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Hin zu einer “lernenden Organisation”: 17 Bildungsforscher legen ein umfassendes Bild von der Schule der Zukunft vor

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HEIDELBERG. Seit Jahren dominieren Schlagzeilen über Leistungsrückgänge, psychische Belastungen und strukturelle Defizite die Bildungsdebatte. Nun versucht „Spektrum der Wissenschaft“, den Blick zu drehen: Weg von der Diagnose des Mangels, hin zu einem wissenschaftlich fundierten Zukunftsbild von Schule. In einem aufwendigen Redaktionsprojekt haben 17 Bildungsforscherinnen und -forscher Leitlinien für eine „Schule der Zukunft“ formuliert – und verbinden damit einen klaren Anspruch an Politik und Gesellschaft.

Lehrerin der Zukunft. Illustration: News4teachers

Die öffentliche Diskussion über Schule kreist seit Langem um Defizite. Internationale Vergleichsstudien wie PISA und nationale Erhebungen wie die IQB-Bildungstrends dokumentieren Leistungsrückgänge, insbesondere in den Basiskompetenzen. Zugleich berichten Lehrkräfte über wachsende Heterogenität, steigende psychische Belastungen von Schülerinnen und Schülern sowie über strukturelle Engpässe, die von Personalmangel bis zu unzureichender Infrastruktur reichen. Vor diesem Hintergrund hat „Spektrum der Wissenschaft“ ein Projekt angestoßen, das bewusst nicht bei der Problembeschreibung stehen bleiben will.

Prof. Dr. Carsten Könneker, Redaktionsleiter Psychologie und Social Sciences und langjähriger Chefredakteur des Magazins, beschreibt die Ausgangslage zugespitzt: „Wer steckt tiefer im Schlamassel: die Deutsche Bahn oder die deutschen Schulen? Lehrkräfte, Eltern, Psychologen, Schüler – viele verdrehen nur noch die Augen.“ Die Aufzählung der bekannten Probleme – „Schlechte Infrastruktur, veraltete Lehrpläne, kurze Aufmerksamkeitsspannen, nachlassende Leistungen, mehr psychische Diagnosen …“ – sei mittlerweile ritualisiert. Doch, so Könneker, die entscheidende Frage laute anders: „Doch müssten wir nicht wissen, wie Schule besser geht?“

Die Wissenschaft, betont er, liefere seit Jahren Erkenntnisse darüber, „wann Lernen gelingt, was guten Unterricht ausmacht und wie eine positive Schulkultur entsteht“. Unterschiedliche Disziplinen – von der Erziehungswissenschaft über die pädagogische Psychologie bis zur Bildungssoziologie – arbeiteten kontinuierlich an diesen Fragen. Hinzu komme das Erfahrungswissen aus der Schulpraxis. Gleichwohl fehle es in der öffentlichen Debatte häufig an einem konsistenten, positiv formulierten Zukunftsbild.

Vor diesem Hintergrund hat die Redaktion 17 „führende deutsche Bildungsexpertinnen und -experten“ gebeten, ein solches Bild zu entwerfen. Nach Angaben Könnekers handelt es sich um „das redaktionell aufwendigste Einzelprojekt in fast 50 Jahren ‚Spektrum der Wissenschaft‘“. Ziel sei es, „den Klagen über den Status quo einmal ein konstruktives Zukunftsbild entgegenzusetzen“. Das Ergebnis liegt in Form von „eng aufeinander abgestimmten Denkanstößen“ vor, die in einer Artikelreihe unter dem Titel „Schule neu denken“ veröffentlicht werden.

“Schule muss sich neu erfinden, sonst passen gesellschaftliche und schulische Wirklichkeit irgendwann nicht mehr zusammen”

Einer der beteiligten Wissenschaftler ist Prof. Dr. Kai Maaz, Geschäftsführender Direktor des DIPF Leibniz-Instituts für Bildungsforschung und Bildungsinformation. Er spricht von der Notwendigkeit eines „ernsthaften Kultur- und Strukturwandel[s] im gesamten System, in Bildung und Gesellschaft“. Transformation bedeute „weit mehr als Prüfungsreformen oder die Anschaffung von Tablets“. Schule müsse sich „neu erfinden, sonst passen gesellschaftliche und schulische Wirklichkeit irgendwann nicht mehr zusammen“.

Maaz verbindet seine Diagnose mit konkreten Leitlinien. Schulen müssten sich zu „lernenden Organisationen“ entwickeln, in denen Kooperation das „Einzelkämpfertum“ ersetze und „Daten und Feedback“ nicht als Kontrollinstrumente, sondern als „Treibstoff für Entwicklung“ verstanden würden. Eine evidenzorientierte Steuerung eröffne neue Möglichkeiten gezielter Weiterentwicklung. Gleichzeitig hebt er die Bedeutung der Schulkultur hervor: „Strukturen lassen sich verordnen, Kultur nicht.“ Ohne Vertrauen, Beteiligung und eine Haltung, die Fehler als Lernchancen begreife, bleibe Veränderung oberflächlich.

Zentral ist für Maaz zudem der Anspruch, soziale Ungleichheit nicht weiter zu reproduzieren. „Das deutsche Schulsystem reproduziert soziale Ungleichheiten“, schreibt er. Transformation müsse „faire Teilhabe“ ermöglichen; „Gerechtigkeit ist keine Gegenposition zu Leistung, sondern ihre Voraussetzung.“ Leistung dürfe nicht auf Noten verengt werden, vielmehr müsse Schule „Spitzenleistungen ermöglichen und zugleich Vielfalt in der Breite fördern“. Schließlich sei Transformation eine „gesamtgesellschaftliche Aufgabe“: „Gute Schule entsteht, wenn Gesellschaft ihren Wert erkennt und sie aktiv unterstützt.“

Die Frage, wie Schule mit der digitalen Transformation umgehen soll, steht im Zentrum des Beitrags von Prof. Dr. Uta Hauck-Thum, Inhaberin des Lehrstuhls für Grundschulpädagogik und Grundschuldidaktik an der LMU München. Sie beschreibt Digitalisierung als tiefgreifenden kulturellen Prozess, der „Wahrnehmung, Beziehungen, Identität und Kommunikation“ verändert. Die Schule der Zukunft müsse Kinder und Jugendliche befähigen, „digitale Souveränität“ zu entwickeln. Sie sollen „nicht nur Nutzerinnen und Nutzer sein, sondern auch informierte, kritische und handlungsfähige Gestalterinnen und Gestalter“.

Dazu gehöre eine verlässliche Infrastruktur ebenso wie die Vermittlung grundlegender Kompetenzen. Lesen, Schreiben, mathematische Grundlagen sowie soziale und emotionale Kompetenzen blieben zentral. Ergänzend fordert Hauck-Thum ein „grundlegendes Technologieverständnis – etwa zur Funktionsweise großer Sprachmodelle (Large Language Models), wie sie in KI-Chatbots eingesetzt werden“. Angesichts fortschreitender Digitalisierung gehe es verstärkt um die Fähigkeit, „das eigene Mediennutzungsverhalten zu reflektieren, gegebenenfalls zu verändern und Informationsquellen im Netz kritisch zu hinterfragen“.

Lehrkräfte müssten sich kontinuierlich über technologische Entwicklungen informieren und in multiprofessionellen Teams zusammenarbeiten. Mehr Raum für projektorientiertes Lernen sei erforderlich, damit Schülerinnen und Schüler erleben könnten, „dass ihr Beitrag von Bedeutung ist und im Rahmen eines gemeinschaftlichen Projekts einen Unterschied machen kann“. Digitale Medien eröffneten neue Ausdrucksformen und unterstützten individuelles sowie selbstreguliertes Lernen.

„Die Schule der Zukunft nutzt die Daten aus dem Bildungsmonitoring und aus Vergleichsarbeiten, um die eigene Arbeit zu verbessern“

Einen weiteren Schwerpunkt setzt Prof. Dr. Olaf Köller, Wissenschaftlicher Direktor am Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik in Kiel. Er betont die Bedeutung systematisch erhobener Daten für die Schul- und Systementwicklung. Die Schule der Zukunft sei „darüber im Bilde, wie leistungsfähig sie ist“. Dazu nutze sie „systematisch erhobene Daten“. Neben Lernstandserhebungen verweist er auf internationale Studien wie PISA sowie auf die IQB-Bildungstrends, die regelmäßig den Leistungsstand in verschiedenen Fächern erfassen und damit bundesweit vergleichbare Maßstäbe setzen.

Entscheidend ist für Köller jedoch nicht allein die Erhebung dieser Daten, sondern ihre professionelle Nutzung. „Die Schule der Zukunft nutzt die Daten aus dem Bildungsmonitoring und aus Vergleichsarbeiten, um die eigene Arbeit zu verbessern: Schulleitungen und Steuergruppen nutzen die Befunde für eine gezielte Schul- und Unterrichtsentwicklung. Die Lehrkräfte nehmen die Ergebnisse zum Anlass, ihre Unterrichtspraxis zu überprüfen und zu erkennen, bei welchen Schülerinnen und Schülern zusätzlicher Förderbedarf besteht.“ Damit beschreibt er einen Perspektivwechsel: Ergebnisse aus Vergleichsarbeiten oder groß angelegten Studien sollen nicht als externe Bewertung verstanden werden, sondern als Instrument interner Qualitätsentwicklung.

Köller zielt damit auf eine Form evidenzorientierter Schulsteuerung, in der Befunde aus Leistungsstudien systematisch in Entwicklungsprozesse einfließen. Wenn Monitoring-Daten beispielsweise anhaltende Schwächen im Bereich der Basiskompetenzen oder deutliche Disparitäten zwischen sozialen Gruppen sichtbar machen, sind diese nach seiner Vorstellung Ausgangspunkt für konkrete Maßnahmen – von der Anpassung schulinterner Förderkonzepte über gezielte Fortbildungsentscheidungen bis hin zur Weiterentwicklung von Unterrichtssettings. Gerade im föderalen System, in dem sich Rahmenbedingungen zwischen den Ländern teils deutlich unterscheiden, schafft ein solches Monitoring Transparenz und Vergleichbarkeit. „So treten Leistungsdefizite, soziale Ungleichheiten und andere Probleme zutage – und Reformen gründen auf belastbaren Daten statt auf bloßen Annahmen.“

Die Professionalisierung des Lehrpersonals steht im Mittelpunkt des Beitrags von Prof. Dr. Ilka Parchmann, stellvertretende Wissenschaftliche Direktorin am IPN in Kiel. Sie beschreibt die Lehrkraft der Zukunft als Fachperson und Lernbegleitung zugleich. Um der Vielfalt der Schülerschaft gerecht zu werden, brauche es eine flexible Lehrkräftebildung mit modularen Angeboten und gezielter Einbindung von Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern. Auf Studium und Vorbereitungsdienst solle „eine echte Weiterbildungsphase“ folgen, in der junge Lehrkräfte von Teams aus Praxis und Hochschule begleitet würden.

Ein bundesweit abgestimmtes Qualifikationskonzept könne vergleichbare Qualitätsstandards sichern. „Von Anfang an wird eine professionelle Haltung gefördert, die Veränderung nicht als Störung von Routine, sondern als Chance begreift“, schreibt Parchmann. Multiprofessionelle Teams, neue Arbeitszeitmodelle und kooperative Formate wie „Lesson Studies“ sollen Raum für gemeinsame Unterrichtsentwicklung schaffen. Zugleich plädiert sie für eine stärkere Öffnung der Schule nach außen, etwa durch Kooperationen mit Museen, Bildungszentren und Forschungseinrichtungen.

Redaktionsleiter Könneker ordnet das Projekt von „Spektrum der Wissenschaft“ auch politisch ein. Bildung stehe „nicht nur in Jahren mit Landtagswahlen“ weit oben auf der Agenda, schreibt er. Schule sei „kein isoliertes Problem von Trägern, Lehrkräften und Familien mit Kindern“, sondern betreffe „die gesamte Gesellschaft und fordert unser langfristiges Engagement“. Die Sorge um ihre Zukunft müsse „ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken; zu oft reden wir über anderes“. Mit der Reihe wolle man „die Meinungsbildung darüber beflügeln, wie wir Schule gestalten wollen“. News4teachers

Hier geht es zu den Beiträgen der 17 Bildungsforscher*innen in “Spektrum der Wissenschaft”. 

Hier geht es zu allen Beiträgen des News4teachers-Themenmonats „Schule der Zukunft“.

Deeper Learning: Warum es in der Schule der Zukunft auf ein solides Fundament aus fachlichen Grundlagen ankommt

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Anadur
7 Tage zuvor

Auf wie viele Stunden Arbeit am Kind in der Schule im Jahr 2025 kommen diese ganzen Experten denn zusammen? Haben die Abseits des eigenen Abitur und wissenschaftlicher Leuchtturmprojekte mal eine Schule von innen gesehen? Vor allem in den letzten 10 Jahren?

Das sind ja alles nette Ideen, aber mein Tag hat auch nur 24 Stunden und meine Schüler heißen nicht Friedrich oder Emilia.

dickebank
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Wie, Klimaforschende sind keinen Witterungsbedingungen ausgesetzt?
Na gut, dann haben Meteorologen auch nix mit dem Klimawandel zu tun.
Und Raider heißt jetzt Twixx und aus dem GEG wird das GMG – ja, wenn’s mehr nicht ist.

Rainer Zufall
7 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

“Wie, Klimaforschende sind keinen Witterungsbedingungen ausgesetzt?
Na gut, dann haben Meteorologen auch nix mit dem Klimawandel zu tun”
Sie meinen, Meteorolog*innen wüssten nichts vom menschengemachten Klimawandel? Oder meinen Sie, Geolog*innen müssten für Ihr Studium Lava “berühren”?

So langsam habe ich den Eindruck, Kritiker*innen “des Elfenbeinturms” kommen nicht auf die moderne Welt klar 😉

DerechteNorden
7 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Offensichtlich ist Ihnen gar nicht bewusst, dass Geolog*innen tatsächlich erkaltete Lava berühren.

Und damit wird hier gerade klar, dass Sie Teil des Elfenbeinturms sind.

Rainer Zufall
6 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Sie meinen also Klimaforscher*innen sitzen in “dem Efenbeinturm”, Geolog*innen nicht? 😀

dickebank
6 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Natürlich müssen Geologen Lava anfassen. Die Klägerin unter ihnen machen das allerdings erst, wenn sie erkaltet ist. Ist ihnen dann auch egal, ob sie Intrusion oder extrusiv erstarrt ist, comprendre.

Rainer Zufall
6 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Also Geolog*innen sitzen Ihrer Meinung nach nicht in “dem Elfenbeinturm”, weil sie teils tausende Jahre später die Lava untersuchen,
und Klimaforscher*innen sitzen drin, da die teils tausende Jahre später Eiskerne untersuchen?

Aber wenn Sie einräumen, dass Klimaforscher*innen sich keiner akuten Witterungen aussetzen und Geolog*innen keinen akuten Vulkanausbrüchen, sind wir ja schonmal ein Stücken vorangekommen 🙂

dickebank
6 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Sie glauben ja gar nicht, bei wie vielen Studiengängen die Studierenden sich mit Geologie befassen müssen.

“Feldspat, Quarz und Glimmer,
dich vergess ich nimmer!”

Rainer Zufall
6 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Also Geolog*innen sitzen Ihrer Meinung nach nicht in “dem Elfenbeinturm”, weil sie teils tausende Jahre später die Lava untersuchen,
und Klimaforscher*innen sitzen drin, da die teils tausende Jahre später Eiskerne untersuchen?

Oder saßen Sie draußen in der “Witterung” um die Bildung von Quarz zu beobachten? Wie lange dauerte dieses Studium? 😀

Aber da wir uns ja einig sind, dass Klinaforscher*innen nicht in der Witterung sitzen müssen und Geolog*innen nicht während der Prozesse dabei sind, sondern SPÄTER wissenschaftlich Befunde erheben, denke ich, würde ich meinen Teil hiermit beenden.
Schönes Wochenende und immer schön pusten, bevor Sie Lava berühren

dickebank
6 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Die Klügeren…

Canishine
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Wie oft haben Klimaforscher*innen denn schon mal im Regen und Schnee gesessen?“
Einem Eheberater zu vertrauen, der in fünfter Ehe über das Sorgerecht streitet oder selbst nie verheiratet war, fällt eben auch schwer.
In irgendeinem Ihrer Artikel habe ich mal irgendwann gelesen, dass es in der Schule um Beziehungsarbeit geht. Evtl. schon zu lange her …
Obwohl ich das Totschlagargument, wenig direkte Erfahrung in der Schule selbst zu haben, wegen seines absoluten Anspruchs nicht mag, ändert es nichts daran, dass diese Erfahrung (und die Bewältigung der damit einhergehenden Probleme) sicherlich nicht schaden, wenn man über Schulentwicklung nachdenkt.
Beim Wetter ist Beziehungsarbeit eher untergeordnet, aber selbst dort kann die Faszination für die Phänomene motivierend sein.

Canishine
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Das geht ja leider schnell, genauso wie der eine oder andere anscheinend Wissenschaft mit Unterricht verwechselt. Aber Unterricht ist ja eh’ bekanntlich der Anfang allen Übels …

Rainer Zufall
7 Tage zuvor
Antwortet  Canishine

“genauso wie der eine oder andere anscheinend Wissenschaft mit Unterricht verwechselt.”
Wer noch außer Ihnen?

Canishine
7 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Relevanz? (Ich habe in der letzten Woche eine spannende US-Anwalts-Serie geschaut. Sehr inspirierend!)

Ulla
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Die Wissenschaft sollte dann aber auch Hinweise für die Praxis liefern. Also nicht nur: Schule muss sich verändern. Sondern auch: Wie sollen wir das in der Praxis unter den aktuellen Bedingungen umsetzen?

Ulla
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Das ist richtig. Aber Ministerien und Schulträger werden die Aufgaben wieder auf die Schulen abwälzen und nicht darauf schauen, was unter den gegebenen Bedingungen umsetzbar ist. Verändern wird sich nichts.

potschemutschka
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

… dann wäre ein Folgeartikel hier bei n4t sehr interessant, wie die Kultusminister und Schulträger auf diese wissenschaftlichen Erkenntnisse reagieren (wann und wie).

potschemutschka
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ziele werden ständig definiert. Aber wo werden mal konkrete Schritte, mit genauem Zeit- und Ressourcenplan festgeschrieben? Ich lese immer nur schöne Utopien, im Konjunktiv.

Rainer Zufall
5 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ach iwo, es wurde schon viel über konkrete Maßnahmen geschrieben, über die sich das Forum ununterbrochen aufregt 😉

Sei es bei gelingender Inklusion (https://www.news4teachers.de/2025/10/langzeit-studie-wie-inklusion-an-weiterfuehrenden-schulen-gelingt-und-wo-sie-an-grenzen-stoesst/),
bei Pädagogischer Präventionsarbeit (https://www.news4teachers.de/2026/01/schulsozialarbeit-wirkt-studie-weist-erstaunliche-effekte-bei-kriminalitaet-und-bildung-nach/),
oder Ganztag (https://www.news4teachers.de/2025/10/ganztag-ohne-anbau-das-geht-im-mittelpunkt-steht-immer-kooperation/).

Schade, dass sich manche im Forum an konkreten Rechtsansprüchen, wissenschaftlichen Erkenntnissen und vorbildlichen Projekten keinerlei Inspirierung bilden können, da dies Veränderung mit sich bringen würde…

Fräulein Rottenmeier
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Das geht aus dem Artikel aber leider nicht hervor…..Es liest sich, wie eine Anleitung für besseren, zukunftsweisenden Unterricht. Die Adressaten sind damit schon klar…..und nein, es sind die die Adressaten, die Sie da aufführen….

Unfassbar
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Schulentwicklung ist leider zu oft irgendein Projekt vom Ministerium, das Lehrer zusätzlich zum regulären Schulunterricht umzusetzen haben.

Fräulein Rottenmeier
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Genau, und diese liegt in der Hand der Schulen, und deswegen gibt es SEBs…..nix Ministerium oder so….dürfen Schulen selber machen…

Mika BB
5 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

In meinem Bundesland ist Schulentwicklung originäre Aufgabe der Schulen. Ist das irgendwo anders?

Fräulein Rottenmeier
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Schulentwicklung liegt in der Hand der Schulen, systementwicklung manchmal auch….

Fräulein Rottenmeier
5 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

In der Schulentwicklung ist jede Schule relativ autark, innerhalb der Rahmenbedingungen, die sich Schulgesetze nennen…..
Ausgebremst werden wir höchstens durch fehlende Ressourcen….

Bla
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Glauben Sie ernsthaft, dass man nicht als KuMi weiß/wissen sollte, was wo “falsch läuft”?

Fangen wir mal an bei:
– Personalmangel
– Sinnvollem Personalmanagement
– Geringeres Deputat
– Genug Platz und Räumlichkeit
+ “Wartung” dessen – Raumgestaltung und Sanierungen
– Kleinere Klassenteiler

Und schon hätte man “einfach mal” unglaublichen Mehrgewinn und eine tatsächliche Verbesserung der Situation.

Weiß man das nicht als KuMi? Dann ist man schlichtweg definitiv falsch besetzt.

Es geht doch lange nicht mehr um “Wissen” … Wenn wir uns mal ehrlich machen. Es geht um “Handeln”.
Und da helfen auch keine “100 Zukunftsprojekte”.
Alles theoretisch schön. Alles nachvollziehbar. Alles gut. Will ich auch nicht direkt kritisieren. Träumen darf man. Ist wohl auch gut gemeint. Irgendwie muss man auch sein Geld verdienen. Bei manchen auch Leidenschaft “als Spielplatz” (der Kreativität/Logik/Problemlösung). Alles in Ordnung.

Aber irgendwo muss man ja auch die Realität benennen … Es geht lange … Lange … Nicht mehr um “Wissen, wie es besser wäre”.

Die Frage [und EIGENTLICHE Problemlösung] ist nur … Wie bekommt man die “Verantwortlichen” in’s tatsächliche Handeln und stellen der Rahmenbedingungen.

Bla
5 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

“Aber dann gerne mal überlegen, was nötig ist, um Politik (die immer zwischen unterschiedlichen Interessen abwägen muss) zum Handeln zu bringen.”

Das ist der springende Punkt, den ich ja auch anfügte:

“Die Frage [und EIGENTLICHE Problemlösung] ist nur … Wie bekommt man die “Verantwortlichen” in’s tatsächliche Handeln und stellen der Rahmenbedingungen.”

Ihre Antwort ist:
“Unsere Antwort: Öffentlicher Druck. ”

Hier gehe ich definitiv mit.

Und:
“Und der ist umso größer, je stärker deutlich wird, wie weit sich die reale deutsche Bildungspolitik mittlerweile von der internationalen Spitze entfernt hat. Und das machen die Wissenschaftler*innen hier sehr deutlich. ”

Das sehe ich allerdings bereits als “bekannt” … Sorry … Aber Ihnen ist das bekannt. Mir ist das bekannt. Vielen hier ist das bekannt. Jegliche Bildungsexperten sagen dies ebenfalls seit Jahren …
Also ist logisch ableitbar, dass die Politiker/KuMis das ebenfalls wissen (müss[t]en).
Also auch hier … Es geht hier nicht um die Erkenntnis.
Es geht durchaus um die “öffentlich Machung und Reichweite”. Und der Erkenntnis der “Gesellschaft”, welche sich hiermit wenig/kaum bis gar nicht beschäftigen.
Vielen anderen sind die Zustände ja bekannt. Eltern, Berufsschulen, Ausbildungsbetrieben, Universitäten. Alles bekannt. Noch “als jeweiliges Einzelbild” – jedoch Tendenz zu “Allgemeinzustand und Zusammenhänge”.
Und das wird sich immer mehr rauskristalisieren. Die nächsten 5-10 Jahre als weiterer schleichender Prozess “der Akzeptanz” (von welchen Seiten auch immer).
Und in 10-15 Jahren zum Systemkollaps.
WENN “wir” so weiter machen.
Auch das ist nicht “unbekannt”. Auch das ist durchaus Fachdiskurs in Bildungskreisen.
Und ja … Klingt wie Verschwörung. Allerdings sind die Tendenzen und der Prozess bereits so eindeutig, dass es logische Konsequenz ist.

Aber dann “wusste” man das nicht?
Es muss JETZT investiert werden.
Wenn nicht … Hoffen auf “Systemische Alternativen [Technik]”, was schon “high risk” ist. Oder es ist bereits der (weiterhin) geebnete Weg in den Bildungskollaps.

Wissen das Politiker/KuMis nicht? Dann wären sie doch unfähig.
Wissen sie es, aber sie orientieren sich an Wahlperioden und Machtgefüge?
Dann handelt man im Bereich des bewussten Kollapses auf Zeitversetzung.
Wissen sie es und können gar nicht handeln?
Dann zeigt das die Unfähigkeit des Systems auf.
Wissen sie es und handeln?
Dann wäre der Prozess und die Tendenz nicht so – dann wäre es tatsächlich sinnvolles Handeln. Merkt man nicht. Tendenz – warum auch immer – gegenteilig sogar.
Wissen sie es und gehen hier auf tatsächliche Kompromisse?
Dann ist die Frage … Sind diese langfristig sinnvoll und tragend?
Und das bezweifel ich.
Wirtschaftlich? Ist der Bildungssektor aktuell definitiv (noch) ein Profitgeschäft auf Zeitversetzung in die Zukunft.
Macht man es hinreichend hier zu investieren? Nö.

Also irgendwo hängt man doch fest …

Bla
5 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Tu ich das?
“Wissen sie es und gehen hier auf tatsächliche Kompromisse?
Dann ist die Frage … Sind diese langfristig sinnvoll und tragend?
Und das bezweifel ich.”

Ansonsten: Genau, sehe ich ebenfalls sehr ähnlich. Jetzt sprechen wir mal von “ehrlich machen”.

Mir ist der Gegendruck durchaus klar. Ist ja auch logisch. Mir sind die Wahlzyklen klar. Und mir ist die Priorisierung klar. Insbesondere bei kommenden “Boomer-Ansturm”. V. A. eben innerhalb der (potentiellen) Legislaturzeit.
Nicht umsonst versucht man die (angehenden) Rentner und Pensionäre noch länger “zu halten”. Zusätzlich zu schauen, ob man “diese Töpfe” irgendwie etwas entgegenfinanziert.
Mir sind auch die Oppertunitätskosten klar.
Mir ist Public-Choice klar.
Mir ist auch klar, dass eben Rentner/Pensionäre aktuell und v. A. (Kurzfristig-mittelfristig) künftig einen sehr hohen Stimmanteil bei Wahlen haben. Und mir ist auch klar, wo der Großteil dieser Stimmen landet und wer regiert.
Mir ist auch klar, wie alt einige der Politiker.
Mir ist ebenfalls klar, dass Rentner i. d. R. nicht mehr [außer ehrenamtlich] in die Schule gehen. Und mir ist auch klar, dass “die Prognose” der potentiellen Wählergruppe bei SuS/Kindern erstmal die nächsten Jahre wenig politisch relevant sind. Sie dürfen nicht wählen. Und die Hoffnung und Taktik auf “die holen wir dann schon in 5-10 Jahren ab” … Kann man ja politisch auch fahren.
Ebenfalls ist mir klar, dass Eltern durchaus auch ihre eigenen Sorgen haben. Diese sind nicht nur Bildung der Kinder (wenngleich auch) – sondern eben auch ein lebenswertes Leben zu führen, Jobsorgen, Angst vor Krieg, Wohnkostensteigerungen, Energiesektor und co. und daher “Bildung” als einen anderen Ankerpunkt oft wahrnehmen.
Insbesondere wenn man Strukturprobleme dann durch “faule Säcke” noch Populistisch in die Reihen streuen kann – noch.

Auch eine “Teillösung” durch das Aufbrechen der “schwarzen 0”.
Ebenfalls die Abwägung von Reichensteuer und co.
Auch Forderungen aus anderen Sektoren.
Ebenfalls, dass Bildung eine langfristige Wirkung hat. Sowohl “als Coming-In”, als auch als “Going-Out”.
Ebenfalls ist mir klar, dass es massive bürokratische Hürden hier gibt und ebenfalls, dass der Bildungssektor nicht unbedingt … Schätzenswert als Politiker unbedingt ist. Es ist komplex. Es spielen (zu) viele Machtgefüge-Instanzen zudem eine Rolle.
Die “Entscheidungsgewalt” hat man sehr gerne … Die “Verantwortungsinstanz” wird dann rotiert.
Der Mangel an Eingeständnis der Fehlpolitik ist mir auch klar.
Usw. usf.

So … Wie damit umgehen?

“Es geht also darum, einen öffentlichen Druck für die Bildung zu erzeugen, der den an anderer Stelle übersteigt (damit die Kosten der Nicht-Beachtung für Regierende zu hoch werden) – so funktioniert Politik. ”

Komplett richtig.
Anders ausgedrückt: “Es muss weg tun/schmerzhaft sein” [nicht im Sinne von Revolution oder Gewalt gemeint]
Sondern im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Druck.
Wenn dies nicht gegeben wird … Landet man logischerweise als Konsequenz eben im Systemkollaps [im Bildungsbereich – ggf. Sogar ausgeweitet dann auf viele andere Bereiche].

Wie sieht es momentan aus?
Politisch agiert man gegen die Schulen, macht die Konditionen “hart”. Schiebt die Schuld darauf und die Last der Gesellschaft und Missstände.
Das wird allerdings nicht ewig machbar sein.
Es kommt bereits schon bei Berufsschulen, Universitäten, Betrieben an. Das ist “noch haltbar”. Dies wird jedoch – wenn wir so weiter machen – nicht so bleiben.
Aufbewahrung und Betreuung wird mehr. Auch hier sieht man die Tendenz eindeutig.
Boomer gehen immer mehr in Rente/Pension. Daher wird der Mangel auf der einen Seite mehr (Personal im sozialen Bereich) und die Kosten auf der anderen Seite ebenfalls mehr. [Bis die Sterberate einsetzt]
Die Akzeptanz geht schleichend mit – auch mit einem Raunen.
Das Raunen ist aber noch so leise im Vergleich zu “privaten Problemen” und anderen Sorgen, dass es noch akzeptabel für viele ist. Aber auch das schleicht eben so mit.
In 10-15 Jahren ist es so zumindest … Nicht mehr haltbar. Kollaps.
Ist nur die Frage … Was dann?
Und was bis dahin?
– Aufbewahrung/Betreuung [Akzeptanz dessen – auch Testung und Heranführung]
[Stabilisierung des Arbeitsmarkts durch Eltern – Versetzung der Wirkung auf später durch Mangelbildung und späterer Teilhabe – oder nicht Teilhabe … KI/Robotik, dazu Arbeitslosigkeit weit über tatsächliche Leerstellen der Betriebe]
– Stundenplan Reduzierung
– Vollzeitpflicht [Teilweise schon – Forderungen aktuell]
– Privatisierung [Privatschulen boomen seit Jahren … Das wird mehr und das ist durchaus “gewünscht”. Spart massive Kosten. Überträgt die Verantwortung. Win-Win.]
– Mangelbereich – Stopfungen [Abbau von Schulbegleitungen – aktuell eingeleitet/bereits im Gange]
[Lukrativität bei Hort und co. erhöhen -> Ebenfalls seit 2021-2023 eingeleitet/gemacht – ich würde im Hort mehr verdienen als an meiner Privatschule … Für v. A. “Betreuung/Aufsicht” … Auch hier werden ggf. weiterhin einige abwandern, wenn das mehr Publik wird. Anerkennungen des 1. (+2.) StEx Lehramt gibt es ja bereits.]
-> Also ebenfalls strukturell schon gelockert und als Mangelstopfung
-> Durch die Ganztagsschulen und der rechtlichen Situation auch “höhere Priorität” erstmal … Wie Sie sagten … Betreuung > Bildung.
Und dann schaut man mal.

“Das wird allerdings angesichts der Demografie und der schwindenen Betroffenheit einer immer größeren Zahl von Wählerinnen und Wähler nicht leichter. Müssen wir eben lauter werden. ”

Auch das ist richtig. Insbesondere eben die Boomerjahre. Erst ab der Sterberate dessen wird es politisch relevanter – falls zudem mehr “Nachwuchs” kommen sollte.
Bis dahin … Geht man auf den Weg des “jetzt”. Und diesen sehe ich eben kritikwürdig. Sie ja anscheinend auch.
Wir verbauen uns somit mindestens 1-2 Generationen. Und das sehenden Augens.

Die Frage ist nur … Wie “schmerzhaft genug” machen, damit man auch tatsächlich ins Handeln kommen MUSS.

Durch Leuchtturmprojekte? Naja … Ich weiß ja nicht. Wie denn?
PISA-Ergebnisse? Projiziert man auf Schulen.
Lehrermangel? Sollen halt mal mehr arbeiten und nicht nur nachmittags in der Sonne sitzen. Und sooo viele Ferien und Urlaub. Und erst das Beamtentum. Huch. Da gibt es ja kein Mangel … Kinder weniger. Kita/Kiga kein Stress. Geschönte Zahlen. Die Schwangere soll sich mal nicht so haben … Könnte ja wie Petra das wünscht ins “Homeoffice”.
AZE? Neee, die sollen mal mehr leisten die Faulis. Und sowieso … Alles nicht gegeben. Siehe eine Studie mit … Komischer Methodik. Nene, ist nicht so. Die wollen einfach nur chilli milli fahren. Und betrügen sowieso in der AZE. Kann man gar nicht trauen.
Überstunden? Ach was. Deputat. Ferienabbau. Wo denn?
Und erst die Kinderaugen … Bitte. Nicht im Stich lassen. [Hauptsache die Eltern arbeiten]
Und wenn man sich mit den guten Ergebnissen der Gewerkschaften zufrieden gibt … Ja, dann kanns ja nicht so brennend an Brennpunkten sein. Da geht noch was mit den Zitronen.
Und Eltern … Schaut mal … Die Lehrer. So böse Noten. So viel Ausfälle. Die sind ständig krank. Woran das liegt? Klar. Die haben keinen Bock.
[Mal absichtlich – etwas … nicht zu viel – überspitzt … dargestellt. Vielleicht. Soll sich jeder und jede selbst ein Bild machen. Und ja … Zynisch. Pessimistisch. Realistisch?(!)]

Sorry, mich kotzt es langsam an, wenn “man” immer “um den Brei” rumredet. Da mag ich jetzt an dieser Stelle emotional zynisch und pessimistisch wirken (und vielleicht sogar sein).

Zeit zeigt. Zeit vergisst. Zeit wirkt aber.

Rainer Zufall
7 Tage zuvor
Antwortet  Ulla

“Sondern auch: Wie sollen wir das in der Praxis unter den aktuellen Bedingungen umsetzen?”
Witzig, im Forum werden die aktuellen Bedingungen regelmäßig als Grund angeführt, nichts verbessern zu müssen 😉

Hysterican
4 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Du zeigst hier mal wieder eine eklatante Schwäche bei der Verwendung von Hilfsverben … statt deines “müssen” sollte es realistischer heißen “können” … deine Ignoranz diesbezüglich disqualifiziert dich für jegliche ernstzunehmende Debatte.

Rainer Zufall
4 Tage zuvor
Antwortet  Hysterican

Die Kritik sitzt, wenn die von jemanden kommt, dessen Googleübersetzung nicht Siezen kann 😛

Ulla
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Die Rahmenbedingungen zu verbessern, liegt aber immer noch nicht in der Hand der Lehrer.

Rainer Zufall
7 Tage zuvor
Antwortet  Ulla

“immer noch nicht”??
Müssen sich Ihre Schulleitung und Schulamt Sorgen machen oder haben Sie da etwas im System nicht verstanden?

Ulla
7 Tage zuvor
Antwortet  Ulla

Doch, wird hier immer wieder behauptet. Zitat aus der Redaktion: Wer nicht kämpft, hat schon verloren.

Anadur
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

na ich will mal hoffen, dass Klimaforscher ihre Daten nicht nur vom Hörensagen kennen und auch mal im Regen und Schnee gesessen haben. Und wenn wir schon analogien ziehen, wen würde man eher fragen, wenn es um morderne Trainingsmethoden und Spieltaktiken geht? Pep Guardiola und Jürgen Klopp oder Felix Magath und Didi Hamann?

Rainer Zufall
7 Tage zuvor
Antwortet  Anadur

“na ich will mal hoffen, dass Klimaforscher ihre Daten nicht nur vom Hörensagen kennen und auch mal im Regen und Schnee gesessen haben.”
Ach, wie die Mordkomission, die auch schonmal… achne, das wäre ziemlich blöde…

Mika BB
7 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

„ Ach, wie die Mordkomission, die auch schonmal… “

…persönlich beim Tatort war? Ich hoffe doch…

Rainer Zufall
6 Tage zuvor
Antwortet  Mika BB

NACH der Tat am Tatort sein und WISSENSCHAFTLICH arbeiten, Ja!
Wie lächerlich der Gedanke, die Mordkomission würde einer Tat beiwohnen bzw. Klimaforschende im Regen stehen, um die Vorgänge zu rekunstruieren – wäre schon ziemlich blöde, Danke für Ihre Zustimmung.

Erklären Sie das gerne auch Anadur 🙂

Mika BB
5 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Lesekompetenz? Ich habe Ihnen nicht zugestimmt. Netter Versuch, hat nicht funktioniert.

Rainer Zufall
5 Tage zuvor
Antwortet  Mika BB

Sorry, ich wollte Ihnen nicht zu Unrecht zugestehen, Wetter und Klima nicht zu verwechseln. Danke für die Richtigstellung.

Um beim Vergleich von Wetter und Klima mit dem Beispiel eines Tatortes zu bleiben: meinen Sie, Forscher*innen müssten zum Zeitpunkt des Geschehens/ in der Witterung stehen oder NACHHER vorhandene Informationen und Daten auswerten?

Bla
5 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Also wenn die Mordkommission einer Tat “beiwohnt”, dann hat sie jedenfalls leichtes Spiel bei der “Ermittlung”.
Also doch … Das hätte schon seine Vorteile zumindest.

Wenn ein Klima- und Wetterforscher schonmal im Regen stand oder draußen war, auch das hat so seine Vorteile. Tatsächlich.

Man muss eben immer schauen, auf welcher Ebene man hier betrachtet und schaut. Diese dann auch dementsprechend einordnen.

Kann ein Psychologe/Therapeut jemanden mit Depressionen behandeln – auch wenn er selbst nie welche hatte? Ja. Wenn er gut ist.
Kann dieser aus eigener Erfahrung mit (eigener) Depression dies machen? Nein.
Und so muss man dies dann auch betrachten.

Ein leichteres Beispiel …
Kann ein Arzt Tinnitus “erkennen”/”erfragen”? Ja.
Kann er ihn “nachempfinden” (wenn er selbst keinen hat[te])? Nur bedingt. Eben durch “Erfahrung der Theorie/Gespräche/”Perspektivenwechsel” usw. Ist dass das Gleiche, als wenn er selbst einen hat? Nein.
Mein Arzt konnte meinen Tinnitus bei mir “als Verdacht bestätigen/anmerken”.
Mein anderer Arzt konnte genauer darauf eingehen, da er selbst Tinnitus hat.
Da liegt durchaus ein Unterschied des Umgangs oft. Ebenfalls der “Erfahrungswelt”. Auch wenn die Ausprägung und “Störgeräusch” des Tinnitus eine andere ist.

Ich denke mal … Darum geht es.

Sie werden sich beispielsweise [als Sonderpädagoge] wohl mit Neurodivergenz auskennen. Daher könnten Sie eventuell “lehrbuchmäßig” meine Neurodivergenz auch “beurteilen”. Wenn Sie selbst keine Neurodivergenz haben, dann werden Sie jedoch nicht wirklich “nachempfinden können”, wie ich denke und fühle. Sie können es versuchen. Allerdings ist es schon was anderes, als wenn sie die gleichen Neurodivergenzen hätten.

Glauben Sie ernsthaft, dass sowas nicht auch – nicht nur – eine gewaltige Rolle spielt?

Rainer Zufall
4 Tage zuvor
Antwortet  Bla

“Also doch … Das hätte schon seine Vorteile zumindest.”
Und wenn die Klimaforschung das Wetter vorhersagen könnte und mir 100€ schenkt, wäre das auch vorteilhaft. Sonst noch etwas? Vielleicht etwas Konstruktives?

“Wenn ein Klima- und Wetterforscher schonmal im Regen stand oder draußen war, auch das hat so seine Vorteile. Tatsächlich.”
Offenbar nicht…

“Sie werden sich beispielsweise [als Sonderpädagoge] wohl mit Neurodivergenz auskennen.”
KANN ich mich da auskennen, wenn ich es selbst nicht habe?
Können Richter eine Tat wirklich nachvollziehen, wenn Sie die “nicht wirklich nachvollziehen können”?
Können Architekt*innen wirklich Gebäude planen, wenn Sie nicht jedes physikalische Prinzip dazu selbst überprüften?

Ich bin diese maßlose Überheblichkeit leid. Fing mit Flat Earth an, wurde bei Corona gefährlich und jetzt bin ich es nur noch leid, Menschen zu lesen/ zu hören, die allen Ernstes glauben, ihre persönlichen Erfahrungen hätten die gleiche allgemeine Aussagekraft wie wissenschaftlich erhobene Daten.
Ach würden die sich doch bloß beim Autobau dermaßen selbst überhöhen… 😛

Bla
3 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

“Und wenn die Klimaforschung das Wetter vorhersagen könnte und mir 100€ schenkt, wäre das auch vorteilhaft. Sonst noch etwas? Vielleicht etwas Konstruktives?”

Richtig. Wäre vorteilhaft für Sie.
Sonst noch was: Wenn Sie Kontexte verstehen könnten, dann wäre das auch vorteilhaft – sowohl für Sie (hoffe ich), als auch für “Teilnehmende im Forum”.
Das können Sie (zumindest bedingt) beeinflussen.
Wäre ja mal ein Schritt?

“KANN ich mich da auskennen, wenn ich es selbst nicht habe?”

Ja, das habe ich doch erklärt? Lesen Sie doch mal die Erklärung und versuchen Sie mal tatsächlich diese auch zu verstehen.
Sie können sich theoretisch auskennen. Sie können auch Praxiserfahrungen mit neurodiverse Menschen haben.
Absolut.
Was Sie nicht können, wenn Sie neurotypisch sind … Das tatsächlich “nachempfinden”. Sie können es versuchen – Sie können es analysieren. Sie können mit jemandem sprechen. Aber das ist halt was anderes, als wenn man es selbst direkt erlebt.
Sie würden vielleicht “Betroffenheit/Betroffene” als Begrifflichkeit hier anfügen.

“Können Richter eine Tat wirklich nachvollziehen, wenn Sie die “nicht wirklich nachvollziehen können”?”

Richter können einen Mord einordnen.
Wenn sie jedoch nie gemordet haben … Wie wollen sie das tatsächliche Gefühl dann “kennen”? Das geht logischerweise nicht.

“Können Architekt*innen wirklich Gebäude planen, wenn Sie nicht jedes physikalische Prinzip dazu selbst überprüften?”

Klar, aber wenn sie noch nie ein Gebäude gesehen haben. Oder wenn sie nur genau eines gesehen haben … Dann sind sie eben “geprägt”. Und natürlich können sie dann trotzdem ein Gebäude konstruieren/planen. Aber Vorteile hat es ja schon, wenn man auch etwas Praxiserfahrung und -kenntnisse hat … Das können Sie doch gar nicht ernsthaft in Frage stellen …

“Ich bin diese maßlose Überheblichkeit leid. ”

Dann hören Sie doch damit auf.

“Fing mit Flat Earth an, wurde bei Corona gefährlich und jetzt bin ich es nur noch leid, Menschen zu lesen/ zu hören, die allen Ernstes glauben, ihre persönlichen Erfahrungen hätten die gleiche allgemeine Aussagekraft wie wissenschaftlich erhobene Daten.”

Behaupte ich doch nicht? Wo denn?
Und natürlich wird sich ein Astronaut etwas besser mit “Erde” auskennen, als jemand, der nur einen Atlas und einen Globus in der Hand hatte. Ist doch irrsinnig zu glauben, dass reine Theorie immer über Theorie + Praxis steht. Das würden Sie hier so sehen.
Gerade in Ihrem Bereich der Sonderpädagogik sollten Sie das besser wissen …

Sie müssen unbedingt lernen Kontexte zu lesen und zu verstehen. Ansonsten verstehen Sie auch keine Wissenschaft. Und dann verstehen Sie auch die Prinzipien von Wissenschaft und die Vor- und Nachteile.

potschemutschka
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Wenn Sie als Beispiel die Klimaforscher bringen, dann frage ich mich gerade, entspricht die Bildung dem Klima, oder sollten wir uns erst einmal um das aktuelle “Wetter” in unseren Schulen kümmern? Was sagen die Bildungsforscher zu den “Schmetterlingen” (= Systemsprengern), die das Wetter beeinflussen können (Chaostheorie). Diese kleinen, unscheinbaren Faktoren werden nur äußerst selten beachtet. Diese kleinen Dinge sieht man nicht von oben aus dem Elfenbeiturm. Und in den einzelnen Schulen gibt es sehr viele bunte Schmetterlinge, die das “Wetter” dort beeinflussen. Satelliten im Weltraum können das Klima sehr gut großflächig beobachten, aber das aktuelle Wetter direkt vor Ort?

dickebank
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Und ich dachte Klima sei das langjährige, durchschnittliche Wetter.

Btw wenn es Klimazonen gibt, stellt sich mir die Frage, ob es auch Bildungszonen gibt.

Fräulein Rottenmeier
7 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Ja, natürlich! Im Osten und Süden die Bildungsgewinner und im Westen und Norden die Verlierer….

Muxi
6 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

“Und ich dachte Klima sei das langjährige, durchschnittliche Wetter.”
Dieses Wissen scheint verloren.
Heute glauben viele, das sich das Klima ändert und dadurch das Wetter, und wissen nicht mehr, dass sich das (Durchschnitts)Wetter ändert und genau das der Klimawandel ist.

Rainer Zufall
6 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Also glauben die Leute Ihrer Meung nach, das “Durchschnitts-Wetter” ändere sich, dadurch das Wetter, und sie wissen nicht mehr, dass sich das “Durchschnitts”-Wetter ändert und genau das ist der Wandel des “Durchschnitts”-Wetters.
Und dieses Wissen ist verloren, soso…

Muxi
6 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Klima ist ein statistisches Konstrukt. Existieren tut nur Wetter.

Klimawandel heißt also, dass sich das Wetter ändert. Und da Wetter sich immer nur aus Einzelereignissen zusammensetzt, die alleine betrachtet nichts aussagen, bildet man einen Durchschnitt und nennt das Klima.
Klimawandel bedeutet also, dass sich das Wetter in seinem Durchschnitt ändert. Z.B. das mehr Extremwetterereignisse auftreten. Oder dass Schneefall seltener wird, was in meiner Lebensspanne z.B. recht gut auch ohne Statistik beobachtbar ist.
Für mehr Erklärungen verlange ich dann Honorar…

Rainer Zufall
5 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

“Und da Wetter sich immer nur aus Einzelereignissen zusammensetzt, die alleine betrachtet nichts aussagen, bildet man einen Durchschnitt und nennt das Klima.”
Nein.

“Z.B. das mehr Extremwetterereignisse auftreten. Oder dass Schneefall seltener wird, was in meiner Lebensspanne z.B. recht gut auch ohne Statistik beobachtbar ist.”
Nein.
Aber vielleicht bemerkten Sie es beim Schreiben vielleicht selbst, da “Extremwetter” von Ihrer Definition des Wetterdurchschnitts als “Klima” abweicht, Schneefall ebenfalls zu Extremwetterlagen gehören kann und die Lebensspanne/ dei geofrafischen Verharrungskräfte der meisten Menschen nicht ausreichten, das Wetter seit der Industrialisierung bis heute zu beobachteten…

Aber ne, wie bei Technik, Energieversorgung, Internet und Medizin ist Ihrereins ja nicht auf sogenannte “Expert*innen” aus “dem Elfenbeinturm” angewiesen. Immer schön das Wetter beobachten 😉

Muxi
5 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ohje.
Wenn Sie wirklich meinen, man könnte ohne Statistik nicht merken, dass in der (meiner) Jugendzeit mehr und länger Schneephasen waren als heute, oder dass z.B. die Gletscher, zu denen wir in den 80er Jahren gewandert sind, heute teilweise um Kilometer weiter hinten liegen, also kleiner sind, wenn Sie dafür wirklich eine Statistik brauchen….

Sorry, Sie sind einfach nicht ernst zu nehmen.

Rainer Zufall
4 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Schreiben Sie das den ganzen Boomern, die es offenbar nicht bemerkten 😉
https://ob.ds.ksta.de/panorama/schnee-debatte-hubert-aiwanger-erklaert-klimakatastrophe-fuer-beendet-spott-im-netz-409082

Aber hoffentlich behalten Sie im Hinterkopf, dass Sie diese Veränderung AUFGRUND der Klimaforschung als bedenklich erleben und nicht jahrelang behaupteten, SO sei es schon immer gewesen 😛

Rainer Zufall
6 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Da sind Sie garantiert einer ganz heißen Spur auf die Schliche gekommen!
Sie werden nicht glauben, welchen Zusammenhang es bei Bildungschancen und Vermögen gibt…

(Aber obacht, dass wurde wissenschaftlich erhoben, ohne dass die Forschenden ihre eigenen Kinder benachteiligt haben – typisch Elfenbeinturm)

dickebank
6 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

So viel wie Zufall und Unvermögen.
Wenn Sie die Wahrscheinlichkeit kennen, eine Sechs zu würfeln, dann dürfen Sie die Wahrscheinlichkeit der der anderen Würfel ebenfalls kennen.
Jetzt haben Sie einen statistischen Wert. Vielleicht hilft es Ihnen das ja bei der nächsten Partie “Mensch ärgere dich nicht”.

Rainer Zufall
5 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Ja, wir alle haben MaiThinkX gesehen, gut gemacht.
Bezieht sich aber auf die Vorhersagekraft des Wetters durch Klimaforschung, nicht auf die Erhebung der Daten.

Bei Ihrem Beispiel verbleibend, würfelten Sie nur viele 4’er oder regelmäßige 6’er, um bei Ihrem Durchschnitt anzukommen?
Extremwetterereignisse und deren Dauer würden durch diese “Durchschnittswetter”-Deutung verloren gehen, weshalb die Klimaforschung das Klima eben nicht als Durchschnittswetter kleinredet

potschemutschka
6 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Und es gibt auch noch das sogenannte Mikroklima. Das wären dann wohl einzelneSchul(art)en unter Berücksichtigung des (sozialen) Umfeldes/ der Umweltbedingungen der Region.

dickebank
6 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Sie meinen, eine HS ist so was wie die Subtropen, weil’s klimatisch nicht für Tropen gereicht hat. Und ne GeSa ist dann vermutlich so ne gemäßigte Zone.
Nur die boreale Zone kann kein GY sein, da die ja bekanntermaßen kein Brett vor dem Kopf haben.
Die größte Klimazone müsste folglich die Subsahara aka Bildungswüste sein.

potschemutschka
6 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Wo verorten Sie die Brennpunktschulen? In seismologisch /vulkanisch aktiven Zonen? 🙂

dickebank
6 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Pazifischer Feuerring, also klimazonenübergreifend.

potschemutschka
6 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Das ist aber weit weg von DE. Brennpunktschulen gibt es bei uns auch und nicht nur in der Vulkaneifel. 🙂

dickebank
6 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Der Oberrheingraben ist aber tektonisch/seismologisch aktiver.
Das Exportgut der Eifel sind doch Abgrabungsprodukte und eine Biermarke. Schulische Brennpunkte sehe ich da eher nicht. – Aber ich bin auch kein Kölner, Bonner, Koblenzer oder Mainzer, die diesen Brennpunkt eher meiden oder über die A61 hastig durcheilen.
Es hat schon Gründe, warum die A1 eine unvollendet ist.

Rainer Zufall
6 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Sie würden sich wundern.
https://www.swr.de/swrkultur/wissen/keine-angst-vor-brennpunktschulen-die-schule-brennt-100.html

Gruß aus einem “Brennpunkt” 🙂

Rainer Zufall
5 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Bravo! Eine großartige Parodie von Bildungspolitiker*innen und Lehrkräften, welche jeglichen Überblick in der eigenen Wissenschaftsfeindlichleit verloren haben und nun propagieren, es gebe keine größeren Zusammenhänge, nur noch Einzelverantwortung.

Und ich dachte, Sie wären völlig unwillens/ unvermögend, konstruktive Beiträge zu schreiben und wollten nur noch alles untergraben, was Sie nicht an die DDR erinnert 😀

Rainer Zufall
7 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Sie meinen ernsthaft, das Beispiel eines Schmetterlings in der Chaostherie wäre wortwörtlich zu übernehmen UND auch das Bildungssystem zu übertragen?

Ich würde das ja gerne als weltfremden, beknackten Blödsinn herausstellen, aber da kamen Ihnen populistische Politiker*innen zuvor, welche wegen einem “Schmetterling” die Wissenschaft außer Kraft zu setzen glauben können.
Wussten Sie bspw. dass ALLE Kinder entwicklungspsychologisch so strafmündig sind wie das jüngste Kind, dass eine gefühlte Mehrheit bestraft sehen will?

potschemutschka
7 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

LOL! Ihre Beiträge hier sind auch sehr oft Schmetterlinge, die sachliche und konstruktive Diskussionen immer wieder ins Chaos stürzen.

Rainer Zufall
6 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

“Satelliten im Weltraum können das Klima sehr gut großflächig beobachten, aber das aktuelle Wetter direkt vor Ort?”
Ungeachtet dessen, dass es überhaupt nicht das Ziel der Klimaforschung ist, dass Wetter vor Ort zu beobachten, WAS genau, war an Ihrem Beitrag konstruktiv gemeint?

Korrigieren Sie mich hier gerne, aber untergraben Sie hier nicht wieder alles ohne Rücksicht auf Verluste? 😀

potschemutschka
6 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Nö!

potschemutschka
6 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Zu Ihrer 1. Frage: Lesen Sie einfach noch einmal meine gesamten Kommentare hier vollständig und sinnerfassend, unter Beachtung des Kontextes (also worauf bezieht sich mein Kommentar jeweils). Ich weiß, dass ist nicht leicht, aber “Wiederholung ist die Mutter aller Weisheit” – heißt: notfalls mehrfach lesen, und vor allem: NachDENKEN!

Rainer Zufall
5 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Habe ich Sie zu 1. falsch zitiert?
Sie stellten die falsche Frage, ob Satelliten fürs Klima das Wetter vor Ort genau vorhersagen können, oder nicht? 😉

Sie brachten das unpassende Beispiel der Schmetterlinge aus der Chaos-Theorie an, die in der Klimaforschung registiert werden – denn die sagt ja NICHT das aktuelle Wetter voraus.

Wo lag also Ihr – natürlich konstruktiver 😉 – Beitrag?
Sich beschweren, dass die Lehre nicht alle tagesaktuellen Probleme lösen kann, aber solche Fälle registieren und daraus langfristig lernen kann?
Dass Forschung nicht alle Entwicklungen nicht vorhersagen kann, sondern Prognosen stellt und Empfehlungen geben kann?

Ich weiß, Sie werden nicht antworten, ideenlos auf Lesekompetenz verweisen und/ oder einen Menschen zitieren, die/ der Ihren Einstellung NIEMALS zustimmen würde, wenn diese Person noch leben würde,
aber wo glauben Sie ernsthaft, einen konstruktiven Foums-Beitrag geleistet zu haben? Überhaupt?
Mit fällt keiner ein, leider fehlten Sie “zufällig”, als Dobrindt sich um die Förderung Ihrer Nachhilfeschüler kümmerte – Zufälle gibts…

Naja, Ihr Rückmeldung ist garantiert der Burner und ohne Antwort, daher verabschiede ich mich an dieser Stelle mal

Hysterican
4 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Nö, lohnt sich nicht … immer derselbe pseudoschmonzierende Blödsinn, der geplant von eigentlich wichtigen Themen ablenkt … du warst das doch, der die Bildungsmisere mit der Klimakrise in einen Topf geworfen hat, oder nicht …wow, was bist du für ein Transferleistungsmonster, vor dem man erfürchtig erstarrt und innerlich kapitulierend den Hut zieht.

potschemutschka
4 Tage zuvor
Antwortet  Hysterican

Das Stichwort “Klimaforschung” brachte die Redaktion ins Spiel. Ich reagierte nur darauf!

Maybe
4 Tage zuvor
Antwortet  Hysterican

Ist doch egal, ob die Schule wegen Klimakrise- Überschwemmung unter Wasser steht oder
die 16 Glorreichen die Schulen mit weiteren FlicktdieBildung- Emails und RegAnw und Fortbildungen fluten, da kommts auf weitere Bildungsmiseren auch nicht mehr an.
Ich wundere mich bloß – Frau Rottenmeier muss im Paradies direktionieren 😉

Maybe
4 Tage zuvor
Antwortet  Hysterican

Oh, Kniefall nötig – ich meinte nicht @ Fräulein Rottenmeier, sondern @ potschemutschka

dieHoffnungstirbtzuletzt
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Mal ein paar Fakten 11 Mio Zuwanderer seit 2015 nach Deutschland. Ca. 25 % Kindergarten und Schule knappe 3 Mio Kinder zusätzlich in den Kindergärten und Schulen. Kinder mit schlechten Deutschkenntnissen, denen ein personell unterbesetztes Schul- und Kindergartensystem nich gerecht geworden ist, bzw nicht gerecht wird. Mit ein klein wenig Weitsicht, Personal und Geld hätte man hier schon fantastische Ergebnisse erreichen können, das war aber anscheinend nicht gewollt. Stuhl dazu, Bildungssektor als Sparsektor für andere politische Geschenke, müssen sich die Lehrer und Erzieher halt mal anstrengen, eine Stunde mehr, drei Kinder mehr pro Klasse/Gruppe, das kann man ja wohl erwarten…Jetzt liegen beide Systeme personell und finanziell am Boden und jetzt haben wir auch noch eine stagnierende Wirtschaft…Sparen ist das neue Investieren, besonders im Bildungsbereich. Ich teile hier nicht Ihre Zuversicht, dass der demographische Wandel in der Bildung als Chance begriffen wird. Kleinere Gruppen, kleinere Klassen bessere Erfolgschancen…nö bessere Sparmöglichkeiten…oder habe ich große Investitionen in Bildung, Schulen, Turnhallen, Sportplätze verpasst? Faktencheck…

mama51
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Wie andere Staaten (Kanada, Skandinavien, Niederlande, Japan u. a.) vormachen: Es geht auch anders.

,…aber nicht mit der hier üblichen Unterfinanzierung, wodurch in der BRD die Bildung totgespart wird.
Bildung, ja gerne, aber sie darf möglichst nicht kosten! Super!

Fr.M.
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Würde mehr nach “Naturgesetz” gehandelt und weniger nach ideologischen Gesichtspunkten, liefe vermutlich vieles besser in unserer Schulbildung.
Unter diesem Gesichtspunkt stimmt Ihre Feststellung “Andere Staaten – andere Prioritäten”.

dickebank
5 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Gilt das auch für das Peter Prinzip?

Rainer Zufall
5 Tage zuvor
Antwortet  Fr.M.

Was sind Ihrer Meinung nach die “ideologische Gesichtspunkte”?

Ich meine dies unironisch und ohne Hintergedanken, aber wir können jetzt nicht die nächsten 20 Jahre damit totschlagen, auf die Grünen sauer zu sein (sofern ich da Ihre Kritik richtig mutmaße)

Fr.M.
6 Tage zuvor
Antwortet  mama51

Viele bildungspolitische Versager dürften sich freuen, wenn sie mit ihren Fehlentscheidungen ungeschoren davonkommen und allein die Unterfinanzierung des Bildungssystems für alles Unheil verantwortlich gemacht wird. “Unterfinanzierung” ist die beste Entschuldigung für falsches Handeln.

Peterchens Klo knarrt
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Schön, dass Sie gerade Japan als Beispiel erwähnen. Dort gibt es in weiten Teilen nach wie vor den klassischen Frontalunterricht und die herausragenden Werte sind Höflichkeit und Disziplin.

Canishine
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Bestechend finde ich im Artikel die Schuluniform und den Lehrer im Anzug.

Rainer Zufall
7 Tage zuvor
Antwortet  Canishine

Es geht Peterchen um Frontalunterricht, Disziplin und Höflichkeit

Fräulein Rottenmeier
6 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Was genau ist daran falsch??

Rainer Zufall
5 Tage zuvor

Dazu schrieb ich nichts.
Ich antwortete Canishine, die sich abweichend auf die Kleidung bezog.

Rainer Zufall
7 Tage zuvor

Haben Sie Quellen dazu?

laromir
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Das klingt alles so schön. Kooperationen mit XY usw. Schon mal auf dem Land unterrichtet wo viele Ausflüge sehr teuer sind wegen der Busse? Oder wo man mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln stundenlang unterwegs ist, weil es kaum Verbindungen gibt? Und wo man immer als letztes mit Programmen dran ist, weil erst die Schulen in den Städten dran sind und das Umland nur, wenn halt mal was frei ist? Sorry, das ist leider Realität. Und nein, das liegt nicht an den dummen LuL die nix wollen. Busunternehmen haben ordentlich aufgeschlagen, auch auf mehrfaches Bitten schicken die Unternehmen z.B. an Wandertagen keine großen Busse, damit z.b. mehrere Klassen rein passen. Nur mal so ein erwähnenswertes Hindernis bei außerschulischen Lernorten.

Steißtrommler
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Auf das japanische System könnten wir uns meinentwegen gerne einigen. Aber dann auch mit der entsprechenden Mentalität, sonst wird das nichts.

Ulla
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Schulsysteme kann man nur vergleichen, wenn sie vergleichbar sind. In Skandinavien sind die Klassen kleiner als bei uns. In Japan ist der Leistungsdruck in den Schulen so hoch, dass er zu hohen Selbstmordraten unter Jugendlichen führt. Wollen wir das?

Ulla
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Okay, ich habe vergessen zu erwähnen, dass die Selbstmordrate in Japan noch höher ist als hier und dass es für den extremen Leistungsdruck sogar einen japanischen Fachbegriff gibt, den ich mir zwar nicht gemerkt habe, der sich aber einfach googeln lässt.

Ulla
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Kinder, die gemeinsam eine Klassenarbeit schreiben, haben auch gemeinsam unter den gleichen Bedingungen gelernt. Das haben Kinder in Schweden und in Deutschland leider nicht.

laromir
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Kinder sind ein Spiegel der Gesellschaft in der sie aufwachsen. Somit ist die japanische Mentalität der deutschen eher schlecht zu vergleichen. Vergleich geht eigentlich nur, bei gleichen Klassengrößen, gleicher Finanzierung, gleicher personeller Ausstattung. Dann kann man verschiedene Konzepte, Raummodelle und Methoden gerne vergleichen. Aber wenn die einen mit 20 SuS und 2 LuL eine Lernlandschaft bespielen und die kulturellem Werte auf Höflichkeit, Respekt Oder Hilfsbereitschaft usw. beruhen und woanders sitzen 31 mit einem LuL in einem Mikroraum, geprägt von ständiger Lustbefriedigung und Bequemlichkeit, dann ist das doch eher etwas schwierig, weil ja die Ausgangsbedingungen ziemlich ungleich sind. Wenn ich Enzyme untersuchen, dann werden die ja bei mehr Substrat (Geld) und Wärme (Betreuung durch LuL) auch produktiver. Da kann ich ja auch nicht d.Emz die Schuld geben, dass es bei 10 Grad und wenig Substrat so kacke arbeitet. Dann muss ich auch die Umgebung anpassen, damit in etwa das Gleiche rauskommen kann

Rainer Zufall
6 Tage zuvor
Antwortet  laromir

“Kinder sind ein Spiegel der Gesellschaft in der sie aufwachsen. Somit ist die japanische Mentalität der deutschen eher schlecht zu vergleichen.”
Müssten Sie das nicht Steißtrommler schreiben, welcher Japan einwarf? 😉

ed840
6 Tage zuvor
Antwortet  Ulla

“in Skandinavien sind die Klassen kleiner als bei uns.”

Das würde ich allerdings nicht als Ursache für die realtiv schlechten Werte der skandinavischen Länder bei PISA-2022 einschätzen.

ed840
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

“Kanada, Skandinavien, Niederlande” es vormachen?

Aber wie soll DE den Zuzug von Migranten so steuern können wie es Kanada macht?

Die SuS ohne Migrationshintergrund schnitten in CAN bei PISA-2022-Mathematik ja ähnlich schlecht ab wie die in im Schnitt der DE-16. Der Vorsprung im Gesamtschnitt liegt in CAN allein den SuS mit Migrationshintergrund.

Skandinavien? Wo die SuS bei PISA nicht nur schlechter abschneiden als im Schnitt der DE16, sondern auch häufiger angeben sich an der Schule nicht wohl und fehl am Platz zu fühlen?

Niederlande ? Ich wäre schon skeptisch ob es tatsächlich wünschenswert wäre, dass die SuS aus DE bei PISA-Lesen ähnlich desaströs abschneiden sollten wie die aus NL im Jahr 2022.

Die Balkon
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Seit die Bildungsforschung mitredet, geht es nach unten. Leider ist es nicht allen gegeben, daraus den richtigen Schluss zu ziehen.

DerechteNorden
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Lustig der Vergleich, denn Klimaforschende haben ja bekanntlich wirklich Einfluss auf den Klimawandel, da ihre Forschungsergebnisse direkt umgesetzt werden: Also mehr fossile Brennstoffe verbraucht werden.

Wait a minute …

Rainer Zufall
5 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Jup, und am Ende erleben wir die Konsequenzen, es besser gewusst haben zu wollen als die Expert*innen.

Wait a minute …

“Lustig” finden das nur unsere Nachkommen, welche mit völligem Unverständnis auf uns zurückblicken, dass wir alle Lösungen und Mittel in der Hand hatten, um dann bewusst das Falsche zu tun 🙁
(“Lustig” wie die Dummheiten, Menschen als “Hexen” zu verbrennen, anzunehmen, Impfstoffe enthielten Mikrochips zur Massenkontrolle, oder Smartphones ohne Altersbeschränkung zu handhaben…)

Bettina
6 Tage zuvor
Antwortet  Anadur

Ich kann “Schule der Zukunft” kaum mehr hören. Seit Jahren geistert dieser verheißungsvolle Begriff der Bildungsforscher und -wissenschaftler durch die Landschaft. Und längst haben ihre zahlreichen Ergebnisse und Hinweise zu mehr als enttäuschenden Resultaten geführt. Immer wieder stellten sie sich als “Des Kaisers neue Kleider” heraus.

Dennoch wird selbstsicher weitergeforscht und von “Schule der Zukunft” geredet. Wie lange kann sich ein rohstoffarmes Land wie Deutschland ständige Irrtümer und immer schlechter werdende Schulbildung noch leisten?
Theorien aus Elfenbeintürmen sind immer “nett” und verlockend. Ob sie aber stimmen, steht auf einem anderen Blatt. Darüber entscheidet die Realität. Ihre Ergebnisse sind der entscheidende Prüfstand für jede Stimme aus Forschung und Wissenschschaft.

dickebank
6 Tage zuvor
Antwortet  Bettina

Schule der Zukunft – der Slogan ist mindestens so gut wie
“Ja, ja, ich räum doch auf, morgen – ehrlich”.

Mika BB
7 Tage zuvor

So. Jetzt haben wir ein wissenschaftlich fundiertes Bild, wie Schule sein soll. Nun warten wir bloß noch drauf, dass von der Gesellschaft und damit der Politik der Wille zur Umsetzung erklärt und die Ressourcen dafür bereitgestellt werden.

Meine Prognose ist, dass sich bis zu meinem Renteneintritt in gut zehn Jahren diesbezüglich noch nichts Nennenswertes getan hat.

Rainer Zufall
6 Tage zuvor
Antwortet  Mika BB

“Nun warten wir bloß noch drauf, dass von der Gesellschaft und damit der Politik der Wille zur Umsetzung erklärt und die Ressourcen dafür bereitgestellt werden.”
Jup! Mit Blick auf die Forumsbeiträge, die sich bereits mit dem Konzept der Bildungsforschung schwertun, wird das noch lange dauern – warum sollten Politik und die ürbige Gesellschaft weniger wissenschaftsfeindlich sein? 🙁

Mika BB
5 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Lesekompetenz, Herr/Frau/Bot Zufall!
Die meisten Foristen hier argumentieren nicht „wissenschaftsfeindlich“, sondern von der Realität gebeutelt.

Rainer Zufall
5 Tage zuvor
Antwortet  Mika BB

Kein Bot, kann so viele Smileys verwenden wie ich!!

Die Beutelung der Realität sehe ich und es tut mir echt weh, dass sich diese Kolleg*innen zu den Politiker*innen schleppen, welche Lehrkräftemangel, Substanzschulden und ein Veralten des Schulsystems seit Jahren verantworte- wie in einer toxischen Beziehung.

Aber keine Sorge, es war nicht so gemeint und die wollen sich garantiert ändern! Sie brauchen nur viel mehr Zeit und bis dahin tut sich nichts…

447
4 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Denken Sie mal logisch:

WENN Lehrer all diese tollen Traumwelten weiterhin kostenlos (in Selbstausbeutung) umsetzen, DANN gibt es genau welche Anreize für die Politik, mehr Ressourcen zur Verfügung zu stellen?

Ding-ding-ding…ohne für die Normalbevölkerung sichtbaren (!) Leidensdruck wird es nicht gehen.

dickebank
4 Tage zuvor
Antwortet  447

Die Deputate der Lehrkräfte sollten reduziert werden, um eine Gefährdung der Schülerschaft auszuschließen , und dafür die Stundenzahlen der SozPäd erhöhen. Erzieher müssen nicht verbeamtet werden und E10 reicht vollkommen aus.

Rainer Zufall
4 Tage zuvor
Antwortet  447

“Denken Sie mal logisch”
Logisch, wie ein Bot vielleicht? Nice try! 😛

Lehrkräfte könnten die Ziele bekräftigen UND mehr Ressourcen einfordern, anstatt der Politik nach dem Mund zu reden, dass sich da gerade nichts machen lässt.
Und was lässt Sie glauben, Lehrkräfte WOLLTEN dies für ihre Schüler*innen? Ich denke die wollen [tägliche Tirade von Katze hier einfügen]

Trish
7 Tage zuvor

KI wird auf jeden Fall ein neues Distinktionsmerkmal. Abos und Token werden absehbar noch teurer, schon heute sind sie mit mehreren hundert Euro pro Monat dabei.

Ich bin sehr dafür den Spracherwerb (mittels Büchern aus Papier) in den Mittelpunkt zu stellen und zweitens Tugenden zu lehren und drittes die Künste. Alles sehr günstig zu haben, alles bewährt.

Hans Malz
7 Tage zuvor

“…und verbinden damit einen klaren Anspruch an Politik und Gesellschaft.”

Genau, deshalb geh ich jetzt auch lieber wieder weiter unterrichten. Die beiden genannten Gruppen können ja erstmal auf einen gemeinsamen Nenner kommen…

Sepp
7 Tage zuvor

Das System Schule ist m.E. durch vergangene Entscheidungen der Bildungspolitik und auch gesellschaftliche Veränderungen ziemlich vor die Wand gefahren. Es mag sich zunächst sinnvoll anhören, erstmal ein Bild einer zukünftigen Schule zu malen, um dann die “richtigen” Entscheidungen auf dem Weg dorthin zu treffen. Aber ist das aktuell wirklich hilfreich?

Schulen sind immer schlechtere Arbeitgeber, wir haben immer schwierigere Bedingungen, in vielen Fächern Lehrermangel. Wir verwalten die Mängel; Schulen funktionieren nur noch, weil sich Lehrkräfte stark über die eigentliche Arbeitszeit engagieren und Dinge ermöglichen.

Natürlich können sich Bildungsforscher zusammensetzen und über eine ideale Schulwelt austauschen. Es hilft aber wenig, eine (multiprofessionelle) Kooperation der Lehrkräfte anzuregen, die dafür keine Zeit-Slots haben. Projektartiges Arbeiten ist großartig! – Wenn man es richtig macht, ist es aber unglaublich betreuungsintensiv.
“Lesson Studies” wäre toll, wenn man denn die Zeiten für gegenseitige Unterrichts-Hospitationen hätte. Ebenso ist eine Evaluation des Unterrichts und der Schülerleistungen nötig – aber wir wissen doch oft, welche Probleme unsere Schüler haben, haben nur nicht die Ressourcen, für alle unterschiedlichen Fälle passende Fördermaterialien zu erstellen.

Es erinnert mich ein bisschen an die Artikel zu Schulgebäuden der Zukunft, die als Grundlage für modernen Unterricht bezeichnet werden. Einzig, was hilft es, wenn Lehrer davon träumen können, während sie in viel zu kleinen Räumen mit undichten Fenstern unterrichten und im Sommer die Räume Temperaturen von 35°C und mehr erreichen?

Wir reden über die großen Chancen der Digitalisierung. Dafür müssten wir uns aber gesellschaftlich und politisch entscheiden, auch die Gelder auszugeben, um vernünftige IT-Abteilungen an Schulen zu bezahlen und jedes Jahr neue Geräte für den nächsten Jahrgang zu bezahlen.

Letzten Endes sehe ich es wie Könneker am Ende des Textes:
Schule ist ein gesamtgesellschaftliches Problem und braucht langfristiges Engagement, nicht nur von motivierten Lerhrkräften…

S.B.
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Auf welcher Seite steht die Redaktion eigentlich? Wie wäre es mit etwas mehr Neutralität?

dickebank
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Gibt aber auch Konstruktionsfehler.

Rainer Zufall
6 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Stimmt, bei Stillstand, Veralten und Verfallen gibt es deutlich weniger Konstruktionsfehler…

dickebank
6 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Stillstand aka Statik ist ein grundlegendes Konstruktionsprinzip.

potschemutschka
6 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Wenn man auf Sand baut, hilft gute statische Berechnung manchmal auch nicht viel.

dickebank
6 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ist aber kein statisches Problem sondern eine Folge mangelnder/fehlerhafter Baugrunduntersuchung. Elfenbeingeologen, die andere rain zufällig ins Feld geführt haben.
Lockergesteinsmechanik ist aber auch schwierig. Dann doch lieber Pudding an die Wand nageln oder guten Unterricht unter den derzeitigen Bedingungen machen. Beides kein Standard, kann aber hin und wieder vorkommen.

potschemutschka
6 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

🙂 So ähnlich waren meine rain zufälligen Gedankengänge auch gerade.

Rainer Zufall
6 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Das dachten wohl auch die frühren Verkehrsminister – siehe Autobahnbrücken

potschemutschka
5 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ach ja, die Verkehrsminister: ” … Tempolimit kann man nicht umsetzen, wegen Schildermangels …. ” Die Bildungsminister: “…. kann man nicht …., wegen Personal- und sonstigen – Mangels”. 🙂

Rainer Zufall
5 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Hey, haben Sie gerade (unbeabsichtigt?) eine Verbesserung des Bildungssystems gefordert, da durchaus Ressourcen mobilisiert werden können, anstatt verantwortlichen Politiker*innen nach dem Mund zu reden?

Weiter so! 😀

Rainer Zufall
7 Tage zuvor
Antwortet  S.B.

“Wie wäre es mit etwas mehr Neutralität?”
Wie stellen Sie sich vor, soll dieses sich Nicht-Verhalten aussehen? 😀

Mika BB
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

„In den nächsten Jahren werden Milliarden von Euro investiert, um bundesweit marode Schulgebäude zu sanieren oder zu ersetzen.“

Die KfW schätzt laut unten verlinkter Website den Sanierungsstau an Deutschlands Schulen auf 55 Milliarden Euro, also ein gutes halbes Sondervermögen Bundeswehr. Das ist dann jedoch nur Sanierung, nicht zeitgemäßer Umbau.

Haben Sie Informationen, welche Projekte wann umgesetzt werden sollen? Ihre Aussage klingt so.

Konsequenz
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

.” In den nächsten Jahren werden Milliarden von Euro investiert, um bundesweit marode Schulgebäude zu sanieren oder zu ersetzen. ”

Tja, wers glaubt…..

Rainer Zufall
5 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Hmm… der Link erfordert ein Mindestmaß an Demut, sich auf die Expertise anderer verlassen zu müssen. In der heutigen Zeit, direktem Realismusses, müssen die Forist*innen mindestens die Gebäude selbst gesehen haben, bevor sie es “glauben” wollen…

447
6 Tage zuvor
Antwortet  Konsequenz

Ich beginne sofort zu glauben – wenn ich es real vor Ort sehe.

Jaja, ich hör schon auf. 😀

Ulla
7 Tage zuvor

17 “Bildungsexperten” stellen fest, dass Schule sich verändern muss und Schüler individueller gefördert werden müssen. Da steht wirklich überhaupt nichts Neues im Artikel. Währenddessen sitzen wir in maroden Schulgebäuden und unterrichten 30 Kinder aus unterschiedlichen Nationen, mit körperlichen und psychischen Einschränkungen und extremen Verhaltensauffälligkeiten. Sonderpädagogen? Einer pro Schule.
Wir brauchen mehr qualifiziertes Personal, nichts anderes!

RSDWeng
7 Tage zuvor
Antwortet  Ulla

Wir brauchen neben dem qualifizierten Personal vor allem Ruhe. Das heißt: Keine Testindustrie, keine Vergleichsarbeiten und keine Neuerungen, die vollkommen an der Realität vorbeigehen.
Dazu sollte jeder der Experten verpflichtet werden, einmal im Schuljahr mit einem Deputat von 24 Wochenstunden einen Monat an einer staatlichen Schule zu unterrichten mit allem, was dazugehört: Klassleitung, Konferenzen, Elterngespräche nach den vier Wochen, Wandertag, wenn in diesem Zeitraum einer anfallen sollte, interne Fortbildungen, Leistungsnachweise erstellen und benoten, Hausunterricht, wenn er anfallen sollte, Aufsichten, Fachschaftssitzungen……
Vage Vermutung: Einige Experten würden dumm aus der Wäsche schauen.

Canishine
7 Tage zuvor
Antwortet  RSDWeng

Es gibt ja eine Möglichkeit in Schweden, die in die andere Richtung geht: Lehrer haben es dort leichter, auch zeitweise wieder wissenschaftlich zu arbeiten. Damit könnte der Austausch auch erleichtert werden.

RSDWeng
7 Tage zuvor
Antwortet  Canishine

Das schwedische Beispiel ist zu begrüßen, bei uns allerdings wegen des Lehrermangels nicht durchführbar.

Canishine
6 Tage zuvor
Antwortet  RSDWeng

Man wird ja wohl träumen dürfen, tun die Wissenschaftler beim Spektrum ja auch :-).
(Dort sind übrigens auch Ideen zu einer engere Kooperation mit „der Wissenschaft“ zu finden, geht es da eher in Richtung wissenschaftliche Begleitung der Lehrkräfte.)

dickebank
7 Tage zuvor
Antwortet  RSDWeng

Nur kann man das den SuS guten Gewissens antun?

potschemutschka
6 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Naja, vielleicht schätzen die Schüler danach ihre echten Lehrer wieder mehr. 🙂

RSDWeng
6 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Garantiert! Unser ramponiertes lmage wäre der Gewinner.

RSDWeng
6 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Eine schwere Frage; ich neige zur Antwort, dass man es den Schülern nicht antun kann.
Befürchtung: Die Schulpsychologen, die ja auch dünn gesät sind, würden nach den 4 Wochen vor lauter Arbeit aufschreien und kündigen.

Hysterican
7 Tage zuvor

Ich bin angenehm überrascht, dass hier nicht wieder die „üblichen Verdächtigen“ (Zierer, Klemm u.co.) ihren Senf abgesondert haben.
Alles in allem eine schöne Sammlung – die aber leider meine zur Verfügung stehende Tagesarbeitszeit nicht ins quasi benötigte Unendliche verlängern kann … Aber wenigstens der Versuch, die verschiedensten Anforderungsbereiche zur Veränderung mal in ein zusammenfassendes / ineinandergreifendes Gefüge zu platzieren.

Jetzt muss es ja nur noch gemacht werden … Ich schaue mir das dann in den kommenden Jahren aus meinem bereits absehbaren, beantragten und bewilligten wohlverdienten Ruhestand an.

Götz
7 Tage zuvor

Das klingt alles supertoll!

Katze
7 Tage zuvor

Hui, jetzt sind es schon 17 Bildungsforscher, die uns erklären wollen, wie die große „lernende Organisation“ endlich Wirklichkeit wird. Und mitten in ihrer Vision steht dann dieser Satz wie ein pädagogischer Glückskeks: „Die Schule der Zukunft nutzt die Daten aus dem Bildungsmonitoring und aus Vergleichsarbeiten, um die eigene Arbeit zu verbessern.“
Das reale Bildungsmonitoring vieler Lehrkräfte sieht etwas anders aus: Jede Korrektur ein Kraftakt, jede Klassenarbeit ein seismografischer Ausschlag dafür, wie weit Anspruch und Wirklichkeit inzwischen auseinanderliegen. Dafür braucht es keine Visionen, keine Zukunftskongresse und keine „Roadmaps 2035“. Es reicht ein Blick in die Hefte – und manchmal ein tiefes Durchatmen.
Der wirklich erhellende Vergleich wäre ohnehin ein anderer: ein Stapel Schülerarbeiten von heute neben einem aus den 90ern. Damals im Physik-, Chemie- oder Bio-LK 1998 musste man noch Aufgaben lösen, die diesen Namen verdienten. Heute würde allein der Vorschlag, solche Abituraufgaben wieder einzuführen, vermutlich als pädagogische Grausamkeit eingestuft – inklusive Sofortprogramm zur emotionalen Stabilisierung.
Vielleicht wäre die ehrlichste „lernende Organisation“ einfach die, die sich traut, diesen Vergleich offen zu machen – und nicht die, die glaubt, man könne den Zustand des Systems mit noch mehr Daten, Visionen und Zukunftsfloskeln kosmetisch übertünchen.

Canishine
7 Tage zuvor

Klickt mit auf eine Impulskarte bei Spektrum, liest man des Autors Vorstellungen des schulischen Paradies‘. Hier begleiten Lehrer, die durch ihren Lebensweg / ihre Ausbildung / ihre persönliche Entwicklung perfekt die pädagogischen Träume umsetzen, natürlich im Team mit ebenso persönlichkeitsgereiften Wissenschaftlern, Sozialarbeitern, medizinischen Betreuern, Hausmeistern, Reinigungspersonal usw. Dabei ist ihre Souveränität, ihr Fachwissen, ihr soziales Verständnis und ihr menschliches Vorbild so uneingeschränkt, dass sie mit Kindern jeglicher Herkunft, jeglicher individueller Problematik, ja sogar mit jeder sozialisationsbedingten Persönlichkeits- oder Angststörung so umzugehen verstehen, dass diese sich nahezu automatisch irgendwann in Luft auflöst und die Kinder glücklich und zufrieden werden und die Eltern gleich mit.
Nicht, dass ich gegen so etwas Einwände hätte, allerdings ist dies so unrealistisch ohne entsprechende umfassende gesamtgesellschaftliche Entwicklungen, dass ich mich frage, ob ich mich wirklich näher damit befassen soll.

dickebank
7 Tage zuvor
Antwortet  Canishine

Wie immer, abwarten und Tee trinken bis der Fieberschub vorbei ist. Die nächste Sau wird gerade noch aufgepeppt, bevor sie durchs Dorf getrieben werden kann.
Geschieht das mit hohem Tempo, kann man hoffen, dass die Sau an der eigenen Schule vorbei rennt.

Rainer Zufall
7 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Welche soll das sein?
Alles anstrengend, die Schüler*innen passen nicht zum eigenen Unterricht und dem veralteten Schulsystem, keine Lust, geltendes Recht umzusetzen – stattdessen von einer romantisierten Vergangenheit schwärmen – und am Ende sind Wissenschaft und natürlich auch die Grünen an allem schuld?

DEN Mist lese ich in diesem Forum seit Jahren, aber in einem Punkt stimme ich Ihnen voll zu: Viele im Forum glauben, die Herausforderungen aussitzen zu können – auf Kosten der Kinder natürlich…

Rainer Zufall
7 Tage zuvor
Antwortet  Canishine

Warum ist es für Sie ein so unvorstellbar komplexes System, sich bspw. bei schwierigen Kindern mit der Schulsozialarbeit und anderen Kolleg*innen abzusprechen?
Es wäre ergiebiger als der regelmäßige “Austausch” in diesem Forum, wo sich alle nur beschweren und der Politik nach dem Mund reden, dass nichts verbessert werden kann.

Canishine
6 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ah, das ist also gemeint: Ein Gespräch mit dem Schulsozialarbeiter über ein schwieriges Kind, und schwupps: Welcome to the School of Future.
Haben Sie die Spektrum-Beiträge gelesen? Das, was da an die Zukunftsleinwand gemalt wird, ist schon ein kleinwenig mehr,

Rainer Zufall
6 Tage zuvor
Antwortet  Canishine

Wenn Sie ernsthaft glauben, sich bei solchen Fällen mit den Reonigungskräften absprechen zu müssen, können Sie das gerne tun 😉

Tanya
7 Tage zuvor

Wir müssen die Ungerechtigkeiten angehen, denn der öffentliche Dienst hat noch die 41 Stunden Woche. Wir Lehrer müssen ein Deputat von 20 erhalten und dann auch mal Möglichkeiten für Homeoffice.
Die 4 Tage Woche wird dann auch möglich. Der öffentl Rundfunk macht das schon geschickt mit den 35-36 Stunden, somit haben die Angestellten de facto schon die 4 Tage Woche.
Die Nullrunde momentan sollte auch nicht sein, der öffentliche Rundfunk zahlt 13,5 Monatsgehälter!
Also Stundenpläne aufbrechen, kürzen, Selbstlernphasen, Digital und Flexibel!
Meine Frau hat auch einen Job wie diesen, sie hat so viele Vorteile und die Mitarbeiter sind super zufrieden. 🙂 🙂 🙂

Iris Berta
7 Tage zuvor
Antwortet  Tanya

Das ist ja gemein 🙁
Lehrer mit Nullrunde, hoher Arbeitsbelastung und keinen Extras und
andere Leben die 35 Stunde Woche mit Homeoffice und 13,5 Gehältern?
Und dann noch beim Tv und in vielen Firmen?
Wahnsinn :-O

Ulla
7 Tage zuvor
Antwortet  Tanya

So lösen wir die Probleme des Personalmangels sicher nicht.

HerrLampe
7 Tage zuvor
Antwortet  Ulla

Ganz gewiss aber auch nicht, indem man die Arbeitsbedingungen immer weiter verschlechtert…

Sepp
7 Tage zuvor
Antwortet  Tanya

Meine Frau hat auch einen Job wie diesen, sie hat so viele Vorteile und die Mitarbeiter sind super zufrieden.

Ja, das schreiben Sie jedes Mal, aber wie ist es denn mit relevanten Infos?

Hat Ihre Frau denn nun im Homeoffice einen Stehschreibtisch und ein Desk-Bike?
Und haben Sie, wie Petra, eine Blumenterasse, die bald wieder erblühen wird?

Tanya
6 Tage zuvor
Antwortet  Sepp

Meine Frau verdient mehr als du und ich. Sie hat bei ihrer Arbeit tatsächlich nen Stehschrebtisch, besitzt einen Dienstwagen mit Tankkarte und hat dieses Jahr erneut mehr Urlaubstage bekommen. Es gab nicht, wie bei uns, eine Nullrunde, sondern irgendwas zwischen 6 und 9%.
Bei 2 Tagen Homeoffice und 35h ist das der Kracher!! Super zufrieden.

Rainer Zufall
7 Tage zuvor

“Die Wissenschaft, betont er, liefere seit Jahren Erkenntnisse darüber, „wann Lernen gelingt, was guten Unterricht ausmacht und wie eine positive Schulkultur entsteht“.”
Ja, aber das ist ja “der Elfenbeinturm”, dies befreit erwachsene Menschen davon, irgendetwas Neues für den eigenen Beruf zu lernen! (augenroll)

“Schule muss sich neu erfinden, sonst passen gesellschaftliche und schulische Wirklichkeit irgendwann nicht mehr zusammen.”
IRGENDWANN?? Sorry, über die schallende Zustimmung und triefende Zufriedenheit mit den aktuellen Zuständen wurden wohl alle Kritiken überhört, in denen unser veraltetes Schulsystem funkensprühend an seine Grenzen stößt. Aber “irgendwann” könnten Lehrkräfte wohl bemerken, dass Rahmenbedingungen nicht stimmen, die Schüler*innen zwischen den Stühlen sitzen und in keine veraltete Schublade reinpassen, und dass sich Lernausgangsvoraussetzungen in den letzten 50 Jahren verändert haben – irgendwann -__-

Rüdiger Vehrenkamp
7 Tage zuvor

Schon vor dem Klicken wusste ich, was mich in diesem Artikel erwarten würde, denn es sind im Grunde alle die Forderungen, die uns etliche Reformer immer wieder vorkauen. Nun gibt es aber bereits Schulen, die im Grunde die geforderten Konzepte fahren – die Alemannenschule Wutöschingen wird uns dazu immer wieder als leuchtendes Vorbild unter die Nase gehalten. Im Umkehrschluss kenne ich aus dem Rhein-Neckar-Raum mehrere Gemeinschaftsschulen, die es ähnlich tun, aber keine Erfolge aufweisen können. Im Vergleich zu klassischen Schulen der Region, schneiden sie mit Blick auf Schülerleistungen schlechter ab. Woran das liegen mag, könnten die Wissenschaftler gerne ergründen. In den Vergleichsarbeiten in Stufe 8 müssten solche Schulen doch eigentlich immer die Top-Plätze belegen und alle anderen Schularten ausbooten. Dem ist aber nicht so. Warum?

Unterhalte ich mich mit den Lehrkräften, beklagen vor allem jene an den Gemeinschaftsschulen, eine überbordende Arbeitsbelastung. Sie führen dies auf die enorme Heterogenität und die geforderte Individualität zurück. Der Aufwand des ständigen Anpassens individueller Lernwegepläne korreliert leider nicht mit den Ergebnissen der Schülerschaft. Warum?

Was in einer solchen Aufzählung natürlich keinesfalls fehlen darf, sind die allseits beliebten “multiprofessionellen Teams”. Da haben die Wissenschaftler aber mal wieder einen rausgehauen. Man möchte mit deren Etablierung also aus Bildungseinrichtungen Therapiezentren machen. Vielleicht sagt das mal jemand so offen. Dann müsste man Schule aber wirklich nur denken. Warum ich damit ein Problem habe? Weil all das Herumdoktern an den deutschen Schulsystemen, Land auf, Land ab, nirgends zu signifikanten Verbesserungen beigetragen hat – wobei wir im Umkehrschluss von immer schlechteren Schülerleistungen, aber immer besseren Abischnitten lesen, während dann wieder Betriebe und Universitäten feststellen, dass Schulabsolventen immer weniger Skills und Fähigkeiten mitbringen. Den Personalchefs und Professoren muss dann aber jemand verraten, dass wir gerade dabei sind, die Schulen der Zukunft zu schaffen und sie sich auf den Weg machen müssen, auch Betriebe und Universitäten der Zukunft zu schaffen. Das hieße, dass jede Firma und jede Hochschule mit multiprofessionellen Teams besetzt wird, die sich jederzeit um die individuellen Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter oder Studenten zu kümmern haben. Und wenn ein Mitarbeiter schlechte Leistungen bringt oder gerade keine Lust an, an dem zu arbeiten, was Chef oder Dozent vorgeben, dann macht das ab sofort nichts mehr. Das System muss sich einfach nur ändern.

Rüdiger Vehrenkamp
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Alle Schularten sind gemeint. Lehrkräfte berichteten von internen Datenblättern, die die Schularten miteinander vergleichen. Öffentlich fand ich Ergebnisse der Vergleichsarbeiten in Klasse 8 aus 2024, in denen GMS schlechter abschneiden als klassische Realschulen – und das wundert mich, denn die Gemeinschaftsschulen werden doch immer als so leistungsstark angepriesen.

https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/ergebnisse-von-vera-3-und-vera-8-fuer-2024-veroeffentlicht-1

Rüdiger Vehrenkamp
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Wenn dem so ist, hätte man sich auch keine neuen Schularten wie die Gemeinschaftsschule ausdenken müssen, sondern hätte an den verbleibenden Schulen in homogeneren Gruppen viel eher auf den Einzelnen eingehen können. Stattdessen muss ein Gemeinschafts- oder Gesamtschullehrer in einem Rutsch alle Niveaustufen auf einmal abdecken. Inwiefern das fair und überhaupt möglich sein soll, bleibt für mich weiterhin die große Frage. Das Ei des Kolumbus ist dahingehend jedenfalls nicht gefunden.

Innerhalb der Rhein-Neckar-Region finden wir weitestgehend gleiche Bedingungen. Realschulen schneiden immer besser ab, als Gesamtschulen. Sozial schwache Schüler finden wir in allen Schulformen.

Rüdiger Vehrenkamp
5 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich würde tatsächlich noch mal eine Unterscheidung zwischen Gesamt– und Gemeinschaftsschulen machen, denn während erstere Kurse in verschiedenen Niveaus anbieten, setzen GMS auf intrinsische Motivation, Lernbüros usw. Hinzukommt, dass man bei uns ja gar keine reinen Gesamt- oder Gemeinschaftsschulen möchte, sondern überall von der Zweigliedrigkeit spricht, ergo: Gymnasium und Resteschule. Während an Gymnasien überwiegend traditionell gelernt wird, wird die Gemeinschaftsschule bei uns ein Experiment, in dem ausgerechnet die schwächsten Schüler möglichst intrinsisch lernen sollen. Dafür schafft man alles ab, was Leistung und Anstrengung erfordern würde: Hausaufgaben, Noten, Klassenarbeiten. Nach meiner Erfahrung mit dem Klientel aus der sozialen Arbeit, schafft man so nur weitere Bildungsverlierer. Spätestens nach dem Abschluss wird dann seitens der Firmen aussortiert. Denn was bringen Abschlüsse, die nichts mehr wert sind?

Rainer Zufall
5 Tage zuvor

Was für “homogene Gruppen”??
Solche, wo sich die anderen langweilen, die anderen sich berieseln lassen, weitere erst zum Test mit dem “Lernen” beginnen, wenige es genießen, der große Fisch im kleinen Teich zu sein, die einen sich strecken, während die anderen warte und der Rest sich von der Nachhilfe und/ oder Mutter beibringen lassen muss, was die Schule nicht leistete?
Natürlich fielen damals TAUSENDE durchs Raster, erwarben keinen Abschluss und dürfen sich heute als “faul” beschimpfen lassen…

Ist das nicht erstaulich? Zufrieden waren wohl nur die Lehrkräfte, aber fragen die Sie bloß nicht, deren Meinung könnte Ihr Bild von der “besseren Zeit damals” gewaltig ins wanken bringen 😉

Rüdiger Vehrenkamp
4 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich spreche sehr oft mit Lehrkräften verschiedener Schularten. Sie alle klagen über viel zu heterogene Gruppen, weswegen sie leider keinem Schüler mehr gerecht werden können und einen unteren Mittelweg fahren, um hier die meisten irgendwie mitzunehmen. Die schwachen Schüler fallen weiter durchs Raster, die starken Schüler werden nicht gefördert und eher nach unten hin nivelliert. Das führt zu Frust. Mit der verbindlicheren Grundschulempfehlung in BW werden zumindest die Gymnasien in den kommenden Jahren wieder eine homogenere Gruppe bekommen. Alle anderen Schularten müssen weiter das Husarenstück meistern, jedem Kind irgendwie gerecht zu werden.

Rainer Zufall
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

“Es macht sozial (und damit gesellschaftlich) einen Unterschied.”
Aber das wollen viele nicht.

Brennpunktschule
5 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

@Redaktion

Sie haben geschrieben:
“Das tun Gemeinschafts- oder Gesamtschulen (die in NRW zum Beispiel die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund praktisch allein stemmen)”

Diese Aussage ist sachlich falsch. Jetzt würde mich interessieren, ob Sie tatsächlich glauben, dass es nur sehr wenige Schulen im dreigliedrigen Schulsysteme gibt, die Kinder mit Migrationshintergrund integrieren, oder ob Sie glauben, dass Schulen im dreigliedrigen Schulsystem zwar Kinder mit Migrationshintergrund beschulen, diese aber nicht integrieren?

dickebank
5 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Dann sind deutsche Kinder aus 15 Bundesländern, die eine Gesamtschule besucht haben, nach dem Umzug in BY Ausländer.

Brennpunktschule
5 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

@Redaktion

Der von Ihnen angeführt Artikel stützt ihre Aussage allerdings in seiner Gänze nicht.

Alle Haupt- und Realschulen, außerdem die Berufsschulen, sind in der Regel geprägt von einem sehr hohen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund. Bei uns sind es (muss ich doch wirklich Montag genau nachschauen) 95%, an meiner vorherigen Schule waren es 87% (da weiß ich es).

Das steht ja auch im von Ihnen verlinkten Artikel – obwohl die Zahl der Real- und Hauptschulen in NRW in den letzten 15 Jahren dramatisch gesunken ist, und die Schüleranzahl auf den Gesamtschulen höher ist als auf den Realschulen, wechselt ein großer Teil der Kinder mit Migrationshintergrund (etwa 31%) auf die Realschule und die Hauptschule.

Die Aussage, dass Gemeinschaft- und Gesamtschulen in NRW die Migration in NRW praktisch alleine stemmen, ist also sachlich falsch.

Unstrittig ist, dass die Gymnasium einen deutlichen geringeren Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund aufnehmen, als die übrigen Schulen.

Alese20
6 Tage zuvor

Ich bin letztens über einen Film gestolpert, der mir klar gemacht hat, warum wir viel mehr Kompetenzen haben, die nicht unbedingt durch Schule entstanden sind, als die heutigen Kids. Sehr erhellend

https://m.youtube.com/watch?v=xSw8x3z33XM

Muxi
6 Tage zuvor

Ich hab noch nie mitbekommen, dass sich 17 Musikwissenschaftler zusammengefunden hätten um Musikern zu erklären, wie man Musik macht…..

Ulla
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Leider ist die “Beschaffenheit des Systems Schule” seit mindestens 25 Jahren (so lange unterrichte ich) ein Trauerspiel. Vor allem vor Landtagswahlen wird immer viel versprochen, das ist dann aber leider aus verschiedenen Gründen nicht umsetzbar. Aber Schulträger und Ministerien können sich ja darauf verlassen, dass wir Lehrer die Schule trotzdem am Laufen halten. Wir leisten unbezahlte Mehrarbeit und streichen zur Not auch mal unseren Klassenraum selbst.

Muxi
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Sind Lehrkräfte dafür zuständig, das Schulsystem zu regeln und auszustatten?”
Ich würde mir schon wünschen, dass Lehrkräfte dabei zuvörderst mitreden.

Rainer Zufall
6 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Wäre schon wünschenswert, aber dann reden die vielleicht wirres Zeug und vergleichen Bildungswissenschaft mit Musik :/

Muxi
6 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Naja, wem nicht klar ist, dass guter Unterricht eher Kunst ist denn Wissenschaft, der sollte vielleicht besser nicht mitreden.

Rainer Zufall
6 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Ich gehe einfach mal davon aus, dass Sie all Ihr Fachwissen dermaßen internalisiert haben, dass Sie es intuitiv anwenden, ohne es zu bemerken.

Die Alternative wäre… Jazz °__°

Muxi
5 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Und wer glaubt, dass Fachwissen bei Wissenschaft relevant ist und bei einer Kunst keine Rolle spielt, der sollte vielleicht besser schweigen.

potschemutschka
4 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wie kommen Sie jetzt auf Jazz?

SB HS Lehrer
5 Tage zuvor

Zitat aus dem allerersten der 17 Dokumente:

„ Für die Schule der Zukunft benötigen wir einen ernsthaften Kultur- und Strukturwandel im gesamten System, in Bildung und Gesellschaft. “

Hierfür ist die Not in der Gesellschaft noch nicht groß genug und deshalb wird sich auch nichts ändern.

Wir steuern im Hinblick auf die Zukunft gerade in eine völlige gesellschaftliche und politische Planlosigkeit. Ohne dass irgendjemand mal ein konkretes langfristiges und haltbares und umsetzbares Ziel formuliert.

Der Mensch ändert sich und seine Umwelt, sein Handeln und Denken, seine Lebensweise nur wenn es nicht mehr anders geht.

So traurig es ist, der Karren muss erst richtig gegen die Wand fahren.

Alle Artikel haben eine gute und positive wertschätzende Sicht auf Bildung.

Die gesellschaftliche Umsetzung als auch der politische Wille wird aber daran scheitern, dass es eben nicht mal schnell machbar ist.
Man will kurzfristige Erfolge die gut verkaufbar sind und von denen man selber profitieren kann. Der Rest ist nach mir die Sinnflut.

Also… abwarten… leider…