Klimawandel, Hunger, globale Gerechtigkeit – wichtige Themen, aber oft abstrakt und weit weg. Wie können Lehrkräfte sie im Unterricht so vermitteln, dass Schülerinnen und Schüler nicht nur verstehen, sondern selbst aktiv werden? Seit über 20 Jahren zeigt die Aktion Tagwerk, dass es geht: Mit konkreten Projekten, echten Geschichten und einem Aktionstag, an dem junge Menschen erleben, dass ihr Handeln etwas bewirkt. Das Kampagnenjahr 2026 steht im Zeichen von „Ernährung sichern und Hunger beenden“.

MAINZ. Bildung für nachhaltige Entwicklung steht in den Lehrplänen. Landesschulgesetze fordern Verantwortung für globale Zusammenhänge, der KMK-Beschluss von 2021 verlangt BNE-Kompetenzen. Aber zwischen Lehrplanvorgabe und Unterrichtsrealität klafft häufig eine Lücke. SDG-Definitionen allein motivieren keine 14-Jährigen. Und Lehrkräfte haben selten Zeit, zusätzliche Unterrichtskonzepte zu entwickeln.
Wenn aus „Kein Hunger“ eine echte Geschichte wird
Genau hier setzt die Aktion Tagwerk an – und zwar seit 2003. Das Prinzip: Schülerinnen und Schüler arbeiten einen Tag lang, organisieren einen Spendenlauf oder planen eine kreative Aktion in der Klasse. Ihren Lohn spenden sie für Bildungs- und Entwicklungsprojekte, die sie vorher im Unterricht kennenlernen. 2026 steht die Kampagne unter dem Motto „Ernährung sichern und Hunger beenden“ – und rückt damit SDG 2 in den Mittelpunkt.
Was dabei passiert, geht weit über eine Spendenaktion hinaus. Wenn eine achte Klasse im Politikunterricht erfährt, wie eine Kooperative in Uganda durch ökologische Landwirtschaft ihre Erträge steigert – nicht als Statistik, sondern durch die Geschichte einer konkreten Familie – dann wird aus dem abstrakten Ziel „Kein Hunger“ etwas Fassbares. Und wenn dieselben Schülerinnen und Schüler am Aktionstag arbeiten und wissen, wohin ihr Geld fließt, erleben sie etwas, das kein Lehrbuch vermitteln kann: Selbstwirksamkeit.
Mehr als eine Aktion: Ein Ansatz für ganzjährige BNE
Die Aktion Tagwerk ist dabei weit mehr als ein einmaliges Event. Schulen erhalten kostenfreie Bildungsmaterialien, die direkt an die Projektarbeit in Ruanda und Uganda anknüpfen: Videovorträge für verschiedene Altersstufen, Fotoausstellungen zum Ausleihen, ein Kampagnenplakat als Wimmelbild für den Unterrichtseinstieg und digitale Schulbesuche durch Bundesfreiwillige. Alle Inhalte orientieren sich am Orientierungsrahmen für BNE und an den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen. Sie vermitteln Wissen zu Ernährungssicherheit, Klimagerechtigkeit und Kinderrechten – und fördern gleichzeitig kritisches Denken und Perspektivwechsel. Das Angebot wächst weiter: Noch in diesem Jahr sollen unter anderem eine interaktive App mit Videos und Quizzen sowie ein eigener Podcast mit Stimmen aus den Projekten hinzukommen.
„Der wertvollste Tag im Schuljahr“
Zahlreiche Bildungsministerinnen und -minister empfehlen die Aktion Tagwerk und rufen dazu auf, sie als festen Bestandteil im Schuljahr zu integrieren. Seit dem Beginn der Kampagne haben sich bereits über 3,1 Millionen Schülerinnen und Schüler beteiligt. „Für unsere Schülerinnen und Schüler ist der Aktionstag eine jährlich wiederkehrende Möglichkeit, über den eigenen Tellerrand zu blicken“, sagt eine Lehrerin am Gymnasium an der Gartenstraße in Mönchengladbach. „In einer Zeit kurz vor den Sommerferien ist das pädagogisch ein sehr wertvoller Tag des sozialen Lernens.“
Auch die Kombination aus sozialem Engagement und beruflicher Orientierung überzeugt Schulen: Schülerinnen und Schüler sammeln an ihrem Arbeitstag erste Einblicke ins Berufsleben – und tragen gleichzeitig dazu bei, die Lebenssituation von Gleichaltrigen in anderen Teilen der Welt zu verbessern.
Bundesweiter Aktionstag am 23. Juni 2026
Der nächste bundesweite Aktionstag findet am 23. Juni 2026 statt. Schulen können aber auch einen individuellen Termin wählen. Die Teilnahme ist für alle Schulformen und Altersstufen möglich – von der Grundschule bis zur Oberstufe, als ganze Schule, einzelne Jahrgänge oder Klassen. Alle Materialien sind kostenfrei. Die Anmeldung erfolgt über www.aktion-tagwerk.de/anmelden.
Dies ist ein Advertorial/eine Pressemitteilung von HUMAN HELP NETWORK e. V.

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