BERLIN. Der Publizist Michel Friedman sieht deutsche Schulen derzeit nicht ausreichend als Orte, an denen Demokratie und Menschenrechte wirksam vermittelt und Hass sowie Antisemitismus entschieden entgegengetreten wird. Besonders für jüdische Kinder konstatiert er erhebliche Defizite.

„Das Leben jüdischer Kinder in Deutschland ist so schlecht wie noch nie seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs“, sagte Friedman bei der Bildungsministerkonferenz im Rahmen der KMK in Berlin. Dies berichtet die Katholische Nachrichtenagentur kna. Jüdische Mädchen und Jungen würden in Bildungseinrichtungen beleidigt, herabgesetzt und erlebten zum Teil auch Gewalt. Dieser Befund sei, so Friedman, „eine Katastrophe“.
Jüdische Familien stünden vor der Entscheidung, ihre Kinder entweder auf für sie unsichere reguläre Schulen zu schicken oder sie aus Schutzgründen auf jüdische Schulen zu geben. Diese seien häufig von Polizeikräften bewacht. Das vermittle den Kindern aber von Beginn an das Gefühl, nicht dazuzugehören. Friedman sprach in diesem Zusammenhang von einer Wiederkehr einer Form der Ghettoisierung.
Gerade deshalb sei es entscheidend, dass Schulen Orte seien, an denen Demokratie und auch Streitkultur gelernt und gelebt würden. In diesem Bereich gebe es jedoch massive Defizite, sagte Friedman.
Bei der Bildungsministerkonferenz hatten Friedman und der deutsche Botschafter in Israel, Steffen Seibert, Impulsvorträge zur Bedeutung der Erinnerungskultur gehalten. Die Bildungsministerinnen und Bildungsminister bekräftigten laut Bericht dabei, dass demokratische Werte an Schulen vermittelt werden müssten. Dazu zählten eine kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte, die Zusammenarbeit mit Gedenkstätten sowie die Förderung von Projekten gegen Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit. News4teachers
Prien: „Kinder müssen Empathie lernen“ – gegen Antisemitismus und Rassismus









“Die Bildungsministerinnen und Bildungsminister bekräftigten laut Bericht dabei, dass demokratische Werte an Schulen vermittelt werden müssten. Dazu zählten eine kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte, die Zusammenarbeit mit Gedenkstätten sowie die Förderung von Projekten gegen Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit.”
Ich behaupte einmal, dass fast alle Schulen genau das machen. Insofern ist das “müssten” fast schon eine Beleidigung der Arbeit der Schulen. Und das von den sogenannten “Bildungsministern”.
DIe Gründe für die gegenwärtigen Probleme sind sicherlich nicht in der Arbeit der Schulen zu finden…
Die Gründe nicht, aber Schulen stellen hier eine Stellschraube zwischen Politik, Gesellschaft und Privatem her. Daraus ergibt sich eine unbestreitbare – aber nicht ausschließliche! -Verantwortung :/
Ich befürchte, dass Sie die Einflussmöglichkeiten insbesondere der weiterführenden Schulen deutlich überschätzen.
Ich finde es wirklich sehr traurig, dass sich Juden in Deutschland in den Schulen verstecken müssen, um nicht Opfer von Gewalt zu werden. Hier hat die Politik mal wieder vollständig versagt.
Naja, Menschen wählen ja unter anderem eben diese Politik…
https://www.juedische-allgemeine.de/allgemein/rias-afd-ist-eine-gefahr-fuer-juden-in-deutschland/
https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_100582784/judenhass-in-deutschland-wie-die-afd-hass-und-leugnung-befeuert.html
Parteien in Landtagen und Bundestag machen das Leben wahrscheinlich nicht besser :/
Die antisemitischen Straftaten explodieren seit 2023. (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/829792/umfrage/polizeilich-erfasste-antisemitische-delikte-in-deutschland/)
Man muss schon ziemlich neben jeder Wirklichkeit leben, wenn das nicht mit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel in Verbindung bringt.
Welcher Phänomenbereich der PMK bei antisemitischen Gewalttaten im Jahr 2024 leicht rückläufig war und auf welche Phänomenbereiche die Zunahme der Gewalttaten beruhte, wäre eigentlich kein Geheimnis.
Es scheint aber Leute hier zu geben, die von solchen Entwicklungen scheinbar nichts bekommen haben, weil man Ihnen keine Links und Quellen dazu geliefert hat.
Wird die Statistik denn inzwischen korrekt geführt? Da finde ich auf die schnelle tatsächlich keine Daten, nur Informationen aus 2021 (wie den Link unten), die problematisieren, dass die PMK kein korrektes Bild liefern (sollen??).
https://www.tagesspiegel.de/politik/antisemitische-straftaten-unter-dem-radar-der-polizei-5107207.html
Nach meinen Informationen werden seit 2023 Taten, in denen kein PMK-Phänomen ermittelt werden konnte, nicht mehr pauschal PMK-rechts zugeschrieben, sondern dem Phänomenbereich PMK-sonstige.
Jede der 173 Gewalttaten ist eine zu viel, keine Frage.
Antisemitischen Straftaten gehören geahndet, aber vielleicht warten wir erstmal die Gerichte ab, wie weit die Polizeistatistik echte Straftaten abbildet.
“Die IHRA-Definition ist umstritten (insbesondere in ihrer Erweiterung durch die Bundesregierung), weil sie vage ist und es ermöglicht, Kritik an der Regierungspolitik Israels oder seinem militärischen Vorgehen als Antisemitismus einzustufen.”
https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/bundestag-resolution-das-steht-drin-antisemitismus-definition
Bitte nicht falsch verstehen, ich aehe das Besrohungspotenzial, eine weitaus größere Bedrohung sehe ich weiterhin durch eine gesichert rechtsextreme Partei, welche ihre Ansichten kaum zurückhält:
https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_100338272/afd-ableger-ja-teilnehmer-planen-arbeitslager-fuer-migranten-und-juden.html
Aber die werden die Arbeitslager ja “legal” einrichten, das sollte die Polizeistatistik nicht belasten…
“wie weit die Polizeistatistik echte Straftaten abbildet.” Also gibt es Ihrer Meinung nach in der Hinsicht “echte” und unechte Straftaten? Weil nicht sein kann, was nicht sein darf? Sollten wir die IHRA-Definition zurechtbiegen, bis der islamistische Hass auf Israel nicht mehr darunter passt? Ist das militärische Vorgehen des Staates Israel gegen Terroristen, die diesen Staat ausradieren wollen, die vor gut zwei Jahren auf brutalste Art und Weise Unschuldige, sogar Babys vergewaltigt, verschleppt und hingeschlachtet haben, in Ihren Augen nicht berechtigt? Ja, es gibt leider (!) die rechtsextremen AfD-Antisemiten-Dummköpfe, die wir bekämpfen müssen. Aber es gibt in unserem Land seit einigen Jahren durch die ungesteuerte Migration vermehrt aus dem arabischen Raum stammende islamistische Israelhasser, unterstützt von linken Anarchos und Hamasterror-Freunden, die auf ihren Free Palestine-Demos “from the river to the sea” fordern, was eine Auslöschung Israels bedeutet! Die Untaten dieser Typen, die z. B. in Berlin randalieren, unsere Polizisten angreifen, auf Juden einprügeln, Wände beschmieren mit Hamas-Symbolen, wollen Sie relativieren?
“Also gibt es Ihrer Meinung nach in der Hinsicht “echte” und unechte Straftaten?”
Die Kritik daran, die Polizeistatistik mit nachgewiesenen Straftaten gleichzusetzen, ist nicht von mir und nicht wirklich neu.
(https://taz.de/Polizeiliche-Kriminalstatistik-2023/!6000508/)
Spielt aber keine Rolle, weil Sie statt der PKS auch die Verurteiltenquote nehmen können. Tut sich nicht viel bzw. schwächt sogar Ihre Position noch weiter.
Hier haben die Mitmenschen der Betroffenen mal wieder vollständig versagt.
“Dazu zählten eine kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte, die Zusammenarbeit mit Gedenkstätten sowie die Förderung von Projekten gegen Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit.”
Da gebe ich Herrn Friedmann im Grunde natürlich recht. Nur wenn es um Jugendliche aus migrantischen Millieus geht, haben die mit der deutschen Geschichte und den Gräueltaten des Nationalsozialismus wenig am Hut – eher kann es passieren, dass deren Familien selbst Betroffene waren, nun aber aufgrund des Nahost-Konflikts einen latenten Antisemitismus entwickelten.
Ich kann nur wieder für meine Region Rhein-Neckar sprechen, aber wir beobachten Judenhass vor allem unter muslimischen Jugendlichen und die erreicht man aktuell schwierig. Leider machen die nämlich oft nicht die Unterscheidung zwischen Israel als Staat und dem Judentum als Religion.
Dann kann ich Sie beruhigen, dass Ihre Region nur eine WINZIGE Spitze des Eisberges ausmacht.
https://www.ruhrbarone.de/rechtsextremismus-bleibt-die-groesste-bedrohung-fuer-unsere-demokratie/244258/
Und das von einer Person, die ich wahrhaftig nicht schätze..
Ich will die Fälle bei Ihnen nicht leugen, aber stellen Sie sich vor, wie viel mehr Rechtsextremisten da draußen anstellen 🙁
Ich empfehle den Podcast von Lanz und Precht mit Gast Brosius-Gerstdorf. Sehr erhellend, was Sie über die Demokratie in Unserer Demokratie zu berichten weiß.
Es ist einfach eine unsägliche Schande, dass jüdische Kinder und Jugendliche sich in Deutschland inzwischen unsicher fühlen (müssen) – dagegen muss mit allen Mitteln und mit Nachdruck vorgegangen werden. Viele sprachliche und auch tätliche Angriffe kommen von islamischer Seite, von links- und rechtsaußen. Da muss man ansetzen, diese Extremisten, insbesondere die aus den Reihen der Palästina- und Hamasterror-Sympathisanten, müssen polizeiliche und juristische Härte spüren – so schnell wie möglich. Falls derartige Täter hier Schutz suchen und Asyl beantragen, aber gleichzeitig jüdische Mitbürger bedrohen, haben sie nach meiner Ansicht in Deutschland nichts zu suchen und sollten schnellstens das Land verlassen müssen.
Inzwischen???
https://www.stern.de/politik/deutschland/umfrage-jeder-5–deutsche-denkt-antisemitisch-3514024.html
Soll ich Sie für doof halten oder für ausländerfeindlich, dass Sie schreiben, es wäre “inzwischen” unsicher für Jüdinnen und Juden?
https://www.welt.de/politik/ausland/article694024bd2802cb9a34586b7e/israels-botschafter-prosor-diejenigen-die-heute-eine-synagoge-in-brand-setzen-werden-morgen-eine-kirche-in-brand-setzen.html
https://www.handelsblatt.com/dpa/nach-anschlag-von-sydney-juden-hoffen-auf-neuen-aufstand-der-anstaendigen/100185751.html
https://www.domradio.de/artikel/museumsleiterin-warnt-vor-angriffen-bei-juedischen-feiertagen
https://ga.de/bonn/stadt-bonn/angriff-auf-synagoge-in-bonn-verdaechtige-gestehen-und-nennen-motiv_aid-58086505
https://ga.de/bonn/stadt-bonn/als-jude-in-bonn-hat-man-sich-an-die-gefahr-gewoehnt_aid-43830627
https://www.tagesspiegel.de/berlin/molotowcocktails-auf-berliner-synagoge-geworfen-innensenatorin-spranger-sieht-angriff-auf-grundfeste-unseres-miteinanders-10642945.html
Zitate aus dem letzten Link (Stand 18.10.2023):
“Ähnlich äußerte sich am Nachmittag auch der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Gideon Joffe. Die Sicherheitsmaßnahmen an jüdischen Institutionen seien zu Recht erhöht worden und hätten wohl Schlimmeres verhindert, sagte er. „Aber Juden und Jüdinnen in unserer Stadt fühlen sich trotz allem nicht mehr sicher.“ Die antijüdische Gewalt auf den Straßen Berlins habe mit dem Brandanschlag eine neue Dimension erreicht; der Anstieg islamistischer Gewalt sei erschreckend. „85 Jahre nach der Reichspogromnacht sollen in Deutschlands Hauptstadt Synagogen wieder brennen“, sagte Joffe. „Hier liegt es nun auch an der Zivilgesellschaft, sich mit der jüdischen Gemeinschaft zu solidarisieren.“
Zentralrat der Juden spricht von psychischem TerrorDer Zentralrat der Juden verurteilte die Attacke scharf. „Dieser Brandanschlag ist die konsequente Fortsetzung der Verherrlichung des Hamas-Terrors auf deutschen Straßen. Der ‚Tag des Zorns’ ist nicht nur eine Phrase. Es ist psychischer Terror, der in konkrete Anschläge mündet.“
„Wir vertrauen darauf, dass die deutschen Strafverfolgungsbehörden diesen Fall mit unerschütterlicher Härte behandeln werden“, erklärte die israelische Botschaft zu dem Anschlagsversuch. „Dies ist ein entscheidender Moment für jede Demokratie: Ob wir an der Seite derjenigen stehen, die Terror, Radikalismus und barbarische Einheiten bekämpfen, oder ob wir schweigen und das schiere Böse ermöglichen, das von Terroristen und ihren Unterstützern begangen wird – sei es im Nahen Osten oder mitten im Nahen Osten Europa. Es ist Zeit für moralische Klarheit.“
Weitere Reaktionen aus der BundespolitikNancy Faeser (SPD), Innenministerin: „Die abscheuliche Tat von heute Nacht zeigt, wie wichtig hohe Wachsamkeit und umfassender Schutz sind. Wir werden weiter mit allen rechtsstaatlichen Mitteln gegen Extremisten und Gewalttäter vorgehen, die Angst und Hass gegen Jüdinnen und Juden schüren.“
Christian Lindner (FDP), Finanzminister: „In Deutschland wieder erleben zu müssen, dass der Versuch unternommen wird, Synagogen niederzubrennen, ist erschütternd. Die Behörden müssen alles Nötige dafür tun, den Schutz jüdischen Lebens und aller jüdischen Einrichtungen zu gewährleisten.“
Marco Buschmann (FDP), Justizminister: „Jüdisches Leben gehört zu Deutschland und wer das nicht ertragen kann, gehört dann eben nicht zu Deutschland.“
Lisa Paus (Grüne), Familienministerin: „Das Existenzrecht Israels wird durch nichts relativiert. Die Solidarität mit Israel ist historische Verpflichtung und sie ist Teil unserer Staatsräson.“
Friedrich Merz, CDU-Vorsitzender: „Ich verurteile den feigen Anschlag auf die jüdische Gemeinde in Berlin auf das Schärfste. Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, das Leben von Jüdinnen und Juden in unserem Land zu schützen.“
Martin Huber, CSU-Generalsekretär: „Die Zunahme antisemitischer Vorfälle in Berlin und ganz Deutschland sind das Ergebnis einer gescheiterten linken Integrationspolitik, in der jahrzehntelang Parallelgesellschaften geduldet und Probleme ignoriert wurden. (…) Es braucht ein klares Bekenntnis von allen, die in Deutschland leben: Das Existenzrecht Israels ist deutsche Staatsräson.“
Omid Nouripour, Co-Vorsitzender der Grünen: „Antisemitismus hat keinen Platz in unserer Gesellschaft. (…) Die Verantwortlichen dafür müssen schnell identifiziert und zur Rechenschaft gezogen werden.“
Irene Mihalic, Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen-Bundestagsfraktion: „Das ist einfach ein Wahnsinn, was sich hier gerade Bahn bricht. (…) Wir haben in Deutschland ein Problem mit Antisemitismus und mit israelbezogenem Antisemitismus.“
Christian Dürr, FDP-Fraktionsvorsitzender: „Der Anschlag auf die jüdische Gemeinde an der Berliner Brunnenstraße erschüttert mich zutiefst und ich erwarte, dass unser Rechtsstaat den Tätern mit voller Härte begegnet.“
„Es ist erschreckend, dass wir in Berlin Polizeiketten benötigen, um Gedenkorte für die Millionen Opfer des Nationalsozialismus vor blankem Hass zu schützen und Brandsätze auf jüdische Einrichtungen geworfen werden“, sagte Stephan Weh, Berliner Landeschef der Gewerkschaft der Polizei (GdP). „Wir haben in unserer Demokratie keinen Millimeter Platz für die Verherrlichung von Terrororganisationen und extremistischen Anschlägen.“
Der Sprecher des Bundesinnenministeriums, Maximilian Kall, sagte, in Berlin habe sich in der vergangenen Nacht gezeigt, wie wichtig der Schutz jüdischer Einrichtungen sei. Die Polizei sei vor Ort gewesen und habe eingreifen können. „Nach dem Kenntnisstand, der uns vorliegt, konnten diese Brandsätze sehr schnell gelöscht werden“, sagte Kall.
Polizei hatte vor Attacken auf jüdische Einrichtungen gewarntVor wenigen Tagen war eine interne Gefahrenprognose der Polizei bekannt geworden, der zufolge Attacken auf jüdische und israelische Einrichtungen wahrscheinlich sind. Zudem warnt die Polizei vor Angriffen „auf erkennbar israelische und jüdische Personen im Stadtgebiet“ durch pro-palästinensisch gesinnte Täter. Angriffe mit Molotow-Cocktails, wie es sie zuletzt auch in Kreuzberg gab, wurden explizit erwähnt.
@ Rainer Zufall: Reicht das??
Ich verwahre mich im Übrigen explizit gegen Ihre Frage (Zitat von oben):”Soll ich Sie für doof halten oder für ausländerfeindlich..” , eine derartige Formulierung sollte eigentlich von Seiten der Redaktion nicht einfach durchgewunken werden…!!
Ich lebe selbst in einer multinationalen Familie mit Mitgliedern aus verschiedenen Ländern – und doof zeigt auf Ihr “Niveau”! Ihre Beiträge sind jedoch ein Beispiel dafür, dass die Verharmlosung von islamistischem Terror – insbesondere gegen jüdische Menschen in Deutschland, die alles Recht der Welt haben, hier geschützt leben zu können – durch Whataboutism abgetan wird, um den wesentlichsten Ursachen nicht ins Auge blicken zu müssen. Damit sage ich nicht, dass es keine anderen Extremismusprobleme gäbe – rechts und links sind sie zu finden, wenn man beide Augen offenhält.
“@ Rainer Zufall: Reicht das??”
Ich sehe nicht, wie das jetzt meiner Quelle widerspricht, dass diese Handlungen seit 20 Jahren der Denke von 20% der Bevölkerung entsprechen. Wie soll das “plötzlich sein”?
Weil die Polizei in Zeiten von Krieg und Kriegsverbrechen mehr Fälle erfasst, nachdem o.a. selbst die Kritik an Kriegsverbrechen als antisemitisch gilt (https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/bundestag-resolution-das-steht-drin-antisemitismus-definition)
Ich halte es für absolut wichtig, Straftaten vorzubeugen und Täter*innen zu ahnden. Ein erster Schritt könnte darin bestehen, gerichtliche Klarheit zu schaffen, was antisemitisch ist, um keine Zeit mit Ausweichdebatten zu vergeuden.
Dass dieses Problem “plötzlich” auftreten soll, weil jetzt alle wieder fleißig über die anderen reden können, während wir gesichert Rechtsextreme in die Politik wählen, finde ich schwierig…
Ach so, wir müssen erst klären, was in Ihren Augen antisemitisch ist, Zitat: “Ein erster Schritt könnte darin bestehen, gerichtliche Klarheit zu schaffen, was antisemitisch ist, um keine Zeit mit Ausweichdebatten zu vergeuden.” Weil nicht sein kann, was Ihrer Meinung nach nicht sein darf? Sollten wir die IHRA-Definition jetzt zurechtbiegen, bis der islamistische Hass auf Israel nicht mehr darunter passt? Ist das militärische Vorgehen des Staates Israel gegen Terroristen, die diesen Staat ausradieren wollen, die vor gut zwei Jahren auf brutalste Art und Weise Unschuldige, sogar Babys vergewaltigt, verschleppt und hingeschlachtet haben, in Ihren Augen nicht berechtigt? Ist es ein Kriegsverbrechen, als Staat dafür zu sorgen, dass sowas nicht mehr passieren kann?
Ja, es gibt leider (!) die rechtsextremen AfD-Antisemiten-Dummköpfe, die wir bekämpfen müssen. Aber es gibt in unserem Land seit einigen Jahren durch die ungesteuerte Migration vermehrt aus dem arabischen Raum stammende islamistische Israelhasser, unterstützt von linken Anarchos und Hamasterror-Freunden, die auf ihren Free Palestine-Demos “from the river to the sea” skandieren, was eine Auslöschung Israels fordert! Die Untaten dieser Typen, die z. B. in Berlin randalieren, unsere Polizisten angreifen, auf Juden einprügeln (an einer Uni!), Wände beschmieren mit Hamas-Symbolen, wollen Sie relativieren? Hauptsache, Omas gegen rechts…. Haben Sie jemals die Truppen mit Kufiya über den Schultern gesehen, die auf ihren “Pro-Palestine”-Demos mit hasserfülten Gesichtern pöbelnd durch die Innenstädte ziehen, Feuerwerk zünden, Polizisten angreifen und beleidigen und die Hamas als “Befreiungskräfte” feiern? Die Süßigkeiten verteilten und vor Freude auf der Straße tanzten, weil ihre Gesinnungsbrüder ein in ihren Augen “erfolgreiches” Massaker an den Juden angerichtet haben? Sorry, da kommt die (mir absolut verhasste!) AfD bisher (Gott sei Dank!) nicht mit – vielleicht aber Teile der linken “Antifa”, die mit Hämmern auf ihre politischen Feinde einschlagen. Die Gefährdung unserer Demokratie durch derartige Subjekte ist real und wächst rasant – wobei ich auch, genau wie Sie, das Anwachsen rechtsextremer Meinungen mit großer Sorge sehe und als Lehrkraft versuche, dagegen und genauso stark gegen linksextremes und islamistisches Gedankengut anzugehen. Ein riesengroßes Aufgabenfeld, das die Schulen alleine nicht lösen können. Hier ist eine Relativierung, wie Sie sie versuchen, extrem gefährlich.
Die Kritik stammt nicht von mir:
“Die IHRA-Definition ist umstritten (insbesondere in ihrer Erweiterung durch die Bundesregierung), weil sie vage ist und es ermöglicht, Kritik an der Regierungspolitik Israels oder seinem militärischen Vorgehen als Antisemitismus einzustufen. Als Alternative zur IHRA-Definition gilt die Jerusalemer Erklärung zum Antisemitismus, die von kritischen Wissenschaftler:innen 2021 erarbeitet wurde.”
https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/bundestag-resolution-das-steht-drin-antisemitismus-definition
Trotz meiner Beschwerden, die nicht veröffebtlicht wurden, ist dieser beleidigende Beitrag immer noch zu lesen?
“Viele Juden versuchen aus der Vergangenheit des Nationalsozialismus ihren Vorteil zu ziehen und die Deutschen dafür zahlen zu lassen. 2003: 36 Prozent stimmen zu”
“Juden haben auf der Welt zu viel Einfluss. 2003: 28 Prozent stimmen zu”
“Durch ihr Verhalten sind die Juden an ihrer Verfolgung nicht ganz unschuldig. 2003: 19 Prozent stimmen zu”
https://www.stern.de/politik/deutschland/umfrage-jeder-5–deutsche-denkt-antisemitisch-3514024.html
Haben Sie in den letzten 20 Jahren nichts davon mitbekommen? Erstaunlich.
Aber da müssen Sie doch meine Überraschung verstehen, dass Sie gleichzeitig Aussagen treffen, wie sich die Haltung “inzwischen” verändert haben soll.
Wussten Sie, dass eine gesichert rechtsextreme Partei im Bundestag sitzt?
https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.die-afd-und-der-rechte-rand-hoecke-verteidigt-holocaust-leugnerin.8604d6e9-a736-42d4-97c5-312157219047.html
https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_100338272/afd-ableger-ja-teilnehmer-planen-arbeitslager-fuer-migranten-und-juden.html
Schon heftig, wenn das aufrichtig alles an Ihnen vorbeigegangen ist. Und ich unterstellte Ihnen da Vorsatz. Entschuldigung
“Jüdische Familien stünden vor der Entscheidung, ihre Kinder entweder auf für sie unsichere reguläre Schulen zu schicken oder sie aus Schutzgründen auf jüdische Schulen zu geben.”
Ich weiß nicht, woher Herr Friedmann belastbare Zahlen haben will, aber in seiner Funktion wird er sich dahingehend entsprechend vernetzt haben.
Ich glaube – in einem seltenen Moment – für alle zu sprechen, dass sich Lehrkräfte rund um die Uhr um Sicherheit, Respekt und Wohl ALLER Schüler:innen zu kümmern, so gut wir es können.
Wir unterstützen Ihn gerne in der Forderung nach mehr Personal und Ressourcen, um noch bessere Ergebnisse zu erzielen.
(Außer Bla, der erzählt bei Religion in der Schule eine Anekdote über Badehosen in der Matheprüfung…) 😛
Und Sie sind für die Unterdrückung von vielen Menschen.
Also was solls? Darf ich doch über meine Badehose schreiben. Aber vielleicht haben Sie zumindest verstanden, dass es halt auch nur eine Anekdote ist und kein Vergleich. Bravo. Geht doch Schri… Millimeter für Millimeter voran mit Ihrer Lesekompetenz?
“Und Sie sind für die Unterdrückung von vielen Menschen.”
Da verstehen Sie die Religionsfreiheit im Grundgesetz falsch.
“Darf ich doch über meine Badehose schreiben.”
Klaro. Da Sie das Tragen von Badehosen in einer Matheprüfung zum Tragen religiößer Kleidung/ Symbole anführten, nahm ich an, nicht für Sie zu sprechen.
Oder irrte ich hier Ihrer Meinung nach und Sie sprachen sich FÜR Religionsfreiheit aus, wie sie im Grundgesetz steht?
Achtung, Satiere.
https://youtu.be/ej6vbSWBzho?si=D-q4UuD5a1zbTPMn
Ja, es ist Satire, aber ich kann mir vorstellen, dass es Leute gibt, die in Wirklichkeit genau so denken… Das ist das Schlimme dabei!
Die Gründe liefen einzig und allein in der Politik. Die Symptome sind ein Automatismus.
Einen gesitteten Umgang mit anderen Menschen lernt man nicht über verkopfte Belehrungen, sondern über die Vorbildfunktion des Elternhauses und der näheren Umwelt.
Anstand ist in erster Linie Gefühlssache und nur zusätzlich eine Frage von Regelwissen.
Herr Friedmann zeigt nichts weiter als den üblichen Reflex, wenn er Schulen noch stärker in die Pflicht nehmen möchte beim Kampf gegen Hass und Antisemitismus.
Er sollte mehr Mut haben bei seiner Analyse, bei der Nennung von Ross und Reitern und der Erwähnung außerschulischer Faktoren, um Antisemitismus zu bekämpfen.
Immer mehr Brandbriefe von Lehrern beklagen Überforderung und Hilflosigkeit. Welchen Sinn macht es da, von den Schulen trotz ihrer Hilferufe zu verlangen, dass sie “Demokratie und Menschenrechte wirksam vermitteln und Hass sowie Antisemitismus entschieden entgegengetreten”?