MAINZ. SPD und CDU liefern sich anderthalb Wochen vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Der Ausgang entscheidet nicht nur darüber, wer die künftige Regierung als Ministerpräsident führt (Amtsinhaber Alexander Schweitzer, SPD, oder Herausforderer Gordon Schnieder, CDU) – auch Deutschlands wohl ambitioniertester Modellversuch in der Bildung dürfte auf der Kippe stehen. Die bislang oppositionelle CDU hat keine Sympathie für die „Schulen der Zukunft“ erkennen lassen, im Gegenteil.

„In den letzten Jahren haben sich unsere Gesellschaft und unsere Arbeitswelt rasant verändert. An diese Entwicklungen muss auch Schule anknüpfen, um junge Menschen auf ihre Zukunft vorzubereiten.“ Mit diesen Worten zog die damalige rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD), mittlerweile zur Bundesjustizministerin aufgestiegen, im Frühjahr 2025 eine Zwischenbilanz der Initiative „Schulen der Zukunft“. Das Projekt, das im November 2021 gestartet war, soll Schulen im Land mehr Spielraum geben, Unterricht und Schulorganisation neu zu denken.
„Mit ‚Schule der Zukunft‘ machen wir genau das“, erklärte Hubig damals. Nach Darstellung ihres Ministeriums hat sich die Initiative zu einem landesweiten Netzwerk entwickelt, das bereits Tausende Beteiligte erreiche. Im Zentrum standen seinerzeit bereits knapp hundert Schulen aus allen Schularten – von Grundschulen über Realschulen plus und Integrierte Gesamtschulen bis hin zu Gymnasien, Berufsbildenden Schulen und Förderschulen. Sie haben sich mit eigenen Entwicklungsvorhaben beworben und arbeiten seitdem in einem langfristig angelegten Schulentwicklungsprozess.
Die Themen, an denen die Schulen arbeiten, reichen von individualisiertem Lernen und fachübergreifenden Unterrichtsformen über digitale Bildung bis hin zu neuen Formen der Leistungsbewertung oder flexibleren Unterrichtszeiten. Auch Demokratielernen, Partizipation oder Nachhaltigkeitsbildung gehören zu den Schwerpunkten. Die Initiative ist dabei nicht als klassisches Reformprogramm konzipiert. Vielmehr versteht sie sich als Beteiligungsprozess, der Impulse aus Schulen, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammenführen soll.
So wurden sogenannte Town Halls organisiert – regionale Diskussionsveranstaltungen zu Zukunftsthemen der Bildung. Nach Angaben des Ministeriums beteiligten sich an einem digitalen Beteiligungsprozess mehr als 3.600 Menschen. Acht Town Halls mit über 770 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie ein Zukunftskongress mit rund 180 Beteiligten wurden bislang durchgeführt. Daneben existieren zahlreiche Vernetzungsformate zwischen Schulen. Bei sogenannten Foren treffen sich die beteiligten Einrichtungen schulartübergreifend zum Austausch. Schulartspezifische Netzwerktreffen ergänzen das Programm. Nach Angaben des Ministeriums gab es bislang 18 solcher Treffen mit rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
„Eine Reform, die meint, der Weg sei das Ziel, wird den großen Herausforderungen der Schulpolitik nicht gerecht“
Ein weiteres zentrales Instrument sind sogenannte Planungstische. Dort besprechen Schulleitungen gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Bildungsministeriums, der Schulaufsicht und des Pädagogischen Landesinstituts konkrete Entwicklungsschritte. Die Ergebnisse werden dokumentiert und regelmäßig überprüft. Rund 280 solcher Planungsgespräche fanden bislang statt. Auch wissenschaftliche Expertise wird einbezogen. Ein „Zukunftsboard“ bringt Fachleute aus Bildungsforschung, Didaktik, Pädagogik und Schulentwicklung zusammen. Ergänzt wird der Prozess durch Hospitationen zwischen Schulen, Lernreisen sowie Fortbildungsangebote für Lehrkräfte.
Rechtlich ermöglicht werden einzelne Veränderungen über sogenannte „Ermöglichungen“ nach Paragraph 20 des rheinland-pfälzischen Schulgesetzes. Damit können Schulen von bestimmten Vorgaben abweichen, wenn sie neue Formen des Unterrichts oder der Organisation erproben wollen. Nach Angaben des Ministeriums wurden bislang 164 solcher Maßnahmen angestoßen. Auch über Rheinland-Pfalz hinaus wird die Initiative in Fachkreisen aufmerksam verfolgt. Die Kombination aus Beteiligungsprozessen, wissenschaftlicher Begleitung und schulischer Autonomie gilt als ungewöhnlich breit angelegt.
Politisch unumstritten war das Projekt allerdings nie. Bereits kurz nach dem Start äußerte die CDU Zweifel an dem Ansatz. Der damalige Landesvorsitzende Christian Baldauf kritisierte 2022, die Landesregierung habe mit „Schule der Zukunft“ vor allem ein griffiges Label geschaffen. „Eine Reform, die meint, der Weg sei das Ziel, wird den großen Herausforderungen der Schulpolitik nicht gerecht“, erklärte Baldauf damals. Gute Schulpolitik müsse vor allem den individuellen Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler sichern und Chancengerechtigkeit schaffen.
Er verwies auf strukturelle Probleme im Schulsystem. „Was tut die ‚Schule der Zukunft‘ dagegen, dass zehn Prozent des Unterrichts ausfallen oder nicht adäquat vertreten werden?“, fragte Baldauf. Die Antwort darauf seien aus seiner Sicht nicht Dialogprozesse, sondern kleinere Klassen und mehr Lehrkräfte.
Im aktuellen Wahlprogramm der CDU für die Landtagswahl in anderthalb Wochen spielt die Initiative keine Rolle. Stattdessen betont die Partei klassische bildungspolitische Leitlinien. „Bildung braucht Werte. Wir stehen für Leistung, Verantwortung und Zusammenhalt“, heißt es darin. Gefordert werden verbindliche Leistungsstandards, klare Notengebung und nachvollziehbare Prüfungen – ein Bekenntnis zu einem innovativen Modellprojekt klingt anders.
„Wir leben nicht unbedingt in einem progressiven Mainstream“
Seit Mai 2025 ist Sven Teuber (SPD) Bildungsminister in Rheinland-Pfalz. Der frühere Gymnasiallehrer stellt die Initiative in einen größeren Zusammenhang der Schulentwicklung. „Wir haben mittlerweile ein Netzwerk von 150 ‚Schulen der Zukunft‘, die wir autonomer und freier arbeiten lassen“, sagt Teuber in einem aktuellen Interview mit der taz. Die Schulen setzten eigene innovative Schwerpunkte, etwa neue Lern- und Prüfungsformate, offene Lernorte innerhalb der Schulgebäude, Projekte für mehr Umwelt- oder Nachhaltigkeitsbildung oder eine stärkere Beteiligung von Schülerinnen und Schülern am Schulalltag.
Der Minister verbindet damit eine veränderte Vorstellung von Unterricht. „Schule sollte heute nicht mehr so sein, wie ich das als Schüler in den 80er und 90er Jahren erlebt habe“, sagte Teuber. Als Lehrer habe er selbst erlebt, wie stark sich Unterricht verändern könne. Teamorientiertes Arbeiten könne für Lehrkräfte entlastend sein – ebenso wie schülerzentrierter Unterricht („einen Rahmen zu geben und die Schüler:innen den Raum selber füllen zu lassen, statt ihn als Lehrkraft zu füllen“).
Aus seiner Sicht müsse Schule zunächst den Bedürfnissen der Kinder gerecht werden. „Schule muss erst den Kindern gerecht werden, damit sie ihr ganzes Leistungspotential ausschöpfen können.“ Dass dieser Ansatz bildungspolitisch umstritten ist, stellt der Minister nicht in Abrede. „Wir leben nicht unbedingt in einem progressiven Mainstream“, sagte Teuber. News4teachers









“verbindliche Leistungsstandards, klare Notengebung und nachvollziehbare Prüfungen”
Klingt für mich zwar besser als unverbindliche Leistungstandards, unklare Notengebung und nicht nachvollziehbare Prüfungen, aber ich bin ja pädagogsicher Laie und die Profis hier werden das schon besser einschätzen können.
Wer will das denn? Herzliche Grüße Die Redaktion
Kann ich Ihnen nicht sagen, denn ich bin wie gesagt nur pädagogischer Laie .
Für mich stünden diese Dinge auch nicht im Widerspruch zu modernen Unterrichtsmethoden.
Sie sind der dritte Affe. Aber wer sind die beiden anderen?
Sie verwechseln das mit dem Rästel, wo jemand immer lügt – aber bestimmt erinnert sich ed noch, wer solche Forderungen aufstellte 😉
“Sie sind der dritte Affe.“
Da haben Sie wie immer recht.
“Aber wer sind die beiden anderen?”
Kann ich Ihnen leider nicht sagen.
Fragen Sie mal bei der australischen Highschool nach, in der man einen bachelor degree zum Kesselflicker erwerben kann, vielleicht kann man Ihnen da weiterhelfen.
Wieder faustdicke Lügen raushauen, hm?
” unverbindliche Leistungstandards, unklare Notengebung und nicht nachvollziehbare Prüfungen”
Wer fordert sowas nach Ihren Quellen? XD
Können wir nicht einmal über den Tellerrand in andere Länder schauen? Wie wäre es mal mit Doug Lemovs Methoden? Warum rennen wir in die komplett andere Richtung? Die Schüler brauchen mehr Rahmen und nicht weniger
Nach meinen Informationen funktionieren die Methoden von Doug Lemov auch an Schulen, die sich ihre SuS nicht aussuchen können und ohne Sonderzuweisungen an finanziellen Mitteln und Manpower.
Sie über sich selbst oben: “Kann ich Ihnen nicht sagen, denn ich bin wie gesagt nur pädagogischer Laie.” Herzliche Grüße Die Redaktion
Harsh! Das schließt sich doch nicht aus, dass ed Lügen über ihn missliebige Konzepte verbreitet UND Doug Lemov gelesen hat.
Ich kann mir haargenau vorstellen, wie die Lemov-Fans jede Stunde an der Tür stehen, um die Schüler*innen einzelnd zum Unterricht begrüßen – wenn sie nicht gerade fordern, dass die ganze Klasse aufstehen soll, wenn der Lehrer den Raum betrifft.
https://www.news4teachers.de/2026/01/afd-schulkodex-aufstehen-zur-begruessung-wenn-der-lehrer-das-klassenzimmer-betritt/
Moment mal… KEINER sprach Lekov an, obwohl doch bestimmt all seine Fans mehrmals am Tag die Schüler*innen anders begrüßen? Na Sachen gibts! 😀
(Dese kleine Beobachtung richtet sich bei Weitem nicht an ed alleine – der ist nur irgendein Laie in einem Forum für Lehrkräfte)
Ich finde halt Schulen gut, an denen vor allem auch SuS aus ethnischen Minderheiten und/oder sozial-benachteiligten Schichten deutlich besser performen und auch signifikant höhere Kompetenzzuwächse erzielen als die SuS im Schnitt der anderen Schulen im Bundesstaat.
Kann aber gut sein, dass das halt nur ne laienhafte Meinung ist, und echte Bildungsexperten auf ganz andere Kriterien Wert legen würden.
Das ist lieb, dass Sie hier antworten, aber zunächst wüsste ich lieber Ihre Quelle, wo “unverbindliche Leistungstandards, unklare Notengebung und nicht nachvollziehbare Prüfungen” gefordert werden 🙂
Lesen Sie einfach mal was ich tatsächlich zu dieser Thematik geschrieben habe.
https://www.news4teachers.de/2026/03/auf-der-kippe-beendet-die-landtagswahl-deutschlands-ambitioniertesten-modellversuch-in-der-bildung/#comment-788690
Sie müssen aber natürlich nicht zustimmen, wenn Sie nicht wollen.
Ja, so viel ich gelesen und gesehen habe, funktioniert das gerade bei schwachen SuS ganz gut, allerdings hat England nicht nur die Methode geändert, sondern auch Förderunterricht in Kleingruppen. Außerdem gibt es Lernsettings (was man ändern sollte und sofort einüben) und Besuche im Unterricht für die LuL, um sich gegenseitig zu unterstützen und Rückmeldung zu bekommen. Das spielt sicherlich auch eine große Rolle. Wieviele LK würden sich wohl in Deutschland beobachten und in ihre Methoden reinquatschen lassen?
Wann haben deutsche Lehrer die Zeit, sich gegenseitig im Unterricht zu besuchen?
Wo ein Wille ist, ist meist auch ein Weg.
Bei den meisten Lehrer dürfte es jedoch sowohl an Zeit als auch an Willen fehlen, sich gegenseitig im Unterricht zu besuchen.
Vielleicht bei einigen auch am Willen, da keine Zeit.
Hat eben mehrere Wirkgrade.
Zudem wäre es schon auch hilfreich, wenn es dann sinnvoll und gezielt weiter ginge, statt irgendwelcher Floskeln oder Utopie anzukommen. Also etwas Realismus zumindest.
Funktionierte und funktioniert allerdings bei/an einigen “Stellen” schon beim Ref. ja nicht.
“Vielleicht bei einigen auch am Willen, da keine Zeit.”
Zeit für Ganztag 😀
Ganz vergessen: Haben Lehrkräfte an IHRER Schule ernsthaft keine Zeit/ Möglichkeiz zur Hospitation und/ oder zeigen nicht den Willen?
Wer meldet die eigenen Kinder an so einer Privatschule an??
Oder sind Sie mal wieder Tourist auf dem Rücken von Lehrkräften, deren Probleme Sie nicht haben?
Indem sie SL werden oder zur Schulauffsicht wechseln.
Haben Sie zu Ihrer Zeit sich nicht mit Kolleg*innen absprechen können?
Die Arbeit endet nicht mit der eigenen Unterrichtszeit 😉
Oh, ich habs: Fordern Sie zuverlässige Ganztagsangebote (Angebote!), dann haben Kolleg*innen Zeit, zu hospitieren.
(Bevor jemand wütend wird, ich als Beamter schreibe hier für Beamt*innen, wobei es für manch Angestellten ein geringes Übel darstellen könnte)
“allerdings hat England nicht nur die Methode geändert, sondern auch Förderunterricht in Kleingruppen.”
Oh, Vorsicht, das klingt ja schon beinahe nach Lernateliers an Gemeinschaftsschulen 😛
Eigentlich überhaupt nicht. Was hat das denn bitte mit Lernateliers zu tun?
Das klingt eher nach schulischer Nachhilfe, was in Deutschland vielleicht von älteren SuS betreut oder gar nicht angeboten wird. Hier müssen das die Eltern übernehmen.
Förderung in Kleingruppen klang für mich jetzt eher nach Mobilität innerhalb der Schulstruktur, wo SuS nach Bedarf/ Leistungsfähigkeit einer entsprechenden Gruppe zugeorndet werden.
Ich habe Sie wohlmöglich falsch verstanden, wenn es sich mehr um “Nachhilfe” handelt
Wahrscheinlich ist es etwas von beidem. Ich glaube, die entsprechenden SuS kommen vorübergehend in die Kleingruppen, bis sie die Lücken wieder gefüllt haben und gehen dann in den Klassenverband zurück.
Danke für die Antwort
Meine Informationen beziehen sich auf Schulen in unterversorgten Communities in den USA.
Ok, mir war neu, dass das dort auch eingesetzt wird.
Die USA sind der Ursprung, auch wenn einige seiner Ideen bisweilen in UK eingesetzt werden .
KIs neigen ja manchmal zum “Träumen”….
Aber da kommt bestimmt noch was von ed, was seine vorige Antwort als völlig inhaltsleer und sinnlos in den Schatten stellt 😉
Nicht nur KIs.
Wer weiß wer Doug Lemov ist und wo und wie seine Methoden erfolgreich eingesetzt werden, braucht auf solche Träumereien aber nicht zu vertrauen.
Dann wissen Sie wieder, auf welche Quellen Sie sich hier beziehen: ” unverbindliche Leistungstandards, unklare Notengebung und nicht nachvollziehbare Prüfungen”?
Nicht, dass Sie das träumten 😉
Ich selbst arbeite in Rheinland-Pfalz an einer Realschule plus (für Bundeslandfremde: Hauptschule und Realschule in einer Form), die zudem Schwerpunktschule ist (Kinder mit jeglichem Förderbedarf müssen aufgenommen werden) und als das Projekt Schule der Zukunft damals vorgestellt wurde, konnte sich keiner aus dem Kollegium was darunter vorstellen. Umgesetzt wurde es dann trotzdem.
Schule der Zukunft löst keine strukturellen Probleme (in meiner Klasse zum Beispiel die Tatsache, dass ein Viertel der Kinder der deutschen Sprache überhaupt nicht mächtig sind und weitere 50% signifikante Probleme damit haben, ich Kinder mit Förderbedarf in der Klasse habe, ohne ausreichend Unterstützung zu erhalten usw.), aber als Schule der Zukunft durften wir wirklich sinnvolle Dinge gestalten und ändern, insbesondere in den Eingangsklassen in Stufe 5/6. Verbunden mit dem Startchancenprogramm konnten wirklich mal Dinge umgesetzt werden, sodass sich unsere Schule nicht fundamental, aber doch zum Besseren für Kinder und Kollegium geändert hat (ich bleibe aus Gründen der Anonymität bewusst vage in den Änderungen).
Das jetzt nach CDU-Willen wieder zurückzudrehen, vermutlich nur aus Prinzip, quasi um dagegen zu sein, weil es ja ein SPD-Vorschlag war, ließe mich im Fall der Fälle endgültig resignieren und nähme mir jegliche Hoffnung, dass in dem Bildungssystem dieses (Bundes-)Landes je etwas geändert werden kann.
Volle Zustimmung aus einer anderen RS plus/ Schwerpunktschule. Auch wir können- bei allen strukturellen und gesellschaftlichen Problemen- aks Startchancen- Schule der Zukunft einiges auf den Weg bringen und erhalten.
Ich wünsche Ihnen und Ihrer Schule, dass Sie weiterhin sinnvolle Umgestaltungen vornehmen können.
” Eine Reform, die meint, der Weg sei das Ziel, wird den großen Herausforderungen der Schulpolitik nicht gerecht“
Herr Baldauf setzt da weniger auf Prozessbegleitung, hm?
Schauen wir mal, was seine Partei an Bulimie-Politik zur Wahl abzuliefern gedenkt, aber eine deutlich stärkerer Ausbau der Lehrstellen ist ja kein schlechter Ansatz dazu.
Bin gespannt, was Herr Baldauf hier zu leisten beabsichtigt – Bilrungspolitik als ernstes Wahlkampfthema? Bitte mehr davon 🙂
Herr Baldauf leistet da gar nichts mehr. Der machte heute mit Söder Wahlkampf in Frankenthal. Herr Schnieder will bald gaaaanz vieles anders machen.
“Der machte heute mit Söder Wahlkampf in Frankenthal.”
… ja (?)
Sie klingen ein gaaanz kleines bisschen wie 447 😛
Ja! Söder war gestern dort bei einer Wahlkampfveranstaltung mit baldauf. Kann man nachlesen.
Was soll der letzte Satz bedeuten?
Sollte er sich von Söder fernhalten? Ich weiß nicht genau, was Sie mit der Beschreibung aussagen wollten.
Ihre Schreibweise erinnerte mich an 447, war aber nur scherzhaft gemeint. In einem Jahr werden wir im Forum darüber lachen 🙂
Verstehen Sie das denn nicht? Der Spitzenkandidat ist Schnieder- schon lange nicht mehr Baldauf!
Und dieser trat trotzdem mit Söder auf, ist das nicht bezeichnend…
Warum Herr Söder bloß Herrn Baldauf dabei hatte 😉
Es kann nur besser werden!
Für mich schon ab Juli- Stichwort 71%
Yippieh!
„Schule sollte heute nicht mehr so sein, wie ich das als Schüler in den 80er und 90er Jahren erlebt habe“, sagt der Minister.
Natürlich. Damals konnten Schüler ja noch lesen, schreiben und rechnen – ein pädagogischer Anachronismus, fast schon ein Angriff auf die moderne Kompetenzpädagogik. Heute zählt schließlich das richtige Mindset für den Weg ins nebulöse „Neue Normal“, wo Inhalte als störende Altlasten gelten und Fakten nur noch als optionales Zusatzmodul geführt werden.
Oh doch – gerne zurück in die 80er und 90er! Damals konnten Schüler noch was. Aber wer will schon, dass Jugendliche etwas können, wenn sie stattdessen lernen sollen, wie man lernt, zu lernen, um irgendwann vielleicht zu wissen, wie man etwas wissen könnte. Pädagogische Esoterik statt Grundlagen – Hauptsache, der Prozess stimmt. Ergebnisoffen, inhaltsoffen, manchmal auch geistig offen wie ein Scheunentor. Also back to the roots in eine Zeit, bevor Unterricht zur atmosphärischen Selbstoptimierungsreise mutierte, Lehrpläne zum Kompetenz-Bingo verkamen und Lehrer zu Lernbegleitern degradiert wurden!
„Eine Reform, die meint, der Weg sei das Ziel, wird den großen Herausforderungen der Schulpolitik nicht gerecht.“
Ach was. Der Weg ist das Ziel?
Im „Neuen Normal“ ist eher das Ziel der Weg – nämlich weg vom Anspruch, weg vom Leistungsprinzip, weg von allem, was irgendwie nach Anstrengung riecht.
Dann stimmt Baldaufs Meinung ja tatsächlich – und man müsste fast zustimmen.
Denn wenn Kompetenzorientierung der große Weg war, dann stehen wir heute ziemlich genau an dem Ziel, das dieser Weg hervorgebracht hat:
mageren Ergebnissen in Leistungsvergleichen, dünner Wissensbasis, viel Prozessrhetorik und wenig greifbarem Können.
Der Weg war also nicht das Ziel.
Der Weg hat das Ziel erzeugt.
Und das Ergebnis spricht nüchtern für sich.
“Damals konnten Schüler noch was.”
Ging so: “Ende 1996 wurden die Ergebnisse einer großen internationalen Studie veröffentlicht (TIMSS: Third International Mathematics and Science Study, durchgeführt von der IEA: International Association for the Evaluation of Educational Achievement), bei der u.a. die Leistungen von Siebt- und Achtklässlern aus 41 Ländern in Mathematik getestet worden sind. Dabei haben die Schülerinnen und Schüler aus Deutschland vergleichsweise schwach abgeschnitten, sie liegen nur im weltweiten Durchschnitt (23. Rang von 41). Werden von den 41 Ländern nur die 26 OECD-Staaten betrachtet (in der Presse mitunter mißverständlich als “OECD-Studie” bezeichnet, so liegt Deutschland sogar in der unteren Hälfte (16. Platz unter 26 Ländern).” Quelle: https://www.stochastik-in-der-schule.de/sisonline/struktur/jahrgang17-97/heft2/1997-2_INF_TIMSS.pdf
Herzliche Grüße
Die Redaktion
“haben die Schülerinnen und Schüler aus Deutschland vergleichsweise schwach abgeschnitten“
Zumindest im Schnitt der 16 Bundesländer. Einige BL dürften eher gut abgeschnitten haben , deren Punktzahlen wurden dann von anderen einwohnerstarken BL überkompensiert.
Wäre vermutlich interessant, wie RLP damals abgeschnitten hat.
Bei PISA E lag man ja damals deutlich unter dem Schnitt der DE-16 und auch unter dem OECD-Schnitt.
Bei den innerdeutschen Leistungsvergleichen gehörte RLP zuletzt ja auch nicht zu den Bundesländern, die den Schnitt positiv beeinflussten.
Weil es dazu keine Daten gibt – lässt sich natürlich alles behaupten.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Zu PISA E und zu IQB gibt es Daten von 2000 bis 2024 und die sind eindeutig.
Wäre aber natürlich theoretisch schon möglich, dass es die großen Unterschiede zwischen den Bundesländern 1996 noch nicht gab und nur von 2000 – 2024 bestanden.
Aja… zurück in die Zeiten von bspw. Lesen durch Schreiben, GARANTIERT meint Katze diesen von Ihnen genannten Zeitraum XD
“Natürlich. Damals konnten Schüler ja noch lesen, schreiben und rechnen.”
Was die Zielvorstellung betrifft, stimmen Ihnen wohl alle zu, jedoch sprangen damals Mütter und Nachhilfelehrer*innen ein, um die Unzulänglichkeiten der Bildungspolitik auszugleichen – und dennoch rasselten Tausende (!) ohne Abschluss durch.
“Oh doch – gerne zurück in die 80er und 90er! Damals konnten Schüler noch was.”
Wird wahrscheinlich nicht passieren, definitiv KEINES der Probleme lösen – kündigen Sie doch heute 🙂
“Damals konnten Schüler ja noch lesen…” – gemeint ist die Zeit, bevor Sie zur Schule gingen. 🙂
Sie meinen, ich wäre in den 80’er Jahren zur Schule gegangen? 😀
Haben Sie denn eine Meinung dazu, wie sich ein damaliges Bildungssystem heute schlagen würde, das auf Nachhilfe, Ausbeutung von Müttern und systemischer Benachteiligung (bspw. von armen Kindern oder solchen mit Migrationshintergrund) baute, um am Ende DENNOCH tausende Bildungsverlierer*innen durchs Raster fallen zu lassen?
Och, würde Ihnen bloß ein Beispiel bekannt sein, welches (mitunter aus hochproblematischen Gründen) mehr Mittel in die Bildung steckte… Aber das packen Sie ja nur aus, wenn es um Autoritätshörigkeit und Demokratiefeindlichkeit geht 🙁
Ich hätte da ein Beispiel, für einen Staat, der mehr Mittel in Bildung steckte, sogar in frühkindliche Bildung und in dem Schüler aus Arbeiter- und Bauernfamilien besonders gefördert wurden (Zugang zum Abitur und Studium). Aber das meinen Sie wohl sicher nicht. 🙂 Ach ja. Ihren üblichen Beissreflex – “Diktatur und so …”. können Sie sich sparen. Das ist hinlänglich bekannt, ändert aber nichts daran, dass bei der Bildung nicht gespart wurde, obwohl der Staat nicht so reich war, wie der jetzige. Ist schon irgendwie komisch. Wahrscheinlich sah man damals eine gute Bildung für alle, als Investition in die Zukunft. Vielleicht hätten die das Volk lieber dumm halten sollen, dann wäre vielleicht 1989 nicht passiert. 🙂 Ist nur so ein Gedanke.
“Ändert aber nichts daran, dass bei der Bildung nicht gespart wurde” – doch, wurde. Und zwar an einer Bildung, die den freien Geist hätte fördern können.
“Das DDR-Bildungssystem war darauf ausgelegt, junge Menschen zu ‘allseitig und harmonisch entwickelten sozialistischen Persönlichkeiten’ zu erziehen. Seit 1965 war das Bildungssystem einheitlich strukturiert. Langjährige Ministerin für Volksbildung war Margot Honecker. Die SED konnte auf allen Stufen des Bildungssystems – von der Kinderkrippe bis hin zur Hochschule – Inhalte, Aufbau und personelle Besetzungen bestimmen. Aufgrund der flächendeckenden Kinderbetreuung, des pädagogischen Studiums von Erzieherinnen und Lehrkräften sowie seiner angeblich ausgleichenden sozialen Funktion galt der SED-Führung das Bildungssystem als eine der größten Errungenschaften der DDR. Der postulierten Bildungsgerechtigkeit und den vorgeblichen sozialen Aufstiegschancen standen jedoch stets auch die Unterordnung des Wissenserwerbs unter die ideologische Erziehung sowie die staatliche Regulierung des Bildungszugangs gegenüber.” Quelle: https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/dossiers/198990-friedliche-revolution-und-deutsche-einheit/transformation-ddr-schulsystem
“Die staatliche Lenkung der Berufswahl war ein wichtiges Thema im Schulalltag. Der Bedarf für die Betriebe wurde jährlich neu bestimmt und an die Schulen und ihre Berufsberatungslehrer weitergegeben. Die Planwirtschaft diktierte, welche Berufe benötigt wurden, und wer sich nicht ins sozialistische System einfügen wollte, hatte kaum eine Chance, seinen eigenen Weg zu gehen. Obwohl die DDR-Verfassung jedem Bürger das Recht auf Arbeit garantierte, war die Berufswahl oft eine Farce. Die angebliche ‘Chancengleichheit’ war eine Illusion, denn politische Zuverlässigkeit und Anpassung waren wichtiger als individuelle Fähigkeiten und Interessen.” Gerne hier nachlesen: https://www.adenauercampus.de/de/ddr/detail/-/content/arbeit-und-aus-bildung-in-der-ddr
Und: “Das Bildungssystem der DDR war eng mit der sozialistischen Ideologie und den politischen Zielen der SED verknüpft. Es diente nicht nur der Wissensvermittlung, sondern vor allem der Erziehung linientreuer Staatsbürger. Die Partei wollte damit ihren Machterhalt sichern und systemkonformen Nachwuchs heranziehen. Lehrkräfte hatten dabei eine Doppelfunktion inne: Sie sollten sowohl Wissen vermitteln als auch die politische Erziehung der Schüler sicherstellen. Ihre Arbeit war streng reglementiert und unterlag ständiger Beobachtung und Kontrolle.” (ebd.)
Sie verbreiten (mal wieder) Märchen.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Alles richtig! Und trotzdem wurde Wert auf eine gute Allgemeinbildung für alle Wert gelegt, da der Staat gut ausgebildete Fachkräfte benötigte und diese gezielt (geplant) (aus)bildete. Lässt man den ganzen ideologischen Quatsch weg, bleibt noch viel übrig, beginnend mit der frühkindlichen Bildung (trotz “Töpfchen-Zwang” 🙂 ) Kinder waren in der Regel bei der Einschulung schulreif
Und … politische Bildung strebt wohl eine jede Staatsform in seinem Interesse an – manchmal gut, manchmal nicht. 🙂
.Politische Bildung in der Schule | Politische Bildung | bpb.de
Wer hat denn in der DDR bestimmt, was eine “gute Allgemeinbildung für alle” sein soll? Was, genau, blieb denn übrig, wenn man den “ganzen ideologischen Quatsch” (einschließlich des sehr konkreten Interesses des Staates an Arbeitskräften in klar bestimmten Bereichen) wegnahm? Wer konnte sich denn künstlerisch, sprachlich oder geisteswissenschaftlich frei bilden?
Der “ganze ideologische Quatsch” war der Kern des Bildungssystems der DDR – es war ein durch und durch autoritäres System, in dem es um Verwertbarkeit, nicht um Bildung ging.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Verstehe ich Sie richtig, dass es Ihrer Ansicht nach nur in einer Demokratie Schulsysteme gibt, welches Allgemeinbildung (es wäre zu klären, was konkret darunter verstanden wird) vermitteln? Jegliche andere Staatsform, insbesondere autoritäre Systeme, sind dazu nicht in der Lage?
Systeme mit einem totalitären gesellschaftlichen Anspruch vermitteln keine Bildung (im Sinne des Erwerbs von Wissen, Fähigkeiten und kultureller Teilhabe zur Persönlichkeitsentwicklung), allenfalls Ausbildung – Persönlichkeit ist ja nicht erwünscht.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Meinen Sie mit Persönlichkeit das Individuum, den Individualismus?
“Ubuntu” statt Egotrip – Wenn Individualismus zum gesellschaftlichen Problem wird
Ja, da haben Sie Recht – Individualismus war nicht erwünscht in der DDR, da wurde mehr Wert auf Kollektivismus gelegt. Allerdings sind, mMn. beide Extreme schädlich für eine funktionierende Gesellschaft.
Gerne mal den Begriff “Individualismus” sinnwahrend durch das Wort “Menschenrecht” ersetzen. Herzliche Grüße Die Redaktion
Es ist in der Wissenschaft umstritten, ob die DDR als totalitärer Staat bezeichnet werden kann. Unter Ulbricht ja, unter Honecker eher autoritär als totalitär.
Sei es drum, im Moment scheitern die Bildungssysteme der Bundesländer immer stärker daran, Grundkompetenzen i. Sinne des Erwerbs von Wissen und Fähigkeiten zu vermitteln. Sieht man sich die steigende Zahl von Schulverweigerern an, Scheinen die Systeme in zunehmendem Maße zuversagen.
Heißt also in der Folge in Ihrer Lesart: Demokratie ist zwar Grundvoraussetzung, aber kein Garant für ein Schulsystem, welches Bildung vermittelt?
Die DDR hatte einen totalitären Anspruch – das ist unbestritten. Gerne hier nachlesen: https://hpd.de/artikel/10875
Und der konnte sich im Bildungssystem ungehemmt austoben.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Zwischen Anspruch und Wirklichkeit klaffen manchmal Welten…
Ist die BpB für Sie eine akzeptable Quelle? Dann gern mal reinlesen, und vor allem bis zum Ende lesen. Ich finde es eine gelungene Auseinandersetzung mit der Problematik, welche die Uneinigkeit der Wissenschaft zur Frage, ob die DDR zeit ihrer Existenz ein totalitärer Staat war, gut darstellt.
Mit freundlichen Grüßen,
Mika BB
https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/archiv/537085/war-die-ddr-totalitaer/
Es ist in der Wissenschaft umstritten, ob die DDR als totalitärer Staat bezeichnet werden kann. Unter Ulbricht ja, unter Honecker eher autoritär als totalitär.
Erzählen Sie das mal einer, die im Knast saß wegen Vorbereitung von Republikflucht…..
Hier finden Sie, bei Interesse, Lehrpläne der DDR, z. T. schon digitalisiert und frei verfügbar.
https://bbf.dipf.de/de/sammeln-entdecken/besondere-bestaende-sammlungen/lehrplaene#1
Da hat das Schul-System der DDR bei Potschemutschka aber komplett versagt, denn die ist augenscheinlich ziemlich meinungsstark und ausgestattet mit Persönlichkeit….
Wenn ich solche Sätze bei Ihnen so lese, weckt das bei mir einen inneren Widerstand, da Sie qua System Menschen, die in anderen politischen Systemen Bildung erfahren haben, jegliche Persönlichkeitsentwicklung absprechen.
Keineswegs – Persönlichkeitsentwicklung findet ja nicht nur in der Schule statt. Herzliche Grüße Die Redaktion
Auch unser demokratischer Staat hat in aller erster Linie nicht die freie Persönlichkeitsentfaltung im Blick, sondern die Vermittlung von Bildung, um im Anschluss einen Beruf ergreifen zu können. Dass auch Werte vermittelt werden, bleibt ja nicht aus, steht aber nicht zwingend im Vordergrund….
Dann gerne mal ins Schulgesetz Ihres Bundeslandes schauen – direkt vorne: Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule. Beispiel NRW (§ 2): “Die Schule fördert die Entfaltung der Person, die Selbstständigkeit ihrer Entscheidungen und Handlungen und das Verantwortungsbewusstsein für das Gemeinwohl, die Natur und die Umwelt. Schülerinnen und Schüler werden befähigt, verantwortlich am sozialen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, beruflichen, kulturellen und politischen Leben teilzunehmen und ihr eigenes Leben zu gestalten.” Gerne hier nachlesen: https://bass.schule.nrw/6043.htm#1-1p2
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Warum werden eigentlich die “Unterrichtshilfen” der DDR, vor allem für NaWi-Fächer heutzutage noch wie Goldstaub gehandelt? Die meisten, noch in der DDR ausgebildeten, Lehrer, sind doch schon in Rente oder kurz davor? 🙂
https://www.amazon.de/s?k=unterrichtshilfen+ddr&adgrpid=1190771745074977&hvadid=74423352272860&hvbmt=be&hvdev=c&hvlocphy=128301&hvnetw=o&hvqmt=e&hvtargid=kwd-74423433455894%3Aloc-72&hydadcr=22119_2301404&mcid=da796ba6328936ab916ec7a787578f79&msclkid=05d8a2bc42121d488977cb0af7be5bbd&tag=hyddemsn-21&ref=pd_sl_76gbwmgzyd_e
“…Bildung (im Sinne des Erwerbs von Wissen, Fähigkeiten und kultureller Teilhabe zur Persönlichkeitsentwicklung),…”
https://www.kubi-online.de/index.php/artikel/kulturelle-teilhabe-ddr-ziele-programme-wirkungen-staatlicher-kulturvermittlung
Der Besuch von Theater, Kino, Museen, Konzerten, Tierpark … war damals auch für Familien mit mehreren Kindern bezahlbar, trotz geringer Löhne. Bibliotheken waren kostenlos und auch in kleinen Gemeinden oft vorhanden.
“Der Besuch von Theater, Kino, Museen, Konzerten, Tierpark … war damals auch für Familien mit mehreren Kindern bezahlbar, trotz geringer Löhne.” Dumm nur, dass keine Inhalte im Theater, im Museum, im Kino zu sehen waren, die dem Regime nicht passten.
Sie haben offensichtlich bis heute den grundlegenden Unterschied zwischen der autoritären DDR und der freien Bundesrepublik nicht verstanden. Genau um diesen Unterschied geht es aber. Jungen Menschen den Wert eines freien, eigenständigen Geistes auf einem Fundament von Wissen und Können zu vermitteln, das ist umfassende Bildung (und nicht, die Tierarten im Zoo aufzuzählen – oder irgendeinen Klassiker ohne Bezug zum Hier und Jetzt durchzunudeln).
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Ergänzung: Schulklassen erhielten in Museen, Ausstellungen und im Tierpark kostenlosen Eintritt und in anderen Einrichtungen meist große Ermäßigung. Da musste kein Schüler plötzlich erkranken, weil die Eltern kein Geld für Eintritt und Fahrkosten erübrigen konnten.
Vergessen Sie nicht die Picknicks.
(https://www.ndr.de/geschichte/grenzenlos/massenflucht-beim-picknick,massenflucht100.html)
Manchen war die Freiheit wohl mehr wert als eine kostenfreie Bratwurst…
Naja, mehr Bratwürste für Sie, schätze ich 🙁
DAS ist das Einzige, was Sie herausziehen, wenn die Redaktion das Deutsche Bildungssystem von dem der DDR-Diktatur abgrenzt? 😀
Keine Frage an Potschemuschka und deren Meinung zu Diktaturen: “manchmal gut, manchmal nicht”?
Dann schauen Sie sich doch die Schulbücher und Lehrpläne, v. a. in Mathe, Naturwissenschaften, Kunst und Musik … an. Und dann noch die Pläne für die Kindergärten. Im Deutsch- und Literaturunterricht wurden übrigens auch sehr viele Klassiker gelesen. Okay, die Interpretation war z. T. “ideologisch gefärbt”, aber die Gedanken waren auch in der DDR frei und nicht alle Lehrer waren “rote Socken”. 🙂
“aber die Gedanken waren auch in der DDR frei”
https://www.mdr.de/geschichte/ddr/politik-gesellschaft/stasi/ministerium-fuer-staatssicherheit-mfs-gruendung-ueberwachungsstaat-100.html
“und nicht alle Lehrer waren “rote Socken”. ”
Sick burn auf Ihre eigenen Eltern! (Augenroll)
WENN Sie argumentieren, dass es in diesem Unrechtsstaat durchaus Menschen gab, die unterdrückt wurden und die Indoktrinierung ablehneten – anders als Ihrer Aussage nach Ihre eigene Familie – DAS ist die Kritik an diesem Unrechtsstaat.
Würden Sie allen Ernstes unter einer Diktatur dienen, sofern Sie und Ihre Familie zu Essen haben? Ist DAS Ihr Maßstab?
Ja, die Gedanken waren auch in der DDR frei. Das können Sie sich natürlich nicht vorstellen, denn Gedanken kommt von Denken! 🙂
Keine Probleme mit der Überwachung, solange Sie – ganz heimlich natürlich – etwas anders denken können, dessen Umsetzung der Unrechtstaat DDR sofort unterbunden hätte…
“Würden Sie allen Ernstes unter einer Diktatur dienen, sofern Sie und Ihre Familie zu Essen haben? Ist DAS Ihr Maßstab?”
Ich denke, diese Frage haben Sie beantwortet.
Sorry, dass ich zu Beginn fragte, ob Sie nicht Aspekte kennen, die man AUS der DDR-Erfahrung heraus lernen könnte, aber Sie hängen da wohl noch mit zu viel Herzblut am gesamten kaputten System. Zum Glück sind wir es heute los, bevor da noch mehr Bücklinge ausgebildet werden
Welche Aussagen über meine Familie meinen Sie? Bitte verlinken, damit ich dazu Stellung beziehen kann. Mit wirren Andeutungen von Ihnen, kann ich nichts anfangen. Oder fantasieren Sie sich wieder einmal etwas zusammen? Wäre ja nichts Neues! 🙂
Beim Verlinken mache ich mir ehrlichgesagt nicht die Mühe. Wie ich mich erinnere, musste sich Ihre Familie von Unten aus ein Leben aufbauen, was ihnen durchaus gelungen schien, da Sie studieren und das Lehramt ergreifen konnten – KEINE Kritik hier.
Dass Sie einen Unrechtsstaat HEUTE noch verteidigen und als positives Beispiel herausheben, ohne das offensichtliche Unrecht erfassen zu können, ist klein und traurig.
Ihre Unfähigkeit, gezielte Angriffe auf die Zivilbevölkerung der Ukraine zu verurteilen, zeigt das Ausmaß, wie tief der Unrechtstaat heute noch in Ihnen wohnt.
Sie werden – wie so oft – NICHT auf Russlands Angriffskrieg eingehen.
[Ich schrieb noch mehr, aber im Nachhinein war es nur Frustration auf Sie, die es augenscheinlich, wirklich nicht anders gelernt hat 🙁 ]
Schulliteratur in der DDR | 1. bis 12. Klasse DDR – Virtuelles DDR-Museum
Was wollen Sie damit aussagen?
Das es Bücher gab? Hint, hint, es gab eigentlich mehr
https://www.bpb.de/themen/deutsche-teilung/stasi/224370/liquidierte-buecher/
Sie meinen, heute wären Ihre Gedanken frei vom DDR-Regime?
https://www.spiegel.de/ausland/ukraine-tote-und-verletzte-nach-schweren-russischen-luftangriffen-a-0bf946ec-edad-425d-b6ca-d45612312b76
Können Sie dazu eine Haltung beziehen oder leistete jemand da ganze Arbeit, Ihr Gehirn auf Parteilinie zu bringen?
Natürlich. Warte auf Ihre Nichtantwort, Uhr zusammenhangsloses Zitat einer Person, die Sie für Ihre Positionen wahrscheinlich verachten würde und/ oder natürlich Lesekompetenzkommentare – who gives a shit
Ganz einfache Frage: Welche dieser Klassiker aus der Liste, haben Sie in Ihrer Schulzeit, oder überhaupt jemals vollständig gelesen?
Ganz großer Thrilliam Shakespear- Fan:
– Loverboy goes to Venice
– How Hamlet got his grove back
– Mr. Mc B’s scottish snafus
Ihnen ist schon die Ironie bewusst, dass Sie eine Diktatur verteidigen und von mir wissen wollen, welche Bücher ich aus dem Kanon ebendieser las? 😀
… und schon wieder missbrauchen Sie, völlig zusammenhanglos den schrecklichen Ukraine-Krieg, Was hat das bitte mit dem Thema der Diskussion hier zu tun?
Meine Aussage war, dass Sie dermaßen autoritätshörig (v-)erzogen wurden, dass Sie nicht mehr instande sind, “die Partei” ernsthaft zu kritisieren.
Also? Was tut Russland der ukrainischen Bevölkerung “schreckliches” an?
Bezeichnend, dass die das BENENNEN von Kriegsverbrechen, als “missbräuchlich” darstellen.
Ich kreide das Ihnen und den anderen russlandtreuen Umfallern SCHON IMMER an!
Sie werden es nicht glauben, es gab sogar jede Menge Bibliotheken, kostenlos. Und da konnte man, mit etwas Glück, auch Bücher finden, die in der DDR (aus verschiedenen Gründen) nicht mehr verlegt wurden, aber nicht verboten waren.
Man konnte aber keine Bücher finden, in denen die DDR kritisiert worden wäre. Schauen Sie mal in eine bundesdeutsche Bibliothek – Zeitungsständer reicht.
Darum geht es bei literarischer und geisteswissenschaftlicher Bildung: aus Gelesenem Bezüge zur eigenen Realität herzustellen (und nicht, Buchdeckel aufzählen zu können und alberne SED-Parolen nachplappern zu müssen). Das stand aber in DDR-Schulen leider nicht auf dem Lehrplan.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
https://www.politischeverfolgung.de/analyse/berufsverbote/
Bitte den link vollständig lesen, bis zum Schluss!
Frage: Sind eigentlich der “Radikalenerlass” und andere in den links angeführte Dinge auch Unterrichtsthemen?
Haben Sie eigentlich mal für die SED-Propaganda gearbeitet? Der Witz ist doch: In der DDR hätte es solche Seiten niemals gegeben – und auch keine solchen, ähm, staatsfernen Posts wie die von Ihnen.
Wie die Bekloppten (sorry), die öffentlich im Netz beklagen, dass man sich öffentlich in der Bundesrepublik nicht mehr äußern dürfe.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Solche Seiten wie n4t gab es tatsächlich nicht. Allerdings zu dieser Zeit auch noch nicht in der BRD. Das für alle zugängliche, :www” kam erst nach der Wende und damit auch die Internet-Medien und – Foren. 🙂 Aber inwiefern sind meine Kommentare, meine persönlichen Erfahrungen und meine Meinung “staatsfern” ? Ja, ich finde es gut, dass ich mich frei äußern darf. Aber warum werde ich dann immer wieder, wahlweise als Ostalgiker, Putin-Freund, “staatsfern” (also demokratiefeindlich, rechts und sonstwas angesehen? Ist Kritik am Staat per se nicht erwünscht oder nur, wenn man erwähnt, dass manches, trotz der vielen schlechten Dinge in der DDR, doch ein bißchen besser war als jetzt. Man kann und sollte auch von seinen Feinden lernen. Sie betonen doch immer wieder, dass Sie selbst ja auch das jetzige Bildungssystem kritisieren. Warum darf ich das nicht? Weil ich Ossi bin?
Sie stellen das DDR-Schulsystem allen Ernstes als vorbildlich hin – und ignorieren dabei den autoritären Charakter. Genauso gut könnten Sie Nordkorea oder Russland hier als Vorbild empfehlen. Sie tun das öffentlich in einer Situation, in der die Mehrzahl der Ostdeutschen sich von der Demokratie abwendet und einer rechtsextremen Partei zuwendet. Wir nennen das (noch im besseren Fall) geschichtsvergessen.
Sie sägen an dem Ast, auf dem wir sitzen. Dass Sie dabei nicht die einzige in diesem Land sind, macht die Sache nicht besser.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Nö! Nicht das gesamte DDR-Bildungssystem, aber die fachlichen Inhalte (ohne ideologisches Gedöns), die Chancengerechtigkeit für Kinder aus Arbeiter- und Bauernfamilien, die frühkindliche Bildung (Schulreife), die Versorgung mit Persona, die Religionsfreiheit (die Kirchen konnten sich nicht in schulische Belange einmischen)l. Damit könnte man es doch jetzt auch versuchen und statt DDR-Ideologie Demokratie-Bildung/ -Erziehung einsetzen. Ach ja und ein Stundendeputat für Lehrer, wie damals, wäre auch von Vorteil. 🙂
Und Hitlers Autobahnen nicht vergessen. War ja nicht alles schlecht. Gruselig, Ihre Diktatur-Propaganda.
Hier mal ein neutraler Blick aufs DDR-Bildungswesen:
Das DDR-Bildungssystem war zentralistisch, ideologisch geprägt und auf die Erziehung zu sozialistischen Persönlichkeiten ausgerichtet. Zentrale Probleme waren die starke politische Einflussnahme (Ideologisierung), eingeschränkte Bildungschancen für nicht-konforme Familien, Druck auf Lehrer und Schüler sowie die mangelnde Differenzierung im Vergleich zu westlichen Systemen. Probleme gab es offiziell nicht – weil keine öffentlich gemacht werden durften (wie in allen Bereichen der DDR). Deshalb kann man heute natürlich paradisische Zustände behaupten (wie es ja auch viele Menschen tun).
Hier sind die Hauptprobleme des DDR-Bildungssystems im Überblick:
Ideologisierung und Politische Kontrolle: Der Unterricht war stark ideologisch durchdrungen, insbesondere in Fächern wie Staatsbürgerkunde, Geschichte und Deutsch. Ziel war die Erziehung im Sinne der SED. Schüler mussten sich der politischen Linie anpassen.
Eingeschränkte Bildungschancen: Die Studien- und Ausbildungswahl war oft durch die Planwirtschaft beschränkt. Politisch nicht-konforme Familien oder religiöse Jugendliche hatten oft Nachteile beim Zugang zur Erweiterten Oberschule (EOS) und zum Studium.
Fehlende Differenzierung: Das System der Polytechnischen Oberschule (POS) bot eine einheitliche Bildung, die wenig Spielraum für individuelle Förderung oder unterschiedliche Begabungen ließ.
Überlastung der Lehrer: Lehrer waren oft überlastet, da sie neben dem Unterricht zahlreiche Aufgaben (Elternvertretung, Organisation, “Neulehrer”-Ausbildung) übernehmen mussten.
Fremdenfeindlichkeit und Konformismus: Die Pflicht zur Harmonie und die Nichtbearbeitung von Konflikten führten oft zur Polarisierung in Schulen. Zudem wird dem Schulsystem eine Mitverantwortung für die Kultivierung von Fremdenangst und Ausländerfeindlichkeit zugeschrieben.
Ideologische Monopolisierung: Jedes Lehrbuch und jeder Lehrplan unterlag der Kontrolle der SED mit dem Ziel, Schüler widerspruchslos in das System einzufügen.
Fehlen von Mitbestimmung: Es gab keine unabhängigen Schülervertretungen; die Jugendorganisationen FDJ und Pionierorganisation dienten als Instrumente der Partei zur Sicherung ihrer Herrschaft und Kontrolle.
Disziplinierung & Symbole: Der Alltag war geprägt von rituellen Handlungen wie dem Aufstehen bei Lehrereintritt („Guten Morgen“-Gruß) und regelmäßigen Fahnenappellen.
Repression bei Abweichung: Unangepasstes Verhalten oder die Verweigerung der FDJ-Mitgliedschaft („freiwilliger Zwang“) führte oft zu Nachteilen bei der Studienplatzvergabe oder im Extremfall zur Einweisung in Jugendwerkhöfe.
Gerne hier nachlesen: https://www.bpb.de/themen/bildung/dossier-bildung/230382/wie-der-sozialistische-staat-die-bildungseinrichtungen-praegte/
https://de.wikipedia.org/wiki/Bildungssystem_in_der_DDR
https://de.wikipedia.org/wiki/Erziehung_zur_sozialistischen_Pers%C3%B6nlichkeit#:~:text=Die%20Erziehung%20zur%20sozialistischen%20Pers%C3%B6nlichkeit,Hoffnungstr%C3%A4ger%20der%20f%C3%BChrenden%20sozialistischen%20Partei.
Oder: Gert Geißler: „Schule und Erziehung in der DDR“ (2015): Ein Standardwerk, das die Entwicklung von der SBZ bis zum Ende der DDR beleuchtet und die enge Verflechtung von Pädagogik und SED-Herrschaft analysiert.
Herzliche Grüße Die Redaktion
Okay, das ist interessant:
„ Ideologisierung und Politische Kontrolle: Der Unterricht war stark ideologisch durchdrungen, insbesondere in Fächern wie Staatsbürgerkunde, Geschichte und Deutsch. Ziel war die Erziehung im Sinne der SED. Schüler mussten sich der politischen Linie anpassen.“
Stimmt, war so. Ist meiner Ansicht nach auch logisch, dass jeder Staat seine Schüler in seinem Sinn erziehen will. Heute halt gemäß den Gesetzen der BRD, damals gemäß den Gesetzen der DDR.
„ Eingeschränkte Bildungschancen: Die Studien- und Ausbildungswahl war oft durch die Planwirtschaft beschränkt. Politisch nicht-konforme Familien oder religiöse Jugendliche hatten oft Nachteile beim Zugang zur Erweiterten Oberschule (EOS) und zum Studium.“
Stimmt, war so. Aufgrund knapper Ressourcen wurde nach Bedarf ausgebildet, insbesondere die EOS war nur den Leistungsstärksten (2 pro Klasse) vorbehalten. Dabei war sicher gestellt, dass jeder einen Ausbildungsplatz bekam, wenn auch nicht unbedingt seinen Erstwunsch. Über den Weg „Berufsausbildung mit Abitur“ konnten dennoch diejenigen, welche die Fähigkeiten dazu hatten, das Abitur und damit die Studienberechtigung ablegen. Politisch nicht- konforme oder religiöse Jugendliche hatten es dabei ungleich schwerer.
In der Bundesrepublik gab es hingegen das Problem des Mangels an Ausbildungsplätzen, so dass Tausende Jugendliche keinen oder nicht den Platz ihrer Wahl bekamen. Ist aufgrund des Geburtenrückgangs heute anders. Beim Studium gibt es auch heute noch für beliebte Studiengänge(und eigentlich volkswirtschaftlich dringend benötigte Abschlüsse) Wartezeiten von etlichen Jahren.
„ Fehlende Differenzierung: Das System der Polytechnischen Oberschule (POS) bot eine einheitliche Bildung, die wenig Spielraum für individuelle Förderung oder unterschiedliche Begabungen ließ.“
Die Förderung besonders begabter SuS fand in sogenannten Spezialschulen (Gauß-Gymnasium FFO, Hertz-Gymnasium Berlin…) statt. Alle anderen konnten je nach Wunsch AGs und Musikschulen besuchen. Ich selbst war in einer Mathe-AG, die einmal pro Woche exzellente Förderung betrieben hat.
Das jetzige Schulsystem bietet mir persönlich kaum Spielraum für individuelle Förderung, insbesondere für Begabungsförderung: Ich habe kaum Zeit dafür.
„ Überlastung der Lehrer: Lehrer waren oft überlastet, da sie neben dem Unterricht zahlreiche Aufgaben (Elternvertretung, Organisation, “Neulehrer”-Ausbildung) übernehmen mussten.“
Das und noch vieles mehr bei deutlich höherem Deputat haben auch heutige Lehrer zu stemmen.
„ Fremdenfeindlichkeit und Konformismus: Die Pflicht zur Harmonie und die Nichtbearbeitung von Konflikten führten oft zur Polarisierung in Schulen. Zudem wird dem Schulsystem eine Mitverantwortung für die Kultivierung von Fremdenangst und Ausländerfeindlichkeit zugeschrieben.“
Pflicht zur Harmonie? Nichtbearbeitung von Konflikten? Kenne ich nicht, weiß ich nicht, was damit gemeint ist. In der DDR gabs jede Woche bis zur 6ten Klasse in der Schule ein Nachmittagstreffen: da wurde alles (so wie es heute nebenbei laufen muss) aufgearbeitet. Kultivierung von Fremdenangst und Ausländerfeindlichkeit kann ich ebenfalls aus meinem Bereich nicht bestätigen- wir hatten ne Patenbrigade mit Leuten aus Nicaragua.
„ Ideologische Monopolisierung: Jedes Lehrbuch und jeder Lehrplan unterlag der Kontrolle der SED mit dem Ziel, Schüler widerspruchslos in das System einzufügen.“
Ob das Ziel war, die SuS „widerspruchslos in das System einzufügen“, kann ich nicht beurteilen. Ansonsten: ja, die SED hatte überall ihre Hand drauf. Nicht genehme Lehrbücher gab es nicht.
„ Fehlen von Mitbestimmung: Es gab keine unabhängigen Schülervertretungen; die Jugendorganisationen FDJ und Pionierorganisation dienten als Instrumente der Partei zur Sicherung ihrer Herrschaft und Kontrolle.“
Das ist korrekt und heute zum Glück anders. Ne ernst gemeinte Frage: seit wann (ich meine seit welchem Jahr) gibt es in der Bundesrepublik die Mitbestimmung von SuS im Schulalltag?
Wie viel können die SuS tatsächlich mitbestimmen? In BB nur, wenn sie gemeinsam mit den Eltern stimmen.
„ Disziplinierung & Symbole: Der Alltag war geprägt von rituellen Handlungen wie dem Aufstehen bei Lehrereintritt („Guten Morgen“-Gruß) und regelmäßigen Fahnenappellen.“
Rituale sind im Schulalltag extrem sinnvoll. Wir sind übrigens nie aufgestanden, wenn der Lehrer den Klassenraum betrat, sondern wenn es zum Unterricht geklingelt hat. Bringt Ruhe und das klare Signal: „ jetzt geht es los“ in die Klasse. Machen meine SuS heute auch, wir sagen uns sogar: „Guten Morgen“.
Die Fahnenappelle fand ich nervig damals, in meinem heutigen Lehrerleben gab es regelmäßige Andachten (Bekenntnisschule).
„ Sie tun das öffentlich in einer Situation, in der die Mehrzahl der Ostdeutschen sich von der Demokratie abwendet und einer rechtsextremen Partei zuwendet.“
35%, so schlimm diese hohe Zahl auch ist, ist NICHT die Mehrzahl!
“Mehrheit der Ostdeutschen sieht Deutschland als scheinbare Demokratie.” Gerne hier nachlesen: https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/landtagswahlen-mehrheit-der-ostdeutschen-sieht-deutschland-als-scheinbare-demokratie/100062092.html
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Das ist immer noch weit entfernt von: „Die Mehrheit der Ostdeutschen wendet sich von der Demokratie ab und einer rechtsextremen Partei zu“.
Sie haben den Artikel sicher bis zum Ende gelesen? Dann fehlt mir die Auseinandersetzung mit der abschließenden Aussage:
“Die Umfrage zeigt aber auch: Die Unzufriedenheit mit der Demokratie ist kein ausschließlich ostdeutsches, sondern ein bundesweites Problem. So fühlt sich auch die Hälfte der westdeutschen Befragten bevormundet. Zudem kritisieren sie ebenfalls mehrheitlich eine gefühlte Abgehobenheit der Politik in Berlin”.
Unzufriedenheit und Ablehnung sind nicht dasselbe.
“Haben Sie eigentlich mal für die SED-Propaganda gearbeitet?”
Taten das nicht viele ehrenamtlich (offenbar bis heute)?
Das eigenliche Problem ist, das solche Personen tatsächlich auf Kinder und junge Menschen losgelassen wurden: “Diktatur: manche gut, manche schlecht”
Und jetzt “wundern” wir uns über das Erbe der NS- und DDR-Anhänger*innen in Deutschland 🙁
Einziger Trost: deren Parolen sind Glas und werden mit der Zeit völlig zurecht völlig vergessen ^^
Um Kritik an der DDR zu hören, musste man nur Westfernsehen schauen. 🙂
Und ohne Westfernsehen – keine Probleme. Wie praktisch. Wollen etliche ja offenbar wiederhaben.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Haben Diktaturen so an sich, dass die keinerlei Kritik zulassen.
Aber Sie können haargenau den gleichen “Kommentar” zu Nordkorea machen.
Muss damals wie heute schlimm gewesen sein 🙁
Ich kann wirklich kaum glauben, wie verzweifelt Sie hier den Unrechtstaat DDR zu verkaufen versuchen.
DASS Sie sich selbst nur kostenlose Bibliotheken ohne DDR-Diktatur nicht vorstellen können, ist heftig!
„… es war ein durch und durch autoritäres System, in dem es um Verwertbarkeit, nicht um Bildung ging.“
Es ging um Verwertbarkeit, genau. Erinnert mich an: „Wir brauchen die Migranten, weil sonst unser Pflegesystem, Fleischzerlegung, … zusammenbricht“. Im Kapitalismus geht’s ebenso nur um Verwertbarkeit von Fähigkeiten: der Markt regiert. Sie selbst haben doch die Vorteile der EU-Freizügigkeit damit begründet.
Ich fände übrigens gerade im Bildungssystem eine bedarfsgerechte Ausbildung durch die Bereitstellung von ausreichend vielen Studienplätzen sehr sinnvoll – dann würde man nämlich nicht völlig überrascht feststellen, dass zu wenig Lehrer da sind, wenn Kinder 6 Jahre nach ihrer Geburt eingeschult werden. Ist dann halt auch ein Bildungssystem, was auf die Verwertung der vermittelten Fähigkeiten abzielt – hier auf die Verwertung durch den Staat höchstselbst.
Das Zitat stammt so nicht von uns. Aber richtig ist: Wir brauchen Migration, um den Wohlstand in Deutschland erhalten zu können (einschließlich Renten- und Pensionssystem).
Das ist eine ökonomische Argumentation, klar.
Bildung ist aber keine reine ökonomische Angelegenheit – sondern auch eine gesellschaftliche. Wo sollen denn die künftigen Demokrat*innen herkommen, wenn nicht aus den Schulen? Wo die herzensgebildeten jungen Menschen, die später mal gute Eltern werden?
“Ich fände übrigens gerade im Bildungssystem eine bedarfsgerechte Ausbildung durch die Bereitstellung von ausreichend vielen Studienplätzen sehr sinnvoll.” Und wer entscheidet, was “bedarfsgerecht” ist – Staatsbedienstete, also Bürokraten (wie im Sozialismus)? Oder die Menschen selbst und der Arbeitsmarkt (wie im freien Deutschland)?
Was Sie ansprechen – Lehrkräftebedarf – zeigt doch auf, dass der Staat nicht mal als Arbeitgeber vernünftig planen kann. Dann soll er gleich für die gesamte Wirtschaft und Gesellschaft vorgeben, was “bedarfsgerecht” ist? Es hatte Gründe, warum die DDR bankrott war.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Wie gut kann eine Allgemeinbildung sein, wenn sie diktaturhörig macht?
Aber ja, lässt man den “ideologischen Quatsch” weg, bleibt von der DDR nichts mehr übrig als Ampelmännchen und Ressourcenbereitstelling für Bildung, deren Profiteur*innen heute eher Gegenargumente sind… :/
“Und … politische Bildung strebt wohl eine jede Staatsform in seinem Interesse an – manchmal gut, manchmal nicht. ”
Sie würden echt überall eine gute Mitläuferin sein. Mit Blick auf Ihre völlige Funkstille bezüglich russischer Kriegsverbrechen, hofft da jemand auf eine Funktionärsposition unter der AfD unter Putin? 😉
Hätte diese Allgemeinbildung die Menschen diktaturhörig gemacht, wäre 1989 die Mauer nicht gefallen!
Gäbe es breite Allgemeinbildung, wäre die AfD in einigen Bundesländern nicht stärkste Partei. Gerne hier nachlesen: https://www.rnd.de/politik/afd-waehler-maennlich-wenig-gebildet-und-haeufig-arbeitslos-SZOFU4HNDJN2ZLIMAPVITYF3M4.html
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Wie alt sind diese AfD-Wähler? Wie sieht es mit der Allgemeinbildung in Gelsenkirchen, Kaiserslautern …. aus? Die Allgemeinbildung scheint deutschlandweit abzunehmen, die AfD konnte ihre Stimmen z. T. verdoppeln, obwohl mal ein Politiker versprach, sie zu halbieren. Liegt das alles an einem Staat und dessen Bildungssystem, welches es seit fast 36 Jahren nicht mehr gibt?
Es liegt vor allem an einer unzureichenden politischen Bildung in den Schulen, die im Westen durch eine vier Jahrzehnte längere demokratische Kultur (noch) teilweise kompensiert werden kann.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
„ Gäbe es breite Allgemeinbildung, wäre die AfD in einigen Bundesländern nicht stärkste Partei.“
Okay, im Osten haben wir Ihrer Ansicht nach so viele AfD-Wähler, weil die DDR-Schule keine Allgemeinbildung vermittelt hat. Das passt zwar nicht wirklich zur Altersstruktur der AfD-Wähler, aber ignorieren wir derlei Peanuts mal.
Woran liegt die zunehmende Zahl von AfD-Wählern, insbesondere unter jungen Menschen, in den alten Bundesländern? Da gabs nie DDR-Schule, da gibts die gewachsene Zivilgesellschaft.
Wenn das Wählen der AfD ein Zeichen für mangelnde Allgemeinbildung ist, frage ich mich ernsthaft, was in den alten Ländern los ist.
Dass die Quote der AfD-Wähler*innen in Ostdeutschland mehr als doppelt so hoch ist als im Westen – haben Sie mitbekommen?
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Das ändert nichts daran, dass die absoluten Zahlen in – um in Ihrem Sprachbild zu bleiben – Westdeutschland mehr als doppelt so hoch wie im Osten sind.
Mit freundlichen Grüßen,
Mika
Dann sind die Menschen in Westdeutschland deutlich intelligenter als die im Osten, weil – in absoluten Zahlen – im Westen entsprechend mehr IQ-Punkte gesammelt werden? Die gleiche Logik.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Da kann man mal sehen, was ein zusätzliches Jahr Schauspielunterricht bringt.
Ihre Analogie hinkt.
„Die Menschen sind in Westdeutschland intelligenter“ bedeutet eine durchschnittlich höhere Intelligenz – hat mit absoluten Zahlen nichts zu tun.
Wenn Sie hingegen sagen, dass es in in den alten Bundesländern mehr intelligente Menschen als in den neuen Bundesländern gibt, ist diese Aussage höchstwahrscheinlich korrekt, zumindest wenn man eine Gleichverteilung von Intelligenz in alten und neuen Ländern annimmt.
Ich beziehe mich im von Ihnen kommentierten Post bewusst auf absolute Zahlen, um das Problem zu verdeutlichen: Trotz fehlender DDR-Sozialisation (welche Ihrer Aussage nach zu mangelnder Allgemeinbildung führte), die Ihrer Ansicht nach ursächlich für die hohe Zahl von AfD-Wählern in den neuen Ländern ist, gibt es in den alten Ländern mehr als doppelt so viele Menschen, die demnach ebenfalls wenig Allgemeinbildung haben – und das, obwohl sie das Bildungssystem eines demokratischen Staates durchlaufen haben.
Die AfD ist in allen Ost-Bundesländern außer Berlin stärkste Partei – wie kann man das so beharrlich ignorieren? Das heißt ja nicht, dass es das Problem im Westen nicht gibt. Dringlicher ist es aber zweifellos im Osten. „Unsere Untersuchung zeigt, dass sich derzeit viele Menschen in den ostdeutschen Bundesländern nicht mehr demokratische Teilhabe und Sicherung der demokratischen Grundrechte wünschen, sondern die scheinbare Sicherheit einer autoritären Staatlichkeit.“ Und das hat natürlich auch mit der – nicht genügend aufgearbeiteten – DDR-Vergangenheit zu tun. Gerne hier nachlesen: https://taz.de/Rechtsextremismus-in-Ostdeutschland/!5943942/
Herzliche Grüße
Die Redaktion
An welcher Stelle ignoriere ich, dass die AfD in allen neuen Bundesländern außer Berlin die zweitstimmenstärkste Partei ist? Mir macht das genauso Sorge wie Ihnen – vermutlich sogar mehr, weil ich (noch) hier lebe.
Ja, ich halte es für sehr wichtig und (Sie haben da ein schönes Wort gewählt) dringlich, dass die Politik den Blick auf den Osten richtet. Wäre schön und vor allem hilfreich in Bezug aufs Wahlverhalten, wenn das nicht von oben herab mit moralinsaurem: „Ihr kleinen diktaturgeschädigten Pseudofaschisten aus dem Osten: am besten zieht man die Mauer wieder hoch“ geschieht, sondern auf Augenhöhe.
Am besten unter Anerkennung der Tatsache, dass der Rechtsextremismus in der GESAMTEN Bundesrepublik zunehmend erstarkt. Noch besser mit tatsächlicher Unterstützung der Menschen, die sich hier im Osten dagegen auflehnen – von der Kommunalpolitik kommt da nämlich nicht so viel.
Die “kleinen diktaturgeschädigten Pseudofaschisten” sind die, die heute noch immer (oder: schon wieder?) die DDR glorifizieren. Und die gibt es nunmal fast nicht im Westen. Nicht mehr taufrisch, aber immer noch relevant – gerne hier dazu nachlesen: https://www.deutschlandfunk.de/das-ddr-bild-von-schuelern-in-ost-und-west-100.html
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Osten ca. 20% Bevölkerungsanteil, Westen ca. 80%. In dem Fall sind die absoluten Zahlen weniger aussagekräftig.
Um auf den Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität hinzuweisen, reichst. 😉
Beliebter Taschenspielertrick.
Sie wissen um die Anzahl der Finger des durchschnittlichen Bundesbürgers bescheid?
Der 10., der 9., …, der 6. und die weiteren 5 – zusammen also 11.
Ich sag’s ja: im Westen brauchste mehr Finger. Im Osten reichen zehn zum Zählen des vererbten Geldes 😉
Also überall ein nicht hinnehmbares Problem? Packen wir es an!
Schritt 1: Keine Parolen von Diktaturen reproduzieren (, Potschemuschka! 😉 )
Schritt 2: wissenschaftsbegleitete, parteiübergreifende Verbesserungen beschließen und LANGFRISTIG verfolgen
Von dieser großen Gruppe, der 35 bis 59 jährigen, haben nur die etwa 45jährigen und älter, das DDR-Bildungssystem mehr oder weniger bewusst erlebt. Sie waren zur Wendezeit Teenager bzw. junge Erwachsene. In dieser sensiblen Lebensphase erlebten sie eine totale Umstellung ihrer bisherigen Lebenswelt (Arbeitslosigkeit der Eltern, dadurch Geldmangel – Wegzug von Freunden und Familienmitgliedern gen Westen…)
Tscha, bei anderen jungen Menschen würde man von traumatisierenden Erlebnissen sprechen .. . Aber nicht bei “Ossis”! Ist schon komisch.
Sie machen sich garantiert Sorgen um IHRE Nachhilfeschüler?
Oder packen Sie die erst wieder aus, wenn Sie sich rechtfertigen wollen? (augenroll
“die AfD konnte ihre Stimmen z. T. verdoppeln”
Beans! Was sagen Sie Ihren Schülern dazu?
Nun sind die allermeisten AfD-Wähler jedoch nicht DDR-sozialisiert, sondern haben das bundesdeutsche Bildungssystem durchlaufen.
Des Weiteren stammen 7.174.117 AfD- Wähler der letzten Bundestagswahl aus den alten, 3.154664 hingegen aus den neuen Bundesländern.
Da hätte ich jetzt ehrlich gesagt doch erwartet, dass es nicht so viele Altbundesbürger ohne breite Allgemeinbildung gibt.
Sie machen es sich zu einfach.
Mit freundlichen Grüßen,
Mika BB
https://www.bundeswahlleiterin.de/bundestagswahlen/2025/ergebnisse/bund-99.html
Die übliche Relativierung des verbreiteten Autoritarismus in Ostdeutschland. Klar, den gibt es auch im Westen. Dass der Osten dafür besonders empfänglich ist, hat aber Gründe. „In Ostdeutschland ist die Möglichkeit einer gesellschaftlichen Entwicklung im Sinne einer Aushöhlung der Demokratie oder gar einer Entdemokratisierung spürbar vorhanden.“ Gerne hier nachlesen: https://www.migazin.de/2025/12/11/sachsen-anhalt-monitor-auslaenderfeindliche-einstellungen-verbreitet/
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Ich hab nichts relativiert.
Ich habe angemerkt, dass offensichtlich die allgemeinbildende Schule in den alten Bundesländern bei mindestens 7 Millionen Menschen versagt hat. Ich habe weiterhin angemerkt, dass dies bei mindestens 3 Millionen Menschen in den neuen Ländern ebenso ist, obwohl nicht mal die Hälfte von denen DDR-sozialisiert sein dürfte, wenn man bedenkt, dass ü65Jährige eher selten die AfD gewählt haben und die letzten Personen, welche die DDR-Schule zumindest in Teilen durchlaufen haben, jetzt mindestens 40Jahre alt sind.
Ihre These, dass das DDR-Schulsystem bei der Allgemeinbildung versagt hat, was man Ihrer Ansicht nach an der Dummheit der AfD-Wähler erkennen kann, erklärt nicht, warum das demokratische Schulsystem so viele AfD-Wähler hervorbringt. Insbesondere die Jugend wählt immer häufiger extrem, und auch da vor allem extrem rechts. Nach Ihrer These geschieht dies aufgrund fehlender Allgemeinbildung. Diese wurde und wird unabhängig vom Wohnort an alle unter 40 vom demokratischen Schulsystem vermittelt. Ich stelle also fest, dass das demokratische Bildungssystem der Bundesrepublik zusehends bei der Vermittlung von Allgemeinbildung versagt.
Klar – vor allem bei der demokratischen Bildung. Mit gravierenden Folgen insbesondere in Ostdeutschland, wo keine gewachsene Zivilgesellschaft (Vereine, Kirchen, Eltern etc.) die Defizite zumindest teilweise kompensieren kann.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Worauf bezieht sich Ihr „Klar“?
Auf Ihren letzten Satz. Herzliche Grüße Die Redaktion
Sie differenzieren bei Allgemeinbildung also zwischen gesellschaftspolitischer Bildung und fachlicher Bildung?
Sozial- und geisteswissenschaftliche Bildung ist Teil der Allgemeinbildung. Als MINT-Nerd bin ich halt nur teilgebildet.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Okay. Ich hatte nicht nachvollziehen können, warum Sie den das DDR-Schulsystem durchlaufen Habenden jegliche Allgemeinbildung abgesprochen haben. Aber das haben Sie dann ja offensichtlich gar nicht getan, sondern sich ausschließlich auf die Demokratiebildung bezogen. Da kann ich weitestgehend mitgehen.
Sorry, Sie verbreiten Klischees.
Sprechen Sie tatsächlich Leuten, die für MINT brennen, gesellschaftswissenschaftliche und soziale Bildung ab?
Dr. Mai Thi Nguyen-Kim zum Beispiel, Ranga Yogeshwar, Dr.Christian Drosten?
Ihr Ernst?
Schlechte Beispiele – denn die alle bringen sich kompetent in gesellschaftliche Debatten ein. Sprechen wir einem Elon Musk oder Peter Thiel gesellschaftswissenschaftliche und soziale Bildung ab? Ja.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Die Allgemeinbildung sollte hier aber auch nicht an Potschemuschka festgemacht werden. Sie vertritt hier eine Parteilinie, die von der Bevölkerung durch sie mit-, aber durch unzählige andere auch nur mitgettagen und nicht wenige abgelehnt wurde.
Nur weil Potschemuschia hier das Schlechteste von sich gibt, was die DDR-Diktatur zu kamellen hatte, sollte ihre PRIVATE Beweihräucherung des Unrechtstaates nicht annhärend als “normal” oder “typisch” missverstanden werden.
Fühlt sich beschämend an, aber diese Gestalten verschwinden mit neueren Generationen – und Mitläufer*innen wird KEINE Erinnerungskultur mit Ausnahme von Mahnmalen gewidmet
Mea culpa! Mein Gatte wies mich gerade darauf hin, dass nicht die Ossis die Mauer zum Einsturz brachten, sondern David Hasselhoff mit einem Song:
https://www.bing.com/videos/riverview/relatedvideo?q=David+Hasselhoff+looking+for+freedom&&mid=53224CC3E564F91FDC8E53224CC3E564F91FDC8E&FORM=VAMGZC
Das hatte ich ganz vergessen! 🙂
Ja siehste! Immer diese Ostromantisierung! Nix“wir sind das Volk“, nix Umweltbewegung, nix friedliche Revolution! Der Hasselhoff wars!
Genau! Und wer geisteswissenschaftlich gebildet ist, weiß das auch. (Geschichte und Musik sind doch geisteswissenschaftliche Fächer?) 🙂
Ist der Marxismus/Leninismus nicht ebenfalls eine Geisteswissenschaft?
Nö, eine Gesellschaftstheorie bzw. Weltanschauung.
Welch hartes Armutszeugnis für da unfähige Regime und/ oder unzählige Menschen in Ostdeutschland, aber wenn Sie DAS verbreiten wollen…
David Hasselhoff, die Mauer und ein Lied, das Geschichte schrieb – Berlin 80er Radio
🙂
Nicht durch Menschen wie Sie! 😀
Sorry, die Held*innen dieser Zeit verdienen Annerkennung ihres – historisch quasi einzigartigen – Verdienstes!
Aber was hat das mit Ihnen zu tun? Sie verteidigen alles – damals wie heute – gegen das gekämpft wurde, was soll Ihr Punkt also sein?
“Sie verbreiten (mal wieder) Märchen.” (Redaktion)
“Alles richtig! Und trotzdem wurde Wert auf eine gute Allgemeinbildung für alle Wert gelegt” (Sie)
Betrüblich, dass Sie zustimmen UND am Märchen festhalten wollen/ müssen. 🙁
Darf ja nicht alles umsonst gewesen sein…
“Aber das meinen Sie wohl sicher nicht. ”
Doch. Mich stört es persönlich, dass Sie nach Jahrzehnten immer noch kein kritisches Verhältnis dazu aufbauten, WOZU DIESER Staat diese Mittel investierte und wiederholt keinerlei Unterschied zu einer freien Demokratie in einem Rechtstaat erkennen können, aber die Priorität der Mittel war nachhaltig – SIE schreiben regelmäßige Belege diesbezüglich. Was könnten solche Ressourcen für eine Demokratie bewirken? 😀
“Diktatur und so …” Erschreckend, mit welcher Selbstverständlichkeit Sie das rausschreiben. Aber Diktatur ist für Sie halt eine natürliche Alternative zur Freiheit (anderer!) 🙁
“für einen Staat, der mehr Mittel in Bildung steckte, sogar in frühkindliche Bildung “
Ist auch gar nicht mal so so schwer, wenn man bedenkt, dass die jährlichen Bildungsausgaben pro Schüler*in in “The Länd” niedriger sind als der Bundesschnitt oder wenn man solche Meldungen liest:
“Baden-Württemberg ist Schlusslicht bei Kita-Ausgaben. VBE: Wer verändern will, muss investieren!“
“… damaliges Bildungssystem...Nachhilfe, Ausbeutung von Müttern und systemischer Benachteiligung (bspw. von armen Kindern…”
Tut mir leid, so etwas kenne ich nicht aus meiner Schulzeit und meinen ersten Lehrerjahren. Wie viele “Bildungsverlierer” es damals gab, weiß ich nicht. Allerdings fanden alle meiner damaligen Hilfsschüler eine Arbeit, wenn auch manche “nur” als Hilfskräfte, keiner war auf Sozialhilfe angewiesen (bis 1990). Aber ich kann natürlich nicht für alle sprechen, verbuchen Sie es also unter anekdotische Evidenz. 🙂
Finden Sie Ihre persönlichen Anekdoten etwas geschmacklos mit Blick auf die Taten des Unrechtstaates DDR?
Naja, immerhin Ihnen ringt es heute noch ein Lächeln ab…
Ihre Beiträge beruhen leider zumeist auf anekdotischer Evidenz und dem Unwillen/Unvermögen, neuere Erkenntnisse aus der Psychologie und Pädagogik in Ihrem Unterricht umzusetzen. Zudem bauen Sie immer gerne den Strohmann auf, auch bewährte Methoden sollen abgeschafft und durch eine Abkehr von Inhalten ersetzt werden.
Solche destruktiven Polarisierungen und Pauschalisierungen tragen meiner Meinung nach jedoch eine deutliche Mitschuld an der Misere – genauso wie die Verklärung der Vergangenheit, ohne erkennen zu wollen, dass sich die Rahmenbedingungen seitdem sehr stark verändert haben.
Wenn man Ihre Argumentation weiterführen würde, müsste man übrigens auch die Prügelstrafe und den Karzer wieder einführen, schließlich dürften die meisten deutschen Nobelpreisträger diese noch als Schüler erlebt haben (wenn auch vielleicht nicht am eigenen Leib).
Ach, Philantroph…
Es ist wirklich rührend, wie zuverlässig Sie jedes Mal das pädagogische Bullshit-Bingo durchspielen. „Anekdotische Evidenz“, „neue Erkenntnisse“, „Strohmann“ – Sie haben die Begriffe offenbar so oft gelesen, dass Sie sie inzwischen wie Zaubersprüche einsetzen. Nur schade, dass sie inhaltlich ungefähr so viel Wucht entfalten wie ein nasser Schwamm.
Natürlich, wer sich erlaubt, die Leistungsschule der 90er nicht als pädagogisches Mittelalter zu diffamieren, muss in Ihrer Logik zwangsläufig auch den Karzer zurückwollen. Ein beeindruckender Gedankensprung.
Ja, die Rahmenbedingungen haben sich verändert. Das ist unbestritten. Nur seltsam, dass ausgerechnet diejenigen, die ständig von „Komplexität“ reden, so große Mühe haben, zwischen Verklärung und Vergleich zu unterscheiden. Aber gut – wer alles, was nicht in sein pädagogisches Wunschbild passt, reflexhaft als „destruktive Polarisierung“ etikettiert, der sieht vermutlich auch im Lineal schon den Vorboten autoritärer Regression.
Sie beklagen Strohmann-Argumente, während Sie selbst eine ganze Scheune voller Strohfiguren aufstellen.
Sie tadeln Pauschalisierungen, während Sie selbst gleich palettenweise davon ausgeben. Und Sie berufen sich auf „neue Erkenntnisse“, ohne je zu konkretisieren, welche das eigentlich sein sollen – außer vielleicht jenen, die gerade im Trendseminar des Elfenbeinturms zirkulieren, wo man sich gegenseitig versichert, dass jede Kritik an der Gegenwart nur Ausdruck mangelnder Modernitätsbegeisterung sei.
Zynische Lehrkräfte sollten den Schuldienst möglichst schnell verlassen. Das würde ihnen und der Schülerschaft nur gut tun.
Betroffene, völlig richtig – zynische Lehrkräfte sollten den Schuldienst schnell verlassen.
An den Oberschulen und Gymnasien meiner Stadt blieben dann allerdings nicht mehr viele übrig, um den Laden überhaupt noch aufzuschließen.
Aber gut, vielleicht funktioniert Schule ja auch mit ein paar idealistisch Überlebenden und einer großen Portion Wunschdenken. Die Realität ist da leider weniger kooperativ.
Den Karzer lieber nicht, da wurde getrunken und Damenbesuch empfangen.
Ihr Zynismus nervt mich zunehmend.
Mich nervt das Wegducken vor der Realität.
Da gibt es schon noch etwas dazwischen. Herzliche Grüße Die Redaktion
Meinen Sie “Pessimismus” und “Sarkasmus”? 🙂
Wir meinen konstruktive Kritik, gewerkschaftliches Engagement – oder, wenn’s gar nicht mehr erträglich ist, einen Jobwechsel. Ist ja niemand versklavt. Gerne hier nachlesen: https://www.news4teachers.de/2025/09/lehrkraefte-unterschaetzen-ihre-faehigkeiten-enorm-wie-paedagoginnen-und-paedagogen-in-der-wirtschaft-durchstarten/
Herzliche Grüße
Die Redaktion
„ Wir meinen konstruktive Kritik, gewerkschaftliches Engagement – oder, wenn’s gar nicht mehr erträglich ist, einen Jobwechsel.“
Mal nur so als Frage:
Wie oft haben Kultusse auf die von Lehrkräften geäußerten Bedürfnisse in Bezug auf mehr Personal, kleinere Klassen, angemessene Ausstattung, vernünftige Ausfinanzierung insbesondere der Inklusion etc. so reagiert, dass sie diese umfassend erfüllt hätten?
Wie oft wurden gewerkschaftliche Forderungen obiger Art oder auch nur die simple Umsetzung der gesetzlich seit etlichen Jahren und vom damaligen Arbeitsminister Heil bestätigten Arbeitszeiterfassung umfassend beachtet und umgesetzt?
Was interessiert die Kultusse, was die Gewerkschaften in Bezug auf die Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte wollen? (Spoiler: Nix).
Is ja jetzt nicht so, dass die Zustände in den Schulen kurzfristig so gekommen sind – das geht seit Jahrzehnten so und verschlechtert sich zusehends. Und zwar unter konstanter ministerieller Ignoranz jahrzehntelanger konstruktiver Kritik und (aus meiner Sicht zumindest von der GEW teilweise sehr zweifelhaften) gewerkschaftlichen Engagements.
Und ja, empfehlen Sie uns, welche nicht die Klappe halten (weil wir keinen Beamtenmaulkorb haben?) gern den Ausstieg aus dem Job. Dann bleibt alles schön ruhig und beim alten, außer: es gibt noch weniger ausgebildete Lehrer in den Schulen, denen die Bildung ihrer Schüler wichtig ist – genau deshalb reißen wir nämlich die Klappe auf.
In einem haben Sie recht: es ist schon ein Zeichen von großer Sturheit, trotz jahrelanger Ignoranz durch die zuständigen Personen immer wieder zu versuchen, Gehör zu finden. Muss bei Katze und mir wohl an der DDR-Sozialisation liegen (sture Ossis eben), dass wir halt nicht einfach auf- und uns ins System ergeben, sondern weitermachen. Einfacher wäre Ersteres.
“Auf die von Lehrkräften geäußerten Bedürfnisse” – wer hat wann welches Bedürfnis geäußert? Zur bescheidenen Resonanz der Forderung nach kleineren Klassen unter den Beschäftigten an Schulen – gerne hier nachlesen: https://www.news4teachers.de/2024/12/beteiligung-immer-schwaecher-gew-mobilisiert-nur-noch-2-000-schulbeschaeftigte-zum-warnstreik/
Andernorts haben wir in 15 Jahren News4teachers überhaupt noch keine ähnlichen Aktionen wahrgenommen. Aktuell läuft eine Petition des VBE NRW für bessere Arbeitsbedingungen an Schulen – unterzeichnet von bislang nicht einmal 4.000 Menschen. Zum Vergleich: An NRW-Schulen arbeiten rund 220.000 Lehrkräfte.
Sorry, die Mobilisierung von Lehrerinnen und Lehrern für bessere Schulen ist dürftig. Kein Wunder, dass die Politik locker daran vorbei kommt.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Mein Ansprechpartner ist nicht die Öffentlichkeit (via Petition).
Mein Ansprechpartner ist
1. Schulleiter
2. Schulrat
3. Leiter des Schulamts
4. Minister
Und zwar in genau dieser Reihenfolge.
Seien Sie gewiss, dass diese genau wissen, wo die Probleme liegen. Nicht umsonst lassen KultusministerInnen gern mal fallen, dass nach Hattie die Klassengröße keinen Einfluss auf den Lernerfolg hätte.
In BB haben etliche hundert Lehrkräfte persönlich mit Minister Freiberg geredet, wo der Schuh drückt. Was ist passiert? Ne Stunde mehr Deputat.
Sie behaupten doch, dass die Kultusse hier mitlesen. Dann wissen diese, welche Bedürfnisse hier artikulieren werden.
Geben Sie meine Emailadresse gern weiter an nachfragende Behördenvertreter aus Brandenburg, welche von echten Lehrkräften etwas über deren Bedürfnisse bzgl. ihres Arbeitsplatzes erfahren wollen.
Hier indirekt zu behaupten, dass die armen Kultusse ja gar nicht wissen, dass Lehrer überlastet sind und deshalb nichts dagegen tun, grenzt an – nun, ich spare mir das Wort.
In BB bekommen wir jährlich Post vom MBJS, dass man um die massive Belastung wisse und sich fürs Aushalten bedanke.
Sorry, da bleibt nur noch Zynismus.
PS: die von Ihnen erwähnte Petition des VBE in NRW wurde am 20.02.26 veröffentlicht. Das sind nicht mal vier Wochen. Dafür finde ich inzwischen 4073 Unterschriften ziemlich gut!
Liebe Kollegen aus NRW:
Hier geht’s zur Petition:
https://vbe-nrw.de/dauerbaustelle-bildung/
“Dafür finde ich inzwischen 4073 Unterschriften ziemlich gut!” Geht so – allein der VBE NRW hat über 25.000 Mitglieder. Politischer Druck baut sich so jedenfalls nicht auf.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Vier Wochen online. Wie stark beworben? Wissen die Kollegen überhaupt davon? Mir war das neu. Ich hätte da übrigens hier nen Artikel erwartet – scheint ja eher ungewöhnlich zu sein, wie Sie sagen. In BB gabs sowas ähnliches mehrfach:
Petition Landeselternrat BB : Mehr Bildung und mehr Haushaltsmittel für Schulbildung in BB, 25.000 Unterschriften, überreicht am 19.6.25, Kürzungen wurden trotzdem vom Landtag beschlossen.
Es läuft aktuell eine Volksinitiative „Unterricht statt Ausfall“.
Laufzeit der Petition in NRW ist noch 198 Tage. Warten wir ab, wie viel da noch kommt.
Scheint dann aber auch die Eltern nicht zu interessieren: die Petition setzt sich ja gleichzeitig für die Belange der SchülerInnen ein. Inzwischen übrigens 4079 Stimmen 😉
Wäre ja mal einen Artikel wert: was gab bzw. gibt es an Initiativen in den einzelnen Ländern, was wurde durch die Politik umgesetzt.
“Ich hätte da übrigens hier nen Artikel erwartet” – wir haben selbstverständlich darüber berichtet. Gerne hier nachlesen: https://www.news4teachers.de/2026/02/vbe-startet-petition-endlich-vernuenftige-lern-und-arbeitsbedingungen-an-schulen-schaffen/
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Oh, dann bitte ich um Entschuldigung: der ist mir durchgegangen.
Aber ansonsten: es wäre tatsächlich mal sehr interessant, welche Initiativen es in den letzten 15 Jahren zur Verbesserung der Lern- und Arbeitsbedingungen in Schulen gab, und was von deren Forderungen durch die Politik in den einzelnen Ländern umgesetzt wurde.
Ich vermute, die Wirkung dieser Initiativen verpuffte ähnlich, wie die Wirkung von Brandbriefen. Aber ich lasse mich gern eines Besseren belehren.
Zynismus
Haben Sie diesbezüglich etwas zu den Angriffen Russlands auf die ukrainische Zivilbevölkerung im Sinn?
Nicht, dass Sie nach jahrerlanger Indokrination es nicht mehr zustandebringen, Russland zu kritisieren, selbst wenn es einen Angriffkrieg startet und Zivilist*innen abmetzelt.
Was würde das dann für Sie bedeuten?
Nur noch eine mitleids(befreute) Drohne?
Betroffene, völlig legitim – jeder hat eben seine persönlichen Trigger.Sie nervt mein Zynismus, andere nervt die Realität, wieder andere nervt das Schönreden derselben.
Man sucht sich ja nicht aus, was einem auf die Nerven geht.
Ich war auch an den 80ern in der Grundschule. Ende der 2. Klasse konnten alle 30 Schüler lesen und schreiben. Heute sehe ich das bei meinen Kindern in der Klasse nicht. Dafür dürfen sie sich intrinsisch aussuchen, was sie lernen wollen, sie sollen mit 7 Post-its nach Themen strukturieren… keiner kann flüssig schreiben oder Texte verfassen. Ich bin auch immer wieder erstaunt, dass viele dies nicht sehen (wollen) und weiter in eine Lernrichtung laufen, die nur für wenige Schüler zu funktionieren scheint.
Da gewinnt der Sohn von GastarbeiterInnen mal eben eine Landtagswahl und hier, wo immer sogar unbegrenzte Zuwanderung gefordert wird, ist es nicht wichtig! Vielleicht sollte mal bedacht werden, ob so ein politischer Hammer nicht mehr wert ist für das Zugehörigkeitsgefühl der Nachkommen von gerufenen Arbeitskräften als alle gut-gemeinten Sonntagsreden, Seminare zum Thema oder der Wunsch mehr geliebte BeamtInnenstelllen an diese große Personengruppe zu vergeben!? Lasst uns ötzen
Genau das feiere ich auch!!!!
Özen, sorry
Meine Erfahrungen als Lehrerin an einer GS in RLP: Von der ,Schule der Zukunft‘ redet unsere SL, wenn Sie von einer Tagung kommt. Angekommen ist bei uns bislang nichts, außer schöner Worte. Schöne große Worte gibt es ohne Ende, aber es passiert nichts. Zumindest nicht an der GS. Schöne Worte werden gesprochen und schöne Diagnosehefte werden gedruckt. Diktate werden abgeschafft und damit ins bodenlose sinkende Rechtschreibleistungen bei den Schülern erzielt. Will aber keiner was von hören.
Die SPD hat uns GS Lehrern in RLP A13 verwehrt. Immer mehr, vor allem fertige Junglehrer gehen in die Nachbarländer Hessen und NRW, wo A13 gezahlt wird. Wir gehen den Bach runter, wenn jemand erkrankt, kommt maximal ein Student/Studentin. Die darf ich krank von zuhause anleiten. Die CDU hat sich schon lange für A13 stark gemacht und das Problem der mangelnden Lehrkräfte erkannt. Von daher weiß ich wen ich am 22. wähle.
Nennt sich Vorteilsannahme.
Wir haben keine Lehrer mehr… Nennen Sie es wie Sie wollen!
Das wäre mir aber neu, dass es in RLP keine Lehrer mehr gibt – oder meinten Sie zugespitzt, es gäbe keine Lehrer mehr, die diese Bezeichnung auch verdienen?
Wer pauschalisiert und polarisiert, ist zumeist Teil des Problems, selten jedoch der Lösung.
Ich bin nicht sicher nicht Teil des Problems, da ich noch in RLP an meiner Schule geblieben bin. Sorry, dass ich eventuell gegen Ihre SPD wettere, aber diese schaut seit Jahren zu, wie Kolleginnen aufgrund besserer Bezahlung mit A13 nach Hessen und NRW abwandern. Uns bleiben die PES Kräfte und das sind eben keine ausgebildeten Lehrer.
Prostitution – weil Sie es für Geld machen.
So gesehen ist fast jede Arbeit Prostitution.
Ohne Worte …
Sie wählen sicher immer die Partei, die sich nicht für Ihre Belange einsetzt. Scheinheiligkeit pur!
Ja klar. Aus Erfahrung weiß ich, dass alle Parteien in allererster Linie sich für ihre Interessen bzw. die der sie unterstützenden Lobbyorganisationen einsetzen und deshalb meine Belange zunächst einmal zurückstellen müssen.
Hinzu kommt ein Faible für Parteien, die dafür Sorge tragen, dass die Tariferhöhungen nicht 1:1 bzw. zumindest stark zeitversetzt auf die Beamten übertragen werden.
So ganz kann ich meine eigenen Interessen halt doch nicht verleugnen.
Altruismus überlass ich ganz uneigennützig anderen.
Inwiefern ist es Vorteilsannahme, die Partei zu wählen, die man als geeignetsten Vertreter seiner Interessen ansieht? Ich dacht, so funktioniert das bundesdeutsche Wahlsystem?
Grundsätzlich ist es empfehlenswert, die Partei zu wählen, die einem den größtmöglichen Vorteil ermöglicht. Das geht am einfachsten durch Stimmenkauf. Hat schon im alten Rom funktioniert. Ebenso bei Churfürsten des Heiligen römischen Reiches, warum also nicht auch mit dem gemeinen Wahlpöbel?
Vertreterin – die Partei!
Die Polizei – deine Freundin und Helferin!
Vorteilsannahme ist ein Begriff aus dem Strafrecht. Man nimmt einen Vorteil an, obwohl man das wegen seines Berufs nicht darf. Lesen Sie das noch zweimal, mindestens. Vielleicht wird Ihnen dann klar was Sie für einen Mist schreiben!
Stimmt doch, wenn Sie als Berufsbeamtin die von den Angestellten erkämpften Prozente ungerechtfertigterweise annehmen.
Ich nehme gar nix ungerechtfertigter Weise an. Ich erhalte eine schon lange nicht mehr amtsangemessene Alimentation.
Was Vorteilsannahme ist, haben Sie aber immer noch nicht begriffen. Da hilft auch zweimal lesen nicht….
“Die SPD hat uns GS Lehrern in RLP A13 verwehrt. “
Mit solchen Maßnahmen gewinnt man im Südwesten Wahlen, wie das Beispiel BW zeigt.
Dann noch Teilzeit einschränken, mit Giftzähnen drohen, beim Bildungsmonitor abstürzen usw, dann klappt es schon den Ministerpräsidenten zu stellen.
Na, da hat jemand die Landtagswahl wohl nicht weiter als (Über-)Reaktionen auf einzelne Videoausschnitte verfolgt 😛
Welche Parteien denken derzeit NICHT darüber nach, die Teilzeit einzuschränken? Sie haben da ja offensichtlich einen Überblick und betreiben definitiv kein cherrypicken – dann würden Sie ja bspw. gute Nachrichten beim Bildungsmonitor verschweigen (https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.baden-wuerttemberg-suedwesten-verbessert-sich-in-bildungsstudie-leicht.7986e9b1-fa5e-4804-9d61-8739fb1116f3.html)
Wobei… da wird MEHR Ganztag gefordert… Da hören die bösen Grünen wohl auf die Wirtschaft – Pfui! 😀
“betreiben definitiv kein cherrypicken”
Weil sie die zahlreichen negativen Entwicklungen BWs im Dynamikranking nicht erwähnen?
Ich habe und werde die BW-Grünen kritisieren – so wie jede andere Partei auch.
Haben Sie den Eindruck, ich würde da Rücksicht nehmen, wenn Kritik gerechtfertigt ist?
Bei Ihnen:
Kein Wort an schlechtere Parteien, kein Wort an ambitionierte Parteien. Aber sofort weinen, die anderen wären auch doof – sehr konstruktiv…
https://www.news4teachers.de/2026/03/soeder-bleibt-hart-beamten-wird-besoldung-nur-zeitversetzt-erhoeht-ab-oktober/#comment-788926
Ist DAS bayrische Politik? Ich dachte, da läge unerschütterlicher, fast (für andere) schmerzhafte Glaube an das eigene Land vor und kein Whataboutism, sobald etwas nicht läuft…
Und im Zweifelsfall einfach eine Nicht-Aussage betreiben, die von echter Kritik abkenkt und von der Sie zurückrüdern können, sobald Ihre Absicht klar wird – auf Kosten Ihrer Haltung zum Thema, aber die Verfügen Sie ja bewusst nicht (augenroll)
https://www.news4teachers.de/2026/03/soeder-bleibt-hart-beamten-wird-besoldung-nur-zeitversetzt-erhoeht-ab-oktober/#comment-788898
Peinlich, aber auf Nachfrage wollen Sie ja auch vorgeben, keine Ahnung von dem haben, was Sie schreiben (https://www.news4teachers.de/2026/03/auf-der-kippe-beendet-die-landtagswahl-deutschlands-ambitioniertesten-modellversuch-in-der-bildung/#comment-788776)
Wer für Nichts steht, fällt bei allem um.
Mir wird oft widersprochen und nicht selten BELEGT, warum ich meine Meinung ändern sollte!
Nichts in diesem Forum fühlte sich so echt an, wie ein Daumenhoch von Vehrenkamp, dessen Meinung ich selten bin aber keiner versteckt sich da hinter Mimimi, das könnt ihr mir nicht nahweisen – DIESER Scheiß “funktioniert” in der Politik, aber Lehkräfte haben die Schüler*innen jeden Tag vor sich sitzen. Da müssen Sie endlich mehr an den Tisch bringen “wenn meien Quellen stimmen” Wer zum Geier spricht/ schreibt so?
…
Oh, nein! Ich wurde alles, was ich verachte! Mein Albtraum! Mein Alter Ego? Ich wurde zur “Rainen Textwand” 🙁
“Oh, nein! Ich wurde alles, was ich verachte! Mein Albtraum! Mein Alter Ego? Ich wurde zur “Rainen Textwand”
Das tut mir leid für Sie .
Mein Mitleid haben Sie schon länger.
Wenn es ihnen hilft sich an hier mir abzuarbeiten, dann machen Sie ruhig weiter damit.
Oho, Sie schrieben Ihre Meinung zu meinem Witz.
Werden Sie es vollbringen und Ihre Meinung zum Thema schreiben? 😀
Natürlich nicht…
Sie hätten sich zwar auch für mein Angebot bedanken können, das Sie eben angenommen haben, aber vermutlich haben Sie das im Eifer des Gefechts vergessen.
Das nehme ich Ihnen aber nicht krumm.
Bedanken?
Aber ja, keine Meinung schreiben zu wollen, ist in einem Forum zum Meinungsaustausch wohl für Sie ein “Angebot”… ?
Ich sage Ihnen was: Wenn Sie eine MEINUNG zu einem Thema schreiben, danke ich Ihnen wirklich [finde es nicht, aber heute stimme ich Ihrer Meinung zu
😀 ]
Wer CDU wählt, bekommt auch CDU
und keine Zukunft…
Das Einzige was der deutsche Michel noch schlimmer findet als den Ist-Zustand, ist eine Veränderung des Ist-Zustandes…
So what – gibt es halt eine Reform der reform, also eine Re-Reform. Das ist im Wirtschafts- und Bildungssektor so üblich, sonst erkennt ja keiner mehr, welche Farbe die gerade aktuelle Politik hat. Und somit verkommt Bildungspolitik zur quergestreiften, von Pünktchen und florealen Applikationen durchzogenes vielfarbiges Stückwerk, das “Augenkrebs” verursacht. Mit anderen Worten, sie wird unansehlich.
Macht nix, passt dann zum Fliesentisch.