
Aus Protest gegen die Wehrdienst-Pläne der schwarz-roten Koalition in Berlin gehen junge Menschen am 5. Dezember auf die Straße – und nicht in die Schule. An einem bundesweiten Aktionstag wollen sich auch Schülerinnen und Schüler in Potsdam (10.00 Uhr am Alten Markt) und Cottbus (13.30 Uhr, Stadthallenvorplatz) beteiligen. Auch in anderen Städten, darunter Augsburg, Berlin, Bielefeld, Düsseldorf, Dresden, Essen, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, Nürnberg und Wiesbaden, werden Aktionen vorbereitet. Am 5. Dezember will der Bundestag voraussichtlich über das Wehrdienst-Modernisierungsgesetz entscheiden.
«Wir wollen nicht als Kanonenfutter enden», heißt es auf Instagram unter einem Aufruf zum «Schulstreik gegen Wehrpflicht». «Wir schauen nicht stumm zu wie
wir und unsere Freunde per Los zum Töten und Sterben gezwungen werden.» Auch Linke und BSW kritisieren die Wehrdienst-Pläne von Union und SPD und wollen die Proteste unterstützen.
Pläne von Schwarz-Rot
Die schwarz-rote Koalition hatte sich auf einen zunächst freiwilligen Wehrdienst geeinigt. Dafür müssen alle 18-jährigen Männer Fragebögen ausfüllen und zu einer Musterung erscheinen. Sollten sich nicht genug Freiwillige für die Truppe finden, könnte der Bundestag demnach über eine sogenannte Bedarfswehrpflicht entscheiden. Dabei könnte auch ein Zufallsverfahren zur Auswahl genutzt werden.
«Wir wollen nicht ein halbes Jahr unseres Lebens in Kasernen eingesperrt sein, zu Drill und Gehorsam erzogen werden und töten lernen», schreiben die Organisatoren der Protestaktionen. «Krieg ist keine Zukunftsperspektive und zerstört unsere Lebensgrundlage.»
Mögliche Folgen für Schüler bei Demonstration zur Unterrichtszeit
Das Bildungsministerium in Potsdam teilte auf Anfrage zu den sogenannten Schulstreiks mit: «Die Teilnahme an einer Demonstration zur Unterrichtszeit ist als unentschuldigte Fehlzeit zu werten; es gilt die Schulpflicht.» Schüler müssten mit Konsequenzen leben, so könnten nicht erbrachte Leistungen bei unentschuldigtem Fehlen mit ungenügend bewertet werden. Mehrere Jugendorganisationen unterstützen die angekündigte Protestaktion am Freitagvormittag in Potsdam.
BSW: «Jugend gehört nicht in Schützengräben»
Im Streit um den Wehrdienst kündigte die Linke an, bundesweit Beratungen anzubieten mit Tipps und Tricks, wie man sich von der Musterung «drücken» könne. Die brandenburgische BSW-Landesvorsitzende Friederike Benda sagte: «Unsere Jugend gehört in Schulen, an Ausbildungsplätze und in Universitäten – nicht in Schützengräben! Die geplanten Schulstreiks finden unsere uneingeschränkte Unterstützung.» News4teachers / mit Material der dpa
Bundeswehr: GEW macht gegen “Militarisierung des Bildungsbereichs” mobil









“Wir wollen nicht ein halbes Jahr unseres Lebens in Kasernen eingesperrt sein, zu Drill und Gehorsam erzogen werden und töten lernen»
Dass das auch keiner muss, der es nicht will, könnte man eigentlich nach einem Blick ins GG wissen. Aber vielleicht hat die KI was anderes erzählt?
Halbes Jahr Biwak im Gelände fände ich persönlich aber anstrengender.
In der Tat bezieht sich GG nicht auf Begriffe wie Kasernierung, Biwak oder Drill und Gehorsam.
Aber wer nicht will, könnte auch das einfach vermeiden.
Aber das lässt sich so viel schöner in der eleganten – monochromen – schwarz-weiß-Variante kolportierten.
Ich habe mich bei den vorgebrachten Argumenten gefragt, worauf ich alles so gar keinen Bock habe … und es durch gesellschaftliche, berufliche & wirtschaftliche Zwänge dennoch ertragen muss.
Klar ist ein ganzes halbes Jahr – wow, ein quasi unüberschaubarer Zeitraum – im Dienste des eigenen Landes und dann evtl. auch noch in einer Kaserne mit früh aufstehen, Truppenzwang, wenig Privatsphäre, Erbsensuppe und Schweißsocken deutlich weniger attraktiv als „Work&Travel“ in Australien oder Neuseeland.
Wenn man aber bedenkt, dass jahrzehntelang nach der Gründung der Bundeswehr im Jahr 1955 junge Männer diese Erfahrung gemacht haben ohne reihenweise psychisch oder physisch daran zu zerbrechen oder ihre Lebensplanung aufgeben zu müssen, dann bekommt dieser aktuelle Protest – neben der Möglichkeit einer Verweigerung zugunsten eines Ersatzdienstes schon einen gewissen „minimieren-Charakter“.
In meinem Post meine ich „mimimi-Charakter“ 😉
Oh, ich finde „Minimieren-Charakter“ ziemlich passend…
Bei den FFF-Demonstrationen wurde der Verstoß gegen die Schulpflicht ja großflächig unterstützt von Seiten der Politik. Angeblich gab es vereinzelt ja auch Schulausflüge zu den Demos (bei uns nicht).
Bin mal gespannt wie das jetzt aussieht.
“großflächig unterstützt von Seiten der Politik”
?
Na so lange niemand aus der Regierung denen sagte, in der Schule zu bleiben und die Arbeit den Profis zu überlassen – wir sehen ja, wie gut die das machen 😉
Ich auch, wie ein Flitzebogen.
Freitags Schulstreik ist super, hoffe auf rege Beteiligung.
Ausserdem ist es doch soooooo toooooll, wenn Kinder/Jugendliche “streiken” und “laut werden” – oder gilt das nur in bestimmten Fä….ist ja gut, ist ja gut, bin schon wieder weg. 😀
Schulstreik ist super. Kleine Grupen im Unterricht und ganz entspannt nen Kaffee mitnehmen.
Wird wohl weniger entspannt werden. Bei dem usseligen mitteleuropäischen Winterwetter ist die Streikbereitschaft erfahrungsgemäß eher gering.
Aber wie ich die Sache einschätze, haben Sie darauf spekuliert, dass nur die Mädels im Unterricht hocken, da sie die Wehrpflicht ja nicht betrifft.
Erwischt! 🙂
Zur letzten FfF-Demo am 14.11.2025 kamen z.B. in Hamburg ca. 1000 in München ca. 500 Demonstrierende, darunter sehr viele, die wegen Alter und/oder Geschlecht nicht von der Wehrpflicht betroffen wären.
Wirklich enttäuschend – dabei ist die heilige Greta doch so prophezeiungsklug…also gut, bis da diese Gaza-Äusserungen…na ja, und die stetig eskalierende Besteuerung von allen Treibstoffen, die dank Gesetzesrang jetzt automatisch weiterläuft und natürlich alles teurer m….HALT, NEIN! Damit hat es sicher nix zu tun, dass man nach der manischen Hochjubelphase (als ob einer ‘nen Schalter umgelegt hätte) keine Jubelstürme uff ‘s Gretschen und FFF liest…nein, nein, nein! 😀
Falls hier wirklich jemand glaubt, Gen Z und Gen Alpha würden uns verteidigen. Träumt weiter.
Fun Fact: Das durchschnittliche Alter der ukrainischen Soldaten ist 47 Jahre.
Ja, und so bitter das ist, haben die Kriege der letzten Jahrzehnte vermehrt das Ergebnis gezeigt, dass die Quote der getöteten Zivilisten im Vergleich zu den getöteten Soldaten immer weiter gestiegen ist … z.T. zu einem Verhältnis von 70 bis 80% zulasten der Zivilbevölkerung gegenüber den militärischen Kräften.
Da kann es sogar zur Überlebens-Strategie werden, sich dem Militär anzuschließen. Der aktuelle Russland-Ukraine-Krieg ist hier momentan die Ausnahme … die Tendenz ist aber leider sehr deutlich.
Sie sprechen schon das Richtige an: Wir brauchen (auch) Wehrertüchtigung für die Alten. Soll also kein Boomer sagen, er hätte in den 90ern schon Wehrdienst geleistet, denn 1. können laut GG sogar noch 60-Jährige eingezogen werden (Reservisten, und das ist jeder, der auch nur einen Tag in der Bundeswehr war, auch als Wehrpflichtiger, sogar bis 65) und zum 2. ist niemand mehr vorbereitet, der vor so langer Zeit noch ein G3 in Händen hielt. Das Kriegshandwerk muss durchgehend geübt werden.
Mal sehen, ob die Boomer dann immer noch so für Wehrpflicht sind, wenn sie selbst betroffen sind.
Boomer bis Jahrgang 64. Also können der letzte Boomerjahrgang lm V-Fall bis 2029 beordert werden. Da macht die Auffrischung für zwei Jahre bei den noch nicht in ausreichendem Maße vorhandenen Strukturen mal so richtig Sinn.
Ich finde es toll,dass sich die Jugend endlich mit einbringt.Auf Friedensdemos sind sie leider noch unterpräsentiert.
Es geht um ihre Zukunft.
Sehr gut,dass das BSW die Initiative der Linken unterstützt!
Klar, können sie ja machen. Aber was hat das Ganze mit der Schule zu tun? Die Jugendlichen könnten sich ja auch in einen Konsumstreik, Imbissbenutzungsstreik einen Handybenutzungsstreik oder sich in einen Gamingstreik oder Hungerstreik begeben? Und zwar nach der Schulzeit?
Ist ja auch klar, warum. Klimademos sind Regierungsdemos. Friedensdemos dagegen sind Anti-Regierungsdemos.
Wehrpflicht ist grundgesetzlich geregelt. Beim Klimaschutz ist der Verfassungsrang vom VerfG lediglich apostolliert worden. Da gibt’s folglich Unterschiede.
Im Verteidigungsfall würde die Wehrpflicht automatisch wiederbelebt werden. Alle Männer zwischen 18 und 60 Jahren könnten zum Dienst in der Bundeswehr oder zu zivilen Hilfsdiensten verpflichtet werden. Frauen könnten unter bestimmten Umständen zum zivilen Sanitätsdienst herangezogen werden, eine Wehrpflicht für Frauen ist im Grundgesetz aber ausgeschlossen.
https://www.gesetze-im-internet.de/wehrpflg/BJNR006510956.html
Warum wollen die im Verteidigungsfall alle ungelernt oder mit stark verkürzter Grundausbildung herangezogen werden?
So gesehen bräuchte es auch keinen Brandschutz. Eine Pflichtfeuerwehr kann man ja immer noch im Notfall auslosen.
“eine Wehrpflicht für Frauen ist im Grundgesetz aber ausgeschlossen.“
Wo soll das stehen?
Aktuell ist die Wehrpflicht nur für manche Männer vorgesehen, also würde bisher nur eine gesetzliche Grundlage fehlen Frauen einzuziehen.
Wo habe ich denn gepostet, dass Frauen zum Wehrdienst herangezogen werden könnten?
“Frauen könnten unter bestimmten Umständen zum zivilen Sanitätsdienst herangezogen werden, eine Wehrpflicht für Frauen ist im Grundgesetz aber ausgeschlossen.”
“Wo habe ich denn gepostet, dass Frauen zum Wehrdienst herangezogen werden könnten?2
Kann ich Ihnen nicht sagen. Ich habe zumindest keine solche Äußerung von Ihnen gelesen.
Sie haben von Ihnen nur gelesen dass es im GG ausgeschlossen sein soll.
Nun ja indirekt im GG. Die Wehrpflicht gilt eben nur für Männer im wehrfähigen Alter zwischen 18 und 65.
“nur für Männer im wehrfähigen Alter zwischen 18 und 65.”
Das steht nach meinen Informationen so weder im GG noch im Wehrpflichtgesetz.
Letzteres regelt das Wehrdienstgesetz.
Wehrpflichtgesetz:
Männer ab dem 18. Lebensjahr.
… bis zum vollendeten 60. Lebensjahr.
“Letzteres regelt das Wehrdienstgesetz.“
Das kenne ich nicht. Auf der der website des BMJV ergibt die Expertensuche mit diesem Begriff auch nur “keine Treffer”
Ich helfe Ihnen hier gerne weiter:
https://www.gesetze-im-internet.de/gg/BJNR000010949.html
GG Art. 12a
Dazu
https://www.gesetze-im-internet.de/wehrpflg/BJNR006510956.html
WPflG Art. 3 Abs. 5
Ich glaube Sie können das selbst anklicken und durchlesen. Dickebank hat recht. Das steht (in etwa) so drin.
Ob die Wehrpflicht für Frauen sooo ausgeschlossen ist … Lässt sich allerdings durchaus differenziert betrachten. Das kann man natürlich ändern. Auch das ist Teil der Justiz und Gesetzgebung. Gerade wenn man immer auf “Gleichbehandlung” usw. argumentiert und geht.
Hier wäre dies ein Schritt in die Richtung.
“Ich helfe Ihnen hier gerne weiter:”
Warum verlinken Sie dann auf Gesetze, Artikel und § , die ich kenne und ich nicht auf die Gesetze und Inhalte , die der Forist oben geannt hat?
Ich kann im GG weiterhin nicht finden, dass eine mögliche Wehrpflicht für Frauen ausgeschlossen sein soll.
Und in welchem “Wehrdienstgesetz” was von Wehrpflicht
für Männer im wehrfähigen Alter zwischen 18 und 65 stehen soll, ist mir auch weiterhin schleierhaft .
Dann erkundigen sich doch zuständigkeitshalber beim BAPersBw.
“Warum verlinken Sie dann auf Gesetze, Artikel und § , die ich kenne”
Warum fragen Sie denn dann danach? Sie sind ja witzig.
“und [ich] nicht auf die Gesetze und Inhalte , die der Forist oben geannt hat?
Der Forist hat nur den Link zu gesetze-im-internet geschickt. Ich sehe ansonsten hier gar keine anderen Gesetze oder gar erwähnte direkte Artikel etc.
Daher habe ich sie halt – nach Ihrer Anfrage – eingebracht. Klingt eigentlich logisch? Ist es auch.
“Ich kann im GG weiterhin nicht finden, dass eine mögliche Wehrpflicht für Frauen ausgeschlossen sein soll.”
Sie ist ja nicht explizit ausgeschlossen. Eingeschlossen allerdings auch nicht. Daher müsste man dies eventuell genauer regulieren und aufnehmen. Das kann man ja mit Gesetzen machen. Und das wird auch seit einigen Jahren immer wieder diskutiert …
Ausgeschlossen ist es daher nicht. Wie gesagt … Inkludiert aber auch nicht. Oder haben Sie hier eine Quelle/Gesetz, welche die Inkudierung dessen erwähnt?
Männer werden hingegen explizit genannt. Was eben auch mitunter zur Kritik einiger führt [Diskriminierung].
Und ebenfals die Diskussion, ob “Wehrpflicht” eine Rolle bei Gleichberechtigung spielt. Manche sagen Cherry-Picking … Manche sagen Scheindiskussion, da eben keiner dazu “gezwungen” werden sollte und daher sowieso “falsche Grundvorstellungen als Promisse” gelten.
Klar … Kann man beide Seite (und weitere) sehen.
Jedoch könnte und kann man natürlich auch Frauen hier im Gesetz benennen, wenn man wollen würde. Dann gäbe es dieses “ausgeschlossen” auch gar nicht als Punkt.
“Und in welchem “Wehrdienstgesetz” was von Wehrpflicht
für Männer im wehrfähigen Alter zwischen 18 und 65 stehen soll, ist mir auch weiterhin schleierhaft .”
Das hat dickebank doch selbst (mehrfach?) verbessert. Das kann passieren … Geht ja auch auf Grundlagen der Verankerung der DDR mit einher. Daher sehe ich das “18-65” wirklich nicht als Argument … Das doch Quatsch, wenn dickebank das selbst revidiert und verbessert hat und Sie das stets ignorieren und weiterhin als schlechten Strohmann verwenden.
Sorry, aber so fair sollte man in Diskursen sein, dass sich Leute auch verbessern können und man dies zugesteht. Das ist doch bestenfalls ein Sinn von Austausch – Zugewinn von Erfahrung und Erkenntnissen.
Habe ich doch durch einen gesonderten Post korrigiert.
Ganz genau. Man könnte es zumindest vorher üben, um im Erstfall zu wissen, was zu tun ist. Und vermutlich gibt es außer Schützengräben und Kanonenfutter heute intelligentere Lösungen für Wehrpflichtige, beispielsweise im Kampf gegen Drohnen. Eigentlich muss man nur aktuellen Berichten folgen, um zu wissen, wie wichtig die Drohnenabwehr und der Schutz vor Drohnen geworden ist.
Aber vielleicht möchten die Demonstrierenden lieber rasch im Zickzack laufen üben?
Ähm, schauen sie sich mal die Videos der FPV-Drohnen und “Baba Yaga” genannten Quadcopter im Ukrainekrieg an. Gibt es massenweise im Internet, weil jede dieser Drohnen eine Kamera hat. Erstere fliegen schneller als Militärfahrzeuge, letztere werfen kleine Granaten auf Soldaten ab. Keine Chance mit Zickzack oder verstecken, oder in Erdbunkern. Die Männer sind Kanonenfutter bzw. Drohnenfutter. Wie in jedem Krieg.
Und wenn sie Abwehrdrohnen bedienen können auch?
Ja, wie gesagt, mal die Videos anschauen. Drohnenkontrollposten wo die Operater sitzen sind natürlich bevorzugte Ziele. Diese ganze Waffenromantik rührt wohl daher, das nicht die Deutschen es sind die dort verrecken.
? Es geht hier ja darum, dass Staaten sich irgendwie wehren können, falls sie so wie die Ukraine von einem völkerrechtablehnendem Land überfallen werden.
Denkaufgabe: Kann Pazifismus Putin zum Aufgeben bringen?
Ich glaube das ist nicht wichtig. Es geht darum das dieser Krieg von Anfang an vorhersehbar eine Pattsituation darstellt, mit Eskalationspotential zum Atomkrieg. Es muss daher eine Verhandlungslösung getroffen werden, um weiteren Schaden und weiteres Blutvergießen zu verhindern. Gewinner wird es nicht geben, außer vielleicht der Rüstungsindustrie und anderen Kriegsgewinnlern. Der Schaden ist bereits, auf menschlicher Ebene ohnehin, unermesslich.
Also “Bauernkriege”?
Denken Sie tatsächlich, dass jemand “per Landheer” in Deutschland einfällt?
Wie kommt man denn darauf?
Eine Dome wäre meiner Meinung nach noch das Effektivste. Auf Bauernopfer und Scheinverteidigungshebel kann man vielleicht verzichten? Aktionismus ist nicht immer verkehrt, nur oft eben auch nicht sinnvoll.
– Hacking / Antihacking
– Stabilere Netzabdeckungen
– Professionalisierung
– Technik
– Atom(abschreckung)
– Drohnen
Und schon kann man “das Fußvolk” vielleicht etwas … Als zweifelhaft zumindest erachten?
Glauben Sie ernsthaft, dass die jungen Leute beim Wehrdienst alle dies lernen? Haha. Eher ab in den Schlamm und bisschen rumbuddeln? Aktionismus und “Kriegseinstellung” als Mittel meiner Meinung nach.
Mal eine Gegenfrage:
Konnten die Fußtruppen bisher Putin zum Aufgeben zwingen? Ne? Komisch.
Ist die Abschreckung vor Atomeinsatz vielleicht ein deutlich “effektiveres Mittel”? Wahrscheinlich?
Bei Grundwehrdienst muss man halt fragen:
– Was wird ausgebildet?
– Wieviel kostet es?
– Auf was wird “verzichtet”? [Kosten-Effizienz]
– Was bringt es?
– usw. usf.
Und da stelle ich zumindest die Kosten-Effizienz aktuell in Zweifel.
Stimmt aus RU wird alles ferngesteuert, Menschen würden auch nach Deutschland keine kommen, weshalb sich Menschen auch nicht zur Wehr setzen müssten.
In der Ukraine sind ja auch gar keine Menschen beteiligt, sondern nur Maschinen.
Die Frage, ob Putin durch Bodentruppen zum Aufgeben gezwungen werden konnte, ist die falsche Frage.
Man muss fragen, ob es die Ukraine so als souveränen Staat ohne Soldat*innen noch gäbe.
Ich finde diese Forderungen, dass die Ukraine doch bitte schön aufgeben soll, wirklich vermessen.
Putin ist der Despot und Bösewicht in diesem Drama. Pazifistische Anwandlungen helfen leider nur solchen Arschlöchern.
Ich verstehe Ihre Position. Allerdings ist sie hier ein Strohmann.
Warum? Es ging bei mir um Deutschland und Wehrpflicht.
Sie hingegen gehen auf Ukraine jetzt ein und übertragen dies.
Das macht geopolitisch und militärisch absolut keinen Sinn.
In Bezug auf Ukraine sind natürlich geopolitisch und militärisch die Fußsoldaten auch immens wichtig. Da gehe ich mit. Ebenfalls die starken Vorbereitungen seit 2014 (und zuvor) – da der Krieg dort schon recht sicher und vorhersehbar war.
Auch wenn ich den Krieg durchaus als Stellvertreterkrieg und Bauernopferkrieg sehe. Klingt hart, allerdings hatte Ukraine eben seine/ihre Atommacht abgegeben im Hinblick auf eine Hilfe/Deckung durch andere Länder. Das Zugeständnis gab es damals – will nur keiner (mehr) wissen. Komisch. Ob und in wiefern man dies nachgekommen ist und nachkommt kann man natürlich fachlich anzweifeln und diskutieren.
Ebenfalls, ob Putin/Russland eine der stärksten ehemaligen Atommächte überhaupt angegriffen hätte, wenn man eben genau diese Einschüchterungs- und Notfallmaßnahme noch in der Hand (gehabt) hätte.
Was meinen Sie denn fachlich? Wäre die ehemalige Atommacht Ukraine nicht doch etwas … Angsteinflößender [“Verteidigungsfähiger”] gewesen? Oder sind es doch die Fußtruppen?
Mal die Frage stellen, ob es Ukraine als Atommacht nicht ebenfalls als “souveränen Staats” noch gäbe.
“Ich finde diese Forderungen, dass die Ukraine doch bitte schön aufgeben soll, wirklich vermessen.”
Sehe ich auch so. Habe ich nie aufgestellt.
Es ging in meinem Beitrag um Deutschland.
Klar ersichtlich durch meinen Kommentar hier:
“Denken Sie tatsächlich, dass jemand “per Landheer” in Deutschland einfällt?”
IN DEUTSCHLAND per Landheer. Und nein … Das wird nicht passieren. NATO/EU. Geopolitische Lage. 3. Weltkrieg/Atom als Folgewirkung. Momentan (noch) die Angstwirkung dessen.
Was sind die (primären geopolitischen) Gefahren für Deutschland?
– Atomwaffen und co [Dome]
– Drohnen [Drohnenabwehr]
– Hacking
– Stromnetzabkappung
Für alles braucht man geschultes Fachpersonal. Ob und in wiefern der Grundwehrdienst dies “entgegenkommt” oder sogar “hindert” [Kosten, Ressourceneinsatz, Fokus] lässt sich diskutieren und kritisieren jeweils.
“Putin ist der Despot und Bösewicht in diesem Drama. Pazifistische Anwandlungen helfen leider nur solchen Arschlöchern.”
Sehe ich auch so. Bin auch kein Pazifist. Ich stelle jedoch in Zweifel, dass die Ressourcen zur Wehrmacht hier besonders gut geeignet sind, statt vermehrt auf Fachpersonal und geopolitische militärische Technik zu setzen.
Natürlich können wir über Fußtruppeneinsatz zur Hilfe im Falle eines aktiveren Eingreifens durch Bündnisfällen sprechen. Hier wären (deutsche) Fußsoldaten durchaus effektiv und wichtig. Das sehe ich persönlich allerdings weiterhin als Bauernopfer. Kann man machen. Wird gemacht. Muss man nicht gut finden.
Ebenfalls kann man über Krisenschutz und Krisenhilfe sprechen. Das ist und wäre tatsächlich meiner Meinung nach sogar sinnvoll und gewinnbringend.
Dann sind wir jedoch in einem anderen Argumentationsstrang in Bezug auf Wehrpflicht und Sinnhaftigkeit.
Wie gesagt … Mir geht es hier gerade um Deutschland und dessen Geopolitik und dementsprechend Ressourcenfokus.
Meinung? Ja. Meine. Einiger Militärexperten auch.
Gibt es andere Experten auch? Ja.
Es ist halt kein “Schwarz-Weiß”.
Irgendwann wundert man sich dann ggf. wieder, dass wir technologisch und militärisch ressourcenmäßig hinterher hinken … Oh Wonder.
Aber ganz plagativ ind überspitzt … Eingraben könnten wir uns dann im Wald. Und zubuddeln auch.
Die Kids sind offensichtlich nicht gut informiert.
Ach ja, das hätten wir – also die Lehrkräfte – natürlich sofort erledigen müssen.
Ich mag nicht mehr.
Vielleicht mag das Bildungsministerium lieber die Lehrkräfte ermuntern, das Thema mit den Schüler:innen zu besprechen und ggf. über Verweigerung aufzuklären, anstatt stumpf Regeln zur Unterrichtspflicht rauszuhauen.
Aber immerhin bleibt so der Eindruck erhalten, weiterhin über und nicht mit den Betroffenen zu reden, super… 🙁
Siehste, da kommt diese Forderung auch schon.
Welche “diese” Forderung? Mit Schüler:innen zu sprechen? Tatsächlich tue ich das täglich
Hast du kein normales Curriculum, dass du jeden Tag mit deinen SuS über dieses Thema sprechen kannst?
Das würde deinen interessanten Zugang zu Unterricht erklären.
Habe Ihnen das Du nicht angeboten. Wenn Sie freundlich fragen, antworte ich gerne 🙂
Förderschule ist anders…
Werden an Ihrer Schule die Lehrkräfte nicht gesiezt bzw. machen Sie das auch nicht bei Ihnen fremden Personen?
Ich bezog das auf das curriculum.
Wie viele Ihrer Schüler würden tatsächlich gezogen werden? Einen sinnvollen Einsatz von Förderschülern im Militär kann ich mir halt nicht vorstellen.
Wieso? Gilt Inklusion und das Recht auf Teilhabe nicht für alle Lebensbereiche?
Rollifahrer in der Infanterie. Klappt nicht.
Ich weiß. Ich hatte auch vergessen den Ironie- Smily zu setzen.
Welches Bild haben Sie von Förderschülern?
Warum sollten junge Menschen mit SPF, die z.B. ESA oder MSA erworben haben, nicht dazu in der Lage sein?
Was ist MSA für ein Förderschwerpunkt?
Mittlerte Reife in altdeutsch.
Soll sogar Förderschüler mit dem Förderschwerpunkt ESE mit FHR und AHR geben. Gilt für weitere Förderschwerpunkte ebnso.
Ooooh…my… God!
Die müssen körperlich gesund und geistig für das ausführen der Befehle ohne I-Helfer in der Lage sein. Da fallen schon eine ganze Reihe förderschwerpunkte weg.
Das klingt nach einer furchtbaren Haltung, aber garantiert haben Sie nur die Sorge, dass Wehrdienstleistende ein gewisses Niveau in Deutsch und Mathematik zu halten haben, während sie im Kriegsfall Land und Familie verteidigen.
Bloß nicht.
Bloß nicht… was?
Wehrdienst?
Mit Kindern reden?
Dann mach ich das doch direkt. Erstmal die Mailadresse von unserem Verbindungsoffizier raussuchen. Vielleicht auch mal wieder ein Kasernenbesuch in der Heeresschule, mal sehen.
Unsere Jugend gehört in Schulen, an Ausbildungsplätze und in Universitäten – nicht in Schützengräben
Musterung ab 18 – Einberufung nach Ausbildung bzw. Schulabschluss – Freistellung vom Wehrdienst bis zum Uniabschluss – Möglichkeit der Verweigerung
Der Satz sagt boch Alles. Und im Ernstfall kommt dann der Vorwurf, warum hat uns niemand vorbereitet.
Dieses Mimimi um die Wehrpflicht ist schwer zu ertragen. Anno 2011 konnte man die Wehrpflicht aussetzen (nicht abschaffen), da wir in relativen Friedenszeiten lebten. Wäre sie nie ausgesetzt worden, bliebe eine Diskussion darüber allenfalls ein Grundrauschen. Heute sieht die Welt jedoch anders aus. Im Osten befindet sich ein unberechenbarer russischer Aggressor, der sich wahrscheinlich ins Fäustchen lacht, wenn er aktuell nach Deutschland blickt und diese Diskussionen mitbekommt. Sollte dieser von heute auf morgen einen Angriff auf die europäische Union starten, kann ja gerne weiter demonstriert werden – ändern wird dies nichts, außer, dass wir im Verteidigungsfall ohne ausgebildete Soldaten da stehen. Mal völlig davon abgesehen, dass auch ein Ersatzdienst geleistet werden kann. Wollte ich das damals nach der Schule unbedingt machen? Nein. Aber im Endeffekt hat nicht nur mir der Zivildienst etwas gebracht und mich reifer gemacht, ich habe dadurch auch für zehn Monate der Gesellschaft etwas zurückgegeben.
Wer die angedachte, sechsmonatige Wehrpflicht (oder einen eventuellen Ersatzdienst) mit Kriegsdienst an der Front gleichsetzt, betreibt billigen Populismus, denn darum geht es überhaupt nicht. Schade, dass Medien dies nicht konkreter benennen.
Ich bin definitiv für eine Wiedereinführung der Wehrpflicht mit alternativem Ersatzdienst im sozialen oder ökologischen Bereich. In einer Zeit, wo offensichtlich nur noch individuelle Bedürfnisse zählen, auf die die gesamte Gesellschaft jederzeit Rücksicht zu nehmen hat, würde diese einige wieder erden und auf den Boden der Tatsachen zurückholen.
“Wer die angedachte, sechsmonatige Wehrpflicht (oder einen eventuellen Ersatzdienst) mit Kriegsdienst an der Front gleichsetzt”, verkennt die Aufgaben, die die zukünftigen reservisten im Spannungs- und Verteidigungsfall übernehmen sollen. Die Wehrdiener sollen ja nicht zur Litauen-Brigade beordert werden. In aller erster Linie sind sie für den Einsatz in den heimatschutzregimentern eingeplant, um Wach- und Sicherungsaufgaben zu übernehmen. Die “Experten” verkennen, dass D kein Frontsstaat mehr ist, sondern der NATO als logistischer Hub dient.
Ich bin für die Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht, sobald die entsprechenden Mehrheitsverhältnisse sichergestelt werden können, verbunden mit dem Recht auf Wehrdienstverweigerung.
Nicht vergessen darf man, dass die Bundeswehr auch humanitäre Hilfe leistet. Beispiel: Bei der Katastrophe im Ahrtal halfen Soldatinnen und Soldaten tatkräftig mit. Wer die Wehrpflicht rein auf Krieg und Waffengewalt reduziert, verkennt die wahren Aufgaben und Hintergründe.
Die berühmte Amtshife …
Wäre die Wehrpflicht derzeit nicht ausgesetzt, die Zahl der Ersatzdienstleistenen in Blaulichtorganisationen wäre wieder ausreichend, um den Katastrophenschutz sicher zu stellen.
Während des Kalten Krieges wurden etwa 10% der wehrfähigen Bevölkerung dafür eingeplant. Auf dem Wege bin ich als Katastrophenschutzhelfet meiner Dienstverpflichtung nachgekommen.
“Dieses Mimimi um die Wehrpflicht ist schwer zu ertragen.”
Inwiefern? In Deutschland heulen die Menschen bereits, wenn andere (!) Menschen gendern, die Inklusion nach 15 Jahren tatsächlich nicht mehr zu ignorieren ist, oder dass der Klimawandel sich nicht nach Behäbigkeit und Gier der deutschen Wirtschaft richtet… :/
Ein Musterbeispiel an “Whataboutism”. Danke dafür.
Sollte sich Putin für einen Angriff auf Deutschland entscheiden, sind Gendern, Inklusion und Klimawandel ohnehin erst einmal obsolet. Dann gehts ums Überleben.
Zugegeben ist das eine andere Liga.
Whataboutism sehe ich da aber weniger, da sich ja eben nicht wenige Erwachsene über diese Themen mehr aufregen und weniger über die Bedrohung Europas (https://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-tino-chrupalla-sorgt-mit-russland-aussagen-fuer-aerger-in-der-partei-a-37698888-e67a-4b5e-bc36-9cdc4e33bcfe)
Sorgen der jungen Menschen, bei der Landesverteidigung zu sterben, als “Mimimi” herabzuwerten, bringt meiner Meinung jedenfalls wenig, aber Sie haben da garantiert gute Erfahrungen mit den Schüler*innen gemacht
Sollte doch irgendwann ein Angriff auf Deutschland kommen, sterben sie eben ohne sich zu verteidigen. Ist das besser? Im Krieg gelten andere Spielregeln. Um das zu verstehen, genügt ein Blick in die Ukraine. Wehrpflicht bereitet auf solche Dinge vor. Insofern ist das Gejammere durchaus ein „Mimimi“.
“Sollte doch irgendwann ein Angriff auf Deutschland kommen, sterben sie eben ohne sich zu verteidigen. Ist das besser? ”
Zu Zeiten des Zivildienstes sah man das wohl so. Ich sehe nicht, warum junge Menschen heute anders ticken sollten
Sollte ein Angriff von Russland auf Deutschland kommen, dann wäre das wohl erheblich wahrscheinlicher als Atomangriff?
Daher … Dome, Bunker und Beten?
Glauben Sie ernsthaft, dass “Russland” hier mit Heer einmarschiert?
Bei Atom … Reagiert Atom … Da “verteidigen” Sie wohl sehr unwahrscheinlich auch nur irgendwas.
Ja, die Zeiten haben sich geändert. Ja, die demographische Lage ist angespannt.
Aber auch die Technologie und die Ausweite haben sich doch geändert.
Bauernopfer sind hier keine “Verteidigung” … Experten und Technologie, sowie starke Abschreckung [Atom] hingegen schon eher.
Erklären Sie mir mal, wie Sie großartig in/aus Deutschland “im Feld” denn agieren. Und was Sie so denken, dass die Wehrpflicht (auch heutzutage) so beiträgt zum Expertenwissen in Bezug auf militärische Technologie und Umgang damit.
Auch im Panzer wird ihnen da heiß … Sonderlich mehr wird man beim Grundwehrdienst wohl nicht an Technologie als 0815 Soldat mitnehmen?
Wie wäre es denn mit “Zivipflicht” [m/w/d]. Und wer diese nicht machen “will”, der kann gerne zum Militär und zum Grundwehrdienst?
Einfach schon als “sozialen Stellenwert”? Als Zeichen?
Wie wäre es auch dies mal etwas besser zu entlohnen? Damit man hier eben nicht
1. Weitgehend Missstände durch Missstände auszugleichen versucht?
-> Soziale Arbeit schlecht bezahlt vs. noch schlechtere kostengünstigste Zivis?
2. Man auch mal die Attraktivität für Fachpersonal diesbezüglich erhöht?
3. Man “leben” so erleichtert und auch kostenmäßig den Zivi machen kann? [Bund zahlt da schon oft … Attraktiver]
4. Soziale Berufe eventuell an Attraktivität und Ansehen durch tatsächliche Teilhabe und Einsicht gibt? Und nicht als “Ausgleich” und “Kosteneinsparung”?
5. …usw. usf.
“Sollte ein Angriff von Russland auf Deutschland kommen, dann wäre das wohl erheblich wahrscheinlicher als Atomangriff?
Daher … Dome, Bunker und Beten?”
Russland ist bisher schon fulminant an der Ukraine gescheitert und biss sich jahrelang und hohen Verlusten Gebiete ab.
Da dachten so manche in Russland, dass würde in wenigen Tagen geklärt…
Wie fulminand die gegen die NATO scheitern werden, bleibt abzuwarten 😉
Absolut richtig.
“Da dachten so manche in Russland, dass würde in wenigen Tagen geklärt…”
Das war damals gängige Einschätzung nahezu sämtlicher ExperInnen. Tun wir mal nicht so, als ob das nur von Russland so gewesen wäre. Nene …
“Sollte ein Angriff von Russland auf Deutschland kommen, dann wäre das wohl erheblich wahrscheinlicher als Atomangriff?
Daher … Dome, Bunker und Beten?
Glauben Sie ernsthaft, dass “Russland” hier mit Heer einmarschiert?
Bei Atom … Reagiert Atom … Da “verteidigen” Sie wohl sehr unwahrscheinlich auch nur irgendwas.”
Tatsächlich denke ich, dass das eher nicht eintreten würde.
RU hätte nämlich gar nichts von Atomschlägen. Das Dumme am Gebrauch von Atomwaffen ist doch, dass man Gebiete nicht nur verwüstet, sondern unbetretbar/unbewohnbar macht.
Was hätte man denn davon, deutsche Städte mit Atomwaffen zu beschießen?
Auch hier bin ich bei Ihnen. Dies würde nur in einem Fall eintreten, wo es sowieso komplett ausarten würde. Und dann … Hilft da weder Grundwehrdienst, noch sonst was aktueller (wahrscheinlicher) Technik.
Allerdings eben auch: Wie wahrscheinlich ist es, dass “Russland” oder sonst wer hier auf Landweg ankommt? Die Chance ist doch nochmal weeeeesentlich geringer. Dagegen wäre die Atomchance wohl sogar in Bezug auf dessen gesehen … Deutlich höher eben.
Das ist halt so das “Wohl oder Übel” bei Atomwaffen … Ein zurück gibt es da nicht mehr – sehr wahrscheinlich.
Aber klar … Bauernkriege gehen dann schon. Auch diese haben so ihren Zweck. Muss ich nur nicht als gut oder schlecht empfinden. Auch nicht in Bezug auf “Deutsche Solidarität durch eigene Soldaten”. Auch diese haben eben nur ein Leben. Aber ja, auch ich verstehe und kann den “Sinn” nachvollziehen, dass das aktuell “nötig” eben ist … Leider. Trotzdem muss ich hier nicht aktiv dafür noch sein, oder? Ebenfalls in Frage stellen, ob hier ein Grundwehrdienst – v. A. nach diesen “Planungen” – auch nur ansatzweise aufgehen und sinnvoll wäre. Da bin ich weiterhin bei Fachpersonal und technischer Fortschritt. Dazu dessen Unterstützungen. Darf man halt auch anders sehen. Wundern sollte man sich dann nicht in 5-10 Jahren, dass das Quatsch war und es effektivere Wege gegeben hätte. Aber hey … Vielleicht lieg ich auch falsch. Man wird sehen.
Der Wehrdienst wurde meiner Meinung nach nur wegen des Ersatzdienstes so lange aufrecht erhalten. Billige Arbeitskräfte in weitgehend unbegrenzter Zahl ohne nennenswerter Werbung dafür gibt es auf dem freien Markt sonst nicht.
Wenn man sich ca. 800.000 gutbezahlte Lehrer leisten kann, dann kann man sich auch ca. 350.000 anständig bezahlte Soldaten leisten, von denen nur die wenigsten A12 und mehr bekommen. Wehrpflicht in Deutschland ist unnötig.
Offenbar nicht. Es gibt nicht genügend Freiwillige, die zur Bundeswehr möchten.
Bisher hat man ja die Mannschaft let auch nicht ordentlich bezahlt. Und viele springen ab, da der Bewerbungsprozess viel zu lange dauert.
Okaaayyy, gering bezahlt? Wie wäre es mit „erst googeln, dann behaupten“?
Nicht vergessen: freie Kost/Logis bei Mannschaftssoldaten in der Grundausbildung, Zuschläge, Gesundheitsfürsorge etc.
“Freie Kost” – nährphysiologisch ok bis sehr gut, in aller Regel aber übelster Kantinenfraß (ich hatte Glück, unser Standort hatte zwei legendär gute, echte Köche)
“Freies Logis” – hahahaha….oh Moment, falls das ernst gemeint war: LET ME LAUGH EVEN HARDER (©Bender). ***Wenn*** es in der Bundesrepublik eine Gebäudeart gibt, die noch mieser, verrottender und unmoderner als Schulen sind…dann sind es Kasernen.
“Gesundheitsfürsorge” – ahhhh ja, vernünftig verarztet werden in der Regel Einsatzvrbände, Zeitsoldaten, Offiziere. Der “Sani” ist ihr medizinischer “Vorgesetzter”, von dessen Wohlwollen (oder Katerstimmung) sie ABHÄNGIG sind. Das ist mit “Arzt-Patient” null zu vergleichen. (Auch hier: Ich persönlich konnte nicht klagen, das kann aber auch ganz, ganz anders laufen – “Ibu, Voltaren und raus hier” ist an vielen Standorten normal)
Sowas ist definitiv kein Argument – gerade für junge Menschen.
Wie viele Kameraden schauen beim Besuch der Freundin in der 4-Mann-Stube so vorbei ? 😉
Dass kaum noch jemand, der sowohl willig ALS AUCH fähig ist da hin will hat schon Gründe.
Hey, da bist du ja einer ganz heißen Sache auf der Spur… jetzt fehlt nur noch die Forderung aus der Gesellschaft und v.a. der Jugend, dass diese gutbezahlten LuL doch den Dienst an der Waffe erledigen können – quasi wie bei der Freiwilligen Feuerwehr nach eigentlichem Dienstschluss (den wir ja als zumeist Beamte angeblich eh nicht haben) Das bisschen Wehrgedienste machen wir doch noch locker nebenbei…und sobald wir an der Waffe und im Nahkampf ausgebildet sind erledigen sich die Probleme mit „gewaltbereiten SuS“ oder den Disziplinlosigkeiten im Unterricht, weil die Kids schlicht Respekt vor den toughen deutschen GI-Joes haben. 😉
… und dann regen sich wieder alle auf, wenn die Lehrkräfte außerhalb der Ferien an Wehrübungen teilnehmen
Hätten Sie gern weniger gut ausgebildete Lehrer (einschließlich gut fortgebildeter Quereinsteiger, diese Diskussion will ich hier nicht heraufbeschwören)? Man muss sich diese Zahl leisten und damit auch die gute Bezahlung. Sonst machen nämlich noch weniger Menschen diese Arbeit, wenn Ausbildung, Belastung und Bezahlung sich nicht die Waage halten. Bildung, zu der nun einmal Lehrer gehören, wird zu oft als Kostenfaktor und zu wenig als Investition in die Zukunft angesehen.
Das schließt im Gegenzug eine entsprechende, den Risiken und der Verantwortung angemessene Bezahlung von Freiwilligen im Militär nicht aus. Das bringt dann eventuell mehr Freiwillige in die Armee. Dennoch bin ich für eine Dienstpflicht im Interesse der Gesellschaft, mit der freien Wahl zwischen Wehrpflicht bzw. einem möglichen Zivildienst. Ich finde es nicht falsch, wenn junge Menschen für eine bestimmte Zeit auf sinnvolle Weise in die Pflicht genommen werden, die Gesellschaft zu stützen.
Zurück zu Preußens Gloria, die haben auch schon ehemalige Soldaten als Volksschullehrer eingesetzt. Und mittlerweile kann man als Zeitsoldat sogar Erziehungswissenschaften studieren. Es steht also qualifiziertes Personal zur Verfügung
Seltsam… in unserer Gegend herrscht an einigen Schulen immer noch Lehrermangel. Und wie kommen Sie darauf, dass ich preußischen Drill etc. gut finde? Falls Sie das in meinem Kommentar rausgelesen haben, Frage ich mich, wo. Und daran, dass ehemaligen Zeitsoldaten eine zivile Zukunft ermöglicht wird, finde ich nichts falsch.
Oder sollte ich meine Ironie – Antenne neu justieren?
Ich schlage kalibrieren vor
Mist, da habe ich wohl bei der ISO9001-Fortbildung gepennt….
Ich (selbst ehemaliger Soldat – nein, ich zähle mich selbst nicht zu den (Zwangs)Reservisten) habe mit vielen anderen ehemaligen SaZ mein Ref gemacht. Das kommt/kam sogar relativ häufig vor.
Ist mir nicht unbekannt. Nur ging meine Bemerkung nicht in die von Ihnen vermutete Richtung.
Sie bezog sich auf den vorangegangenen Post mit der Frage nach weniger gut ausgebildeten Lehrkräften.
Wozu? Sie müssen ja schon vorher in die Schule, dann in Ausbildung oder Studium. Man sollte es mit den Pflichten auch nicht übertreiben.
… sagen die, die dieser Pflicht nicht nachgehen müssen. Vielleicht haben die jungen Leute auch „Krieg und Frieden“ gelesen oder so ein bisschen was von Brecht.
Sie kennen tatsächlich junge Leute, die Brecht und Tolstoi gelesen haben?
Hörbuch?
Ich habe interessehalber mal gegoogelt: “Krieg und Fieden” als ungekürzte Fassung bei amazon – Spieldauer: 66 Stunden und 21 Minuten. 🙂
Matheaufgabe für Sie: Wieviele Jahre braucht ein moderner junger Mensch, mit einer durchschnittlichen Aufmerksamkeitsspanne von 20 Minuten, wenn er täglich 3mal “reinhört”? (Ohne die Zeit zu berücksichtigen, die er zurückspulen muss, um zu wissen worum es vorher ging,)
Topp!
… das nehmen wir im kommenden Jahr für das Matheabitur. 😉
Du sollst die Abi-Enten doch nicht immer Überfordern
Das Buch hat übrigens mehr als 2000 Seiten!
… und die sind dann aber nur einseitig bedruckt.
“und die sind dann aber nur einseitig bedruckt.”
Warum sollte das so sein? Bedruckt werden ja die Blätter des Buches.
Die Blätter für den Text haben üblicherweise eine Vorderseite und eine Rückseite.
Humor ist nicht jedermanns Sache.
Lebenslanges Lernen. Wer täglich in NRW pendeln muss, ist glatt im Vorteil. Dabei spielt es keine Rolle, ob man Bahnfahrer oder Autofahrer ist.
Für wieviele Fahrten zur und von der Arbeit reicht dann die Hörvariante von “Krieg und Frieden”?
Mit HO oder ohne?
Ja!
Wie kommen Sie darauf, dass ich einer solchen Pflicht nicht nachgehen musste? Und ganz bewusst habe ich die Möglichkeit einbezogen, sich statt an der Waffe alternativ zu engagieren. Denn keinesfalls möchte ich einen militärischen Pflichtdienst wie nach meiner Schulzeit.
An gelbe Tulpe: Ausbildung sehe ich als Investition in die eigene Zukunft an. Und wie wenig ernst diese Pflicht genommen wird, habe ich den Erzählungen meines Sohnes aus seiner Berufsschulklasse entnehmen können.
Ich befürchte, dass die eher was von Precht gelesen haben … das sorgt i.d.R. für kognitive Disbalancen.
Meinen Sie evtl. dieses Zitat von B. Brecht:
“Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.” ?
Übrigens scheinen viele ukrainische Männer und Frauen dieses Brecht-Zitat zu beherzigen.
Zu Ihrem angeführten Zitat: Haben Sie gelauscht… oder verstanden?
Es wäre schön, wenn viele junge Menschen wenigstens dieses Zitat kennen und verstehen würden. Und wenn diese noch mehr von Brecht und auch ” Krieg und Frieden” gelesen und verstanden hätten. Aber ich habe da so meine Zweifel.
“Erst kommt das Fressen, dann die Moral.”
Work-Life-Ballance als grundlegendes Bedürfnis steht vor der moralischen Verpflichtung sich an der Zivilgesellschaft zu beteiligen.
Btw da im Verteidigungsfall Männer bis zum vollendeten 60. Lebensjahr beordert werden können, sind bei einer Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht im Jahre 2027 auch noch die WDLer des Jahrgangs 1968 betroffen, die – wenn sie nicht verweigert haben oder ausgemustert worden sind – ihren Grundwehrdienst größtenteils 1986 kurz vor der Wiedervereinigung absolviert haben. Damit sind dann de facto keine Boomer mehr betroffen sondern die Generation X. Die Generation Y (Millenials) haben den Vorteil, dass sie in Folge der aussetzung der wehrpflicht nicht einmal mehr erfasst, geschweige denn gemustert worden sind.
Also eine Runde Mitleid für die GenZ
Dann sind Sie eine Gegnerin jener, welche die Ukraine zur Aufgabe des bewaffneten Widerstandes drängen, wie AfD, BSW und anderen russlandtreuen Mitläufern?
Oder sehen Sie sich da eher als Gegnerin von Brecht? 😉
Warum soll ich Ukrainer von irgendetwas überzeugen? Es betrifft in allererster Linie diese selbst, ihre Heimat und ist deren Entscheidung. Welche Auswirkungen diese oder jene Entscheidung dann auf uns und ganz Europa hätte ist eine ganz andere Sache!
Sie sind doch sonst immer dafür, die Betroffenen selbst entscheiden zu lassen. Hier auf einmal nicht? Warum?
Haben Sie das Brecht-Zitat überhaupt verstanden? Wohl nicht, sonst hätten Sie sich Ihren … Kommentar verkniffen!
Wäre ich mit meiner Ausbildung in der Bundeswehr geblieben, dann wäre ich vermutlich längst Oberstleutnant… dagegen bin ich ein billiger Lehrer (einmal A13, immer A13), der dazu noch, im Gegensatz zum Bundeswehrsoldaten, seine Krankenversicherung selbst zahlen muss.
«Krieg ist keine Zukunftsperspektive und zerstört unsere Lebensgrundlage.»
Absolut richtig. Und jetzt bitte überlegen, wie man einen Agressor wie Putin davon abhalten kann, das eigene Land zu überfallen.
Diplomatie macht genau dann Sinn, wenn man ein Faustpfand in der Hand hat, welches man der anderen Seite gegenüberstellt. Ohne ein solches braucht der Andere nicht verhandeln – er kann sich nehmen, was er will.
Ich sag’s mal ganz deutlich: wäre Polen nicht in der NATO, hätten wir jetzt eine deutsch-russische Grenze.
Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt. – Auch keine neue Erkenntnis.
Nanana, woher auf einmal das ?
Das klingt ja quasi räääächtz!!!1!1 😉
Soldaten sind doch “Mörder”, usw.
Ach, aber wenn es um Kopf und Kragen geht, dann sollen die “ekeligen cis-Hetero-Mehrheitsmänner” auf einmal wieder masku-toxisch die Hacken zusammenknallen lassen ? 😀
(Ironie, offensichtlicherweise)
Tja, dann warte ich mal drauf, das folgende Argumente kommen:
„Wir wollen keine Babys bekommen, denn wir wollen nicht ein Jahr unseres Lebens vollgeschissene Windeln wechseln!“
„Wir wollen nicht für Geld arbeiten müssen, denn das beschneidet unsere Freizeit!“
„Wir wollen keinen Dienst an der Gesellschaft leisten, denn das Wichtigste bin ich als Individuum!“
…
Ich hab es schon mal an der Stelle der Rentendiskussion geschrieben: Die überwiegende Zahl meiner SuS und mit mir bekannter Jugendlicher denkt anders. Mag ne Blase sein, aber es beruhigt mich doch sehr, dass es offensichtlich ne Menge Jugendliche gibt, die mehr als „ich,ich,ich“ kennen.
Geht das Fridays against Wehrpflicht auch nachmittags?
Ginge vermutlich schon.
Die FfF-Demo am 14.11.2025 in Hamburg begann z.B. um 14:00 Uhr, in München sogar erst um 16:00 Uhr.
Das Witzigste ist doch, dass das halbe Jahr Grundwehrdienst eine allzu große zeitliche Belastung darstellen soll, das 13. Schuljahr aber zwingend erforderlich ist, damit die armen Seelen geruhsame die GOSt überleben können.
Da das außerhalb der Unterrichtszeit stattfinden soll, hält sich die Teilnehmerzahl sicher in Grenzen.
Und wenn unser Land angegriffen wird, was ich immer noch nicht glaube, wird es verteidigt von irgendwelchen anderen, die dumm genug sind, für uns ihren Kopf hinzuhalten???
„Stell dir vor, es ist Krieg und nur der Gegner geht hin…“
… aber nur bis zum Kamener Kreuz. Ab da steht er wie alle im Dauerstau.
Der Gegner wird von maroden und daher für Panzer unpassierbare Autobahnbrücken aufgehalten.
Teils, teils ist es während oder in der Unterrichtszeit. Man wird zumindest die Teilnahmebereitschaft gut vergleichen können.
Ist dieses Schwänzen dann erlaubt? Was sagen die Lehrer diesmal dazu? Fridays for Future hatten ja viele unterstützt. Und nun?
Potsdam 10 Uhr? Wir haben auch am Freitag bis 15.30Uhr Unterricht.
Na, da können die Protestler ja noch nach der Demo an der 7. bis 9. Stunde teilnehmen.
….. Oder ist denen der lange Weg aus der Stadt zur Penne nicht mehr zuzumuten?
Alle Kinder der Regierung kann ja zum Wehrdienst und zu Not das Land verteidigen, haben ihre Eltern ja so entschieden.
Sonst normale Stellenausschreibung und wer will kann sich melden!!!
Erst Gorleben, Klimademo, Bauerndemo, Anti Afd demo jetzt Schülerdemo usw……
Bei den Entscheidungen von der Regierung nicht die letzte Demo!!!
Kein Zwang und keine Pflicht!!!
Mein Sohn bekommt Ihr nicht!!!!!
Ich wusste gar nicht, dass die Kabinettsmitglieder gemeinsame Kinder haben.