
Nach Gewaltvorfällen an Schulen in Cottbus kommen nach den Winterferien in der kommenden Woche auf einige Kinder Sanktionen zu. Wie Stadt und Land am Nachmittag mitteilten, werden zwei Kinder, die besonders auffällig wurden, aus der Schule genommen. Sie sollen sechs Monate in einer «schulersetzenden Maßnahme» tagsüber unterrichtet und betreut werden. Auch ein Training sozialer Kompetenzen sei damit verbunden.
«Die nicht strafmündigen Kinder waren mehrfach an gewalttätigen und verbalen Auseinandersetzungen in der Schule, auf dem Schulhof sowie im Wohngebiet beteiligt», heißt es in der Mitteilung. Im Januar hatte der Cottbuser Oberbürgermeister Tobias Schick (SPD) gesagt: «Aber ganz klare Ansage: Wenn die wieder gewalttätig sind, dann werden sie aus der Familie und aus dieser Stadt genommen». Viele Eltern seien mit der Erziehung überfordert. Probleme gibt es in Cottbus vor allem an der Regine-Hildebrandt-Grundschule und im Stadtteil Sachsendorf. Eltern von Schülern, die unter der Gewalt litten, hatten einen Brandbrief geschrieben, um auf die Situation aufmerksam zu machen (News4teachers berichtete).
Außerdem startet nach den Winterferien die erste von zwei Lerngruppen für auffällige Schüler, wie Stadt und Land ankündigten. Sie sollen außerhalb des Schulstandortes die Arbeit aufnehmen. Zunächst sei eine Lerngruppe für sechs Kinder der Jahrgangsstufe 6 gebildet worden. Eine Lerngruppe für Kinder der Jahrgangsstufe 4 sei in Vorbereitung. Zudem wird die Leitung der Regine-Hildebrandt-Grundschule personell gestärkt, wie es hieß. News4teachers / mit Material der dpa









“Wenn die wieder gewalttätig sind, dann werden sie aus der Familie und aus dieser Stadt genommen”
Sowas will ein Bürgermeister entscheiden? Eine gruselige Vorstellung.
Können sich ja alle Eltern ihren Teil denken, wenn die rechtsradikale AfD nen Bürgermeister stellt bzw. was Bürgermeister*innen tun könnten, wenn ein Parteiverbot erfolgt 😛
Warum versagen eigentlich Sozialpädagogen und Therapeuten bei der 1:1 Betreuung solcher Kinder?
Warum erwartet man, dass es Lehrkräfte in 30er-Gruppen irgendwie besser hinbekommen?
“Warum versagen eigentlich Sozialpädagogen und Therapeuten bei der 1:1 Betreuung solcher Kinder?”
Da untergraben Sie massiv die wertvolle Arbeit und die unzähligen Erfolge dieser Menschen mit erheblich weniger Fällen, wo das Angebot hinter den Erwartungen zurückblieb.
“Warum erwartet man, dass es Lehrkräfte in 30er-Gruppen irgendwie besser hinbekommen?”
Weil der Bürgermeister besser über Lehrkräfte denkt und redet als Sie über Sozialpadagog* und Therapeut*innen? 😉
“Da untergraben Sie massiv die wertvolle Arbeit und die unzähligen Erfolge dieser Menschen mit erheblich weniger Fällen, wo das Angebot hinter den Erwartungen zurückblieb.”
Wenn ich regelmäßig 90%-95% meiner Schüler (so ca. 250-300 im Schuljahr) zum Erfolg führe, habe ich da sicherlich absolut gesehen mehr “Erfolge” als irgendein ein “Individualbetreuer” vom Schlage eines Sozialpädagogen oder Therapeuten. Die Kosten-Nutzen-Rechnung ist bei mir deutlich besser. Trotzdem muss ich mir andauernd “f.. S…”-Geschrei in den Medien anhören, von Leuten, die sich ihre Medienergüsse per KI im “Homeoffice” produzieren lassen.
“Weil der Bürgermeister besser über Lehrkräfte denkt ..”
Was sollte mich interessieren, was irgendein “Bürgermeister” denkt? Der ist weder mein Vorgesetzer noch hat der in der Regel irgendwelche Ahnung vom Schulbetrieb oder von Pädagogik. Interessiert mich ja auch nicht, was der McD***-Filialleiter von nebenan denkt.
“Wenn ich regelmäßig 90%-95% meiner Schüler (so ca. 250-300 im Schuljahr) zum Erfolg führe, habe ich da sicherlich absolut gesehen mehr “Erfolge” als irgendein ein “Individualbetreuer” vom Schlage eines Sozialpädagogen oder Therapeuten.”
Heftig, wie Sie den Wert dieser Menschen untergraben, die sich um eben die Härtefälle ALLER Klassen kümmern 🙁
Ich möchte nochmal betonen, dass Ihre Annahme völlig falsch ist, die Schulsozialarbeit würde da “versagen”.
https://www.news4teachers.de/2026/01/schulsozialarbeit-wirkt-studie-weist-erstaunliche-effekte-bei-kriminalitaet-und-bildung-nach/
Vielleicht reden Sie mal mit Ihren Kolleg*innen vor Ort, vielleicht werden Sie angenehm überrascht, dass die Erfolge vorzuweisen haben 🙂
Der Oberbürgermeister, der das gesagt hat, ist laut Bericht bei der SPD.
Danke für den Hinweis. Wie gesagt fände ich es gruselig, wenn Rechtsextreme solche Macht in die Hände gelegt würde
Wer denn sonst? Der Bundeskanzler? Oder Frau Reichinnek? Oder Sie?
Aber das Sie ja keine Ahnung vom Aufbau einer Kommune haben: Der Bürgermeister hat entsprechende Leute in den Fachabteilungen, die das entscheiden.
Bei Ihnen entscheidet der Bürgermeister über den Verbleibt von Schüler*innen? 😉
Wie genau wird diese “schulersetzende Maßnahme” aussehen? Wer unterrichted diese Schüler – ein Sonderpädagoge mit ESE-Schwerpunkt? Ein Kinder- und Jugendpsychologe/-psychiater, /-therapeut … ? Oder gar ein multiprofessionelles Team? Wie arbeitet das Jugendamt mit den Familien?
Wie wird die Lerngruppe für auffällige Schüler personell ausgestattet? Es wäre schön, dazu genaueres zu erfahren, damit andere Schulen ggf. davon lernen können (ob es sich lohnt, so etwas zu fordern und ebenfalls einzurichten).
Meine GS hatte mehrere Jahre zwei temporäre ESE-Lerngruppen, zwei Stunden täglich mit einem Sonderpädagogen und einem Sozialarbeiter in Zusammenarbeit mit dem JA. Betonung auf “hatte”, was nicht heißt, dass es keinen Bedarf mehr gibt.
Das würde mich auch interessieren
Wenn es eine “schulersetzende” Maßnahme ist, können Schulen davon nur bedingt lernen…
Sie meinen, es gebe keinen Bedarf mehr. Haben die aktuellen Schüler*innen bei Ihnen Anspruch auf ein Sonderpädagogisches Bildungsangebot ESEnt?