NORTHEIM. Schulen sollen den Smartphone-Gebrauch verbieten oder einschränken, fordern Kultusministerien mittlerweile bundesweit. Doch wie lässt sich der Handy-Bann praktisch umsetzen? Schulen versuchen, die Lücke zwischen politischem Anspruch und praktischer Umsetzbarkeit zu schließen – mit einem einfachen technischen Mittel. NDR und Bayerischer Rundfunk berichten aktuell darüber.

Praktisch alle Bundesländer haben ihre Schulen in den vergangenen Monaten aufgefordert, verbindliche Regelungen zum Umgang mit Smartphones zu treffen. Teilweise werden klare Verbote für die Unterrichtszeit erwartet, teilweise zumindest deutliche Einschränkungen. Für Schulleitungen stellt sich damit eine praktische Frage: Wie lässt sich ein Handyverbot so umsetzen, dass es im Alltag kontrollierbar bleibt, ohne zusätzliche Konflikte zu erzeugen oder Unterrichtszeit zu binden?
Über einen konkreten Ansatz berichtet nun der Norddeutsche Rundfunk unter der Überschrift „Kreative Maßnahme“: Die Oberschule im niedersächsischen Northeim hat dort zum Beginn des zweiten Halbjahres sogenannte Verbotshüllen eingeführt. Das Prinzip ist einfach: Die Schülerinnen und Schüler legen ihr Smartphone zu Unterrichtsbeginn in eine spezielle Hülle. Diese wird mit einem Magnetverschluss geschlossen. Öffnen lässt sie sich nur mit einem entsprechenden Magneten, der in jedem Klassenraum angebracht ist. Das Gerät bleibt im Besitz der Jugendlichen, ist aber während der Unterrichtszeit nicht nutzbar. Alternativ können Eltern entscheiden, dass das Handy zu Hause bleibt.
Die Lösung verzichtet damit auf das Einsammeln von Geräten oder auf Taschenkontrollen. Sie schafft eine sichtbare und für alle gleiche Regelung, ohne das Smartphone vollständig aus der Schule zu verbannen. Die Schule erhofft sich dadurch mehr Konzentration bei den Schülern sowie einen bewussteren Umgang mit Medien, wie die zuständigen Lehrerinnen Beate Münker und Julia Fabian mitteilten.
Weiter sollen so das Miteinander der Schülerschaft gestärkt und Stress und Konflikte durch digitale Medien vermieden werden. Mobbing sei etwa deutlich schwerer, «wenn man seinem Gegenüber dabei in die Augen sehen muss und nicht einfach irgendwas in sein Handy tippen kann», sagte Schulleiter Henning Schult dazu der «Hessisch/Niedersächsischen Allgemeinen». Seit Anfang Februar gilt die Regelung.
Magnetschloss für Handys
Im Detail werden die sogenannten Handyverbotshüllen mit einem magnetischen Mechanismus verschlossen. Ist das Schloss zu, wandert das Handy in den Schulrucksack oder die Jackentasche. Die Schüler müssen ihr Gerät also nicht abgeben, können es aber auch nicht benutzen. Bis zu 15 Euro kostet eine Hülle, die die Schüler selbst kaufen müssen. Nach Unterrichtsschluss werden sie von Lehrerinnen und Lehrern mit einem speziellen Schlüssel wieder geöffnet. Für Notfälle sei auch im Sekretariat einer der Schlüssel hinterlegt, um jederzeit an die Geräte kommen zu können.
Nur Schüler mit chronischen Erkrankungen und einer ärztlichen Bescheinigung sind von der Regelung ausgenommen. Auch sie dürfen aber nur im Notfall oder wenn es medizinisch notwendig ist ihre Handys aus dem Rucksack nehmen – etwa um den Blutzucker zu überprüfen. Eine Arbeitsgruppe der Universität Göttingen soll den Erfolg oder Misserfolg des Projektes künftig untersuchen. Die beiden Lehrerinnen erklärten, weil das niedersächsische Kultusministerium keine konkreten Vorgaben für die zunehmende Handnutzung gemacht habe, «fühlten wir uns aufgefordert, eine Lösung für unsere Schüler zu schaffen».
Das gleiche Modell hat das Heinrich-Heine-Gymnasium in München eingeführt – als erste öffentliche Schule in Bayern, wie der Bayerische Rundfunk berichtet. Auch hier werden die Smartphones in Beuteln mit Magnetverschluss gesichert. Verriegelt werden sie durch Druck auf einen Knopf, geöffnet werden können sie über eine Entsperr-Vorrichtung am Schuleingang. Die Geräte bleiben im Besitz der Schülerinnen und Schüler, sind aber während des Unterrichts nicht nutzbar.
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Wenn Schulen Smartphone-Regeln praktikabel umsetzen wollen, braucht es einfache, kontrollierbare Lösungen. Der PhoneLocker ist eine robuste Smartphone-Tasche aus Neopren, die Handys sicher verwahrt – ohne sie den Schülerinnen und Schülern abzunehmen.

Nach dem Einlegen wird die Tasche per Klick verriegelt. Öffnen lässt sie sich ausschließlich mit dem passenden magnetischen Unlocker, der im Klassenraum installiert oder von der Lehrkraft bereitgestellt wird. Integriertes Spezialmaterial blockiert zudem das Telefonsignal. Nutzung, Surfen oder Klingeltöne sind damit während der Sperrzeit ausgeschlossen.
Geeignet für Unterrichtsbeginn, Prüfungen oder schulische Veranstaltungen. Außenmaß: 28 x 13,5 cm, Innenmaß: 19 x 11,5 cm. Material: Neopren, Metall, ABS. Chemisch getestet, BSCI-zertifiziert produziert.
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„Der Konflikt ist im Wesentlichen raus, wir haben keine Handypartys mehr auf den Klos“
Die Entscheidung fiel schließlich auf die Handytaschen. Der Vorteil aus Sicht der Schule: Die Verantwortung für die Aufbewahrung bleibt bei den Jugendlichen, während die Nutzung technisch begrenzt wird.
Lehrkräfte berichten dem BR zufolge, dass deutlich weniger Geräte eingesammelt werden müssten und die Ablenkung im Unterricht stark zurückgegangen sei. Bei jüngeren Jahrgängen, für die auch in den Pausen ein Handyverbot gilt, werde zudem mehr miteinander gespielt.
Gleichzeitig zeigt der Bericht, dass die Maßnahme nicht von allen Schülerinnen und Schülern begrüßt wird. Die 13-jährige Sofia schildert ihre Sicht so: „Für mich ist es ist schlimmer, wenn mein Handy eingesperrt ist, weil ich dann viel mehr diesen Drang dazu habe, es zu verwenden.“ Einige Jugendliche fühlten sich ungerecht behandelt, da sie sich zuvor an bestehende Regeln gehalten hätten. Ganz ohne Umgehungsversuche funktioniert das System nach Angaben des BR ebenfalls nicht. Viele Schülerinnen und Schüler hätten inzwischen Wege gefunden, die Taschen auch ohne offizielle Entsperrvorrichtung zu öffnen.
Dennoch bewertet die Schulleitung die Maßnahme als wirksam, weil sich die Zahl der Konflikte deutlich reduziert habe. „Der Konflikt ist im Wesentlichen raus, wir haben keine Handypartys mehr auf den Klos. Ein- bis zwei Mal in der Woche erwischen wir jemanden, aber im Vergleich zu vorher ist es ein großer Unterschied“, sagt Sillober. News4teachers
“Ablenkende Wirkung hat ein Ende”: Handy-Verbot an Schulen – erste Bilanz









„Praxistipp: Wie können Schulen ein Handy‑Verbot stressfrei umsetzen? So einfach…“
Natürlich. Man nehme eine Magnettasche, stecke das Handy hinein, klick, und schon ist die Welt wieder heil. Die Tasche ist der neue Sheriff im Klassenraum.
Während das Ersthandy also artig im High‑Security‑Beutel schlummert, läuft der Parallelbetrieb der Schülerschaft ungestört weiter: Smartwatches sowie Zweit‑ und Dritthandys, die irgendwo zwischen Schuhsohle, Federmappe und Kapuzenpulli versteckt sind. Und natürlich AirPods, die so tief im Ohr sitzen, dass man sie vermutlich nur noch mit einem Endoskop findet. Hauptsache, das eine Handy ist weg.
Der eigentliche Triumph des Systems wird mit einer Euphorie verkündet, die man sonst nur aus Werbespots kennt: Der Konflikt sei „im Wesentlichen raus“ und es gebe „keine Handypartys mehr auf den Klos“. Ein historischer Moment. Endlich wieder Toiletten, die ausschließlich für ihren ursprünglichen Zweck genutzt werden. Keine Untergrund‑Smartphone‑Raves mehr zwischen Spülkasten und Klobürste. Die Klos sind ruhig, die Magnettaschen sind zu, und unsere Illusion von Kontrolle glänzt heller als jede Smartwatch im Dunkelmodus.
Was im Unterricht passiert, während die Tasche geschlossen bleibt, ist nebensächlich. Dort wird jetzt eben mit Zweitgerät, Smartwatch und AirPods “gefeiert” – leise, diskret, aber dafür konfliktfrei. Die Magnettasche als pädagogischer Placebo‑Effekt in Stoffform. Zum Glück gibt es ja noch die Schulleitung: Direktor als Detektor – aber leider null Effektor. Ein strenger Blick durch den Flur, und schon wirkt es, als hätte man die digitale Welt im Griff. In Wahrheit erkennt dieser Blick höchstens, ob irgendwo das Licht brennt.
Dann nutzen Sie die Taschen nicht 🙂
„Dann nutzen Sie die Taschen nicht.“
Doch, doch – ich nutze Taschen. Sogar reichlich.
Ich nutze Aktentaschen, Businesstaschen Sporttaschen, Einkaufstaschen, Büchertaschen, Laptoptaschen, Umhängetaschen, Federtaschen, Kosmetiktaschen und sogar Ablagetaschen, wenn es sein muss. Alles reale, funktionale Taschen – kein Problem.
Was ich ablehne, sind:
Magnettäschchen, die pädagogische Wirkung nur simulieren,
Quarktaschen und Windbeutel, die inhaltlich nichts beitragen,
und Labertaschen, deren Spezialgebiet bekanntlich nicht das Verstehen, sondern das Verdrehen ist.
Damit ist Ihre Taschenfrage hoffentlich erschöpfend beantwortet.
Dann nutzen Sie die (der Artikel weist auf die besagten) Magnettaschen nicht. 🙂
@Katze
Ich muss ja meine Exegese Fähigkeiten üben, daher werde ich es an Ihrem Text versuchen.
Sie halten also es für falsch zu versuchen, die Handy Nutzung einzuschränken?
Oder stört Sie nur die Methode?
Nach meiner durchaus langjährigen Erfahrung funktioniert ein Nutzungsverbot sehr wohl, auch wenn es im Einzelfall durchbrochen wird.
Das Nutzungsverbot hat sich bewährt, es ist zwar mit Aufwand verbunden aber die positiven Effekte überwiegen um Größenordnungen.
Eine Handytasche könnte dazu beitragen, negative Effekte weiter zu verringern, ob sich der Aufwand lohnt, müsste man ausprobieren.
Ich bin tatsächlich für ein komplettes Verbot aller privaten digitalen Geräte im Schulbereich – nicht nur für Handys, sondern auch für Smartwatches, AirPods, Tablets und alles, was blinkt, piept oder heimlich Nachrichten durch die Gegend funkt. Nicht, weil ich Technik verteufle, sondern weil Schule der einzige Ort sein sollte, an dem Jugendliche nicht permanent im digitalen Dauerfeuer stehen.
Ein Nutzungsverbot funktioniert, da bin ich völlig bei Ihnen. Aber es funktioniert nur dann wirklich, wenn es lückenlos ist. Solange Zweitgeräte, Uhren und Ohrstöpsel weiterlaufen, bleibt es ein Verbot mit eingebauter Hintertür.
Gerade während der schriftlichen Abiturprüfungen wäre z.B. ein temporärer Störsender die deutlich konsequentere und ehrlichere Variante. Der würde nämlich tatsächlich das tun, was die Magnettasche nur verspricht: Täuschungsversuche erschweren, Online‑Hilfen blockieren, Messaging verhindern, Live‑Übersetzungen stoppen und KI‑Zugriffe unterbinden.
Ich bin nicht gegen Verbote – ich bin gegen halbherzige Verbote.
Wenn wir digitale Ruhe wollen, dann richtig. Nicht Magnettäschchen‑Kosmetik.
“Der Einsatz von sogenannten ‘Jammern’ ist in Deutschland nicht zulässig”, bestätigt eine Sprecherin des Kultusministeriums auf BR24-Anfrage. Das liege daran, dass Eingriffe in Funknetze durch das Telekommunikationsrecht untersagt sind. Ein Einsatz in Schulen sei daher keine Option. Im Telekommunikationsgesetz sei geregelt, wann in den Handyempfang eingegriffen werden dürfe, erklärt auch Simone Fleischmann, Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV). Schulen würden bei einem solchen Eingriff sogar Bußgelder drohen, weil Notrufe verhindert werden würden.
Gerne hier nachlesen: https://www.br.de/nachrichten/bayern/handys-in-der-schule-wuerden-stoersender-helfen,UwTVVua
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Das mit den Prüfungen ist wirklich der Hammer,
man soll das Betrügen verhindern – doch bitte ohne ‘Jammer’.
Das Telekommunikationsrecht ist streng, drum bleiben die Mittel zu zahm,
und am Ende wuchtet der Lehrer allein – den ganzen Aufsichtskram. Wir tun nicht so, als sähen wir’s ein,
doch während Prüfungen muss das Handy “gnadenlos” ins Täschchen rein.
Von Rayban gibt es da jetzt so eine Brille …
Es gibt knopfähnliche Kameras …
Diese kann man sich leihen.
Oder das Zweithandy wird in die Tasche gepackt, während man das Ersthandy zum Schummeln nutzt.
…
Notrufe könnten verhindert werden … Jadda.
Im Ernst, hier muss man sich wirklich fragen, ob früher andauernd Menschen während schriftlicher Prüfungen starben.
Die Begründung, dass der Einsatz eines Jammers die Erreichbarkeit der Lehrkraft im Falle eines Notrufs behindern würde, finde ich irgendwie putzig: gibt es irgendwo in Deutschland denn eine Lehrkraft mit DIENSTHANDY, auf welchem der Notruf (von wem auch immer) eingehen könnte? Wenn ja, dürfte die Anzahl dieser Personen aber sowas von streng gegen Null konvergieren…
Festnetztelefonie (also das Schultelefon im Sekretariat) ist vom Einsatz eines Jammers nicht betroffen.
Die Sache ist einfach:
Es
ist
nicht
erwünscht.
Warum ist leicht zu verstehen:
Was wäre, wenn beim Diät-Abitur 2026 mit abgespeckten Anspruchsniveau auch nur 5% wegen tatsächlicher Unmöglichkeit des Schummelbs abstürzen würden?
5% – das wäre einer von zwanzig…und das ist noch tief gegriffen.
Ich bin mir sicher, dass eher zwei oder drei von zwanzig schummeln.
Nicht, dass ich das noch groß ‘sehen’ würde, so lange es nicht gar zu dreist wird – bestraft wird nämlich der Lehrer (Zusatztermin, neue Klausur, Extrakorrektur,je nach Fall unmögliche Nachweispflichten trotz völliger Offensichtlichkeit)
Von daher ist da jede Begründung recht.
Und die Möglichkeit von Durchsagen oder Alarmen ist jetzt in welchen Schulen nicht mehr gegeben? Während des Unterrichtes lag mein Handy grundsätzlich im Teamzimmer bzw. steckte dort in meiner Tasche. Wenn ich während des unterrichtes tatsächlich mal ein Handy benötigt hätte (Notruf), da saßen immer mindestens 18 mobile Endgeräte vor mir, normalerweise deutlich aktuellere Teile als meines.
Dito…
Gibt es dazu nicht (schon) Notfallketten und Timer als Lösung? Hatte ich sogar vor mehr als 6 Jahren mal mit jemanden besprochen … Und das gab es ja damals schon?
Also … Will man vielleicht einfach nur “diese Lösungen” nicht? Kann das sein?
Ach schade! Gebe es dich zumindest (Magnet-)Taschen, welche die Funkverbindung unterbrechen 😉
Der Störsender gefällt mir gut – leider (zur Zeit mindestens) in Deutschland nicht erlaubt (ich habe mich schon erkundigt).
Einen solchen zu verwenden wäre sogar eine Straftat, no joke.
Trotzdem gehört den Störsendern die Zukunft, vor allem auch bei “großen” Prüfungen an Universitäten. Die jetzige Praxis muss sich nur noch drastischer als dysfunktional manifestieren.
Das ist der Weg.
Genial, sogar im n4t-Forum warb jemand schon vor diesem Artikel fürs Produkt 😀
Aber 1. war das Problem, dass die Kultusministerien sehr entschieden für Verbote war, aber keine rechtliche Absicherung versprach bei Verlust, Beschädigung oder (unbegründeten) Beschuldigungen,
2. brauchen diese Hüllen eine Trennwand und genügend Platz fürs Schrotthandy!
ICH werde auch eigenes Risiko das Handy einbehalten, bis die Eltern es abholen, aber da stehen mir weder Amt noch ach so besorgte Bildungspolitik hinter mir (zumindest in BW) :/
“Aber 1. war das Problem, dass die Kultusministerien sehr entschieden für Verbote war, aber keine rechtliche Absicherung versprach bei Verlust, Beschädigung oder (unbegründeten) Beschuldigungen,”
Es gibt durchaus Schulen, wo die offizielle Ansage auf die Frage, wer haftet, wenn man ein Schülerhandy wegen des Verstoßes gegen die Nutzungsregeln einkassiert und dieses beschädigt wird (runterfällt z.B.), war: “Dann haften Sie!”
Noch Fragen, Kienzle? Nein, Hauser.
Ne, tatsächlich keine Fragen, da dieser Vorgesetzte dann schlicht keine Ahnung hat.
Dann machen Sie Schulleitung. Bitte nicht an meiner Schule, aber viele suchen händeringend 🙂
Nö.
Die Gehaltssteigerung ist zwar substantiell – aber mehr Geld kann ich auch selbst erwirtschaften.
Und was nützt das Geld, wenn man den ganzen Tag + halbe Ferien in Schule rumhängt und es nicht geniessen kann?
Diese Drohne wurde als Lehrkraft eingestellt.
Sie arbeitet daher als Lehrkraft (nicht Lehrer, das ist unerwünscht), so lange der deal gut genug ist.
“Und was nützt das Geld, wenn man den ganzen Tag + halbe Ferien in Schule rumhängt und es nicht geniessen kann?”
Klingt fast so, als müsse sich etwas ändern. Nicht sehr drohnenhaft von Ihnen 😉
Bei uns gilt ebenfalls ein Handyverbot. Bei Sinnhaftigkeit darf ich die SuS das Handy verwenden lassen.
Ansonsten hat das ausgeschaltet im Spind oder der Schultage zu sein.
Bei Unterrichtsstörung oder “unerlaubter Nutzung” darf ich das Handy abnehmen. Dazu gibt es einen absperrbaren Schrank [mit anderen Sachen]. Anschließend kann es in einen Tresor gelagert werden mit “Name und Zeitpunkt + Dauer”. Die Kids sind selbst verantwortlich dies abzuholen. Bis XX Uhr Sekretariat als Instanz und/oder Lehrkräfte.
Bei mehrmaligen Verstoß – Eltern müssen es abholen.
Bei erneuten Widrigkeiten … Eltern zusätzlich einbestellen und mit Eltern – Kind – Schulleitung/Lehrkraft – Gesprächen hier entgegenwirken.
Tut sich kein SuS/Elternteil sonderlich lange an. Funktioniert relativ gut.
Die Hüllen … Gibt’s die auch für Smartwatches?
Die sind nämlich bei uns “inkludiert”. Also darf ich jederzeit abnehmen bei Sichtung.
Weiß nicht … Wundern braucht man sich bei Inkonsistenz und Inkonsequenz halt auch nicht, wenn das “regelmäßig” passiert. Klar wird das getestet und ausgenutzt.
Genau so handhaben wir das seit Jahren – und kenne das auch von Schulen im weiteren Umkreis. Warum das plötzlich so ein Medienhype ist und die Aufregung groß, erschließt sich mir nicht ganz.
Interessante Art der Zustimmung, aber freut mich, dass wir die gleichen Sorgen diesbezüglich teilen
Ergänzung:
Natürlich ist klar, dass man bei dienstlichen Tätigkeiten nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit haftet, aber:
Wer hat Lust auf den Stress, wenn der Vorgesetzt nicht von Anfang an hinter einem steht???
Ich mache es ja, aber auf eigene Faust. Wie soll ich mich da auf andere verlassen, die mir im Zweifelsfall raten, untätig zu sein? Würde gerne zur Tirade ansetzen, aber Schulleitung würde ich auch nicht machen, also was solls -__-
“Die Schule habe verschiedene Optionen geprüft, darunter Schließfächer für rund 800 Schülerinnen und Schüler. Diese seien jedoch aus Platz- und Kostengründen verworfen worden.”
Wer übernimmt jetzt die Kosten für diese Magnettaschen? Rainer Zufall schwärmte ja auch vor kurzem davon, dass seine Schule Handytaschen beschlossen habe. Meine Frage nach der Kostenübernahme beantwortete er aber auch nicht.
Habe ich längst am Anfang, mache ich aber gerne wieder.
Wir schaffen die erstmal zur Probe an, dann über die Jahre klassensatzweise – so viel, wie der Haushalt zulässt.
Bei Beschädigung haften die Familien.
Probeweise heißt dann was genau? Erst einmal nur eine Klasse?
Und Schule übernimmt die Kosten – beim Beispiel im Artikel dann für 8oo Schüler. Da könnte man eine schöne Textaufgabe für Schüler basteln und dann noch fragen, was man alles sonst noch mit dem Geld hätte für die Schule anschaffen können. Oder wie viele zusätzliche Stunden ein Putzdienst für die Schule davon bezahlt werden könnte … Weitere Fragen für andere Unterrichtsfächer: Nachhaltigkeit (Lebensdauer dieser Taschen), Umweltverträglichkeit der verwendeten Materialien (recyclebar?) …
Erstmal klassenweise, wenn es nach mir ginge bei den älteren beginnend.
WO fragten Sie zuvor nach den Kosten?
https://www.news4teachers.de/2026/02/wie-koennen-schulen-ein-handy-verbot-praktisch-umsetzen-so-einfach/#comment-781157
Unter “Potschemuschka” finde ich Ihre Nachfrage nicht 😉
Sie weichen wieder aus! Wer übernimmt die Kosten – Schule, Eltern, Klassenkasse, Förderverein, Spende …?
Und wie sieht es mit Nachhaltigkeit (recyclbares Material?), Haltbarkeit und Umweltverträglichkeit (Material?) aus? Dazu finde ich bei dem Angebot hier bei n4t z. B. nichts.
Oh shit, Sie haben WIEDER einen Fake-Account angelegt? Wie viele haben Sie nötig? 😀
Die Kosten werden aus dem Haushaltsbudget zusammengekrallt, reicht halt nicht für alle Klassen, da wird gespart.
Langlebigkeit wäre tatsächlich ein interessantes Thema – gerade bezüglich der Funkunterbrechung – bin bei der Beschaffung nicht involviert.
Also? Wo fragten “Sie” mich vorher?
Hmm…
WO fragten Sie nach den Kosten?
https://www.news4teachers.de/2026/02/schwer-zu-kontrollieren-16-bis-18-jaehrige-wollen-kein-handyverbot-an-schulen/
Oder wieder mit Zweitaccounts unterwegs?
Sind Sie auch png oder wo haben Sie mich angeblich gefragt? 😀
Jetzt haben wir zwei Zielsetzungen:
1) Der Gebrauch der Smartphones in der Schule soll verhindert werden.
Dazu gab es schon diverse Reaktionen und Artikel mit Erfahrungen, wie schnell SchülerInnen diese Taschen öffnen und die Sperre umgehen können. Außerdem umfassen sie nicht all die anderen Geräte wie Smart-Watches etc. Das alles lässt sich nicht kontrollieren.
2) Die generelle Benutzung von Social Media durch Kinder und Jugendliche soll eingedämmt bzw. verboten werden. Ein schwieriges Unterfangen. Gerade heute im Artikel des Lehrers aus Australien wird doch wunderbar dargestellt, wie schnell Schüler dieses Verbot umgehen, durch technische Finesse und falsche Angaben zum Alter.
Merke: Bei solchen Themen sind Schüler den Verboten und Regelungen immer mehrere Schritte voraus.
Die Büchse der Pandora ist nun mal geöffnet. Da hilft Jammern und Klagen nicht weiter. Es ist ähnlich wie mit dem Rauchen. Zu meiner Zeit gab es offizielle Raucherecken an Schulen. Und es gab einen großen Aufschrei von Rauchern, als sie verboten wurden. Ähnlich wird es mit den Handys laufen. Sie werden heimlich genutzt werden… und – wir werden sie nicht mehr los!
Ein Bußgeld für die Eltern ? Die haben das Zeug ja angeschafft.
Man könnte ja auch diese Handy-Taschen vermieten – 50 Cent pro Monat z. B. 🙂