
Die Grünen im Abgeordnetenhaus sprechen sich gegen Hausaufgaben an Berliner Schulen aus. Aus ihrer Sicht sprechen gleich mehrere Argumente dagegen. «Hausaufgaben sollen das im Unterricht Erlernte vertiefen, aber nicht einfach den Unterricht in die Freizeit auslagern. Denn das nimmt den Kindern und Jugendlichen die Zeit für Erholung und Familie», sagte der schulpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Louis Krüger, am Mittwoch der dpa.
«Daher beantragen wir, dass alle vertiefenden Übungen in der Schule stattfinden.» Damit verringere sich der Stress bei Schülern und Eltern. Gleichzeitig sei es ein Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit. «Das Bildungsniveau der Eltern und die häuslichen Rahmenbedingungen dürfen nicht entscheidend sein für die Erfüllung schulischer Aufgaben», so Krüger. Derzeit wird im Landesparlament über die Überarbeitung des Berliner Schulgesetzes beraten, am Donnerstag erneut im Bildungsausschuss.
Kritisch sehen die Grünen auch die schwarz-roten Vorstellungen zum Übergang von der Grundschule aufs Gymnasium. Fraktionsvorsitzende Bettina Jarasch sprach sich für eine Eignungsprüfung aus. «Das Konzept des Probeunterrichts, wie ihn die Bildungssenatorin vorschlägt, ist dafür allerdings zu eindimensional gedacht und lässt viele Fragen offen», kritisierte die Grünen-Politikerin. «Hier muss dringend nachgearbeitet werden.»
Für falsch halten die Grünen auch den Ansatz, Schüler wegen schlechter Zeugnisnoten das Schuljahr wiederholen zu lassen: «Nachdem schon an Integrierten Sekundarschulen und Gemeinschaftsschulen das verpflichtende Sitzenbleiben abgeschafft wurde, schlagen wir vor, auch an Gymnasien nur noch auf freiwilliges Wiederholen zu setzen», erläuterte Jarasch. «Statt auf Druck zu setzen, stärken wir so Verantwortungsbewusstsein und Selbsteinschätzung.» News4teachers / mit Material der dpa
Linke-Papier: Schulnoten und Hausaufgaben abschaffen, „Schule für alle“ einführen!









Ja, nachdem jegliches Bildungsmonitoring deutlich gezeigt hat, wie wunderbar die Berliner Schulpolitik fruchtet (Ironie), muss man natürlich so weitermachen, nur noch konsequenter. Das heißt, man könnte theoretisch bis zur zehnten Gymnasialklasse oder gar in die Oberstufe kommen, ohne ein Wort Englisch oder zwei Brüche multiplizieren zu können. Toll!
…”stärken wir so Verantwortungsbewusstsein und Selbsteinschätzung”
Wieso?
Wieso sollten keine Noten die Selbsteinschätzung stärken?Selbsteinschätzung fußt auf dem Feedback der Umgebung. Alles andere ist wohl eher Selbstüberschätzung
“Denn das nimmt den Kindern und Jugendlichen die Zeit für Erholung und Familie», sprachen die Befürworter der Ganztagsschule.
Meine Güte, ehrlich zu sagen, was ich von diesen verbalen Absonderunge halte, verstieße gegen jede Netiquette.
Nachtrag: Mein Vater sagte immer: “Drei Mal abgeschnitten und immer noch zu kurz “
Danke für den längeren Kommentar und die treffende Ergänzung! Diesen Spruch habe ich noch nie gehört und spontan losgeprustet. Als Kurzkommentar an die Grünen im Abgeordnetenhaus könnte er hoffentlich mühelos verstanden werden.
In den Mittelschulen wird das schon lange praktiziert. Nicht umsonst gibt es so viele Lehrstellen und unfähige Anwärter. Wiederholt wird nur, wenn auch wirklich Aussicht auf Erfolg ist. Ansonsten haben wir genug Schüler, die einfach durchgezogen werden. * Aus pädagogischen Gründen* heißt es dann….. So gibt es weniger Schüler, die bereits in der 6.Klasse ihr 9.Schulbesuchsjahr erledigt haben
Natürlich wird sowas nicht an die große Glocke gehängt vom Kultusministerium. Aber ist interessant, es gibt keine andere Branche, in der alle mitreden, aber so wenig Ahnung haben. Nur weil jeder mal in der Schule war, heißt das nicht, dass man weiß wie es dort hinter verschlossenen Bildungspolitiker- und Lehrerzimmertüren wirklich abgeht
Völlige Zustimmung!
«Statt auf Druck zu setzen, stärken wir so Verantwortungsbewusstsein und Selbsteinschätzung.»
Altzo ichschäz mich mich , schon volle veranrottungsfoll und selbstschäzig ein. Soh mit steht meinr versezung nach Klasse 12 nichts im weg .
Hausaufgaben – was für ein verpönter Begriff aus einer vergangen Zeit.
Wer sich eigenständig mit etwas beschäftigt, hat in der Klassenarbeit Vorteile.
Am besten alles abschaffen, was mal zu Erfolgen geführt hat. Und sich dann wundern.
Sitzenbleiben kommt aus der guten alten Zeit, als die erste Klasse in der ersten Reihe und die neunte Klasse weiter hinten saß. Wer es nicht geschafft hat, blieb in seiner Reihe sitzen.
Wie soll jemand eine höhere Klasse schaffen, wenn ihm attestiert wird, dass er die Grundlagen der vorangegangenen Klasse nicht im Mindestumfang beherrscht? Das Fundament ist beim Haus ganz unten und trägt alle Last. Jedes Stockwerk braucht ein solides Stockwerk darunter. Nur eben nicht beim grünen Baumeister. Der fängt gleich mit dem Dach an.
Siemens Lufthaken nannte man früher die Lösung dieses Problems.
Luftnummer nenne ich die Grünen in Sachen Bildungspolitik.
Wir machen für den Nachmittag immer Lern- und Übungsangebote, aber geben doch keine Hausaufgaben.
… und nur “Streber” nutzen diese Angebote und werden deshalb gemobbt.
Ich beginne immer mit “Wer will, beschäftigt sich mit ….”
Alles nur ein Angebot.
Fragen zu den Aufgaben werden besprochen, Aufgaben mit Schmackes auf jeden Fall.
Genau! Hausaufgaben sind nur der Rest, der übrig bleibt, wenn Kinder nachmittags in der OGS gnadenlos getrödelt haben,obwohl sie eigentlich eine gute Auffassungsgabe haben. Für gar nicht so wenige Kinder sind die fehlenden Hausaufgaben das Druckmittel, um Eltern dazu zu bekommen, sich am Abend noch wirklich Zeit für ihr Kind zu nehmen. Selbst wenn die Eltern genervt sind und schimpfen: Auch negative Aufmerksamkeit ist Zuwendung zum Kind.
Ob daheim oder in der Schule: Kinder, die mehr Nähe oder gar Liebe wollen, müssen ausflippen, sich verweigern oder so depressiv werden, dass die Erwachsenen nicht mehr ignorieren können, dass etwas nicht in Ordnung ist.
Warum nicht auch gleich Leistung und Schulabschlüsse abschaffen? So würde niemand benachteiligt. Nach 9 Jahren bekommt man automatisch den Hauptschulabschluss, nach 10 Jahren den Realschulabschluss. Wer es schafft, sich drei weitere Jahre ab und zu mal im Klassenzimmer den Hintern platt zu sitzen, bekommt das Abitur. Einfach automatisch. Alles ohne Noten, denn man möchte ja niemanden kränken. Alle sind einfach gleich gut oder gleich schlecht.
Und wer sich dann noch ohne Leistungsüberprüfung für sechs, sieben Jahre durch die medizinische Fakultät schleppt, der darf am nächsten Tag direkt seine erste Herztransplantation durchführen.
Brave new green world.
Diese Abschlüsse sind bei Ihnen an zu viel Leistung und Anstrengung gebunden. Das ist unfair, diskriminierend, weder fördernd noch fordernd und noch ganz viele andere Sachen.
Man sollte – und noch fairer geht es wohl kaum – jedem Menschen mit seiner Geburt jeden Abschluss schon sowie 3 Doktortitel geben. Falls man doch noch weitere benötigt, werden diese nachgereicht.
Also ich würde noch das morgendliche Aufstehen abschaffen, das ist viiiel zu anstrengend. Und außerdem ist das ungerecht, weil manche einfacher aus dem Bett kommen als andere.
*facepalm*
«Statt auf Druck zu setzen, stärken wir so Verantwortungsbewusstsein und Selbsteinschätzung.»
Fragen wir mal einen Arzt, einen Polizisten, einen Politiker, einen Lehrer, einen Manager, ein Elternteil … welcher enorme Druck entstehen kann, wenn er/sie sich seiner/ihrer vollen Verantwortung bewusst wird oder sie auch nur ahnt. Das gilt ebenso für Schüler.
Diese Form von Druck (also die deutliche Wahrnehmung und Realisierung der Verantwortung) scheint nicht allen Politikern bekannt zu sein.
Dieser Vorschlag belegt nochmal sehr deutlich, dass die Grünen quasi kollektiv eigenes Bildungsversagen und nicht vollständig vollzogene Bildungskarrieren (siehe Parteivorsitz und andere Heißluftdüsen) als Ideal für die Allgemeinheit ansehen und nun versuchen, ihre “Rettungs- und Bewahrungsstrategien” gegen die bösen Anforderungen eines normalen Erwerbslebens – echte Arbeitsleistungen zu liefern – umsetzen wollen.
Wenn noch viel mehr Menschen lediglich auf Halbbildung, chronische Fehldeutung realer Lebensanforderungen und den daraus resultierenden Phantasmen aufsitzen, dann fällt es vllt nicht mehr so eklatant auf, wie blöde und realitätsfern viele politische “Konzepte” dieser Partei sind.
Sorry! Böser Zynismus – der mal raus musste.
Der Berliner Senat muss Geld sparen.
Sitzenbleiben kostet Geld.
Es gibt keinen vernünftigen Grund Schülern, die das Klassenziel verfehlt haben, weiter in der gleichen Jahrgangsstufe mitlaufen zu lassen. Wie das in Hamburg läuft sieht man ja: Die Versagen hält noch derber als vorher. Weil wenn ich nach Klasse 5 keine Brüche kann, dann werde ich das in Klasse 6 auch nicht mehr lernen.
Die Betreffenden sind dann wahrscheinlich an der falschen Schule.
Wenn man den “Bildungsauftrag” der Schulen zugunsten des “Betreuungsauftrags” aufgibt,macht das Ganze schon Sinn. Bildung findet dann eben in den immer noch großteils grün-wählenden Einfamliienhäusern Berlin Steglitz-Zehlendorfs und ähnlicher Bezrike statt. So schafft man sich die lästige Konkurrenz schulischer Emporkömmlinge vom Hals und bleibt unter steuerzahlersubventionierten Solardächern unter sich… sollen die anderen doch Pizza ausliefern (ökoligisch korrekt mit dem Lastenfahrrad natürlich).
Die Grünen müssen doch rechtzeitig Vorsorge treffen, dass geeignete Nachwuchspolitiker für ihre Fraktion heranwachsen 😉 …
Mit zuviel Bildung wird das sonst nichts.
Ein durchsichtiger Versuch, die eigene Sabotage-Ideologie und deutliche Stimmverluste im Segment jüngerer Menschen in Einklang zu bringen.
Wer allerdings glaubt, dass ein Anteil vin Jufendlichen “anti-grün” wählt wegen … “Hausaufgaben” oder “Tiktok” … hat immer noch nichts verstanden.
Grundgütiger! Oder die haben bspw. Studien dazu gelesen, dass (geeignete) HA an Gymnasien (entsprechendes Lernumfeld zuhause vorausgesetzt) einen Mehrwert bringt.
Also VORSCHLÄGE sind für Sie bereits Sabotageversuche. Demokratiebildung wird in ihrem Unterricht wahrlich ein Fest sein -__-
Soso, die vertiefenden Übungen sollen also in der Schule stattfinden. Dann bekommen wir also in Mathe, Deutsch, Englisch usw. jeweils mindestens eine Unterrichtsstunde pro Woche mehr? Oder die Rahmenpläne werden dementsprechend (noch weiter) zusammengestrichen? Zu ersterem die Frage: wer soll die zusätzlichen Stunden halten? Gibt ja nicht mal mehr irgendwelche Einsteiger, die sich das antun. Zu zweitem: da war mal was mit Zentralabitur. Das kann man dann wohl wieder knicken.
Man, eigentlich mag ich die Grünen. Aber warum müssen die in Berlin so offensichtlich irgendwas raushauen, ohne vorher wenigstens ansatzweise drüber nachgedacht zu haben?
Nachdenken? Bildung? Qualifikation? Ahnung von der Sache? Wer soll das denn können bei dieser Truppe…
Dazu müssten sie sich erstmal um 360° (oder so) drehen und einen 100 000km-Weitblick probieren, vielleicht kommt dann etwas raus, was ansatzweise einen Sinn hat.
Beispiel gefällig? Wie die Grünen in BW in wenigen Jahren die vorher gute Bildungsqualität im Land konsequent ideologisch gesteuert nach unten gefahren haben, das ist schon katastrophal. Man sollte sie dringend stoppen, im Interesse unserer Kinder.
Und die Grünen glauben, Akademiker-Eltern würden deswegen aufhören, mit ihrem Nachwuchs zu Hause den Stoff zu vertiefen?
Abgesehen davon, was ist denn das Ziel der Grünen? Dass Kinder nichts mehr von ihren Eltern lernen dürfen, weil Maximilian dann gegenüber Jason-Justin einen Vorteil hätte? DIese Partei macht Bildungspolitik wie Energie- und Wirtschaftspolitik, mit der Abrissbirne.
Na ja, wenn bildungsaffine Eltern Zuhause mit ihrem Nachwuchs Stoff vertiefen, ist das doch wenigstens “Zeit mit der Familie”, also vielleicht doch gewollt?
Klar, damit sich die Eltern nicht mehr anstrengen und ihre Kinder mal zu unangenehmen Pflichten anhalten müssen. Ist ja nicht cool. Dann lieber mit den kids im Drogeriemarkt shoppen und der Zehnjährigen einen Schminktisch hinstellen. Man muss auch beim Erziehen Prioritäten setzen.
Was soll denn dieses Elternbashing??
Zustimmung! So ist die ungeschminkte Wahrheit. Aber Vorsicht die trollige Melanie ist Ihnen auf den Fersen.
Also auf geht’s, lassen wir die Katze aus dem Sack:
Lehrer sind toll und Eltern und alle anderen sind Idioten.
Oh Mann. Vor den Ferien drehen alle durch. In diesem Jahr kann es aber kein Sonnenstich sein. Diese Entschuldigung lasse ich also nicht durchgehen.
Zurück zum Thema: Weniger Hausaufgaben geht gar nicht mehr. Hausaufgaben existieren quasi nicht.
Dem Lehrkörperappatat isses wurscht.
Die Frage ist: Warum?
Warum es keine Hausaufgaben mehr gibt? Ganz einfach: weil ganz viele Eltern und Schüler das so wünschen!
Trolling at its best!
Weil das Reinquasseln von Eltern und Schülern in Fachfragen (z.B. Hausaufgaben) eben FOLGEN hat – für NRW seien Sie freundlichst auf google verwiesen: “hausaufgabenerlass nrw schule warum nix hausaufgaben ey ?” mal googeln.
Dann wissen Sie, warum: Gültige Rechtslage!
Ach wie praktisch, dass Sie die ungeschminkte Wahrheit gefunden haben!
Da also nun “klar” ist, dass die Eltern schuld und nicht Willens sind: Dies spricht für eine Änderung, ja? 😉
Ich hätte schon ein paar Vorschläge, die alle Geld und Personal kosten: Hausaufgaben können in der Schule erledigt werden. Dort stehen ein Arbeitsplatz und Technik jedem Schüler zur Verfügung, sowie Lehrer, die Nachfragen beantworten können.
Schüler können sitzen bleiben. Doch in den Sommerferien werden externe Kurse angeboten, zu deren Ende hin eine Prüfung abgelegt werden kann. Wird sie bestanden, rückt der Schüler auf. Das Sitzenbleiben – System ist tatsächlich etwas stur. Viele Schüler sind gleichmäßig schlecht, aber ich hatte auch schon eine Schülerin mit überall Zweier und Einser bis auf eine Sechs und Fünf in Mathematik und Sport. Für so jemanden ist generalisiertes Wiederholen eigentlich Unsinn.
Ich hätte auch einen Vorschlag fürs Sparen: Berliner Senat verschlanken, Bundestag auch und die Landtage auch. Fragwürdige Ministerien streichen oder Arbeitsbereiche fusionieren, damit eine Person die Arbeit von zweien macht. So muss der Normalo schon seit Jahren arbeiten. Das damit eingesparte Geld dann in Bildung investieren…
Nachfrage aus der Praxis in BW: Bei einer 6 in Mathe (Kernfach) geht in BW kein Ausgleich mehr, das ist richtig, aber Sport zählt nach KuMuTu nicht, wenn die anderen Noten, also Kunst und Musik, besser sind. Aber eine ansonsten so gute Schülerin mit glatter 6 in Mathe? Hatte die keine Möglichkeit, wenn das ja wohl absehbar war (so eine Note fällt nicht vom Himmel!), mit Nachhilfe wenigstens auf eine 5 zu kommen? Dann kann man das mit den Noten nach Ihrer Schilderung doch locker ausgleichen, ich kann das fast nicht glauben, das es so war, ehrlich gesagt. Ich hatte einen Schüler, der immer schaute, mit möglichst wenig Aufwand in Latein seine 5 zu bekommen, da er sonst durchschnittlich war und in Mathe seine 1 eigentlich sicher bekam. Ein guter Schüler lässt sowas nicht zu, was Sie da geschildert haben.
War ein wenig ein anderer Fall, da die Schülerin massive psychische Probleme mit mehreren Psychiatrieaufenthalten hatte, war allerdings keine Inklusionsschülerin. Sie kam von einem Gymnasium erst auf die Realschule, dann auf unsere Hauptschule. Dort klappte es dann mit Mathematik besser, zumindest sagte sie es mir einmal, dass sie nun das Gefühl hätte, nicht mehr dumm zu sein. Sportnote konnte in den folgenden Jahren wegen Teilnahmeverweigerung gar nicht erteilt werden.
Ich führte es als Beispiel an, dass die Regeln für das Sitzenbleiben für manche Schüler zu rigide sind, da hätte ich auch den Kollegen der anderen Schularten mehr pädagogischen Spielraum gewünscht.
Ja, eine 6 im Kernfach ist nicht ausgleichbar.
“die Leistungen in keinem Kernfach mit der Note »ungenügend« bewertet sind und”
aus der Versetzungsordnung des Gymnasiums. https://www.landesrecht-bw.de/perma?j=GymVersV_BW_!_1 Steht aber so auch in anderen Versetzungsordnungen.
KuMuTu? KunstMusikTurnen?
Es gibt Schüler, die bekommen nicht einmal ein “mangelhaft” hin. Dafür steht die Note in der Notenbildungsverordnung. Ansonsten könnte man “ungenügend” streichen. Streicht man die 6 muss man konsequent auch die 1 streichen. Anwesenheit ist in den Verhaltensnoten abzubilden und keine Leistung, die in die Leistungsnote einfließen könnte.
Es gibt in der Notenbildungsverordnung in Baden-Württemberg halt keine Aussagen in der Form “Mathe darf nicht schlechter sein als Religion” oder “.. nicht schlechter als der Schnitt” oder “der Mathelehrer darf erst zuletzt eintragen und hat sich mit der Notengebung am Umfeld zu orientieren”. Sport zählt immer nur zugunsten des Schülers und hindert nicht an einer Versetzung.
Die Note “ungenügend” soll erteilt werden, wenn die Leistung den Anforderungen nicht entspricht und selbst die Grundkenntnisse so lückenhaft sind, daß die Mängel in absehbarer Zeit nicht behoben werden können. So steht es drin.
Und wenn nicht einmal Grundkenntnisse da sind, dann gibt es die 6.
Ihre Ideen entbehren jeglicher Umsetzungsstrategie.
Da werden sich einige Schüler über’s Jahr hinweg nicht anstrengen und den “Sommerkurs” mit “Bestehensgarantie” im September buchen. Warum 9 Monate anstrengen, wenn zwei Wochen auch reichen.
Warum soll das Unsinn sein? Dann soll Sie entsprechend Sport nachholen. Gesundheit ist ja wohl nicht weniger wichtig als Deutsch!
Und wenn wir den arm… schlechten Kindern keine Ferien geben, lassen wir die übrigen auch nicht vom Haken – Pech für die Urlaubsreise 😉
Kindern, die zu Hause weiterhin alleingelassen werden, nutzt auch das Sitzenbleiben nichts. Manche Dinge wie regelmäßiges Lesen üben, Einmaleins üben, Lernen von Themen in Sachkunde usw… müssen auch zu Hause stattfinden. Das reicht im Klassenzimmer mit 25 und mehr Kindern bei schwachen Schülern und auch anderen nicht. Es gehört auch zum Lernen von Verantwortung eines Kindes, sich um seine Angelegenheiten zu kümmern. Natürlich ist elterliche Begleitung angesagt, je jünger die Kinder, desto mehr. Oft sind es leider gerade die Kinder, die Hilfe bräuchten, die zu Hause allein gelassen werden. Für diese Kinder sollte es ein nachmittägliches schulisches Hausaufgabenbetreuungsangebot geben von geschultem Personal, am besten Lehrerinnen, die es aber nicht in ausreichender Zahl gibt. Wenn dies von Rentnerinnen oder anderen fachfremden Menschen übernommen wird, die etwas Ablenkung brauchen und auch mit gutem Willen starten, wie es an meiner Grundschule der Fall ist, läuft es leider fast immer so, dass es drunter und drüber geht und die Hausaufgabenbetreuerinnen nach ein paar Wochen das Handtuch werfen.
Wer Zeit hat, nach der Schule 2-3 Stunden zu zocken oder zu daddeln, der hat auch Zeit, seine Energie in die eigene Bildung zu investieren.
Man merkt bei solchen Diskussionen, wer Praktiker ist und wer in Wolkenkuckucksheim lebt…
Von Ihrem Beispiel ausgehend: Offenbar ist das Kind nicht diszipliniert genug bzw. bereits süchtig und/ oder hat daheim nicht die Unterstütungsstrukturen, die HA zu bearbeiten. Ihrem Beispiel folgend reicht dem Kind nicht der Anschluss an den Rest der Klasse, daher die Frage: Was können WIR tun?
Ich bin nicht Eltern dieser Kinder, von mir haben sie diese Medien nicht erhalten. M.E. ist mein Einfluss auf die Nutzung digitaler Medien sehr begrenzt, ich kläre Eltern und Schüler über die (Gefahren der) Nutzung auf, bestelle Fachleute für Workshops. Da tut sich einiges an meiner Schule. Also dieser Teil von WIR ist ganz gut erfüllt. Wenn WIR mal überlegen, wie viel Zeit die Kindlein in einer Regelschule verbringen und im Vergleich dazu zuhause, dann komme ich zu dem Schluss, dass der andere Zeil von WIR (Eltern, restliche Gesellschaft außerhalb der Schule, Politik, Großeltern, Verwandte,….) auch eine Bringschuld hat….
Wer tagtäglich Statements herausposaunt, die von einer Mehrheit der Bürger (und damit Wähler) als Angriff auf den gesunden Menschenverstand verstanden werden, sollte sich nicht wundern, dass er nicht mehr gewählt wird. Man muss diese Argumentation nur weiterstricken und landet unweigerlich bei Abitur für alle und schließlich einer Abschaffung der Schule. Das bringt nämlich die meiste Zeit für Erholung und Familie. Die Erwerbsarbeit muss in diesem Zuge natürlich auch abgeschafft werden.
Es ist nicht die Schule, die neu gedacht werden sollte, es ist die Grüne Partei.
Danke!
Aber den einen Punkt weiterdenken: Die Abschaffung der Schule bedeutet, dass die Kindlein nicht mehr betreut werden. WER soll das dann machen?
Aber Idee:
Vielleicht sollte man das „Bildungs- und Digitalpaket“ in riesige Indoorspielplätze investieren. Baulich deutlich billiger, kein ausgebildetes Personal ist nötig. Höchstens vielleicht mal ein Sanitäter. Aber da könnten sich die eierlegenden Wollmilchsauen fortbilden. Da würden auch ein paar YouTubefilme reichen.
Hach, ich sollte einfach Finanz-und Bildungskultusminister von Deutschland werden! 8 Fliegen mit einer Klappe! Grandios!
In Singapur war vor 50 Jahren Analphabeten und heute hat das Land eines der besten Schulsysteme der Welt. Deutschland geht nach meinem Gefühl gerade den umgekehrten Weg.
Es sollte heißen “Der Großteil der Bevölkerung waren Analphabeten..”
Der weg anders herum braucht keine 50 Jahre. In BW hat man dafür gerade mal 13 gebraucht. Bin stolz auf mein Bundesland….
Bei aller berechtigen Kritik an den praxisfernen Aussagen der Berliner Grünen, einen Vergleich mit einem autoritär regierten Stadtstaat wie Singapur ist deplatziert. Im Ranking der “Reporter ohne Grenzen” liegt Singapur auf Platz 126 von 180.
Hätten Sie dort den Mut, eine Regierungspartei (berechtigt) öffentlich zu kritisieren? Ein Magszin wie news4teachers wäre dort undenkbar.
Hoffentlich erzählen Sie Ihren Schülerinnen und Schülern nichts über Demokratie.
Und was hat das mit den guten Schulleistungen zu tun? Das kleine 1×1 ist in jedem Land gleich.
Ihre lapidare Antwort verrät viel über ihr Menschenbild und den Bildungsbegriff, den Sie Ihren Schülerinnen und Schüler vermitteln wollen, zu Ihrem gelobten Land:
https://www.morgenpost.de/politik/article240752462/PISA-Studie-Warum-Singapur-schon-wieder-Spitze-ist.html
Okay, wie wäre es stattdessen z. B. mit Estland? Die Kleinpartei “Volt” hatte zur EU-Wahl ein Plakat mit dem Slogan “Für Bildung wie in Estland” – und die haben keine Stimmverluste, sondern Gewinne eingefahren. Muss natürlich nicht an diesem Slogan liegen. Es gibt sicher noch andere Gründe . :).
Übrigens war das nach meiner Wahrnehmung, die einzige Partei, die das Thema Bildung auf ihren Plakaten hatte!
Vielen Dank, ein Vergleich mit Estland wäre sehr bedenkenswert.
Ich bin ja eigentlich ein Freund grüner Politik – aber hier liegen sie voll daneben.
Das Erledigen von HA ist doch eben genau das: Selbstverantwortung einüben/erlernen. Also ob mehr als 1-2 SuS pro Klasse freiwillig zuhause extra üben, vor allem, wenn auch noch der Leistungsgedanke wegfällt.
Sorry, aber wenn das Parteiprogramm wird, dann sind die Grünen unwählbar geworden.
Die Hausaufgaben sind zum.Vertiefen und Üben gedacht. Diese sollten die Kinder auch selbstständig schaffen. Außerdem gibt es ja Ganztagsschulen. Zumindest in RLP hat dort für jedes Kind einen gesicherten Anspruch auf einen Platz. Dann sollten die HA auch kein Problem sein. Das “echte” Lernen, z.B. für Leistungsnachweise, muss natürlich auch zu Hause stattfinden.
Ich muss ja gestehen, dass meine Mutter mich ein, vielleicht zweimal unterstützte/ an den Tisch zwang. Und sie konnte helfen!
Viele Eltern sind nicht da, krank oder “faul”. In jedem Fall nicht in der Lage, ihr Kind zu unterstützen. Wir brauchen entweder mehr Unterstützung: Eltern zu begleiten und in die Pflicht zu nehmen, oder wir brauchen andere Amgebote für diese Kinder.
Mit den Eltern zu weinen, weil diese die Deutsche Grammatik nicht blicken, kann kein Plan sein
Die Vorschläge laufen vollkommen neben
der gelebten Realität, da die verantwortungsbewussten
Eltern sowieso mit ihren Kindern die schulischen Inhalte
zu Hause wiederholen werden.
Derartige Vorschläge trugen mit zum politischen
Vertrauensverlust dieser politischen Gruppierung bei.
Wahrscheinlich setzet sich dieser Landesverband
auch für Lesen durch Schreiben ein.
Bei den Lernstanderhebungen liegt Berlin seit der
Einführung dieser Reformpädagogischen Ansätze
unverändert mit Bremen und NRW auf einem der letzten Plätze.
Das hat auch seinen Grund : Eigen initiative Lernmethoden
im selbst organisierten Lernen mit Anlauttabellen und ohne eine
strukturierte Anleitung mit möglichst diversen Lernpotentialen
der Kinder in einer Klasseneinheit.
Ich kann nur herzlich über die Vorschläge lachen!
Realitätsfremder geht es wohl nicht mehr.
Ich hab einen praktischen Vorschlag : spart dem Land sogar Geld.
Unterricht fängt um 8:30 an, nachdem der erste Bus vom Dorf an der Schule in der Stadt angekommen ist. Schulbetrieb hört um 12:30 wieder auf. Essen gibt es zuhause. Und anschließend hat man wirklich Zeit Hausaufgaben zu machen und um 16:30 Uhr zum Blozen raus zugehen.
Achso … Eltern müssen Arbeiten … dumm … dann doch lieber die Kinder bis 16:30 in der Schule lassen, und dann zum Vereinssport weiterschicken.
Achso Vereinssport geht erst ab 19 Uhr, weil vorher Hausaufgaben ab 17 Uhr gemacht werden, schließlich kann Schule keine Individual Unterstützung leisten, wie manche Eltern es können….
Bildungsgerechtigkeit nichts schwerer als das.
qed
Prinzipiell finde ich Hausaufgaben auch nicht gut.
Der gute Schüler wird nicht besser, der schlechte Schüler auch nicht. Gezieltes Lernen ist meines Erachtens besser.
Lerngruppen und bessere Förderung.
Allerdings genau nach der Katastrophe für die Grünen zur Europawahl mit so einem Vorschlag um die Ecke zu kommen, scheint mir Wählerfang zu sein.
Wie kommen sie darauf, dass Hausaufgaben nichts bringen??? Selbstverständlich verbessern sich Schüler, wenn sie sich nochmal mit einem Thema beschäftigen!
Fahrradfahren oder Schwimmen lernt man auch nicht vom Zuschauen, sondern muss es intensiv selbst üben, bis es klappt!
Und die Zeit in der Schule reicht nicht aus, um intensiv den Schulstoff zu üben, insbesondere bei lernschwachen SuS.
Wenn es nicht mal Hausaufgaben mehr gäbe, sitzen die Kinder noch mehr vor Tiktok, Playstation usw. – wie sinnvoll….
Das ist die Theorie – sie stimmt in der Praxis leider so nicht. „Gute Schüler werden durch Hausaufgaben nicht unbedingt noch besser, und schlechte Schüler begreifen zu Hause durch bloßes Wiederholen noch lange nicht, was sie schon am Vormittag nicht richtig verstanden haben.“ Gerne hier nachlesen: https://www.svz.de/lebenswelten/familie-kind/artikel/kein-effekt-auf-lernerfolg-hausaufgaben-bringen-nichts-44354154
Herzliche Grüße
Die Redaktion
@Redaktion
… und was schlagen sie stattdessen vor? Wie hat meine Generation das damals nur gepackt? Okay, ein paar wenige haben ein Schuljahr wiederholt, ein paar wechselten zur “Hilfsschule”. Wir waren bei der Einschulung 35 Schüler in der Klasse. In der 8. noch 30, 4 wechselten danach zur EOS (Gymnasium), die anderen schlossen die 10. Klasse mit Prüfung ab.
Ergänzung: in meiner Klasse war außer dem Sohn des Zahnarztes kein weiteres Akademiker-Kind. In den meisten Familien waren beide Eltern berufstätig und Nachmittagsbetreuung (Hort) gab es nur bis zur 4. Klasse. Hausaufgaben gab es jeden Tag, auch oft übers Wochenende (wir hatten sogar noch samstags Schule) und manchmal auch über die Ferien. Ich glaube, kaum jemand der Eltern hat damals gemeinsam mit den Kindern die HA gemacht, schon gar nicht in den höheren Klassen, aber sie haben kontrolliert, dass die Aufgaben erledigt wurden.
Als Fremdsprachenlehrerin sehe ich nicht, wie man ohne Hausaufgaben – oder nennen wir es Selbstlernzeit – in einer Sprache weiterkommen soll. Ich kann Lernenden die Vokabeln nicht in der kurzen Unterrichtszeit wie Sirup einflößen – und ohne die kommt man beim Fremdsprachenlernen nicht vom Fleck.
Ich kann die Vokabeln schon zeitmäßig lediglich ein paarmal umwälzen, nicht alle 30 Leute in der Klasse werden sie überhaupt dabei selbst ausgesprochen/ angewendet haben. Ich kann auch niemals allen vertretenen Lerntypen gerecht werden (auditiv, visuell, motorisch, kommunikativ und allen Misch- und Nebenformen).
Was verstehen Sie unter “gezieltem Lernen”, wenn Sie nicht die HA meinen?” Lerngruppen und gezielte Förderung” – wer stellt diese Lerngruppen, nach welchen Kriterien zusammen? wann finden diese Lerngruppen statt und wer leitet sie, nach welchen Vorgaben?
Doch, der gute Schüler wird durch Übung besser. Der schlechte auch, doch braucht er mehr Anleitung zur Übung
Zitat:
“Der gute Schüler wird nicht besser, der schlechte Schüler auch nicht. Gezieltes Lernen ist meines Erachtens besser.”
Kommt auf die Altersstufe an, je älter desto größer der Nutzen von Hausaufgaben.
Ja das kann durchaus sein. Ich bin Grundschullehrerin und kann tatsächlich keinen Mehrwert durch Hausaufgaben sehen. Liegt aber auch daran, daß Grundschüler noch nicht so häufig Hausaufgaben alleine erledigen.
Als Mutter weiß ich um die Schwierigkeiten, Grundschulkinder nachmittags zum Erledigen der Hausaufgaben zu bringen. Sie sind erschöpft, wollen spielen und können oft einfach nicht mehr.
Das ändert sich nach meiner Erfahrung ungefähr Mitte/Ende 3. Klasse erst.
Vokabeln z.b. muss man Zuhause lernen. Ohne Frage.