Mit einem Mix aus Kongress, Fachmesse und Exkursion und einer Keynote von „Netzlehrer“ und Bildungsaktivist Bob Blume zur Relevanz Beruflicher Bildung in Zeiten der Transformation feiert der Berufsbildungskongress jakobb am 29. & 30. April zusammen mit dem Christiani Ausbildertag mit mehr als 500 Teilnehmenden seine Hauptstadt-Premiere. Berlins Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch kam als Schirmherrin der Veranstaltung zum Kongress-Auftakt.

BERLIN, 29. April 2026. Zwei Tage für die Zukunft der Dualen Ausbildung: Ein Veranstaltungskonzept der Stuttgarter Agentur für Bildungskommunikation Klett MEX, das in Baden-Württemberg bereits seit 2015 eine feste Größe im Kalender von Ausbildungsverantwortlichen, Schulleitungen, Lehrkräften und Schulträgern darstellt, feiert heute Premiere in der Hauptstadt. Erstmals lädt der Jahreskongress Berufliche Bildung – kurz: jakobb – das „Who’s who der Beruflichen Bildung“ aus Berlin und Umgebung dazu ein, über die Zukunft der Dualen Ausbildung zu diskutieren und Best Practices aus Unternehmen und Schulen kennenzulernen. Und es gibt noch eine weitere Premiere beim „jakobb Berlin“. Denn der Kongress findet erstmals gemeinsam mit dem Christiani Ausbildertag statt. „Mit der Idee, den jakobb und den Christiani Ausbildertag in Berlin zu verbinden, haben wir ein einzigartiges Format geschaffen, in dem sich Ausbilder:innen und Lehrkräfte austauschen, vernetzen und auf den aktuellen Stand bringen. Es freut mich sehr zu sehen, dass das Konzept aufgeht – denn die Veranstaltung ist ausverkauft“, sagte Marissa Matzka, Vertriebs- und Marketingleitung bei Christiani, zum Auftakt in den Räumen der IHK Berlin.
Dr. Benny Pock, Geschäftsführer der Klett MEX GmbH, über das neue Branchenevent: „Der jakobb ist der führende Kongress für die Duale Ausbildung in Deutschland. Nach Stuttgart gibt es ihn jetzt auch in Berlin – und hat hier seinen ganz eigenen Charakter. Er verbindet sich organisatorisch mit dem Christiani Ausbildertag und inhaltlich mit den spezifischen Themen der Betriebe und Schulen im Nordosten der Republik.“ Die rund 500 Bildungsakteure, die der Einladung der Veranstalter gefolgt sind, erwartet heute und morgen ein randvolles Programm. An Tag 1 stehen Themen wie Personalisiertes Lernen, Nachwuchsgewinnung, Künstliche Intelligenz, Digitalität, Diversität, Nachhaltigkeit und Lernkultur im Mittelpunkt der mehr als 20 Vorträge, Workshops und Live-Formate.
Schnittstellen zwischen neuem Wehrdienst, ziviler Ausbildung und Berufsorientierung
Neben Klett MEX, Christiani und der IHK Berlin ist auch das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) Mitausrichter der Veranstaltung. Prof. Dr. Michael Heister, Leiter der Abteilung 4 „Initiativen für die Berufsbildung“ im BIBB, stimmte die Teilnehmenden bei der Kongresseröffnung am Morgen auf das abwechslungsreiche Programm ein: „Ich freue mich, dass wir mit dem jakobb jetzt auch in der Hauptstadt angekommen sind und hier am Nachmittag in einem Panel über die Schnittstellen von Wehrdienst, Beruflicher Bildung und Berufsorientierung diskutieren können.“ Gemeinsam mit Oberst i.G. Prof. Dr. Manuel Schulz (Leiter des Zentrums für technologiegestützte Bildung an der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg) sowie Oberst i.G. Michael Paul (Referatsleiter Personalplanung / Personalgewinnung aus dem Kommando Heer) und Silke Richter, Abteilungsleiterin Berufliche Bildung & Fachkräfte der IHK Hannover, geht Prof. Dr. Heister in der Diskussionsrunde unter Einbeziehung des Publikums dabei unter anderem der Frage nach, welchen Beitrag Berufliche Bildung zur Gesamtverteidigung leisten kann.
Zur Eröffnung des Kongresses nahm Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie des Landes Berlin und Schirmherrin der Veranstaltung, zusammen mit der Hauptgeschäftsführerin der IHK Berlin Manja Schreiner an einem moderierten Gespräch teil. Beide betonten dabei, dass die Zielgruppe der Veranstaltung, also Ausbilder:innen und Lehrkräfte, in einer sich wandelnden Welt vor allem Offenheit und Flexibilität mitbringen sollten – denn das, was in der Vergangenheit gut funktioniert hat, „ist nicht auf ewig das Erfolgsrezept“, so Manja Schreiner. „Die Zahl der Jugendlichen, die eine Ausbildung machen wollen, sinkt seit Jahren. Als IHK arbeiten wir mit großem Einsatz daran, diesen Trend nicht nur aufzuhalten, sondern umzukehren. Denn die Duale Ausbildung ist ein wesentliches Fundament für wirtschaftlichen Erfolg. Wir brauchen also neue Ansätze in der Ausbildung, um wieder mehr Jugendliche hierfür zu begeistern. Auf dem Jahreskongress Berufliche Bildung bringen wir die zentralen Gestalterinnen und Gestalter der Dualen Ausbildung zusammen, um gemeinsam den Blick nach vorn zu richten. Wenn sich Ausbilderinnen und Ausbilder sowie Berufsschullehrende auf Augenhöhe austauschen, entstehen konkrete Ansätze für eine moderne, zukunftsfähige Ausbildung.“

Relevanz Beruflicher Bildung in Zeiten der Transformation
Berlins Bildungssenatorin hat bei ihrem schulischen Werdegang selbst die Erfahrung gemacht, „dass es jemanden braucht, der an einen glaubt.“ Denn, so Katharina Günther-Wünsch: „Junge Menschen müssen wissen, dass sie etwas erreichen können und wir müssen uns die Frage stellen: Was braucht es dafür?“ Antworten auf diese Frage lieferte gleich im Anschluss der Keynote-Speaker Bob Blume. Der prominente „Netzlehrer“ und Bildungsaktivist war, so berichtete er zum Auftakt, davon ausgegangen, dass ihn im Kontext der Beruflichen Bildung nur wenige Menschen kennen. Dies dürfte sich jedoch mit dem jakobb Berlin ändern.
Denn Blume, einer der entscheidenden Köpfe in Deutschlands Bildungsszene, warf unter dem Aufhänger „Real und relevant – Bildung zwischen den Lernorten“ die Frage auf, wie Lernen in einer Welt gelingt, in der sich Gesellschaft, Arbeitswelt und Technologien rasant wandeln. Bildung sollte, so Blume, so gestaltet werden, dass sie „nicht nur formal vermittelt wird, sondern echte Relevanz schafft, die Lernorte miteinander verbindet und Handlungskompetenz für die Zukunft stärkt.“ Dass die Duale Ausbildung durchaus ihre Vorzüge hat und man nicht zwingend ein Abitur braucht, um einen guten Job zu bekommen, weiß auch der „Netzlehrer“ Blume. Erst kürzlich sagte er dazu in einem Interview: „Wer nach der 10. Klasse eine Ausbildung macht und sich da richtig reinhängt, hat nach fünf Jahren einen Job, der jede Lehrkraft vor Neid erblassen lässt.“ Es brauche daher eine Kraftanstrengung, die berufliche Bildung sichtbar zu machen. Und zugleich müsse es gelingen, die Relevanz Beruflicher Bildung in Zeiten der Transformation zu betonen, so Blume in seiner Keynote.
In verschiedenen Panels und Best Cases diskutieren am Nachmittag unter anderem der langjährige Handballtrainer, Manager und Talententwickler Bob Hanning, Stefan Spieker (Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer von FRÖBEL), Jürgen Böhm (Staatssekretär im Bildungsministerium Sachsen-Anhalt), Dr. Julia Kleeberger (Geschäftsführerin des Sozialunternehmens Form 21 und Social Entrepreneurin), Nico Schönefeldt (DIHK), die Auszubildende Jolina Hukemann (Axel Springer) sowie Ausbildungsverantwortliche von Vonovia, Siemens Energy und der Werner-von-Siemens Schule. Abgerundet wird das Ganze durch eine begleitende Fachmesse zur Beruflichen Bildung, bei der sich innovative Bildungsanbieter in den Räumen der IHK Berlin präsentieren.
Geführte Exkursionen zu Best-Practice-Ausbildungsorten
Am morgigen zweiten Kongresstag haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, an geführten Exkursionen zu Unternehmen und Berufsbildenden Schulen in der Region teilzunehmen und sich vor Ort selbst ein Bild von innovativen Ausbildungskonzepten zu machen. Diese Exkursionen sind beim jakobb in Stuttgart seit Jahren fester Bestandteil des Kongressprogramms und erfreuen sich großer Beliebtheit beim Kongresspublikum. In Berlin sind als Exkursionsziele u.a. die SIEMENS AG, die BMW Group, Axel Springer SE, das ABB Ausbildungszentrum Berlin und der BVG-AusBildungs-Campus mit dabei. Der jakobb Berlin bildet so – in Zusammenarbeit mit dem Christiani Ausbildertag – ein ganzheitliches Kongressevent zur Zukunft der Dualen Ausbildung, bei dem Wissensvermittlung, Austausch und Erlebnis miteinander verschmelzen.
Veranstalter des jakobb Berlin & Christiani Ausbildertag sind Klett MEX in Kooperation mit Christiani und das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB). Premiumpartner der Veranstaltung ist die IHK Berlin. Der Kongress steht unter der Schirmherrschaft der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und ist als Lehrkräftefortbildung anerkannt. Weitere aktuelle Informationen findet man auf der Website www.jakobb.de/berlin.
Eine Meldung der Klett MEX GmbH.
Über die Klett MEX GmbH
Klett MEX ist ein Unternehmen der Klett Gruppe mit Sitz in Stuttgart. Als führende Agentur für Bildungskommunikation setzt Klett MEX für Stiftungen, Ministerien, Unternehmen, Verbände, Hochschulen und NGOs innovative Bildungsprojekte um. Das Leistungsspektrum umfasst die Kernfelder „Beraten“, „Entwickeln“ sowie „Vernetzen & Vermarkten“. Zu wichtigen Bildungsthemen und -bereichen hat die Full-Service-Agentur eigene Marken aufgebaut und fungiert damit als Impulsgeber, Orientierungsstifter und Vernetzer.
Um den Neustart der beruflichen Bildung aktiv mitzugestalten, hat Klett MEX 2015 den Jahreskongress Berufliche Bildung (jakobb) ins Leben gerufen. Das innovative Praxis-Event bringt mit einem Mix aus Kongress, Fachmesse und Exkursionsprogramm die betriebliche und die schulische Seite der Dualen Ausbildung miteinander ins Gespräch. Nach zehn erfolgreichen Kongressjahren in Stuttgart findet der jakobb 2026 erstmals auch in Berlin statt.
Ansprechpartner
Klett MEX GmbH
Anne Kaulfuß
Senior Product Manager
Telefon: 0711 / 89462-247
E-Mail: a.kaulfuss@klett-mex.de
Web: www.klett-mex.de / www.jakobb.de








