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CDU weist Spekulationen zurück und will „Schule der Zukunft“ weiterentwickeln

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MAINZ. Kurz vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz positioniert sich die CDU zur umstrittenen Reforminitiative „Schule der Zukunft“. Anders als vielfach vermutet, stellt die Opposition das Projekt nicht grundsätzlich infrage – verbindet ihre Unterstützung jedoch mit klaren Bedingungen.

Am Wochenende wird in Rheinland-Pfalz gewählt. Foto: Shutterstock / Mahmoud Mahdi Photo

Die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion, Jenny Groß, erklärte gegenüber News4teachers: „Es gibt weder im aktuellen Wahlprogramm noch in den bisherigen Debatten oder Stellungnahmen einen Beschluss oder Überlegungen, das Projekt ‚Schule der Zukunft‘ zu beenden.“ Die CDU setze sich vielmehr „für eine konstruktive Weiterentwicklung“ ein.

Diese solle sich daran orientieren, ob Innovationen im Schulalltag tatsächlich tragfähig seien. Ziel sei es, „Erforderlichkeit, Machbarkeit und Wirksamkeit von Innovationen“ zu prüfen – „im engen Dialog mit denen, die tagtäglich Schule leben“, so Groß.

Zugleich wandte sich die CDU gegen Aussagen aus der SPD, wonach ein Regierungswechsel das Projekt gefährden könnte. „Die von der SPD behauptete ‚Abschaffung‘ ist so pauschal falsch – ich weise sie eindrücklich zurück“, erklärte Groß. Entsprechende Warnungen bezeichnete sie als „Panikmache“, die „als reines Wahlkampfgeplänkel abzutun“ sei.

Inhaltlich stellt die CDU in Aussicht, erfolgreiche Ansätze aus der Initiative zu übernehmen. „Vielmehr wollen wir im Erfolgsfall gemeinsam mit Schulleitungen, Lehrkräften, Schülern und Experten bewerten, ob und wie die Modelle aus ‚Schule der Zukunft‘ auf ganz Rheinland-Pfalz übertragbar oder in bestehende Strukturen integrierbar sind“, so Groß.

Die Fraktion wolle dort anknüpfen, „wo sich Maßnahmen im schulischen Alltag bewährt haben“. Entscheidend sei dabei, Bildung „konsequent vom Kind her“ zu denken und die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt zu stellen.

Die Initiative „Schule der Zukunft“ war 2021 von der damaligen Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) gestartet worden. Sie setzt auf mehr schulische Eigenverantwortung, neue Lernformate und eine veränderte Prüfungskultur. Während das Projekt in Fachkreisen Beachtung findet, war es politisch von Beginn an umstritten. News4teachers 

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