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Studie: Suchmaschinennutzer oft inkompetent und unkritisch

MAINZ. 90 Prozent der Deutschen Internetnutzer lassen sich bei Ihrer Suche durch Google leiten. Allerdings können die wenigsten Nutzer sicher mit ihnen umgehen. Forscher der Uni Mainz fordern daher mehr medienrechtliche Regulierung für Suchmaschinen.

Eine überwiegende Mehrheit der deutschen Internetnutzer sucht mit Google – aber die meisten verstehen nicht, wie die Suchmaschine funktioniert. Das ergab eine Studie der Universität Mainz. Wenig bekannt war zum Beispiel, dass Google die Suchergebnisse auf die Nutzer zuschneidet, indem es die Ergebnisse einer neuen Suche den bisherigen Suchvorgängen anpasst. Der Großteil (92 Prozent) der deutschen Internetnutzer nutzt der Studie zufolge Google am häufigsten als Suchmaschine.

Enter-Taste auf einer Tastatur

Die meisten befragten user nutzen Google unkritisch und überschätzen ihre Kompetenzen, stellen Mainzer Wissenschaftler fest. Foto: Alexander Klaus / pixelio.de

Viele nutzten die Google-Internetsuche dabei weitgehend unkritisch, so die Studie. So lehnten einerseits die Meisten die Speicherung ihrer Daten explizit ab, fänden andererseits aber die daraus resultierenden, auf sie zugeschnittenen Suchergebnisse begrüßenswert. Im Quasi-Monopol von Google werde zwar ein zu großes Machtpotenzial erkannt, zugleich werde aber zugestanden, dass dieses durch das „beste Angebot“ gerechtfertigt sei.

Beim Umgang mit Google hielten sich die Befragten für kompetenter, als sie es tatsächlich waren. 48 Prozent der Befragten schätzten ihre eigenen Fähigkeiten in Bezug auf Google als gut ein, 18 Prozent sogar als sehr gut. Bei einem Wissenstest über das Zustandekommen der Trefferlisten und Kniffen bei der Suche schnitten allerdings nur 31 Prozent mit gut und nur 2 Prozent mit sehr gut ab.

Weil nur wenige Nutzer sicher und kritisch mit den Ergebnissen umgehen können, sollte die Verantwortung für ausgeglichene und vielfältige Informationsquellen auch bei den Betreibern von Suchmaschinen liegen betonen die Mainzer Wissenschaftler. Sie fordern daher, Suchmaschinen stärker als bisher medienrechtlich zu regulieren. Hierzu entwickelt die Studie drei maßgebliche Leitlinien: Neutralität, Transparenz und Kompetenz.

Für die Studie wurden Ende Mai 1012 Internetnutzer zwischen 16 und 82 Jahren online befragt. Die Studie ist repräsentativ für Internetnutzer in Deutschland. (news4teachers mit Material der dpa)

Zum Bericht: Abzocke bei Google und Co.: Kinder fallen oft auf vermeintliche Gratis-Spiele rein

Ein Kommentar

  1. Laut dieser Studie wird in Deutschland 94,1 Prozent Google benutzt. An zweiter Stelle folgt Bing mit nur 2,0 Prozent. Siehe hier http://www.luna-park.de/blog/9142-suchmaschinen-marktanteile-europa-2014/ Ich denke, dass Google am bekanntesten ist und die beste Werbung macht, daher benutzen wir es auch. Ich bin gespannt ob Google in der Zukunft einen starken Konkurrenten bekommen wird.

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