
Nach dem Fund eines fehlerhaften Werbe‑Lineals der Polizei durch einen Berliner Schüler im Dezember 2025 hat sich gezeigt, dass auch weitere Lineale des Herstellers ungenau messen. Wie ein Sprecher der Polizei auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, wurden bei einer stichprobenartigen Kontrolle weitere fehlerhafte Lineale entdeckt.
Der Hersteller sei unmittelbar nach dem Hinweis informiert worden. «Zum Zeitpunkt der Mängelfeststellung waren die Gewährleistungsansprüche bereits verjährt», erläuterte der Sprecher. Rechtliche Schritte gegen die Werbemittelfirma seien daher nicht mehr möglich. Das Unternehmen erstattete der Polizei laut dem Sprecher jedoch aus Kulanz eine pauschale Summe. Über die Höhe machte er keine Angaben.
Drei Millimeter zu viel
Im November 2023 hatte die Polizei 10.000 Lineale mit Verkehrszeichen angeschafft, die ab 2024 bei Veranstaltungen verteilt wurden. Kosten: rund 3.500 Euro. Einem Schüler war aufgefallen, dass das 15-Zentimeter-Lineal gar keine 15 Zentimeter lang ist. Die «Bild» hatte berichtet, dass das Polizei-Lineal drei Millimeter zu viel misst. Im Dezember 2025 wies die Polizei alle betroffenen Dienststellen an, die restlichen Lineale nicht weiter zu verteilen.
Interne Konsequenzen gibt es ebenfalls: «Bei möglichen zukünftigen Bestellungen werden die Lineale bei der Lieferung entsprechend nachgemessen», erklärte der Polizeisprecher. Werbemittel sollen im Zuge des Verkehrsunterrichts und bei Präventionsveranstaltungen an Schulen weiterhin verteilt werden. News4teachers / mit Material der dpa
Polizei verschenkt ungenaues Lineal an Schulen – Schüler ertappt sie








