
Dennoch blieb der Anteil der Privatschülerinnen und -schüler im Zehn-Jahres-Vergleich weitgehend konstant, wie aus den Daten hervorgeht. So ging im Schuljahr 2024/25 – wie in den Jahren zuvor – knapp ein Zehntel (9 Prozent) der Kinder und Jugendlichen, welche allgemeinbildende Schulen besuchten, auf Privatschulen. «Diese Konstanz ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Privatschulen durchschnittlich kleiner als die öffentlichen sind und die Schließungen von öffentlichen Schulen häufig durch Vergrößerungen der verbliebenen öffentlichen Einrichtungen ausgeglichen wurden», erklärten die Statistiker.
Anteil der Privatschüler in Mecklenburg-Vorpommern am höchsten
Am höchsten war der Anteil von Privatschülerinnen und -schülern in Mecklenburg-Vorpommern: Laut den Angaben gingen im vergangenen Schuljahr 13 Prozent der Kinder und Jugendlichen, welche dort allgemeinbildende Schulen besuchten, auf Privatschulen. Vergleichsweise hoch war auch der Anteil in Sachsen (12 Prozent) und Bayern (11 Prozent). Am niedrigsten war er in Schleswig-Holstein (6 Prozent), Niedersachsen (6 Prozent) und Hessen (7 Prozent).
Wie aus den Daten hervorgeht, besuchten ausländische Schülerinnen und Schüler deutlich seltener eine Privatschule. «Während 4 Prozent der ausländischen Schülerinnen und Schüler an einer allgemeinbildenden Privatschule unterrichtet wurde, lag der Anteil bei deutschen Schülerinnen und Schülern bei 10 Prozent», hieß es.
Privatschulplatz kostet im Schnitt 2.042 Euro pro Jahr
Oftmals muss für einen Platz an einer Privatschule Schulgeld gezahlt werden. Laut den Angaben wurde im Jahr 2021 für rund 599.000 Kinder und Jugendliche in der Lohn- und Einkommensteuer Schulgeld geltend gemacht. Dieses lag im Schnitt bei 2.042 Euro jährlich. News4teachers / mit Material der dpa
Immer mehr Privatschulen – Eltern zahlen im Schnitt 2.000 Euro jährlich









Funfakt:
Parteien (und eine Lehrergewerkschaft), die “Eine Schule für alle!” fordern, kämpfen stärker gegen kostenfreie Real-, Haupt- und Förderschulen als gegen teure Privatschulen.
Funfact:
Parteien (und eine Lehrergewerkschaft), die “Eine Schule für alle!” fordern, kämpfen stärker gegen kostenfreie Real-, Haupt- und Förderschulen als gegen teure Privatschulen.
und da wird online-Unterricht gelebt!
Jeder hat tablets, jedeer arbeitet auch digital und es gibt moderne Konzepte.
Wenn man die Schulstatistik bei uns im Bundesland betrachtet , wäre der Anteil der Schüler*innen mit Migrationshintergrund an den staatlichen Schulen a. 6 mal höher als an reformpädagogischen Schulen in freier Trägerschaft.
Würde mich auch nicht wundern, wenn dort auch Kinder aus sozial-benachteiligten und bildungsfernen Haushalten unterrepräsentiert wären.
Der Anteil bildungsferner Familien beträgt logischerweise 0%. Nur die Eltern, denen Bildung wichtig ist, werden die zusätzliche Kosten für eine Privatschule tragen.
Es wird ja vermutlich absichtlich bei dem Thema suggeriert, es handle sich ausschließlich um Familien, die sich im Bentley von einem Chauffeur durch die Welt kutschieren lassen. Die Familien die ich kenne, haben einen gepflegten 10 Jahre alten Golf Variant vor der Tür oder fahren Mazda. Das sind nicht die sogenannten “Reichen”, sondern Menschen die ihren Kindern bestmögliche Bildung bieten wollen, weil sie an den Erfolg durch Bildung glauben.
“Eine Schule für Alle” ist in der Tat eine gute Werbung für die Privatschulen. Das ist ungefähr so attraktiv wie das Auto für Alle in der DDR.
Nicht zwingend. Es gibt auch bildungsferne Menschen an katholischen Schulen und bildungsferne Menschen mit viel Geld an sehr teuren Ergänzungsschulen.
Ich bin vor 10 Jahren aus dem staatlichen System ausgestiegen, weil ich die grottige Umsetzung der Inklusion nicht ertragen habe: Ich wurde meinen Ansprüchen und denen der Eltern, Schüler und Grundschullehrern nicht mehr gerecht, als ich an drei (!) Schulen in insgesamt 15 (!) Klassen Schüler inklusiv unterrichten sollte.
Jetzt arbeite ich an einer inklusiven privaten Grundschule. Wir sind im Unterricht immer doppeltgesteckt (= zwei Lehrer*innen!) und haben zusätzlich noch eine FSJl-Kraft immer in der Klasse. An unserer Schule sind interessanterweise die Förderkinder fast alle über das Schulamt bei uns, d.h. die Kosten trägt das Sozialamt, da eine adäquate Beschulung in der Inklusion nicht möglich ist bzw. bereits gescheitert ist (es geht hierbei vor allem um Schüler im Bereich Sozial-emotional) und eine Förderschule als Alternative nicht mehr existiert, da diese im Zuge der Inklusion geschlossen wurde, obwohl es einen hohen Bedarf gibt. Von daher fangen wir Privatschulen auf, was das staatliche System nicht kann.
” Wir sind im Unterricht immer doppeltgesteckt (= zwei Lehrer*innen!) und haben zusätzlich noch eine FSJl-Kraft immer in der Klasse.”
Dann vermute ich mal, dass Sie der These wenig abgewinnen könnne, eine gute Lehrkraft könne in 20er-Klassen ebenso gut unterrichten wie in 40er ?
Genau, dieser These konnte ich im staatlichen System schon wenig abgewinnen und sehe jetzt ganz praktisch jeden Tag, was alles möglich ist, wenn man nicht ganz alleine in einer Klasse ist! Es tut einfach allen gut: Nicht nur, kann Kindern, die Unterstützung brauchen, diese auch einfacher gegeben werden. Und Unterstützung bekommen so auch wirklich alle Kinder, denn wir haben auch Zeit, um fittere Kinder zu unterstützen und weiterführende Aufgaben anzuleiten. Außerdem ist einfach Zeit da, wenn es Konflikte in der Pause gab oder wenn ein Kind aus anderen Gründen Redebedarf hat (weil das Haustier gestorben ist, es Stress zu Hause gibt, etc). Eine Lehrkraft kann ungestört unterrichten, während die andere Lehrkraft für solche Dinge Zeit hat.
Wer solche Thesen verkündet, hat offensichtlich nie selbst unterrichtet oder sich mal wirklich ernsthaft mit Unterricht beschäftigt und ernsthaft hospitiert (ich meine damit nicht die “Hospitationen”, wenn ein Politiker mal für 10 min in einer Klasse weilt und dann wieder geht und erklärt, er wisse aus der Praxis, wie es läuft!)
Es nervt mich sehr, dass ich für solche Bedingungen an eine Privatschule gehen musste. Solche Bedingungen sollten der Standard in jeder Schule sein!