POTSDAM. Der Tarifabschluss für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder steht, nun richten sich die Blicke auf die Staatskanzleien und Finanzministerien. Dabei geht es politisch vor allem um eine Frage: Werden die vereinbarten Steigerungen in vollem Umfang und ohne Verzögerung auf die Beamtinnen und Beamten sowie die Versorgungsempfänger übertragen? Zumindest ein Bundesland reagiert positiv.

Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD), zugleich Verhandlungsführer der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis, das Gewerkschaften und TdL am Samstagmorgen ausgehandelt hatten: „Wenn man sich die Ausgangslage mit leeren Kassen in den Ländern und überhöhten Forderungen der Gewerkschaften vor Augen führt, ist das ein gut vertretbarer Kompromiss, der zeigt, dass wir als Tarifpartner gesamtstaatliche Verantwortung übernehmen.“
Der Tarifvertrag biete für die Länderhaushalte in den kommenden 27 Monaten Planungssicherheit, gehe aber „an die Grenzen des finanziell Machbaren“. Die Einigung werde die Länder allein im Tarifbereich 4,11 Milliarden Euro kosten; einschließlich der Beamtinnen und Beamten, Richterinnen und Richter sowie Versorgungsempfängerinnen und -empfänger summierten sich die Kosten auf 12,34 Milliarden Euro. Die Rechnung zeigt: Die Übertragung des Ergebnisses ist kein Pappenstiel – schon auf Zeit zu spielen, bringt hier viel.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat angesichts knapper Finanzen bereits angekündigt, die Tarifsteigerungen erst mit einer Verzögerung von sechs Monaten auf die Besoldung der Beamtinnen und Beamten zu übertragen. Sein Finanzminister Albert Füracker (CSU) bezeichnete die Umsetzung des aktuellen Ergebnisses für den Freistaat nun auch „enormen Kraftakt“. Darüber hinaus ließ er lediglich erklären: „Auf Basis des Tarifergebnisses wird nun geprüft, wie dieses auf die Beamtinnen und Beamte des Freistaats Bayern übertragen wird.“
Die jüngsten Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts zur Beamtenbesoldung machen die Lage „komplizierter“
In Niedersachsen sprach Finanzminister Gerald Heere (Grüne) mit Blick auf die Einigung von einem „guten und wichtigen Signal“. Die Länder zeigten damit ihre Wertschätzung für die Arbeit der Beschäftigten. Zugleich machte Heere deutlich, dass der Abschluss erhebliche finanzielle Folgen habe. Man befinde sich „am Rande dessen, was aus Haushaltssicht vertretbar ist“. Die Landesregierung werde „zügig“ mit der Umsetzung beginnen, auch wenn man sich im dritten Jahr einer „historischen wirtschaftlichen Schwächephase“ befinde.
Offen ist in Hannover vor allem die konkrete Ausgestaltung für die Beamtinnen und Beamten. Heere erklärte, man halte am Grundsatz einer „systemgerechten Übertragung auf die Beamten“ fest. Damit werde die Landesregierung „zügig beginnen“, allerdings machten die jüngsten Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts zur Beamtenbesoldung die Lage „komplizierter“ – weil hohe Nachzahlungen drohen (News4teachers berichtete). Zeitnah solle mit den Gewerkschaften über „technische Fragen“ gesprochen werden. Der DGB-Landesvorsitzende Ernesto Harder begrüßte die grundsätzliche Zusage, forderte zugleich aber „eine rasche zeit- und wirkungsgleiche Übertragung auf die Besoldung der Beamten“.
„Eine amtsangemessene Besoldung ist kein Almosen, sondern eine Investition in ein funktionierendes Staatswesen“
In Baden-Württemberg kündigte Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne) dagegen umgehend eine Übertragung „zeitgleich und systemgerecht“ auf die Beamtinnen und Beamten sowie auf Richterinnen und Richter an. Der Abschluss sei ein „fairer Kompromiss“. „Er drückt die Wertschätzung für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst aus.“ Zugleich machte Bayaz deutlich, dass sich das Land auf erhebliche Mehrkosten einstellen müsse. „Bei den Kosten bewegen wir uns im Bereich von etwa 3,6 Milliarden Euro für die Jahre 2026 bis 2028.“ Für 2026 sei Vorsorge getroffen worden, danach müssten die Mehrkosten jeweils neu im Haushalt finanziert werden. „Das wird den finanziellen Spielraum des Landes künftig einschränken.“
Einen Regierungswechsel bei der am 8. März anstehenden Landtagswahl müssen Beamtinnen und Beamte in dieser Hinsicht nicht fürchten. Die CDU hat eine zeit- und wirkungsgleiche Übertragung bereits angekündigt. Spitzenkandidat Manuel Hagel erklärte im Vorfeld: „Die Ergebnisse des Tarifvertrags der Länder wollen wir als CDU zeit- und wirkungsgleich auf die Besoldung und die Versorgung der Beamtinnen und Beamten, der Richterinnen und Richter sowie der Versorgungsempfänger übertragen. Reichen die Mittel im Personalglobaltitel dafür nicht aus, schaffen wir im Nachtragshaushalt die notwendige Grundlage. Denn eine amtsangemessene Besoldung ist kein Almosen, sondern eine Investition in ein funktionierendes Staatswesen.“
Auch in Rheinland-Pfalz steht eine Landtagswahl bevor. Die verzögert allerdings eine Entscheidung darüber, ob und wie das Ergebnis der Tarifverhandlungen auf die Beamtinnen und Beamten dort übertragen wird. „Es ist wichtig und richtig, dass es für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst mit dem Tarifabschluss zu spürbaren Verbesserungen kommt“, erklärten Ministerpräsident Alexander Schweitzer und Finanzministerin Doris Ahnen (beide SPD) in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit. Denn: „Nur mit attraktiven Gehältern und guten Arbeitsbedingungen können auch künftig Fachkräfte gewonnen werden.“
Ahnen teilte zwar mit, dass ihre Landesregierung in der Tat beabsichtige, das Ergebnis auch auf die Beamtinnen und Beamten zu übertragen. Da am 22. März ein neuer Mainzer Landtag gewählt wird, bleibe aber die endgültige Entscheidung darüber dem kommenden parlamentarischen Gesetzgeber vorbehalten.
In Brandenburg ist die Übertragung politisch bereits versprochen. Finanzminister Robert Crumbach (parteilos) erklärte zwar aktuell, der Abschluss liege „an der Grenze des Vertretbaren und zeigt deutlich die Wertschätzung der Landesregierung für die Beschäftigten“. Die Landesregierung hatte aber schon vorab zugesagt, das Ergebnis auf die rund 32.500 Beamtinnen und Beamten sowie etwa 20.100 Pensionärinnen und Pensionäre zu übertragen. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hatte ebenfalls schon vor der Tarifeinigung versprochen, das Ergebnis „1:1“ auf die Beamtinnen und Beamten übertragen zu wollen.
Der Abschluss sieht eine Anhebung der Bezüge um 2,8 Prozent (mindestens 100 Euro) zum 1. April 2026 vor, dann noch mal um 2,0 Prozent zum 1. März 2027 und um weitere 1,0 Prozent zum 1. Januar 2028. News4teachers / mit Material der dpa









Obwohl die alle nur meckern? Was haben die denn dazu beigetragen? Was tun die denn gegen die Benachteiligung ihrer angestellten Kollegen?
Sorry, aber viele der Angestellten sind Quer-/Seiten-/Um-/Absteiger, die sich bewußt dafür entschieden haben, ihre “grandiose” Karriere in der “freien” Wirtschaft aufzugeben (oft nach Auszahlung einer fürstlichen Abfindung, von der Beschäftigte im öD nur träumen können), um dann etwas “Sinnvolles” zu tun. Ausnahme: Einige Bundesländer im Osten.
Also, was soll das Gejammere über die ungleiche Bezahlung? Wusste man doch vorher!
Dieses Gerücht verbreiteten Sie schon einmal. Sind Sie beratungsresistent? Es ist doppelt falsch.
In Ostdeutschland wurde 20-25 Jahre lang nicht verbeamtet, je nach Bundesland. Da waren dann “fast alle” angestellte Lehrer. Jetzt sind es noch die, die für eine Verbeamtung zu alt sind. In Sachsen sollen es dadurch noch rund 20.000 sein, lese ich gerade. Einige wenige wollen auch nicht verbeamtet werden.
Viele Seiteneinsteiger usw. qualifizieren sich nach und werden dann verbeamtet.
Warum ignorieren Sie diese Hinweise und verbreiten Ihr Gerücht munter weiter?
Sie täuschen sich, wie immer bei diesem Thema, oder Sie blenden die Fakten kategorisch aus. Keine Angst, es nimmt Ihnen keiner was weg und Sie werden als Beamter dieselbe Erhöhung bekommen, dann bleibt noch mehr Netto und die Unterschiede werden noch größer. Es sei Ihnen gegönnt. Aber labern Sie bitte nicht immer davon, dass angestellte Lehrer nur Lehrkräfte zweiter Klasse sind und ihr Schicksal selbst gewählt haben, es nervt allmählich.
Wer heute in einer vorteilhaften Statusposition ist, sollte bedenken, dass diese nicht naturgegeben ist, sondern historisch und politisch gewachsen.
Lebensläufe verlaufen nicht immer entlang optimaler Optionen – und gleiche Arbeit bleibt gleiche Arbeit.
Kollegialität heißt für mich, Unterschiede nicht zur Abwertung zu nutzen.
Und zur Einordnung: Ich bin selbst verbeamtet.
Und weiter?
Genauso kann man auch über Beamte schreiben?
“Wussten die Beamten nicht, dass Tarifverhandlungen für Tarifbeschäftigte sind? Also wieso jammert ihr so?”
Oh! Gibt es “uns” schon? (Bund der angestellten Lehrkräfte)
Was können sie denn tun?
Wir brauchen die SchaLL bundesweit und mit “Gewerkschaftsrechten”!
“Gewerkschaftsrechten”:
Das ist einfach. Dafür brauch es nur 7 Personen um eine Gewerkschaft zu Gründen.
Ein paar Fragen die vorab zu klären sind:
Soll die neue Gewerkschaft Teil eines der drei Dachorganisationen sein?
– DGB (Deutscher Gewerkschaftsbund)
– dbb beamtenbund und tarifunion
– CGB (Christlicher Gewerkschaftsbund)
Soll Bildungspolitik ausdrücklich kein primäres Ziel der Gewerkschaft sein?
Soll die neue Gewerkschaft / Verband eine alternative zu den Vorhanden Gewerkschaften / Verbände sein?
Wie will man Mitglieder gewinnen?
Ist es ggf. eine alternative mit Hilfe von “Schall NRW” weitere Landesverbände auf die Beine zu stellen, mit der Option später Bundesweit als Gewerkschaft umzufirmieren?
Ich unterstütze Ihren letzten Punkt. Das scheint mir die beste Variante zu sein.
@ https://www.schall-nrw.de/
Wenn Ihr hier mitlesen solltet:
Seit Ihr langfristig an einer Bundesweiten SchaLL interessiert?
Dann macht gerne eine Infoveranstaltung.
Als etablierter Verein habt Ihr bereits die notwendige Glaubwürdigkeit
gLG!!!
https://www.schall-nrw.de/medien-downloads/pressemitteilungen
Ja, bin interessiert!
Eine Schutzgemeinschaft angestellter Lehrer. Super!
Hab reingeschaut. Da ist sogar von 350.000 angestellten Lehrkräften die Rede. Wie kommen die auf 350.000?
Rechercheergebnis:
Mitte 2023 waren rund 351.600 Lehrkräfte an Schulen in Deutschland angestellt, was einem Zuwachs von 2,4 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Insgesamt arbeiten etwa 1,7 Millionen Lehrkräfte in Deutschland, wobei ein Drittel angestellt und zwei Drittel verbeamtet sind. Die Zahl der Beschäftigten (einschließlich nicht-pädagogischem Personal) an Schulen stieg auf über 1 Million.
Wichtige Kennzahlen zur Lehrkräfte-Anstellung:
Es werden eben nicht nur die Lehrkräfte im Dienste der Länder an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen erfasst sondern auch die in der erwachsenenbildung und an Hochschulen (siehe Quelle).
Das ist aber “sehr unaktuell”, denn ich glaube 2023 kehrte Berlin zur Verbeamtung zurück. Dort sind bis auf etwa 8000 Lehrkräfte nun wieder die meisten verbeamtet.
In Hamburg hat man leicht reden, da man dort ja ca. doppelt so viel EUR Haushaltsmittel pro Einwohner zur Verfügung hat wie in den 4 großen Bundesländern.
Und ich dachte Bayern ist der einzige Nettoeinzahler im horizontalen Länderfinanzausgleich. Und dennoch haben der Maggus und sein Finanzminister nen Igel in der Tasche.
“Und ich dachte Bayern ist der einzige Nettoeinzahler im horizontalen Länderfinanzausgleich.“
Mag schon sein, dass Sie das dachten, aber was Sie denken muss nicht unbedingt mit der Realität übereinstimmen.
Ich hab mir das nicht ausgedacht, der Maggus sacht dat aber immer.
Ich weiß allerdings, dass HHschon immer Nettoeinzahler war im Grgensatz zu BY.
“Ich hab mir das nicht ausgedacht, der Maggus sacht dat aber immer.”
Wenn Sie alles was er so von sich gibt für bare Münze nehmen und nachplappern wollen, sei Ihnen das unbenommen.
Ich persönlich immer froh, wenn der Naggus Worscht frisst. Ich geh dann grundsätzlich davon aus, dass seine Eltern ihm Benehmen beigebracht haben, und es ihm verboten haben, mit vollem Mund zu sprechen.
“dass HHschon immer Nettoeinzahler war “
Liegt 1. an den Sonderreglungen für Stadtstaaten und 2. dass es SH nicht an der Backe hat.
Welches Bundesland bei den relativen Bildungsausgaben für allgemeinbildende Schulen einen Platz hinter SH auf Rang 11 liegt, lässt sich u.a. beim Bildungsmonitor nachlesen.
Watt meinen Sie, watt die Holsteiner und Schleswiger froh sind, die Hamburger Pfeffersäcke nicht am Hals zu haben.
“Bayern ist der einzige Nettoeinzahler im horizontalen Länderfinanzausgleich.”
“der Maggus sacht dat aber immer.“
Nachdem meine Recherchen keine Hinweise auf die Richtigkeit ergaben, werde ich das so lange als unbelegte Behauptung einstufen, bis ein Beleg dafür erbracht wird.
Warum sollte der Maggus seine Aussagen einem Realitätscheck unterwerfen? Den wählt dann doch keines seiner Landeskinder mehr. Schlechtere Wahlergebnisse hat doch noch keiner der anderen CSU-Granden verbockt.
“Warum sollte der Maggus seine Aussagen einem Realitätscheck unterwerfen?”
Vermutlich aus ähnlichen Gründen wie Sie?
Dass Sie auf seine Aussagen und social-media-Auftritte abzufahren scheinen, nützt ihm aber bei Landtagswahlen in der Tat wenig.
Wenn Sie das annehmen, so sei es Ihnen unbelassen. Wenn Sie meine Post mit bayrischem Bezug über die Jahre verfolgt hätten und diese in einen kontextuellen Zusammenhang stellen könnten, wären wir schon im gegenseitigen Verständnis weiter.
Bis es soweit ist verleihe ich Ihnen den Ehrentitel “MISS VERSTÄNDNIS”. Helau oder Alaaf – ja nachdem ob Sie beim Obergerägen Alt oder Kölsch anstelle von nem lecker Pilsken goutieren
Man kann nur das Geld ausgeben das man auch hat.
In Bayern sind nach dem Finanzkraftausgleich ca. 84 Mio auf 13,2 Mio EW, in Hamburg ca. 22 Mrd auf ca. 1,8 Mio EW.
Selbst SH hat nach dem Ausgleich mit ca. 18,5 Mrd auf 2,9 Mio EW noch mehr Mittel pro Kopf als BY oder BW, trotzdem werden in SH Unterrichststunden gestrichen und Lehrerstellen abgebaut.
Vergleichen Sie auch mal die jährlichen Ausgaben pro Schüler*in in den 4 großen Bundesländern mit dem Bundesschnitt. Da liegt nur das Land mit dem “Igel in der Tasche” über dem Schnitt, und zwar ziemlich deutlich.
Zu NRW empfehle ich folgenden Artikel auf n4t:
https://www.news4teachers.de/2025/03/statistik-kein-anderes-bundesland-gibt-weniger-geld-pro-schueler-aus-als/
Weiß der Friederich mit seinem Sondervermögen auch. Natürlich kann man Geld ausgeben, das man nicht hat. Man gibt einfach das Geld anderer Leute aus.
“Natürlich kann man Geld ausgeben, das man nicht hat.”
Dann sollten Sie das mal den Leuten erzählen, die in dem Bundesland mit den niedrigsten Bildungsausgaben pro Schüler*in regieren oder den Politiker*innen in SH, wo trotz steigender Schülerzahlen und hoher Bildungsarmut Unterrichtsstunden gestrichen und Lehrerstellen abgebaut werden
Beati sunt pauperes in spiritu.
Warum wollen sie diese Glückseligkeit beenden.
Wie der Volksmund sagt, intelektuelle Minderleistung korreliert exellent mit sexuellen Aktivitäten. Zuviel Wissen ist folglich nicht günstig für die demographische Entwicklung.
Warum sollte der Bildungszuwachs die Höhe des Geestrückens überragen?
Ich halte mich jetzt auch mal an eine Volksweisheit und gestehe Ihnen hiermit zu, dass Sie mit allem was Sie sagen völlig recht haben.
Das glaube ich nicht mal von mir selber. Manches schieße ich auch aus der Hüfte.
Schon klar, aber der Volksmund bei uns sagt:
“Gibst nern recht no host dei rua”
Und hier sagt man:
Was stört’s die Eiche, wenn sich die Sau dran schubbert.
Auch da gebe ich Ihnen natürlich absolut und tadellöser recht.
Nur tadellöser oder auch wolf?
+f
Für mich stellt sich im gleichen Umfang die Frage: Werden die nach dem Grundsatzurteil (bzgl. der zu niedrigen Besoldung) zu erwartenden Besoldungserhöhungen der Beamten auf die Tarifbeschäftigten übertragen?
@dickebank schrieb schon, das sei nicht zu erwarten. Ohne Druck werden sich die Länder sicherlich darum drücken, denn das erhöht die finanziellen Belastungen ja weiter, die da auf sie zukommen.
Es muss Druck gemacht werden. Ich habe die Gewerkschaft angeschrieben. Null Reaktion! Gibt es etwas Offizielles dazu, was ich übersehen habe?
Wir haben kein ‘Amt’, also auch kein Recht auf ‘amtsangemessene Besoldung’. Das Abstandsgebot wird auch eingehalten, in keinem Land liegen A13/E13 zu nahe zusammen, wo ist da ein Problem? (/s)
Aber abwarten, ich frage mal (auf relativ kurzem Weg) bei der Landes-GEW nach, ob wir statt 17° eventuell 19° in unseren Räumen durchsetzen können, das wäre doch schon was…
Bei einer Erhöhung der Besoldung könnte sich das aber ändern (der Abstand). Dann muss dieser Abstand “nachgebessert” werden! Das finde ich auch.
Leider nein da dazu die gesetzliche Grundlage und seitens der Politik der fiskalische Wille besteht.
Zudem müsste man die Lehrkräfte aus dem TV-L lösen, da der TV-L einheitlich ist und die Bundesländer ihre Beamten nach dem neuen Bundesverfassungsgerichtsurteil sogar unterschiedlich besolden müssen.
Geht dann eigentlich nur über landesspezifische Parlleltabellen für Lehrer.
Die Paralleltabelle werde ich wohl nicht mehr erleben…
Aber Sie dürfen doch über die gesetzliche Altersgrenze hinaus arbeiten
Wenn ich es richtig verstanden habe, gibt es die ab E13 aber schon.
Und bei E14 ist schon das Ende der Herrlichkeit erreicht. 2 von 14 entspricht rund 14,3%. Wahnsinnsquote, bei der 85,7% die Arschkarte gezogen haben.
Inklusive der Sonderzuwendungen und Privilegien? Ja, wie steht es da mit Gleichstellung? Diese Melodie will man nicht hören.
Da bin ich ebenso tief betroffen wie ein Großteil der Beamten über §44 TVL betroffen ist, so solidarisch wie diese Beamten, wenn die RV-Beiträge wieder einmal (trotz Staatszuschuss allein auf Kosten der SV-Pflichtigen) angehoben werden müssen. Laut KI hat sich der Nettounterschied (E/A13) von 2000 (15-25%) auf 2025 (20-30%) tendenziell erhöht, aber wir kennen ja alle die lauten Proteste des dbb gegen diese Entwicklung. Auch die Solidaritätsdemos jeden Samstag nach den Streikdonnerstagen waren nicht zu übersehen. Im Kampf um die sofortige Übertragung werde ich emotional an der Seite der Betroffenen stehen.
Alle die sich aufregen wollen: nichts gegen Einzelne, Engagierte. Die Gesamtperformance der organisierten Interessenvertretung dbb ist aber seit ich Tarifverhandlungen verfolge so jämmerlich, dass es sogar die Erfolgssprüche von verdi schlägt. Übrigens habe ich bisher auch noch nicht gehört, dass die Auseinandersetzung um ‘amtsangemessene Besoldung’ die Frage aufgeworfen hätte, ob Lehrkräfte mit E13 bei exakt (!) gleicher Tätigkeit auch Teil der Diskussion sein sollten.
Keine Sorge, der Abschluss wird ziemlich sicher übernommen, schon aus Angst vor dem Nachholeffekt in der nächsten Runde.
Eben, die Angestellten müssen dann ebenfalls eine Erhöhung bekommen, damit der Netto-Nachteils zu den Beamten wenigstens etwas gemildert wird. Bis jetzt hüllt sich die GEW dazu aber in Schweigen, scheint mir.
Auch die GEW hat einen “relativ” hohen Anteil an Beamten als Mitglieder. Sind das nicht sogar > 50% der aktiven (!) berufstätigen Mitglieder?
Jetzt denken Sie mal weiter, warum die GEW hier nicht “härtere Bedingungen” stellt (und stellen kann).
Sie kann. Nur interessiert es die Mehrheit in der GEW nicht, weil die verbeamtet sind.
Sie könnte. Um es zu präzisieren. Wenn sie strategisch die Beamten aber involvieren und abdecken wollen – statt ggf. Risiko auf “Verärgerung” – dann kann sie nicht. Zumindest strategisch nicht. Sie könnte theoretisch – praktisch wird sie nicht – also kann sie nicht.
Warum sollte es einen Beamten verärgern, wenn die Angestellten Netto nachziehen? Das ergibt doch überhaupt keinen Sinn.
Mehr Sinn dagegen ergibt wohl eher, dass die Gewerkschaftsvertreter (oft ein Parteibuch haben und) nicht ihre Parteikollegen auf der anderen Seite verärgern wollen, mit denen sie sich anlegen und gegen die sie das durchsetzen müssten.
Hier wird von manchen so getan als würde der geheime Zentralrat der Beamten tagen und sich fiese Pläne gegen die Angestellten ausdenken.
Und wenn ich dann noch so etwas lese, wie dass man, als Lehrer, wo man eh zu einer gewerkschaftlichen Splittergruppe gehört, sich noch weiter verkleinern will…
Wie wenig gewerkschaftlich Macht willst du haben? (Manche) Angestellte Lehrer: Jaaa!!!
Das grenzt schon wirklich an Lächerlichkeit.
“Warum sollte es einen Beamten verärgern, wenn die Angestellten Netto nachziehen? Das ergibt doch überhaupt keinen Sinn.”
Das sind primär psychologische (und emotionale) Effekte und Faktoren.
– Beispielsweise ist der Gedanke da:
“Als Beamter verzichte ich auf Sachen wie Streikrecht und binde mich an den AG, dafür will ich auch mehr haben als Angestellte.”
– Man will die Unflexibilität (gegenüber/im Vergleich zum Angestelltenverhältnis) bezahlt und “gerechtfertigt” haben
– Man geht auf (Schein)Argumente wie “die bessere Ausbildung” [Notentechnisch, “Voraussetzung für Beamtenstatus” usw.] … Welche schnell in der Logik der Anwendung zusammenfällt. Sich aber massiv hält.
– PKV / GKV Argument als “Begründung/Rechtfertigung” – statt einer Angleichung auch dieser Bedingungen – welche folgelogisch wäre. Einige “verstecken” sich dahinter.
– Verweis auf das Abstandgebot
– Relative Einkommenhypothese/Wohlstand und Status/gesellschaftliches Standing
-> Beispielsweise durch die bekannte Studie “Is More Always Better?: A Survey on Positional Concerns”
Hier zeigt es den psychologisch sozialen Einfluss sehr gut als Beispiel auf.
Also doch … Es gibt (rational psychologisch) sehr viel Sinn. Und das kann man durchberechen … Oder man kann sich hier “emotional führen lassen”. Viele entscheiden sich für Zweiteres.
Deshalb ist es für rationell denkende Menschen auch unlogisch, dass man dies eben nicht bei gleichen Profil angleicht.
Man berücksichtigt dann nicht den emotional-“sozialen/gesellschaftlichen” Kern der Problematik. Rein “Profilorientiert” gibt es hier kein vernünftige Diskussion … Die ist (eigentlich) klar.
“Mehr Sinn dagegen ergibt wohl eher, dass die Gewerkschaftsvertreter (oft ein Parteibuch haben und) nicht ihre Parteikollegen auf der anderen Seite verärgern wollen, mit denen sie sich anlegen und gegen die sie das durchsetzen müssten. ”
Das kommt natürlich dazu. Absolut richtig. Multifaktoriell.
“Hier wird von manchen so getan als würde der geheime Zentralrat der Beamten tagen und sich fiese Pläne gegen die Angestellten ausdenken. ”
Aus Beamtensicht: Emotional-Gesellschaftlich.
Aus Gewerkschaftssicht (Beamten, dbb): Absolut klar. Natürlich will man hier “mehr Beamte”. Das ist die Zielgruppe. Natürlich will man daher auch dort bessere Bedingungen und Privilegien, damit das eigene System bleibt. Rational klar und logisch. Auch nachvollziehbar. Sozial und “fair”? Nein. Da muss der dbb aber auch “nicht hin”. Dessen Clientel sind Beamte. Hier haben sie für bessere Bedingungen zu sorgen. Diese müssen sie abholen. Die Angestellten sind hier nur “Nutzdiener” für “Angleichungsforderungen und Streik”. Und das ist aus Sicht des dbb auch in Ordnung. Das ist dessen Aufgabe. Die machen hier alles richtig.
Bei GEW und co. sieht das anders aus … Diese stehen (angeblich) für Angleichung. Haben allerdings das Problem der “Vernunft” und “Beamtenbeteiligung”. Und das ist dessen Dilemma.
Also ne, keine Verschwörung gehen Angestellte. Reine logische Realität.
“Und wenn ich dann noch so etwas lese, wie dass man, als Lehrer, wo man eh zu einer gewerkschaftlichen Splittergruppe gehört, sich noch weiter verkleinern will… ”
Wer sagt das? Wo haben Sie das bei mir reininterpretiert?
Oder nehmen Sie Bezug auf “Angestelltenvertretung/-gewerkschaft”?
Naja das wäre das Gegenstück zum dbb. Hier könnte man – tatsächlich – dann deutlich stringenter Fordern und Fördern. Und ja … Es splittet. Aber ja … Der dbb splittet eben auch. Und das “muss” er, wenn er erfolgreich sein will. Aktuell sind die anderen Gewerkschaften “Kompromisse des Zweiklassensystems (als System)”.
Dazu vernetzt man sich um Tarifziele gemeinsam zu bekommen – die Schere wird dadurch aber nur größer oft. Unten nicht – oben schon.
Und vielleicht wäre eine Splittung hier sogar das effektive Mittel – zumindest rein theoretisch-sachlogisch.
Ich zweifel jedoch, dass solche Gewerkschaft stark genug wäre. Die anderen würden sie unterbuttern. Keine Chance.
“Wie wenig gewerkschaftlich Macht willst du haben? (Manche) Angestellte Lehrer: Jaaa!!!”
Genau, das wäre die Realität wahrscheinlich dabei.
Aber der Kompromiss so ist auch nicht gut. Es bleibt dann bei der Schere, die sich aufspannt – bis sie bricht.
Dilemma für angestellte LuL.
“Das grenzt schon wirklich an Lächerlichkeit.”
Weil das System die Lächerlichkeit stellt. Man schmunzelt, man lacht … Wenn man Kraft dazu hat. Ansonsten verweifelt oder resigniert man.
Sich einzubilden, dass hier tatsächlich eine Änderung durch GEW, dbb oder sonst was entsteht – bei momentaner Systematik und “Gewerkschaftspolitik” – das grenzt nicht nur an Lächerlichkeit, das ist lächerlich meiner Meinung nach. Ideologie hin oder her … Realität zeigt.
Und wie viele Angestellte kämen an ihrem freien Samstag zum zusammen streiken, wo an meiner Schule schon am Streiktag nicht ein einziger hingegangen ist?
‘Ihre Schule’ ist mir ziemlich egal, haben sie neben dieser Ablenkung noch etwas zu den anderen Punkten zu bemerken? Warum sollten die Angestellten denn am Samstag zur Demo kommen – um in einer Form, die ihnen erlaubt ist, Solidarität zu zeigen? Was meinen sie denn zu dem Kernpunkt, dass die Beamtenvertretung dbb nie, wirklich nie etwas gegen die Ungleichbehandlung beim Gehalt äußert, nichts gegen Übertragung nahezu aller Pflichten (§44) sagt, aber sehr schnell und laut dabei ist, wenn es um die sofortige Übertragung des Abschlusses geht? Angestellte haben gestreikt (ja, bei uns alle), tun das seit Jahren, sorgen dafür, dass überhaupt ‘etwas’ passiert, dabei kommt der Druck sicherlich nicht vom ausfallenden Unterricht, geschlossene Tunnel und Unikliniken bewirken da mehr. Nur, was ist das für eine ‘Solidarität’, die immer nur nimmt, aber nicht einmal verbal Anteil nimmt?
Die Erfahrung lehrt, auch in der Zeit nach dem Unterricht nimmt kaum ein Lehrer an Kundgebungen oder Demonstrationen teil. Dann heißt es nicht, man dürfe nicht, dann heißt es, man sei so belastet, dass man nicht teilnehmen könne.
Weil das – sorry – ja auch überwiegend wenig bis nichts bewirkt. Außer “gutes Gewissen” und “Schulterklopfer”.
Warum denken Sie, dass Demos hier was großartig bewirken?
Oder meinen Sie Demos, welche “Strukturen beeinträchtigen”? Dann ja. Wird das gemacht? Habe ich nie von gehört.
Also ja … Man darf. Allerdings stelle ich persönlich die “Sinnhaftigkeit” zumindest in Frage.
Harte Streiks und Streikaufrufe. Dazu seine “wir bezahlen euch” mal etwas hinten anstellen. Das ist “Planbar” – “muss” es ja auch sein. Sondern auf “Streikziel XY – unentgeltlicher Streik für 2 Wochen” und mal schaun was passiert und ob was passiert. Dazu zeitliche Ankündigung auf 1-2 Wochen bezahlten Steik im Nachgang.
Und falls man nicht entgegenkommt/verhandelt – dann Möglichkeit weiterer Streikaufrufe.
Aber ja … Ideologie … “Vereinen von Lehrkräften” [Funktioniert so ja scheinbar nicht sonderlich … Vielleicht mal anders testen?] … “Jeder soll betreiligen können – nicht nur welche es sich leisten können” … Ja. Ideologisch verständlich. Aber nimmt eben auch massive Tarifstreikmöglichkeiten.
Keine Ahnung … Man braucht halt auch keinen “veräppeln”. Soooo “abhängig von Gelder und LuL” ist man eigentlich jetzt auch nicht. Oder man versteht seine Machtmittel halt nicht.
Selbstverständlich würde es helfen, wenn “die Basis” dabei ist. Absolut klar. Aber wenn nicht? Dann schlechte Verhandlungsresultate und “wow- ihr habt aber Gas gegeben” – “boah waren die Verhandlungen aber hart” – “seid froh, dass wir überhaupt was ergattert haben”. Serious? Das ist doch Quatsch. Irgendwo muss man mal Klartext sprechen. Sonst macht man sich als Gewerkschaft maximal zum Affen.
Dazu mal die Fragen halt stellen … Warum “die Basis” halt nicht dabei ist? Gibt es da Gründe? So rational und irrational diese auch sind. So sehr sie auch “die Verhandlungsbasis” tatsächlich schwächen.
Aber kann man nicht “andere Machtapparate” trotzdem mal ausspielen? Ganz unabhängig der Teilnehmenden?
Man tut ja irgendwie so, als ob das rein von der “jetzt-Zahl” von Streikbeteiligten abhängig ist.
Nene … Das ist ein starker Druckpunkt. Aber bei weitem nicht der einzige Druckpunkt.
Streiks haben kaum mehr Teilnehmer als Demos und Kundgebungen am Nachmittag. Bewirken die auch nichts? Dann kann man das ja lassen.
Aber was wirkt?
Gesellschaftlicher Druck durch Demos und Kundgebungen wirkt durchaus, wenngleich subtiler. Es kommt auf die Teilnehmerzahl drauf an. Sind es Massen oder nur ein kleines Häuchen?
Massen an Teilnehmern sind auch Massen an Wählerstimmen.
Ja, warum machen so viele Lehrkräfte nicht mit?! Vielleicht liegt es auch daran, dass immer so getan wird, als sei genug getan worden, indem man sich immer bejubelt.
Einfach mal einen Streik absagen wegen zu geringer Teilnahme. Ich fürchte jedoch, die meisten reagieren dann mit Austritt statt mit mehr Aktivität. Der Leidensdruck ist einfach noch nicht groß genug. (?)
Es hat doch gar keine Streiks gegeben, es wurden allenfalls Warnstreiks durchgeführt. Und letztere betrachte ich als gewerkschaftliche Folklore und nicht als Arbeitskampfmaßnahme.
Exakt. Genau so ist es. Die Warnstreiks kann man als “Opener” machen. Zur Einstimmung.
Aber als “gänzliches Mittel”? Da gähnt der AG “also wie immer? – welche Tage sollens denn sein?” “Gibt uns Planbarkeit – kündigt ihr die selbst (auch) an?”.
Also Richtung “Eltern, keine Sorge … Abdeckung ist für den Tag da.”
“Also macht mal. Aber nicht zu hart. Friedensbewahrung halten.”
“So, also 3 Jahre Laufzeit? Was haltet ihr davon? Und die hälfte der Prozente?”
“Wow, das hart. Wie sieht es mit 2 Jahren und 2/3 aus?”
“Die Kassen. Die Kinder. Sorry.”
“Achso, Deal.”
Also Leute … Nach harten Verhandlungen …
Mitglieder *stutziger Blick*
Ja. Gut. Ist wohl dann so. Haha.
Sach ich doch, Bauerntheater.
“Streiks haben kaum mehr Teilnehmer als Demos und Kundgebungen am Nachmittag. Bewirken die auch nichts? Dann kann man das ja lassen.”
Fangfrage. Gut.
Ich würde hier entgegnen: Dann schauen Sie doch mal die letzten Traifergebnisse an.
Wäre ein Strohmann-Argument meinerseits. Trifft jedoch auf Ihr Strohmann-Argument doch ganz gut?
Mal im Ernst … “Die Streiks” wirken offensichtlich nicht genug.
Sonst müsste man nicht schreiben “harte Kämpfe” [trotz der Steikkraft als Kampfmittel?]. Sie wirkt ja dann offensichtlich nicht wirklich gut.
Oder auch “sooo viele nahmen teil – Danke Danke.” Also das Schulterklopfen. Das stimmt ja (laut Aussagen hier und Gewerkschaftsvertretung bei “Druckfragen”) dann offensichtlich auch nicht.
Können Streiks wirken? Ja. Das zeigen auch andere Gewerkschaften deutlich.
Demos und Kundgebungen sind so bisschen “Beilauf”. Das ist nett. Kann man machen – sollte man auch. Es zeigt mediale Präsenz. Aber bei der “Menge” und “Aufrufen” ist es eben mehr Aktionismus als Druckmittel. Das juckt erstmal keinen.
“Aber was wirkt?”
Siehe andere Bereiche … Bauernstreiks. IG-Metall. Öffentlicher Nah-/Fernverkehr. Streiks gegen Lufthansa und co.
Das wirkt.
Und ja. Hier sind die Mitarbeiter eine deutlich andere Zahl. Diese fühlen sich jedoch
1. Vertreten
2. Abgeholt
3. Und sehen Ergebnisse
Bei “unseren” Gewerkschaften sieht das etwas anders irgendwie aus.
Dazu isz die Arbeit im Sozialen Bereich. Die dort Arbeitenden auch. Das hat ein ganz anderen sozial-gesellschaftliches Standing. Das darf und muss man hier verstehen und berücksichtigen.
Hier gibt es zudem doch einige Tricks … Paar habe ich schon erwähnt. Und ja … Grenzbereich. Harte Druckmittel. Ideologie muss dann weggenommen werden. High Risk – high Reward. Alles klar und auch verständlich, dass man das nicht unbedingt macht. Dann braucht man sich aber auch nicht “mit harten Bedingungen” die “guten Ergebnisse” irgendwie anpreisen (lassen).
“Gesellschaftlicher Druck durch Demos und Kundgebungen wirkt durchaus, wenngleich subtiler. Es kommt auf die Teilnehmerzahl drauf an. Sind es Massen oder nur ein kleines Häuchen? ”
Ja, aber so wie es gemacht wird wirkt es medial als “Pressemitteilungen”. Das ist gut. Aber soooo wirklich Druck macht das tatsächlich nicht. Besser als nichts? Ja. Definitiv. Wirkungsvoll? Ne sorry. Da lacht sich der AG/Staat erstmal eher einen. Gerade bei “geringen Beteiligungen”. Die Gegenseite ist ja im Prinzip, dass kaum jemand “dahinter” steht und die Gewerkschaften nicht mobilisieren (können). Oh ja… Hartes Kampfzeichen.
“Massen an Teilnehmern sind auch Massen an Wählerstimmen. ”
Das ist logisch und zugleich macht das aber keinen Kausalsinn. Warum? Weil die Massen ja da sind. Die Wählerstimmen sind da. Man muss sie eben einsetzen. Das ist unabhängig von der Teilnehmerzahl.
Die Sichtbarkeit meinen Sie wahrscheinlich hier?
Es würde ersichtlich werden, dass man so nicht zufrieden ist und es medial präsentieren. Da haben Sie vollkommen recht.
Schaffen das die Gewerkschaften? Nö? Schade aber auch. Dann funktioniert das auch nicht.
Jetzt ist die Frage und Aufgabe für die Gewerkschaften … Warum denn “immer wieder” das gleiche Spielchen und so wenig Aktivität?
Und dann die Lösungsfrage eben. Wie löst man dies? Kann man das überhaupt?
“Ja, warum machen so viele Lehrkräfte nicht mit?! Vielleicht liegt es auch daran, dass immer so getan wird, als sei genug getan worden, indem man sich immer bejubelt. ”
Das müssten Sie konkretisieren.
Als “Lehrkräfteschaft”? Oder als Gewerkschaften?
Bei Gewerkschaften würde ich hier durchaus einige Faktoren sehen …
Bei “Lehrkräfte” – wo bejubelt man denn, dass genug getan wurde? Verstehe ich nicht.
Durch Beiträge?
Durch Anwesenheit?
Das bitte konkreter, oder ich sehe den Punkt nicht – sorry.
“Einfach mal einen Streik absagen wegen zu geringer Teilnahme. Ich fürchte jedoch, die meisten reagieren dann mit Austritt statt mit mehr Aktivität. Der Leidensdruck ist einfach noch nicht groß genug. (?)”
Jap, warum denn nicht.
“Ihr wollt mehr Lohn? Wir brauchen euch für den Streikdruck. Macht mit oder ihr geht leer aus. Bei/Ab mindestens XY Streikzusagen gehen wir in HARTE Streiks. Seid ihr dabei? Dann hier anmelden: …”
Fände ich gut. Die GEW kann (und sollte ggf.) dann ebenfalls aufspringen und auch ihre Privatschulen – für welche sie (eigentlich) zuständig sind/wären – direkt zum Streik mit aufrufen. Eben in dessen Interessen und mit deren jeweilige Ziel(angleichungen).
Und ja … Genau das ist mitunter auch “high risk – high reward”. Eine (Zusatz)Möglichkeit von mehreren.
Es ist nicht nur der Leidensdruck. Es ist auch die “Moralische Einstellung zum Beruf”. “Aber die Kinder”. “Eigentlich mache ich ja gerne meinen Job”. “Anecken will ich aber irgendwie auch nicht. Usw. usf.
Nene … Das Streikrecht ist ein Recht. Es ist legitim und sollte genutzt werden. Keine Moral. Kein “Kompromiss” zur “Schuldfrage”. Der AG und die AG-Vertretung entscheiden – zu ihrer Zeit – ob die Kinder beschult werden oder nicht. Keine Umkehr der Bedingungen.
Und das sollten einige mal verstehen. Inklusive einiger Gewerkschaften.
Wer für Ideologie steht und “alle (gesellschaftlich) vertreten will” ist erstmal in einer moralisch absolut schwachen Position dem Staat/AG gegenüber. Das muss man dann eben nutzen und verknüpfen. Transparenz und Kommunikation. Und dann harte Streiks.
Wie gesagt … Man könnte auch “als Einstieg” mal einen unentgeltlichen Streikauf versuchen. Über 2 Wochen mit klarem Tarifziel etc.
Dazu als Ankündigung, dass der Folgestreik bezahlt ist.
Wer es sich leisten kann während dieser Zeit Urla… Ehm zu Streiken … Der bleibt daheim.
Dadurch ist es ein “planbarer Streik” (alle werden Aufgerufen) als “Unplanbarkeit” [Wer bleibt tatsächlich zuhause?]
Was bewirkt sowas?
– Es baut als Zeichen auf: Einige Streiken, obwohl sie kein Gehalt während dieser Zeit [unbezahlter Urlau… Ehm Streik ….] erhalten.
– Die Ankündigung zum “wenn das nicht innerhalb der Zeit verhandelt wird – dann harter bezahlter Streik mit ansage” gibt dem einen moralischen Push. “Wenn einige sogar unbezahlt Streiken … Vielleicht gehen doch mehr in bezahlte Streiks.
– Dazu kann AN selbst (in)direkt entscheiden: Kann und will ich mir das leisten?
-> Gewerkschaft(en) haben keinen Gelddruck und -einsatz während dieser Zeit
–> Der ggf. anschließende bezahlte Folgestreik würde dann die “gewünschte Gemeinsamkeit statt Spaltung” zeigen/geben potentiell
—> Man würde hier kaum Risiko haben. Klar juristisch … Tricky … Wird sofort als “unsittlich” angegangen … Aber ist eben ein Grenzbereich
-> Sogar falls es angegriffen wird … Bis das um ist, ist die Verhandlung um. Genau so spielt der Staat/AG ja auch.
-> hält er sich immer an Gesetze, (Wahl)Versprechen, (feste) Zusagen, “soziale Moral” usw.? Inklusionsvereinbarungen? Ne. AZE? Ne. Beamtenbesoldung [Abstandbewahrung]? Ne.
Also warum dann “moralisch fair” hier gegen einen solchen “Gegner/Verhandlungspartner” reingehen und Fairness dessen erwarten? Wie kommt man denn drauf.
Die meisten Forderungen bräuchten die Gewerkschaften gar nicht, wenn der AG “fair” wäre. Das sollte man auch mal checken.
Wenn der Leidensdruck groß genug wird. Meine Prognose: 5-15 Jahre. Nicht als “sofortiger Kollaps”, sondern als schleichender Prozess. Dann erledigt sich das von selbst.
Wie gesagt … Bedingungen für dies werden aktuell (selbst) gepushed. Es ist eine Wahrscheinlichkeit. Und wenn “Staat/AG” so weiter macht … Dann ist es sogar die logische Konsequenz.
Update nach meinen GEW-Kontaktversuchen:
Nicht mal ‘ne müde mail war drinnen. Wollte in meiner Freizeit solidarisch mitstreiken.
“Und wie viele Angestellte kämen an ihrem freien Samstag zum zusammen streiken,”
0 Lehrkräfte.
Samstag ist kein Streiktag bei Lehrkräften. Das ist formal und juristisch gesehen nicht möglich. Daher … 0.
Habe ich die Fangfrage bestanden?
Sie also auch nicht?
Ein Großteil der Angestellten ist befristet tätig oder nicht in der Gewerkschaft.
Als Seiten-/Quer oder Sonst-Einsteieger verdienen diese Leute sowieso wenig netto.
Aber besser wäre es, die SchaLL bundesweit auszuweiten, gerne mit neuem Namen (wie der Ihre).
Bei der Nullrunde und dem hohen Realohnverlust?
Weder 35 Std Woche, 4 Tage Woche oder Homeofficetag erreicht.
Diese 1% in 2028. Das macht es sehr unattraktiv und wirkt auf junge Leute sehr abschreckend und aus der Zeit gefallen 🙁
Unflexibel und wenig Geld
Der Beamtenstatus lockt zur Genüge. Sie doch auch, oder?
PetraOWL, Homeoffice ist schon wieder out. Lies mal:
https://www.withcozy.de/15-167544-mitarbeiter-fallen-eindeutig-aus/
A13 wird seit 10 Jahren völlig abgewertet durch die Sockel.
Warum noch studieren??
Reallohnverlust pur
Welche Sockel?
Heul leise. A13 ist netto immer noch besser als E13. Das erhalten ihre angestellten Kolleg:innen.
Das abfällige “Heul leise” ist hier gänzlich unangebracht. Tanya weist zurecht daraufhin, dass durch die ständigen Sockelbeträge das verfassungsgemäß Abstandsgebot eingeebnet wurde.
Und ob es dir passt oder nicht…die Bezahlung der E13 Lehrkräfte ist in formaljuristisch absolut in Ordnung, während hingegen das verbeamteten A13 Lehrkräfte flächendeckend verfassungswidrig zu niedrig ist.
Wir leben im Bildungswahn. Ich bin sicher es würden lieber Menschen für 4000 Euro Lehrer werden, als für 6000 Euro Kanalarbeiter.
Hauptsache man ist gebildeter Akademiker und genießt Status….
Wohl wenig Erfahrung mit Kanalisation und Abwasseraufbereitung. Ingenieure für Siedlungswasserwirtschaft sind ebenfalls Akademiker, Scheisse und Diplom/Master sind also vereinbar und gem. damaligen Mangelfach in NRW für NW und M zu verwenden.
es wird zunehmend unattraktiv in der Schule zu arbeiten, dieses dauernde Hinterherlaufen und buckeln nach 2 %. Woanders gibt es ordentliche Ausschüttungen und wertschätzende Prämien bei flexiblen Arbeitszeiten.
Ich glaub, mein Sch pfeift, Leute!!!
Das hätten 7% in 15 Monaten werden müssen. Der Streik hätte weitergehen müssen. Die Metallbranche hat viel mehr rausgeholt und eine 35 Stunden Woche, Leute!!! Was soll das?
Könnt ihr mir das mal verraten?!
Waren Sie denn beim Streik dabei?
Tjo, im Hortbereich hat man neben den %en noch die Zulage und die Regenerationstage, sowie “Urlaubsumwandlung/Umwandlungstage” (nennt man das so?) ausgehandelt.
Also kommt man ab 2027 glaube ich auf 31 Tage Urlaub + 2 Regenerationstage + 2 Umwandlungstage -> Bis zu 35 Tage Urlaub
Ist doch auch was nettes.
Ich sehe das ganz genauso. Alle jubeln über diese Abschlüsse. Aber sie sind einfach lächerlich. Schaut man genau hin, erkennt man, dass die Erhöhung gerade einmal die Inflation ausgleicht. Also Reallohnverlust wie immer.
Ich sehe das anders, “alle” meckern über diese Anschlüsse, aber beim Streik haben sie uns im Stich gelassen. Wie armselig!
Ich verlange die vollständige und zeitnahe Übertragung der besseren Beamtenbesoldung auf deren angestellte Kollegen!
GEW, VBE… warum schweigt ihr dazu? Wir Angestellte haben den Tarifabschluss errungen!
Die GEW schweigt nicht komplett dazu:
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/einigung-tarifstreit-104.html
“GEW: Wichtige Reformen wurden vertagt
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sprach in einer Mitteilung von einem “akzeptablen Kompromiss”. Allerdings kritisiert sie, “dass wir eine bessere Regelung der Höhergruppierung und die Paralleltabelle für die angestellten Lehrkräfte nicht erreichen konnten.” .Die TdL habe sich diesen Reformen “schlicht verweigert”.”
Ohne Paralleltabelle wird und kann es keine Angleichung geben da es rechtlich wegen der Tarifbindung und Eingruppierung im TV-L nicht möglich ist.
Das ist aber nicht die Antwort auf die Frage/Forderung, dass eine Erhöhung der Besoldung der Beamten auch zu einer Erhöhung des Gehalts der Angestellten führen MUSS!
Wäre schön…aber es besteht dazu weder eine gesetzliche Grundlage noch fiskalischer Wille seitens der Besoldungsgesetzgeber.
Es könnten Tausende Angestellte die Übertragung der erhöhten Besoldung der Beamten auf die Angestellten fordern.
Und es könnten Zehntausende Beamte die Übertragung der erhöhten Besoldung der Beamten auf ihre angestellten Kollegen fordern!
Sie können die Gleichstellung bei den Zulagen und der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sowie bei den Pensionen fordern. Das reguläre Brutto der Beamten ist jedoch derzeit im Vergleich zum Angestelltenbrutto derselben Entgeltstufe i.d.R. geringer.
Der große Unterschied im Netto kommt durch den fehlenden Arbeitslosen- und Rentenversicherungsbeitrag und ggf. die Zulagen bei den Beamten zustande.
“Sie können die Gleichstellung bei den Zulagen und der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sowie bei den Pensionen fordern.”
Ja, das wäre doch schon mal ein großer Fortschritt! Hat die CDU Berlin nicht sowas Ähnliches den angestellten Lehrern versprochen, als sie noch in der Opposition war?! Leider schnell wieder vergessen, nachdem sie an die Macht kam. (Lange nichts vom @Kleeblatt gelesen.)
Das Sie diese Unwahrheiten immer noch verbreiten, grenzt schon an Ignoranz! Eingangsstufenvergleich: E-13-1 Brutto: 4629.74 € A-13-3: 5012.84 €
Erfahrungsstufe im ersten Fall 1, was nach bestandenem Vorbereitungsdienst schon im Eingangsamt nicht passt, und erst recht nicht im Beförderungsamt.
Im zweiten Fall nehmen Sie eine höhere Stufe. In NRW fängt die Tabelle aber erst bei A13-5 an mit 5051,74 Euro.
E13-3 ist 5220,71 Euro.
Woher sind Ihre Zahlen? Und was soll der Kernobstvergleich?
Nein. Ich traue Ihnen zu, den Rechner aus dem entsprechendem Forum für die Öffentlichen zu bedienen. Ich habe es mit Sachsen verglichen. Können Sie aber auch mit Niedersachsen oder Bayern vergleichen. Was stellen Sie fest?
Als ehemaliger Landesbediensteter des Landes NRW interessieren mich die Besoldungstabellen der anderen Bundesländer nicht. Der einzige für mich interessante Vergleich ist der zwischen der Entgelttabelle gem. TV-L und der gem. Landesbesoldungsgesetz NRW.
Hätten Sie von vorn herein angegeben, auf welche Zahlen bzw. Tabellenzweiten welches BL Sie zurückgreifen, um Ihre Aussage zu begründen, wäre das Hin und Her müßig gewesen.
Kommt auf das Bundesland drauf an. In manchen ist das Brutto der angestellten Lehrer etwas höher als das der verbeamteten Lehrer, um den “Nettominuseffekt” auszugleichen.
Was ist das denn für eine Begründung? Angestellte Leher werden ganz normal nach TV-L bezahlt. Da gibt es keinen Ausgleich für den “Nettominuseffekt”. Wie kommen Sie nur auf so einen Unsinn.
Es geht ja eben nicht um den TV-L sondern um die unterschiedlichen Landesbesoldungsgesetze. In NRW ist (siehe oben) bei gleichen Erfahrungsstufen die Brutto-Besoldung (A13) niedriger als das Tabellenentgelt E13 gem TV-L, um die Netto-Differenz zu minimieren.
Unterhalb der A13/E13 sieht das schon deshalb anders aus, da es die Paralleltabelle ja nicht gibt, die A12-Stelle, wenn sie mit einen angestellten, grundständigen Lehrer besetzt wird, wird mit E11 vergütet. Nicht-grundständige Lehrkräfte erhalten für die gleiche Arbeit dann nur E10.
In NRW ist (siehe oben) bei gleichen Erfahrungsstufen die Brutto-Besoldung (A13) niedriger als das Tabellenentgelt E13 gem TV-L, um die Netto-Differenz zu minimieren.
Eben. Und deshalb, das sagen hier ja viele die ganze Zeit, muss dann das Angestelltengehalt auch erhöht werden, wenn die Beamtenbesoldung erhöht wird.
Na offensichtlich aber doch. @dickebank bestätigt es, ich kann es aus Berlin bestätigen. Wer auch immer das Gehalt der Angestellten festsetzte (es fiel ja nicht vom Himmel), hatte womöglich eben genau das im Blick, was @Abdulla so treffend den “Nettominuseffekt” nannte, den Angestellte gegenüber Beamten bei gleichem Verdienst hätten.
Und wer soll das bezahlen, wenn es der Wirtschaft immer schlechter geht? Sollen wir noch mehr Steuern zahlen? Wo soll das nur hinführen? Mir tun die jungen Menschen leid.
Sie meinen, deshalb ist das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Erhöhung der Besoldung der Beamten nicht umsetzbar? Ok.
Nach Tarifabschluss: Vollständige und zeitnahe Übertragung auf Beamte? Finanzminister winden sich – ein Bundesland reagiert positiv
Aha, ein Bundesland reagiert positiv. Die Beamten bekommen die Gehaltserhöhung auch. Und welches Bundesland reagiert positiv, sodass die Angestellten die Besoldungsnachzahlung ebenfalls bekommen?
Da sind doch Wahlen demnächst irgendwo. Man frage dort vielleicht zuerst!
1 zu 1 klingt gut. Angestellten und Beamt*innen gleich viel zahlen, den “Überschuss” der Beamt*innen in neues Personal stecken!
Und was ist mit den Angestellt*innen?
Wie viel Überschuss haben die Ihrer Meinung nach gegenüber Beamt*innen?
Der Berliner Senat genehmigt sich 6,5% für ein Jahr.
Wir bekommen Almosen und wieder keinen Anschluss an den TVÖD (1 Tag mehr Urlaub, höhere Jahressonderzahlung + Leistungsprämie). Wir im TVL sollten unsere Leistung mal runter auf 100% fahren – nix mehr Mehrarbeit.
Und wer hier meint die Freie Wirtschaft bezahlt den “Luxus”, auch wir zahlen Steuern. Diese Aussage ist genauso falsch als würden wir behaupten, die Wirtschaft schwächelt weil man dort zu faul zum arbeiten ist.
JA, einfach mal machen und nicht nur reden!
Und Hessen, seit der Amtsführung von Robert Koch annodazumal, nicht mehr Mitglied der Tarifgemeinschaft deutscher Länder, guckt mal wieder dumm… Und wartet, was gnädigerweise “irgendwann mal nachträglich angeglichen” werden könnte. Da ist die Frage, ob Versorgungsempfänger was kriegen, wenn ja, wann(?) noch gar nicht im Raum.Da geht`s drum, ob es grundsätzlich überhaupt “was” gibt.
Also, hört auf zu meckern.
Hoffentlich gibt’s keinen “Rhein”fall.
Genau mein Humor (grins) = Rhein/-fall …
Man wird sehen, sagten die Blinden…
Wenn die SchaLL sich bundesweit ausbreitet, die “Schutzgemeinschaft angestellter Lehrerinnen und Lehrer (SchaLL)“, wäre das schon mal gut. Da könnte man auf vorhandene Strukturen zurückgreifen. Je nach Altersgrenze für die Verbeamtung gibt es unterschiedlich viele angestellte Lehrer in jedem Bundesland.
PS: Eigentlich agieren die doch bundesweit, lese ich gerade:
“SchaLL macht sich bundesweit stark für die Interessen tarifbeschäftigter Lehrer*innen. Die Schutzgemeinschaft beschäftigt sich mit der rechtlichen und finanziellen Gleichstellung angestellter und verbeamteter Lehrkräfte über alle Schulformen hinweg.”
Wirklich erheiternd, dass weniger über das Thema der Übernahme des Abschluss auf Beamte, als mal wieder den Unterschied zwischen verbeamteten und angestellten Lehrkräften diskutiert wird.
Das bekommt in letzter zeit hier fast Tradition. Das Thema ist da oft egal.
Irritierend finde ich dabei, dass die angestellten Lehrer nicht auf eine Angleichung ihrer Arbeitsbedingungen und Bezahlung drängen, sondern schon hoch zufrieden wären, wenn es den verbeamteten “Kollegen” endlich schlechter ginge.
Es hat nie ein angestellter Kollege hier gefordert, dass es den verbeamteten Kollegen schlechter gehen soll. Mythen von Mondmatt.
„ Irritierend finde ich dabei, dass die angestellten Lehrer nicht auf eine Angleichung ihrer Arbeitsbedingungen und Bezahlung drängen, sondern schon hoch zufrieden wären, wenn es den verbeamteten “Kollegen” endlich schlechter ginge.“
Würden Sie bitte die entsprechenden Posts verlinken? Ich lese das nämlich nicht aus den Posts heraus.
„ Wirklich erheiternd, dass weniger über das Thema der Übernahme des Abschluss auf Beamte, als mal wieder den Unterschied zwischen verbeamteten und angestellten Lehrkräften diskutiert wird.“
Ich finde es nicht erheiternd, sondern befremdlich, dass man über: „gleicher Lohn für gleiche Arbeit und gleiche Pflichten“, „alle Kinder sind dem AG gleich viel wert“, „Gleichbehandlung im Krankheitsfall“ usw. überhaupt diskutieren muss – insbesondere im ÖD. Und ich finde es ebenfalls befremdlich, dass sich jemand darüber mokiert, dass die im Vergleich zu verbeamteten deutlich schlechter gestellten angestellten Lehrkräften das immer wieder aufs Tableau bringen.