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news4teachers.de, 24.05.2013
   

Neue Hoffnung für Brandenburg im Streit mit Opus Dei

POTSDAM. Im langjährigen Streit um die Gründung des bundesweit ersten Jungengymnasiums der streng konservativen Priester- und Laienorganisation Opus Dei in Potsdam hat Brandenburgs Landesregierung juristische Rückendeckung bekommen.

Bischof Javier Echevarría, Prälat von Opus Dei, und Papst Benedikt XVI. Foto: Opus Dei / Flickr (CC BY-NC-SA 2.0)

Bischof Javier Echevarría, Prälat von Opus Dei, und Papst Benedikt XVI. Foto: Opus Dei / Flickr (CC BY-NC-SA 2.0)

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig ließ jetzt die Revision gegen ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Berlin-Brandenburg zu (Az BVerwG 6 B 45.11 (6C6.12)). Das OVG hatte im September vergangenen Jahres entschieden, dass das Bildungsministerium erneut über den Antrag zur Errichtung eines Jungengymnasiums entscheiden muss, den es im Mai 2007 abgelehnt hatte. Eine Revision vor dem Bundesverwaltungsgericht ließ das OVG damals nicht zu. Dagegen legte das Ministerium Beschwerde ein. Zuvor hatte es zwei juristische Niederlagen einstecken müssen. So bestätigte das OVG ein Urteil des Verwaltungsgerichts Potsdam vom Juni 2009.

Beide Instanzen hielten es für zulässig, dass ein freier Schulträger auch nach Geschlechtern getrennte Schulen gründen kann. Aus Sicht des Bildungsressorts dagegen widerspricht ein reines Jungengymnasium dem gesetzlichen Grundsatz einer gemeinsamen Unterrichtung von Jungen und Mädchen (Koedukation). Das geplante Jungengymnasium geht auf eine katholische Elterninitiative zurück. Antragsteller ist die in Köln ansässige «Fördergemeinschaft für Schulen in freier Trägerschaft e.V.».

Bildungsministerin Martina Münch (SPD) begrüßte die Entscheidung der Bundesrichter, weil sie damit «der Frage der Koedukation als Lehrmethode oder Lehrziel eine grundsätzliche Bedeutung beimessen» würden. Auch freie Schulträger sollten nicht von dem an öffentlichen Schulen geltenden Prinzip der gemeinsamen Erziehung von Mädchen und Jungen abweichen dürfen, betonte Münch. dpa
(27.4.2012)

Zum Bericht: “Katholiken siegen gegen Schulminister” 

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