenen Lernens und der Bereitschaft, die eigenen Fähigkeiten verantwortungsvoll einzusetzen“, heißt es dort. Der Mathematikunterricht solle sich „an den Lernergebnissen und Lernprozessen der Lernenden“ orientieren, „konstruktiv mit Fehlern und Präkonzepten“ umgehen und individuelle Lernwege ermöglichen, „damit mathematisches Wissen flexibel und mit Einsicht in vielfältigen kontextbezogenen Situationen angewendet werden kann“. Ein bloßes „Abrufen automatisierter Ergebnisse und die Ausführung vorgegebener Verfahren“ reiche dafür ausdrücklich nicht aus.

„Für das Fach Mathematik ist die Verfügbarkeit von Verstehensgrundlagen und Grundfertigkeiten für ein verständiges und nachhaltiges Weiterlernen von besonderer Bedeutung“

Genau an diesem Punkt entzündet sich nun eine Debatte, die weit über didaktische Fachkreise hinausreicht – bis in Elternhäuser und Schulflure hinein. Denn klassische Inhalte sollen künftig nicht mehr vermittelt werden.

Die Nordwest-Zeitung berichtet über die wachsende Unruhe, die die Reform derzeit auslöst. Danach streicht das niedersächsische Kultusministerium zentrale Inhalte aus dem bisherigen Lehrplan: Das schriftliche Dividieren verschwindet vollständig aus der Grundschule, ebenso das Rechnen mit Kommazahlen – mit einer einzigen Ausnahme, nämlich bei Geldbeträgen. Die Änderungen gelten verbindlich für alle Schulen. Für die Klassen 1 und 2 greifen sie spätestens ab dem Schuljahr 2026/2027, für die Klassen 3 und 4 ab 2027/2028. Kinder, die dann eingeschult werden, lernen bestimmte Rechenverfahren erst in der weiterführenden Schule – oder gar nicht mehr in der klassischen Form.

Die Begründung des Ministeriums: Das schriftliche Dividieren sei „das komplexeste der schriftlichen Rechenverfahren“. Es erfordere „das Zusammenspiel mehrerer Schritte – Teilen, Multiplizieren und Subtrahieren – und sei besonders fehleranfällig, etwa beim Schätzen von Ziffern oder beim Setzen von Nullen“. Stattdessen solle der Fokus in der Grundschule darauf liegen, dass Kinder Division als Aufteilen und Verteilen verstehen und den Zusammenhang zur Multiplikation begreifen.

Diese Argumentation spiegelt sich im Kerncurriculum wider –  nachzulesen im Abschnitt zu den „basalen mathematischen Kompetenzen“, die als Voraussetzung für jedes weitere Lernen definiert werden. Dort heißt es programmatisch: „Für das Fach Mathematik ist die Verfügbarkeit von Verstehensgrundlagen und Grundfertigkeiten für ein verständiges und nachhaltiges Weiterlernen von besonderer Bedeutung.“ Als zentral werden unter anderem Zahlverständnis, Operationsverständnis und Stellenwertverständnis benannt.

Zum Operationsverständnis formuliert das Kerncurriculum: „Die Lernenden verknüpfen die vier Grundrechenarten mit (Alltags-)Bedeutungen“ – wie hinzufügen oder wegnehmen. Sie sollen „vielfältige Vorstellungen zu den Operationen“ aufbauen und Darstellungen miteinander vernetzen. Ein „tragfähiges Operationsverständnis“ sei Voraussetzung für das Erlernen von Rechenstrategien – nicht umgekehrt.

Vor diesem Hintergrund überrascht auch die Neubewertung der Kommazahlen kaum. Laut Kultusministerium ist die mathematische Kommaschreibweise für Kinder im Grundschulalter „von hoher Komplexität“. Das „systematische Durchdringen der Stellenwerte“ bedürfe „einer guten Vorbereitung und schrittweisen Einführung“. Die Kommaschreibweise solle deshalb nur dort thematisiert werden, „wo sie im Alltag für Kinder eine unmittelbare Bedeutung besitzt, beispielsweise beim Umgang mit Geld“.

Die Nordwest-Zeitung zitiert dazu weiter aus dem Ministerium: „Die verschiedenen Größenbereiche Geld, Längen, Gewichte weisen dabei trotz ihrer gemeinsamen dekadischen Logik in ihrer Bündelungsstruktur und Einheitenbenennung erhebliche Unterschiede auf. Diese Unterschiede erschweren Schülerinnen und Schülern das Verständnis und die sichere Umwandlung von Größenangaben in unterschiedliche Schreibweisen.“

„Schule entwickelt sich ständig weiter, Inhalte verändern sich, neue kommen hinzu – das ist ein fortlaufender Prozess“

In den Schulen ist die Reform bereits angekommen – zumindest kommunikativ. Schulleitungen, etwa im Landkreis Friesland, informieren Eltern über die bevorstehenden Änderungen. Spielräume gibt es kaum. „Eine einzelne Schule kann nicht einfach davon abweichen“, betont Oliver Grewe, Schulleiter der Oldenburger Hermann-Ehlers-Schule, gegenüber dem Blatt. Unabhängig von persönlichen Überzeugungen sei das Kerncurriculum verbindlich. Grewe ordnet die Reform ein: „Schule entwickelt sich ständig weiter, Inhalte verändern sich, neue kommen hinzu – das ist ein fortlaufender Prozess.“

In der Praxis bedeutet das: Statt des schriftlichen Dividierens wird künftig ausschließlich halbschriftlich gerechnet. Größere Zahlen werden in überschaubare Teilaufgaben zerlegt, etwa bei 126 : 6 zunächst 120 : 6 und anschließend 6 : 6. Dieses Vorgehen soll, so das Ministerium, das Zahlenverständnis fördern und Fehler reduzieren. Forschungsergebnisse würden zeigen, dass Kinder so sicherer rechnen.

Gleichwohl wächst bei vielen Eltern die Sorge, dass ihre Kinder am Ende weniger können – nicht mehr. Mehrere Eltern meldeten sich laut Nordwest-Zeitung bei der Redaktion und äußerten „Unmut“. Besonders die Abschaffung des schriftlichen Dividierens sorgt für Ärger. Manche befürchten, dass sich die ohnehin bestehende Bildungslücke weiter verschärft – vor allem für Kinder aus bildungsfernen Haushalten, denen zusätzliche Förderung außerhalb der Schule fehlt. „Eine erschreckende Entwicklung“, meint eine Mutter. Das schriftliche Dividieren sei eine Grundkompetenz, die Kinder frühzeitig auf „rechenintensive“ Berufe wie Zimmermann oder Tischler vorbereite. News4teachers 

Hier geht es zu allen Beiträgen des News4teachers-Themenmonats “Mission MINT”.

Der meistgelesene Artikel 2023: Mathematik-Professor geht mit Grundschulen ins Gericht

 

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Muxi
1 Monat zuvor

Jeder der Mathematik unterrichtet kennt das Phänomen, dass Schüler manchmal richtiggehende Blockaden haben und dann schnell überfordert sind und teilweise einfachste Sachen nicht mehr erkennen können. Diese Schüler sind dann dankbar für automatisierte Verfahren, an denen sie sich soz. festklammern können. Und wenn da eine gewisse Vertrautheit entstanden ist, kann man Erklärungen wunderbar nachliefern, z.B. indem man mit den Schülern die Verfahren analysiert, was dann ja soz. im Rückgriff recht gut geht, weil die nötige Sicherheit und Vertrautheit ja da ist.

Außer in Grundschulen in Niedersachen. Da dürfte in Zukunft gelten: Wer das Zerlegen bei den Division während der Unterrichtssequenz nicht versteht, der bleibt abgehängt. Einen Plan B scheint es ja nicht zu geben im kultusministeriellen Elfenbeinturm.

Simon
1 Monat zuvor

Na dann… Gute Nacht Deutschland

Adele Horn
1 Monat zuvor

Das kann ja heiter werden, wenn diese Kinder mit ihren Eltern dann mal in andere Bundesländer ziehen müssen …

vhh
1 Monat zuvor
Antwortet  Adele Horn

Warum, die Brüche lernen sie dafür viel früher: 132:6= 130:6 +2:6
Nur aus Interesse, kann irgendwer erklären, wie dieses ‘Zerlegen in überschaubare Teilaufgaben’ für beliebige Zahlen funktionieren soll, ohne dass man vorher das Ergebnis kennt? Oder sehen alle Kinder, dass 12 nahe an 13 liegt und deshalb 120:6+12:6 besser ist? Schriftlich im Kopf…Darauf würde ich mich selbst in Klasse 9 noch nicht verlassen.

Abgrenzung
1 Monat zuvor
Antwortet  vhh

132 : 6 = 22

Weil

  • 60 : 6 = 10 132 – 60 = 72
  • 60 : 6 = 10 72 – 60 = 12
  • 12 : 6 = 2
  • 10 + 10 + 2 = 22

Soooo und dieser Weg soll besser sein als schriftlich dividieren? Und auch schneller?

Ho Ho Ho

(lacht der Weihnachtsmann)

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Abgrenzung

132 : 2 = 66
66 : 3 = 22

Müsste man aber Primzahlzerlegung kennen.

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Ist in der Sek 1 ja schon in den neuen Büchern nicht mehr drin. Ich war entsetzt. Dafür viele bunte und “motivierende” Bilder und drei Aufgaben pro Thema und natülich Textaufgaben aus dem “Erfahrungshorizont” der Schüler – meinen zumindest die Buchschreiber.

Arno Handke
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Primzahlzerlegung kommt nach alten Lehrplänen in Klasse 6, nach neuem in RLP niemals.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Arno Handke

Das bedeutet dann folgerichtig, dass sowohl kleinstes gemeinsames Vielfaches als auch größter gemeinsamer Teiler wegfallen.
Na großartig, dann wird’s demnächst auch keine Addition/Subtraktion von Brüchen mehr geben , oder nur über riesige Hauptnenner…

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Tscha und das fehlende mathematische Verständnis, auch bzgl. von solchen Begriffen, führt dann auch wieder dazu, dass umgangssprachliche Redewendungen/Begriffe nicht richtig verstanden werden (“kleinster gemeinsamer Nenner” z. B.in der Politik).
https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinsamer_Nenner

Aber passend zum Thema fällt mir noch ein Witz ein:
Der Kunde möchte eine Pizza. Der Wirt fragt: “Solll ich sie in 6 oder 8 Stücke teilen?”
Antwort: “In sechs! Acht Stück schaffe ich nicht.”

Arno Handke
19 Tage zuvor
Antwortet  Mika

Ja. Und die Folgen bei den Brüchen sind genau wie vermutet.

potschemutschka
19 Tage zuvor
Antwortet  Arno Handke

Deswegen fällt ja auch der Unterricht wegen Glatteisgefahr derzeit aus – wegen der Folgen bei evtl. Brüchen. 🙂 Da würde sonst noch mehr Unterricht in den nächsten Wochen ausfallen.

dickebank
19 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

… und Brüche sind noch schwieriger als Quotienten. Wer Schwierigkeiten mit Dividenden und Divisoren hat, scheitert bei Zähler und Nenner allemal.

Marie
1 Monat zuvor
Antwortet  vhh

Halbschriftliche Division ist in NRW Thema in Klasse 3. Und ja, am Anfang tun sie sich schwer, die passende Aufteilung zu finden. Wer das aber mal kapiert hat, hat dann auch kein Problem mehr mit der schriftlichen Division in Klasse 4.

unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie

Man kann davon ausgehen, dass die schriftliche Division in NRW auch aus dem Pflichtstoff rausfliegt. Je nach Schulstandort ist das vermutlich schon jetzt der Fall, weil man froh sein muss, dass die Kinder halbwegs regelmäßig zur Schule kommen und sie halbwegs in deutsch alphabetisiert die Schule verlassen.

Abgrenzung
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie

Rechnet ihr dann als Vorbereitung darauf auch Aufgaben wie

3 * 6 = 18
3 * 60 = 180
3 * 600 = 1800

Oder umgekehrt
18 : 6 = 3
180 : 6 = 30
1800 : 6 = 300

Dein Feedback und deine Erfahrungen klingen spannend und ermutigend 🙂

Olivet
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie

Ja, am Anfnag tun sie sich schwer beim schriftlichen dividieren. Wer das aber dann mal kapiert, kann in Klasse 4 was Neues lernen.

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  vhh

132:6 >>>> 120 : 6 = 20 + 12 : 6 = 2 = 20 + 2 = 22

Arno Handke
1 Monat zuvor
Antwortet  AvL

hier wird Haupt- und Nebenrechnung wild vermischt, eine der großen Fehlerursachen in Klasse 5 – 7

Pensionist
1 Monat zuvor
Antwortet  AvL

132:6 >>>> 120 : 6 = 20 + 12 : 6 = 2 = 20 + 2 = 22
“””””””””””””””””””
2 = 22 falsch!

Bei Anwendung des Distributivgesetzes wird es richtig:

132:6 = (120+12):6 = 120:6 + 12:6 = 20 + 2 = 22

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Pensionist

In ihren Augen falsch aufgeschrieben, aber richtig gerechnet, da ich die Zahl 132 in einzelne Glieder zerlegt habe, die anschließend durch den selben Divisor geteilt werden.
Ergebnis richtig, Zergliederung richtig und deshalb hätte ich gerne von Ihnen eine 5 = mangelhaft. Das es solche Lehrer noch gibt, und das heute.

Hannes der Kannes
19 Tage zuvor
Antwortet  AvL

Bei Ihnen steht 2=22… Geht so das halbschriftliche Verfahren?!?

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  vhh

Unterrichte Sie etwa Mathematik ?

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  AvL

Sie jedenfalls unterrichten definitiv nicht Mathematik:
Kein Mensch, der irgendeine berufliche Beziehung zur Mathematik hat, würde so wie Sie 20 mit 22 und mit 2 gleichsetzen…
Hoffe ich zumindest…

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Da stimmt, allerdings durfte ich in der Grundschule auf Grund der tollen Selbstlernmethoden erfolgreich Nachhilfe geben.

Karl Heinz
1 Monat zuvor

In einer Welt in der Taschenrechner omnipräsent sind, stellt sich in der Tat die Frage nach dem Mehrwert bestimmter, für viele SuS ohnehin frustrierenden, Rechenwege.

Insofern klingt das Vorhaben der Niedersachsen auf der ersten Blick vernünftig.
Wenn die SuS die genannten Kompetenzen bis Klasse 4 alle drauf haben, wäre das schon ein Schritt in die richtige Richtung

Opossum
1 Monat zuvor
Antwortet  Karl Heinz

In einer Welt von KI & guten Ubersetzer Tools stellt sich die Frage, ob man Fremdsprachen lernen soll. Für einige Schüler ist es frustrierend, Vokabular zu lernen und die neue Grammatik. Man wird dann mehr Stunden für Glücksfach in Schulen haben…

laromir
1 Monat zuvor
Antwortet  Opossum

Jop. In einer Welt voller KI streichen wir einfach das Lernen völlig und fragen für alle Sachen einfach Google. Spart Schulzeit, Lehrkräfte, Geld. Nur das Lesen, das muss man wohl noch in mühevoller Arbeit erlernen. Aber gut. Dafür dürften ja dann 4 Jahre Grundschule ausreichen, wenn man sonst nix mehr lernen muss.

Canishine
1 Monat zuvor
Antwortet  laromir

Man kann es sich auch Vorlesen lassen …

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  laromir

Mittlerweile gibt es doch auch schon verschiedene Vorlese-Tools (auch hier bei n4t – ein Vorlesestift) und verschiedene Apps. Selber lesen (lernen) kann also auch weg.

laromir
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Super. Stimmt. Ganz vergessen. Also alles Weg und nur noch Party.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  laromir

Macht auch mehr Spaß, oder?

Na ja
1 Monat zuvor
Antwortet  laromir

Zukünftig reicht wohl die Spracherkennung…

Tigrib
1 Monat zuvor
Antwortet  laromir

Man kann sich die Texte doch mittlerweile vorlesen lassen.
Also auch weg damit!

Hannes der Kannes
19 Tage zuvor
Antwortet  laromir

sie sind sowas von 90er…. Heute gibts doch schon Apps die Vorlesen…
Und in Zukunft fotografiere ich einen Text einfach ab, dann liest ihn mir das Handy vor…
Also das Lesen lernen kann man sich auch sparen. Wenn schon Zukunft, dann wenigstens richtig

MarcWieAuchImmer
1 Monat zuvor
Antwortet  Karl Heinz

Nein, das Vorhaben ist dumm. Der erste Teil der Abschlussarbeit in 9 und 10 ist hilfsmittelfrei, sprich kein Taschenrechner. Wer dann nicht schriftlich rechnen kann, kriegt halt keine Punkte.

Karl Heinz
1 Monat zuvor
Antwortet  MarcWieAuchImmer

nur dass Niemand die Grundschule bis Klasse 9 oder 10 besucht.
Offensichtlich hapert es bei Ihnen in Deutsch:
“…lernen bestimmte Rechenverfahren erst in der weiterführenden Schule
Da ist also noch genügend Zeit, das Verfahren zu lernen.

Zumal man davon ausgehen sollte, dass die Abschlussprüfungen entsprechend mit überarbeitet werden.

weiteres siehe gern auch hier
Schriftliche Division | KIRA

@ Opossum:
der Vergleich ist reichlich sinnfrei.
Bei einer neuen Sprache lerne ich neue Fakten, neue Elemente, die ich anhand einer neuen Grammatik zusammensetzen muss und die auch andere Denkprozesse ermöglichen.

Minuend – Subtrahend = Differenz
toll – denkt sich da jeder GrundSuS
Difference – engl. – Unterschied
Ahhh ich suche “nur” den Unterschied zwischen 2 Zahlen. *klick*
(ohne dass ich auf Latein zurückgreifen muss)

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Karl Heinz

Wird sowieso häufig an/in der Sek I [MS] von grundauf “neu” gelernt/gelehrt, da hier massiver Mangel oftmals herrscht.
Ob das jetzt so gut ist, dass das “Standard” wurde … Kann man zumindest hinterfragen.

Pido
18 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Wenn es dann aber ganz offiziell neu in der Sek I gelehrt wird, fehlt wiederum Zeit für die vielen anderen wichtigen Unterrichtsthemen der Sek I, Zeit, die so oder so knapp ist. Können wir dann bitte ein Schuljahr dranhängen, um alles den Schüler*innen beizubringen?

Arno Handke
1 Monat zuvor
Antwortet  Karl Heinz

Der Singular zum Plural SuS müsste logischerweise SoS sein.

unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  MarcWieAuchImmer

Nach den bisherigen Erfahrungen mit den zentral gestellten Prüfungen in NRW (10, EF, Abitur) braucht man in den hilfsmittelfreien Teilen weder schriftliche Division noch schriftliche Multiplikation, weil alles zeitlich effizient im Kopf gelöst bekommt. Als korrigierender Lehrer muss man dann aber mit 3^3=81 und (-4)^2=-16 leben können.

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  unfassbar

Schreibe 1/2 als Dezimalzahl. Kann übrigens ein Drittel der Schüler nicht ohne Taschenrechner….

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Und was macht das andere Drittel?

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Bei dem Drittel abschreiben, welches die Lösung auf dem Spickzettel gefunden hat.

Michael Hummel
1 Monat zuvor
Antwortet  MarcWieAuchImmer

Diese Prüfungsaufgaben sind aber eben nicht solche, wo man 4537:165 rechnen muss. Das sind Aufgaben mit Realitätsbezug oder Größen, bei denen es auch im Alltag noch sinnvoll wäre sie ohne Hilfsmittel zu lösen. Da geht es gerade um ein Grundverständnis, das man anwenden kann. Da kann man ja auch mal bei der Division die Zahl in in kleinere gut dividierbatre Einheiten zerlegen, das hat man ja gelernt und weiß vor allem, was man da tut. Wie oft hab ich schon bei Schülern dieses “okay, und jetzt hol ich die Zahl da runter und dann zieh ich das ab” gehört, ohne Verständnis was da gemacht wird. Auswendig gelernte Operation. Der hilfsmittelfreie Teil will gerade einer gut verfügbaren problemlösenden Kompetenz Rechnung tragen.

Arno Handke
1 Monat zuvor
Antwortet  Michael Hummel

Gehen Sie mal in Gedanken alle Situationen in Schule, Beruf und Alltag durch, wo es auf zuverlässig genaues Ausführen algorithmischer Verfahren ankommt: sie werden erstaunlich viel finden. Schr. Division ist ein solcher Algorithmus. Wer das nicht beherrscht und auch die weiterführenden Algorithmen nicht, den mag ich später nicht als MTA, Bauhandwerker, Pilot oder Systembetreuer haben.

Hannes der Kannes
19 Tage zuvor
Antwortet  Arno Handke

Volle Zustimmung

Arno Handke
1 Monat zuvor
Antwortet  MarcWieAuchImmer

Die Abschlussprüfung wird also in ca. 5 Jahren reformiert werden.

Susanne M.
1 Monat zuvor
Antwortet  Karl Heinz

Erst wenn man verstanden hat, wie etwas funktioniert, hat der Taschenrechner doch überhaupt Sinn. Das ist wie mit der KI und einem gescheiten Prompt.

Karl Heinz
1 Monat zuvor
Antwortet  Susanne M.

Ja – das ist im Wesentlichen auch mein Argument.
Sobald ich ein operatives Verständnis der Division habe, macht der TR Sinn.

Schriftliche Division ist nur ein Algorithmus, den SuS gezeigt bekommen und 1:1 hinzunehmen haben.
Er setzt Grundwissen voraus, erweitert es aber nicht mehr – ist insofern also entbehrlich.

Ich wette, dass mind. 90% derer die Mathe unterrichten, nicht in der Lage sind zu erklären, warum schriftliche Division so funktioniert wie sie funktioniert.

Sporack
1 Monat zuvor
Antwortet  Karl Heinz

Und noch weniger Sprachleher/innen können vermittel, warum sich die eine Sprache durch Vokabular und Grammatik von einer anderen unterscheidet.

Der Beweis, warum schriftliche Addition funktioniert, ist genauso interessant wie der Beweis, warum Addition funktioniert.
Gehört aber beides nicht in die Grundschule.
Aber die Anwendung der Rechen-Verfahren schon.

Arno Handke
1 Monat zuvor
Antwortet  Karl Heinz

auch das Ausführen eines Algorithmus ist eine Kompetenz.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Arno Handke

Und das weiß jeder, der einmal einen Kranich faltete, den Zauberwürfel in 24 Zügen gelöst hat und die Lösungsmenge einer quadratischen Gleichung bestimmt hat.

Hannes der Kannes
19 Tage zuvor
Antwortet  Arno Handke

Das zum einen, zum anderen erfüllt es ja ein Ziel, man kann damit eine Aufgabe korrekt erfüllen.

Das Prinzip ist gleich wie beim halbschriftlichen Dividieren, d.h. die Kompetenz des “Dividierens” kann ich hier genauso erlernen.

Aber es wird meiner Meinung nach für viele Schüler einfacher, weil die schriftliche Division viel strukturierter ist und damit einfacher auszuführen (immer stupide die selben Schritte)

Hannes der Kannes
19 Tage zuvor
Antwortet  Karl Heinz

1+1=2 ist einfach nur ein Axiom (ok, das ist streng mathematisch nicht ganz korrekt, aber für den Kontext hier genügt es…) das die Schüler gezeigt bekommen und dass sie 1:1 hinzunehmen haben. Es ist also entbehrlich.

Die schriftliche Division erweitert natürlich Wissen, denn sie erlaubt mir beliebige Zahlen durcheinander zu dividieren.
Außerdem muss man sich das Verfahren nur mal scharf ansehen und dann erkennt man die Mechanik und wie und warum es funktioniert.
Das mag nicht für Laien gelten, aber für einigermaßen begabte Personen schon. Dass sie 90% der Mathematik Lehrer absprechen, dass sie jemals gelernt hätten warum das Verfahren funktioniert oder ihnen die Intelligenz absprechen sich das selber kurz herzuleiten lässt tief blicken.

Aber wenn das Vertrauen in die Lehrer bei Ihnen schon so groß ist, dann ist natürlich klar, dass man den Schülern solche hochkomplexen Themen nicht zutrauen darf….

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  Karl Heinz

Der Schüler diktiert die Aufgabe in seiner Sprache ins Handy. Die KI macht daraus eine zusamenängende Aufgabe und löst sie auch. Der Schüler macht einen Screenshot vom Rechenweg und schickt diesem dem Lehrer. Ich freu mich schon.

Hannes der Kannes
19 Tage zuvor
Antwortet  Hans Malz

Liebes ChatGPT, dafür bekommst du auch eine 1 in Mathematik im Halbjahreszeugnis

Arno Handke
1 Monat zuvor
Antwortet  Karl Heinz

in meiner Welt omnipräsenter Taschenrechner und bequemer Schüler kommen viele nie in die Nähe des “Gefühls für Zahlen”, finden Brüche unangenehm und unverständlich und glauben an was immer der TR ausspuckt (weshalb auch Eingabefehler kaum hinterfragt werden). Da werden all die Kompetenzen zu reiner Lyrik – hier ist er, der Konstruktionsfehler der Bildungsstandards.

Hannes der Kannes
19 Tage zuvor
Antwortet  Karl Heinz

Was ist denn ein SuS… SUV kenn ich aber SuS?!?

Realist
1 Monat zuvor

ebenso das Rechnen mit Kommazahlen – mit einer einzigen Ausnahme, nämlich bei Geldbeträgen.”

Da der Euro immer stärker entwertet wird, wird das Komma bald keine Rolle mehr spielen. Erinnert sich noch jemand an die italienische Lira?

So viel Weitsicht hätten ich Bildungspolitikern gar nicht zugetraut!

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Na, jetzt geht es gegen den Euro .Hätte ich Ihnen bestimmt nicht zugetraut.

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  AvL

Ach AvL,

ist schon ok, wenn man die Zeichen der Zeit erst verzögert erkennt.

Aber dann nicht immer jedes Jahr nach mehr Geld von den Krankenkassen schreien, weil alles teuerer wird… auch nicht in Form einer “Zuckersteuer”.

Arno Handke
1 Monat zuvor
Antwortet  AvL

Rechnen Sie einfach mal 0,98 hoch 10.
Anwendungszusammenhang: geplante 2% Inflation jährlich (=EZB-Ziel)

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Arno Handke

Was ein schlauer Mensch, Sie machen den Anfang ?

Einer
1 Monat zuvor

Gleichwohl wächst bei vielen Eltern die Sorge, dass ihre Kinder am Ende weniger können – nicht mehr.

Wer kommt denn auf die Idee, dass man mehr weiß und kann wenn man weniger lernt? So etwas glauben nur Leute, die noch nie wirklich unterrichtet haben. Ideen aus dem Elfenbeinturm

Alese20
1 Monat zuvor
Antwortet  Einer

Für mich persönlich klingt es schon so, dass man am Ende mehr kann, wenn man erstmal ein Grundverständnis von Division aufbaut, bevor man die eigentliche Technik der schriftl. Division lernt. Ansonsten hat man zwar die Technik drauf (und vergisst sie auch schnell wieder, sobald TR regelmäßig genutzt wird), weiß aber so gar nicht richtig, was man tut. Ich finde, das passiert schon oft genug im Matheunterricht.

Wenn also die schriftliche Division in die 5. verschoben wird, um in der 4. die Basis zu stärken, spricht eigentlich nichts dagegen.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Alese20

Ist es denn sicher, dass die schriftliche Division in der 5. unterrichtet wird? Oder fällt sie dann einfach weg?

Alese20
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Das steht im Text nicht explizit drin. Daher auch mein “wenn”.

Arno Handke
1 Monat zuvor
Antwortet  Alese20

Aber da tun Sie ja so, als hätten wir das in den vergangenen Jahrzehnten nicht gemacht: ein Grundverständnis aufgebaut. Das ist doch Unsinn. Schon 1970 begann es mit dem Verteilen von Nüssen oder Bonbons an Kinder. Das Neue ist, dass man nach dem Aufbau der Grundvorstellung (mutmaßlich: mit kleinen und einfachen Zahlen) nicht mehr den Schritt zur Abstraktion, zur Regel und Automatisierung gehen will. Dann kommt es zu dem vielfach beobachtbaren Effekt, dass Kinder die einfachen Rechnungen können, aber, wenn die Zahlen unübersichtlicher werden, zu einer falschen (einfacheren) Rechentechnik umschwenken, wie z.B. 2024 : 16 “=” 2000 : 10 + 24 : 6.

Alese20
1 Monat zuvor
Antwortet  Arno Handke

Nicht ich tue so, sondern das wird im Text so dargestellt. Ich kann doch gar nicht beurteilen, wie das in allen BL gehandhabt wird. Ich denke aber, dass es Sinn macht, die halbschriftliche Division stärker in den Fokus zu nehmen. Wenn die sitzt, ist das die halbe Miete, wenn nicht sogar völlig ausreichend.
Ich denke nicht, dass es für das Leben wichtig ist, die schriftliche Division zu können. Wozu? Weil das in den Prüfungen vorkommt – dann durch was Sinnvolleres ersetzen. Ab der 7. Kl. gibt es doch eh den TR und auch später rechnet niemand mehr schriftlich. Sobald größere Zahlen ins Spiel kommen, nimmt man irgendeinen Rechner.

Hannes der Kannes
19 Tage zuvor
Antwortet  Alese20

Das Prinzip der schriftlichen und halbschriftlichen Division sind dieselben. Man zerlegt die große Zahl in mehrere kleine Zahlen, die man dann dividieren kann und fügt das Ergebnis am Ende zusammen.

Das Prinzip kann man aus beiden Verfahren lernen. Aber die schriftliche Division ist etwas abstrakter und viel strukturierter und klarer definiert. Sie ist universeller, ich kann damit mit Rest teilen, Kommazahlen behandeln, etc.
Die halbschriftliche Division funktioniert gut in Tests, bei denen die Zahlen so gewählt werden, dass einem die Zahlen in die man zerlegen muss schon fast ins Auge springen.

Daher sollte die halbschriftliche Division allenfalls als Vorübung verwendet werden und eben nicht so viel Zeit damit “verschwendet” werden, sondern lieber das universelle Verfahren gelehrt werden.

Das Verständnis ist wichtig, manchmal reicht es aber auch einfach Dinge anwenden zu können. In meinem Auto ist es auch ausreichend den Schlüssel drehen zu können, ohne eine Mechaniker Ausbildung zu haben…

Hannes der Kannes
19 Tage zuvor
Antwortet  Alese20

Am intelligentesten wäre es aber natürlich, wenn ich einfach anhand des Algorithmus das Prinzip erkläre.
Man macht Vorübungen zu dem Thema. Auf Basis dessen führt man den Algorithmus ein und zwar nicht so “kompakt” wie wir das kennen, sondern man bastelt da einfach noch 1-2 Zwischenschritte rein und schon erkennt man, dass es da eigentlich nichts Neues mehr gibt, sondern ich einfach aus den Vorübungen bekannte Dinge zu einem Algorithmus verbunden habe, der das Problem effizient löst.
Wenn diese Erkenntnis da ist, dann lasse ich die Zwischenschritte weg und muss zum Dividieren nur noch stupide den Algo anwenden und kann wenn man schreibfaul (oder netter formuliert effizient) sein will auch noch die Kurzform verwenden, die nochmal schneller ist.

Und bevor jetzt jemand das “stupide” kritisiert. Beim Ableiten würde im täglichen Leben ja auch niemand auf die Idee kommen sich das jedes Mal neu herzuleiten, sondern da wendet mach auch einfach immer das Verfahren an, das man irgendwann mal hergeleitet hat…

Hannes der Kannes
19 Tage zuvor
Antwortet  Einer

Sie wollen das einfach nicht verstehen. Die Kinder können heute zwar nichts mehr korrekt rechnen, aber sie haben also im Prinzip irgendwie die Kompetenz erlangt zumindest grob zu wissen wie es geht…
Das hilft zwar konkret nicht weiter, ist aber theoretisch viel sinnvoller….

Falls Sie Ironie finden, dürfen Sie sie behalten 😉

vhh
1 Monat zuvor

Wie schön, die ‘dekadische Logik’ ist also nicht mehr primäres Ziel, nur im Teilbereich Geld, schöne Priorität. Soll das Dezimalsystem dann bei Längen, Massen usw jeweils neu ‘entdeckt’ werden?
Der Erwerb mathematischer Kompetenzen hat also mit Kooperationsfähigkeit und verantwortungsvollem Einsatz seiner Fähigkeiten zu tun? In meiner Welt sind mathematische Fähigkeiten nur das, Fähigkeiten einer bestimmten Person, ohne sozialen Bezug.
Ersetzt doch alle Ziele durch ‘zielgerichteter Umgang mit einer KI und Formulierung passender Prompts’, die Noten gibt eine andere KI, die per Keylogger alle Eingaben auswertet, die im Lernprogramm der dritten KI gemacht wurden. Wenn das so sein soll, bitte, dann aber bitte auch keine Beschwerden mehr, wenn ‘mathematische Grundfähigkeiten’ fehlen.

Hannes der Kannes
19 Tage zuvor
Antwortet  vhh

Das hatte ich vorher auch schon angemerkt, in der Mathematik gibt es die “Kompetenz” mit Kommazahlen zu rechnen. Diese ist universell. Wenn ich sie einmal erlernt habe kann ich sie, weil die Mathematik universell auf jedem Gebiet anwenden…

Warum man also die Kommarechnung an sich aus der Grundschule verbannt, aber beim Geld eben nicht, ergibt daher so gar keinen Sinn. Wenn ich bei Geld mit Kommazahlen rechnen kann, dann kann ich das auch in allen anderen Bereichen.
D.h. nicht, dass man in der Grundschule plötzlich schon mit 10 Nachkommastellen rechnen soll, das kann man ja trotzdem dosiert einführen.. (auch wenn es der universellen Mathematik egal ist, ob da 2 oder 2000 Nachkommastellen stehen, die Prinzipien bleiben gleich…)

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor

Wie haben wir es früher nur geschafft, in der Grundschule das schriftliche Dividieren zu lernen?

Man hilft den Kindern nicht, wenn man ihne Schwierigkeiten erspart.

Im Deutschunterricht haben wir gesehen, dass die Vorgaben für die Grundschulen dazu geführt haben, dass fast kein Kind mehr die Rechtschreibung beherrscht, wenn es an die weiterführende Schule kommt. Und das ist dort auch kaum aufzuholen,weil in den Lehrplänen der weiterführenden Schulen auch kaum Raum für Rechtschreibkurse bleibt.

Die neuen Vorgaben in Niedersachsen für Mathematik werden dazu führen, dass etliche Schüler die Schulen nach der10 verlassen und nicht schriftlich dividieren können. Damit hat man ihnen für ihr ganzes Leben geschadet.

Es gibt in der MAthematik nun einmal Dinge, die auswendig gelernt werden müssen. Das bloße Verständnis des Einmaleins reicht nicht aus, um multiplizieren zu könen. Das Einmaleins muss auswedig gelernt werden.

laromir
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Und dann kommt die nächste Studie und stellt fest: Mist!!! Mathe und NAWI ist ja immer noch nicht besser geworden! Komisch…müssen wir gleich noch ein paar mehr Daten erheben… Kann doch gar nicht sein…

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  laromir

Divide et impera!

Ich übersetze das jetzt mal so:
” Kannste teilen, kannste auch herrschen.”

Im Umkehrschluss heißt das, ohne Division wirste auch kein Chef, der Ansagen macht.

Mary-Ellen
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Hm, die Kids teilen doch ständig.
Z.B. zahlreiche Selfies

Canishine
1 Monat zuvor
Antwortet  Mary-Ellen

Da liegt vermutlich das Grundproblem Teile 238 durch 2, nicht 2 mit 238.

Mary-Ellen
1 Monat zuvor
Antwortet  Canishine

Da könnte in der Tat was dran sein! 😉

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Naja, für manche hochdotierte Berufe braucht man auch nicht unbedingt schön rechnen können, schönrechnen und schönreden reichen da vollkommen.
Heute in der “Berliner Zeitung” ein interessanter Artikel über einen 36jährigen ohne Studien- oder Berufsabschluss, ohne Berufserfahrung (außerhalb von Politik) – nach dem Ende seiner 20jährigen Politikkarriere lebt er nicht von Bürgergeld, sondern hat jetzt einen neuen Job bei der Organisation “Finanzwende”, einer Bürgerbewegung, die sich zu Teilen aus Spenden von Organisationen finanziert, die wiederum staatliche Gelder erhalten. … und davon gibt es nicht nur diesen einen – die Zeitung nennt es “Perpetuum mobile der deutschen Politikerversorgung”. 🙂

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Gerade eben bin ich noch über eine rechenart gestolpert, die Poltiker neben dem Schönrechnen beherrschen sollten – das Kleinrechnen:
https://www.news4teachers.de/2025/12/digitalpakt-vbe-chef-neckov-warnt-davor-dass-die-laender-ihren-anteil-kleinrechnen/
Steht das schon in den Lehrplänen und Schulbüchern? Das muss dringend in die Curricula, damit DE zukunftsfähig bleibt/wird.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Einige schaffen auch das Großrechnen und das Zurechtrechnen.
In Bezug auf NaWi und Mathe auch das Verwässern.
Nach diesem Artikel kann man sich anscheinend auch Kaputtrechnen.
Im Bezug auf Finanzen und Schule kann man sich ebenfalls Armrechnen. Dagegen die Gehälter der Angestellten/”Diener” (äh Beamten) reichrechnen.
Das Gegenrechnen fällt einigen allerdings schon schwer, wenn man nicht bemerkt, wieviele Bedienstete man hat und wieviel das kostet/kosten sollte.
Hier werden dann Zahlen eher “frissiert”. Als Praxisbezug zum Freuseur/zur Friseurin. Zudem nutzt man das “Schönfärben” von Statistiken.
Die Zahlen der Lehrkräfte entstehen wiederum durch “Gesundbeten”. Glaube hilft hier zumindest – zumindest an die geschätzten und gerundeten [nur auf welche Stelle …] Zahlen.
Rund sind die Hochrechnungen und Runterrechnungen dann allerdings oft nicht. Durch Herausrechnungen und Überrechnungen werden Statistiken und Angaben dann so gemacht, dass diese jeweils ins Narrativ passen. Im Prinzip eine Milchmädchenrechnung, nur dass die Milch oft teurer als das Papier ist. Und das Mädchen nicht mehr richtig rechnen lernt.
Durch das Glattrechnen (nicht nur im Winter) kommt man dann gerne mal auf Wunschrechnungen. Nur diese kann kein anderer als Nachrechnung richtig berechnen.
Die schönste Schönrechnung ist dann häufig die Schminkrechnung. Diese ergibt dann die Lückenrechnung, welche zwar schön aussieht, aber die Lücken lediglich “vertuscht”. Andere können sich dann Totrechnen, da man die Biegerechnungen der Bildungsexperten nicht mehr nachvollziehen und “beweisen” kann. Aber die Beweisrechnung ist sowieso in einer Welt der Gefühlsrechnung eher prozentual und absolut überbewertet.
Durch Luftrechnungen und Zahlen-Massagen, sowie -Jonglagen entstehen Voodoo-Statistiken.
Und auch das kann kein Taschenrechner – vor allem, da die “Tasche” leer ist – nachvollziehen.
Sachtexte braucht man ja auch ohne Sachen [Wissen] letztendlich auch nicht.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Danke für diese gelungene Sprachspielerei!
Die deutsche Sprache bietet da so einige “Perlen”.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Teilen ist aber auch kompliziert. Wie teilt man denn nun richtig – christlich, brüderlich oder fair?

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Mit dir würde ich als Wessi ja brüderlich teilen wollen, solange du Ossi die kleinere Hälfte nimmst.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Nö1 Die Wessis sind doch viel christlicher erzogen, als wir Ossis. Also teilt ihr mal schön christlich mit uns.

Hannes der Kannes
19 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Nee, da gibts diese 3 verbunden Pünktchen auf dem Handy. Da kann ich alles teilen… sogar schriftlich, wenn es z.B. ein Text auf Whatsapp ist…

Hannes der Kannes
19 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Mir gefällt ihre Interpretation

Einer
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Bin aus NRW und am Berufskolleg, aber wir sehen in unseren Fachoberschulklassen genau diese Probleme. Irgendwer hat diesen Schülern die Fachoberschulreife bescheinigt und ich frage mich nahezu täglich wer das war? Die Schüler können keine Rechtschreibung mehr; sie können nicht mehr sinnentnehmend lesen; sie können nicht mehr rechnen; von Mathematik möchte ich gar nicht sprechen; selbst Allgemeinwissen auf Maus-Niveau kann nicht mehr vorausgesetzt werden. In EDV-Bereich ist es genauso. Wir erklären in jeder Klasse wöchentlich wo die Esc-Taste oder die Pfeiltasten auf der Tastatur ist und den Unterschied zwischen Shift und Caps-Lock. Selbst wenn der Rechenweg explizit im Text in leichter Sprache formuliert in einer 3-zeiligen Aufgabe steht, sind einige Schüler nicht in der Lage diesen Rechenweg nach 3 Monaten Unterricht in einem Tabellenkalkulationsprogramm umzusetzen. Und diese Schüler sollen dann in qualifizierte Ausbildungen. Wenn ein mal einzelne Schüler wären, wäre die Sache ja nicht so schlimm, aber es sind 90 % aller Schüler.

Aber das alles ist politisch so gewollt. Und trägt nicht eine Partei Schuld daran. Es waren in NRW in den letzten Jahren immer verschiedene Parteien mit der Bildung betraut.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Einer

Ich habe in meiner Anwärterzeit Mitte der Nullerjahre zu Zeiten von B. Sommer als “Anerkenner” in NRW didaktische Grundlagen der Grundschulmathematik belegen müssen. Der Kurs orientierte sich am neu gefassten Kernlehrplan Mathematik für den Primarbereich. Schon damals waren wir verwundert, dass Divisionsverfahren nicht mehr Bestandteil des Kernlehrplanes für die vierten Schuljahre gewesen sind.
Im Schuldienst habe ich mich dann gewundert, dass das Thema Division auch nicht Bestandteil der Kernlehrpläne Mathematik für die SekI ist. Spätestens bei den Themen Bruchrechnung, Proportionalität, Prozentrechnung, Steigung (lineare Funktionen) sowie Wahrscheinlichkeitsrechnung (Thema Zufall) wurden die Probleme der SuS offensichtlich. Die aufgezählten Themen sind Schwerpunkte bei den ZP10. Folglich darf man sich nicht wundern, wenn die ausfallen, wie sie ausfallen.

Dass 3/4 und 3 : 4 das selbe sind, kann man ja auch nur wissen, wenn man die grundlegenden Rechenverfahren kennt. Dazu muss man eben auch die Fachbegriffe kennen, also wissen was mit Zähler und Nenner sowie mit Dividend und Divisor gemeint ist und was ein Quotient bzw. Quotientenwert ist.
In der Bruchdarstellung ist dann der Zähler der Dividend und der Nenner der Divisor. Wer diese Verknüpfungen hinbekommt, hat in der regel dann auch keine Probleme mehr bei den üblichen “Rechenproblemen” in Klassenarbeiten – die Vertauschung von x- und Y-Werten in Diagrammen mal außen vor gelassen:)

Sporack
1 Monat zuvor
Antwortet  Einer

Ähm “Tabellenkalkulationsprogramm” hat genausowenig mit Informatik zu tun, wie Taschenrechner mit Mathematik, oder ein Wörterbuch mit Linguistik.

Vielleicht sollte man statt Tabellenkalkulationsprogramm lieber Datenmodellierung (ERD , OOM) in den Fokus nehmen. Und dann nach den statischen Modellen die dynamischen Modelle betrachen (Flussdiagamm, Activity-Diagramm…).
Und dann dafür sorgen, dass das Konzept eines Tabellenkalkulationsprogramms implementiert wird.

Tabellenkalkulationsprogramm-Benutzung, Präsentationsprogramm-Benutzung, Schreifbrogramm-KungFu ist Training on the Job.

Was hilft ein Tabellenkalkulationsprogramm oder Taschenrechner, wenn man die zuberechnenden Dinge nicht im Konzept verstanden hat?

Marjana Sladojevic
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Das ist der Zeitgeist. Wird sich nicht aufhalten können….. irgendwann wird man weder lesen noch schreiben können weil es nicht mehr erforderlich ist.

Arno Handke
1 Monat zuvor

… solange die Inder uns die notwendigen Programmierungen für’s Internet noch machen.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Mit dem Dividieren ist das schon so eine Sache. Erst kürzlich hat hier z.B. jemand behauptet, der Wert eines Bruchs würde bei sinkendem Zähler und konstantem Nenner steigen.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Ja, wie bei zukünftigen Vertragsverhandlungen der Spitzenkräfte.
Dass das Gehalt lediglich um ein Drittel erhöht werden soll, lehne ich ab. Ich fordere mindestens eine Erthöhung um ein Viertel:)

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Werbetafel am Schulkiosk: “Heute Sonderangebot: 3 Donuts zum Preis von 4”.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Das ist wenigstegeschäftstüchtig im Gegensatz zur Gehaltsforderung.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Aber nur für den Kiosk-Betreiber!

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Sie meinem wie bei dem Bundesminister, der von einer Erhöhung um 25% sprach, wenn der Preis von 15.000€ auf 20.000 € steigen würde?

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Brutto oder netto?

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Das müssen Sie den Herrn schon selber fragen. Wobei ich meine Hand nicht dafür ins Feuer legen würde, dass er aus einem Bruttobetrag auch den korrekten Nettobetrag errechnen könnte..

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Ich bin mir auch unsicher, ob bei einer Erhöhung des Bruttos um 33% netto auch vor den Sozialabgaben überhaupt 25% übrig bleiben.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Wäre mir jetzt aber neu, dass der Kaufpreis eines Autos mit Sozialabgaben belastet würde.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Aber die Zahlungen des Autoherstellers an die Sozialkassen sind doch anteilig in den Preis des Autos eingereiht.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Ich würde nicht ausschließen dass manche glauben, dass der Hersteller eines BYD-Dolphin Zahlungen in die Sozialkassen in den Verkaufspreis in DE einkalkulieren würde..

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Na, mal wieder am Pöbeln?

Können Sie auch was anderes?

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Ich ziehe mir nur die Schuhe an, die mir auch passen.

Kann aber jeder für sich selber entscheiden, wie er das handhaben möchte.

Canishine
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

War mal eine 20000€-Frage bei Pilawa: Was ist 2 durch 1/2?

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Canishine

Ein Bruch als Divisor da wird’s natürlich schwierig. Woher soll man auch wissen, dass man stattdessen mit dem Kehrwert des Bruchs multiplizieren muss. Also 2×2 statt 2:1/2

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

“Woher soll man auch wissen, dass man stattdessen mit dem Kehrwert des Bruchs multiplizieren muss. “

Das sollte man eigentlich in der Schule lernen.
Zumindest ist das in manchen Bundesländern noch so geregelt.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Canishine

Echt? So schnell verdient man da 200.000Euro?

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Canishine

a) 1,0
b) 1,5
c) 2,5
d) 4,0

Canishine
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Es ist lange her, ich glaube nein.

Canishine
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Sorry, war als Antwort an potschemutschka gedacht.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Canishine

… und kannte der Kandidat die rictige Antwort?

Sporack
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

“Das bloße Verständnis des Einmaleins reicht nicht aus, um multiplizieren zu könen. Das Einmaleins muss auswedig gelernt werden.”

Aber es sollte nicht die Menge der Ergebnisse auswendig gelernt werden, sondern (meiner Meinung nach) genau die Verfahren zum schriftlichen Rechnen.

Wenn ich heute etwas Berechnen soll, dann sag ich:
“Ich brauche Stift und Papier” und dann rechne ich das aus.
Natürlich ist eine Formel- und Logarithmen-Sammlung nett (Nachschlagen ist manchmal schneller als Tippen oder Programmieren).

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Sporack

Um schriftlich multplizieren zu können, muss man zuerst das Einmaleins auswendig gelernt haben. Mit den entsprechende Ergebnissen.

Man kann ja bei Aufgaben wie 23456 mal 789 nicht immer wieder an den Fingern abzählen, wie viel z.B. 9 mal 6 ist.

Sporack
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Im Grundsatz reicht die Kenntnis
von Nachfolger(x) und Vorgänger(x)
um den Zahlenraum von natürlichen Zahlen zu erschließen.
Und mit wiederholter Anwendung von Vorgänger und Nachfolger
kann auch add(a,b), sub(a,b), mul(a,b), div(a,b) als Abkürzung verwendet werden.

zu “Man kann ja bei Aufgaben wie 23456 mal 789 nicht immer wieder an den Fingern abzählen, wie viel z.B. 9 mal 6 ist.”

Doch kann man.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Sporack

Ich bezweifle das erheblich, dass „man“ – also der Durchschnittsbürger – das kann. Der hat nämlich das Problem, dass er nur zehn Finger hat und nicht 1500. Gleichzeitig müsste er herausragend im Addieren großer Zahlen sein. Oder aber er verwendet seine Finger zum Zählen der 23456 Durchläufe im Dreiersystem – das wird der Durchschnittsbürger vermutlich kaum beherrschen, zumal er dann zur Darstellung der Zahlen die Fingergelenke an einem Finger unterschiedlich knicken müsste. Die gleichzeitige Durchführung des Abzählens der Durchläufe im Dreiersystem und der jeweiligen Addition von 789 dürfte die Merkfähigkeit von geschätzt 99,9% der Probanden überfordern.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Sporack

Kann man nur im Reich der Theorie, aber nicht in der Praxis, weil es viel zu umständlich ist.

Insofern war IhreAntwort wirklich nicht klug.

Sporack
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Zumindest kann man mit den Fingern beider Händen deutlich weiter als 10 zählen.
Mit einer Hand lässt sich bequem bis 10 zählen.
Natürlich nicht im Unären-System mit dem wir hier zählen gelernt haben.
Hand-Rechenmethode in China erschließt einen deutlich weiteren Zahlenbereich. https://en.wikipedia.org/wiki/Chinese_number_gestures

Aber auch anderswo auf der Welt kann man mit den Fingern Division im “großen Einmal-Eins” unterwegs sein: https://www.youtube.com/watch?v=zEJ3OQGNxfQ

Hannes der Kannes
19 Tage zuvor
Antwortet  Sporack

Kann man, wenn man dumm ist.
Mathematiker sind faul… ähhm effizient. Die denken sich so Abkürzungen oder Abstraktionen aus, damit man deutlich schneller zum Ziel kommt…

Sie haben in der Theorie Recht, aber in der Praxis muss ich eben doch Herrn Hasenbrot zustimmen.
Aber während sie 23456 * 789 immer noch über die wiederholte Anwendung von Nachfolgern bestimmen, machen wir interessantere Dinge.
Melden Sie sich, wenn die das Ergebnis bestimmt haben. Ich bin auf das Ergebnis inkl. Rechenweg sehr gespannt

Alese20
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

….”dass etliche Schüler die Schulen nach der10 verlassen und nicht schriftlich dividieren können. Damit hat man ihnen für ihr ganzes Leben geschadet”

Also, nur weil man etwas später lernen soll, kann man es hinterher garnicht? – seltsame Argumentation.

“Es gibt in der MAthematik nun einmal Dinge, die auswendig gelernt werden müssen. Das bloße Verständnis des
Einmaleins reicht nicht aus, um multiplizieren zu könen. Das Einmaleins muss auswedig gelernt werden.”

Ja, das 1×1 auswendig können erleichtert das Leben. Wenn man aber ein Verständnis für das Multiplizieren hat und vielleicht nur Teile des 1×1 beherrscht, kommt man durchaus gut weiter. Mit einem guten mathematischen Verständnis kann man sich vieles erschließen, auf Addition zurückgreifen oder sonstige Ketten bilden, um auf das richtige Ergebnis zu kommen. Hat meine Tochter monatelang so praktiziert bevor sie sich hat überreden lassen, das 1×1 auswendig zu lernen.

Arno Handke
1 Monat zuvor
Antwortet  Alese20

Wie kriegt man denn ein Verständnis für das Multiplizieren, wenn man es nicht einübt und nicht verwendet? Nur durch viele Ergebnisse lässt sich ja eine Regelmäßigkeit erkennen.

Alese20
1 Monat zuvor
Antwortet  Arno Handke

Vielleicht, dass man kapiert, dass Multiplizieren bedeutet, dass es etwas mehrfach gibt und der Muliplikator anzeigt wie häufig.
Man kann sich sehr gut behelfen, indem man z.B. bei 3×6 entweder 6+6+6 rechnet oder, sollte man die 5er-Reihe schon können (viele können die 5er und 2er-Reihe sehr schnell), einfach 3×5+3 rechnen. Wie gesagt, meine Tochter hat monatelang so im Kopf jongliert, weil sie einfach nicht einsehen wollte, wozu man da schnell die Lösung braucht. Und das ging nur, weil sie ein gutes mathematisches Verständnis hat.

Hannes der Kannes
19 Tage zuvor
Antwortet  Alese20

Wo kommt später die Zeit her, um die Division zu lernen? Denken sie der Lehrplan in Klasse 5 und 6 ist leer?
Letztlich wirft man dann dort etwas anderes über Bord….

Es ist schön zu hören, dass Ihre Tochter dieses Verständnis hat und nutzt. Das wird ihr in Mathe später immer wieder immens helfen sich selbst zu helfen.
Und noch besser, dass sie es dann doch “geschafft” hat das 1×1 auswendig zu lernen. Es geht eben doch schneller, wenn man sich alle Operationen mit jeweils 1 Ziffer auswendig kann und nur beim “Zusammensetzen” und größeren Rechenoperationen sich mit Verständnis das Leben einfacher macht 🙂

MarcWieAuchImmer
1 Monat zuvor

Ich hab jetzt nicht alles gelesen … weil ich schon vorher am kotzen war. Als Mathelehrer weiß ich ehrlich gesagt bald nicht mehr, was ich mit dem Material “Schüler” noch anfangen soll, wenn selbst einfachstes Basiswissen fehlt. Können wir nicht mal diese “Experten” alle rauswerfen und das gesparte Geld in die Infrastruktur stecken? Als Quereinsteiger kommt mir die Galle hoch, wenn ich diesen unorganisierten und inkompetenten Haufen im Bildungssektor sehe. Digitalisierung ohne Sinn und Verstand. Ständiges Absenken der Standarts bis unter die Bodenkante. Ich kann langsam nicht mehr … es reicht.

Einer
1 Monat zuvor
Antwortet  MarcWieAuchImmer

Vor allen Dingen, wenn man dann noch den Artikel über den gesamtwirtschaftlichen Vorteil gut ausgebildeter Schüler ließt. Zig Milliarden BIP-Zuwachs durch gute Schulbildung.

U.Vahid
1 Monat zuvor
Antwortet  Einer

Guck guck 😉 lesen, er,sie,es liest!

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  U.Vahid

Und ich dachte es heißt “last not least”

Hakima
1 Monat zuvor
Antwortet  U.Vahid

Das ist wohl auch schon Teil der zunehmenden Verblödung, die auch schon in den Algorithmen angekommen ist: Die Rechtschreibkorrektur am Handy macht mir regelmäßig aus “liest” “ließt”, was ich meist erst merke, wenn ich es schon abgeschickt habe. Außerdem scheint ihr jemand eingegeben zu haben, dass es um Deutschen gaaanz viele Umlaute gibt, weshalb regelmäßig a,o,u zu ä,ö,ü wird!

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Einer

Bremen belegt in den Bildungsrankings seit Jahren den letzten Platz, hat aber laut Statista im Jahr 2024 das bundesweit zweithöchste BIP pro Einwohner.

Beim Bildungsmonitor 2025 liegt Brandenburg beim 10-Jahresvergleich Rückgang der Schulqualität auf dem 16. Platz, Hamburg auf Rang 2.

Laut statistikportal betrug das preisbereinigte BIP-Wachstum 2010 – 2022 in BB = 110,7, in HH = 110,5.

Ähnlich beim Vergleich MVP und Sachsen. Bei Abnahme Schulqualität Sachsen = Rang 3, MVP = 13, BIP Wachstum Sachsen = 107,4, MVP = 107,4.

Opossum
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Warum aber wohnen viele Bürger im Speckgürtel, arbeiten aber in der Stadt? Nicht weil Mieten da niedriger sind? Ich würde gerne in einer größeren Stadt wohnen, wo es mehr am außerschulischen Angebot an Sport und Kunst gibt, kann ich mir das aber nicht leisten und muss pendeln.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Opossum

Nicht anders als in München. Nur da ist vor den Stadttoren immer noch (Ober-)Bayern und kein anderes Hoheitsgebiet.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Opossum

Das ist in jeder Großstadt so, dass wer Kinder bekommt, in den Speckgürtel zieht, weil Innenstädte nicht kinderfreundlich sind und man seinen Kindern auch etwas Natur und damit Freiheit gönnen will.

Im Speckgürtel stehen häufig Eigenheime. Das können sich Geringverdener nicht leisten. Es gibt dort auch Häuser zur Miete. Und auch wenn der Quadratmeterpreis dort eventuell geringfügig unter dem Quadratmeterpreis in Innenstädten liegt, ist die Gesamtmiete wegen der höheren Quadratmeterzahl trotzdem höher.

Opossum
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Bei uns sind Straßen mit Eigenheimen und Mehrfamilienhäusern gut gemischt. Es gibt sogar ein Brennpunkt mit Einfamilienhäusern. Aber ja, es ist viel ruhiger und angenehmer für Familien mit Kindern. Es gibt nur viel weniger Chancen für Kinder, sich sportlich oder künstlerischen zu entwickeln, weil das Angebot zu gering ist.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Opossum

Wo ist ” bei uns”.

Auch wenn es das vereinzelt soziale Brennpunkte mit Einfamilienhäusern geben sollte, dürfte das in Großstädten eine große Ausnahme sein.

Opossum
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

“Bei uns” – Speckgürtel von Hamburg. Es gibt bei uns viele Straßen mit Einfamilienhäusern auf einer Seite und Mehrfamilienhäusern auf der anderen.

Karl Heinz
1 Monat zuvor
Antwortet  MarcWieAuchImmer

An News dieser Art haben wir uns doch schon gewöhnt:
Mathematik in der Schule: “Am Ende können sie halt nichts” | DIE ZEIT

Was spricht also dagegen, sich im Grundschulbereich erst einmal ausführlich mit den Basiskompetenzen und Grundrechenarten soweit vertraut zu machen, dass diese allesamt auch sicher sitzen.
Zudem wären hier auch Lehrkräfte nötig, die den Anfangsunterricht auch wirklich beherrschen und nicht nur Fachfremd aufgebürdet bekommen.
Hierauf bezogen, gebe ich Ihnen mit “unorganisierten und inkompetenten Haufen” durchaus Recht.

ludwig_777
1 Monat zuvor
Antwortet  Karl Heinz

Es geht um die Abschaffung dieser Basiskompetenzen.

Karl Heinz
1 Monat zuvor
Antwortet  ludwig_777

Wo steht das?

ludwig_777
1 Monat zuvor
Antwortet  Karl Heinz

Im Artikel. Es geht um die Abschaffung bestimmter Rechenweisen. Die Grundschule ist dazu da, Basiswissen zu vermitteln.

Alese20
1 Monat zuvor
Antwortet  ludwig_777

Ja, Abschaffung in der Grundschule. Das heißt ja nicht, dass schriftliche Division dann nicht in der 5ten gelehrt wird. Das ist in dem Text leider nicht explizit dargelegt worden:

“Für die Klassen 1 und 2 greifen sie spätestens ab dem Schuljahr 2026/2027, für die Klassen 3 und 4 ab 2027/2028. Kinder, die dann eingeschult werden, lernen bestimmte Rechenverfahren erst in der weiterführenden Schule – oder gar nicht mehr in der klassischen Form.”

ludwig_777
1 Monat zuvor
Antwortet  Alese20

Sie haben es richtig beschrieben, … oder gar nicht mehr.

Arno Handke
1 Monat zuvor
Antwortet  Alese20

Wenn Rechenverfahren, die in den letzten 100 Jahren immer in den Klassen 1 – 4 gelehrt wurden, jetzt in Klasse 5-7 verschoben werden, heißt das ja in Wahrheit: die jetzt kommenden Kinder sind so dumm oder wenig vorschul-gebildet, dass wir wesentlich länger Zeit für die Grundlagen brauchen als 1970 oder 1990. Wollen Sie dann im Abitur quadratische Gleichungen lösen lassen?

Alese20
1 Monat zuvor
Antwortet  Arno Handke

Nein, nicht dümmer. Sie starten nur oft mit schlechteren Vorausetzungen. Daher geht viel Zeit drauf, um Grundkompetenzen wie Stift halten, Schere benutzen, ruhig sotzen bleiben, an Regeln halten etc zu vermitteln.

Grundsätzlich bin ich eher für den Vorschulkindergarten.

Opossum
1 Monat zuvor
Antwortet  Karl Heinz

Als mein erstes Kind in der Grundschule war, hat seine und noch eine Klasse alle Buchstaben erst zum Weihnachtsferien der zweiten Klasse gelernt. Kinder, die schon lesen und/oder schreiben konnten, wurden nicht gefordert und mussten im gleichen Tempo mitmachen. Wenn es noch Ziele in Mathe herabgesetzt werden müssen, was bleibt den schnelleren Kindern übrig?

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Opossum

Zu meiner Zeit kannten wir alle Buchstaben in Druck- und Schreibschrift bis zum Ende des 1. Schulhalbjahres der 1. Klasse. Es wurde nicht mit Anlauttabellen (nur Druckschrift) gearbeitet, sondern mit den sogenannten Viererenstern (jeder Buchstabe in Groß- und Kleinschrift in Druck und Schreibschrift)
https://grundschul-blog.de/viererfenster-mit-buchstaben-schreibtabelle/
Anscheinend verwenden manche Lehrer oder Eltern (?) diese auch heute noch.

unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  MarcWieAuchImmer

Mit geringeren Standards lassen sich die Bildungsziele hohe Abiturquote und geringe Abbrecherquote am schnellsten und einfachsten erreichen.

U.Vahid
1 Monat zuvor
Antwortet  MarcWieAuchImmer

Pst! Standards!

Sporack
1 Monat zuvor
Antwortet  U.Vahid

Pst … jeder kann seinen eigenen Standard haben … 🙂

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Sporack

… oder einen Stander

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Sporack

Pst! .Oder seine Standarten.

Sporack
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Aber bei Standarten flattert die (jeweilige) Fahne im Wind.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Sporack

Stand aber oben so. Deshalb der Post von U. Vahid.

Hannes der Kannes
19 Tage zuvor
Antwortet  MarcWieAuchImmer

Die Lehrpläne, die Didaktik, die Methoden, die Kompetenzen, alles wird von wissenschaftlichen Experten bestätigt sukzessive immer besser, wir hatten noch nie so einen tollen Unterricht wie heute…

Trotzdem werden die Ergebnisse kontinuierlich immer schlechter.
Schon irgendwie komisch…

Manchmal würde es glaube ich helfen, Experten durch gesunden Menschenverstand zu ersetzen…

Hannes der Kannes
18 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Da gehen die Meinungen auseinander, aber oft hilft es zu schauen was hat früher bisher gut funktioniert und wie kann man es noch optimieren statt alles neu zu machen, nur um des neu machen willens…
Und meine bisherige Erfahrung zeigt mir dass meine Ideen oft nicht ganz doof sind…

Ruhrgebiet
1 Monat zuvor

Das ist jetzt ein schlechter Witz, oder?

Wie weit möchte man denn noch die Ansprüche senken?

Kommazahlen nur noch im Bereich “Geld” – interessante Schwerpunktsetzung.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Ruhrgebiet

Und da ist es Dank der Nutzung von TR ungeheuer schwierig, dan SuS zu vermitteln, dass es außer bei Tankstellenanzeigen keine dritte Nachkommastelle bei Geldbeträgen gibt.
Die durchschnittliche Taschengeldhöhe also im Endergebnis auf zwei Stellen nach dem Komma gerundet werden muss. Womit das nächste Problem “Runden” auftritt.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Aber wird dann die Angst vorm Tanken nicht noch größer, wenn da plötzlich 3 Kommastellen stehen?
https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/buntes-kurioses/id_100895524/studie-jugendliche-haben-panische-angst-vor-dem-tanken.html
Da müssen die Tankstellen sich unbedingt ans Bildungsniveau anpassen!

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Am besten die nehmen Papis Tankkarte, das mildert die Phobien beim Tanken ungemein, auch wegen der vielen Ziffern vor dem Komma.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Verständnisfrage: Bedeutet das in der Regel, dass schriftliche Division ein Jahr später in der Sekundarschule eingeführt wird?

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Werden wir sehen. Aktuell bestehen weite Teile der Klasse 5 aus Wiederholung der Grundschulkenntnisse.

Wie machen Die das denn an der Förderschule?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Schauen, was die Kinder können, da setzen wir an, so gut es geht – Förderschule halt. Als Daumenregel haben Sie nen Rückstand von etwa 2 Jahren, was an der heterogenen Schülerschaft (soweit meine Einzelerfahrung) nicht unbedingt viel aussagt ^^

Ich fragte mich nur, ob wir hier, je nach Bundesland, darüber sprechen, die schriftliche Division ein Jahr später einzuführen.

Marie
1 Monat zuvor

Kann mir mal jemand erklären, wo genau beim schriftlichen Dividieren das „Schätzen von Ziffern“ vorkommt??

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie

🙂 Im Bildungsministerium werden doch sicherlich schon länger Ziffern geschätzt, vermute ich mal. Denn mit geschätzten Ziffern kann man Bildungsergebnisse besser schönrechnen als mit realen Zahlen, schätze ich.

Ruhrgebiet
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie

Jahaaa, gar nicht. 😉
Wir schätzen keine Ziffern, wir nähern uns mit Zahlwerten (Mengen) an….
Mein ja nur :-))

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie

Aus Stuttgart, dort wurden die Lehrerzahlen ja anscheindend geschätzt.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Es sollen aber Ziffern und keine Zahlen geschätzt werden. Sie scheitern ja bereits an den Basics. Kein Wunder, wenn die PISA-Ergebnisse nicht besser werden:)

Arno Handke
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie

Ziffern sind übrigens die Zeichen 0, 1, … bis 9, aus denen sich Zahlen zusammensetzen.

Hannes der Kannes
19 Tage zuvor
Antwortet  Marie

Wahrscheinlich ist das ein Kindheitstrauma der Bildungsministerin in Niedersachen. Sie musste in der Grundschule an der Tafel 28:4 rechnen und hat dann geantwortet: “Ich schätz mal das Ergebnis ist 9″….
Anders kann ich mir das auch nicht erklären. Aber wenn soviel “Dummheit” und Unwissen schon in einer offiziellen Äußerung des Ministeriums vorkommt, dann weiß man auch, dass man hier mit Fakten die Sinnhaftigkeit der Maßnahme gar nicht anzweifeln braucht, das hat dann keinen Sinn mehr.

Lesender
1 Monat zuvor

Wann immer ich eine Division mit Rest ausführen / bzw. abschätzen muss, dividiere ich “schriftlich” im Kopf, also nach dem sehr bewährten Verfahren, Schritt für Schritt.
Gibt es da alternative Wege, um zum Beispiel 18:7 halbwegs genau im Kopf zu dividieren?

Ich verstehe einfach nicht, warum so etwas nicht unterrichtet wird. Und gleichzeitig schimpfen Instagramm Lehrkräfte über das “sture Auswendiglernen” etc.. und wie doof die alte Schule ist und und und..

Abgrenzung
1 Monat zuvor
Antwortet  Lesender

18 : 7 = 2 Rest 4

Aber da kommt dann eben keine Kommazahl heraus

Jetzterstrecht
1 Monat zuvor
Antwortet  Lesender

Das ist halt die krux des kleinen 1×1. Wenn ich weiss, das 2×7 14 ergibt, dann ist bis zur 18 nicht mehr weit.

Karl Heinz
1 Monat zuvor
Antwortet  Lesender

ist das mit einem ausgeprägten Mengenverständnis wirklich notwendig?
bevor man überhaupt irgendeine Rechenoperation lernt, sollte SuS den Zahlenaufbau an sich und das Prinzip Hälfte-Doppelte kennen und beherrschen.
Da weiß man schon automatisiert, dass 14 das Doppelte von 7 ist und die 18 eben 4 mehr. In dem Beispiel muss man also gar nicht “rechnen”.
Aber auch 38 : 7 wären mit einer soliden Kenntnis der Mal-Folgen kein Problem…

Sporack
1 Monat zuvor
Antwortet  Karl Heinz

Schüler Klasse 11:

“Können Sie mir helfen? Ich habe x durch 0,5 geteilt. Aber jetzt ist x doppelt so groß. Ich habe das auch mit ein paar anderen Taschenrechnern probiert… Das kann doch nicht richtig sein: Wenn ich etwas teile, dann muss es doch immer kleiner werden….”

Den Hinweis, dass er die Division mal als Bruch schreiben könnte, und sich dann handschriftlich mit der Bruch-Umformung beschäftigen könne, scheiterte an der Regel wie man Brüche dividiert. Und daran, dass jedes x denselben Wert wie x/1 hat.

Nachdem wir zusammen die Bruchrechnung gelöst hatten, kam ein “Oh … mal zwei , daher ….” vom Schüler.

Die Transferleistung, wie es wäre bei x durch 0,25, kam dann wenigstens in der Form, dass auf die Bruchrechnung übergegangen wurde. (Immerhin.)

Karl Heinz
1 Monat zuvor
Antwortet  Sporack

Und die schriftliche Division hätte hier wie genau geholfen?

Sporack
1 Monat zuvor
Antwortet  Karl Heinz

schriftliche Division hätte geholfen,
einerseits indem Papier und Stift als Hilfsmittel bekannter wäre als Taschenrechner.
(Aber gut fand ich, dass Schüler sich traute die Gültigkeit des technischen Ergebnises in Frage zustellen.)
Und anderseits hätte schriftliches Rechnen die Frage umformuliert: “Nämlich wie häufig passt 0,5 in die erste Ziffer von x.” Und dann eben strukturell immer die nächst angepasste Frage.

Karl Heinz
1 Monat zuvor
Antwortet  Sporack

Ich lach mich schlapp!

Die Aussage “Ich habe x durch 0,5 geteilt. Aber jetzt ist x doppelt so groß.”
bedeutet nicht anderes als das fehlende Verständnis von einfachen Rechenregeln und von Brüchen.
Durch einen Bruch dividiert man, indem man den Kehrwert bildet und mit diesem multipliziert.
Er hätte damit den Rechenalgorithmus gar nicht (richtig) anwenden können.

Träumen Sie weiter…

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Sporack

Deswegen frage ich oftmals umgekehrt, wie oft die 0,5 in die 2 passt.

Hannes der Kannes
19 Tage zuvor
Antwortet  Unfassbar

Das hilft für das Verständnis schon sehr weiter 🙂

Arno Handke
1 Monat zuvor
Antwortet  Karl Heinz

Nach der selben Logik ist sinnerfassendes Lesen kein Problem, wenn der Lesende alle Buchstaben kennt und ein ausgeprägtes Buchstabenverständnis für sie hat. ‘Dauert halt länger. Darum sollte die Schulzeit auf 15 Jahre ausgedehnt werden.

Hannes der Kannes
19 Tage zuvor
Antwortet  Arno Handke

Sehr schöner Konter 😉

Hannes der Kannes
19 Tage zuvor
Antwortet  Karl Heinz

Was soll denn das Hälfte-Doppelte Prinzip sein?!?
Letztlich soll das wohl *2 bzw. /2 sein. Dafür brauch ich doch kein eigenes Prinzip. Das ist das gleiche wie *3 bzw. /3 bei jeder anderen Zahl…

Ich gebe Ihnen Rech bei 18/7 oder 38/7 kann man das “rückwärts” mit dem 1×1 rechnen. Aber bei 3894/35 wird das schon schwieriger. Das hat wohl keiner von uns soweit auswendig gelernt dass man es einfach herleiten könnte. Da hilft die schriftliche Division dann schon enorm, das SCHNELL zu lösen.

Pauker_In
1 Monat zuvor
Antwortet  Lesender

Ganz einfach: 18:7 = 18/7 = 2 4/7.

Sporack
1 Monat zuvor
Antwortet  Pauker_In

“Wieso 18/7 = 2 4/7”?

Weil 18/7 = (14 + 4 ) / 7 = 14/7 + 4/7 = 2 + 4/7 = 2 4/7

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Sporack

Abgerundet 2,57, genauer 2,5714.
Mehr Nachkommastellen braucht kein Mensch.

Mathe Zauberer
1 Monat zuvor

Katastrophe! Das schriftliche Dividieren ist super wichtig und es sollte eher mehr Zeit dafür verwendet werden! DasNiveau wird nicht besser, wenn man etwas anspruchsvollere Inhalte streicht! Ich bin noch aus der Generation als wir die Mengenlehre und komplette Potenzen mit siebener oder Achtersystem in Klasse 3 gelernt haben! Heute lernen selbst die Dualenzahlen nicht mehr alle.

Heike
1 Monat zuvor

Der Artikel kommt mir wie Satire vor. Freundlich ausgedrückt. Seit Jahren , schon als meine Tochter zur Schule gegangen ist, höre ich , dass auswendig lernen von Lesen, Schreiben, Rechnen ganz fürchterlich ist und dumm macht. Ellenlange Erklärungen und Wege um zum Ergebnis zu kommen müssen unterrichtet werden. Die Wahrheit ist aber, ( nun gut, die hat keiner gepachtet , schon wieder so ein Wort, dass man eigentlich nicht mehr erwähnen kann) ist, dass die Kindergehirne die Erklärungen und Wege und inneren Bilder beim auswendig lernen und üben selber bilden. Und das ist die eigentliche Intelligenzentwicklung. Wenn jemand damit Schwierigkeiten hat, kann man ihm immer noch verbal Lösungswege solange erklären , bis es damit zurecht kommt. Den Kindern von vornherein eine Lernbehinderung zu unterstellen empfinde ich schon als sehr merkwürdig.
Vielleicht hat ja Albert Einstein recht und die Entwicklung geht zurück in die Steinzeit. Allerdings bezweifle ich, dass
da Dummheit sonderlich beliebt war.

TaMu
1 Monat zuvor
Antwortet  Heike

Das muss Satire sein! Anders kann ich es mir auch nicht erklären.
Das kindliche Gehirn lernt tatsächlich beim Beobachten und Nachahmen und dann beim Weiterentwickeln des geübten Schemas. Wenn man dem Kind beibringt, wie man ein einfaches Rührei in einer Pfanne herstellt und nicht erwartet, dass es sich zuerst grundsätzlich mit Eiern, Pfannen, Herdmodellen, Salz, Pfeffer und Küchengeräten vertraut machen muss, wird es sehr rasch alleine Rührei zubereiten, damit experimentieren, eventuell das Rezept verfeinern, weitere Pfannengerichte ausprobieren und so weiter. Es wird von ganz alleine im Rahmen seiner Interessen auf dem Rührei aufbauen und sich generell eher in Küchen zurechtfinden. Manche können mit 40 noch nicht viel mehr zubereiten als ein wirklich gutes Rührei und andere haben in dem Alter zwei Michelin- Sterne.
Wer aber hungrig nach Rührei oder voller Lust auf selbständiges Kochen ausgebremst wird durch Theorien und Module, durch die in etwa irgendein möglicherweise essbares Produkt mit Eibeteiligung in der Pfanne entstehen könnte, wird vermutlich bei Aufbackpizza als Dauerlösung enden.

Supergrau
1 Monat zuvor

Mal die Kirche im Dorf lassen:
Die schriftliche Division ist einer von vielen Lösungswegen. Dieser wird durch einen anderen ersetzt.

Das bedeutet nicht, dass die Grundschüler(!) stattdessen zu Hause bleiben und nichts mehr lernen.

Hand aufs Herz, wer kann jetzt sofort die schriftliche Division wie sie in der Grundschule gelehrt wurde anwenden?
Ich bräuchte jedenfalls mindestens etwas Vorlaufzeit.

Sporack
1 Monat zuvor
Antwortet  Supergrau

Ich kann mich an die Einleitung zum Thema Division meiner Mathelehrerin aus der Grundschule erinnern:
“Jetzt kommen wir zu etwas, womit die meisten noch in Ausbildung und Studium zukämpfen haben werden. Grundschüler können das in der Regel nach wenigen Tagen: Aber wenn Ihr in der weiterführenden Schule den Taschenrechner zuhäufig nutzt, dann habt ihr das bis zur Ausbildung oder zum Studium vergessen. Wir haben Addition und als Gegenteil die Subtraktion gelernt. Auch die Multiplikation und das mehrfache Multiplizieren mit der gleichen Zahl kennen wir. Nun schauen wir uns an, ob und wie die das Gegenteil der Multiplikation nämlich die Division aussieht. …”

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Supergrau

Ich weiß zwar nicht, ob sich die Methode der schriftlichen Division in der Grundschule in den letzten 45 Jahren geändert haben.

Aber selbstverständlich kann ich aus dem Stand heraus schriftlich dividieren (und bin kein Mathematiklehrer). Wenn solche Dinge einmal automatisiert sind, verlernt man sie nicht. Das ist wie Fahrradfahren.

Die Mühe des Automatiersierens, das nur mit ausreichend Übungszeit erreicht wird, darf man den Schüler nicht nehmen.

Ein Unterricht ,der auf bloßes Verstehen eines Prblems und seiner Lösung aus ist, versteh das Wese ndes Lernens nicht.

Zum Lernen gehört immer auch das mühsame Üben. Wenn ich verstanden, welche Noten am Klavier an welcher Stelle zu finden sind, kann ich noch lange nicht Klavierspielen.

Das Üben von mehr oder weniger stupiden Vorgängen ist unverzichtbar, damit man am Ende auch etwas kann.

Ursula
1 Monat zuvor
Antwortet  Supergrau

Selbstverständlich kann ich das aus dem Stehgreif, das gehört zur mathematischen Grundausbildung genau wie schriftliches Multiplizieren, Addieren und Subtrahieren! Außerdem sollten auch der Umgang mit binomischen Formeln und die Berechnung von Dreiecken nach dem Satz des Pytagoras genauso selbstverständlich sein wie die korrekte Bruch – und Prozentrechnung.

Alese20
1 Monat zuvor
Antwortet  Supergrau

Mir geht es genauso. Ich habe sehr oft einen Achja-Moment, wenn ich meiner Tochter über die Schulter schaue.
In meinem Alltag verwende ich eher mein mathematisches Verständnis, als irgendwelche Formel, die ich mal gelernt habe – die sind nämlich seeehr weit hinten in meinem Gedächtnis vergraben, weil man diese kaum anwendet.

Arno Handke
1 Monat zuvor
Antwortet  Supergrau

Wir Älteren brauchen alle Vorlaufzeit, um einen alten Inhalt, den wir mal konnten, wieder ins Gedächtnis zu rufen. Wir schauen es uns nochmal an und erinnern uns dann nach und nach. Wer es aber nie lernte, erinnert auch nichts und kann bestenfalls mit großem Zeiteinsatz “von unten anfangen”.

Curunir
1 Monat zuvor

Das Problem der Bildungsideologen ist, dass sie keine Ahnung von Mathematik haben.

Sie kommen gerade mit einer 4,0 durch Analysis I und jammern dabei den ganzen Tag, dass sie das Gelernte ‘eh nicht brauchen’ (wie ein Fünftklässler, der nicht einsieht, wieso er wissen soll, wo China liegt), aber dann reicht es am Ende doch für eine Promotion in Didaktik.

Dann wird der Frust über die eigene Unzulänglichkeit auf die Mathematik übertragen und es entstehen solche Leerpläne, damit die Kinder bloß nicht intelligenter werden, als man selbst.

Am Ende ist halt Verständnis etwas, das oft erst Monate kommt, NACHDEM man in mühevoller Kleinstarbeit(!) lernt, wie man Symbole manipuliert und das weiß jeder, der mal Mathematik gelernt hat.

Fazit:
Ich bringe meinem Kind lieber selbst Mathe bei und dann kann es ja in der Grundschule Kumbaya singen. Aber die Kinder, die keinen Privatlehrer zu Hause haben, müssen sich damit abfinden, zu “wissen” dass Teilen fair sein muss….

Jürgen Feiler
1 Monat zuvor

Verstehe ich nicht. Wieso soll “stattdessen” das Zahlenverständnis im Fokus stehen? Ja, macht das so, fördert das Verständnis! Wenn diese Basis gelegt ist, ist die schriftliche Division viel leichter zu erklären und das kann als Überprüfung des Lerninhaltes in Klasse 3 eingesetzt werden. Wenn das nicht klappt, war das Lernkonzept falsch und muss wieder zurückgenommen werden. Aber das würde ja bedeuten, dass man das Problem selbst lösen muss, das man verursacht hat. Da ist es ja viel leichter, es an die weiterführende Schule abzugeben und sich der Überprüfung seiner Theorien zu entziehen…

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr

Franzi
1 Monat zuvor

Was sagte meine Oma zu mir? “Mathe lernste, damit de nich übbern Tisch gezogen wirst.”.
Zum Glück hat sie Recht gehabt und wir wohnen nicht in Niedersachsen.

Stefan
1 Monat zuvor

Klar, werden die Schüler mathematisch schwächer, lassen wir halt das Thema weg.

Auch das Abitur wird ja von Jahr zu Jahr leichter. (siehe Flut von 1 er Abis jeder Jahr)
Dann machen wir halt alles noch einfacher.
Eine Schande für die deutsche Bildungspolitik, diese neuerliche Entscheidung.

Marjana Sladojevic
1 Monat zuvor

Die Schule entwickelt sich eben NICHT ständig weiter….sondern seit Einführung kaum bis gar nicht. Obwohl man aus der Hirnforschung schon längst weiß wie es laufen müsste. Es braucht wohl immer Jahrzehnte von Erkenntnis bis Umsetzung.

Canishine
1 Monat zuvor

Auch wir Lehrer lernen in unserem eigenen Tempo.

Ulrich
1 Monat zuvor

Da ich schlecht rechnen kann wünsche ich mir Lehrer und Unterricht der nicht von begeisterten Mathematikern sondern von Menschen die mit Mathe nichts anfangen können. Alles Versagen in Rechnen und Mathe wird von Lehrern mit „da musst du mehr üben“ abgetan. Das einzige was mir geholfen hat ist stures Untereinanderschreiben beim Addieren und Subtrahieren. Was überhaupt nicht hilfreich ist, sind mehrere Rechnenwege wie beim Dreisatz. Meine Tochter hat verschiedene Wege zum Lösen ein und derselben Aufgabe gelernt, mit dem Resultat dass sie nichts davon anwenden kann.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Ulrich

Warum aber sollten Mathematiker Rechenunterricht geben?
Mathematik hat nun aber sogar nichts mit Rechnen im eigentlichen Sinne zu tun.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Das trifft vielleicht für die Uni und für die höheren Klassen zu, aber an Grundschulen und in der SEK I muss auch gelernt werden, wie ich an der Kasse beim Bäcker nicht übers Ohr geauen werde.

Und das hat durchaus mit Rechnen im eigentlichen Sinne zu tun.

Opossum
1 Monat zuvor
Antwortet  Ulrich

In meiner Schule durften wir sehr lange keinen Rechner benutzen (außer in Chemie und Physik), schriftliches Dividieren sitzt deshalb sehr tief im Gedächtnis.

Detlef Stephan
1 Monat zuvor

Nach und nach werden unsere Kinder zu dummen Erwachsenen erzogen . Da fehlen mir echt die Worte !! Mal wieder ein Schritt in die falsche Richtung !

Opossum
1 Monat zuvor

Soll dieser neue Kerncurriculum für alle Schulen gelten oder dürfen private Schulen ausweichen?

TaMu
1 Monat zuvor

Und schon geht die Schere zwischen bildungsnahen und bildungsfernen Familien noch weiter auseinander. Jedes Elternteil, das sich auch schulisch um sein Kind kümmert, wird ihm das „Kochrezept“ mit auf den Weg geben, damit es schriftlich dividieren kann, auch wenn oder auch gerade weil es es mathematisch kein lernbares Verständnis hat. Wenn es sauber untereinander schreiben kann und weiß, in welcher Form schriftlich dividiert wird, also wie das Muster immer auszusehen hat, ist es für die Grundrechenarten auch als völlig mathematikbefreites Kind einigermaßen gerüstet.
Das hängt jetzt wieder allein vom Elternhaus ab.

Stine
1 Monat zuvor
Antwortet  TaMu

Da kommen wir wieder genau zum Thema Bildungsgerechtigkeit… nur wer zuhause zusätzlich “beschult” wird, hat gute Chancen.

TaMu
1 Monat zuvor
Antwortet  Stine

Ja eben. Und genau das sollte doch vermieden werden…

GriasDi
1 Monat zuvor
Antwortet  Stine

Wessen Eltern Wert auf Bildung legen, hat gute Chancen.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  GriasDi

Gibt in der Tat Hinweise, dass die Bildungsorientierung der Eltern einen deutlich stärkeren Einfluss auf die Bildungserfolge der Kinder haben kann als z.B. die Zugehörigkeit zu einer sozialen Schicht.
Solche Hinweise kann man z.B. in den Statistiken von U.K. finden.

Dieter
1 Monat zuvor

Pisa lässt grüßen!
Deutschland verblödet immer mehr!
UNFASSBAR

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Dieter

häääh? Verstehe ich nicht:)

Karsten
1 Monat zuvor

Da wir unsere Spitzenindustrien (Niedersachsen : VW) und sichere Energiewirtschaft rasant wegen der CO2 Vergiftung der Welt abschaffen, brauchen wir in 10 Jahren auch keine hochqualifizierten Facharbeiter, Ingenieure, Handwerker und Naturwissenschaften mehr. Das ganze Zeugs kommt eh aus China(komisch, dass diese Dussel ihre Kinder diese extremen Schriftzeichen lernen lassen…. ) . Wozu also das noch plastische und extrem lernfähige kindliche Gehirn frühzeitig mit schriftlicher Division und Brüchen quälen und neugierig auf die Entdeckung der Welt machen? Problemlösung: Smartphone (dem kann man die Aufgabe diktieren) und ansonsten werden alle progressive und woke antikoloniale Sozialwissenschaftler und Abgeordnete fortschrittlicher Parteien.

Wo ist das Problem?

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Karsten

Warum haben eigentlich all die Produzenten von Dampflokomotiven diese Spitzentechnologie nicht beibehalten, schließlich war der Kesselbau doch technologisch hoch entwickelt? Warum hat die Telekom mittlerweile so gut wie keine öffentlichen Telefonzellen mehr?

Dass sich deutsche Konzerne auf satten Gewinnen der Vergangenheit ausgeruht haben und zu wenig in neue Produkte investiert haben rächt sich jetzt. Vor allem weil kein billiges russisches Gas mehr zur Verfügung steht. Aber für die einseitige Abhängigkeit von einem Gaslieferanten war ja auch ein Niedersachse maßgeblich. Ebenso die Konzentration auf den chinesischen und den US-amerikanischen Markt ist eine fatale Entwicklung gewesen.

Dass der Klimawandel und die demographische Entwicklung ein Problem darstellen, ist so neu ja nun auch nicht mehr. Aber hey, dafür wird ja das vermalledeite “Heizungsgesetz” aka Gebäudeenergiegesetz jetzt abgeschafft – also der Name des Gesetzes -, um dann als Gebäudemoderniesierungsgesetzt, das mit dem Vorgänger inhaltlich fast deckungsgleich ist, eine Wiedergeburt zu erleben. Die Aufweichung des Verbrenner-Aus ist so sinnvoll wie die Optimierung von Fax-Geräten. Aber wozu aufregen – so isset eben in sleepy old Germany.

Und solange die Marge beim Verkauf eines Verbrenners der Oberklasse im Luxussegment höher ist als bei 10 im Inlandsmarkt zu erschwinglichen Preisen verkauften massentauglichen Stromern, wird sich in den Zentralen der deutschen OEM nix ändern und die Produktionskapatzitäten der Marktlage angepasst. Ist halt blöd, wenn man keine Produkte auf Lager hat, die nachgefragt werden. Und die Regierung auch noch falsche Marktanreize setzt. Technologie offen bzw. nach allen Seiten offen sind nur die, die nicht ganz dicht sind.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

“Und die Regierung auch noch falsche Marktanreize setzt. “

Es war nach meinen Informationen allerdings nicht allein die Landesregierung von Niedersachsen. Die anderen 15 MPs haben da schon auch mitgemacht.

siehe z.B. Meldungen wie von table.media

“Aus vom Verbrenner-Aus: Wie die Länderchefs die Bundesregierung unter Druck setzen”

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Nur sind die anders als Nds. Nicht am OEM beteiligt.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Mir ist auch kein anderes Bundesland bekannt, in dem die Bildungsministerin im Aufsichtsrat des größten Automobilherstellers sitzt.

Frank
1 Monat zuvor

Es ist ja nicht so, das sie Kinder das Dividieren nicht mehr lernen. Aus meiner Erfahrung lernt man in Halbschritten eher, das Ergebnis in Kopf abzuschätzen. Das verbessert das Verständnis. Das bei uns gelehrte schriftliche Dividieren ist nicht intuitiv und hat später eher Chancen im Kopf.

Meine Anfängliche Bestürzung “die können nicht mehr Dividieren!” weicht also der Erleichterung, dass das verständlicher Verfahren zuerst gelernt wird.

Alex
1 Monat zuvor
Antwortet  Frank

Das „verständlicher Verfahren“ wurde schon immer vor der schriftlichen Division gelernt.

Schiller
1 Monat zuvor

Dann können Sie gleich die Schulen abschaffen. Gebildete Eltern können ihre Kinder daheim beschulen. Der Rest verblödet.

Schiller
1 Monat zuvor

Die Kinder.brauchen doch gar keine Schule mehr. Sie können doch Google fragen. Oder irgendeine KI. So wird das deutsche Volk verblödet. Dummes Volk= gutes Volk. Nur nicht mehr selber denken müssen. Auch das wird von diesen Verbrechern verboten

Johannes
1 Monat zuvor

Dann kann ja künftig kaum noch jemand aus Niedersachsen in die große Politik. Dort muss man doch mindestens Subtraktion und Division beherrschen – also Wegnehmen und Teilen.

Wolfgang Baumgartner
1 Monat zuvor

Wenn die Anforderungen nicht mehr erreicht werden, machen wir’s eben einfacher. Wenn wir dann bei Null landen, herrscht Gerechtigkeit und jeder schafft seinen Doktortitel.

Saarlaender
1 Monat zuvor

In Zeiten, in denen Politiker mit Milliarden jonglieren, die nicht da sind und den Unterschied zwischen Schulden und Vermögen nicht verstehen braucht man dann überhaupt noch Kommazahlen?
Sollte Kind dann noch selber ausrechnen können, wieviel Vermögen ihm zusteht?
Jetzt müssen wie nur noch die Pisa Tests so ändern,dass wie wieder vorne dabei sind.

Mutti
1 Monat zuvor

Als meine Tochter vor 4 Jahren in die Klasse 5 eines Gymnasiums hier in RLP kam, konnten viele Kinder die schriftlichen Rechenarten nicht. Auch hier delegierten die Grundschulen das an die weiterführenden Schulen. Wiederholen die ja eh!

Mir ist es Wurscht, ob es jetzt das schriftliche Dividieren oder sonst was ist. Mir macht es einfach Angst, dass man vor den Defiziten der Kinder kapituliert, indem man was wegstreicht. Die „Schlechten“ brauchen es vermeintlich nicht mehr zu lernen, die „Guten“ dürfen es nicht mehr lernen. Das ist Bildungsungerechtigkeit in beide Richtungen!

Kleopas
1 Monat zuvor
Antwortet  Mutti

In NRW wird das schriftliche Dividieren schon lange im Bildungsplan für die Grundschule nicht mehr gefordert. Die Frage ist eher, ob es jetzt in Niedersachsen regelrecht erboten werden soll. Eigentlich könnten doch zumindest die besseren Schüler sich mal damit beschäftigen, diejenigen, die sich so viel langweilen.
Und WER genau schlägt solche Änderungen vor? Sind es Lehrer mit dem richtigen Parteibuch, sind es Didaktiker oder Erziehungswissenschaftler?

Anna Maier
1 Monat zuvor

Man weiss nicht, was man sazu noch sagen soll…früher ging es doch auch! Und die grosse Mehrheit der Schüler beherrschte die Dinge zum Ende der Schulzeit. Nun werden die Anforderungen immer weiter abgesenkt und dann noch nicht einmal diese beherrscht, da unzureichend automatisiert. Und weil Eltern nicht ihre eigenen Kinder diesen dummen Ideen opfern wollen, helfen sie zu Hause meist massiv nach, damit diese wenigstens das Minimum können. Bei uns im Dorf kaum jemand, der das nicht macht. Und wo die Eltern das nicht können/wollen, haben die Kinder den Anschluss Ende der 2. Klasse völlig verloren.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor

Der Club der Empörten ist empört…..und wie ich so wahrnehme, stammen die meisten Kommentare zu diesem Thema gerade nicht von Grundschullehrern.
Ich als Grundschullehrerin kann nur Beifall klatschen zu diesem Schritt die schriftliche Division abzuschaffen. Im Gegensatz zu den anderen schriftlichen Rechenverfahren, verschafft die schriftliche Division nämlich überhaupt keine Erleichterung, keine Zeitersparnis, sondern ist kompliziert, nicht besonders logisch und total mühsam zu erlernen.

Und jetzt mal Hand aufs Herz, wer von den Kommentierenden hier hat in letzter Zeit einen Zettel rausgekramt und schriftlich dividiert? Na?
Habe ich keinen Taschenrechner zur Hand, löse ich eine Divisionsaufgabe fix halbschriftlich (also ich notiere mir nur noch Zwischenergebnisse….), während ich durchaus öfter schriftlich multipliziere, addiere oder subtrahiere.

Ich lehne mich mal ganz weit aus dem Fenster und behaupte, dass die halbschriftliche Division, die Einsichten in die Division fördert und logisch ist, reicht völlig aus, die schriftliche Division ist reine Zeitverschwendung auf eine Technik, die den Kindern (und zwar nicht nur den leistungsschwachen) unglaublich viel Mühe macht….
Und wenn wir schon dabei sind, Zeitspannen dürfen auch gerne rausfliegen (also die völlig verkomplizierten), die Hundertertafel und das Tausenderbuch auch (völliger Schwachsinn)…..
Dafür mehr Zeit für Geometrie, mehr Rechenphänome (um die Flexibilität im Denken zu fördern), mehr lebensnahe Aufgaben, mehr produktive Rechenübungen…..

Mika
1 Monat zuvor

Tja, man braucht’s halt bei der Polynomdivision. Aber klar, immer raus damit, was Mühe macht. Bruchrechnung kann auch raus – gibt doch Taschenrechner. Was ein Viertelliter Milch ist und ob der in eine Verpackung mit den Maßen 5x5x15cm passt: egal, Wurscht, braucht niemand wissen.

Wir haben an den weiterführenden Schulen Pläne, die auf dem aufbauen, was laut Rahmenlehrplan nach der Grundschule sitzen sollte. Allerdings sitzt da ganz viel eben nicht, zumindest nicht in den Köpfen der Kinder. Wann sollen wir all das denn nachholen?!

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Ja? Und die Technik der schriftlichen Division gehört dazu? Ich bin erstaunt….und selbst, wenn ich sie ziemlich einmalig bei der Polynomdivision brauche, so ist es trotzdem nicht notwendig, dass man unbedingt in der Grundschule da durch muss, zumal die Grundrechenarten in Klasse 5 ja auch wieder thematisiert werden….da könnte man ja auf der weiterführenden Schule diese Technik für diejenigen lehren, die später dann mit der Poynomdivision konfrontiert werden….
Bruchrechnen ist übrigens nicht grundschulerelevant, obwohl wir das Thema Brüche (was genau ist das) durchaus anreißen….

Mika
1 Monat zuvor

In meinem Bundesland geht die Grundschule bis zur sechsten Klasse: da ist Bruchrechnung durchaus relevant. Allerdings wird das entgegen den Vorgaben im Rahmenlehrplan viel zu oft nur angerissen, wenn überhaupt. Genauso der Umgang mit Zeichengeräten: Parallelverschiebung, Winkel messen: wozu? Ist doch viel zu kompliziert, so nen Winkelmesser richtig anzulegen und den Winkel abzulesen.

Natürlich haben auch die Grundschulen mit fehlenden Vorläuferfähigkeiten zu kämpfen. Die Schlussfolgerung kann doch aber nicht sein: nach mir die Sintflut: sollens die weiterführenden Schulen regeln – ich fahre das „zu schwer? Kann raus! Nur nichts fordern! -Programm“.

Ach, es ist eine Krux und zum Verzweifeln, was aus dem Bildungswesen in D geworden ist.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Umgang mit Zeichengeräten (Parallelverschiebung z. B.) lässt sich auch ganz schlecht an digitalen Tafeln den Schülern demonstrieren. So zumindest meine Erfahrung, aber vielleicht war ich auch einfach zu ungeschickt, zu doof oder zu alt… Ich habe es, wenn keine Kreidetafel mehr vorhanden war, auf einem großen Blatt Papier vorgeführt. Man muss sich nur zu helfen wissen!

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Nee,das geht wunderbar. Endlich können die SuS genau sehen, wie das Geodreieck liegen muss, weil man selbst nicht mehr mit der Hand davor ist. Parallelverschiebung ebenso: ganz wunderbar. Gibt Tools, welche (Geo)Dreieck und Lineal bereitstellen.

Mika
1 Monat zuvor

„ Und die Technik der schriftlichen Division gehört dazu?“

Ja, schriftliche Division gehört in BB in den Rahmenlehrplan der Grundschule, mit bis zu zweistelligen Divisoren.

Das Verfahren legt die Grundlagen, um später auf komplexe Sachverhalte wie besagte Polynomdivision angewandt zu werden.

Ich verstehe, um ehrlich zu sein, Ihr Problem mit der schriftlichen Division nicht. Alle Grundrechenarten sollten meiner Ansicht nach am Ende der Grundschulzeit sitzen, und da gehören die schriftlichen Verfahren dazu.
Okay, Sie können die SuS natürlich so fit machen, dass diese 1321:27 im Kopf rechnen können. Wenn das flächendeckend klappt, verzichte ich gern auf die schriftliche Division.
Was ich jedoch eher befürchte, ist, dass demnächst dann die Subtraktion mit Zehnerüberschreitung aus dem Plan fliegt, weil ähnlich problematisch für SuS.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

In NRW wird lediglich mit einstelligen Divisoren gerechnet und die schriftliche Division muss nicht beherrscht (also sicher ausgeführt werden) werden….im Gegensatz zu den drei anderen schriftlichen Rechenverfahren.
Ich habe kein Problem mit der schriftlichen Division, im Gegensatz zu den Schülern 😉 ….es kostet nämlich ganz bestimmt 3 Wochen (also rund 18 Unterrichstunden) bis diese halbwegs sicher ausgeführt werden kann…..und diese Zeit kann man besser nutzen für andere mathematische Inhalte….
Außerdem stellen Sie die falsche Frage…..diese sollte eher lauten, wofür ist die schriftliche Division nützlich (außer für die Polynomdivision). Die anderen drei schriftlichen Rechenverfahren beschleunigen das Rechnen erheblich, aber das ist bei der Division eben nicht so (zuviele Rechenschritte). Daher ist sie im Alltag auch nicht gebräuchlich…..
Letztlich können Sie nur mit der Kulturtechnik argumentieren…..aber das hielte ich tatsächlich als schwaches Argument….

Mika
1 Monat zuvor

Ich finde die halbschriftliche Variante insbesondere bei großen Dividenden eher sehr vielschrittig und damit unnütz. Sie hat durchaus ihre Berechtigung fürs Kopfrechnen als Zerlegung des Dividenden, sollte dann jedoch nach meiner Ansicht zwingend durch die schriftliche Division ersetzt werden. Letztere ist halt deutlich schneller.

Ich argumentiere nicht mal im Ansatz mit „Erhalt einer Kulturtechnik“ – Erhalt um des Erhaltens willen ist meiner Ansicht nach sinnfrei. Mir geht es darum, dass im Gehirn bestimmte Verknüpfungen angelegt werden, die späteres abstraktes Denken ermöglichen. Diese Strukturen entstehen jedoch nur durch Denken und Fordern und Üben. Weglassen von Herausforderungen hingegen erleichtert Lehrern und SuS zwar den Moment, machts in bestimmten Bereichen jedoch für die Zukunft wahnsinnig schwer – betrachten Sie beispielsweise die Entwicklung räumlichen Denkens.

Mit freundlichen Grüßen,
Mika

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Bitte, dann schreiben Sie mir, wie die Technik der schriftlichen Division im Gehirn zu Strukturen führt?
Die wirklichen Strukturen im Gehirn werden doch durch die halbschriftlichen Varianten der Rechenarten angelegt. Die Flexibilität wird doch durch Rechenstrategien, die die Schüler nutzen können, hergestellt. Ab Klasse 1 spricht man doch über Lösungswege, über Rechenstrategien, fördert dadurch Einsichten. Immer die Frage: „warum ist das so?“, „was fällt dir auf“, „gibt es noch eine andere Möglichkeit“?
Schriftliche Rechenverfahren werden genau zu dem Zeitpunkt angeboten und gelehrt, wenn Einsichten zu Zahlbeziehungen soweit abgeschlossen sind und es dann eine Weile um das fixe Rechnen geht. Nicht umsonst können da dann sehr schwache Schüler glänzen, die einfach die Technik anwenden und eigentlich noch gar keine Einsichten haben….die eine Aufgabe halbschriftlich nur mühsam lösen können….

Ihren letzten Satz unstütze ich ausdrücklich, denn durch das Behandeln geometrischer Themen (vor allem die handelnden) haben viele Schüler Defizite im räumlichen Vorstellungsvermögen, was dann die Kopfgeometrie nahezu unmöglich macht.
Ich bin ganz aktuell wirklich erschüttert über meine letzte Mathearbeit in Jahrgang 3, wo die Eigenschaften von Körpern (Ecken, Kanten, Flächen) abgefragt wurde. Das haben wir wirklich lange und ausführlich (beginnend im ersten Schuljahr sehr sehr handelnd) gemacht und trotzdem las ich in zwei Mathearbeiten, dass Würfel 5 (sic) Flächen haben…..da hätte ich fast geweint…..

Mika
1 Monat zuvor

Sie geben die Antwort auf Ihre Eingangsfrage selbst:

„ Immer die Frage: „warum ist das so?“, „was fällt dir auf“, „gibt es noch eine andere Möglichkeit“?“

Und mit jeder Suche nach neuen Verfahren, jeder Suche nach Effektisierung bei großen Dividenden schaffen Sie neue Strukturen.
„Wie kann man es einfacher, kürzer, effektiver machen?“
Genau das ist der Antrieb.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Dass so vieles nicht sitzt, nehmen wir regelmäßig bei der Einschulung wahr….Stichwort Vorläuferfähigkeiten…..finden wir auch ärgerlich, müssen wir aber mit umgehen und demzufolge schaffen wir den Rahmenplan eben leider auch nicht…..und somit landet das Problem schließlich bei Ihnen…..

Die Lösung kann also nur sein, dass jede Schulform entschlackt, denn keine kann die Vorgaben mehr erfüllen. Das liegt aber nicht an den Schulen, sondern an den Föhigkeiten und Kompetenzen der Schüler……die man aber eben auch nicht einfach ignorieren kann oder mit dem Fuß aufstampfen und rufen: „Es muss aber…“….

potschemutschka
1 Monat zuvor

Hmm, wie wäre es denn, bei den Vorläuferfähigkeiten (Vorschulbildung/Schulreife) anzusetzen? Dann würde die GS evtl. wieder den Rahmenplan schaffen und es müsste nirgendwo “entschlackt” werden? Müssen wir uns damit abfinden, dass immer mehr Kinder nicht schulreif eingeschult werden?

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ja, natürlich! Aber diese Lösung würde einhergehen müssen mit einer Kindergartenpflicht zusätzlich zu den Schulkindergärten (die es übrigens in Niedersachsen gibt….mehr noch, in Niedersachsen gibt es sogar eine flexible Einschulung). Was selbstredend auf einen Schlag extrem viel Geld kosten würde und das Problem würde sich erst mit der Zeit lösen lassen…..
Da ist es doch für Politiker einfacher, gewisse Unterrichtsinhalte wegzulassen…..das gibt es nämlich für lulu……

Brennpunktschule
1 Monat zuvor

Nur einen erweiterten ersten Schulabschluss können die SuS dann nicht mehr erreichen.

Ist ja nicht schlimm, ein erster Schulabschluss ist ja fast unmöglich nicht zu schaffen.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Brennpunktschule

Wegen des Fehlens der schriftlichen Division schaffen die Schüler keinen erweiterten Schulabschluss mehr? Ich bitte Sie….
Ich behaupte mal, dass das sich Besinnen auf das Wesentliche, das Konzentrieren auf Kernkompetenzen in Deutsch, Mathematik und Sachunterricht und das vertiefen dieser, erfolgreichere Schulkarrieren hervorbringen würden.

Arno Handke
1 Monat zuvor

Ist “Besinnen auf das Wesentliche, das Konzentrieren auf Kernkompetenzen” mehr als ein Euphemismus für: wir lernen weniger?

Tom
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Weil man die Polynomdivision auch in der Grundschule braucht? Es geht hier nur um den Grundschullehrplan!
P.S. wann haben sie im Beruf zuletzt ein Polynom dividiert? 😉 Ich (als Naturwissenschaftler) zuletzt, als ich meinem Sohn bei Schulaufgaben in der Sek-II helfen musste.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Tom

Die Grundschule legt die Basis für die weiterführende Schule. Insofern hat der RLP der Grundschule sehr viel mit der weiterführenden Schule zu tun.

Wann ich das letzte Mal ein Polynom faktorisiert habe?
Regelmässig mit meinen Zehntklässlern – da stehts nämlich im Rahmenlehrplan. Und ich mach’s tatsächlich exemplarisch auch mit Neuntklässlern bei der Betrachtung von Polynomen zweiten Grades: macht nämlich Sinn, die Faktorisierierung von Polynomen als Prinzip zur Nullstellenermittlung zu generalisieren.

Canishine
1 Monat zuvor

Das Problem erscheint mir weniger zu sein, ob man die schriftliche Division nun in der Grundschule unterrichtet oder nicht, sondern vielmehr die Begründung, dass man Kindern (wie in anderen Fällen auch) die Mühe ersparen will. Es sei kompliziert, erfordere Subtrahieren und Multiplizieren und sei daher fehleranfällig. Ja und? Dann konzentriert euch, hier gibt es eine schöne Übung dazu!
Das Spannende am schriftlichen Dividieren ist unter anderem, dass es eben gerade algorithmisch funktioniert, ohne dass man zunächst genau verstehen muss warum, wie zum Beispiel Zahlenrätsel und manche Kartentricks. Allerdings wird es im Vergleich mit dem halbschriftlichen durchaus verständlich. Also warum nicht beides lernen?

Karl Heinz
1 Monat zuvor

danke

einmal mehr bilden Sie den hellen Schein im finsteren Wald…

Arno Handke
1 Monat zuvor

Ein Kind, das nicht schriftlich dividieren kann, hat im Gymnasium RLP etwa Mitte der 5. Klasse ein sehr großes Problem. Natürlich wird es etwa 1 – 3 Stunden lang wiederholt, mit größer werdenden Divisoren (bis ca. 100), aber dann müssen wir annehmen, dass es läuft, beschäftigen uns noch ein paar Stunden mit Sonderfällen wie z.B. dass der Divisor bei einer Stelle Null mal in den Rest passt, verwenden Division in Anwendungen. Wer es nicht konnte, engagiert dann am besten die erste Nachhilfe in Klasse 5 … Bitter.

Hannes der Kannes
19 Tage zuvor

Die schriftliche Division, vor allem, wenn man sie gut beherrscht und dann die Kurzform schreibt ist die absolut schnellste und universellste Methode um sauber zu dividieren, egal ob mit oder ohne Komma, ob ich exakt dividieren will oder mit Rest. Alles funktioniert!

Wenn man das Verfahren etwas ausführlicher schreibt, wie man es z.B. beim Herleiten machen würde, erkennt man auch ganz schnell die Logik, bzw. kann die auch ganz gut erklären.

Dividieren ist nicht trivial das ist korrekt, daher gibt es hier auch kein total simples Verfahren. Aber das Verfahren ist standardisiert, es sind immer die gleichen Schritte in der immer gleichen Reihenfolge. Diese Schritte muss man einmal lernen (und im Idealfall auch die Logik verstehen), dann kann man sie stupide immer wieder einfach nur anwenden um Divisionsprobleme zu lösen.

Das sie sagen, das Verfahren sei nicht besonders logisch lässt mich leider zu 100% an ihrer Kompetenz zweifeln und ob sie für diesen Job geeignet sind. Denn das Verfahren ist sehr logisch.
Das Erlernen kostet ein bisschen Mühe, es ist aber auch nicht sonderlich kompliziert. Immer stupide das gleiche Vorgehen. Fürs reine Anwenden braucht es wirklich keinen Gehirnschmalz mehr.

Versuchen sie mal das halbschriftliche Verfahren mit “echten” Zahlen. Meistens hat man hier ja extra Aufgaben, bei denen sich die Zahlen schön zerlegen lassen und die Ergebnisse einem dann schon gleich ins Auge stechen….

Ich hoffe dass sie nie meine Kinder unterrichten werden, also zumindest in Mathe.

Hannes der Kannes
18 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Danke für die Korrektur… ich bin wahrscheinlich als Deutsch Lehrer nicht besonders geeignet 😉

Aber wenn man Mathematik lehren soll und einfachste Verfahren nicht versteht. Also den Sinn dahinter und warum es funktioniert, dann bin ich leider ungeeignet dafür das auch noch anderen beibringen zu wollen/können.

Und wenn das bei so (zumindest für Erwachsene) einfachen Verfahren schon so ist, dann schlummern hier ziemlich sicher noch weitere Logiklücken und Probleme.
Daher geht es hier leider nicht ne Nummer kleiner. Zu anderen Fächern gebe ich hier explizit keine Wertung ab…

GriasDi
1 Monat zuvor

Für das Fach Mathematik ist üben das wichtigste.

Arno Handke
1 Monat zuvor
Antwortet  GriasDi

Nein. Üben ist ein unverzichtbarer Teil, aber nicht das Wichtigste. Die Frage nach dem “Wichtigsten” führt in die Irre, weil sie suggeriert, man könne Teile ohne Not weglassen.

GriasDi
1 Monat zuvor

Bisher wurde es nach sämtlichen “Vereinfachungen” und Streichungen von “nicht gerne unterrichteten” Einheiten alles nur noch schlimmer.
Manchmal kommt das Verstehen erst mit der Übung – aber das wollen viele nicht wahrhaben, denn üben ist ja bäh.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  GriasDi

Was gibt es bei der schriftlichen Division zu verstehen? Die halbschriftliche Division fördert die Einsicht in die Division.
Genau wie alle halbschriftlichen Rechnungen fördert auch diese die Einsicht in den Zahlenraum, den Stellenwert…..die schriftlichen Rechenverfahren kommen als Technik ja nicht zufällig erst in Klasse 3 und 4, davor wird ausschließlich halbschriftlich gerechnet oder Aufgaben werden über andere Rechenstrategien gelöst.

Arno Handke
1 Monat zuvor

Das Besondere an Mathematik als Kulturtechnik ist, dass sie uns in einem Teilgebiet der Wirklichkeit völlig zuverlässige Sicherheit ermöglicht. Dazu gehört das Selber-Rechnen-Können. Schriftliche Division erspart Zeit bei komplexeren Aufgaben. Sie fordert, automatisiert und übt damit die anderen Rechenarten (wie oben mehrfach ausgeführt), sie lehrt einen Algorithmus kennen. Und wenn wir glaubhaft gemacht haben, dass man “im Grunde” nach dem Verfahren jede Division ausführen kann (wenn wir nur genug Mühe hineinstecken), dann sind wir nicht mehr von fremden Autoritäten abhängig, die uns mit Hokuspokus irgendwelche behaupteten Ergebnisse liefern. In einfacher Sprache: Demokraten können schriftlich dividieren.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Sie müssen sich also auf fremde Autoritäten oder Rechenmaschinen verlassen, die Ihnen hoffentlich die Wahrheit sagen oder zuverlässig korrekt arbeiten.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Um mit dem Auto von A nach B zu fahren, muss ich nicht nur wissen, was ich wann zu tun habe, um überhaupt damit losfahren zu können. Ich muss auch den Weg und die StVO kennen, die Straßen- und Wetterdedingungen, den Fahrzeugtyp und vieles mehr beachten.
Den Weg zu kennen, würden Sie vielleicht antworten, braucht man nicht kennen, gibt ja Navi ..
https://www.streetlife.ch/artikel/das-sagen-forscher-zum-blinden-navi-gehorsam#page-content
Ein Abgleich mit der Karte und gewisse geographische Kenntnisse können durchaus helfen, Probleme zu vermeiden.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

„ Die Frage muss doch lauten: Welches Grundverständnis benötige ich, um die Maschine sinnvoll und selbstbestimmt bedienen zu können?“

Die Frage lautet eher: Welches Grundverständnis benötige ich, um das Ergebnis der Maschine auf Korrektheit überprüfen zu können?

Dem letzten Absatz stimme ich vorbehaltlos zu – da widersprechen wir uns überhaupt nicht. Mir wäre es halt wichtig, dass Kürzungen und Erweiterungen der RLP sinnvoll und am besten wissenschaftlich unterfüttert sind.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

“Welchen Sinn macht es für Schüler heute noch, Latein zu lernen – wenn sie mit gleichem Energieeinsatz eine lebendige lateinische Sprache lernen können?”
Da könnte ich jetzt antworten: Der Schüler kann dann mit weniger Aufwand mehrere “lateinische” Sprachen erlernen und versteht auch Fremdwörter seiner Muttersprache besser/schneller und hat Vorteile in verschiedenen Studienrichtungen (Linguistik, Medizin, Naturwssenschaften, Jura, Geschichte… ). Selbst für den Beruf des Gärtners kann man Latein ganz gut gebrauchen 🙂
https://www.wirtschaftspuls-bayern.de/karriere-mit-sprachen-berufe-die-latein-erfordern/)

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Interessehalber: wie haben Sie verifiziert, dass es sich um einen KI-generierten Artikel handelt?
Und bezieht „billiger Artikel“ sich auf das (bei KI dann geringe) Zeilenhonorar oder ist das eine Wertung im Sinne von: „der Inhalt ist nicht viel wert“?

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Sehen Sie, Sie können daher auch keine Demokraten sein 😉 so einfach ist das Weltbild

Ist genau wie „Böse Menschen kennen keine Lieder“…..

Pauker_In
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Unfähig und auch noch stolz darauf?

Opossum
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Ohne was kann man nicht durchs Leben kommen? Was soll in der Schule bleiben, das jeder unbedingt benutzen wird?
Ich dividiere schriftlich ab und zu, um zu kalkulieren, wie viel Geld pro Person wir bezahlen sollen, durchnittliche Zeit pro Aufgabe isw… Es ist teilweise schneller für mich, als das Rechner zu holen.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Demokraten sollten zumindest so einige Grundrechenfertigkeiten und ein gewisses Zahlenverständnis haben. Welche Folgen das mangelnde Wissen hat, konnte man während der Corona-Pandemie sehr gut sehen.
Und selbst manche Akademiker glauben, wenn Sie nicht wählen, weil sie nicht wissen, wen sie wählen sollen, ist das gut. Sie verstehen nicht, dass sie damit Parteien helfen, die sie ganz sicher nicht wollen. Die abgegebenen Stimmen zählen schließlich nur, für das Wahlergebnis. Das musste ich schon mehrfach gebildeten Menschen erklären.
Auch das verstehen so mancher schöner Statistik bekommen viele nicht hin und lassen sich dann blenden.
Dieses “Unverständnis” mathematischer Grundlagen hilft nur den Anti-Demokraten und Menschen, die sich eine 360-Grad-Wende wünschen. 🙂

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Arno Handke

„In einfacher Sprache: Demokraten können schriftlich dividieren.“

You made my day 🙂

Wie Sie meinen…..Ich wüsste übrigens nicht, dass ich bei komplexen Aufgaben (was ist für Sie eigentlich eine komplexe Aufgabe) auf die schriftliche Division zurückgreifen müsste….
Komplexe Aufgaben setzen ein grundlegendes mathematisches Verständnis voraus und sind meist Transferaufgaben….Für diese Art von Aufgaben darf für die grundlegenden Rechnungen de Taschenrechner bemüht werden….alles andere würde auch keinen Sinn machen (da ja gerade nicht abgeprüft werden soll, ob der Prüfling der vier schriftlichen Rechentechniken mächtig ist….

dickebank
1 Monat zuvor

Demokratie ist die Korruption des einen geteilt durch die der anderen

Hannes der Kannes
18 Tage zuvor

Die schriftliche Division kann man genauso wie die halbschriftliche Division hernehmen zum Verstehen warum man das macht.
Der Vorteil der schriftlichen Division ist allerdings, dass es klare Regeln gibt, an denen man sich bei der Anwendung entlanghangeln kann.

Aber da Sie, wie ich Ihrem ursprünglichen Post die Logik des Algorithmus sowieso nicht verstehen, ist diese Erklärung wohl vergebene Liebesmüh…

Jimi
1 Monat zuvor

Ich bin Mathematiker und Vater von 2 Kindern.
Meine Erfahrung ist ganz klar, dass reduzierte Erwartungen nicht zu vertiefendem Verständis führen. Eher umgekehrt.
Mein älterer Sohn hat eine Grundschullehrerin, die immer Abkürzungen genommen hat und komplizierte Konzept auch Mal weggelassen hat. Der jüngere hatte eine Lehrerin der alten Schule, und musste u.a. schriftliches dividieren schmerzhaft und lange pauken. Ratet Mal welches Kind in der weiterführenden Schule leichter lernt.

Sporack
1 Monat zuvor
Antwortet  Jimi

Ich bitte um Auflösung … Ich vermute der jüngere, Aber das könnte auch einfach am “Zweit-Geborener sein” liegen.

Axel
1 Monat zuvor

Wir bilden mittlerweile Kinder aus, die weniger Verständnis von Mathematik haben als der Neandertaler !

Hakima
1 Monat zuvor

Sorry, aber die Verblödung schlägt offenbar inzwischen komplett auf die Ministerien durch. Ich betreue eine Familie mit 5 minderjährigen Kindern in den Klassendtufen 3, 5, 7 und 9. War ich schon in Englisch entsetzt über die vielen dümmlichen bunten Bildchen, bin ich inzwischen bei Mathebüchern nur noch am Kopfschütteln! Die 5.-Klässlerin hat bis heute kein Verständnis für Zahlen, da das Große 1×1 offenbar in der Grundschule nicht geübt wurde und rät bei der schriftlichen Division alles Mögliche zusammen! Was die Zerlegung von 126:6 in 120:6 und 6:6 da erleichtern soll, ist wohl nur dem Eingeweihten zugänglich, erst recht, wenn die Aufgabe 136:6 lautet, also über die Zehnergrenze springt?
Ich frage mich bei all diesen “erleichternden” Maßnahmen immer, wie wir rechnen lernen konnten, zumal mich diese lebensfremden Erleichterungen jedesmal fassungslos werden lassen!

Lehrer Heinz
1 Monat zuvor
Antwortet  Hakima

Über diese “Erleichterungen” können Sie in Deutschland wunderbar promovieren und werden später Prof. für Didaktik. Danach wettern Sie gegen fachliche Inhalte und versuchen diese durch noch mehr Murks zu ersetzen.

Olivet
1 Monat zuvor

Leider sind die Schülerinnen und Schüler noch zu jung um sich in dieser Sachlage selbst verteidigen zu kommen. Aber ehrlich gesagt unterstellt das neue Kerncurriculum den Kindern weniger Intelligenz zu besitzen als alle bisherigen. Denn die, die diese Dinge beschlossen haben, haben so gelernt. Und anscheinend ist ja was aus Ihnen geworden.
Ja, Entwicklung muss und solll es geben, aber man kann auch funktionierende Dinge “kaputt” entwickeln. Deutschland hatte mal eines der besten Ausbildungssysteme der Welt und was die bisherigen Entwicklungen gebracht haben können wir alle sehen.
Wenn wir entwickeln wollen, dann wieder zu einem dreistufigen System hin das funktioniert hat – getreu dem Motto:
Never change a running system!

Sporack
1 Monat zuvor

Halbschriftliche Division als “Notiz-Block” für Kopfrechnung. Okay könnte sein.
https://kira.dzlm.de/arithmetik/halbschriftliches-rechnen/halbschriftliche-division

Aber bei schriftlicher Division muss nur einmal gerechnet werden: Ein unschlagbarer Vorteil für Kinder die langsam rechnen und langsam schreiben.

Ren
1 Monat zuvor

In China ist einfaches Dividieren Stoff der Vorschule. Lehrer haben leider keinerlei Bezug zur Realität und der Konkurenzsituation welcher unsere Kinder ausgesetzt sind . Es sei denn natürlich man wird Lehrer

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Ren

Nur dass es in China keine pflichtige Vorschule gibt und damit auch keine regulierten Inhalte derselben. Von daher würde mich mal die Basis interessieren, auf der Sie hier Ihre Aussage treffen.

Anders gesagt: Sie werden in so ziemlich jedem Land Einrichtungen finden, in welchen Kinder vor Schuleintritt Dividieren lernen – auch in Deutschland.

Mit freundlichen Grüßen,
Mika

Michael Hummel
1 Monat zuvor

An sich finde ich das sehr sinnvoll, nicht alle Kinder die für das reale Leben meist unwichtigen Verfahren aufwendig zu lernen und zu üben, damit sie einigermaßen fehlerfrei beherrscht werden. Mal ehrlich, wie oft rechnet ihr 2347:8 überhaupt, geschweige denn schriftlich und nicht mit Taschenrechner. Es ist teilweise lächerlich, wie manche den Untergang von allem daran festmachen, ob alle Menschen auf diesem Planeten solche sinnfreien Rechnungen durchführen können. Lassen sie mal bei einem heiteren Abend ihre Freunde und Verwandte eine sechsstellige Zahl durch eine dreistellige dividieren und schauen sie mal, wer das hinbekommt. Sowas verlangt man von 9 bis 10 jährigen noch.
Hier zeigt sich mal wieder unser starres Schulsystem, das zu Veränderungen nicht bereit ist. Die Grundlagen solange und intensiv zu üben, dass diese jeder beherrscht ist sehr sinnvoll. Eine dreistellige Zahl so zu zerlegen, dass ich sie in zwei gut lösbare Divisionsaufgaben aufteilen, die ich gut im Kopf lösen kann, ist sinnvoll und braucht für schwächere Schüler schon viel Zeit. Aber natürlich heißt das nicht, dass ein schneller guter Rechner nicht auch in derselben Zeit noch das schriftliche Rechenverfahren der Division erlernen kann, von mir aus auch bis 1000000. Warum muss denn wieder jeder dasselbe machen, obwohl Differenzierung das Wort ist seit etwa 50 Jahren in der Didaktik. Naja, auf der Grundschule sind ja noch alle gleich, erst ab der 5. muss man ja alle schnell voneinander trennen in teilweise noch starre dreigliedrige Schulsysteme. Lasst Menschen unabhängig von ihren Fähigkeiten zusammen leben und lernen erleben, aber fordert und fördert sie nach ihren Fähigkeiten. Davon profitieren alle und es verhindert ein Klassendenken.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Michael Hummel

Ja, die Wörter „Differenzierung“ und „Individuelles Lernen“ sind so schicke Worthülsen, die so geschmeidig über die Lippen kommen.
In einer Klasse mit 25 Grundschülern in einer heterogenen und eventuell noch inklusiven Schule ist dies ein unglaublich hoher Anspruch an die Arbeitskraft der Lehrkraft…..mit den jetzigen Rahmenbedingungen völlig unmöglich….

Mika
1 Monat zuvor

Da stimme ich Ihnen vorbehaltlos zu.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Michael Hummel

Zumindest sollte man aber überschlägig bestimmen können, dass im genannten Beispiel ein Wert kleiner 300 der genauen Lösung nahe kommt. Wer cleverer ist sieht die Differenz in Höhe von 53 und zieht von den 300 noch einmal 7 ab. Für den täglichen Gebrauch reicht das gerundete Ergebnis 293 vollkommen aus.
Aber auch das kann nur annähernd ermitteln, der über die notwendigen basalen Rechenkenntnisse verfügt.

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Michael Hummel

Nach der Logik braucht man Gedichtinterpretationen und das gesamte Fach Kunst überhaupt nicht.

Bei der schriftlichen Division geht es auch weniger um den Inhalt an sich, sondern vielmehr um die Bildung der Gehirnstrukturen, die für die abstrakteren Dinge später in der Schulmathematik erforderlich sind.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Dafür haben Sie bestimmt eine Quelle…..

dickebank
1 Monat zuvor

Öl oder Mineralwasser?

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Am besten beides 🙂

Pädagogische Fachkraft
1 Monat zuvor
Antwortet  Michael Hummel

Es ist einfach großer Unsinn zu behaupten, dass 9-10-jährige Schüler eine schriftliche Division mit 3-stelligem Divisor ausführen müssten! Offensichtlich kennen Sie sich hier definitiv nicht aus. In der Grundschule ist der Divisor ( für Nichtmathematiker: die Zahl hinter dem Divisionszeichen) beim schriftlichen Verfahren üblicherweise einstellig, früher, vor mehr als 30-40 Jahren, war sie maximal zweistellig auf niedriger Höhe (weil das große Einmaleins bis 20 noch gelernt wurde!), aber das kam eher noch in der 5. Klasse vor, in der man das Grundschulwissen wiederholt und festigt, um eine 5. Klasse auf möglichst gleiche Voraussetzungen zu bringen, weil sie oft aus verschiedenen Grundschulen herkommen. Division durch mehr als 2-stellige Divisoren gibt man heute als Aufgaben aber höchstens als Herausforderung an Kinder, die auf sehr hohem Niveau stehen, und die sich auf dem üblichen Level der Aufgaben schlicht langweilen… Und genau die sind es, die in der “einen Schule für alle” massivst benachteiligt werden, weil ihr Potenzial in der Masse untergeht, weil ihre Bedürfnisse nach “Futter” sträflich vernachlässigt werden, wenn man nicht nach Leistungsfähigkeit in verschiedene, jeweils passende Schularten unterscheidet. Alle in einen Topf bringt nur (bestenfalls!) Mittelmaß, keine Spitze hervor!

Jochen Braun
1 Monat zuvor

Konsequenterweise müssen damit auch die Mathebücher neu beschafft werden. Da steckt bestimmt kein Lobbyismus hinter dem neuen Konzept

Keiner Niemand
1 Monat zuvor

Das ist keine Weiterentwicklung der Schule sondern ein Rückschritt! Wenn schriftliche Division kein Thema mehr sein soll, kann man die Multiplikation ja als nächsten Schritt auch gleich streichen und das ist gleich durch ein Rundungszeichen ersetzen?

Heike Thiele-Witte
1 Monat zuvor

Wir waren ein Land der Dichter und Denker, der Wissenschaftler und Forscher, wir sind auf dem besten Weg unsere nachfolgenden Generationen bewusst dumm zu halten. Ich frage mich ernsthaft, welches Ziel verfolgt die Bildungspolitik in Deutschland? Für meine Generation war Leistung ein Ansporn, kein Teufelswerk. Wenn diese Entwicklung fortschreitet, wird es bald keine deutschen Ärzte, Wissenschaftler und Gelehrte mehr geben. Deutschland wird ein Volk der Influencer und nicht ausgebildeten Menschen werden.

dickebank
1 Monat zuvor

Blindleistung.
Und die großen Dichter und Denker waren ebenso vor Ihrer Zeit wie bedeutende Wissenschaftler und Forscher.
Sie gehören definitiv der Generation an, die die Möhre vor der Nase als Motivation akzeptiert hat und ihr hinterher gesagt sind, die nicht verstanden hat, dass der Exportüberschuss Folge des niedrigen Gehaltniveaus gewesen ist.

Tom
1 Monat zuvor

Ich frage ehrlich, wer nach der Schule jemals wieder die schriftliche Division benutzen musste! Im Beruf sicher nicht. Und hier gilt auch nicht: “Na wenn man mal den Taschenrechner nicht parat hat!”. Oder trauert hier tatsächlich noch jemand dem schriftlichen Verfahren zum Berechnen beliebiger Wurzeln nach, dass wurde nämlich auch mal gelehrt. Wenn ständig neue Lerninhalte hinzukommen, muss man sich auch mal von Altem trennen. Neue berufliche Herausvorderungen verlangen nach neuen Kompetenzen, dazu zählt sicher nicht das stupide Ausführen von Algorithmen. Das gibt zwar Sicherheit, auch wenn man sonst nicht viel verstanden hat, hilft aber nicht, wenn kreative Lösungsstrategien gefragt sind.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Tom

Oh, meine SuS sind extrem kreativ in ihren Lösungswegen. Das Problem ist, dass vielen von ihnen die Kompetenz fehlt, mittels korrekt angewandter Algorithmen zu prüfen, ob der von ihnen gewählte Lösungsansatz korrekte Ergebnisse liefert…

Lehrer Heinz
1 Monat zuvor
Antwortet  Tom

Also meine Schüler nutzen immer wieder die schriftliche Division, wenn sie im Abitur ohne Hilfsmittel rechnen müssen. Wer die Bruchrechnung nicht beherrscht, versucht immer mit Dezimalzahlen zu rechnen. Zukünftig bleibt dieser Weg dann eben verschlossen.

Sepp
1 Monat zuvor

Das es ja “nur” um eine Änderung im Kerncurriculum geht, habe ich mal eine Frage an die Grundschullehrkräfte hier:
Wie vollgestopft ist die Mathematik bei Ihnen?

Das Kerncurriculum stellt ja die absoluten “Mindestanforderungen” dar. Im Chemie KC der Sek II hatten wir regelmäßig irgendwelche Änderungen, Stoffklassen wurden gestrichen, kamen dann doch wieder rein etc.
Wo es sinnvoll ist, unterrichtet man aber im Zweifelsfall die Inhalte einfach weiter und geht über diese reinen Mindestanforderungen hinaus.
Ist das in der GS bspw. beim schriftlichem Dividieren möglich? Oder sind die Pläne zu voll dafür?