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“Etwas weniger Disziplin”: Wie eine ukrainische Lehrerin den deutschen Schuldienst erlebt

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SIEGEN. Als Inna Kotliar vor drei Jahren aus Charkiw fliehen musste, ließ sie nicht nur ihr Zuhause, sondern auch ihren Beruf als Lehrerin zurück. Heute steht die 45-Jährige in Nordrhein-Westfalen wieder vor einer Schulklasse – dank eines besonderen Qualifizierungsprogramms.

“Noch nicht gut genug”: Inna Kotliar (links) zusammen mit Programmkoordinatorin Inga Schmalenbach. Foto: Carsten Schmale / Universität Siegen

Vor drei Jahren hat Inna Kotliar ihr Zuhause verloren. Ihr Zuhause in Charkiw. Sie floh zusammen mit ihrer Tochter aus der Ukraine nach Deutschland. In Olpe, im Sauerland, fanden sie eine kleine Wohnung. Dort fühle sie sich sehr wohl. Aber das Wort „Zuhause“, das wählt Inna Kotliar erst, als sie von der Schule erzählt. Dort sei ihr alles vertraut. Seit einigen Monaten darf die 45-Jährige wieder Lehrerin sein. Noch ist sie als Praktikantin an der Sekundarschule Olpe-Drolshagen. Aber es ist der erste Schritt, um in Deutschland unterrichten zu können.

Ermöglicht wurde ihr das durch das Programm „LehrkräftePLUS“ an der Universität Siegen, das am Zentrum für Lehrkräftebildung und Bildungsforschung durchgeführt wird. Das Qualifizierungsangebot richtet sich an zugewanderte Menschen mit und ohne Fluchthintergrund, die in ihrem Heimatland bereits als Lehrer*in gearbeitet haben. Das Programm gibt es seit 2020 und wird neben der Universität Siegen auch an den NRW-Unis Bochum, Bielefeld, Duisburg-Essen und Köln angeboten.

Inna Kotliar hat in der Ukraine Informatik und Physik an einem Gymnasium unterrichtet. Gerade mit dieser Fächerkombination ist sie an deutschen Schulen sehr gefragt. Voraussetzung, um hier unterrichten zu können, ist aber zunächst der erfolgreiche Abschluss des einjährigen Programms, bei dem sprachliche, pädagogisch-didaktische, fachdidaktische und interkulturelle Kenntnisse vermittelt werden. Am Ende gibt es ein Zertifikat. Das Zertifikat ist die Eintrittskarte für das Anschlussprogramm „Internationale Lehrkräfte Fördern (ILF)“ der Bezirksregierung Arnsberg, in dessen Rahmen die Teilnehmer*innen schon als Lehrerin bzw. Lehrer arbeiten und das dauerhafte Perspektiven an Schulen in Nordrhein-Westfalen eröffnet.

„In der Schule in Deutschland achtet man sehr auf die Entwicklung des sozialen Verhaltens und das finde ich sehr wichtig“

Inga Schmalenbach ist die Koordinatorin des Programms an der Uni Siegen und kennt Inna Kotliar seit der ersten Bewerbungsrunde. Das Auswahlverfahren ist nicht leicht, denn es gibt etwa vier bis fünfmal so viele Bewerber*innen wie Plätze. Ein entscheidendes Kriterium für die Aufnahme sind die Deutschkenntnisse. Klare Standardsprache, eingestuft als sogenanntes B1-Niveau, muss es mindestens sein. „Im Programm wird weiter an der Sprache gearbeitet mit Vertiefungsmöglichkeiten im Fachgebiet“, so Schmalenbach.

Inna Kotliar spricht ausgezeichnet Deutsch. „Aber es ist noch nicht gut genug“, meint sie selbstkritisch. Als Lehrerin müsse sie perfekt sprechen, um den Kindern ein Vorbild sein zu können. Deshalb vermeide sie, mit den Schülerinnen und Schülern, die auch aus der Ukraine kommen, in ihrer Sprache zu sprechen. „Das hilft uns nicht weiter“, meint Inna Kotliar. „Wir müssen Deutsch lernen, das ist das Wichtigste.“

Dass sie mit ihren vielen Jahren Berufserfahrung im Klassenzimmer nun wieder beobachtet und geprüft wird, findet sie nicht schlimm. „Ich bin froh, dass ich nicht nur eine Mentorin hatte, die ich im Unterricht begleiten konnte und die mir zu meinem Unterricht Rückmeldung gegeben hat, sondern dass sie mich auch in vielerlei Hinsicht unterstützt und mir das Gefühl gegeben hat, dass ich auf dem richtigen Weg bin.“

Schule in der Ukraine und in Deutschland sei nicht so verschieden, meint Kotliar. In der Ukraine werde Informatik allerdings schon aber der zweiten Klasse unterrichtet und vielleicht sei man im Punkt Disziplin etwas strenger. „Aber in der Schule in Deutschland achtet man sehr auf die Entwicklung des sozialen Verhaltens und das finde ich sehr wichtig.“ Der Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen bedeute ihr viel. „Und ich arbeite einfach gerne mit Kindern. So kann ich die Zukunft mitgestalten.“

Inga Schmalenbach hat keine Zweifel, dass Inna Kotliar ihren Weg zurück in den Schuldienst erfolgreich meistern wird. „Bei Fächern wie Informatik und Physik, aber auch bei Mathematik und Chemie rufen die meisten Schulen hurra. Die Kompetenzen der Lehrkräfte, die aus dem Ausland zu uns kommen und sowohl fachliche als auch didaktische Erfahrungen mitbringen, sind sehr gefragt.“ News4teachers 

 

Bildungsminister rechnet damit, dass ukrainische Familien in Deutschland bleiben

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Unfassbar
1 Monat zuvor

Nach dem, was ich von den ukrainischen Schülern über Schule in ihrer Heimat gehört habe, ist „etwas weniger Disziplin“ stark untertrieben. Sie waren erstaunt, was sich deutsche Schüler erlauben dürfen und deutsche Lehrer dulden (müssen).

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Das höre ich auch von den “Omas” meiner russisch-ukrainischen Community. Die schütteln ständig den Kopf darüber was in der Schule und auch schon in der Kita ihrer Enkel so los ist. Sie fragen mich ständig: “Eto normalno w Germanii?” (Ist das normal in DE?). Es fällt mir dann immer schwer, ihnen das zu erklären 🙂

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Das sieht man schon in den erstaunten Gesichtern der ukrainischen Kindern…..

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Wissen die ukrainischen Renter:innen so gut über die dortige Schulpraxis bescheid, wie die deutschen?

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall
  1. sind deren Kinder und sie selbst noch dort zur Schule/Kita gegangen, einige Enkel bis vor kurzem noch (kamen erst nach Kriegsbeginn hierher – und erlebten einen “kulturnij shok”)
  2. haben sie dort noch Verwandte/Bekannte mit Kindern und einige, die dort als eErzieher/Lehrer tätig sind/waren

Außerdem erlebte ich auch selbst noch Schüler aus Russland/Ukraine und führte Gespräche mit den Eltern. Da kam auch oft die gleiche Frage: “Eto normalno w Germanii? Potschemu?”

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

“sind deren Kinder und sie selbst noch dort zur Schule/Kita gegangen”
Und in dieser Zeit hat sich nichts geändert? Bemerkenswert!

“Außerdem erlebte ich auch selbst noch Schüler aus Russland/Ukraine und führte Gespräche mit den Eltern.”
Natürlich haben Sie das.

Aber vielleicht bilden Ihre Nachhilfeschüler bzw. Ihr Bekanntenkreis vor Ort doch nicht die deutsche Schullandschaft ab, dass man Ihr Bild mit dem (empfundenen) anderer Bilder in irgendeinerweise vergleichen könnte?
Doch erzählen Sie mir gerne von den sehr vielen Bekannten – über beide Länder und Schulssysteme repräsentativ verstreut – die Ihre Meinung zufällig schon immer sagten.
Aber sagten sie es gestern schon seit immer? 😉

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Übrigens geht es im Artikel und der Diskussion hier um Disziplin und Respekt (nicht allgemein um Schulpraxis). Und genau das ist es, was diese Menschen nicht verstehen – diese mangelnde Disziplin in den Klassen und Respektlosigkeit (auch von Seiten mancher Eltern) gegen Lehrer und Erzieher.
Naja, andere Länder, andere Sitten. 🙂

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

“Übrigens geht es im Artikel und der Diskussion hier um Disziplin und Respekt”
Achja, die insbesondere wurden letztes Jahr abgeschafft (augenroll)

Aber Respektlosigkeit ist garantiert ein neues Problem…
https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr-wdr/afd-jugend-generation-deutschland-gruendung-100.html
Oder vielleicht ziehen wir das seit 80 Jahren hinter uns her?
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/afd-einstufung-verfassungsschutz-102.html

Hm… Könnten die Menschen, die erst seit gestern im Land sind, doch nicht an allen Problemen schuld sein?
Naja, die Baseballschlägerjahre betrafen Sie ja nicht persönlich, da war die Welt noch in Ordnung.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Was dürfen die sich bei Ihnen im Sportunterricht herausnehmen, was in der Ukraine undenkbar wäre?

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich unterrichte zum Glück nicht Sport und bezog mich auf die Disziplin im Klassenraum.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Ich hätte schwören können, dass Sie Sport lehren. Entschuldigen Sie bitte.

Was war in ukrainischen Klassen möglich, was Ihnen in Deutschland nicht möglich ist?
Vielleicht kann Deutschland hier an best praxis etwas Konkretes lernen? 🙂

mathea kühnel
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Genauso habe ich es auch erlebt.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  mathea kühnel

Was erzählten die Schüler:innen, was Lehrkräften in der Ukraine möglich wäre, in Deutschland aber nicht?
Da es sich meines Wissens um ein gewöhnliches Bildungssystem in Europa handelt, ließe sich da vielleicht etwas aus den Erfahrungen gewinnen, die Sie gewonnen haben 😉

S.B.
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Und diese paar deutschen Schüler und Lehrer sind jetzt stellvertretend für ganz Deutschland? Ich kenne auch umgekehrt ganz andere Fälle.

potschemutschka
1 Monat zuvor

Passend dazu las ich gerade folgenden Artikel:
https://www.fr.de/panorama/strategien-koennten-altmodisch-erscheinen-lehrerin-mit-klarer-ansage-an-schueler-zr-94102480.html
@Redaktion – vielleicht ist das auch einen Artikel (zur Diskussion) hier bei n4t wert?

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

– Anwesenheitskontrollen [Eintragung bei Verspätung]
– Bei 45 “gesammelten” Minuten -> Nacharbeit -> Terminvorgabe mit Absprache Eltern/Kollegium [bestenfalls feste Kollegiumszeit dazu bspw. Freitag 13 Uhr – 13:45 Uhr]
– Kenntnisnahme über diese Regelung an alle Eltern [Kollegium sowieso]
– Bezahlung der rotierenden “Nachholzeit” als Abdeckung

Kann das so funktionieren? Warum nicht?
Das Problem ist nur, dass potentiell (einige) Eltern das dann als “private Nachhilfe” gerne (versuchen) zu verwenden … Aber auch das kann man durchaus lösen.

Also somit wären Lehrer-Arbeitszeiten dann abgedeckt, da bezahlt.
Zudem hätte man einen “Grobplan”/Richtwert mit Abklärung und Kenntnis.
Die Eltern, Kollegium und SuS können sich darauf einstellen.

Glauben Sie, dass dadurch einige SuS(/Eltern) motiviert wären, pünktlicher zu kommen? Ich bin mir da recht sicher …

Tigrib
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Mach ich so, aber schon bei 15 gesammelten Minuten ist man freitags dran. Wirkt!

Ulla
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Das ist doch völlig unrealistisch. Wir haben sowieso schon zu wenig Lehrerstunden. Und bezahlt würden solche Stunden sowieso nicht.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Ulla

Auf struktureller Ebene? Da haben Sie durchaus oft recht.
Mitunter systemisch so und zusätzlich Schulleitungssache.

Auf persönlicher/individueller/kollegialer Ebene? Doch.

Warum?
Glauben Sie mir … Sooo oft muss man das normalerweise gar nicht “durchführen” [je nach “Clientel”] und hat damit deutliche Stressreduktion und langfristig ebenfalls ggf. Reduktion von Aufwand [Eintragungen, Kommunikation, “Diskussionen”, Grenzstreckung usw.].

Muss man halt abwägen für sich und überlegen ob und in welchem Rahmen das so gemacht werden kann.
Auch hier … Stellt sich Kollegium [wird es normal nicht] und/oder Schulleitung entgegen ist das eben ggf. ein “Kampf”. Das ist mir klar.
Aber meiner Erfahrung nach stellt sich das Kollegium [je nach Clientel] hier eher doch auf die eigene Seite, da auch diese davon langfristig profitieren.
Rest soll sich halt – auf Warnung – dann auch alles gefallen lassen und hat [je nach Clientel] immer diskussionen, resigniert und/oder lässt sich auf’n Kopf/auf der Nase rumtanzen. Auch okay.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Ulla

“Und bezahlt würden solche Stunden sowieso nicht.”
Stimmt! Aber Geld ist nicht alles. Mir war es das wert, denn die Verhaltensänderung bei den Schülern, wenn man das konsequent durchgezogen hat, war für mich unbezahlbar! Das unterrichten war danach meist für längere Zeit einfacher und machte allen Beteiligten mehr Spaß (weniger Störungen, ruhigere Lernatmosphäre…)

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Da dürfen Sie nicht mich fragen. Ich habe den Artikel nicht geschrieben. Aber vielleicht können Sie ja die Lehrer im Artikel dazu mal interviewen?

Ich könnte dazu nur folgendes sagen:
In meinen beruflichen Anfangsjahren gab es keinen Ganztags-Unterricht und die Schule war für meine Schüler mit den Öffis oder zu Fuß erreichbar (Öffis fuhren in regelmäßigen, relativ kurzen Abständen). Nacharbeiten war somit problemlos möglich, nicht nur bei Zuspätkommen, auch bei nichterledigten HA, oder aus anderen Gründen. Die Eltern wurden über diese “Möglichkeit” immer am anfang des schuljahres informiert und damals fanden die das auch in Ordnung (gerecht). und bezüglich der Arbeitszeit der Lhrer: da hat man ein- maximal zweimal eine Stunde seiner Zeit geopfert und die Schüler hatten dann kapiert, dass ihr Verhalten Konsequenzen hat. Das hielt dann meist längere Zeit vor. Es war ja auch die Freizeit der Schüler betroffen. 🙂
Also, lieber als Lehrer mal eine Stunde opfern, als ein Schuljahr lang sich rumärgern – war zumindest meine Devise. Nebeneffekt: es sprach sich unter den Schülern rum, wenn/ob ein Lehrer konsequent handelte. 🙂 Bei hartnäckigen Fällen, leisteten Kollegen auch mal “Amtshilfe”, wenn sie selbst schon, wegen eines “Nachsitzers” länger blieben, konnte man auch noch einen Schüler eines anderen Kollegen dazu setzen.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

“Da dürfen Sie nicht mich fragen. Ich habe den Artikel nicht geschrieben.”
Aber verlinkt. Oder teilen Sie Sachen, denen Sie nich trauen bzw. die Sie nicht kennen?
*Hauptsache die eigene Meinung bestätigen…?*

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Welche Medien können Sie mir denn genau empfehlen?
Welche Zeitungen/Zeitschriften lesen Sie denn so? Witz!
(Mit “lesen” meine ich: vollständig und sinnerfassend!)

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Welche, von denen Sie sich auf Nachfrage nicht distanzieren, wären ein Anfang 😉

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Oh, Moment!
Ich las jüngst etwas auf einem Nachrichtenportal in Deutschland: “Schule in der Ukraine und in Deutschland sei nicht so verschieden, meint Kotliar. In der Ukraine werde Informatik allerdings schon aber der zweiten Klasse unterrichtet und vielleicht sei man im Punkt Disziplin etwas strenger. „Aber in der Schule in Deutschland achtet man sehr auf die Entwicklung des sozialen Verhaltens und das finde ich sehr wichtig.“”

Wie seltsam, dass Sie zufällig auf einen Artikel stießen, dessen Meinung Sie garantiert nicht teilen, aber zufällig dem Artikel widerspricht…

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Sie haben schon den ganzen Kommentar gelesen? Mensch Rainer …

Potschemutschka hat doch darauf gezielt, dass sie (?) nicht für den verlinkten Beitrag bzw. dessen Persönlichkeiten sprechen kann. Da muss man diese fragen. Logisch.

Ihre (?) Perspektive hat sie dann im Folgenden ergänzt und darauf Bezug genommen.

Wo ist denn hier wieder Ihr Problem dabei? Sie ziehen wieder nur den einen Satz raus ohne Kontext… Wird das Ihnen nicht langsam etwas zu doof? Durchschaut doch sowieso jeder und jede inzwischen. Lassen Sie das doch und gehen auf den Gesamtkommentar ein.
Soll Poschemutschka denn die verlinkten Personen anschreiben oder anrufen … Man man man.

Ihre (?) Meinung ist doch deutlich ersichtlich. Und “in andere Menschen” kann auch sie (?) nicht blicken … Natürlich könnte sie (?) “vermeintliche Meinung” dazu schreiben oder sich etwas erfinden, wie diese das konkret umsetzen … Ohne das zu belegen oder gar zu wissen. Also im Prinzip wie Sie oftmals … Kann man aber auch offensichtlich einfach lassen und darauf hinweisen.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

“Potschemutschka hat doch darauf gezielt, dass sie (?) nicht für den verlinkten Beitrag bzw. dessen Persönlichkeiten sprechen kann. Da muss man diese fragen. Logisch.”

Und ich fragte, warum sie DIESE Quelle dann verlinkt und keine andere.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Weil sie den Artikel zu dem Zeitpunkt eben gelesen hatte? Steht doch 1:1 so da.
Dazu hat sie eben die Redaktion gefragt, ob das einen Artikel (zur Diskussion) Wert wäre?

Aus welchen Gründen auch immer.

Wenn Sie mal die Glubscher aufmachen würden und etwas lesen …. Dann wäre das echt nicht allzu schwer rauszulesen. Das steht tatsächlich GENAU SO da.
Sie verblüffen mich immer wieder auf’s Neue …. Warum lerne ich einfach nicht dazu und hau meinen Kopf gegen den Tisch bei Ihren “Nachfragen”.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Verlinken Sie auch immer Artikel, deren Meinung Sie nicht teilen? 😉

Naja, nach einem abgeschlossenen Arbeitsleben und ihren vielen Nachhilfeschüler:innen wird sie wohl eines Tages etwas Gutes schreiben, was nicht den Unrechtstaat DDR zu relativieren versucht. Daumendrück 🙂

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Absolut richtig.

Es ist zudem begründbar. Also rechtskräftig – wenn eben so gehandhabt, dass es begründbar und rechtskräftig ist. Keine “Allgemeinstrafe/Kollektivstafe” – Nutzen aufzeigbar [ist er – verpasster Stoff, Erziehungsauftrag – dazu gehört auch Grenzen und Konsequenzen, sowie Pünktlichkeit und soziale Gemeinschaft].

Die Kommunikation ist hier das A und O. Auch der rechtlichen Seite. Transparenz. “Einwilligung” ist hier gar nicht mal so als Primärfaktor. Die Eltern und Kinder haben sorge zu tragen und die Verpflichtung, dass dies nicht geschieht. Und das muss klar sein. Die Folgekonsequenz wäre dann eben ggf. Abholung. Und hier haben wir einen Mehrfachhebel, welcher dementsprechend auch wirkt.

Gerade beim Faktor “Freizeit” bekommt man auch häufig eher “schwierigere SuS/Eltern”. Diese wird dann eben als Kompromiss der eigene Zeit/Kollegiumszeit [bestenfalls bezahlt] selbst mit gestaltet und “geopfert”. Dafür, dass das Fehlverhalten [und das ist es (dann/ja)] sanktioniert wird.

Und ja … Pädagogisch darf und kann man es sehr gerne diskutieren und kritisieren.
Jedoch ist die Alternative ein immenser Zeiteinsatz von Fachpersonal [Psychologen, Psychater, Soz.-Päds, Klassenleitung usw.], damit man an einige [nicht alle] Kids “rankommt”. “Juckt sonst nicht”.
Und wenn man diesen “uns” zur Verfügung stellt … Go for it.
Ansonsten ist das eben ein Mehrfachhebel, welcher einfach tatsächlich “im Methodenkoffer” ist/wäre und wirkt.
Muss man prinzipiell auch gar nicht gut finden. Muss man auch nicht machen … Braucht sich dann allerdings unter bestimmten Rahmenbedingungen auch nicht wundern, dass “die machen, was sie wollen”. Das ist dann eben die Folgekonsequenz oftmals. Insbesondere eben ohne gute Rahmenbedingungen.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Danke!

unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Besonders die Busfahrtzeiten und damit der deutlich längere Heimweg dürften lehrreich sein. Die Lehrerinnen aus dem Artikel tun sich das selbst an, weil sie hoffen, dass das nach ein paar lehrreichen Erfahrungen nicht mehr notwendig ist.

Grundschulrefi
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Haben wir denselben Artikel gelesen? In dem verlinkten Artikel geht es um die Maßnahmen zur Förderung der Disziplin zweier belgischer Lehrerinnen. Nach KI schreit der Artikel mir jetzt nicht so wirklich. Ich bin etwas verwirrt.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

“Welche Lehrerinnen?”

Gemeint sind vermutlich

Kim Vermeirssen von der Leraarskamer van Vlaams-Brabant en Brussel

und  Brigitte Beeckman von der Antwerpse Leraarskamer. 

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

“…ein flott mit KI zusammengeschusteter Text….”
Bitte begründen/belegen Sie diese, Ihre Meinung (Unterstellung?)!

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Wieso? War am Gymnasium meiner Kinder Gang und Gäbe…..wer störte oder zu spät kam, durfte am Mittwoch Mittag (kurzer Tag für alle Schüler) nachsitzen….Busfahrzeiten hat da niemanden interessiert, denn der Schüler hatte eben selber Schuld…..und konnte dann sehen, wie er nach Hause kam….
Ist übrigens vom Schulgesetz §53 NRW legitimiert…..

Ein Mindestmaß an Disziplin ist schon wünschenswert, fällt aber offenbar nicht vom Himmel….
Das A und O erscheint mir das passende Classroommangement

Und mit Lemov kennt sich @blau ja bestens aus, so oft wie er/sie davon schreibt…..(nach einigen Videos bin ich auch ganz angetan davon…..)

Karo
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

An meiner Schule (Gemeinschaftsschule im gebundenen Ganztag 8.00h – 15.45h) erfolgt das Nachsitzen freitags ab12h (Schulschluss) bis 13.10h unter Aufsicht von zusätzlichen Fachkräften.
Diese zusätzliche beaufsichtigte Stunde gibt es nicht nur für Verspätungen sondern auch für versäumte Lernzeitaufgaben.
Die Eltern unterschreiben dies und andere Regeln bei der Anmeldung ihrer Kinder.
Wir Lehrer haben in dieser Zeit Teamsitzung/Dienstbesprechung u.ä.
So gibt es kein Problem mit zusätzlicher Arbeitzeit.

Friesennerz
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

In Berlin gilt, Verspätungen werden notiert und insgesamt auf dem Zeugnis vermerkt. Da das kaum jemanden juckt, gilt neuerdings, dass ab der 3. Verspätung morgens eine ganze Stunde als Fehlstunde eingetragen werden soll. Diese ganzen Fehlstunden werden dann zusammengerechnet, 6 ergeben einen Fehltag. Bei 5 Fehltagen kann eine Schulversäumnisanzeige gestellt werden. Das kann teuer werden. Für die Eltern.

Soweit die neue Theorie. Die Praxis ist allerdings anders. Je bemerke nicht, dass irgendjemand das wirklich macht. Schon alleine das Zusammenzählen der Fehlstunden (wegen Verspätung) macht niemand, scheint mir, weil man da gar nicht den Überblick hat.

Ja und dann muss man ja immer klären, warum jemand zu spät kam und prüfen kann man praktisch nie, ob es stimmt, wenn jemand sagt, der Bus fiel aus. In der Theorie soll man sich erkundigen, alles angeblich online herausfindbar, aber wer macht sich denn diese Arbeit?

“Nacharbeit” ist aber auch aus anderen Gründen möglich, z.B. nicht gemachte Hausaufgaben. Man muss nur die Eltern informieren. Deren Zustimmung ist nicht erforderlich. Kommt das Kind nicht zur Nacharbeit, gilt dies ebenfalls als schwänzen.

Friesennerz
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Hinzufügen möchte ich noch, dass seltsamerweise dieses Vorgehen bei Verspätung nur morgens zur 1. Stunde gilt, obwohl Schüler oft auch im Laufe des Schultages zu diversen späteren Stunden zu spät kommen.

Und auch ein Großteil der Lehrer kommt zu ihren Stunden zu spät. Die gehen erst los, wenn es schon zur Stunde geklingelt hat und wenn der Weg weit ist, kommen sie auch erst 3,4,5 Minuten nach Stundenbeginn an und die Kinder spielen bis dahin “wilde Sau” im Klassenraum und dann müssen sie ja auch erstmal auspacken, für Ruhe sorgen, begrüßen.

Das sind die deutschen Zustände heutzutage. Warum dürfen Lehrer ständig zu spät kommen?

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Friesennerz

Das “dürfen”Lehrer, weil es eine unsterbliche Metaregel gibt, egal wie versifft und verunkrautet ein Regelsystem ist: Oben hat mehr Privilegien als unten.

Wenn also SuS ständig zu spät kommen (was sie faktisch dürfen, da es keine Konsequenzen hat und niemanden stört) – dann dürfen das Lehrer auch.

Persönlich achte ich extrem sorgfältig darauf, niemals ohne dienstlichen und ***schriftlich dokumentierten Grund*** zu spät zu sein, und sei es auch nur eine Minute.
Denn dies wäre ein leicht nachweisbarer Verstoß.

Lampedusa
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Bei uns ist es wie bei den Schülern. Es wird ständig angemahnt. Aber es passiert nichts, wenn es nicht eingehalten wird. So wird es weiter nicht eingehalten.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Was ist das Knack-Magazin?

Grundschulrefi
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Nach einer kurzen Google-Suche hab ich herausgefunden, dass es sich um eine belgische Zeitschrift handelt, die auf Flämisch erscheint. Passt ja dementsprechend auch zu belgischen Lehrerinnen.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Grundschulrefi

No way! Ich habe aber ehrlichgesagt weiterhin keine Idee, was für ein Magazin das seien soll…

Ich weiß ja, welche Nachrichten Potschemuschka sonst so liest :/
(https://uebermedien.de/106963/die-berliner-zeitung-zeigt-verstaendnis-fuer-autokratien-wieder-einmal/)

Administrator
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Let me Google that for you:

Direkt von Wikipedia:

Knack ist eine belgische wöchentlich erscheinende Zeitschrift.

Das Magazin, bei dessen Gründung im Jahr 1971 das Time Magazine und Der Spiegel Vorbilder waren, erscheint wöchentlich Mittwochs in flämischer Sprache. Es wird von der Roularta Media Group N.V. herausgegeben.[1]

Politisch gilt Knack als links ausgerichtet.[1]

In 2019 betrug die Auflage 102 000 Exemplare.[1]

War das denn so schwer?

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Sorry! Es hat etwas gedauert, aber jetzt glaube ich zu verstehen, woher Ihre Verwirrung rührt. Kindheitserinnerungen und Ihre Leseschwäche haben Ihnen einen Streich gespielt.
Es handelt sich in meinem link nicht um das “KnaxMagazin” der Sparkasse (für Kinder), sondern um das belgische “Knack.- Magazin”. LOL!
https://www.sparkasse.de/ueber-uns/knax.html
https://de.knowledgr.com/08420940/Knack(Zeitschrift)

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Für diese Dauer hätte ich etwas Schlagfertigeres erwartet.
Naja, immerhin machten Sie – und andere Medien – sich die Mühe (im Ausland) die Meinung von zwei Lehrkräften zu finden, welche Sie in Deutschland wohl nicht ausbuddeln konnten 😉

Aber da es eh nicht Ihre Meinung widergibt – warumauchimmer Sie dann diese Meinungen heraussuchten – können wir diese zwei Personen, in Belgien, mit einem anderen Bildungssystem, deren Meinung wir nicht teilen ja in aller Ruhe vergessen

Friesennerz
1 Monat zuvor

Wenn sie diplomatisch “etwas weniger Disziplin” sagt, lässt das darauf schließen, dass sie eigentlich “viel weniger Disziplin” meint. Allein das Wort “Disziplin” ist doch heutzutage schon verpönt in Deutschland und macht dich verdächtig.

Die Folgen erleben viele Lehrer tagtäglich, aber ein bisschen sind sie auch selber daran schuld, denn niemand zwingt uns, all diese Disziplinlosigkeiten hinzunehmen. (“ein bisschen” ist auch diplomatisch ausgedrückt)

Götz
1 Monat zuvor

Die ukrainischen Kinder an meiner Schule waren komplett außer Rand und Band, denn sie kamen mit dem hier üblichen Laissez faire überhaupt nicht zurecht.

unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Götz

Während meines gesamten Schullebens als Schülerin und als Lehrerin traf ich nirgends auf “hier übliches Laissez faire”.

Von welcher Schulform in welchem Bundesland schreiben Sie ?

unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  unverzagte

Sie sind damit aufgewachsen und kennen daher echte Autorität nicht — oder nur vom Hörensagen. Vielleicht war das an Ihren Schulen als Schülerin oder Lehrerin auch nicht notwendig.

Unverzagter begegnet bin.
1 Monat zuvor
Antwortet  unfassbar

Was soll an meiner Schule nicht notwendig gewesen sein?
Laissez faire hat niemand vermisst bei uns.
Falls Sie aber glauben, wir hätten nur zahme SuS: Auf einem meiner Elternabende nahm die Polizei teil, aufgrund hoher täglich stattfindender Gewaltdelikte. Ich habe mehr als einmal darüber ausführlich berichtet, mit welchen Methoden ich diesem Haufen an aggressiven, teilweise gestörten Jungen konsequent und letztlich effektiv begegnet bin. Leider brachte mir das den Ruf ein, mit schwierigem Klientel umgehen zu können, so dass sämtliche Kreaturen mit extrem originellem Verhalten bei mir landeten, was schließlich zum sog. burnout führte.

Lampedusa
1 Monat zuvor
Antwortet  unverzagte

Ich möchte antworten, denn ich kenne Sie und Ihre Art von Kommentaren nur zu gut. Wie soll Götz Ihre Frage beantworten? Welche Schulform, welches Bundesland. Sie versuchen zu verharmlosen und schönzureden. Wie Sie es immer diesbezüglich getan haben.

Natürlich ist das eine individuelle Frage. Schön für Sie, wenn Sie Ihre Schüler im Griff haben. Geben Sie Erfahrungen ab, sagen Sie anderen, wie Sie das machen. Viele können es nicht. Sie wollen, aber sie können nicht.

Ich möchte sagen, die Hälfte meiner Kollegen und Kolleginnen steht Unterrichtsstörungen nahezu ohnmächtig gegenüber. Da herrschen schlimme Zustände. Die meisten stören sich auch daran. Die wollen das nicht. Die finden das nicht gut und nicht modern. Aber sie kriegen es nicht hin.

Warum? Das kann ich Ihnen nicht einmal sagen. Uns allen stehen die gleichen Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen zur Verfügung. Mir scheint es doch sehr oft eine Frage des Auftretens zu sein. Diese Kollegen sind oft zu nett, aber sie ruhen sich auch darauf aus, nett zu sein. Sie wollen beliebt sein. Sie scheuen die Konflikte (mit den Schülern und mit den Eltern). Sie gehen maximal zum Klassenlehrer und beschweren sich und der soll dann machen, dass das Kind sich in ihrem Unterricht benimmt. Ich sage, wer so vorgeht, hat schon verloren.

Das “Laissez faire” ist das oben Beschriebene. Man könnte es auch Inkonsequenz nennen im Umgang mit Störungen. Viele machen nichts oder nichts Wirkungsvolles, meckern nur, jammern nur, beschweren sich beim Klassenlehrer und oft genug sagen sie nicht mal was. Die können anscheinend gar nicht “böse” werden. Die haben Angst davor. Die ziehen das nicht durch. Und die Kinder danken es ihnen nicht, die tanzen ihnen auf dem Kopf herum.

Ja, Götz hat Recht und Sie wollen alles nur unter den Teppich kehren. Nur so ändert sich nichts.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Lampedusa

Interessant, dass ich Ihren Kommentar unter diesem Nick hier erstmalig lese, während Sie mir schon im ersten Satz üble Behauptungen unterstellen. Unter welchem Namen schrieben Sie denn bisher?
Wenn andere Erfahrungen vorliegen, dann können diese Ihrer werten Meinung nach alle anderen „ unter den Tisch kehren“? Wie kommen Sie dazu, meine neutrale Sicht zu bewerten, nur weil Sie Ihnen nicht passt? Und was bitte verharmlose ich, wenn ich mitteile, dass ich es schlicht nicht kenne? Ihre Interpretation bezieht sich wenig bis gar nicht auf meine Aussage, stattdessen haltlose Verunglimpfungen.

Ihr nächster Absatz verdeutlicht, dass Sie meine Beiträge hier offensichtlich nie gelesen haben. Gern gab und gebe ich bewährte Ideen zum Unterrichtsgeschehen weiter. Was für eine Ignoranz zu äußern, ausgerechnet ich würde in diesem Kontext etwas „schön reden“, was soll sowas ?

„laissez faire“ bezeichnet übrigens einen Leitungsstil, der bewusst nicht eingreift ,auch nicht in störende Interaktionen. Sich nicht durchsetzen k ö n n e n , ist vielmehr mangelnder Autorität geschuldet.

Ellenbogen
1 Monat zuvor
Antwortet  unverzagte

Hatten Sie etwa die ganze Zeit über schon Heimunterricht/Home-Office? PetraOWL lässt grüßen.

Unverzagter begegnet bin.
1 Monat zuvor
Antwortet  Ellenbogen

Nee, wie kommen Sie denn auf sowas?

Götz
1 Monat zuvor
Antwortet  unverzagte

Naturwissenschaftlich-technologisches Gymnasium, Bayern

Unverzagter begegnet bin.
1 Monat zuvor
Antwortet  Götz

Förderschule und Gymnasium habe ich als Lehrende nur von außen erleben können.

S.B.
1 Monat zuvor

Merkt man.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Götz

Dann sollten Sie sich ggf. von Kolleg*innen beraten lassen, wenn Sie den Eindruck haben Ihre Klasse wäre außer Rand und Band…

Oder haben Sie von den Kindern bzw. von sich ganz heiße Tipps für andere Lehrkräfte, wie die Kinder (bei Ihnen) disziplinierter arbeiten? 😉

Gänsebraten
1 Monat zuvor
Antwortet  Götz

Naja, was heißt zurechtkommen? Die sehen, dass man sich hier als Schüler vieles erlauben kann, was in der Ukraine wohl undenkbar wäre oder klar sanktioniert werden würde. Die passen sich an und nutzen den neuen Freiraum gnadenlos aus.

blau
1 Monat zuvor

Informatik ab Kl 2. Ein (Wunsch-)Traum!

Sporack
1 Monat zuvor
Antwortet  blau

Ohne richtiges Lesen und Schreiben ….
Vielleicht wird Einführung in Grammatik dann im Informatik-Untericht gemacht – dann muss sie nicht im “Deutschunterricht” beigebracht werden.

Chomsky-Hierachrie und “technische Pen&Paper-Umsetzung durch endliche Automaten, Kellerautomaten, linearbeschränkte Automaten, Turing-Maschine … alles kinderleicht.

Schreibe einen deutschen Satz, der von dieser Turing-Maschine akzeptiert wird.

Papperlapapp
1 Monat zuvor

Ich habe während der ersten Zeit des Krieges, als wir ukrainische SchülerInnen als “Sammelschule” aufgenommen haben, genau das Gegenteil erlebt. Ständiges Schwätzen, zu spät kommen oder gar nicht erscheinen, und auch sonst überhaupt nur wenig Interesse an schulischen Dingen. Ich glaube, es lag daran, dass man damals noch glaubte, bald wieder zurückkehren zu können.

Lampedusa
1 Monat zuvor
Antwortet  Papperlapapp

Kommt es nicht immer auf den Lehrer drauf an, ob der sowas zulässt. Deutsche Schüler bzw. einheimische verhalten sich doch nicht anders, wenn man sie lässt.

Gänsebraten
1 Monat zuvor
Antwortet  Papperlapapp

Weil die gewöhnt sind, dass ein Lehrer sich durchsetzt und hier erleben, wie es leider bei so manchem über Tische und Bänke geht. Da verlieren die jeglichen Respekt vor diesen deutschen Lehrern.

Ute Spangenberger
1 Monat zuvor

Da gratuliere ich der Kollegin. Ich (Deutsche), wurde nie eingestellt, was in den 80er Jahren total normal war. Wir durften umschulen oder aufs Arbeitsamt gehen. Stundenzahl wurde gekürzt. Erbärmlich. Es musste ja gespart werden, natürlich bei der eigenen Bevölkerung. Das Geld wurde auch damals schon in die Welt rausgeblasen. Danke Deutschland! Und nochmals alles Gute für die Kollegin aus der Ukraine.

Lampedusa
1 Monat zuvor

Mit Verlaub. Das scheint mir ein Grundproblem deutscher Mentalität zu sein: Der Staat ist dafür da, jedem Menschen einen möglichst großen Wohlstand zu sichern. Er hat verschiedene Aufgaben, eine davon ist eher, für Ausgleich zu sorgen – auch im Interesse der Wohlhabenden, damit sie nicht Opfer der Benachteiligten werden. (usw.)

Sie vergleichen Äpfel mit Birnen, denn in den 1980er Jahren gab es einen Lehrerüberhang. Man kann diskutieren, wie der Staat mit den zu vielen Lehrern umgeht. Er hätte ja auch für kleinere Klassen sorgen können. Aber eine Verpflichtung des Staates dafür gibt es nicht. Niemand hat ein Recht, in seinem Beruf eingestellt zu werden, wenn es keine freien Stellen gibt. Klingt eher nach DDR, aber da gab es das sicherlich auch nicht. Man hört eher, es gab da Stellen, die nicht gebraucht wurden, nur um Menschen einzustellen, damit keiner arbeitslos ist.

Heute haben wir Lehrermangel. Da nimmt man zur Zeit, wen man kriegen kann. Da wären Sie mit Kusshand genommen worden. Abschluss egal, Hauptsache bestanden.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Lampedusa

“…Klingt eher nach DDR,…”
Also das mit dem Lehrer- und Erziehermangel eher nicht. Und an Lehrer- oder Erzieherschwemme kann ich mich in der DDR auch nicht erinnern. Es gab ja die böse Planwirtschaft – anhand der Geburtenzahlen und dem vorausberechenbaren Renteneintritt der Lehrer und Erzieher konnte man planen – Studienplätze gab es dann auch entsprechend dem berechneten Bedarf. Und da das Studium kostenlos war und der Staat Stipendium zahlte, wurden die Absolventen dann (für ca. 5 Jahre) dahin geschickt, wo Bedarf war.
Es hat eben alles so seine Vor- und Nachteile. 🙂

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

“Vom formalen und vom materialen Rechtsstaatsprinzip blieb folglich in der DDR nichts übrig. Kennzeichnend für ihr Regime war vielmehr die Herrschaftspraxis eines Unrechtsstaates, nämlich staatliche Willkür und eine politische Tendenzjustiz. Viele Bürger der DDR haben sich darauf damals instinktiv eingestellt und ihren Unmut über die herrschenden Zustände nur im privat vertrauten Kreis geäußert, wo sie sich sicher wähnten vor Nachstellungen und Bespitzelungen. Der Rückzug in private Lebenswelten öffnete Wege, sich den Zumutungen und zumal der – gefahrvollen – offen kritischen Auseinandersetzung mit dem System zu entziehen. So wird erklärbar, was eigentlich widersinnig erscheint: Wo die DDR vornehmlich als Erinnern ihrer privatisierten Alltagsseiten fortlebt, verblasst häufig die Unrechtsnatur des Systems.”
(https://www.bpb.de/themen/deutsche-einheit/lange-wege-der-deutschen-einheit/47560/die-ddr-ein-unrechtsstaat/)

Aber Sie fühlten sich da wohl und störten sich höchstens an der Planwirtschaft – wie gut für Sie 🙂

Susanne M.
1 Monat zuvor
Antwortet  Lampedusa

Man sollte sich vielleicht doch überlegen, ob bei Daseinsfürsorge wie es Bildung ist, der ” Schweinezyklus” der sinnvollste Weg ist

Lampedusa
1 Monat zuvor

Korrektur: Der Staat SEI dafür da……. bzw. einfach: Der Staat ist nicht dafür da…

mathpi
1 Monat zuvor

Meine ukrainischen Kids sind in Mathematik alle überdurchschnittlich gut und lachen über die Aufgaben 🙂 Irgendwas machen die Lehrkräfte wohl anders in der Ukraine… vielleicht mehr Yoga? /s

Babuirgendwo
1 Monat zuvor

Seltsam. Ich bin viel an Grundschulen und habe erlebt, dass gerade ukrainische Jungs machen was sie wollen und praktisch keinen Respekt und Disziplin kennen.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Babuirgendwo

Dass Disziplinlosigkeit an deutschen Schulen scheinbar eher toleriert wird als in der Ukraine, scheint ja auch die Lehrerin im Artikel so wahrzunehmen.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

“auch”?

Haben Sie etwa eine Meinung zum Thema? 😀

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Klar. Zum Beispiel die Meinung dass die Hautfarbe überhaupt nichts damit zu tun hat und wer wie weiter unten solche Parolen schwingt :

“Ist es die Hautfarbe? “

besser mal einen Blick in Art 3 Abs 3 GG oder § 1 AGG werfen sollte.
Die Bitte um links können Sie sich aber aus bekannten Gründen sparen.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Babuirgendwo

Dafür gibt es mMn. verschiedene Gründe::

  1. fast alle Kinder nutzen es aus (testen), wenn sie plötzlich keine der vorher bekannten Grenzen spüren
  2. man will dazu gehören, also macht man was die anderen tun (man will ja kein Langweiler/Streber… sein, wenn man schon mit der Sprache zu kämpfen hat), also passt man sich an die Gepflogenheiten an und orientiert sich an den “Kraftmeiern” der Klasse – auch eine Form der integration
  3. einige gingen sicher davon aus, es ist nur eine kurze Zeit für sie hier in DE und sie hatten viele emotionale “Baustellen” gleichzeitig zu bewältigen, dann dreht man schnell mal frei
Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Wo sehen Sie da einen Unterschied von Flüchtlingskindern aus der Ukraine von solchen mit anderer Hautfarbe?
Ist es die Hautfarbe? 😛

Susanne M.
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Man muss auch gelernt haben, mit Freiraum umzugehen. Wenn das in der Ukraine weniger der Fall war, sind die Schüler erst einmal orientierungslos..Je nach Charakter führt Verunsicherung zu Störungen.

Gänsebraten
1 Monat zuvor
Antwortet  Babuirgendwo

Das dürfte eher daran liegen, dass ukrainische Kinder, die eher eine im Auftreten autoritäre (aber dabei durchaus liebevolle) Lehrperson gewöhnt sind, in Deutschland auf, ja, wie soll man das nennen, “beliebt sein wollende Mutti-und-Vati-Lehrer” treffen, die sich nicht trauen, auch mal böse zu werden, geschweige denn zu bestrafen, falls sie überhaupt dürfen (das kommt ja noch hinzu). Das merken die ganz schnell. Die sehen ja, was um sie herum passiert.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Gänsebraten

Das wäre dann Punkt 4 meiner möglichen Gründe. Danke, da ist was dran. Vielleicht können andere Foristen noch mehr ergänzen?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Wie sieht also die Unterrichtspraxis in der Ukraine aus?
Was machen die Konkret bei dem beobachteten Respektlosigkeiten, was Lehrkräfte in Deutschland zurückschrecken lässt? 😛

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Gänsebraten

Krasser Vorwurf an die Lehrkräfte in Deutschland, sie wären ALLE zu sehr auf Beliebtsein aus… :/

Schlimm, dass ukrainische Kinder sogar nichts auf die mehrheitlich “normalen” Lehrkräfte geben…

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Babuirgendwo

Ist wohl am Ende so aussagekräftig wie die Einzelbetrachtung der Kollegin im Artikel

GBS-Mensch
1 Monat zuvor

Vor Ausbruch des Krieges hatte die Ukraine ein BIP per capita, das hinter dem Albaniens lag.
Da hat wohl auch alle Disziplin nicht geholfen. So ein empirischer Realitätscheck hilft gelegentlich.
Insofern finde ich es irritierend, wenn hier die Lösung ausgegeben wird:”Von der Ukraine lernen, heißt siegen lernen.”

Mir sind in den letzten Jahren natürlich auch viele ukrainische Kinder untergekommen. Dass diese besonders diszipliniert seien, ist mir nicht aufgefallen.
Aufgefallen sind mir aus der Gruppe die Systemsprenger aus dysfunktionalen Familien.
Und bei uns herrscht durchaus noch ein gewisser authoritärwr Zug (jedenfalls würden andere es vielleicht so beschreiben) ggü. Kindern oder Familien, die aus der Reihe tanzen. Kontrollverlust gibt es hier (noch) nicht.

Auch die ukrainischen Nichtkinder zeichnen sich nach meiner Beobachtung nicht sonderlich durch disziplinierte Lebensführung aus.
Auch hier hilft ein empirischer Realitätscheck:
Nach vier Jahren sind (ich glaube, müsste nachlesen) 39 Prozent der erwerbsfähigen Ukrainer in irgendeiner Form von Erwerbsarbeit.
Auch da scheint es mit der “Disziplin” nicht so weit her zu sein.

Ich erinnere mich noch an die Kinder, die nach der Wende aus dem Osten in unsere Klasse kamen. Von denen waren tatsächlich viele (auch nicht alle) einen Zacken disziplinierter und folgsamer und besser in Schönschrift und solchen Sekundärtugenden.
Offensichtlich hatte es auch der DDR nicht geholfen.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Oh nein, ich habe das Wichtigste vergessen!

Was ist schlimmer als Verlieren?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Einfach traurig.
Alle röhren Ihre völlig undifferenzierten und undurchachten Wünsche nach Disziplin (also wieder wie “früher”) in dem Raum, als wäre die Ukraine jahrelang der goldene Gral des Bildungssystems gewesen – ohne anscheinend nur einen Punkt benennen zu können, WAS sich konkret ändern müsste.

Im Ernst, WENN jemand etwas Konkretes hat, raus damit! Wenn es am Ende auf Lehrkräftemangel, zu große Klassen, zu wenig Zeit und mehr Unterstützungsbedarf hibausläuft, wären wir wenigstens einen Schritt aus dem Luftschloss heraus und – möglicherweise – vor Forderungen an die Politik, anstelle die (schlechte) Politik zu entschuldigen, die Schulen nicht für das 21. Jahrhundert auszurüsten -__-

heinz
1 Monat zuvor

Ich würde mal sagen, mit der Hälfte der Ukrainischen Flüchtlingskinder haben wir tatsächlich auch große Probleme. Wenn die Dame im Interview sagt, dass es “etwas weniger Disziplin” gibt dann darf man nicht vergessen, dass sie sich noch ein einer Prüfungssituation ist, sie meint vermutlich, dass es hier kaum Disziplin gibt.

Ich denke die ukrainischen Kinder missvertehen unsere Art von Strenge als Schwäche oder als nicht vorhandene Authorität und ebenso die Eltern. Da kommen Kinder jeden Tag zu spät oder machen jeden Tag ein paar Stunden blau oder die Eltern rufen einfach mal während des Unterrichts an (vor dem Handyverbot). Es gab da schon ukrainische Eltern, die locker 20 Emails und etliche Einladungen von mir erhalten haben und dann nie gekommen oder einfach mal ne Stunde zu spät gekommen sind (Wenn ich nicht mehr konnte) oder sowas.

Das Ende vom Lied war bisher immer, dass die Kinder, wo es so lief am Ende der Förderung unsere Schulform verlassen mussten …. dann war das Geheule auf einmal immer groß, die Eltern wussten ja vorher angeblich von nichts.

Bevor man mich jetzt missversteht: Ich helfe übrigens JEDEM ukrainischen Kind über die Maßen hinaus mit Gesprächen, zusätzlichem Material und allem … das ist nur leider bisher alles nie angenommen worden und Kriegserfahrungen gab es angeblich auch nie welche, so dass ich auch dort nicht helfen und weitervermitteln konnte.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  heinz

“Schule in der Ukraine und in Deutschland sei nicht so verschieden, meint Kotliar. In der Ukraine werde Informatik allerdings schon aber der zweiten Klasse unterrichtet und vielleicht sei man im Punkt Disziplin etwas strenger. „Aber in der Schule in Deutschland achtet man sehr auf die Entwicklung des sozialen Verhaltens und das finde ich sehr wichtig.“”
Viellicht missverstehen Sie die Dame einfach, da Sie ihr weitgehend widersprechen und unterstellen, zu untertreiben/ zu lügen?

“Bevor man mich jetzt missversteht: Ich helfe übrigens JEDEM ukrainischen Kind über die Maßen hinaus mit Gesprächen, zusätzlichem Material und allem … das ist nur leider bisher alles nie angenommen worden […]”
Zu viel Fühli-Fühli Ihrerseits, hm? Schon peinlich, dass Sie gerade die Hälfte der ukrainischen Schüler*innen gewuppt bekommen und sich gleichzeitig aufspielen, anderen etwas von Disziplin erzählen zu können ^^