„Wir brauchen mehr Leistungsorientierung“ (und mehr konkrete Unterstützung für Schulen): Lin-Klitzing antwortet Prien

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BERLIN. Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) wirbt für verbindliche Bildungsziele, bessere Daten und ein gemeinsames Gegensteuern von Bund und Ländern gegen die Bildungskrise. Doch aus Sicht der Bundesvorsitzenden des Deutschen Philologenverbands, Prof. Susanne Lin-Klitzing, ist die Lage längst klarer, als es die politische Debatte vermuten lässt. Genug gemessen – entscheidend sei jetzt nicht neues Monitoring, sondern schlicht mehr Leistungsorientierung und konkrete Förderung.

“Das machen wir seit PISA”: Philologen-Bundesvorsitzende Susanne Lin-Klitzing. Foto: DPhV

Prien hatte zuletzt in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung betont, Bund und Länder befänden sich in „intensiven vertraulichen Gesprächen“, um den negativen Bildungstrend umzukehren. Ziel seien gemeinsame, verbindliche Bildungsziele, die von allen Ländern mitgetragen werden. Leistungsmessungen, so die Ministerin, hätten nur dann einen Sinn, wenn aus ihnen auch wirksame Konsequenzen gezogen würden. Bildung sei zur „Überlebensfrage für unsere Volkswirtschaft und zunehmend auch für unsere Demokratie“ geworden (News4teachers berichtete).

Diese Diagnose teilt Susanne Lin-Klitzing ausdrücklich. „Ja, ich stimme dem zu – wenngleich man auch sagen muss, dass die Deutschen es von jeher lieben, den Zustand ihrer eigenen Nation als katastrophal zu beschreiben. Das gilt auch für unser Bildungswesen. Es gibt viele Herausforderungen, aber wir ignorieren auf der anderen Seite auch gerne Spitzenleistungen, die von den Besten an unseren Gymnasien erbracht werden“, sagt sie in einem Interview mit der Welt. Entscheidend sei nun, die bekannten Aufgaben endlich konsequent anzugehen. „Es geht jetzt vor allem darum, die seit Langem anstehenden Aufgaben nachhaltig und ohne ideologische Scheuklappen anzugehen.“

„Wir brauchen eine bessere Passung von Leistung und Leistungsbewertung, damit die Schüler einen tatsächlichen Eindruck über ihre Leistung bekommen und keinen geschönten“

Für Lin-Klitzing ist klar: Die zentralen Stellschrauben liegen seit Jahren offen zutage. Sie benennt sie deutlich: „Dazu gehören die Diagnose-indizierte vorschulische Förderung, ein höherer Grundwortschatz in der Grundschule und die Stärkung der Bildungssprache Deutsch durch zusätzliche Deutschstunden. Wir brauchen eine verbindliche Schulart-Empfehlung und eine bessere Passung von Leistung und Leistungsbewertung, damit die Schüler einen tatsächlichen Eindruck über ihre Leistung bekommen und keinen geschönten. Und wir brauchen eine qualitativ hochwertige Lehrkräftebildung sowie eine Stärkung der Bestandslehrkräfte.“ In diesem Sinne sei sie für den dramatischen Appell der Ministerin ausdrücklich dankbar.

Gleichzeitig warnt die Philologen-Chefin davor, sich weiter in Zieldebatten und Datenerhebungen zu verlieren. „Die Festlegung von Bildungszielen und das Monitoring sind ja nicht neu. Das machen wir seit PISA“, sagt Lin-Klitzing. Das eigentliche Problem liege woanders: „Die Frage ist, wie man gezielt gegensteuert, wenn die Ziele nicht erreicht werden. Welche Konsequenzen ziehen wir aus den Daten und welche pädagogischen Förderkonzepte kommen dann zum Tragen?“ Aus ihrer Sicht klaffe hier nach wie vor eine große Lücke. Lehrkräfte bräuchten vor Ort eine verlässliche Auswahl empirisch geprüfter Fördermaßnahmen, die sie gezielt einsetzen könnten.

Als positives Beispiel nennt sie das SPD-geführte Hamburg. Dort stelle die Schulbehörde bei festgestellten Schwächen einen konkreten Maßnahmenkatalog zur Verfügung – von digitaler Förderung bis hin zu zusätzlicher Nachhilfe außerhalb der Schule. Nur so könne datengestützte Schulentwicklung tatsächlich zu mehr Leistung führen.

Besonders deutlich wird Lin-Klitzing bei der Frage der Leistungsorientierung insgesamt. „Ein ganz klares Ja“, antwortet sie auf die Frage, ob Deutschland wieder mehr Leistungsorientierung brauche. „Wenn wir unseren gesellschaftlichen Wohlstand halten wollen und Kinder und Jugendliche bestmögliche Entwicklungschancen haben sollen, brauchen wir mehr Leistungsorientierung.“ Die Politik sei aus ihrer Sicht jedoch zu zögerlich, dies auch einzufordern oder umzusetzen – etwa wenn immer wieder über die Abschaffung des Gymnasiums oder die Einführung einer Einheitsschule diskutiert werde.

Dabei, so Lin-Klitzing, sei die gesellschaftliche Haltung erstaunlich eindeutig. 71 Prozent der Bevölkerung sprechen sich laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Deutschen Philologenverbands für das mehrgliedrige Schulsystem aus, 92 Prozent wollten, dass die Entscheidung über die weiterführende Schulart nicht allein vom Elternwillen abhängt, sondern von Leistung und der Einschätzung der Lehrkräfte (News4teachers berichtete). Für die Philologen-Chefin ist das ein klarer Hinweis darauf, dass Leistungsprinzipien gesellschaftlich weiterhin breit akzeptiert sind.

„Bei festgestellten Defiziten muss auch wirklich eine verbindliche Förderung erfolgen“

Auch mit Blick auf die Ursachen der aktuellen Bildungskrise mahnt Lin-Klitzing zu Realismus. Die Ausgangslage sei deutlich schwieriger als nach dem PISA-Schock 2001: Covid-Folgen, psychische Belastungen, Migration, Defizite in der Bildungssprache Deutsch und die zunehmende Smartphone-Abhängigkeit erschwerten nachhaltige Leistungsentwicklung erheblich. Zugleich warnt sie davor, nur Defizite zu betonen. Deutschland biete Jugendlichen nach wie vor außergewöhnlich gute Chancen – auch das müsse Teil der Debatte sein.

In der frühen Bildung sieht Lin-Klitzing einen entscheidenden Hebel. Sprach- und Entwicklungstests im Kita-Alter begrüßt sie ausdrücklich, macht aber klar, dass Diagnosen allein wertlos seien. „Bei festgestellten Defiziten muss auch wirklich eine verbindliche Förderung erfolgen. Unsere Position ist ganz klar: Das Ziel ist die Schulreife.“ Verbindliche Bildungsstandards bereits in der Kita hält sie für sinnvoll und begrüßt, dass Bildungs- und Familienpolitik im Bund nun enger zusammen gedacht werden.

Trotz ihrer deutlichen Kritik bescheinigt Lin-Klitzing der Bundesbildungsministerin hohe fachliche Kompetenz. Karin Prien sei „die kompetenteste Bundesbildungsministerin der letzten Jahrzehnte“ und stehe für eine anspruchsvolle Bildungspolitik von der Kita an. Entscheidend werde nun sein, ob sie ihre bildungspolitischen Vorhaben tatsächlich gemeinsam mit den Ländern umsetzen könne. Denn, so Lin-Klitzing, „die bildungspolitische Musik spielt in den Ländern“. News4teachers

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Wolfgang
1 Tag zuvor

und mehr Digitales für die Schulen.
Viele wollen tablet, Digitalunterricht und Möglichkeiten im sogenannten Distanzunterricht.
Analog war es zu meiner Zeit 🙂

Thomas
1 Tag zuvor
Antwortet  Wolfgang

Ja super, wir in Hamburg, machen schon viel Distanznterricht, win-win für Teens und teacher
Gelebtes Homeoffice also

Tabasco
1 Tag zuvor
Antwortet  Thomas

… und die schulischen Entwicklungen in HH der letzten Jahre können sich ja im Vergleich zu allen anderen Bundesländern mehr als sehen lassen

Stine
1 Tag zuvor
Antwortet  Tabasco

Scheint nicht überall angekommen zu sein. Bei uns funktioniert flüssiges Schreiben nicht und was gibt es – die Anton App… schön digital. Um am Gymnasium festzustellen, dass die Kinder Mühe haben, Texte zu verfassen… oder Rechtschreibung auch in diesen anzuwenden

ed840
1 Tag zuvor
Antwortet  Tabasco

Kommt darauf an was man vergleicht.
Zum Beispiel schnitten bei IQB-2024-Mathematik die Schüler*innen mit Migrationshintergrund in HH nicht nur deutlich schlechter ab als der Bundesschnitt, sondern auch schlechter als die Pendants in Berlin oder NRW. Der soziale Gradient war in HH mit 51 sogar bundesweit am höchsten, weit über dem Bundesschnitt von 40.

Corinna Gonest
1 Tag zuvor

„[D]ie bildungspolitische Musik spielt in den Ländern“. Und Frau Prien will dennoch stets mitquatschen. Damit ist alles gesagt.

ed840
1 Tag zuvor
Antwortet  Corinna Gonest

So richtig prickelnd scheint das Erbe, das sie in SH hinterlassen hat auch nicht unbedingt zu sein.

siehe:

https://www.news4teachers.de/2026/01/wahlkampf-spd-will-guenther-wegen-versagens-in-der-bildungspolitik-angreifen/
SHZ “Schüler ohne Abschluss: Neuer Höchststand in Schleswig-Holstein erreicht

NDR: “Weniger Unterricht an Gymnasien und Gemeinschaftsschulen in SH
Hamburger Abendblatt
Schwarz-Grün streicht 400 Lehrerstellen – SPD: „Unglaublich“

unfassbar
1 Tag zuvor

Mehr Leistungsorientierung? Wieso wurde die durch all die Lehrplanänderungen dann immer mehr verringert?

digitalebildung
1 Tag zuvor

Statt immer wieder die Leistungsorientierung der Schüler*innen zu fordern, wäre endlich mal an der Zeit, vor der eigenen Türe zu kehren und die Leistungsorientierung der Lehrkräfte in den Blick zu nehmen bzw. diese einzufordern. Dazu gehört auch die Forderung nach einer Bezahlung nach Leistung (Schüler*innen mit höherer Leistung sollen ja wahrscheinlich auch in Form von besseren Noten besser “bezahlt” werden als andere) und damit auch eine Abschaffung des Beamtenstatus.Es muss endlich aufhören, dass sich einzelne, wenige Lehrkräfte auf Kosten der engagierten Lehrkräfte einen Faulen Lenz machen können – das schadet nämlich dem Ansehen des Berufsstandes insgesamt und trägt mit dazu bei, dass die engagierten Lehrkräfte zusätzlich belastet werden, weil sie die Arbeit der anderen auch noch mitmachen müssen.Schulen müssen die wenigen, nicht leistungsbereiten und die ungeeigneten Lehrkräfte, die es zweifelsohne (wie in jedem anderen Beruf auch) gibt, schneller loswerden können – zum Wohle der Schülerinnen und Schüler und zum Schutz des Kollegiums/des Ansehens des Berufsstandes. Das sollte auch nicht weiter ein Tabuthema sein.

Abgrenzung
1 Tag zuvor
Antwortet  digitalebildung

Un wie wollen die Leistung der Lehrkräfte messen?
Anhand der Schülerleistungen die Leistung der Lehrkräfte ablesen?

NIEMAND wird dann mehr Lehrkraft!!!

Corinna Gonest
1 Tag zuvor
Antwortet  digitalebildung

So lange jeder und jede, der sich nicht wehrt und einen einigermaßen geraden Satz bilden kann, vor eine Klasse gestellt wird…

vhh
23 Stunden zuvor
Antwortet  digitalebildung

Egal ob gute oder schlechte Idee, wie soll ein Vorgehen gegen die nach ihren eigenen Worten wenigen nicht leistungsbereiten Lehrkräfte die Gesamtsituation an allen Schulen verbessern? Würde es nicht deutlich mehr helfen, einen halbwegs vernünftigen Personalschlüssel zu fordern, deutlich kleinere Klassen, statt den verständlichen Ärger über einige mit der Forderung nach Ende des Beamtenstatus zu verknüpfen?

unfassbar
22 Stunden zuvor
Antwortet  digitalebildung

Wie würden Sie denn konkret eine “gute” Leistung eines Lehrers definieren und messen?

Fräulein Rottenmeier
21 Stunden zuvor
Antwortet  digitalebildung

Gut gebrüllt Löwe….und was ist mit Schulen (und das sind jetzt fast die meisten überwiegend), die nur unter 100% ausgestattet sind, und es sich schlicht nicht leisten können, Kollegen loszuwerden? Sollen das die „engagierten“ Kollegen übernehmen, oder wie stellen Sie sich das vor?

Sepp
19 Stunden zuvor
Antwortet  digitalebildung

Mich würde interessieren, wie Sie Leistung einer Lehrkraft eigentlich definieren oder gar messen wollen.

Sind Kollegen an der Leistungsspitze, die immer wieder tolle MINT-Projekte machen, Gelder von Stiftungen einwerben und tolle Experimente machen, um Kinder zu begeistern?
Oder sind es die Musik-Kollegen, die fleißig jede Veranstaltung begleiten, Schüler zu Auftritten begleiten usw.?
Leisten die Kollegen, die zwar gewissenhaft sind, aber “nur” ihren Unterricht machen und die Jugendlichen gut auf das Abitur vorbereiten wirklich weniger?
Erbringen Klassenlehrkräfte, die sich gut um ihre wenigen Kinder kümmern und diese durch schwierige Situationen begleiten weniger als z.B. eine Vertrauenslehrerin, die sich um ganz viele Kinder kümmert?

Vielleicht sollten wir zunächst mit Arbeitszeiterfassung und dem Ende des Deputatsmodells beginnen.
Danach sollte m.E. überlegt werden, was Lehrkräfte überhaupt leisten sollen. In Zeiten, in denen immer mehr Aufgaben auf Schulen abgewälzt werden, ist das gar nicht mehr klar.

Erst danach, wenn man weiß, wie viel Zeit Lehrkräfte genau arbeitet und nachdem man definiert hat, welche Aufgaben außer Unterricht eine Lehrfaft hat (und welche eben nicht), kann man sich doch fragen, wer die Leistungen erbringt.

Peter Parker
17 Stunden zuvor
Antwortet  digitalebildung

Aber wenn es die in allen Berufen gibt, warum dann nur den Kündigungsschutz an den Schulen aufweichen? Warum den Kündigungsschutz nicht komplett abschaffen, damit man die Minderleister endlich überall loswerden kann!

GBS-Mensch
5 Stunden zuvor
Antwortet  Peter Parker

Es hat nicht jeder Kündigungsschutz!

Palim
10 Stunden zuvor
Antwortet  digitalebildung

Wenn es doch nur so wenige sind, sollte man sich lieber um die Mehrheit kümmern und ihnen die Arbeitsbedingungen stellen, die man erwarten könnte, allen voran eine Arbeitszeiterfassung samt Ausgleich, Pausenregelungen und Räume dafür,
dabei einbezogen die Anerkennung der außerunterrichtlichen Tätigkeiten, seien es Korrekturen oder Schulentwicklung oder ein erheblicher Aufwand hinsichtlich Förderung, Differenzierung und Elterngesprächen.

Wenn Leistung sich lohnen soll, muss man die bei Lehrkräften auch wahrnehmen und anerkennen wollen.

Derzeit übernehmen Lehrkräfte bei gleichbleibend hohem Deputat erheblich mehr und stetig zunehmende Aufgaben für Verwaltung, Inklusion, Betreuung.
Die Vertretung kann nicht gewährt werden, weil Lehrkräfte fehlen und nicht genug Personen für die Anzahl der Klassen bereitstehen.
Förderung wird permanent gestrichen, zudem müssen Kehrkräfte immer häufiger mangelnde Therapie auffangen (siehe u.a. Artikel zu mangelnden Sprachfähigkeit).

Das liegt nicht daran, dass Lehrkräfte keine Leistung erbringen wollen, sondern daran, dass trotz der in Arbeitszeitstudien erfassten Mehrarbeit das Personal nicht ausreicht für die Anzahl an Aufgaben.
Da müssten die Länder mal mehr Leistungsbereitschaft zeigen, die EU-rechtliche Arbeitszeiterfassung zeitnah für Lehrkräfte umzusetzen, was zu einer Entlastung der Mehrheit der Lehrkräfte führen würde.

Küstenfuchs
10 Stunden zuvor
Antwortet  digitalebildung

Whataboutism ist eine rhetorische Taktik, bei der Kritik oder eine Frage nicht beantwortet, sondern mit einer Gegenfrage oder einem Verweis auf ein anderes Problem kontert wird, oft um vom Thema abzulenken oder die eigene Verantwortung zu relativieren.

Hans Malz
9 Stunden zuvor
Antwortet  digitalebildung

Wenn meine Leistung gemessen wird, dann wende ich auch meine Methoden an.

Ansontsen sollte die Gesellschaft sich erstmal einigen, was Schule überhaupt alles leisten soll und wie die Leistung dann gemessen werden soll. Da sagt nämlich gerade jeder Hampelmann was anderes.

OinNK
7 Stunden zuvor
Antwortet  digitalebildung

Abschaffung der Verbeamtung/Beamten? Gerne, dann sollte aber auch die individuelle Verhandlung über das eigene Gehalt und dem zugehörigen Stundendeputat ermöglicht werden.

Zusätzlich sollte auch definiert werden, was als “Faulheit” und was als “Leistung” definiert wird.

Ein Deutsch/Englisch-Lehrer, der nur seinen Unterricht macht, da er seine Wochenenden mit Korrekturen und Unterrichtsvorbereitung verbringt?

Der Sportlehrer, der das jährliche Sportfest organisiert und durchführt?

Der Physiklehrer, den man selten im Lehrerzimmer und sonstigen Veranstaltungen sieht, da er die veraltete Sammlung (Material noch aus DDR-Zeiten) zusammenhält?

blau
6 Stunden zuvor
Antwortet  digitalebildung

Ich bereite meinen Unterricht sehr engagiert vor und habe regelmäßig enorme Mengen an Überstunden. Aber die Minderleistung andere kompensiere ich damit Null. Was hat mein Unterricht mit dem eines Kollegen zu tun? Oder meinst du etwas, dass manche Lehrer keine Zusatzaufgaben übernehmen wollen? Nun ich übernehme auch keine außer Klassenlehrertätigkeit. Und hey ich bin nicht faul.

dickebank
5 Stunden zuvor
Antwortet  blau

Wie, man kann Unterricht vorbereiten? Und das erfahr ich jetzt, nachdem ich in Rente bin. Hätte mir das bloß mal jemand eher gesagt

Kaunas
23 Stunden zuvor

Ich staune. Das Foto von ihr ist so klischeehaft “Lehrer”. War das Absicht?

AvL
22 Stunden zuvor

Die Bevölkerung in Deutschland sieht das größte Gefährdungspotenzial für das Land insbesondere durch Probleme im Innern. Das geht aus einer Forsa-Umfrage für den Deutschen Beamtenbund hervor, die unserer Redaktion vorliegt. Demnach wurden auf die Frage, wodurch Deutschland derzeit am meisten gefährdet sei, am häufigsten die Schwierigkeiten im Bildungssystem genannt: 90 Prozent der Befragten sehen hier starke bis sehr starke Probleme. Auf dem zweiten Platz landeten mit 88 Prozent gesellschaftliche Spannungen und Konflikte, gefolgt von wachsenden Unterschieden zwischen Arm und Reich (85 Prozent), der verfallenden Infrastruktur (83 Prozent) sowie Hackerangriffen und Cyberkriminalität (83 Prozent).”
Bürger sehen die größten Probleme im Bildungssystem

dickebank
11 Stunden zuvor

Nur für SuS oder auch für verbeamtete LuL?

Küstenfuchs
10 Stunden zuvor

Susanne Lin-Klitzing trifft den Kern. Genau an diesem Punkt grenzt sich der Philologenverband klar von der GEW ab, die unter dem Vorwand einer sogenannten Gerechtigkeit lieber die Leistungsstarken ausbremst und sich im Grunde bereits damit zufriedengibt, wenn alle Schüler im dritten Versuch ihren Namen fehlerfrei schreiben können.

Katze
6 Stunden zuvor

„Es gibt viele Herausforderungen, aber wir ignorieren auf der anderen Seite auch gerne Spitzenleistungen…“
Kein Wunder. Spitzenleistungen passen schlecht in ein System, das sich im Mittelmaß wohler fühlt als im Anspruch.
Genau! Unsere Besten im MINT‑Bereich, Landessieger bei Physik‑Olympiaden, verzweifeln an IQB‑Abituraufgaben, die Scheinkompetenzen abfragen, damit selbst der Fachschwächste noch mitgenommen wird. Fachliches Denken? Wird zunehmend als Störgröße behandelt.
Und wir Sachsen dürfen das ab Abi 2025 offiziell ausbaden.
„Wir brauchen eine bessere Passung von Leistung und Leistungsbewertung…“
So, so. Und trotzdem mussten die „bestellten“ IQB‑Standards allen Ländern übergestülpt werden, auch Sachsen, das im MINT‑Bereich einmal Spitze war, lange bevor die Kompetenz‑Kosmetik aus Berlin kam.
Die IQB‑Materialien?
Worthülsen, fachliche Flachheit, pädagogischer Nebel. Solides Wissen soll „irgendwie nebenbei“ entstehen – vermutlich durch Zauberei.
Wir Sachsen waren im MINT‑Bereich mal Spitze
ganz ohne IQB‑Bildungsstandards und Kompetenzberuhigungsspritze. Wir haben lange versucht, dagegen anzumotzen.
Was bleibt uns noch, den ganzen Unsinn zu erkennen und drüber zu kotzen.