KIRCHBERG AN DER JAGST. Wie müssen Schulen gestaltet sein, damit Lernen überhaupt gelingen kann? Die Antwort liegt nicht nur im Unterricht, sondern auch in den Räumen, in denen er stattfindet – und in der Frage, wie viel Bewegung sie zulassen oder verhindern. Klassenzimmer, die Stillstand erzwingen, und Schulrhythmen, die gegen biologische Grundlagen arbeiten, bremsen Lernen systematisch aus. Der folgende Beitrag stammt von Alexander Franz, Leiter der renommierten Schloss-Schule Kirchberg, eines staatlich anerkannten privaten Gymnasiums mit Internat in Baden-Württemberg – der Text ist Teil zwei einer Reihe, in denen Franz „Zehn Hebel für die Schule der Zukunft“ beschreibt.
Hier geht es zurück zum ersten Teil der Reihe.

Zehn Hebel für die Schule der Zukunft (4 und 5)
4. Warum unsere Klassenzimmer das Lernen behindern – und der Raum zum dritten Pädagogen werden muss
Betritt man moderne Unternehmen, sieht man New Work: Open Spaces, Rückzugsorte, flexible Möbel sowie Zonen für Austausch und Konzentration. Betritt man viele Schulen, sieht man dagegen noch immer lange Flure, geschlossene Türen und starre Sitzreihen. Wir wollen Kinder auf das 21. Jahrhundert vorbereiten und sperren sie zugleich in eine Architektur des 19. Jahrhunderts. Das ist kein ästhetisches Problem, sondern ein pädagogisches.
In der Reformpädagogik, besonders in der Reggio-Pädagogik, wird der Raum seit Langem als „dritter Pädagoge“ verstanden. Neben den Lernenden selbst und den Lehrkräften wirkt der Raum aktiv auf Lernen, Verhalten und Interaktion (Malaguzzi, 1998). Auch die Bildungs- und Umweltpsychologie bestätigt, dass Räume Aufmerksamkeit, Stress, Interaktion und Denkqualität steuern (Barrett et al., 2015; OECD, 2011). Wer moderne Pädagogik will, kann die Flurschule nicht unangetastet lassen. Merksatz: Architektur ist nie neutral – sie unterrichtet immer mit.
Die Faktenlage zeigt deutlich, warum klassische Klassenzimmer Lernen ausbremsen. Bereits CO₂-Werte über 1000 ppm beeinträchtigen Aufmerksamkeit, Entscheidungsfähigkeit und kognitive Leistung deutlich (Satish et al., 2012; Allen et al., 2016). In vielen Klassenzimmern werden diese Werte regelmäßig überschritten, besonders im Winter. Wer schlecht lüftet, senkt die Denkleistung. Schlechte Raumakustik erhöht nachweislich Stresslevel, Ermüdung und Fehlerquoten – sowohl bei Schüler:innen als auch bei Lehrkräften (Shield & Dockrell, 2003; Hygge et al., 2002). Neurowissenschaftlich gilt, dass das Gehirn unter Stress von Tiefenverarbeitung auf Überleben umschaltet (LeDoux, 2000). In Lärm denkt man flach. Auch Licht steuert den inneren Takt. Tageslicht und dynamische Beleuchtung beeinflussen Konzentration, Wachheit und den Schlaf-Wach-Rhythmus. Gerade bei Jugendlichen, deren Biorhythmus ohnehin verschoben ist, wirkt kaltes, starres Kunstlicht oft kontraproduktiv (Wirz-Justice, 2017; OECD, 2011). Licht steuert Lernen – ob wir wollen oder nicht.
Was wir stattdessen brauchen, sind Lernlandschaften statt Kasernen. Die Forschung ist hier erstaunlich konsistent: Flexible, zonierte Lernumgebungen fördern Selbstständigkeit, Kooperation und kognitive Aktivierung (Barrett et al., 2015; OECD, 2017). Konkret bedeutet das Cluster statt endloser Flure, unterschiedliche Zonen für verschiedene Lernformen, flexible Möbel, die Bewegung zulassen, sowie Sichtbarkeit statt Abschottung. Wenn der Raum Bewegung erlaubt, bewegt sich auch das Denken.
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Raum formt Unterricht – immer. Ein starrer Raum erzeugt frontalen Unterricht, Kontrolle und Passivität. Ein flexibler Raum ermöglicht Differenzierung, Kooperation und Selbstregulation. Oder anders gesagt: Wer Unterricht verändern will, muss Wände, Möbel und Wege mitdenken. Fazit des zweiten Hebels: Architektur ist Schulentwicklung. Schulentwicklung scheitert oft nicht an Konzepten, sondern an Räumen, die jede Innovation ausbremsen. Der zweite Hebel für die Schule der Zukunft lautet daher: Nicht erst Unterricht ändern – erst Räume möglich machen.
5. Warum „Sitz still!“ Körperverletzung ist – und Lernen Bewegung braucht
„Sitz still und pass auf!“ Kaum ein Satz fällt in deutschen Klassenzimmern häufiger. Aus neurobiologischer Sicht ist er ein Widerspruch in sich. Denn unser Gehirn ist nicht im Sitzen entstanden, sondern in Bewegung. Es hat sich über hunderttausende Jahre entwickelt, während Menschen gingen, jagten, handelten und erkundeten. Es nun stundenlang in eine starre Haltung zu zwingen, kappt ihm buchstäblich die Energiezufuhr.

Das Sitz-Dilemma ist offensichtlich: viel Ruhe, wenig Gehirnaktivierung. Ein Jugendlicher hat bis zum Ende der 9. Klasse rund 1.200 Stunden sitzend im Unterricht verbracht, Hausaufgaben, Nachhilfe und Medienkonsum noch nicht eingerechnet. Die Folgen zeigen sich in zunehmenden Rücken- und Haltungsproblemen, steigender Ermüdung und vor allem in kognitiver Unterforderung. Studien belegen, dass Bewegung die zerebrale Durchblutung messbar steigert (Ratey, 2008). Noch wichtiger ist jedoch ein anderer Effekt: Körperliche Aktivität, insbesondere aerobes Training, führt zur Ausschüttung von BDNF, dem Brain-Derived Neurotrophic Factor. Dieser wirkt wie ein Wachstums- und Reparaturfaktor für das Gehirn. Er fördert die Synapsenbildung, unterstützt die Neuroplastizität und regt die Neurogenese im Hippocampus an (Erickson et al., 2011; Kempermann, 2019). Merksatz: Ohne Bewegung kein neuronales Wachstum.
Als wäre das viele Sitzen nicht genug, kommt in der Adoleszenz ein zweiter biologischer Faktor hinzu: die innere Uhr. In der Pubertät verschiebt sich der Chronotyp deutlich nach hinten. Jugendliche werden biologisch zu „Eulen“. Melatonin wird später ausgeschüttet, das Einschlafen fällt später und das Aufwachen am frühen Morgen ist neurobiologisch erschwert. Ein Schulbeginn um 7:45 oder 8:00 Uhr erzeugt deshalb einen chronischen sozialen Jetlag (Wittmann et al., 2006; Roenneberg et al., 2012). Die Folgen sind gut dokumentiert: Schlafmangel, geringere Aufmerksamkeit, schlechtere Gedächtnisleistung und eine erhöhte psychische Belastung (Carskadon, 2011). Merksatz: Wir prüfen Gehirne im biologischen Energiesparmodus.
Die Konsequenz daraus ist nicht einfach „mehr Sport“, sondern eine grundlegend andere Organisation von Lernen. Der sechste Hebel für die Schule der Zukunft ist die bewegte und rhythmisierte Schule. Lernen muss überall in Bewegung kommen. Bewegung wirkt nicht nur im Sportunterricht. Schon kurze Aktivierungsphasen im Fachunterricht verbessern exekutive Funktionen, steigern die Aufmerksamkeit und reduzieren Unruhe. Meta-Analysen zeigen signifikante Effekte auf Konzentration und Lernleistung (Donnelly et al., 2016). Bewegung ist kein Pausenfüller, sondern ein Lernverstärker.
Ebenso zentral ist die Rhythmisierung des Schultages. Der starre 45-Minuten-Takt ignoriert Aufmerksamkeitsspannen, Erholungsbedürfnisse und kognitive Ermüdung. Neurodidaktisch sinnvoller sind Wechsel von Anspannung und Entspannung, aktive und ruhige Phasen sowie kurze Pausen zur Konsolidierung des Gelernten (Zull, 2002; Immordino-Yang, 2016). Lernen braucht Pausen, um Wirkung zu entfalten.
Hinzu kommt der Faktor Zeit. Internationale Studien zu späterem Schulbeginn zeigen bessere Leistungen, weniger Fehlzeiten und eine bessere psychische Gesundheit – ohne negative Effekte auf die gesamte Lernzeit (Owens et al., 2014; Wahlstrom et al., 2017). Früher Unterricht beginnt, späteres Lernen endet.
Das Fazit des sechsten Hebels ist eindeutig: Lernen braucht Bewegung, Sauerstoff und den richtigen Zeitpunkt. Ein Bildungssystem, das Körper stillstellt und Biorhythmen ignoriert, arbeitet gegen das Gehirn. Oder zugespitzt formuliert: Still sitzen macht Schule – aber nicht klüger. News4teachers
- Hier geht es zurück zu Teil eins der Reihe „Zehn Hebel für die Schule der Zukunft“.
- Hier geht es zu allen Beiträgen des News4teachers-Themenmonats „Schule der Zukunft“.









ja, es wird ein Mix sein. Etwas Theorie, etwas eigentverantworltiches Lenren, etwas online Unterricht im Homeoffice und generelle Arbeit im Homeoffice. An Unis und Berufsschulen ist das ja schon weit vorgedrungen, es wird an Gymnasien folgen.
Mein Hasi arbeitet aktuell 3 Tage im Homeoffice im Kaminzimmer. Er hat am Wochenende gestrichen und die Vögel gefüttert. Er hat mehr Lebensgefühl seitdem er morgens nicht mehr losfahren muss. Ich stehe 30 Minuten eher auf und darf dann kratzen. Tja, an 5 Tagen. Schule hat sich ja noch nicht an das neue Arbeiten angepasst. Wird es aber wohl 🙂
Peti aus dem verschneiten und zu kalten Lippe 🙂
Liebe Petra,
wir freuen uns, mal wieder ein Lebenszeichen von dir zu hören.
Du bist eine Kämpferin, unser Held und kämpfst für verbesserte Rahmenbedingungen.
Im Schulsystem hat sich nichts verändert, du legst den Finger in die Wunde.
Es geht um faire Gehälter. Wir verstehen, warum du teilweise die 14 Monatsgehälter in den anderen Branchen ankreidest, wir verstehen auch, warum es unfair ist, wenn viele 2-3 tage ganz zuhause arbeiten und ihr jeden Tag hingurkt. Es hat sich eben viel verändert. Wir drücken dir die Daumen, dass es sich bald zum Positiven wendet, liebe Petra
Selbst wenn sich die politischen Rahmenbedingungen im Schulbereich ändern würden, dauert es noch mindestens 10 Jahre bis sich das bei der Bez.-Reg. DT herumspricht. Bis es dann umgesetzt wird, natürlich länger. Bei den fünf Bez.-Reg. gibt’s nämlich komischerweise HO, genauso wie im MSB.
Ich fände es auch fair, wenn Hasi wieder in die Arbeit fahren müsste und das 14 Monatsgehalt ebenso, Die Privilgien gehören einfach abgeschafft.
Bei meiner Frau auch, viele Extraprämien, 34h Woche und Homeoffice.
Lehrer müssten eine Entschädigungshomeofficesache bekommen, sowas wie Deputatsreduktion oder einfach mehr Kohle!! 🙂
@Wolfgang
Hallo Wolfgang,
wir freuen uns, dass du dich immer so sehr über Petra freust.
Und wir freuen uns über alle, die teilweise die 14 Monatsgehälter in den anderen Branchen bekommen.
Aber:
Warum sind es nur 14 Monatsgehälter, das ist unfair!
Und welche Branchen sind das?
Und du schreibst:
“Wir drücken dir die Daumen, dass es sich bald zum Positiven wendet, liebe Petra”
Lieber Wolfgang, sind wir nicht alle “ein bisschen Petra”? 😉
Oder anders gefragt: Wenn wir nur Petra die Daumen drücken, ist dann nur Petra eine Lehrkraft für die es sich “bald zum Positiven wendet”? … Wenn Petra irgendwie etwas Besonderes ist (also nicht nur für dich, lieber Wolfgang, sondern für uns alle, die wir Lehrkräfte sind), ist sie dann nicht eine von vielen Lehrkräften? Ist Petra Lehrkraft oder teilt sie nur einen schönen Traum mit uns, so von Hasis, Vögeln, Blümchenterrassen und Kaminzimmern?
Lieber Wolfgang,
wir alle freuen uns doll auf Antwort!
Ich glaub, er mag sie!! 😀
Aber Petra setzt sich für uns alle ein, für 35h Woche und Homeschooling.
Petra ist wirklich die Beste!!
Endlich eine, die was verbessern will!! 😉
Warum Lehrkräfte im Homeoffice? Bei Schnee und Eis zu verstehen
ja 1 Tag pro Woche
VW schickt aktuell 57-Jährige in den Vorruhestand. Mit 95% vom letzten Nettogehalt. “Schnellentschlossene” bekommen noch eine Prämie im mittleren 5-stelligen Bereich dazu.
Und Lehrer sollen demnächst bis 70 ackern, weil März & Co. es so wollen. Dazu noch Rentenkasse statt Pension. Würde dem Bund 10 Milliarden an Zuschüssen pro Jahr sparen, die dann die Lehrer zahlen. 10 Milliarden = 1000 Lepoard 2 Panzer. Jedes Jahr!
Wie unverschämt, bei meiner Frau aber das gleiche ^
viel Kohle, frühe Rente, 35h Woche!!
Unglaublich unfair 🙁
Es arbeiten aber nicht alle bei VW. Das ist ein Extrembeispiel. Verbeamtete Lehrer bekommen doch eine tolle Pension. Gleichzeitig gibt es gar keinen Grund, dass Lehrer Beamte sind. In wievielen Ländern gibt es so einen Beamtenstatus für Lehrer? Fast in keinem würde ich behaupten. Lehrer sein ist definitiv ein harter Job.
Beamte als staatliche Angestellte gibt es in vielen Ländern. Das, was sie von deutschen Beamten unterscheidet, ist das Berufsbeamtentum.
Wie viele Jahre hat man denn, seine “tolle Pension” statistisch gesund zu erleben, wenn man mit 70 Jahren in Rente geht? Das ist eine deutlich einstellige Zahl an Jahren, besonders für Männer.
Dann lieber 20 Jahre einigermaßen gesund mit einer etwas kleineren Rente leben (die bei VW zudem inkl. der Betriebsrente so ziemlich einer Beamtenpension äquivalent sein soltle)
@Petra OWL
Hallo Peti,
wir finden es toll, dass sich Hasi mit Homeoffice und Vögeln beschäftigt. 😉
Und der Bezug zum Thema war jetzt genau welcher…?
Okay, es tauchte das Wort “flexibel” auf.
Mittlerweile komme ich auf ganz neue Gedankengänge bei diesen Murmeltier-Beiträgen.
Wenn schon kein Homeoffice, dann sollte sich zumindest jede Peti einen Hasi halten. Umgekehrt natürlich auch. Dann ist der Kamin schon angeheizt, wenn man nach Hause kommt. Wenn ich so ein Hasi zu Hause hätte, würde ich das allerdings etwas anders gestalten. Streichen wird er doch wohl neben dem Homeoffice machen können, dann bleibt das gemeinsame Wochenende frei. Und wer morgens eher aufsteht, schon mal Kaffee macht und das Auto freikratzt, das wüsste ich aber auch. Ist doch sonst gar nicht ausgelastet, so ein Hasi.
Klar spart man im Homeoffice die Fahrtzeit und kann auch mal zwischendurch die Waschmaschine anschalten. Aber arbeiten müssen wir im Homeoffice genauso und können unsere Arbeit nicht ständig mit Haushalt etc. unterbrechen. Einige scheinen echt zu glauben, Homeoffice bedeutet weniger Arbeit…
Petra OWL glaubt das. Ich weniger…
Nur mal eine Frage, was sollen die Krankenschwestern und Pflegekräfte sagen – sollen die auch von zu Hause arbeiten? Es können nun mal nicht alle von zu Hause arbeiten. Aber einen Tag Homeoffice in der Schule halte ich für sinnvoll für die Lehrer und Schüler. Nur die Schüler, die kein schönes Zu Hause haben, wären benachteiligt, das muss man dann wissen und sich eine Alternativlösung einfallen lassen. Und 14 Monatsgehälter sind nicht die Regel. Man sollte niemals vergessen, dass sehr sehr viele kleinere, mittlere Unternehmen gibt, die können sich die ganzen Luxusgehälter nicht leisten, die viele sich wünschen. Und alle diese Menschen, die auch sehr fleißig arbeiten, müssen irgendwie klar kommen. Da geht es der Lehrerzunft noch sowas von gut finanziell.
Pfleger und viel Personal in anderen Branchen hat dann die 4 Tage Woche oder 34h Woche, verstehen Sie doch!!
…und Sie kommen dann am Feitag in die pflegeleere Notaufnahme ?
Da sollten wir an den Schulen vorreiten: Am Freitag machen die Unterrichts-Robots, beaufsichtigt von den technikaffinsten Hausmeistern (bei uns nur ein fester, ansonsten AfAler) Unterricht.
Nur So ! 😉
In der Pflege gibt es die 4 Tage Woche bereits, auch im Bau gibt es sie!
🙂 ist mir vollkommen klar – meine Intention war :
Trotz aller Auslandsprogramme reichts in der Pflege vorn und hinten nicht.
Trotz aller Stundenaufstockerei, Lehrerbeschimpfer – teils Disserei bleiben immer noch viele dabei – obwohl Robots, wie in der Pflege ! als Zukunft schonend ? in Betracht gezogen werden.
Es ist so einfach für den Olymp, in Zukunftsvisionen zu schwelgen, die schülerungeeignet und viel zu teuer sind, dagegen aber Lehrer als technikresistente, altmodische, Jugendliche nicht verstehen Nulpen hinzustellen.
[Dass die 4tage/spnderschichtregelungen in der Pflege gesamt nicht der Burner sind, dürfte Ihnen bekannt sein.
Viele Lehrer sind tatsächlich so.
Viele Lehrer sind tatsächlich nicht so.
Häufig ist das so und dann muss Personal von den Stationen abgezogen werden.
Wird noch schlimmer ):
Schlimmer geht immer. DIY als Alternative zur ZNA.
Ja, wär schön, wenn man einen Herzinfarkt überpudern könnte 😉
Seit wann gehört Pudern zum Heimwerkerrepertoire?
https://share.google/aimode/fOn3wMYzaclY5QPWo
🙂 ich hatte das noch im Kopf; wir hattens im U davon
Neuer Anlauf……wenn jeder sich seine IS daheim selbst bastelt, incl. Gerätschaften und Bedienung – genau wie wirs in der Schule in anderer Situation, herrscht ja ständig emergency im Olymp und bei den Kids, leisten sollen
Der Öffentliche Dienst ist der größte Arbeitgeber in Deutschland. Warum sollte der Größte sich jetzt ausgerechnet mit den kleinen Firmen vergleichen?
Pflegepersonal hat übrigens bereits häufig eine vier Tage Woche. Hinzu kommen Zuschläge für die Nacht oder den Sonntag.
Petra, du machst das!!
4 Tage Woche für Lehrer und höhere Gehälter oder eben mal 13. Monatsfgehalt und auch dein online Unterricht :-)!!
Ich vermute ganz stark, dass das Geheimnis der glücklichen Beziehung mit Pupsi-Hasi darin besteht, dass Nörgel-Petra von Montag bis Freitag außer Haus ist und der Rammler dann im Kaminzimmer und auf der Blümchenterrasse seine Ruhe hat.
Müsste er sich ihr ewig gleiches Genöle in Dauerschleife zuhause anhören, wäre es wohl ganz schnell aus mit den beiden.
Vermutlich gibt es in ganz OWL niemanden, der vehementer gegen Homeoffice für Lehrkräfte ist als Hasi-Schatzi.
Ich hoffe mal, der Kamin entspricht den Umwelt-Vorschriften und wird nicht demnächst vom Schornsteinfegermeister still gelegt! Dann müsste Hasi frieren.
Wobei man Ober- und Unterlippe unterscheiden muss.
Ich kann mich noch an zeiten erinnern, in denen von 16 Punkten der Lippischen Punktationen die Rede war. Mit Peti ist eine Weitere dazu gekommen.
Der Fehler von 1946 ist nicht wieder gut zu machen. Wäre die damalige Landesregierungen unter dem parteilosen Ministerpräsidenten Dr. Rudolf Amelunxen gegenüber den Forderungen des lippischen Regierungspräsidenten Herrn Heinrich Drake (SPD) doch nur standhaft geblieben.
Viele Grüße von einem direkten Nachbarn der lippischen Exklave im Kreis Soest.
Wenn Artikel lese in denen die Überlegenheit moderner Lehr- und Lernmethoden angepriesen wird , erinnere ich mich u.a an Berichte wie
https://www.news4teachers.de/2016/11/phaenomene-statt-faecher/
Dass die Schüler*innen ohne/mit Migrationshintergrund aus Finnland bei PISA 2022 sogar schon schlechter abgeschnitten haben als die jeweiligen Pendants aus dem DE-16Schnitt, könnte allerdings auch Zufalll sein.
Na dann: unser Schulträger hat kein Geld für irgendwas außer dem Allernotwendigstem.
Ich bin es echt langsam leid, permanent zu lesen, was man alles tun könnte und sollte. Und zwar egal, ob das Inklusion, Pädagogik, Schulgebäude oder sonstwas betrifft.
Mir wäre mit ner (von mir aus laminierten) Anleitung: „Wie setze ich die vorliegenden Anforderungen auf dem Gebiet X, Y, Z unter den konkret vorherrschenden Bedingungen bestmöglich um“ mehr gedient.
Ganz konkret: Gebäude uralt und teilweise unmöglich geschnitten, Mangel an ausgebildeten und sachkundigen Lehrkräften, Mangel an Sonderpädagogen, Mangel an geeigneten Räumlichkeiten für Gruppenarbeiten, Mangel an Bewegungsmöglichkeiten für die SuS, teilweise riesige Klassen/Kurse, massive Spreizung der Fähig- und Fertigkeiten sowie der Motivationslage von SuS in den einzelnen Klassen/Kursen, mangelndes außerschulisches Angebot für die SuS aufgrund des Standortes, mangelnder ÖPNV, unleckeres Schulessen, sehr renovierungsbedürftige und zu kleine Mensa, letzte Renovierung des Schulinneren über 15 Jahre her. Mangel an Zeit für Zuwendung für die SuS, Mangel an Zeit für die Entwicklung neuer Unterrichtsabläufe, Zeit für die Entwicklung von Schule als sozialem Ort.
DAS ist meine Realität. Und, wie gesagt, ein zwar sehr engagierter Schulträger, aber ohne finanzielle Möglichkeiten.
“Ich bin es echt langsam leid, permanent zu lesen, was man alles tun könnte und sollte. Und zwar egal, ob das Inklusion, Pädagogik, Schulgebäude oder sonstwas betrifft.”
Warum lesen Sie dann News4teachers? Zu einer Kritik kritikwürdiger Umstände (= Aufgabe von Journalismus) gehört selbstverständlich auch eine Darstellung, wie die Umstände denn sein sollten. Sonst wären Missstände ja normal und unabänderlich. Sind sie aber nicht. Alles das, was Herr Franz beschreibt, ist in anderen Ländern Realität (Skandinavien, Niederlande, Kanada, baltische Staaten, Japan etc.).
Es sind politische Entscheidungen, die staatliche Ressourcen lenken – ins Bildungsystem oder eben woanders hin (Dienstwagenprivileg). Wer sie im Bildungssystem haben möchte, muss schon aufzeigen, wofür denn genau. Und das tun wir hier.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
„Warum lesen Sie dann News4teachers?“
Wenn hier nur noch „so sollte es sein“ – Artikel stehen, verabschiede ich mich von N4T, das haben Sie richtig verstanden. Es bringt nämlich genau Null, zu schreiben, was man alles machen könnte, wenn man die entsprechenden Bedingungen hätte. HÄTTE, genau, aber nicht hat und in absehbarer Zukunft auch nicht haben wird. Weil es im Haushalt nämlich keine Mittel dafür gibt – nicht für Bildung. Gut zu sehen in Brandenburg – unter Ihrem Beitrag zu den demnächst leeren Kitas habe ich das beschrieben.
Dem Hasi immer das Möhrchen vor die Nase zu halten macht das Hasi nicht satt, sondern wütend. Und zwar nicht auf das Möhrchen, sondern auf den, der das Möhrchen dem Hasi vor die Nase hält.
Noch gibt’s jedoch so viele interessante Beiträge, dass ich mich ganz gern hier aufhalte.
Mit freundlichen Grüßen,
Mika BB
Und nee, ich sitze nicht auf irgendeiner vereisten Terasse in Ostwestfalen – Lippe
Dann werden Sie halt wütend auf Journalistinnen und Journalisten, die allen Interessierten ein unentgeltliches Angebot machen, wenn Sie das irgendwie für sinnvoll halten. Können wir ab.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Nee, nicht wütend auf Sie, sondern wütend auf die Leute, die so tun, als ob das Möhrchen ganz einfach erreichbar sei: Man müsse ja nur wollen. Und dabei die reale Situation komplett ausblenden.
Wen machen Sie denn mit so einem Artikel ein Angebot? Inhaltlich geht es um Wein in neuen Schläuchen…..Gudjons lässt grüßen: Lernen mit Kopf, Herz und Hand…..tja, das ist es dann auch…..auch Gudjons hat sich schon über Klassenräume Gedanken gemacht…..mir kam die Gedanken von Herrn Franz sehr bekannt vor…..Klippart et al……
Der Artikel ist an Schulträger gerichtet, die Geld dafür locker machen müssen, ansonsten gibt es nur ein Wort „Brandschutz“…..Niemand lernt bei uns auf dem Flur, weil es aus Brandschutzverantwortlichen Gründen nicht möglich ist…..
Und das ist es, was Mika und viele andere so aufregt…jemand, der privilegiert ist, erzählt, was für normale Schulen (baulich) völlig utopisch ist…..inhaltlich (Unterricht) ist das völlig alter Hut…..nur neu verpackt….
“Inhaltlich (Unterricht) ist das völlig alter Hut” – also längst Standard in Deutschland?
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Inhaltlich sind oben genannte Methoden alte Hüte, absolut, für vermutlich jeden grundständig ausgebildeten Lehrer in D – das ist i.d.R. Bestandteil des Studiums und des Refs.
Wenn sowas Standard in der Umsetzung sein soll, muss es durch die politischen Vorgaben des Rahmenlehrplans (inhaltlich), personell, am besten auch durch räumliche Voraussetzungen, gedeckt sein.SOL, Lernen am Fehler, flipped classroom, Kompetenzraster, … ich kanns hier alles aufzählen bei Bedarf … braucht aber vor allem eins: Zeit. Zeit zum Lernen, Zeit für Fehler, Zeit für Zuwendung zum Individuum, Zeit für soziales Lernen. Dafür braucht es a) weniger Rahmenplan und b) mehr qualifiziertes Personal.
Und jetzt schauen wir mal, woran es in deutschen Schulen mangelt: genau.
Ich hätte das gern als Standard. Ich weiß aber aus meiner kommunalpolitischen Arbeit, welche Haushaltsmittel unserer Gemeinde zur Verfügung stehen. Und wenn diese nicht mal für die Pflichtaufgaben reichen, bleibt für sogenannte „freiwillige Leistungen“ nichts über. Das hat wenig mit „wollen“ oder „Somalia“ zu tun, sondern einfach mit den faktischen Zuständen vor Ort.
Wäre doch mal ein spannendes Thema für einen Artikel: warum investieren die Kommunen so wenig in die Schulgebäude? Fragen Sie doch mal wahlweise 3% aller Gemeinden pro Bundesland an. Ich vermute stark, dass die Antworten sich ähneln werden.
Mit freundlichen Grüßen,
Mika BB
Aber die Brandschutzstandards haben eine höhere Priorität.
Die Brandschutzstandards werden selbstverständlich auch im modernen Schulbau eingehalten. Gerne hier nachlesen: https://www.vbe.de/fileadmin/user_upload/VBE/Service/Publikationen/Brandschutz_im_Schulbau_interaktiv.pdf
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Das habe ich auch nicht in Abrede gestellt.
Natürlich werden die Brandschutzstandarts in modernen Gebäuden eingehalten, aber sie müssen auch in alten Gebäuden eingehalten werden und damit ist die Arbeit auf dem Flur, wegen der fehlenden Möglichkeit zur Clusterbildung, meist obsolet. Einen Flur zum Lernraum umzuwandeln, ist nicht einfach.
Bei uns ging das nur auf einer einzigen Etage, da man dort eine Brandschutztür mit einem weiteren Fluchtweg ausstatten konnte, bei allen anderen Etagen ging das aus baulichen Gründen eben nicht.
Auch mit viel Geld in der Hand, war es eben unmöglich….alternativ hätte man die Schule abreißen müssen…..
Wie, Sie haben eine Brandschutzstandarte? Wie wird die eingesetzt?
Wie, Sie nicht 😉 ?
So ungefähr das, was man über die Kernfusion sagt: Technologie der Zukunft – und wird es immer bleiben …
Was denn, Technologie oder Zukunft?
Davon darf man wohl ausgehen….während meines Studiums waren Gudjons, Hilbert-Meyer, Klippart Standardwerke…..ist tatsächlich schon über 30 Jahre her….
Im Vorwort der Lehrpläne stand „Lernen mit Kopf, Herz und Hand“, wer keinen Handlungsorientierten Unterricht zeigte, fiel garantiert durch die Prüfung…..
Also ja, Standard (diesmal mit d)……
Ich hab’s bemerkt
Weil es die Realität eben widerspiegelt.
Das sind durchaus relevante Bildungstopics finde ich.
Dazu können hier viele Leser und Leserinnen “einen Abgleich” bekommen. Auch in andere Bundesländer. Finde ich durchaus interessant.
Natürlich wissen viele hier, was besser gemacht gehört. Selbstverständlich auch einige Politiker.
Aber sollte man das dann “unerwähnt” lassen?
Wenn die Parteien/Regierung mal besser handeln, dann kann die Redaktion anders agieren und thematisieren.
Wenn sie dies nicht macht … Ist das halt ein “Programmproblem”. Das ist eben da.
Ansonsten ist es relativ egal, was man als Artikel bringen würde. Kritik gibt es nahezu immer. Meistens auch zurecht. Ich denke da ist die Redaktion auch in einer unbequemen Lage. Aber sie machen es. Und das finde ich löblich.
Beispielsweise “Montessori”:
Oh, total unrealistisch. Ideologiekonzept. Jaja, bei deren Clientel. Usw.
Man könnte hier aber – tatsächlich – einges auch für/an Regelschulen einbringen. Manche machen das ja auch. Viele Materialien sind extremst gut.
Viele “Nutzungsansätze” ebenfalls.
Muss man “Traditionell Montessorisch” alles machen? Ne. Funktioniert auch gar nicht flächendeckend. So realistisch und ehrlich muss man dann auch sein.
Aber nehmen wir mal gute Bedingungen/Sachen:
– Angeleitete Freiarbeit “freie Wahl der Arbeit”
– Doppelte Stundenbesetzungen
– Montessori-Materialien
– Einige Darbietungen
Warum denn nicht “voneinander” profitieren und lernen?
Wird nur leider kaum gemacht.
Und ja … Geld fehlt. Personalmangel. Das ist oft die Realität.
Trotzdem sollte man das “durchgehen” und evaluieren (auch man selbst). Finde ich.
Und da stellt sich halt auch die Frage … Warum haben einige Privatschulen zumindest “diese Bedingungen” ? Geld? Nene, wir arbeiten als “gemeinnütziger Verein” mit gleichen Mitteln wie der Staat je SuS ca.
Personalmangel? Ja. Den “teilt” man. Allerdings gibt es bei uns aktuell Doppelbesetzungen – wie ist das denn möglich?
Usw.
„ Weil es die Realität eben widerspiegelt.“
Wenn dieser Post tatsächlich an mich und nicht an die Redaktion geht: was genau spiegelt im Artikel die Realität in Bezug auf die Umsetzbarkeit wider, wenn von architektonischen Anforderungen an Schulgebäude im oben beschriebenen Maße die Rede ist?
Wie viele Gemeinden in D haben denn die finanziellen Möglichkeiten, auch nur ein Drittel ihrer Schulen so umzubauen?
Leben wir in Somalia? Es sind politische Entscheidungen, Geld – zum Beispiel aus dem 500 Millarden Euro schweren Investitionspaket des Bundes – in Schulgebäude zu investieren.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Und weil es vom politischen Willen abhängt, wird es in naher zukunft realisierbar? Wessen Wille wird denn benötigt, der von landes- oder der von Kommunalvertrtern? Was nützt auf der kommunalen Ebene der wille, die Schulgebäude umfassend zu erneuern, wenn das Land die finanziellen Mittel nicht für die Kommunen bereit stellt?
Es sind Bund und länder, die den Kommunen zu viele Aufgaben zugewiesen haben, die deren finanziellen Spielraum nicht nur einengen sondern maßlos überstrapazieren. Und wie gesagt, dass waren willentliche Entscheidungen.
Für NRW wünsche ich mir schon seit langem eine strukturelle Reform, die einmal nicht in einer Schulstrukturreform versandet. Die trennung von innerer und äußerer Schule ist das entscheidende Hemmnis. Warum legt man nicht Sachaufwandsträgerschaft und Personalzuständigkeit in eine Hand?
Das Land gibt die Ziele vor und übernimmt die Dienstaufsicht. Die alleinige Zuständigkeit für lokale Schulen liegt dann bei den Kommunen, die Zuständigkeit für regionale Schulen bei den Landkreisen. – Also Kreisgymnasien, Kreisberufsschulen und FöS auf der einen Seite bei den Kreisen, alles andere bei den Kommunen bzw. Kommunalverbänden (interkommunale Schulen).
Warum bei Schulen nicht ähnliche Verwaltungsstrukturen wie bei den Polizeibehörden.
Und noch etwas, wann bekommen Schulen endlich einen Verwaltungsdirektor? In kleinen Einheiten GS kann das ein Schulverwaltungsassistent sein, in größeren Systemen mit über 500 SuS aber schon ein Amtsinhaber mit den Anforderungen für den gehobenen Dienst (z.B. Verwaltungsfachwirt) Die pädagogische Gesamtverantwortung für die einzelne Schule liegt aber weiterhin bei der SL Sowie die erweiterte SL über eine didaktische leitung verfügt, käme eine verwaltungstechnische/kaufmännische Leitung dazu, wie in jedem Krankenhaus.
Warum werden nicht funktionierende strukturen aus anderen Bereichen übernommen?
Gehen wir mit – und bringen auch immer wieder entsprechende Beiträge. Hier zum Beispiel: https://www.news4teachers.de/2025/12/debatte-um-bildungsreformen-auf-der-oberen-und-mittleren-ebene-wird-dirigiert-aber-in-der-schule-spielt-die-musik/
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Genau. Es sind politische Entscheidungen. Sieht man in Brandenburg und ist meines Wissens in allen Bundesländern dasselbe. Die Prioriät liegt, gesamtgesellschaftlich akzeptiert, eben nicht auf Bildung, jedenfalls nicht, solange das Mehrkosten verursacht.
Und deshalb, das gehört zur Demokratie, muss man eben für Mehrheiten kämpfen – was ja durchaus zunehmend gelingt: https://www.news4teachers.de/2026/02/umfrage-bildungskrise-gilt-buergern-als-bedrohung-nummer-eins-fuer-deutschland/
Herzliche Grüße
Die Redaktion
“ist meines Wissens in allen Bundesländern dasselbe”
Die jährlichen Bildungsausgaben pro Schüler*in oder die realtiven Ausgaben für allgemeinbildende Schulen unterscheiden sich zwischen den Bundesländern in absoluten und relativen Werten ganz erheblich.
Auch die jährlichen Änderungen. Im Jahr 2023 gab es z.B. nur ein Bundesland, in dem die Ausgaben mit +6% wenigstens noch ähnlich stark stiegen wie die Inflation, in den anderen BL gab es reale Rückgänge.
“Leben wir in Somalia?”
Somalia liegt in einer anderen Klimazone. Allein der Blick aus dem Fenster oder auf ein Thermometer müsste es Ihnen erlauben, eine Antwort auf die Frage eigenständig zu finden.
Zumal es da, wie übrigens auch in Ägypten keine Fensterscheiben gibt, die herausfallen können…..
Ich denke, es reicht, wenn ein Schulgebäude angemessen ist…..Es muss nicht gleich den Wünschen aus Wolkenkuckucksheim entsprechen…..
Aus den Mitteln des 500-Milliarden-Euro-Investitionspakets des Bundes werden in den kommenden Jahren Tausende von Schulen in Deutschland saniert oder neu gebaut. Wie sollen diese Schulgebäude denn für die nächsten Jahrzehnte saniert oder gebaut werden – so, wie es der jeweilige Stadtrat für angemessen hält? Oder so, wie es ein Kollegium vor Ort für seine Arbeit benötigt? Geht oft fürs gleiche Geld. Weil das eine wichtige Fragestellung ist, haben wir dem Thema Schulbau einen eigenen Themenmonat gewidmet. Gerne hier nachlesen: https://www.news4teachers.de/bildung/themenmonate/schulbau_schulausstattung/
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Ja, ich kenne das, war erst letztes Jahr auf einem OGS Qualitätszirkel…..dort wurden uns genau diese Ideen von Schulraumnutzungsberatern vorgestellt…..um mich herum fingen alle Feuer und fingen fleißig an zu träumen, zu planen…..und zwar ohne die einschränkenden Möglichkeiten in der eigenen Schule überhaupt zu kennen…..
So habe ich 2018 auch geträumt…..
Die Realität ist aber (ganz unabhängig vom Geld), dass es Schritte gibt, die man einhalten sollte…..
Schritt 1: Man holt sich einen Schulraumnutzungsberater in Haus, versorgt ihn mit Grundrissen, macht Schulbegehungen
Schritt 2: der Schulraumnutzungsberater plant und stellt seine Ideen vor
Schritt 3: Man lädt den Schulträger und die Architekten der Stadt ein und den OGS-Träger und stellt den Plan vor, nebst einer ungefähren Berechnung der Kosten und des Aufwands
Schritt 4: Mit Glück gibt es Palnungen zur Realisierung….
Es bringt also überhaupt nichts, ins Leere zu planen….ist reine Zeitverschwendung, weil man als Lehrer eben kein Architekt ist…..und überhaupt keine Ahnung von den Möglichkeiten und Einschrönkungen (Brandschutz) hat…..
Daher richtet sich so ein Artikel zuvörderst an Schulträger, damit die nicht überrascht vom Stuhl fallen, wenn eine Schule Bedarf anmeldet….
“Es bringt also überhaupt nichts, ins Leere zu planen.” Genau. Deshalb macht es Sinn, wenn sich die Kollegien zunächst mal über gelungene Schulbauprozesse informieren – dafür bieten wir die passenden Informationen an. Hier etwa: https://www.news4teachers.de/2025/11/den-schulneubau-neu-denken-die-phase-null-als-erfolgsmodell/
Es sind – unentgeltliche – Angebot; News4teachers-Beiträge sind keine Pflichtlektüre. Wenn Sie sich für die Inhalte von Artikeln nicht interessieren, brauchen Sie sie nicht zu lesen. Allerdings stellen wir fest, dass sich sehr viele Menschen für unsere Beiträge interessieren. Das Angebot kann also so schlecht nicht sein. Gerne hier nachlesen: https://www.news4teachers.de/2026/01/in-eigener-sache-jeden-tag-ein-fussballstadion-voller-besucher-dankeschoen/
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Hier passt wieder meine Erfahrung zur geplanten Schulsanierung meiner damaligen GS. Kurz vor Corona wurden Schüler, Lehrer, Erzieher und Eltern befragt, was sie sich wünschen. Ein Wunsch ganz oben: wieder funktionierende Waschbecken in allen Klassenzimmern. Sanierung mittlerweile abgeschlossen, aber keine Waschbecken mehr!i Begründung: “aus hygienischen Gründen” – diese Begründung erhielten wir schon während Corona. Die Seifenspender und Co. in den Toilettenräumen waren/sind ständig kaputt – in den Klassenräumen hätte man mehr Kontrolle …. aber egal… Warum werden Betrofffene überhaupt gefragt, wenn deren Wünsche aus “bürokratischen”, “”finanziellen” oder sonstigen Gründen eh niemanden interessieren? Ähnliches erlebte ich bei anderen “Umfragen” zur Bürgerbeteiligung – schön, dass die Menschen Wünsche äußern dürfen – nur interessieren die oft nicht – da Bürokratie, Finanzierung, …. und täglich grüßt das Murmeltier (Politikverdrossenheit der Bürger).
Das ging nur an den Kommentar von Ihnen generell. Kein Bezug zum Topic oben.
Natürlich kann man Schlossschule Kirchberg nicht als “Standard” ausrufen.
Es ist ein Eliteinternet mit zusätzlicher staatlicher Förderung, wenn ich mich nicht irre.
Die dürften “innerhalb des Eliteclientels” weiterhin “inkludieren und exkludieren”. Beispielsweise durch erhöhte Schulgelder, welche die Klassenteiler deutlich mindern und “Zuckerlis” gibt. Die “weniger Zuzahler” bekommen dann eben die größeren Klassen und deckt man durch staatliche Mitfinanzierung ab. Dazu Imagepushe.
Absolut klar, dass das kein “Standard” ist, sondern für die reichsten 1-2 % meistens. Dazu eben häufig Zusatzförderungen dazu kommen.
Auch das Clientel “am elitären Gymnasium einer Privatschule” ist selbstverständlich weder mit Brennpunkt gleichzustellen, noch mit bspw. “unserer/meiner” Privatschule.
Ich habe lediglich Ihren Beitrag im “neue Kommentare” gelesen und auf diesen geantwortet.
Also ohne Kontext zum Eliteinternat.
Werde mir diesen und den anderen Beitrag jetzt noch durchlesen.
Ging mir mehr um das
“Ich bin es echt langsam leid, permanent zu lesen, was man alles tun könnte und sollte. Und zwar egal, ob das Inklusion, Pädagogik, Schulgebäude oder sonstwas betrifft.”
Und da finde ich durchaus, dass die Redaktion darüber berichten soll.
Klar … Man braucht keinen verscheißern oder sowas als “Standard” benennen, dazu hat man beim Eliteschloss doch … Mit (zusätzlich?) 3200 Euro/Monat im “Premiumbereich” als Schulgeld andere Rahmen, als “wir alle”.
“Mit zusätzlicher staatlicher Förderung” – davon ist uns nichts bekannt. Die Schlossschule Kirchberg wird von einer gemeinnützigen Stiftung getragen. Es handelt sich um ein “staatlich anerkanntes Gymnasium”, was aber nicht heißt, dass die Schule Geld vom Staat bekommen würde. Wir bitten darum, mit solch unbelegten Behauptungen vorsichtig zu sein.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Hier die Kosten für einen Internatsplatz
https://schloss-schule.de/fileadmin/user_upload/Aufnahme/2025_2026_Internatssch%C3%BCler.pdf
Für Ortschüler fallen auch rund 200 € im Monat an….
Gemeinnützig ist die GmbH deshalb, weil sie keinen Gewinn machen darf…..
Wir kennen keine staatliche Schule, die einen Internatsplatz anbietet. Die 200 Euro können Sie dann gerne mal hochrechnen – wie viele Schüler es braucht, um eine Lehrkraft nach A13 davon zu bezahlen – brutto natürlich. Und dann gerne mal mit dem Lehrer/Schüler-Verhältnis an öffentlichen Schulen vergleichen. NRW zum Beispiel: Auf eine Vollzeit-Lehrkraft kommen im Schnitt 12,8 Schülerinnen und Schüler.
Kleine Rechenaufgabe: Wie viel bleibt da wohl für den vermeintlichen Luxus-Betrieb übrig?
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Auf eine Vollzeitlehrkraft kommen durchschnittlich 12,8 Schüler? Wo das denn?
Die Schüler-Lehrerrelation beträgt laut Bass in NRW
1. Grundschule 21,95
2. Hauptschule 17,86
3. Realschule 20,19
4. Sekundarschule 16,27
5. Gymnasium
a) Sekundarstufe I (G 8) 19,17
b) Sekundarstufe I (G 9) 19,87
c) Sekundarstufe II 12,70
6. Gesamtschule
a) Sekundarstufe I 18,63
b) Sekundarstufe II 12,70
Nicht alle Schüler sind in der Sek II und nicht alle Lehrer unterrichten dort….
Das ist nicht die Klassengröße, sondern die Anzahl der Schüler geteilt durch die Anzahl der Lehrkräfte. Gerne hier nachlesen: https://www.it.nrw/nrw-zahl-der-schuelerinnen-und-schueler-je-klasse-steigt-auf-239-127366
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Keine Ahnung, von was Sie da schreiben….ich beziehe mich auf die offizielle Schüler-Lehrer-Relation, die genauso in der Bass in NRW steht. Nach dieser Relation werden die Vollzeitstellen einer Schule berechnet.
In der Grundschule ist diese Relation bei 21,95 Schüler für eine Vollzeitstelle.
In der Oberstufe liegt die Relation bei 12,8…..
Wie viele Schüler dann tatsächlich in der Klasse sind, hängt von den Klassenfrequenzwerten ab….
Aber egal, in der Schloss Schule Kirchberg gehen laut Himepage ca 20 Kinder in eine Klasse….
“Keine Ahnung, wovon Sie da schreiben…” Dann lesen Sie doch einfach, worauf wir verlinkt haben: “Wie das Statistische Landesamt (..) mitteilt, kommen auf eine Vollzeitlehrereinheit im laufenden Schuljahr 12,8 Schülerinnen und Schüler. Hierbei handelt es sich um eine rechnerische Größe, die – unabhängig von der Klassenstruktur – die Zahl der Schülerinnen und Schüler ins Verhältnis zu den errechneten Vollzeitstellen der Lehrkräfte setzt.”
Das ist die relevante Größe, wenn es darum geht, die Personalkosten für ein Bildungsssystem zu ermitteln.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Ist aber nicht die alleinige Stellgröße. Neben der Lehrer-Schüler-relation kommen noch die Unterschiede zwischen Anzahl der Lehrerstunden und die Pflichstundenzahl der SuS dazu., um nur zwei Größen zu nennen.
Spannend, was Sie da schreiben….also kommen auf 12,8 Schüler genau eine Vollzeitlehrkraft…..ich würde jetzt daraus schließen, dass wir von Lehrermangel ganz, ganz weit entfernt sind…..im Gegenteil….wie kommt es nur, dass dies ganz grundsätzlich anders gesehen wird????
Dann gerne mal selber rechnen: In Nordrhein-Westfalen (NRW) gab es im Schuljahr 2024/25 insgesamt 221.965 Lehrkräfte an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen – bei rund 2,5 Millionen Schülerinnen und Schülern.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Lässt sich aber nur schwerlich abschätzen, da die Berufsschulen andere Unterrichtsbedingungen haben als allgemeinbildende Schulen.
Berufsschüler haben entweder Blockunterricht oder je nach Lehrjahr Unterricht an zwei bzw. drei Tagen.
….nicht zu vergessen die Praxiskollegen, zT nur mit wenigen WOstunden oder projektbezogen anwesend.
[ Immer wieder, jedes Jahr, neu erkämpft und GsD begeistert genug, um die Schikane mitzumachen ]
In Ihrer Zahl 12,8 sind die Schüler der Sek II nicht enthalten…..und jetzt?
In aller erster Linie ist es ein Planungsinstrument. Die Relationen können nämlich nicht verhindern, dass an sich Schule A – zumindest rechnerisch – eine Lehrkräfteversorgung größer 100% und an Schule B ein wert um die 93% ergibt.
Ebenso entscheidend ist ja, dass zum Bsp. für die Ermittlung des Stellenbedarfes für das Schuljahr 2026/27 nicht die Anmeldezahlen aus Februar 2026 maßgeblich sind sondern die des Vorjahres.
Wie sensibel die Zahlen sind, lässt sich ja schon daran erkennen, mit welchem Tamtam die Zahl der neueingestellten Lehrkräfte vom MSB gefeiert wird, vor allem der Zuwachs gegenüber den Vorjahren, aber gleichzeitig nicht bekannt gegeben wird, wieviele Lehrkräfte im gleichen zeitraum ausgestiegen sind. Die Prozentangabe zur lehrkräfteversorgung an einem realen Schulstandort zählt aber zum Dienstgeheimnis, dass die eingesetzten LuL in jedem Fall gegenüber der Öffentlichkeit zu wahren haben.
Erinnert mich immer an an die wunderschöne Rechenaufgabe:
In einem Bus sitzen 7 Fahrgäste, im Laufe der Fahrt steigen weitere 23 Personen ein und 31 aus. Wieviele Fahrgäste sind am Ende der Fahrt im Bus?
Entweder ich checks nicht oder das ist ja sowieso eine Milchmädchenrechnung schlecht hin …
– Schwangerschaften?
– Teilzeit?
– Erkrankungen (Langfristige)?
– Burnout (siehe Erkrankungen)?
– Abdeckungen und Klassenteiler der Schulen?
– Doppelbesetzungen (an Privatschulen)?
– Definition “Lehrkraft/Lehrer”? Zählen hier auch “Hilfskräfte” und Seiteneinsteiger usw.? Wie ist das genau?
Die reine “soviel SuS” und “soviel LuL” sagt erstmal … Gar nichts valides aus.
Bringt ja nichts, wenn es 5 Lehrkräfte und 15 SuS gibt, wenn 3 Lehrkräfte ausfallen (Schwangerschaft, Langzeiterkrankung) und 2 LuL nur “nebenbei” noch Arbeiten, da Pension/Rente.
Dann hätte man eine 1:3 Abdeckung. Wow.
Aber trotzdem würden alle Stunden außer 10 Stück ausfallen?
Oder wie kann ich mir das jetzt vorstellen. Haha.
Aber Ihre Zahl sagt doch gar nichts in Bezug auf das übergeordnete Thema „Rahmenbedingungen“ aus.
Wenn Sie schon Zahlen bemühen, sollten Sie die durchschnittlichen Klassengrößen in Grundschule und SEK I (selbe Quelle) bemühen….die laut dieser Quelle gestiegen sind….
Es geht um die Kosten eines Bildungssystems. Unsere These ist: Privatschulen sind nicht teurer als staatliche Schulen. Wenn Privatschulen bessere Bedingungungen bieten, dann liegt das nicht daran, dass sie exorbitant hohe Elternbeiträge nehmen würden. Sondern daran, dass sie ökonomischer mit den zur Verfügung stehenden Mitteln umgehen können. Eine staatliche Schule kostet im Schnitt rund 10.000 Euro pro Schüler und Jahr (Steuergeld). Eine Privatschule – Internate natürlich ausgenommen -, die ohne staatliche Zuschüsse auskommen muss, ist nicht teurer.
An dem großen Unterschied zwischen Lehrer/Schüler-Verhältnis und Klassengröße können Sie erkennen, wie infeffizient das staatliche Schulsystem mit der Ressource Lehrerarbeitszeit umgeht.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Ja, sicherlich kann eine Privatschule anders wirtschaften, weil das System auch ein viel kleineres ist. Eine private Schule hat auch nicht so ein Bürokratiemonster im Nacken, denn auch die Angestellten der Schulträger treiben Kosten in die Höhe, jede noch so kleine Ausschreibung verschlingt Unmengen an Zeitressourcen und somit finanzielle Mittel.
Wenn ich ein schlankes System verwalte, kann ich jede Menge Geld sparen….und ich es da reinstecken, wo es gebraucht wird, nämlich in Lehrpersonal, Ausstattung und Lehrwerke…..und gleichzeitig kann ich mir das Personal einstellen, welches genau die Kompetenzen hat, die ich brauche….auch spart im Nachgang Zeit…..
Die Größe hat damit nichts zu tun. Eine Privatschule kann deshalb anders wirtschaften, weil sie das Personal sehr viel flexibler einsetzen kann. Keine effizient arbeitende Privatschule käme zum Beispiel auf die Idee, (teure) Lehrkräfte Verwaltungsarbeiten machen zu lassen. Und, ja, auch die Bürokratie spielt dabei eine Rolle.
Das ist halt der Unterschied zwischen Privatwirtschaft und öffentlichem Dienst.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Ja, sagte ich doch….
„Keine effizient arbeitende Privatschule käme zum Beispiel auf die Idee, (teure) Lehrkräfte Verwaltungsarbeiten machen zu lassen.“
Was genau meinen Sie mit Verwaltungsarbeiten?
Ich habe den Vergleich, weil ich in beiden Systemen gearbeitet habe. Allerdings habe ich in beiden Systemen dieselben Aufgaben gehabt: die verlangte Selbstausbeutung war im Privatschuldienst allerdings ungleich höher.
Und ich bekomme MinderleisterInnen auch wieder raus!
Rechnen Sie einfach einmal die Overhead-Kosten, die Pensionszahlungen, die Schülerbeförderungskosten etc. aus den Kosten des Bildungs(un)Wesens heraus, um zu ermitteln, wie wenig Mittel denn je Schulform und je Schüler bereitgestellt werden.
Die drei Etatposten fallen bei Privatschulen in der Form wie an staatlichen Schulen überhaupt nicht an.
Auch dann nicht, wenn die Redaktion weiter bestrebt ist, unterschiedliches Kernobst mit einander zu vergleichen.
„Wenn Privatschulen bessere Bedingungungen bieten, dann liegt das nicht daran, dass sie exorbitant hohe Elternbeiträge nehmen würden. Sondern daran, dass sie ökonomischer mit den zur Verfügung stehenden Mitteln umgehen können.“
Privatschulen bekommen den Großteil ihrer Personalkosten vom jeweiligen Bundesland erstattet. Den Rest finanzieren sie über Elternbeiträge und Gehälter, die in der Regel unter denen des staatlichen Schuldienstes liegen.
Wenn Sie das unter „besser wirtschaften“ verstehen, haben Sie Recht.
Wie sollen private Schulträger bei vergleichbaren Kosten für das Schulgebäude und das Personal denn kostengünstiger wirtschaften können? Wo sehen Sie da Einsparpotentiale?
Würde ein Krankenhaus für fast alle der dort anfallenden Arbeiten (Pflegedienst, Dokumentationspflichten, Personalbewirtschaftung) nur Ärzte einstellen, wäre der Betrieb ziemlich teuer – deshalb gibt es dort Schwestern und Pfleger, Verwaltungsmitarbeiter*innen etc.
Das Personal einer staatlichen Schule besteht fast nur aus Lehrkräften – obwohl die anfallenden Arbeiten dort mittlerweile weit über den Unterricht hinausgehen. Die Folge: „Die reine Unterrichtszeit macht nur noch ein Drittel der Arbeitszeit (von Lehrkräften) aus”. Quelle: https://www.news4teachers.de/2025/12/wie-viel-lehrkraefte-arbeiten-und-was-die-reine-unterrichtszeit-macht-nur-noch-ein-drittel-der-arbeitszeit-aus/
Anders ausgedrückt: Zwei Drittel der Arbeitszeit von Lehrkräften könnte auch von anderen Berufsgruppen ausgeübt, zumindest unterstützt werden. Und das ist auch ein Kostenfaktor.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Nun, in der gesamten Zeit, die ich im Privatschuldienst (kirchlicher Träger) gearbeitet habe, gab es keine Mitarbeiter dort, die es nicht auch an staatlichen Schulen geben würde.
Weder gab es Personen, die für mich den Organisationsaufwand rund um Schulfahrten übernommen hätten, noch gab es jemanden, der Korrekturen für mich übernommen noch Noten oder Fehlzeiten eingetragen hätte.
Elterngespräche sollte ich als Lehrer schon selbst erledigen.
Das von Ihnen benannten 1/3der Tätigkeit beschreibt den direkten Unterricht. Aber Unterrichtsvor- und Nachbereitung sind in der Regel zwingend vom Unterrichtenden zu erledigen.
Welche Anteile meiner Tätigkeit kann ich denn an andere übertragen? Zwei Drittel auf gar keinen Fall, und das geschieht auch nicht an Privatschulen.
Kirchliche Schulen sind keine Privatschulen im eigentlichen Sinne. Kirchliche Schulen sind organisiert wie staatliche und bekommen auch das Personal vom Staat bezahlt.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Deshalb werden sie ja auch als Ersatzschulen eingestuft.
Naja …
Klassenfahrten organisiere ich/wir als Lehrkräfte primär. Bei Bus und Buchungen usw. hilft allerdings die Verwaltung, falls Bedarf.
Elternabend genauso.
Fehlzeiten trage ich aktuell auch selbst ein – Schulmanager – hier hilft/übernimmt die Verwaltung/Sekretariat jedoch bei Anrufen und Krankmeldungen usw. usf. Nochmal “nachgleichen” tu ich.
Vor- und Nachbereitung (Unterricht) ist komplett bei mir.
Korrekturen sowieso.
Also ja … Man hat “hier” Vorteile. Direktere Wege. Einiges wird abgenommen.
Jedoch gehe ich hier tatsächlich nicht mit weniger Stunden als an meiner alten Regelschule raus … Also Mehrarbeit.
Es ist “hier” lediglich eine Umverteilung einiger Aufgaben.
Was ist denn häufig mitunter der “größte” Unterschied? Naja … Die Gehälter halt. Auch das kann man klar so nennen.
Ist eben “Gehalt vs. Rahmenbedingungen”. Also “man erkauft sich (potentielle) Privilegien”.
Und ja … Wir wirtschaften halt auch nicht mit mehr Gelder je SuS als der Staat. Daher sind viele Sachen durchaus “Geldsache”. Absolut.
Zudem sind “Privatschulen” halt nicht gleich “Privatschulen”. Hatte schon mit einigen Privatschulen sogar innerhalb “der eigenen Pädagogik” zu tun, welche ziemlich unterschiedlich aufgestellt sind.
Kirchliche Schulen SIND Privatschulen. Nennt sich „Schule in freier Trägerschaft – anerkannte Ersatzschule“. Es gibt Schulen in staatlicher Trägerschaft (= „staatliche Schule“ und Schulen in freier Trägerschaft (= „private“ Schule). Es ist dabei absolut unerheblich, ob der Träger eine Kirchenstiftung oder eine private Stiftung oder ein (Eltern)Verein ist: freie Trägerschaft ist immer Privatschule. Entscheidend ist nur, ob die Schule staatlich als Ersatzschule anerkannt ist. In diesem Fall darf sie in D gültige Schulabschlüsse vergeben, oder eben nicht – dann ist es eine Ergänzungsschule und kann staatlich anerkannte Schulabschlüsse nur in Ausnahmefällen oder Sonderkonstrukte (Externenprüfung etc.) vergeben.
Der Staat bezahlt anerkannten Ersatzschulen zwar einen Großteil der vergleichbaren Personalkosten, allerdings bei weitem nicht 100%, weshalb die freien Schulen auf angemessene Kostenübernahme geklagt haben.
Ich hab lange Jahre als Lehrer bei Kirchens gearbeitet – fragen Sie doch einfach mal (in Berlin zum Beipiel bei der Schulstiftung der EKBO) nach, wenn Sie mir nicht glauben.
Mit freundlichen Grüßen, Mika BB
Das stimmt.
Jedoch muss man eben auch dazu klar sagen, dass hier oftmals zusätzlich an Gehältern der Lehrkräften “gespart” wird.
Im Vergleich zu meiner “Regelschulposition” habe ich schon einen ordentlichen Unterschied.
Dazu braucht man sich auch nur das Durchschnittsgehalt an Privatschulen ansehen…
Auch das gehört halt zur Wahrheit dazu.
Und wer würde beim Staat denn “noch weniger” verdienen wollen? Das wäre eine der Konsequenzen/Punkte eventuell im Vergleich zu Privatschulen.
„Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, kommen auf eine Vollzeitlehrereinheit im laufenden Schuljahr 12,8 Schülerinnen und Schüler. Hierbei handelt es sich um eine rechnerische Größe“
Ja! kann sein, denn die Schulen sind im rechnerischen Mittel wahrscheinlich auch nur so besetzt und sollten ganz anders besetzt sein….nämlich in meiner oben dargelegten Relation…..heißt konkret, dass jede Schule extrem unterbesetzt ist…..
Klar. Die Prognosen waren bisher auch alle zutreffend. Nicht.
Also wer den Angaben noch Glauben schenkt …
Heiißt im Verwaltungsdeutsch halt nicht Internat sondern JVA.
… und ist erst recht teuer. Herzliche Grüße Die Redaktion
Watt nix kost, is auch nix.
“Was ist teurer als Bildung? – Keine Bildung.” ( John F. Kennedy) Oder anders gesagt: Prävention spart zukünftige Kosten.
Ja, weil der Rest offensichtlich staatliche/Kommunale Zuschüsse sind …
Außer man schaut auf die – von Reichen – Spenden gestützen Stipendien an, welche eben nur “gegeben” sind, wenn es genug Spenden gibt? So lese und interpretiere ich zumindest das “Geschriebene” auf deren Homepage.
Selbstverständlich kann man mit 200 Euro nicht weit kommen.
Dem Staat kostet ein SuS ganz grob 1000 Euro.
Braucht man nicht lange rechnen.
Es gibt Privatschulen, welche sich komplett durch Schulgeld finanzieren (und finanzieren können).
Der Großteil geht jedoch mit 1/3 Schulgeld und 2/3 staatlichen Zuschuss raus. Ansonsten “dürfen” diese auch Ihre Reformpädagogik oftmals nicht durchsetzen.
Je mehr man “Richtung Staat” geht, desto mehr Zuschüsse gewöhnlich.
Heißt: Wenn wir an unserer Schule Schulnoten einführen würden. [Konzeptabänderung/-anpassung und Antrag auf Bewilligung mit jeweiligen Zuschüssen]
Dann würden wir mehr Zuschüsse bekommen, aber mehr “von unseren Privilegien” verlieren. Das ist halt so.
Staatlich anerkannt heißt groß erstmal, dass man “Noten selbst prüfen und geben darf”. Also gleichgestellt mit Regelschulen.
Staatlich genehmigt heißt grob erstmal, dass man dies eben nicht darf.
Auch “unsere/meine” Schule ist staatlich genehmigt. Wir dürfen keine (direkten) Noten geben. Bei Abschlussprüfungen lediglich in Kooperation und Austausch mit unseren Partnerschulen (!). Das jedoch auch nur, weil wir so gut gemeinsam kooperieren und profitieren. Win-Win-Win-Situation für tatsächlich … Alle.
Insbesondere staatlich anerkannte Privatschulen bekommen oft (nahezu immer?) staatliche Zuschüsse.
Wenn wir eben Note machen würden – bekämen wir die staatliche Anerkennung statt “nur” [positiv] die staatliche Genehmigung. Dazu gäbe es dann auch mehr staatliche Fördergelder.
Wenn wir sogar “sehr nah an das Regelschulkonzept” gingen, dann könnte man auch nahezu 100% wohl abdecken bzw. mal beantragen als Konzept und Fördering. Jedoch würden dann bei uns (nahezu) alle kündigen. Macht auch absolut keinen Sinn.
Gemeinnützig heißt erstmal nur, dass “am Schluss kein Geld in die eigene Tasche” kommt. Auch wir sind allgemeinnütig. Wir sind jedoch keine Stiftung [was durchaus auch Sinn für … Geldumlenkungen/Geldvorteile/”Anpassungen”/”Förderungen” macht bzw. rein theoretisch möglich macht] – sondern ein allgemeinnütziger Verein. Dementsprechend haben wir auch einen Vorstand und “Elternmitsprache/-mitwirkung”. Dazu Transparenzdarlegungen als Pflicht. Logisch.
Das alles hat erstmal wenig mit “keine Zuschüsse” zu tun.
Bei “staatlich anerkannt” ist die Chance sogar immens hoch, dass es so ist.
Daher auch “mein Guess” gewesen … Nebenbei setze ich mich ab und an auch mit anderen Schulen, Konzepten und Reformpädagogen auseinander.
Die Homepage bestätigt dies halt nur. “Müssen” sie ja auch im Prinzip darlegen. Kann man “versteckter” machen oder offener. Klar.
Ich kann mir ehrlicherweise kaum vorstellen, dass Ihnen das nicht bewusst ist? Oder haben Sie hier andere Kenntnisse? Dann gerne teilen.
Vielleicht ist das auch nur “meine Realität”. Bin nur relativ … Nah dran.
Korrigieren Sie mich dementsprechend sehr gerne. Auch wenn ich “teilweise an der Quelle sitze”.
Schloss Kirchberg ist ein Eliteinternat. Kann man “gut” oder “schlecht” oder “neutral” sehen.
Aber Schloss Kirchberg stellt genauso wenig wie Salem, Theresianum, Krumbach, Soleil, Rosey oder Lousenlund/Lousinlund (?) einen “Standard” dar.
Hier kann man auch kaum “die Ressourcen” auf Regelschulen übertragen.
Das wäre schon sehr … Utopisch gedacht.
“Wir” haben tatsächlich die gleichen Gelder hingegen. Und daher “zahlen” wir ebenfalls mit Gehälter bessere Bedingungen. Dazu eben weniger Bürokratie, direktere Wege, Ressourcenfokus usw. usf.
Man muss ja irgendwie Hauswirtschaften und Haushalten.
Aber mit Birklehof und Co. sind wir nicht sonderlich … Vergleichbar, wenn es um Rahmenbedingungen geht.
“Insbesondere staatlich anerkannte Privatschulen bekommen oft (nahezu immer?) staatliche Zuschüsse.”
Das stimmt nicht. Private Ergänzungsschulen bekommen nur dann staatliche Zuschüsse, wenn sie für den Staat Aufgaben übernehmen – wie im Fall der Schloss-Schule Kirchberg die Beschulung von Kindern aus der Umgebung für (niemals kostentragende) 200 Euro im Monat, die sonst in örtlichen Schulen unterkommen müssten.
Die staatliche Anerkennung bezieht sich lediglich darauf, dass der Betrieb genehmigt ist und die Schule von schulpflichtigen Schülerinnen und Schülern besucht werden darf.
Anders sieht es bei privaten Ersatzschulen aus – etwa den kirchlichen Schulen. Die bekommen staatliche Zuschüsse, weil sie staatliche Aufgaben übernehmen, indem sie 1:1 die Funktion einer staatlichen Schule übernehmen.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
“ Private Ergänzungsschulen bekommen nur dann staatliche Zuschüsse, wenn sie für den Staat Aufgaben übernehmen – wie im Fall der Schloss-Schule Kirchberg die Beschulung von Kindern aus der Umgebung für (niemals kostentragende) 200 Euro im Monat, die sonst in örtlichen Schulen unterkommen müssten.”
Private Ergänzungsschulen „erhalten keine staatliche Förderung, bieten keine staatlich anerkannten Abschlüsse, Prüfungen müssen extern vor staatlichen Prüfungskommissionen abgelegt werden, an anerkannten internationalen Ergänzungsschulen kann ausnahmsweise die Schulpflicht erfüllt werden. Eine Ausnahmegenehmigung des zuständigen Schulamts ist dann nicht erforderlich.“
https://www.elternwissen.com/erziehung-entwicklung/schule-und-eltern/alternativschulen-privatschulen/ersatzschule-und-ergaenzungsschule-unterschiede-zwischen-privatschulen/
Ergänzungsschulen sind Schulen, an denen in der Regel KEIN gültiger deutscher Schulabschluss abgelegt werden kann – ganz anders an Ersatzschulen.
So wie sich die Schule Schloss Kirchberg präsentiert, ist sie eine ganz normale anerkannte Ersatzschule in freier Trägerschaft, deren Personalkosten zum Teil vom Land übernommen werden:
„ Als Schule in freier Trägerschaft bekommt sie einen Teilzuschuss des Landes Baden-Württemberg, der sich ausschließlich aus den reinen Kosten für Unterricht und Lernmittel vergleichbarer Schulen in staatlicher Trägerschaft errechnet.“.
https://schloss-schule.de/aufnahme/gebuehren/
“Das stimmt nicht.”
Doch, das stimmt. Die Mehrheit [etwa 90% geschätzt – kann man jedoch auch gerne nachsehen] bekommt diese. Meine Aussage ist vollkommen korrekt. Sie hingegen würden eben diese 90% ignorieren.
“Private Ergänzungsschulen bekommen nur dann staatliche Zuschüsse, wenn sie für den Staat Aufgaben übernehmen – wie im Fall der Schloss-Schule Kirchberg die Beschulung von Kindern aus der Umgebung für (niemals kostentragende) 200 Euro im Monat, die sonst in örtlichen Schulen unterkommen müssten. ”
Das ist richtig. Bestätigt jedoch nur meine Aussage. Ein Großteil der Ergänzungsschulen bekommen diese Zuschüsse. Insbesondere nach der Laufzeit von 2(-3) Jahren “Eigenständigkeit”. Und vor allem, wenn sie auf den Status der “staatlichen Anerkennung” gehen.
Gerade mit Ihrem Kommentar [Zitat] bestätigen Sie im Prinzip, dass Kirchberg halt Zuschüsse bekommt. Was auch auf deren Homepage steht. Keine Ahnung, was Sie hier jetzt “verargumentieren/gegenargumentieren” wollen.
Dazu sind die meisten Privatschulen eben Ersatzschulen. Die Finanzierung ist mitunter die Abhängigkeit von/durch staatlichen Zuschüssen.
Daher ist “Ergänzungsschulen” eher ein Scheinargument hier. Schloss-Schule Kirchberg ist staatlich Anerkannt mit staatlicher Förderung. Somit eine Ersatzschule. Gerne korrigieren durch das Register. Würde mich massivst wundern, wenn sie dies nicht wäre.
Darüber hinaus ist der Träger die Stiftung. Hinter der Stiftung liegt mitunter eine GmbH. Über die Möglichkeiten von “(intermen) Stipendien” und “Geldvorteilen durch Stipendien” können wir gerne diskutieren und thematisieren. Ganz unabhängig, ob das hier der Fall ist. Dazu kenne ich diese Schule zu wenig und deren Hauswirtschaftslegungen. Kritik hinter Stiftungen gibt es zu durchaus… Müsste/Sollte Ihnen ebenfalls nicht unbekannt sein als Thema nehme ich an?
Zu den 200 € könn(t)en durchaus die zusätzlichen Zuschüsse kommen. Das nennt man Kopfpauschale pro Schüler vom Land. Und das schreibt die Schule ja im Prinzip zusätzlich (!) dazu. Ohne Nennbetrag. Muss sie ja auch nicht.
D. H. Es gäbe hier die Rechnung als mögliche Betrachtung:
1. Staatliche Zuschüsse durch Land (wie auf Hompage erwähnt)
+ 2. 200 Euro zusätzlich als Kommune als “lokale Entschädigung”
Daher kann diese Schule die Sachen komplett transparent gerne darlegen und zeigen, wie man mit “nur 200€” agiert. Das würde mich tatsächlich sehr interessieren. Sogar mehr als die “Tipps”.
“Die staatliche Anerkennung bezieht sich lediglich darauf, dass der Betrieb genehmigt ist und die Schule von schulpflichtigen Schülerinnen und Schülern besucht werden darf. ”
Das stimmt so nicht. Wir sind staatlich genehmigt und wir fallen hier ebenfalls unter Ihre Definition. Nur eben “mit staatlichen Partnerschulen”. Selbstverständlich übernehmen wir ebenfalls die Schulpflicht. Selbstverständlich sind wir staatlich genehmigt – sagt ja der Name und Status (sowie Anerkennung) schon. Wir sind logischerweise beim Schulamt auch genau so – staatlich genehmigt – eingetragen. Wir sind genau genommen halt nicht staatlich anerkannt. Daher dürfen wir keine Noten vergeben. Nur mitwirken bei Abschlusskorrekturen und -prüfungen. Durch staatlicher Aufsicht und “Kontrolle”, sowie Rechtshaftung durch unsere staatlichen Partner Regelschulen.
Das können Sie auch sehr gerne im Schulamt mal anfragen oder recherchieren. Ist jetzt auch nicht sonderlich “geheim”.
Ergo: Maximal eine sehr grobe Darstellung Ihrerseits.
“Anders sieht es bei privaten Ersatzschulen aus – etwa den kirchlichen Schulen. Die bekommen staatliche Zuschüsse, weil sie staatliche Aufgaben übernehmen, indem sie 1:1 die Funktion einer staatlichen Schule übernehmen. ”
Richtig. Daher häufig auch die staatliche Anerkennung. Daher auch oft die stärkeren Zuschüsse als bei uns. Teilweise ca. 90%. Bei staatlicher Genehmigung oft eher 2/3 der staatlichen Kosten.
Ansonsten gibt es noch Ergänzungsschulen, welche eben bspw. durch Trägerschaften und -vereine, sowie Schulgeld hauptfinanziert werden. Diese haben dementsprechend auch “mehr Rahmen” und können durchaus freier agieren. Das stellt den kleinsten Bereich dar. Schloss-Schule-Kirchberg ist offensichtlich als “staatlich anerkannte (und geförderte) Privatschule” nicht in dieser Kategorie.
„ Wir kennen keine staatliche Schule, die einen Internatsplatz anbietet.“
Ich helfe gern weiter:
Prinz-von- Homburg Schule Neustadt-Dosse, Max Steenbeck Gymnasium Cottbus, Sportschule Friedrich Ludwig Jahn in Potsdam.
Die fallen mir spontan ein, allein in Brandenburg.
Naja, macht die Aussage der Redaktion genau genommen nicht unbedingt falsch … Die Redaktion kennt eben halt keine.
Ist ja auch ein gut gehaltener Mythos zugegebenerweise.
Forta …
Sankt Afra …
Hansenberg – Schlossschule …
Ammersee-Gym …
Max-Reger …
Markqua…stein – das mit dem unaussprechlichen Namen halt.
Müssten alles staatliche Schulinternate sein. Glaube die meisten als Landesinternat. Meersburg und Laar glaube ich auch.
Also klar … Gibt es. Muss nur nicht jeder kennen.
Odi profanum vulgus et arceo! Oder so ähnlich sahen es schon die alten Römer. 🙂
Okay, dann machen wir es “offizieller”, wenn mein “wenn ich mich nicht irre” schon als “unbelegte Behauptung” für Sie oder andere steht.
Fair finde ich das “Nachhaken” danach. Als “unbelegte Behauptung” … Was solls. Soll jeder und jede so sehen, wie er/sie möchte.
Kurzer Blick auf die Homepage:
”
Schul- und Internatskosten
Der Träger der Schloss-Schule ist eine gemeinnützige Stiftung. Als Schule in freier Trägerschaft bekommt sie einen Teilzuschuss des Landes Baden-Württemberg, der sich ausschließlich aus den reinen Kosten für Unterricht und Lernmittel vergleichbarer Schulen in staatlicher Trägerschaft errechnet.”
https://schloss-schule.de/aufnahme/gebuehren/
Dazu hier auch zu entnehmen:
https://schloss-schule.de/fileadmin/user_upload/Aufnahme/2025_2026_Ortssch%C3%BCler.pdf
Hier kann man sowohl den “Jahresbeitrag” auslesen, als auch die Zuschüsse. Zumindest, dass es solche gibt.
Wir können auch sehr gerne über den Druckpunkt der Zuschüsse und Einzugsorte dementsprechend sprechend. Natürlich ist das zusätzlich ein “Standortfaktor” und eine Druckmöglichkeit auf die anliegenden Gemeiden. Ob gewollt oder nicht.
Daher:
Reicht Ihnen die Homepage als Quelle selbst? Dazu die Aufnahmekosten etc.?
Darf ich somit dies sogar als “belegbare Behauptung” jetzt benennen und mein “wenn ich mich nicht irre” somit zurückziehen bzw. als belegbar/belegt sehen? Daher: Soweit auf der Homepage ersichtlich.
Ich habe dieselbe Quelle bemüht und da stehen die Kosten schwarz auf weiß…..keine Ahnung, warum das hier angezweifelt wird. Wenn ich mein Kind da hätte unterbringen wollen, dann hätte das im knapp 40000 € gekostet….denn ist ja ein Internatsbetrieb…..als Ortskind hätte 2400 € gekostet…..
Nun ja, es ist schon nicht günstig sein Kind dort unterzubringen, das Kleingeld braucht man dann schon….
Das Positive: Viele müssen darüber gar nicht nachdenken … Sie können es sich schlichtweg nicht leisten.
Und ja … Stipendium [bei Reichenspenden]. Auch hier durchaus ja gelenkt möglich …
Man sollte halt zumindest etwas “realistisch” und “ehrlich” solche Dinge besprechen denke ich.
Und selbstverständlich würden sich viele solche Bedingungen wünschen:
– Ausgewähltes Clientel
-> Zusätzliche Auslese durch Geld, “Gymnasium” als Anspruch, Standort, “Abschreckung durch ‘Elite’ und Clientel” (Förderantrag zu stellen), ggf. “Testung” usw.
-> Ggf. genug “Andrang” (?)
Und ja … Klar kann und sollte man auch solche Schulen thematisieren. Aber als “macht das mal wie wir”. Naaaaaaja. Ich weiß ja nicht. Haha.
Und als: “Standard für Bildung” oder “Schule der Zukunft” [Einzahl zumindest HAHA] kann man auch diskutieren und philosophieren.
Letztendlich kommt das Geld je SuS oder nicht. Dazu die sonstigen “Rahmenbedingungen” oder nicht.
Bis dahin ist und bleibt es für viele schlichtweg Utopie [und/oder Dystopie].
Also: Gebt einer Regelschule mal diese Gelder und Ressourcen.
Oder der Herr könnte mal mit seinen “Prinzipien” an den Brennpunkt eingesetzt werden. Na? Lust drauf? Klappt dann bestimmt.
Bis dahin:
– Punkt Nummer 1: Geld(vorteile)
– Punkt Nummer 2: Ressourcen(vorteile)
“Stellt diese mal als Staat.”
Erst dann kommt der Rest meiner Meinung nach … Zumindest “Auf diesem Niveau” “gedacht”.
„Also: Gebt einer Regelschule mal diese Gelder und Ressourcen.“
Das wirklich traurige ist ja, dass wir als Startchancenschule theoretisch auf 11 Millionen Euro sitzen…..wir hätten also die finanziellen Ressourcen….
Aber die Vorgaben zwingen uns schon jetzt in die Knie (das ist wirklich ein riesiges Bürokratiemonster)…..
Beispiel Personal: Wir dürfen eine SoFa einstellen…..freu……ABER nur für 2 Jahre…..(obwohl das Programm noch 9 Jahre läuft)…..Ja, wer bewirbt sich denn auf so eine Stelle? Genau, auf keinen Fall Leute, die die gewünschte Qualifikation haben….kann man ja auch niemand verdenken, den SoFas sind inzwischen ein rares Gut…..
Also werden wir versuchen, jemanden zu ergattern, der halbwegs geeignet erscheint….soviel zu Qualität….da machen wir gleich Abstriche…..
Ach, ach…..
Ich war in den letzten Jahren im Rahmen des Ehrenamtes und der Flüchtlingsarbeit mehrfach in Grundschulen in meiner Gegend unterwegs! Die Lehrkräfte sind völlig anders, als sie es in meinen 80 er Jahren waren! Eine 84 jährige Exlehrerin treffe ich immer wieder in der Stadt oder beim Café der Generation! Hatte ich früher Angst vor ihr! Heute eine sympathische und zarte alte Dame, welche ich aber nicht so einfach duzen würde, wenn andere dies auch tun mögen
Na ja, wenn nicht hier, wo dann sonst.
Und worüber sollte ich micht sonst aufregen, ist doch alles so tippi toppi hier in D.
Die Modulbauten in meinem regionalen Umfeld sind aber nicht so schön bunt:(
Die meisten Schulen in schlechtem baulichen Zustand verdienen aber zumindest das Prädikat “lebendige Schule” – schließlich ist der Schimmelbefall an Wänden und Decken organisch.
Der war ziemlich böse …
Nein, mit “offenen Lernlandschaften” ist nicht gemeint, dass das Fenster aus der Verankerung gefallen ist.
Sorry, das wusste ich nicht. Mea culpa, meinte maxima culpa.
Also viel Geld für offene Lernlandschaften. Gespart wird dann bei den Lehrergehältern, es werden weniger Lehrer und ein Lehrer darf dann 60 Schüler beaufsichtigen.
Wenn die Dächer ebenso undicht wie die Fenster sind, hat man doch eine offene Lernlandschaft – offen für Umwelteinflüsse.
Da das Land für die Lehrergehälter und die Kommune für die Schulgebäude zuständig ist, ist eine derartige Kompensation der Baukosten eher unwahrscheinlich.
Die Kommunen bekommen allerdings auch Geld von den Ländern, und wenn die Länder den Kommunen mehr Geld geben, sparen sie an anderer Stelle.
Schauen Sie gern mal, wie viel eine Kommune im Schnitt bekommt. Davon kann unsere Gemeinde das Heizungssystem einer Schule erneuern (ist dringend erforderlich) – wenn sie alles aus dem Fond investiert. Dann ist das Geld wech.
Ich beziehe mich grad auf die von der Red. benannten 500 MRD.
… nur nicht genug, um selbst die Pflichtaufgaben zu erfüllen. Für freiwillige Ausgaben ist da kein Spielraum.
Er lässt wirklich kein Klischee aus. Räume beeinflussen Lernen, eine für uns alle völlig neue Erkenntnis, danke für diesen Augenöffner. Gut, dass routinemäßig alle fünf Jahre Lernsettings evaluiert und die Gebäude in den Ferien für den Bedarf umgebaut werden. Die Schule der Zukunft, hat dann holografische Räume, da kann man auch mehr ausprobieren.
Ich kann mich nicht erinnern, den Satz ‘sitz still und pass auf’ gehört oder verwendet zu haben. Imperativ, impliziert militärisches ‘Stillgestanden’, natürlich, die böse ‘alte’ Schule, wird überall so gemacht. Die meisten KuK verwenden, wer hätte es gedacht, die Zauberworte bitte und danke. Geistiges Training erhöht übrigens wie Sport den BDNF-Spiegel, hoher Zucker- und Fettkonsum senken ihn (hallo Chipsfrühstück…). Ach ja, warum nur ist die Welt nicht monokausal.
Lernen braucht Bewegung, Sauerstoff und den richtigen Zeitpunkt. Aha, und wie oft am Tag gibt es diesen Zeitpunkt? Für wen ist er zu welcher Zeit? Welches Fach darf ihn nutzen?
Ingesamt ein ärgerlicher Zweiteiler, weitgehend isoliert und unbeeinflusst von der Realität. Wenn er ‘wünschenswert’ oder ‘sinnvoll’ erläutern wollte, bitte. Titel und Stil suggerieren aber ‘einfach machbar, man muss nur wollen’ und das ist anmaßend und falsch. Bald schreibt dann ein Bildungspolitiker unter Beruf auf diesen Text ‘warum vieles ginge, wenn Lehrkräfte wollten’. Man gewöhnt sich zwar daran, aber trotzdem, vielen Dank…
Böse, böse, hab ich doch heute ( wieder einmal ) nu is Ruh! LÄCHELND gesagt.
[ aufgeweckte, kreative, laute Klasse, 31 Jungs und Mädels ]
Mir fehlen irgendwie die Nuancen – und so wirds klischeehaft.
Danke @ vhh für die gelungene Darstellung.
Bewegung – Ja. Wasser tropft durch undichte decken.
Sauerstoff – Ja, die undichten Fenster sorgen für Zugluft, da die Temperatur im Inneren des Klassenraumes hoch und feucht ist, während es draussen knackig kalt ist.
Richtiger Zeitpunkt – Nee, das Timing ist katastrophal. Für die einen ist Schulbeginn zu früh, für die anderen wäre ein späterer Start nicht förderlich.
Es ist wie in der Geodäsie. keine Karte kann die drei grundlegenden Anforderungen gleichzeitig erfüllen, die da Länhen-, Winkel- und Flächentreue wären. Wie grottig schlecht die Karthographie immer noch ist, sieht man doch derzeit in allen Nachrichten, wenn es um die Grönland-Ambitionen aus dem goldigen WH geht.
Genau so, vielen Dank!
Ich hätte da schon wieder ein Frage.
Wie haben wir das früher eigentlich überlebt? Ganz ohne Tageslichtlampen, ohne CO₂‑Sensoren, die uns mitteilen, dass wir (noch) atmen, ohne pädagogisch kuratierte Pausenrhythmen, die unseren inneren Energiefluss harmonisieren sollen. Wir saßen auf ganz normalen Stühlen (also Folterinstrumenten) statt auf Sitzbällen, die angeblich das Lernchakra öffnen. Niemand hat unseren Wolf‑ oder Lerchentyp kartiert, geschweige denn unseren Biorhythmus mit dem Stundenplan in Einklang gebracht.
Und trotzdem sind wir morgens aufgestanden – wir Pubertiere – und haben uns in Gebäude mit zugigen Fluren und starren Räumen gesetzt, die akustisch irgendwo zwischen Blechdose und Maschinenhalle lagen. Dort gab es dann auch noch Frontalunterricht, dieses heute angeblich unzumutbare Konzept.
Und nun lese ich: „Warum ‚Sitz still!‘ Körperverletzung ist – und Lernen Bewegung braucht.“ Offenbar haben wir damals also nicht nur gelernt, sondern dabei auch noch unbemerkt schwere körperliche Schäden erlitten. Unter diesen Umständen hätten wir eigentlich kaum mehr als unseren Namen hinkriegen dürfen. Das Tanzen desselbigen gehörte leider auch nicht zum Konzept von Oldschool – hätte ja Bewegung und Hirndurchblutung gebracht.
Wir haben’s überlebt. Und das Schlimmste: Wir haben nicht einmal bemerkt, dass wir unter absolut unzumutbaren Bedingungen lesen, schreiben und rechnen gelernt haben. Offenbar waren wir zu beschäftigt damit, es einfach zu tun. Ach nee, ich vergaß, wir taten’s wahrscheinlich nur aus Druck und Angst.
“Wie haben wir das früher eigentlich überlebt?”
Klassische “Survivorship Bias” – die, die früher Schaden im Schulsystem genommen haben, melden sich hier sicher nicht als Lehrkräfte zu Wort. Gerne hier nachlesen: https://www.anti-bias.eu/biaseffekte/survivorship-bias-verzerrung-zugunsten-der-ueberlebenden/
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Wäre jetzt zu prüfen, wie viele Menschen in den 80ern, 90ern bis heute dann jeweils als “gescheitert” gelten.
Es geht ja hier zunächst mal um das, was lange Zeit durchaus zumutbar war. Und ja, mich wundert es manchmal durchaus, was alles nicht mehr zumutbar sein soll. Bislang kenne ich wirklich niemanden, der von Rechtschreibung und Heftführen oder der Sitzordnung XY in seiner Jugend traumatisiert wurde. Mobbing, familiäre Umstände etc.okay. unsere Lehrkräfte waren damals auch noch ganz anders drauf (da hätte man schon das ein oder andere ändern können/sollen). Vieles was heute jedoch als so hinderlich eingestuft wird, scheint eher als Entschuldigung, warum man leider gar nichts leisten kann.
Wir haben damit auch wenigstens Lesen, Schreiben und Rechnen gelernt… bei uns bewegen sich die Schüler jetzt zumindest auf der Suche nach Ruhe. Das war der Rat des Lehrers auf die Frage, warum es ständig so laut ist, dass man sich nicht konzentrieren kann – der 7-Jährige muss sich eben da hinsetzen, wo er mehr Ruhe hat! Weil nämlich auch keiner mehr still sitzt… weil alle gleichzeitig an etwas völlig anderem arbeiten und jeder den anderen ablenkt… damit fördern wir wunderbar die Kommunikation und Kreativität. Nur Schreiben und Rechnen bleiben auf der Strecke
Und dann ist man völlig erschrocken, wenn es in der dritten Klasse plötzlich Fünfen hagelt…..Man war doch kommunikativ so super unterwegs….
Man kann das ab Klasse 3 wählen, aber Noten gibt es in Hamburg normalerweise erst ab der 4. Klasse – sozusagen das erste Mal, wenn man das Zeugnis zur Anmeldung an der weiterführenden Schule braucht… da sind dann so einige erstaunt.
In NRW ist es ab Klasse 3 die Regel, es sei denn die Schuko beschließt es anders…..
In Bremen Noten erst ab Klasse 5 oder sogar noch später….
Ja, ist schon komisch. Die Schüler müssen sich bewegen, um zu denken.
Aber was machen sie in den Pausen?
Die Kleinen rennen herum.
Aber spätestens ab Klasse 8 hocken sie sich in irgendwelche Ecken und fermentieren da herum, bis sie in den nächsten Unterricht schlurfen und dort weiter fermentieren.
Liegesessel sollte man ihnen hinstellen, mit eingebauter Heizung.
Willse cool sein oder wie die Kids herumrennen?
Mal wieder geht ein wichtiges Thema unter in der Diskussion ums Home Office. Darum geht es im Artikel gar nicht!
Die modernen neuen Schulgebäude, die aktuell gebaut werden, sind fantastisch. Wenn ich aber die Wahl hätte, in einer uralten “Flurschule” mit modernem Kollegium und kleinen Klassen zu arbeiten, oder in einer neuen Clusterschule mit 30 Kindern pro Klasse, würde ich mich für ersteres entscheiden.
klar, eigenverantwortliches Arbeiten im Homeoffice für alle!
Wir haben ein ganz neues Schulgebäude. Gerade eingezogen in diesem Schuljahr. Gewünscht haben wir uns vor 15 Jahren zu Planungsbeginn eine moderne Schule mit vielen flexiblen Möglichkeiten, offenem Raumkonzept etc. Bekommen haben wir eine “moderne” Flurschule mit zu kleinen starren Räumen, in denen zu große Klassen sitzen, weshalb die Schülertische so klein gewählt wurden, dass man nicht einen Ordner plus ein Buch oder Tablet oder oder auf einem Tisch sicher unterbringen kann. Aber dafür gibt es vier oder fünf verschiedene Designer-Stühle, zwischen denen die Schüler wählen können. Sind auch nicht bequemer als normale Schulmöbel.
Das offene Raumkonzept wurde dadurch umgesetzt, dass einige Räume zum Flur hin Fenster oder auch komplette Glasfronten haben, so dass die Klassen häufig vom Treiben auf den Gängen abgelenkt sind.
Wir hatten vor einiger Zeit unsere „wie verhalte ich mich im Amokfall-Schulung“. Ein Satz des leitenden Polizisten ist mir deutlich in Erinnerung geblieben: „Die modernen Schulen mit den ganzen Glasfronten sind im Ernstfall der Supergau, der Täter hat komplett Einblick, wer sich wo aufhält.“
Das war/ist auch ein großes Thema von vielen Schülern und Kollegen, dass sie im Amokfall überhaupt nicht geschützt sind und sich nirgends verstecken können in diesen Räumen. Die Büros der Schulsozialarbeiter sind Glaskästen, genau wie der Erste Hilfe Raum. Super Idee! *Nicht*. Die haben die Glasscheiben als erste Amtshandlung erstmal abgeklebt.
Ich hab sogar schon Fenster im Erdgeschoss abgeklebt. Da standen tatsächlich die Eltern der Erstis davor und haben nach ihren lieben Kleinen geschaut…
Was war der Grund für das Abweichen des Schulträgers von Ihren Wünschen?
Der Neubau war als Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Natürlich mit den Wünschen der Schule. Die Entscheidung wurde dann aber vom Kreis (dem Schulträger), der Stadt etc. gefällt. Dabei standen die pädagogischen Ideen hinten dran. Dafür hat das Gebäude als Prestigeobjekt für die Stadt ein riesengroßes Forum (vollkommen verschwendeter Raum im Alltag) für Events, wie z.b. den Neujahrsempfang der Bürgermeisterin. Nach außen wirkt alles super, aber in der täglichen Nutzung gibt es ganz viele Probleme und Baustellen, weil eben nicht auf die Lehrkräfte gehört wird. Die haben schließlich keine Ahnung.
“Modernes Kollegium
und kleine Klassen/ Lerngruppen”
Das wäre wirklich auch eine (Zwischen)lösung!
Ich fing vor 30 Jahren an mit einer 1.Klasse, 17 Kinder , viel weniger häusliche Probleme, viele gute skills
Pro Klasse 2 zusätzliche Förderstunden
Heute 1.Klasse
27 Kinder, vielfältige häusliche Probleme, vor allem Sprachdefizite und psychische Besonderheiten
Keine Förderstunden
Suche den Fehler
Sie sind älter geworden und weniger belastbar und verweigern sich dauerhaft Neuerungen, die der dienstherr vorgibt, um Sie zu entlasten:)
So sehen das sicher sehr viele “Bildungsexperten”. 🙂 Also endlich weg mit den “Oldschool-Lehrern”! Neue müssen her!
Keine Angst, der Merz will doch das HR mit H-Kennzeichen länger am rat race partizipieren können.
Ich hoffe das ist Ironie. Die Unterschiede (kleine Klasse-große Klasse usw) wurden ganz klar aufgeführt. Muss also nicht an der mangelnden Belastbarkeit des Lehrers liegen.
Die Hoffnung stirbt zuletzt – aber sie stirbt:)
Na irgendwas müssen wir den Lehrern anbieten. Wenn keine 2 Tage volles Homeoffice, dann ist die 4 Tage Woche das Angebot mit Deputatskürzungen und ggf. ein Lohnausgleich.
„Na irgendwas müssen wir den Lehrern anbieten.“
Wenigstens ein „Wir brauchen Homeoffice für alle“-freier Thread hier würde mir schon reichen als Angebot.
Anbieten müssen? Warum???
Einmal Elfenbeinturm und zurück. Klingt alles schön und wunderbar und das meine ich völlig unironisch. Wünschen kann man ja mal. Im realen Alltag sprechen wir jedoch von manchen Schulgebäuden, in denen nicht einmal die Heizung funktioniert oder von Klassenzimmern mit undichten Fenstern und Dächern. Und von klammen Kommunen, die den Rotstift seit jeher als erstes bei der Bildung ansetzen.
Schulen könnten wahrscheinlich eher von Ideen profitieren, die aufzeigen, wie man Räume mit den aktuell vorhandenen Ressourcen umgestalten kann. Da haperts dann wieder…
Ich könnte mir für die soziale Arbeit auch mehr Jugendeinrichtungen wünschen oder mehr Mitarbeiter, sodass wir nicht nur die allerschwersten Fälle betreuen. Die Jugendräume und Nachbarschaftshäuser ächzen unter Sparmaßnahmen. Manchmal reicht das Geld nicht einmal, um das zerfledderte “Mensch ärgere dich nicht” durch ein neues Spiel zu ersetzen. Ich könnte mir auch für dort hellere Räume wünschen oder gepflegte Außenanlagen. Wünschen kann man ja mal. Denn wer moderne soziale Arbeit will, “kann die aktuellen Zustände nicht unangetastet lassen”.
“Im realen Alltag sprechen wir jedoch von manchen Schulgebäuden, in denen nicht einmal die Heizung funktioniert.”
Auch das ist realer Alltag – nur (leider) eben noch nicht überall: https://www.news4teachers.de/2025/10/deutscher-schulpreis-geflasht-wie-nie-zuvor-wie-die-maria-leo-grundschule-architektur-und-paedagogik-zusammenbringt/
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Wie war das noch mit Schwalben und Sommer?
Wie @ dickebank und forum ( in puncto Humor ), leider 😉
Und was verbindet Humor mit Galgen?
Ich kenne da eine Schulpreisschule…
Sie ist gut, keine Frage. Aber wörtlich nehmen sollte man die offiziellen Lobpreisungen nicht!
Der Beamtenstatus unter den Schulgebäuden.
Beim besten Willen ist das kein Alltag. Das ist eine absolute Ausnahme.
Der absolut überwiegende Teil aller Schulgebäude ist in einem desolaten Zustand.
Wenn kein Handlungsbedarf bestünde, bräuchten wir ja nicht immer wieder darüber zu berichten – wie hier: https://www.news4teachers.de/2025/10/sanierungsstau-die-kommunen-koennen-den-investitionsbedarf-im-schulbau-nicht-decken/
Herzliche Grüße
Die Redaktion
“Schulen könnten wahrscheinlich eher von Ideen profitieren, die aufzeigen, wie man Räume mit den aktuell vorhandenen Ressourcen umgestalten kann. Da haperts dann wieder… ”
Sehe ich auch so. Absolut richtiger Gedankengang.
Man könnte beispielsweise “Schimmel in der Schule” ja mal tatsächlich nutzen – soll sich mal nicht so haben. Das sind Ressourcen und keine Defizite:
Biologieunterricht:
– Thesenbildung, Beobachtung Protokollführung, Zeitraffer mit Bilder – wie sich Schimmel “live” entwickelt.
– Bestimmungsübungen: Eingebrachte Natur in das Klassenzimmer und die Schule. Schimmelkulturen. Bestimmungsübungen – ist es Aspergillus Niger? Oder doch Penicillum?
Kunstunterricht:
– Abstrakter Expressionismus: Flecken als Inspiration für Gemälde.
– Für Fortgeschrittene: Aus dem Schimmel etwas “kreieren”. Wenn er so dick an der Wand ist … Kann man hier beispielsweise Figuren “schnitzen” und dem Schimmel ein Gesicht machen. Keine Hütchen erweitern das Bild.
Pädagogische Handhabung und Einsatz der Schimmels:
– Wenn man kaum noch Atmen kann … Lüftet man “freiwilliger”. Die SuS müssen herausfinden und schauen, wann sie Stoßlüften. Oder wann die ersten Umkippen. Bei 2. Fall:
– Erste Hilfe Anwendung als Praxisbezug. Warum denn nicht? Passiert sonst nicht sooo oft. Das könnte man etwas ändern.
– Klausuren in starker Sporenumgebung: Dann schaut man mal, wie schnell die SuS tatsächlich arbeiten könne. Das regt eventuell auch das Lernverhalten etwas an. Wer alle Fragen beantwortet und Aufgaben gemacht hat – darf den Raum verlassen.
Wenn es zu heftig wird … Dann Denkmalschutz als Biotop. Als “Image” kann man das als Maskottchen dann verwenden. Der Schimmelpilz.
Bisschen … Kompromisse … Und Kreativität und Einsatz bitte. Nutzt die Ressourcen!
WOW! Das sind ja richtig gute, fächerübergreifende Ideen mit Bezug zur Lebensrealität der Schüler. Das könnte bei bildungsaffinen, akademisch gebildeten Eltern zu echten Begeisterungsstürmen führen. Wenn diese Eltern dann noch den Medien davon berichten … könnte das wirklich etwas im Bildungssystem bewirken! 🙂
😉 🙂 gelungen, danke dafür.
Und bitte korrigieren Sie Ihre Schimmelklausuren am unschimmligsten Platz in der Schule……nehmen Sie sie nicht mit nach Hause, Sporen und so; sonst können Sie uns vor lauter Husten etc nicht mehr mit einer weiteren Glosse erfreuen.
Ich habe da mal eine Frage:
“Wie kommt denn ein weißes Pferd in die Schule?”
Ich frage für einen Freund:)
In der Schule sind Schimmel in der Regel schwarz. Fohlenzustand sozusagen…
Lipizaner? Und ich dachte die kommen in die Hofreitschule oder die Salami.
Ihr Freund kann aber blöde fragen – wenn schon ein Pferd in der Schule steht, dann ist das doch nur die moderne Neuinterpretation vom Schimmelreiter.
Nur eben in einfacher Sprache.
Da ist ein Pferd auf dem Flur,
und man wundert sich nur.
Ist das der Schimmelreiter von Storm?
Nein – Aspergillus niger ist hier Norm.
Schule wird zum Ponyhof – Schimmel inklusive! Ich hab da eigentlich keine Fragen mehr.
Tjau, gibt aber BL, in denen der Schimmelreiter keine Pflichtlektüre ist.
Vor allem ist zu beachten, wenn die Kinder – vor allem am Niederrhein – den Schimmelreiter lesen und verstehen würden, dann könnten die ja erkennen, dass das Land NRW die Deichgrafen als Nachfolger von Hauke Haien ganz schön hängen lässt. Und so muss bei jedem Rheinhochwasser der Deichfuß mit Sandsäcken gesichert werden.
Wie gesagt, wer nicht will deichen, muss weichen.
Oder anders herum, wer Storm nicht gelesen hat, muss Sandsäcke schleppen.
Richtig, bei uns hieß das immer: Wer will deichen, muss nicht weichen [ wenn er mit auf Abschlussfahrt will ] wenn er die Vorbereitung mitmacht, incl. Storm, Störtebeker etc.
Und schon sind wir wieder bei einer Thematik, die in der ganzen Reformdebatte allerhöchstens Randerscheinung ist: Geben und Nehmen > ganz alter Grundsatz, der auch heutzutage noch gilt, den SuS lernen sollten und der LuL viel geben, sie motivieren kann.
Zitat 1: “Die Faktenlage zeigt deutlich, warum klassische Klassenzimmer Lernen ausbremsen.” – Seltsam, dass wir “Ältere” aus der Boomer-Generation so viel gelernt haben, da müsste es doch verheerende Lücken geben, wenn dieser pauschale Satz stimmt, denn es gab in den 60ern und 70ern nur solche Räume, oft überfüllt mit weit über 30 Schülern. Wir haben am Gymnasium mit zwei Parallelklassen à 42 Kinder gestartet, die Möblierung noch so, dass es aneinanderhängende Tisch-Bank-Konstruktionen waren, da war nicht einmal ein Verschieben möglich wie heute ein Stuhlkreis. Die Sitzlehne der Bank war gleichzeitig die Begrenzung des dahinter stehenden Tisches, 3 lange Reihen, jeweils alles fest miteinander verbunden… Mich würden mal die harten Fakten interessieren, mit denen diese forsche Aussage belegt wird. Dazu müsste man mehrere Klassen mit ähnlich begabten Kindern zur Hälfte einmal in alten, klassischen Zimmern unterrichten, und die Kontrollgruppe in der “progressiven” Architektur. Hat jemand diese Menschenversuche gemacht? Wer? Wo?
Zitat 2:„Sitz still und pass auf!“ Kaum ein Satz fällt in deutschen Klassenzimmern häufiger.”
Das kann nur jemand schreiben, der die “Feuerzangenbowle” für eine Beschreibung heutigen Unterrichts hält – mit dem erhöhten Katheder, auf dem ein dozierender Lehrer thront und ellenlange Monologe hält. Geht´s noch?
Wenn derartige Behauptungen abgesondert werden, ist ganz offensichtlich, dass der/die Autor/in keine Ahnung von der aktuellen Praxis an der Schule hat. Schon vor 30 Jahren war der mehrmalige Methodenwechsel pro Stunde Pflicht in der Referendarausbildung, ohne “Methodenzirkus” mit Wechsel von Gruppenarbeit zu Einzelübungen, Partnerarbeit und Phasen von Instruktion und gemeinsamer Sicherung des Gelernten wäre man bei jeder Lehrprobe durchgefallen. Wer denkt sich denn solche schwachsinnigen Sätze aus wie in Zitat 2?? Sowas kann man als Lehrkraft an der Basis nicht ernst nehmen.
“Seltsam, dass wir ‘Ältere’ aus der Boomer-Generation so viel gelernt haben, da müsste es doch verheerende Lücken geben.”
Gibt es. Gerne mal die relativ hohe Analphabetenquote unter deutschstämmigen Seniorinnen und Senioren betrachten. Hier nachzulesen: https://km.baden-wuerttemberg.de/de/kultur-weiterbildung/weiterbildung/faq-alphabetisierung
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Na die Boomer gehen jetzt erst so langsam in Rente/Pension – die gehören im Moment noch nicht zu der von Ihnen benannten Gruppe.
Gibt’s denn Zahlen über Analphabeten aus der Boomergeneration?
1964 +67 = 2031
Je nach Quelle fangen die Boomer-Jahrgänge 1955 an. In West-Deutschland werden die im Zeitraum von 1955 bis 1969 Geborenen von Statistikern als geburtenstarke Jahrgänge bezeichnet.
In 2026 gehen folglich die die Jahrgänge 1959 bis 1960 in den Ruhestand, wenn sie nicht eine Möglichkeit zum früheren renteneintritt genutzt haben. Wir unterhalten uns gerade noch über vier Geburtsjahrgänge, bis der geburtenstärkste Jahrgang in Rente geht. Je nach Betrachtungsweise ist also schon ein Drittel bis die hälfte der Boomer in rente. Die erste Nachkriegsgeneration hat es ohnehin schon geschafft.
In den 70ern gab es in Westdeutschland eine große Zahl – ohne Berücksichtigung der vielen “Gastarbeiter” – von “Hilfsarbeitern” ohne formalen Schulabschluss. Viele von ihnen waren zumindest funktionale Analphabeten. Nicht umsonst gab es zu der Zeit noch Betriebsschreiberinnen.
… und da könnte man jetzt eine Henne-Ei-Diskussion beginnen – haben die das Lesen und Schreiben in der Schule nicht richtig gelehrt bekommen, oder haben sie es nicht richtig gelernt/ wieder verlernt, weil sie diese Fähigkeit nicht ausreichend nutzten, weil nicht so dringend in ihrem täglichen Leben brauchten und deshalb keinen “Sinn” darin sahen?
(ich musste gerade an die Diskussion denken, dass Schüler heute z. B. “Unsinniges” in Geschichte lernen müssen) 🙂
Es waren sicher Intellektuelle, die ihre Liebe zu Büchern aufgrund des Zustands der modernen Literatur verloren und dann das Lesen verlernt haben. (Spaß) Lustig, wie manche sich hier krampfhaft an den Mythos der ach so tollen Schule anno dazumal klammern. Aber klar, früher war ja alles besser (nochmal Spaß).
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Man kann in der Schule das Lesen und Schreiben erlernen, heutzutage auch mit individueller Förderung bei LRS, man muss diese erlernten Fähigkeiten aber auch nutzen (wollen) und dazu kann man niemanden zwingen.
Mich würde ja mal interessieren, wie viele Boomer und wie viele der jüngeren Generationen (jeweils mit Abitur) denselben durchschnittlich schweren populärwissenschaftlichen Text ( sagen wir 2 DIn-A4 Seiten lang) in der selben Zeit, sinnerfassend lesen und verstehen können. Keine multiple-choice-Antworten, sondern Fragen in vollständigen, sinnvollen Sätzen beantworten, optional die Rechtschreibfehler bewerten. 🙂
Sie können ja mal einen Privattest machen – und davon berichten: https://www.schulministerium.nrw/abituraufgaben-vergangener-jahre-zum-herunterladen
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Meine anekdotische Evidenz (Familien- und Bekanntenkreis) schlägt zugunsten der Boomer aus. 🙂
Übrigens – in meinem Kommentar ging es um Lesekompetenzen bei Abiturienten der Boomergeneration und jüngerer Generationen, die immer wieder in verschiedenen Artikeln thematisiert werden. Also “nur” um das vollständige Lesen und sinnvolle Erfassen von Texten (mein Kommentar bestand aus nur 7 Zeilen, keine zwei A4-Seiten und nicht populärwissenschaftlich). Warum schreiben Sie mir dann etwas zu den Abituraufgaben? Das wäre ein anderer möglicher Test, dies bei verschiedenen Generationen zu vergleichen (könnte man ja mal mit der schriftlichen Division anfangen 🙂 )
Wenn ich jetzt gemein wäre, würde ich sagen, die Redaktion hat meine These bzgl. der Lesefähigkeiten unfreiwillig bestätigt. Aber immerhin sind Sie keine Analphabeten. Nein, so gemein bin ich ja nun doch nicht. 🙂
Wer keine Texte erfassen kann, kann auch keine Abituraufgaben lösen. Wäre also implizit mit abgetestet. Herzliche Grüße Die Redaktion
PS. Und, ja, gerne mal einen Wettbewerb zwischen Viertklässlern und Erwachsenen im schriftlichen Dividieren – jede Wette, die Schüler schneiden besser ab. Kein Erwachsener hat das Verfahren seit seiner Schulzeit mehr angewendet.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Das ist aber sehr einfach gedacht! Erstens gibt es sehr unterschiedliche Textarten, auch im Umfang … Es ist z. B. ein gewaltiger Unterschied, ob ich ein Kinderbuch lese oder einen Science-Fiction-Roman, ob die Bildzeitung oder Artikel bei n4t :), oder ob ich einen populärwissenschaftlichen Text über Astrophysik lese (habe ich im Abi Physik und Astronomie abgewählt?) … Es macht auch einen Unterschied, ob ich das Textverständnis mit multiple-choice beantworten kann, oder selbst eine schriftliche Antwort verfassen muss. Multiple choice ist wesentlich einfacher, da reicht oft “Halbwissen”. 🙂
Und was die schriftliche Division betrifft – Sie haben schon wieder nicht richtig gelesen – es ging in meinem Kommentar nicht um Viertklässler, sondern um Menschen verschiedener Generationen mit Abitur!
Ihre Aussage: “Kein Erwachsener hat das Verfahren seit seiner Schulzeit mehr angewendet.” ist definitiv falsch, da verallgemeinernd! Sie vergaßen bei dieser Aussage schon mal alle Ma-Lehrer in DE, zumindest die wenden es doch noch oft an 🙂
Anekdotische Evidenz – mein Gartenlokalbesuch mit 3 Boomer-Freundinnen. Der Kellner (ungefähr so alt wie wir), war etwas erschrocken, als wir die Rechnung durch 4 geteilt verlangten. Offensichtlich hatte er keinen Taschenrechner dabei, nur Zettel und Papier (auch für Bestellungen und die Rechnung hatte er per schriftlicher Addition ausgeführt). Er meinte, das hätte er schon sehr lange nicht mehr gemacht. Unsere Ma-Lehrerin der Runde, sagte: “Ich zeig es Ihnen!” Er war sehr erfreut, bedankte sich und sagte: “Jetzt weiß ich wieder, wie es geht!” – das ist noch nicht lange her! Sicher wenden nur noch wenige Menschen dieses Verfahren an, aber wer es einmal gelernt hat, kann sein Wissen schnell wieder auffrischen. Und das gilt nicht nur für die schriftliche Division!
Übrigens, die Gesamt-Rechnung war eine Kommazahl, geteilt durch 4. Also schon ” höheare Mathemstik” 🙂 , aufgerundet wurde dann erst beim Trinkgeld, mal 4 , zum Vorteil des Kellners. 🙂
„Kein Erwachsener hat das Verfahren seit seiner Schulzeit mehr angewendet.“
Also ich schon 😀
Mein Partner hatte grad seine Probleme, aber sich nach kurzem Input erinnert. Zu Besuch weilendes Kind 1 (ü30) hat sofort korrekt gerechnet.
Spannender wäre jedoch, den Vergleich nicht mit Viertklässlern und Boomern, sondern mit Zehntklässlern und Boomern durchzuführen: die Viertklässler haben das (bisher) ja gerade behandelt.
Flurschule, schmarn. In Nordhessen wären wir froh über Seife und Toilettenpapier. Mehr wollen wir nicht
Die müsst ihr im Taunus (MTK) “organisieren”. Nennt sich Umschichtung.
Was unterscheidet Hessen von der globalen Vermögensverteilung?
Da ist der Norden halt ärmer im gegensatz zum rest der welt:)
Wir hatten Einiges an Veränderungen angestoßen – und dann kam der Brandschutz!
Seitdem hängt auf den Fluren noch nicht einmal mehr Schülerkunst, Vitrinen sind ein No-go und gar Stühle und Tische auf dem Flur: Schreiend-im-Kreis-Herumlauf-und -hysterisch-mit -der-Brandschutzverordnung-herumwedel!
“Wer moderne Pädagogik will, kann die Flurschule nicht unangetastet lassen”
Nennt sich Flurbereinigung. Folglich muss die Zuständigkeit von den Schulabteilungen auf die Abteilung für Flurbereinigungen innerhalb der Bezirksregierungen wechseln.
Dem entsprechend werden die Klassenbezeichnungen in Flurstücksnummern geändert. Und Schuleinzugsbezirke werden zu Gemarkungen. Mehrere Flurstücke können zu einem Grundstück zusammengelegt werden, was einer Mehrfachklassenleitung in Personalunion entspricht. In jedem Flurbereinigungsverfahren gibt es einen Vorstand, der die Interessen der Teilnehmergemeinschaft vertritt, also die Schulleitung.
Ergo, das rad muss nicht einmal neu erfunden werden. Die bestehende Verwaltung der bez.-Reg. hat derzeit schon alle erforderlichen ressourcen in der Hand, es muss lediglich zu einem wechsel der Zuständigkeiten kommen.