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Schule der Zukunft: „Wir verlieren viel zu viele Schülerinnen und Schüler. Wir brauchen die Potenziale“ – ein Interview

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BONN. Myrle Dziak-Mahler kennt Schule aus unterschiedlichen Perspektiven – als Förderlehrerin mit schulmüden Jugendlichen, als Deutsch- und Geschichtslehrerin in der Oberstufe, als langjährige Verantwortliche für die Lehrer:innenbildung an der Universität zu Köln, als Kanzlerin der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft und heute als Geschäftsführerin der gemeinnützigen lernlog gGmbH in Bonn. Aus dieser Erfahrung heraus ist sie überzeugt: Das klassische System der Kohortenbeschulung stößt an seine Grenzen. Im Interview erklärt sie, warum alte Rezepte nicht mehr greifen, weshalb selbstgesteuertes Lernen kein pädagogischer Luxus ist – und was all das mit Demokratie zu tun hat.

“Im freien Fall”: Bildungsexpertin Myrle Dziak-Mahler. Illustration: Shutterstock

News4teachers: Individualisiertes Lernen, selbstständiges Lernen – dafür stehen Sie, Frau Dziak-Mahler. Ausgehend von der Situation, wie sie sich im schulischen Regelbetrieb heute darstellt: Wohin möchten Sie darin?

Dziak-Mahler: Unser System Schule, so wie es gestrickt ist, passt nicht mehr. Wir haben es mit zunehmender Heterogenität zu tun. Das weiß jeder, der in Schule unterwegs ist. Allein die Themen Zuwanderung und Inklusion mache deutlich: Wir haben insgesamt viel stärker die Notwendigkeit, individuell auf Schülerinnen und Schüler einzugehen. Dazu gehört auch das Stichwort psychische Belastungen, weil das ebenfalls ein Bereich ist, der die Notwendigkeit deutlich macht, dass wir eine stärkere Individualisierung brauchen.

Das ist unsere Situation – und sie passt nicht zu der klassischen Kohortenbeschulung, die wir im Schulsystem seit Jahrhunderten vorfinden. Das crasht gerade richtig, weil dieser Zustand – zusammen mit den ohnehin mangelnden Ressourcen – dazu führt, dass viele Lehrkräfte sagen: Ich schaffe es so gar nicht mehr.

Baulich ist vieles schlecht, wir haben nicht genug Lehrerinnen und Lehrer, wir haben insgesamt nicht genug Fachkräfte für die Schulen. Zusammengenommen ist es ein Punkt erreicht, an dem viele Lehrkräfte sagen: Selbst wenn ich alles ausblende und versuche, mit Scheuklappen durch meinen Unterricht zu galoppieren, durch meine Lerngruppe, die im gleichen Tempo mit den gleichen Inhalten zu einem Klausur- oder Testtermin getrieben wird – es geht einfach nicht mehr.

“Wir hatten den PISA-Schock 2000 und sind im Grunde seitdem im freien Fall”

Wir konnten uns viele Jahre noch retten durch das Sortieren von Schülerinnen und Schülern nach der vierten Klasse. Damit funktionierte diese Kohortenbeschulung an bestimmten Standorten länger, an anderen ist sie schon viel früher zusammengebrochen. Grundschulen haben sich, so meine Beobachtung, viel früher auf den Weg gemacht, andere Lernwege zu gehen, denn ihre besonderen Situation, alle Kinder beschulen zu müssen, hat früheres Handeln notwendig gemacht. Dagegen konnte das klassische Gymnasium die Kohortenbeschulung noch länger aufrechterhalten. Die vorgenommene Selektion hat dazu geführt, dass dort Kinder und Jugendliche ankamen, die einerseits bereits in der Primarstufe erkennbar das Potenzial für diese Schulform mitbringen, aber eben auch die häuslichen Bedingungen und ein entsprechendes Umfeld, das sie unterstützt. Wir wissen z. B., wie der Nachhilfemarkt boomt. Aber auch am Gymnasium hakt es zunehmend. Diese Faktoren machen schon erkennbar: Das funktioniert nicht mehr gut.

Wir brauchen also Möglichkeiten in Schule – auch unter den Bedingungen der mangelnden Ressourcen, über die ich nicht hinwegsehen möchte –, dass Schülerinnen und Schüler individueller begleitet werden. Das betrifft die Persönlichkeitsentwicklung auf der einen Seite, vor allem aber das Lernen.

Wir hatten den PISA-Schock 2000 und sind im Grunde seitdem im freien Fall. Es gab um 2010 eine kleine Verbesserung, aber seitdem geht es wieder bergab. Mittlerweile sehen wir den Ergebnissen der nächsten Bildungsmonitoring-Studie mit Sorge entgegen, da wir befürchten müssen, erneut eine Klatsche zu bekommen – an verschiedenen Stellen ist keine Verbesserung erkennbar, vielmehr sind in einigen Bereichen weitere Rückschritte zu verzeichnen. Wie gelingt es uns, das zu drehen?

lernlog, die digitale Lernbegleitung

Wie können Lehrkräfte selbstgesteuertes Lernen praktisch organisieren? Hier setzt die Web-App lernlog an. Entwickelt von der gemeinnützigen lernlog gGmbH in Bonn, einer Initiative der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft, unterstützt das digitale Tool Schulen und Lehrkräfte dabei, individuelle Lernprozesse zu strukturieren und zu begleiten.

lernlog fungiert als digitales Logbuch: Schülerinnen und Schüler planen ihre Lernziele, dokumentieren Fortschritte und reflektieren ihre Arbeit. Lehrkräfte erhalten Werkzeuge für Feedback und Lernberatung. Für die Primarstufe gibt es „lernlog kids“. Schulen werden bei der Einführung begleitet und können sich in einer Community vernetzen. E KI-gestützter Service wird gerade integriert, der individuelles Feedback weiter datengestützt verbessert.

Selbstständiges Lernen optimal begleiten, im Team zusammenarbeiten, Ressourcen besser verteilen und nutzen! lernlog macht selbstgesteuertes Lernen einfach, wirkungsvoll und zukunftsfähig.

Informieren Sie sich gerne: www.lernlog.digital/

News4teachers: Jetzt spiele ich mal den Advocatus Diaboli und sage: Vielleicht liegt das alles daran, dass Eltern sich nicht mehr kümmern, dass insgesamt zu wenig Leistungsanforderungen gestellt werden. Müsste man nicht die Zügel wieder enger ziehen, strenger selektieren – vielleicht sogar früher selektieren?

Dziak-Mahler: Man könnte das tun – wenn man nicht genau hinschauen möchte. Ich nutze mal einen Satz, den ich neulich gelesen habe: Die Nachspielzeit ist vorbei. Also das, was Sie schildern – mit alten Maßnahmen neue Situationen in den Griff zu bekommen –, das ist im Grunde zu Ende gespielt.

Es ist ja vielerorts und immer wieder  so versucht worden. Aber ich glaube, diese Nachspielzeit ist nun zu Ende. Wir können immer wieder versuchen, mit alten Methoden eine neue Situation zu bewältigen. Nur: Das funktioniert nicht.

Wir erleben dieses Phänomen des Endes der Nachspielzeit ja nicht nur im Bildungssystem, sondern gesamtgesellschaftlich. Immer gleiche Versuche, etwas in den Griff zu bekommen, angewendet auf neue Situationen – das trägt nicht. Und das hat viel mit der Geschwindigkeit der Veränderungen zu tun, denen wir ausgesetzt sind, das hat mit disruptiven Entwicklungen – ich nenne nur das Schlagwort KI – und schlussendlich auch mit einer veränderten globalen Weltlage zu tun.

Deshalb glaube ich nicht, dass ein Mehr an Selektion oder ein Zurück zu früheren Rezepten Antworten sein können.

“Wir stellen fest, dass viele Kinder nicht sicher lesen, schreiben oder rechnen können. Das ist ein großes Thema”

News4teachers: Was macht denn die Situation für Schülerinnen und Schüler so anders als vor 50 Jahren? Oder war vielleicht vor 50 Jahren gar nicht alles in Ordnung?

Dziak-Mahler: Das wäre tatsächlich meine erste Anmerkung: Vielleicht war vor 50 Jahren gar nicht alles so in Ordnung, wie wir es rückblickend manchmal wahrnehmen. Es gibt viele Bereiche, in denen wir heute einfach genauer hinschauen und deshalb auch mehr wissen – über Kinder und Jugendliche und darüber, was ihnen möglicherweise schon in den 1960-er- oder 70-er-Jahren nicht gutgetan hat.

Wir hatten in den 1970-er-Jahren allerdings auch einen ganz anderen Blick auf Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit. Es gab einen bildungspolitischen Aufbruch. Menschen wie ich wären ohne diesen Aufbruch niemals auf dem Gymnasium gewesen. Es existierte eine andere Haltung dazu, Potenziale heben zu wollen, ein anderes Verständnis von Chancengleichheit: Jungen Menschen aus allen Schichten sollte der Zugang zu Bildung ermöglicht werden. Und er wurde: Flächendeckend gelang es, dass die sogenannten Arbeiterkinder Abitur machten und studierten. Das ist heute nicht mehr selbstverständlich – ganz im Gegenteil, möchte man sagen. Wir verlieren viel zu viele Schülerinnen und Schüler im Schulsystem.

Und wir haben einen weiteren signifikanten Unterschied: Wir stellen fest, dass viele Kinder nicht sicher lesen, schreiben oder rechnen können. Das ist ein großes Thema. Ob das früher weniger der Fall war oder ob wir es einfach nicht getestet haben – das kann man diskutieren. Aber neben diesem Befund haben wir inzwischen ganz andere Anforderungen an die Kompetenzen, mit denen Schülerinnen und Schüler unsere Schulen verlassen.

Die Kompetenzen, die wir in den 1970er-, 80er- oder vielleicht noch frühen 90er-Jahren gelernt haben, waren auf eine Industriegesellschaft ausgerichtet. Heute leben wir in einer digitalen Welt. Wir brauchen andere Kompetenzen, andere Formen des Problemlösens. Schülerinnen und Schüler sind mit Künstlicher Intelligenz konfrontiert, mit einer digitalen Öffentlichkeit, mit Fake News und einer enormen Bubble-Bildung.

Es gab schon immer falsche Informationen, aber es gab nie einen so leichten Zugang dazu und nie eine solche Geschwindigkeit der Verbreitung. Schülerinnen und Schüler müssen sich permanent damit auseinandersetzen, prüfen, was sie da eigentlich vor sich haben – und wir wissen, dass sie das oft nicht ausreichend können.

Unsere Schülerinnen und Schüler werden sich darauf einstellen müssen, mehrere sehr unterschiedliche Berufe in ihrem Leben auszuüben. Und ich meine damit nicht nur einen Arbeitsplatzwechsel, sondern tatsächlich andere Tätigkeiten. Die Geschwindigkeit der Veränderungen ist enorm. Die damit einhergehende Dynamik ist Realität – und darauf bereiten wir unsere Schülerinnen und Schüler bislang nicht ausreichend vor. Sie erwerben nicht systematisch Zukunftskompetenzen, etwa Veränderungskompetenz oder Resilienz.

News4teachers: Kritiker sagen: Kompetenzen ohne Wissen sind nichts…

Hier geht es zum zweiten Teil des Interviews auf News4teachers.

Transparenzhinweis: News4teachers und die gemeinnützigen Montag Stiftungen arbeiten in verschiedenen Projekten zusammen (etwa beim Bürgerrats-Podcast).

Hier geht es zu allen Beiträgen des News4teachers-Themenmonats “Schule der Zukunft”. 

Inklusive Universitätsschule Köln: Wo Wissenschaft und Praxis gemeinsam an der Schule der Zukunft arbeiten (und künftige Lehrkräfte ausbilden)

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ed840
1 Monat zuvor

Flächendeckend gelang es, dass die sogenannten Arbeiterkinder Abitur machten und studierten.

Wenn meine Informationen stimmen, lag die Studienanfängerquote im Jahr 1985 bei ca. 20%, darunter müssten dann auch die oben genannten Arbeiterkinder gewesen sein, die in den 1970er Jahren aufs G9 gewechselt sind.

 “Das ist heute nicht mehr selbstverständlich – ganz im Gegenteil, möchte man sagen.

Um das beurteilen zu können, müsste man wissen, ob der Anteil Arbeiterkinder bei den aktuell ca. 56% eines Jahrgangs, die ein Studium beginnen, niedriger ist als im Jahr 1985.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

“Wenn meine Informationen stimmen”
Welche sind diese, dass Sie sich nicht darauf verlassen möchten?

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Unter anderem Sekundärquellen aus dem Bildungsbereich in denen auf Zahlen des statistischen Bundesamtes verwiesen wird.

Ich übernehme natürlich keine Gewähr für die Richtigkeit, ohne die Primärquelle selber überprüft zu haben.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Natürlich nicht XD

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Stimmt. Das unterscheidet mich von Foristen, die Dinge behaupten ohne Sie belegen zu können.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Mag auf diese Forist*innen wohl zutreffen.
Ich gebe Quellen weiterhin an, ohne mich mit einem “sofern meine Quellen stimmen” zu verstecken.

Wenn die widerlegt werden, lerne ich etwas dazu – so einfach kann das sein 🙂
Da Sie nichtmal vermögen Ihre Meinung zu Themen zu schreiben, finde ich es köstlich, dass Sie dies auch noch auf Ihre Quellen – sofern die stimmen – ausweiten.

Aber was weiß ich schon. Wahrscheinlich werden alle Studien, Messungen und Erhebungen eingeleitet mit: “Sofern unsere Messungen stimmen” 😀

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

ich gebe Quellen weiterhin an,

Das wird man jemanden nicht abkaufen, der sich beharrlich weigert, seine Behauptung von angeblichen “weniger als 0,1%” irgendwie zu belegen.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Die Zahl der Arbeiter ist insgesamt geschrumpft. Folglich müsste die Zahl der Arbeiterkinder ebenfalls abnehmen.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Laut einer Publikation der Friedrich-Ebert-Stiftung vom April 2024 rechneten sich ca. 54% der Erwerbstätigen der Arbeiterklasse zu.
Müsste man nun noch erkunden wie hoch der Anteil der Nachkommen unter den ca. 56% eines Jahrgangs ist, die ein Studium aufnehmen und ob es tatsächlich weniger sind als bei den ca. 20% Studienanfängern im Jahr 1985.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Und wie hoch war der Wert in den 70ern, wie ist die Entwicklung bis 2024 verlaufen?
Die Zahl der klassischen Industriearbeitsplätze ist in diesem Zeitraum von 50 Jahren jedenfalls stark rückläufig gewesen.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Laut Statista erwarben 2019 Kindern aus Elternhäusern mit Hauptschulabschluss zu 39% Abitur.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1072786/umfrage/schulabschluss-von-jugendlichen-in-deutschland-im-vergleich-zum-elternhaus/

Eine exakte Vergleichsgröße zu den 1970ern und 1980ern habe ich nicht gefunden.

In dieser Quelle hier heißt es, in den 1970er Jahren hätten 15% der Kinder aus bildungsfernen Schichten eine Studienberechtigung erworben.

https://www.uni-heidelberg.de/md/journal/2012/11/pressemappe_sozungleichheit.pdf

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

In den 70ern studieren die Alt-68er bzw. machen sie ihre Abschlüsse. Die Mehrzahl der Boomer fängt Anfang der 80er an zu studieren. Die absoluten Zahlen der Studienanfänger lassen sich schnell ermitteln, die entsprechende Zuordnung zu Milieugruppen ist da schon schwieriger zu recherchieren.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Für wie wahrscheinlich halten Sie es denn, dass in den 1980ern bei ca. 15% Abiturientenquote bei Kindern aus der unteren Schicht unter den 20% Studienanfängern-gesamt mehr Arbeiterkinder waren als bei 39% Abiturientenquote untere Schicht und 56% Studienanfänger-gesamt?

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

War nicht meine Fragestellung.
In welchem Maß hat die Zahl der Arbeiter seit den 70ern in Relation zur arbeitsfähigen Bevölkerung abgenommen? Und in welchem Umfang ist die Zahl der Srbeiterkinder in Relation zur Gesamtzahl der Studierenden gestiegen?
Bei sinkender Zahl der Arbeiter kann eine konstante Zahl von studierenden Arbeiterkindern nämlich einen Anstieg bedeuten. Insofern hasse ich es mit relativen Werten zu arbeiten. D.h. ja nicht, dass ich Ihre Werte negiere.

GraueMaus
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Wichtiger fände ich es, einen Überblick darüber zu bekommen, wie viele ArbeiterENKEL Abitur machen und studieren. Ein Bildungsaufstieg über mehrere Generationen könnte häufiger vorkommen als man so denkt. Zumal ein Arbeiterenkel gleichzeitig auch ein Akademikerenkel sein kann. An solche Effekte denkt wohl niemand.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  GraueMaus

Ein Bildungsaufstieg über mehrere Generationen könnte häufiger vorkommen als man so denkt.

Stimmt. Je mehr Arbeiterkinder Abitur machen, desto schwieriger wird es für Arbeiterenkel höhere Bildungsabschlüsse zu erwerben als die Eltern.

GraueMaus
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

‘Was wird wohl passieren, wenn eines Tages alle studieren und fast alle einen Hochschulabschluss haben? Ich fürchte, es wird schwer werden, einen dazu passenden Job zu bekommen, und der Konkurrenzdruck wird unerträglich werden. Das führt dann erst recht zum Sozialdarwinismus und zum Absenken der Gehälter dazu.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  GraueMaus

In Australien – z.B. – ist Kesselschweißer ein Studienfach an einer Highschool, die bei uns einer beruflichen Schule entspricht. Letztendlich ist alles eine Definitionssache. In Ländern, in denen die Duale Ausbildung fehlt, wird die Berufsausbildung häufig über “Hochschulen” organisiert, die bei uns berufliche Fachoberschulen sind. Im Ausland werden die Teilnehmer dieser Bildungsgänge als Studenten und bei uns als Schüler klassifiziert

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Kesselschweißer ein Studienfach an einer Highschool”

Können Sie auch eine konkrete Highschool in Australien nennen, an der so ein Studienfach angeboten wird?

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Ja

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Dann sind Sie wissender als ich, da ich für diese Ausbildung nur apprenticeships in Verbindung mit TAFE-Colleges kenne.

Wäre mal interessant zu erfahren, ob außer Ihnen hier noch jemand so eine Highschool kennt.

Micky
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

In den ersten Jahrzehnten nach der Bildungsreform haben fast die Hälfte der Akademiker (45%) kein Abitur an einem Gymnasium gemacht, sondern sind über den zweiten Bildungsweg aufgestiegen. Das dürfte heute noch eine relevante Zahl sein, trotz der vielen Abiturienten an allgemeinbildenden Schulformen. Das Bildungssystem in Deutschland hat in Wahrheit immer sehr gut funktioniert und ist im Vergleich zum Beispiel zu Frankreich ausgesprochen durchlässig. Viele Leute brauchen die Zeit einfach, die ihnen einer der vielen Alternativwege ermöglicht. Mehr Förderung ist natürlich bessr als weniger Förderung. Ob das jetzt grade die “Schule der Zukunft” leisten kann? Werden wir sehen.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Micky

haben fast die Hälfte der Akademiker (45%) kein Abitur an einem Gymnasium gemacht

Dass Abschlüsse im beruflichen Schulwesen bei Statistiken zur Bildungsgerechtigkeit i.d.R. nicht mitgezählt werden ist in der Tat kein Geheimnis. Auch die Quoten der SuS, die ohne Berufsausbildung oder Studienabschluss bleiben, spielen dabei meist keine Rolle.

Üblicherweise zählen bei Bildungswissenschaftlern nur Übertrittsquoten aufs Gymnasium oder Abitur an allgemeinbildenden Schulen.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Micky

Bis in die 70er gab es die “Puddinggymnasien”.
Das waren Frauenoberschulen auf denen vor allem naturwissenschaftliche, hauswirtschaftliche, sozialpädagogische und musisch-werkliche Fächer wie Handarbeit und Kochen unterrichtet wurden. Sie waren angedockt an Gymnasien, um Mädchen/jungen Frauen mit sehr guter “Mittlerer Reife” die Möglichkeit zu geben, die Fachhochschulreife zu erlangen, um später ein Studium an einer PH oder FH aufnehmen zu können.

potschemutschka
1 Monat zuvor

“klassischen Kohortenbeschulung”
– Wie genau ist dieser Begriff im Artikel gemeint?
laut Duden ist eine Definition von Kohorte folgende:

“Schar, Gruppe (von gemeinsam auftretenden, agierenden Personen)

Gebrauch
bildungssprachlich abwertend”

siehe auch folgenden link:
Kohorte (Sozialwissenschaft) – Wikipedia

S.B.
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Es gibt auch den Begriff Kohortendatum, auch bekannt als fiktives Beförderungsdatum.

vhh
1 Monat zuvor

Auch ich hätte nie ein Gymnasium von innen gesehen ohne die 70er Jahre. Aber selbst wenn man die These akzeptiert, ein Ende der alten Wege sei erreicht: wir haben nicht nur Kinder, die nicht gut lesen, schreiben und rechnen können. Das könnte (!) die KI halbwegs ausgleichen, gruselig für mich, aber nun gut. Was sie nicht ausgleichen kann, ist die Einstellung, sich jedem eigenen Nachdenken zu verweigern, bei fast allen Problemen! Wie wird Denken und Kreativität trainiert, wenn das nie stattfindet? Orientierung in einer Stadt, innere Karte der eigenen Umgebung? Warum, es gibt Maps. Energiewende durch Erneuerbare? Frag’ die KI… Sind deren Argumente schlüssig und logisch, die Fakten korrekt? Warum, das steht doch da, das ist doch nur eine Zusammenfassung. Ich bin gespannt, ob und wie sie das im zweiten Teil lösen kann. Wie bringen wir Schüler, die das Denken nicht mehr üben dazu, über ihren Denkersatz nachzudenken?

Katze
1 Monat zuvor

Wir verlieren viel zu viele Schülerinnen und Schüler. Wir brauchen die Potenziale.“
Alaaarm, Alaaaarm – Potenziale in Gefahr!
Frau Dziak‑Mahler beschreibt völlig korrekt, dass Schulen unter massivem Ressourcenmangel leiden: zu wenig Lehrkräfte, marode Gebäude, fehlende Fachkräfte. Und unmittelbar danach fordert sie individuellere Begleitung, Persönlichkeitsentwicklung und selbstständiges Lernen. Eine bemerkenswerte Logik: Erst das Eingeständnis, dass das System kaum noch atmet – dann die Forderung nach einer Therapie, die noch mehr Personal bräuchte.
Ähnlich elegant wird der Zusammenbruch der frühen Sortierung erklärt. Die Kohortenbildung sei „nicht mehr zeitgemäß“. Das klingt nach natürlichem Verschleiß, nicht nach einem System, das jahrelang durch Reformprogramme überlastet wurde. Kompetenzorientierung, selbstgesteuertes Lernen, Lernlandschaften, individualisierte Lernwege – alles Konzepte, die ohne Ressourcen zwangsläufig scheitern mussten. Das Ergebnis ist bekannt: fachliche Bildung ausgedünnt, Leistungsansprüche relativiert, Schülerleistungen geschreddert. Individualisierte Lernpläne haben vielerorts nicht zu mehr Selbstständigkeit geführt, sondern zu inhaltlicher Beliebigkeit und einem schleichenden Verfall ernsthafter Fachlichkeit.
Und nun zum Mangel an personellen Ressourcen (früher Lehrkräfte genannt): Wer sich nicht zum Moderator oder Lernbegleiter degradieren lassen wollte, verabschiedete sich – durch Langzeiterkrankungen, innere Kündigung oder vorzeitige Flucht aus dem Beruf. Dass diese Abwanderung das Ressourcenproblem verschärft hat, wird heute gern als bedauerlicher Nebeneffekt dargestellt, nicht als direkte Folge eines Systems, das Unterricht zur Nebensache erklärt hat.
Heute singen viele Reformierer unbeirrt weiter das bekannte Lied von der immer gleichen Medizin, die Schulen ja so „dringend brauchen“, obwohl gerade diese Gesänge sie bereits überlastet und fachlich ausgehöhlt haben.
Wir verlieren die Potenziale der Schülerinnen und Schüler an Lernlandschaften, die Denken durch Atmosphäre ersetzen und individualisiertes Lernen in Eigenverantwortung vor allem als Lustbetonung und Spaß verkaufen wollen – würden renitente, rückwärtsgewandte Oldschool‑Konservativlinge behaupten.

blau
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

Mir egal, dann bin ich old school. Doug Lemovs Methoden funktionieren nachweislich.

Katze
1 Monat zuvor
Antwortet  blau

Mir auch egal. Was mir an Doug Lemovs Methoden besonders gefällt – und was uns Generation‑X‑Lehrlingen im Referendariat noch ganz selbstverständlich abverlangt wurde – ist diese herrlich altmodische Lernzielklarheit. Offenbar ein pädagogisches Fossil, das ich hartnäckig mit mir herumtrage.
“Begin with the End (Vom Ende her planen): Die Unterrichtsplanung startet mit dem Lernziel und dem angestrebten Lernergebnis.”
Mit diesem Ansatz fühle ich mich heute in der Gegenwart mancher (nicht aller) abgespeckter, superentspannter Junglehrer zunehmend wie ein pädagogischer Exot, der aus Versehen in die Gegenwart teleportiert wurde.
“Format Matters (Das Format zählt): Schüler werden angehalten, in vollständigen Sätzen zu antworten und die korrekte Fachsprache sowie Grammatik zu verwenden.” Auch das fordere ich konsequent ein – vermutlich ein weiterer Hinweis darauf, dass ich innerlich noch im analogen Zeitalter lebe.
Meine Schüler konnten im Abitur damit aber regelmäßig punkten – und plötzlich gab’s sogar Dank an die „anstrengende“ Oldschool‑Lehrkraft.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

Teach-like-a-champion ist nach meinen Informationen bereits im Jahr 2010 erschienen.

Wird das auch in der Lehrerausbildung eingesetzt oder in größerem Umfang an Schulen in DE?

Katze
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Ich habe mein Referendariat Mitte der 1990er in Sachsen gemacht. Damals waren die genannten Grundsätze guter Standard – nichts Revolutionäres, einfach solides Handwerk. Was heute in der Lehrerausbildung passiert, entzieht sich meiner Kenntnis.
Nach Aussage von MINT-Referendaren mit fachlichem Anspruch geht es allerdings zunehmend in Richtung „Laber Rhabarber“, „Lapbook“, „Leporello“, Lernlandschafts‑Trullala.

HarneEinrichson
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

Also tatsächlich lernt man auch aktuell im Studium die Unterrichtsplanung beginnend von den Lernzielen aufzubauen

blau
1 Monat zuvor

Und wie erklärt man, dass in anderen Staaten man erfolgreich in eine ganz andere Richtung geht? Zum Beispiel in England und USA in Richtung Doug Lemov?

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  blau

“in anderen Staaten man erfolgreich in eine ganz andere Richtung geht? “

England und USA 

Hat sich dann aber bei PISA-2022 noch nicht ausgewirkt.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Wie denn auch? Die Umstellung erfolgte doch erst zu der Zeit. Schülys müssen ja erst einmal über ein paar Jahre anders unterrichtet werden,”

Schwer nachvollziehbar, warum sich Reformen, die 2010 in England durchgeführt wurden sich 2022 noch nicht bei PISA bemerkbar gemacht haben sollen, während in Finnland die Reformen der letzten 10 Jahre dazu geführt haben sollen, dass die Ergebnisse der SuS ohne und mit Migrationshintergrund bei PISA-2022 schlechter ausgefallen sind als bei den jeweiligen Pendants in DE.

Götz
1 Monat zuvor

Die “Kohortenbeschulung”, man könnte auch sagen “Gruppenunterricht”, ist schon immer ein Kompromiss, der nicht unbedingt aus mangelnder Humanität, sondern aus ökonomischer Notwendigkeit heraus entstanden ist. Dass dabei individuelle Bedürfnisse und Talente nicht im optimalen Umfang berücksichtigt werden können, liegt in der Natur der Sache bzw. begrenzter Ressourcen. Ich bin gespannt, welche Alternativen dazu vorgestellt werden und wie realistisch diese sind.

GBS-Mensch
1 Monat zuvor

“Wir brauchen die Potenziale”

Das ist ebenso wohlklingend wie allgemeinplatzig.

Um eine kleine Allegorie aufzustellen:

Wir haben in Deutschland noch beachtliche Steinkohlevorkommen und auch sonstige Bodenschätze. Es lohnt sich nur nicht mehr, danach zu bohren oder sie zu fördern.

Im deutschen Bildungssystem hat man den Anspruch oder viele Akteure im System haben den Anspruch, jeden zu einem (potentiellen) Nibelpreisträger zu machen.
Entsprechend ist der Einsatz von Ressourcen und Dienstleistern.
Teilweise beschäftigt so ein Kind bzw. Dessen Familie bereits mehrere Dienstleister. Wo es nicht der Fall ist, wird es gerne gefordert.

Wir haben bereits eine hohe Quote von Abiturienten. Und bei allem darüber hinaus oder auch jetzt achon macht sich das Paretoprinzip bemerkbar.

Wer jedes Potential heben und jeden zum Nobelpreisträger machen will, braucht unendliche Ressourcen.

Vielleicht reicht es auch, auf jeden Fall wäre es wirtschaftlicher, wenn einige einfach lesen, schreiben und rechnen lernen und irgendwann in den Arbeitsmarkt eintreten oder anderweitig ihren Beitrag leisten.

Dieses aus meiner Sicht typisch deutsche Verlangen nach Einhundert-Prozent-Lösungen scheitert gerade zusehends.

Ganz abgesehen davon, geht mir mehr und mehr die Abwertung von nicht gymnasialen oder nicht akademischen Bildungsverläufen auf den Keks.

Ein Bildungssystem sollte Talente fördern und nicht Talente abwerten oder in Wettbewerb zueinander stellen.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  GBS-Mensch

Ganz abgesehen davon, geht mir mehr und mehr die Abwertung von nicht gymnasialen oder nicht akademischen Bildungsverläufen auf den Keks.

Wäre vermutlich zwar nicht verkehrt, wenn mehr Kinder aus aus der Arbeiterschicht akademische Abschlüsse erwerben würden, aber vielleicht sollte man sich noch stärker auf die Bildungsverlierer am anderen Ende fokussieren.

Jeder Zehnte ohne Abschluss
Brauchen jetzt klare Konsequenzen“: MV erreicht einen traurigen Höchststand”
Schüler ohne Abschluss: Neuer Höchststand in Schleswig-Holstein erreicht

Leistung von Jungen: Jung, männlich, abgehängt” usw. usw.

GBS-Mensch
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

“Wäre vermutlich zwar nicht verkehrt, wenn mehr Kinder aus aus der Arbeiterschicht akademische Abschlüsse erwerben würden…”

Das ist doch schon längst der Fall.

“(…)aber vielleicht sollte man sich noch stärker auf die Bildungsverlierer am anderen Ende fokussieren.”

Inzwischen wird jeder zum Bildungsverlierer gestempelt, der nicht die formal(!) höchsten Abschlüsse erreicht.
Und das ist das, was implizit mit “Potentiale heben” gemeint ist:

Jeden zum formal höchstem Abschluss zu bringen.
Auf Talente und Neigungen wird keine Rücksicht genommen, weil man in der allgemeinen Wahrnehmung ein wertendes Vergleichssystem geschaffen hat.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  GBS-Mensch

Ich denke die jungen Menschen, die ohne Schulabschluss, Berufsausbildung oder Studienabschluss bleiben und zu NEETs werden, kann man schon Bildungsverlierer bezeichnen.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Sicher.

Nur sind die (man beachte die übliche Unterstellerei/framing) in aller Regel NICHT von Lehrkräften “verloren worden” … was mindestens deren Schusseligkeit, realistisch: deren Schuld daran impliziert und wieder zur Selbstausbeutung anstacheln soll.

Um NEET zu werden braucht man nämlich als allererstes mal verantwortungslose Eltern/Verwandte o.ä., die einen dabei durchfüttern und muss die
– gratis
– für jeden angebotene
– mit Transport (Schulbusse usw.) versehene
– mit zumindest erträglicher (Gratis-, falls arm)Nahrung ausgestattete
Schulbildung AKTIV verweigern.

Nur dasitzen und ab und zu was machen, im Wechsel 5er und 4- abliefern reicht NICHT, um NEET zu werden, da muss man schon richtig reinkloppen, um nicht doch noch ‘nen Abschluss zugeschustert zu bekommen.
Wer mal Zeugniskonferenzen in 10 erlebt hat weiß wie es da abgeht – da ist ein Touristenbasar nix gegen.

Jeder hier in der Praxis weiß, mit wie viel Schönrechnerei, “Gnadenvierern” usw. da jeder und alles über die Schwelle geschoben, gerollt und gehoben wird.

Katze
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Ganz genau. Wer heute ohne Abschluss rausgeht, hat nicht einfach „nicht genug gemacht“, der hat eine jahrelange Totalverweigerung betrieben, die schon fast als Gegenleistung zur Schulpflicht durchgeht. Und währenddessen verwandeln sich Notenkonferenzen zuverlässig in einen pädagogischen Basar, auf dem Gnadennoten wie Sonderangebote gehandelt werden. Wer als Lehrkraft nicht bereit ist, beim großen Mitfühli‑Fühli‑Ritual mitzuschunkeln, gilt sofort als defizitorientiertes Problemexemplar, das angeblich den Bildungserfolg sabotiert, weil es sich weigert, die Realität weichzuzeichnen.
Kein Wunder, dass die Ausbilder im Betrieb und die Dozenten an der Uni regelmäßig fassungslos vor unseren frisch „qualifizierten“ Abschlüsslern stehen und sich fragen, wie diese „kompetenten“ Produkte schulischer Fürsorge überhaupt durch ein Bildungssystem gleiten konnten, ohne jemals ernsthaft mit Anforderungen kollidiert zu sein.
Eine gesellschaftlich optimierte Lieferdrohne liefert eben und wirft aus, was bestellt wurde.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich weiß nicht, ob hier von “Feindbild” gesprochen werden kann.

Es gibt eben Kinder/Jugendliche, welche “keinen Bock” haben. Diese werden (wohl) mehr. Zumindest im Bereich des “dann mache ich auch nichts”. Kein Bock auf Schule haben und hatten viele … Trotzdem kann und konnte man sich anstrengen.

Und ja, nicht alle Kinder sind “Totalverweigerer”, welche den Abschluss nicht schaffen. Dann sprechen wir aber von “kognitiver Leistungsfähigkeit”. Und hier sind wir im Bereich des “Können sie das schaffen?” und “Müssen sie das schaffen?”.
Noten geben erstmal als Zahl den Richtwert, ob eine bestimmte Leistung erbracht wurde.
Darauf basiert das Regelschulsystem. Das kann man kritisieren. Aber hier “spielen wir” im Bereich der Schule und häufiger Erwartung von Betrieben, Uni und Eltern.
Falls man jeden einen Abschluss “schenkt/gibt”, dann führt es das auch ad absurdum. Dann braucht man keinem einen Abschluss geben.
Ansonsten gibt es Auffangmechanismus, welche genutzt werden können. Ja, oft zu wenig. Aber auch diese werden oft auch nicht genutzt. Bspw. BFS, BVJ und EQ.

Es ist halt keine “Bringschuld” in “allumfassenden Ausmaß”.

Wenn SuS einen Abschluss haben wollen … Müssen sie eben auch was abliefern. Das ist der Sinn hinter Abschlüssen mit Prüfungen.
Will man das nicht, muss man das System und die Erwartungen anpassen/ändern.

Einige Jugendliche sehen Schule inzwischen als “Last” und “als Feind”. Und hier liegt natürlich ein gesellschaftliches Problem dann. Auch der Anerkennung gegenüber Bildung usw.
Das zeigt sich insbesondere der letzten 4-5 Jahren deutlich zunehmend.

Das “Abwälzen” jeglicher Aufgaben und Verantwortung auf “Schule/Lehrkräfte” ist einfach – aber kann und wird nicht funktionieren. Das ist unehrlich und stellt sich der Realität und dem System entgegen.

Gibt es Totalverweigerer (über viele Jahre) ? Ja. Hat das meistens einen Grund? Ja. Sind wir als “Schule/Lehrkraft” fähig diesen effektiv zu lösen UND ist das unsere Aufgabe? Nein.
Und somit könnte man mal die Schnittstellen und Instanzen überlegen …

Tatsächlich auch hier wieder … Bildungspflicht.
Der Trend wird auch “Aufbewahrung” oder “Bildungspflicht” werden. Muss es. Wenn wir so weiter machen (insb. politisch und gesellschaftlich), wie wir es machen.
Mir ist da eine Bildungspflicht aktuell ehrlicherweise lieber, als “Anwesenheit durch massivsten Mangel”.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Das sehe ich auch so.

Sind wir wieder bei dem Rahmen … Und dieser ist “überlaufen”. Bis bzw. fall überhaupt Bedingungen und Rahmenfaktoren kommen … Sieht man als Lehrkraft eben das Staatsversagen und daraus resultierend auch das (zwangläufige) “Schulversagen” einiger Kinder.

Die Frage ist eben … Kann, will und wird der Staat/AG diese Bereiche stellen?
Momentan sieht es nicht danach aus – gegenteilig der Trend. Die Rahmenbedingungen und Faktoren werden schlechter.

Also wird es langfristig [Boomer, “Mangelkonkurrenz”, geringere “Jobanfrage” usw.] auf:
– Aufbewahrung/Betreuung
– Bildungspflicht
hinaus laufen.

Für eine Bildungspflicht macht sich der Staat/Politik jedoch nicht ehrlich genug. Hier [politisch] wird vehement sich verweigert sich dies einzugestehen.
Daher wird der Trend immer weiter Richtung “Mangelabdeckung” gehen. Das bedeutet eben auch mehr Ausfälle und “Minderung der Stundentafel” hin zu “Betreuungsstunden/Mitbetreuungsstunden/Anwesenheit/Aufbewahrung”.

Natürlich wäre mir auch eine andere Einschätzung deutlich lieber. Jedoch ist der Trend sowas von ersichtlich “und spürbar”. Und wir leben halt (leider) diesbezüglich in der Realität.

Vielleicht sind die 10% auch nur “der Anfang” und nicht “das Ende”. Oder man setzt die Erwartungshaltung und die Bedingungen für einen “Abschluss für alle” so weit runter, dass zwar alle einen bekommen, dieser “im unteren Bereich” tatsächlich soviel Wert ist, wie ein leeres Blatt Papier.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Von dieser “Verpflichtung” scheint niemand groß was zu wissen – und durchsetzbar ist sie (ausdrücklich: LEIDER!) auch nicht.

Klingt mehr nach einer beruhigenden Erzählung zur Selbstvergewisserung. –> Narrativ

Alleine bei der materiellen Ausstattung (normale Schulen haben nicht mal die Schrammelsofas eines Jugendtreffs, obwohl Kinder dort quasi den ganzen Tag sein müssen) könnte man sicher schon ein paar wenige retten und deren “null Prozent Bock” wenigstens in “Ein Prozent Bock” verwandeln.

GBS-Mensch
1 Monat zuvor
Antwortet  447

“Alleine bei der materiellen Ausstattung (normale Schulen haben nicht mal die Schrammelsofas eines Jugendtreffs, obwohl Kinder dort quasi den ganzen Tag sein müssen) …”

Brandlast, Brandschutz…Verboten!

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  GBS-Mensch

Gelten für Jugendtreffs andere Brandschutz-Gesetze /-Bedingungen?

447
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Das sind böse Querdenkerfragen, die nicht erlaubt sind.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Ne, die fragen, ob die eigene Regierung sich ein Virus ausgedacht hat, die Bevölkerung umbringen/ unfrichtbar machen will, eine Dikatur einführt und/ oder die Menschen mit Mikrochips gefügig macht – DAS sind (auch heute noch) die Querdenker*innen 😉

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Genialer Schwachsinn. Vergessen Sie nicht zu bemerken, dass es in Stadtbussen keine Anschallpflicht gibt

447
1 Monat zuvor
Antwortet  GBS-Mensch

Joa, ‘Schland 2035 eben.

Wir hatten vor ‘ner Weile auch mal “Besuch” von unserer obersten städtischen Brandschützerin…irgendeine ziemlich forsch auftretende Kükendame in ihren Zwanzigern, die uns im Kollektiv mal richtig belehrte, was alles verboten sei (Spoileralarm: Alles).

Auf meine freundliche Nachfrage, ob sie denn Feuerwehrfrau sei und wie sie zur ihrem Posten kam … unterdrücktes Kichern im Raum…da hatte ich wohl in ein Fettnäpfchen des lokalpolitischen Pöstchenschacher-Wespennestes getreten.

Auf Folgefragen (hat sie schonmal ein Feuer gelöscht? Ausser durch Anweisung an webergrillende dritte Parteien auf der Terrassemal eins entzündet? Usw.) verzichtete ich dann.

Wir sagten der gestrengen Herrin des Brandschutzes dann zu, natürlich alles exakt so zu machen.
Geändert hat sich nix, ich weiß nicht warum.
So hängen bei uns etwa -brandschutzgefährlicherweise!- Papier- und Pappplakate an vielen Wänden (statt wie brandschutzkompatibel gefordert in abschliessbaren Vitrinen)…dabei weiß doch jeder, dass quasi täglich deswegen Schulen abbrennen.

Ich würde ja am Brandschutz dranbleiben – kahle Wände und Flure in Gefängnisoptik hätten ja was…aber es kamen eben keine Folgeanweisungen.

Tjoah, Schade Banane.
Da kann ich das todsichere Niederbrennen der Schule nur noch schicksalsergeben abwarten.

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  447

“Auf Folgefragen (hat sie schonmal ein Feuer gelöscht? Ausser durch Anweisung an webergrillende dritte Parteien auf der Terrassemal eins entzündet? Usw.) verzichtete ich dann.”

Warum? Da fängt der Spaß doch erst an. Wir müssen uns das doch auch ein bisschen schön machen. Es ist so schön zu sehen, wenn die Gesichtsfarbe langsam in ein sattes Rot wechselt … und dienstrechtlich haben die uns ja nichts zu sagen.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Fällt aber schon auf. dass von den 2713 Jugendlichen (= 10,1% der Abgänger), die in SH ohne ESA von allgemeinbildenden Schulen abgingen, ca. 1630 SPF-SuS waren und 963 Migrationshintergrund hatten.

Ob das wirklich alles Totalverweigerer waren?

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Jap, das ist es, was ich mit “gibt es Gründe? Ja.” beispielsweise meine.

Man muss halt “Clustern”:
– SuS welche gar keinen Bock haben und sich verweigern [die gibt es halt auch]
– SuS welche zwecks “kognitiver Gründe” es schwieriger haben/kaum realisierbar ist [Zieldifferent]
-> GE
-> LE
(-> Minderintelligenz)
– SuS mit anderem Förderbedarf [oft Zielgleich], bspw.
-> ESE
-> KME [Fehlzeiten hier häufiger das Problem]
-> SQ
-> Hören/Sehen
– SuS mit bedingter bis keineen Deutschkenntnissen

Und dann überlegen, wie (und ob) wir jeweils (realistisch) hier entgegen wirken können. Sowohl als Schule – als auch sonstwie.

Das “den Lehrkräften” als “Schuldfrage” oder als “Aufgabe” zu hinterlassen ist zwar sehr einfach … Aber kann nicht klappen.
Hier braucht es systemische Regularien und Rahmenfaktoren, damit Lehrkräfte überhaupt “gezielt entgegenwirken” KÖNN(T)EN.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Die Quoten der Bundesländer schwankten 2024 von 5,3% bis 12,5%.

Ob das dann hauptsächlich daran lag, dass sich die soziodemografischen Merkmale der SuS so stark unterscheiden?

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Welche Bundesländer sind das denn? Wie sind hier die “Bedingungen auf Abschluss”? Sprich … Förderschulen und Schwerpunktzentren. Wie werden diese in der Quote gezählt?

Das sind natürlich alles Faktoren, worüber wir sprechen können und sollten als Gesellschaft.
Und dazu sind halt eben auch Bundesländer “teilweise zu unterschiedlich”.

Gilt im Prinzip auch für “Leistungstests nach außen”. Sprich PISA und co.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Welche Bundesländer sind das denn?

siehe hier:

https://www.insm.de/bildungsmonitor-2025/bildungsarmut/schulabbrecherquote

“Wie werden diese in der Quote gezählt?”

Ob SPF-SuS ohne ESA von einer Gemeinschaftsschule abgehen oder von einer Förderschule ist für die Quote egal.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

“Ob das dann hauptsächlich daran lag, dass sich die soziodemografischen Merkmale der SuS so stark unterscheiden?”
Ist das IHRE Meinung zum Thema, dass Sie diese und keine andere Frage stellen? 😀

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Feindbild trifft es wohl nicht. Ein “Triagesystem” bei der Nutzung der eigenen Ressourcen wohl eher … Selbstschutz halt.
Diese Kinder brauchen andere Strukturen, als die Schule.

GBS-Mensch
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

These:

Vielleicht wären die Bildungsverlierer keine, wenn ein relevanter Teil der Beschulung in Werkräumen, Schulgärten, Lehrküchen etc. stattgefunden hätte…so nach Talent und Neigung.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Was definiert die Arbeiterklasse?

Die Arbeiterklasse – definiert als Arbeitnehmer ohne vierjährigen Hochschulabschluss – stellt fast zwei Drittel der Erwerbsbevölkerung dar und ist in Bezug auf Rasse und Ethnie vielfältiger als die akademisch gebildete Erwerbsbevölkerung.

Es ist wie immer eine Definitionssache. Von welcher Definition wollen wir in der Diskussion den ausgehen. Gehen wir von der oben angeführten definition aus, kann man davon ausgehen, dass Arbeiterkinder unter den Studienanfängern mit großer wahrscheinlichkeit unterrepräsentiert sein werden, da das Drittel der Akademikerkinder mit Sicherheit mehr als ein Drittel der hochschulabsolventen umfasst. Die Frage ist nur, wie hat sich diese Relation seit den 70ern – also während der letzten 50 jahre – verändert.

ich gebe noch eines zu bedenken; der höchste Berufbildungsabschluss, der außerhalb einer Hochschule erreichbt werden kann, ist der Techniker respektive Fachwirt sowie alle Berufsgruppen (Erzieher, Optiker, Vermesser etc.), die staatlich geprüft im Titel führen. Die Ausbildungspläne dieser Gruppen sehen oft nur ein Semester weniger vor als die Studienpläne von Bachelor-Studiengängen.
Würden die Teilnehmer in diesen Bildungsgängen nicht als Schüler sondern als Studenten eingestuft, würde sich die Quote verschieben.

Hinzu kommt, dass viele Ältere – also bis in die späten 70er – zwar für wenige Semester eine Hochschule besucht haben, aber keinen Studienabschluss haben. Dieser Ausbildungsweg war zur damaligen Zeit bis Anfang der 80er nicht unüblich. Frage sind die Kinder dieser Eltern nun Akademikerkinder oder nicht?

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Was definiert die Arbeiterklasse?

Fragen Sie besser die Dame, von der folgendes Statement stammt:

Flächendeckend gelang es, dass die sogenannten Arbeiterkinder Abitur machten und studierten. Das ist heute nicht mehr selbstverständlich – ganz im Gegenteil, möchte man sagen. “

Wenn sich die Quote der Studienanfänger*innen von 20% auf 56% mehr als verdoppelt hat .

Der Aussage

Wir verlieren viel zu viele Schülerinnen und Schüler im Schulsystem.”

stimme ich aber zu, wobei ich damit nicht SuS meine, die ohne FHR/AHR bleiben, sondern völlig ohne Schul- oder Berufsabschluss.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

So sind die Meinungen halt verschieden.

Ich stimme zu, dass diese SuS EVENTUELL später negative Konsequenzen davontragen – nach ersten Amtsdruck & leerem Konto, Handysperre & Co. entdecken ja manche doch die Lust am arbeiten und fangen sich dann, gehen eventuell auch erfolgreich durchs weitere Leben.

Dass “wir” (wer ist wir?) diese “verlieren”, dem stimme ich ausdrücklich ***nicht*** zu – jedenfalls nicht für die Schul(welten), die ich bisher kennengelernt habe.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Ist für mich völlig in Ordnung, wenn Sie da anderer Meinung sind.

nicht für die Schul(welten), die ich bisher kennengelernt habe.

Verständlich, da sich die ja die Quoten SuS ohne ESA oder die NEET-Quoten auch zwischen den 16 Bundesländern bis über 100% unterscheiden, kann es da ganz unterschiedliche Erfahrungen geben.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  447

“nach ersten Amtsdruck & leerem Konto, Handysperre & Co. entdecken ja manche doch die Lust am arbeiten und fangen sich dann, gehen eventuell auch erfolgreich durchs weitere Leben.”
Nicht von sich auf andere schließen 😉

Lera
1 Monat zuvor

„Dazu gehört auch das Stichwort psychische Belastungen, weil das ebenfalls ein Bereich ist,…“

Das Stichwort ist ein Bereich, so so.

„…der die Notwendigkeit deutlich macht, dass wir eine stärkere Individualisierung brauchen.“

Der Bereich macht die Notwendigkeit deutlich, aha.

„Das ist unsere Situation…“

Unsere Situation ist, dass der Bereich die Notwendigkeit deutlich macht, hört hört.

„… – und sie passt nicht zu der klassischen Kohortenbeschulung, …“

Ja klar, wenn die Situation die ist, dass der Bereich die Notwendigkeit deutlich macht, dann folgt logisch daraus, dass die Kohortenbeschulung nicht zu ihr passt.

Alles klar?

Nicht?

An mangelnder Kohärenz kann es nicht liegen. Hier spricht ja eine Expertin.

Ich finde ja, der Bereich Expertentum ist eine Situation, die die Deutlichkeit notwendig macht.

Aber ich bin natürlich kein Experte.

Katze
1 Monat zuvor
Antwortet  Lera

Volle Zustimmung!
Ihr Fazit hat mich endgültig abgeholt:
„Ich finde ja, der Bereich Expertentum ist eine Situation, die die Deutlichkeit notwendig macht.“
Ganz genau so ist es!
Ich würde sogar sagen: Der Umstand der Begrifflichkeit erzeugt eine Lage, in der die Notwendigkeit der Verständlichkeit als Option in den Hintergrund gerät.

Aber gut – ich bin natürlich auch kein Experte.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

Die Bildungsinitiative “‘Schland 2035” kann Ihnen hier nur völlig unterstützend rechtgeben!

Ohne Sensibilität und ergebnisoffene Evaluation ohne Vorurteile bleiben die systemischen Komponenten der Bildungsbiographie abstrakt und wenig greifbar – was der konstruktiven und letztlich konstruktivistischen Entwicklung zum Subjekt des eigenen Lernprozesses zuwiederläuft.

Darum müssen wir die Lernlandschaften öffnen, statt uns in engstirnigen Debatten über Untersuchungsergebnisse zu verlieren und nur gefühlsduselig davon zu träumen, dass Schüler und auch Schülerinnen mal selbst ein Minimum an Eigeninitiative in ihrem Bildungsgang zeigen.

Die Bildungsinitiative Schland 2035 befürwortet es ausserdem aus dialektischen Gründen, wenn zwei aufeinanderfolgende Absätze sich scheinbar wiedersprechen, da so auch genügend Doppeldenkkompetenz nicht nur trainiert, sondern appliziert wird – schon wieder ein Dopplereffekt!

Kerschetine
1 Monat zuvor

Ich kann gar nicht verstehen warum hier in den Kommentaren eine Diskussion über die Quote der Arbeiterkinder entstanden ist. Das ist wieder typisch. Wir verzetteln uns in irgendwelchen Diskussionen, weil niemand bereit ist zu sagen: “Ja wir sind müssen uns massiv verändern und das heißt wir in der Bildung tätigen müssen es auch. War es nicht so, dass schon klar war, dass unser selektierendes System so nicht mehr funktioniert. Insbesonders die Vertreter der Gymnasien sich mit Hämden und Füssen gewehrt haben. Gemeinschaftsschulen werden schlecjt geredet und nicht so untrrstützt, dass sie gut gelingen können. Ganz zu scjweigen von der fachlichen Ausstattung in der frühkindlichen Bildung. Es reicht eben nicht Geld in Gebäude zu stecken und dann nicht für gut ausgebildetes Personal zu sorgen.