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Sachsen-Anhalts Minister Dorgerloh verteidigt Schließung von Mini-Grundschulen

MAGDEBURG. Sachsen-Anhalts Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) hat die geplante Schließung von kleinen Grundschulen verteidigt. Es gebe bereits heute zu viele Mini-Grundschulen. Vergangenes Jahr habe es durch großzügige Ausnahmeregelungen 82 Grundschulen mit weniger als 60 Schülern gegeben, im dünn besiedelten Mecklenburg-Vorpommern seien es nur 20 gewesen, sagte Dorgerloh im Landtag.

Es gebe einen Reformstau. «Wir können nicht nur nach vorne gucken, wir müssen auch fragen, was ist in den vergangenen Jahren unterlassen worden», sagte Dorgerloh. Zuvor hatte die Linksfraktion die Pläne der Regierung kritisiert.

Dorgerloh sagte, dass die Schülerzahl in den kommenden Jahren zunächst stabil bleiben werde. Allerdings schreite der demografische Wandel voran. Während es derzeit noch rund 17 000 Geburten im Land gebe, seien für 2025 nur noch 9300 vorhergesagt. Wenn das Land jetzt nicht reagiere, seien in wenigen Jahren abrupte Veränderungen an den Schulen notwendig. Zudem seien extrem kleine Grundschulen ohnehin problematisch, weil es dort mit Krankheitsvertretungen oder speziellen Angeboten schwieriger sei als an größeren Schulen. dpa

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