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Lehrermangel: Bildungsminister bittet Lehrkräfte erneut um freiwillige Zusatzstunden

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MAGDEBURG. Sachsen-Anhalt sucht weiter Lösungen im Kampf gegen den Lehrkräftemangel. Der Bildungsminister appelliert an die Freiwilligkeit von Pädagogen. Fast-Ruheständler entlastet er, damit sie bleiben. Allerdings sieht der Minister Licht am Ende des Tunnels: Die Schülerzahlen gingen schneller zurück als erwartet. 

Schulpraktiker: Sachsen-Anhalts Bildungsminister Jan Riedel. Foto: Matthias Sasse / Ministeriums für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalts Bildungsminister Jan Riedel (CDU) bittet die Lehrkräfte auch für das kommende Schuljahr um freiwillige Zusatzstunden, damit möglichst viel Unterricht abgedeckt werden kann. Wer in Teilzeit arbeite, möge in Abstimmung mit der Schulleitung seine Stunden aufstocken, sagte Riedel. «Die Schulleitungen werden in den kommenden Tagen auf die Kolleginnen und Kollegen zukommen.» Für bis zu vier Zusatzstunden können sich Lehrkräfte melden.

Schon im laufenden Schuljahr hätten die Lehrkräfte dank der zusätzlichen Stunden dafür gesorgt, dass die Unterrichtsversorgung bei 93,7 Prozent lag statt bei 91,5 Prozent. Auch im neuen Schuljahr sollen die Zusatzstunden monatlich vergütet oder als Zeitguthaben angespart werden.

Der Minister warb darum, Lehrer auch schulformübergreifend einzusetzen. An den Gymnasien sei die Unterrichtsversorgung oft deutlich besser als an Sekundar- und Förderschulen in der gleichen Gegend. Es müsse gelingen, das Arbeitsvermögen besser zu verteilen im Sinn eines fairen und gleichen Angebotes für die Schülerinnen und Schüler.

Ältere Lehrkräfte müssen weniger unterrichten

Um mehr ältere Lehrerinnen und Lehrer an den Schulen zu halten, wird ab dem kommenden Jahr die Altersermäßigung bei den Unterrichtsstunden erweitert. Bisher gibt es zwei Abminderungsstunden ab dem 62. Lebensjahr. Künftig können die Lehrkräfte schon ab dem 60. Lebensjahr eine Stunde weniger unterrichten, ab dem 62. Lebensjahr dann zwei und ab dem 65. Lebensjahr drei Stunden weniger. Der Hintergrund: zahlreiche Lehrkräfte erreichen die Regelaltersgrenze oder können schon jetzt eine vorgezogene Altersrente in Anspruch nehmen.

Licht am Horizont – die Schülerzahlen sinken

Der Bildungsminister richtete den Blick auch über das kommende Schuljahr hinaus. Schneller als bisher erwartet gingen die Schülerzahlen zurück, beginnend an den Grundschulen. Bis Ende der 2020er/Anfang der 2030er Jahre würden erhebliche Verbesserungen spürbar und man könne wieder Diskussionen über die Qualität statt nur über die Quantität führen. Die Zeit bis dahin beschrieb Riedel als «harte Jahre», in denen man auf das zusätzliche Engagement der vorhandenen Lehrkräfte setze. News4teachers / mit Material der dpa

Nach Urteil gegen Vorgriffstunde: Tausende Lehrer übernehmen (laut Bildungsminister) freiwillige Zusatzstunden 

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Hysterican
1 Monat zuvor

… und am Arsch die Räuber!!

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Hysterican

Das klang bei Schiller aber irgendwie noch ganz anders.
Und war das mit Arsch nicht Göthes Berlichingen?
Sie sind aller Wahrscheinlichkeit nach kein Deutsch-Lehrer.

Hysterican
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Ich kenne meinen Götz und auch den Mohr … meine Einlassung basiert nicht auf einem Klassiker sondern auch meine spontanen Gedanken bei solchen Ansinnen.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Hysterican

Wobei, mir ist der Kammermohr Hassan des Pfälzer Kurfürsten Friedrich sympathischer.

“Wütend wälzt sich einst im Bette Kurfürst Friedrich von der Pfalz.
Gegen alle Etikette brüllte er aus vollem Hals …”

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  Hysterican

Kann man so formulieren.

mama51
1 Monat zuvor

…und in anderen BL werden die Altersstunden verringert UND nach “hinten” raus verschoben (zB in Hessen)…

lehrerin niedersachsen
1 Monat zuvor

Bei uns ist es nur eine Stunde Altersermäßigung…. da stehen andere Bundesländer echt besser da.

Tina
1 Monat zuvor

Lachhaft, so viel “Entgegenkommen”!

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Auf den Niedergang der Demografie zu setzen, ist also Plan A.
Ich schätze, ich drücke die Daumen, dass Kommunen planmäßig ausdünnen? Gewagtes Konzept…

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Plan A ist:
– Aufbewahrung der Kinder. Egal wie.
– Kostensparungen dabei
– Eltern sollen arbeiten
– Ganztagsrecht/Hort abdecken (da Rechtspflicht mit Klagemöglichkeit … Wird ggf. teuer sonst)

Und der Plan besteht bereits seit einigen Jahren …
Bin immer wieder fasziniert, wie naiv einige sind und noch daran glauben, dass sie sonderlich Ressourcen/Rahmenbedingungen “erbetteln/erglauben/erhoffen/erbeten” wollen. Das steht gar nicht auf dem Plan.
Es wird gespart und von Mangelbereich in Mangelbereich verschoben. Gestopft werden die Lücken durch “Mehrarbeit” [kein AZE], Moralappellen [wie hier], Ködern [Verbeamtung, Zuschläge, Versetzung von “Zeit”], sowie Einsparung an Ressourcen [Sanierung, Örtlichkeiten/Gebäuden – Container, Verwaltung – “Mobiles Arbeiten” + oben drauf als “Deputatsprofil”, Fachkräften und Mittel]. Gestützt durch lange Prozesse und massiver Bürokratie [Digitalpakt].
Es wird schlichtweg “ausgesessen”. Nur statt mit dem “Stuhl dazu” eben im Elfenbeinturm mit Mitarbeiter und Lautsprecher.

Glauben Sie ernsthaft daran, dass vor 2031 Ressourcen kommen? Wow.
Und 2031 kommt es eben drauf an wer und wie regiert wird, zudem wie die Gesellschaft und Wirtschaft bis dahin gewandelt ist.
KI usw. (Digitalisierung) spielen hierbei ebenfalls eine Rolle.
Wenn 2031 nichts gemacht wird … Wie gesagt – bis dahin wird es sowieso nichts geben … Dann kommt eben bis zu einem “Bildungskollaps des Systems” nichts.
Warum 2031?
– Ganztagsanspruch wächst jedes Jahr bis 2030
– Hort hat hier mehr Bedarf und Priorisierung
– Rückgänge der Lehrereinstellungen
– Verhandlungen T-VL vs. TVöD-SuE wird noch deutlicher
– “Langsames” Vorarbeiten/Vortasten [was man aktuell und seit Jahren sieht] -> Inklusion, Migration – Anfangs etwas Ressourcen – aber zu wenig und jetzt Rückgang und Einsparungen dessen
– Boomerhöchstzahl wird voraussichtlich 2030/2032 sein die in Rente/Pension gehen
-> Daher weitere Kosten hierfür nötig
[- Arbeitslosigkeit wird ebenfalls wahrscheinlich höher gehen – dazu eben die Rentner/Pensionäre -> D. H. Massivster Kostenpunkt bei “weniger Arbeiter”]
– Schüler/Kinder wird ggf. als Geburtenzahl wieder höher gehen – dazu ist weiterhin mit “Iranflüchtlingen” usw. zu rechnen. Also das “Ding” ist noch nicht durch mit Migration. Ob durch den Krieg bedingt oder der “ansteigenden” Klimakrise. Die kann man zwar “noch” ignorieren – betroffen wird man trotzdem so oder so sein.

Also ja, es ist ein absolut “riskantes Konzept”. Dazu vollkommen bescheuert und eigentlich irrational. Allerdings wird es durch Wahlperioden etc. durchaus sehr realistisch und “rational”.
Und die Daumen braucht man nicht nur den Kommunen zu drücken … Auch. Sind jedoch viele betroffen und werden kommend noch betroffener.

Realist
1 Monat zuvor

Tipp:

Einfach “sich außerstande sehen” zusätzlichen Unterricht zu geben. Fertig. Siehe 1000€-Beitrag.

TaMu
1 Monat zuvor

Klar, wer am Gymnasium unterrichtet, kann genauso gut in der Förderschule arbeiten. Zumindest auf dem Papier.

TaMu
1 Monat zuvor

Ist Sachsen -Anhalt nicht das Bundesland, das bei entsprechenden Wahlergebnissen im Herbst womöglich eine komplett veränderte schulische Situation haben wird?
Könnte es sein, dass manche Lehrkräfte sich deswegen jetzt schon ganz andere Gedanken machen, je nach persönlicher politischer Richtung? Und vielleicht möchte sich momentan nicht jede Lehrkraft auf irgendetwas zusätzlich festlegen?
Immerhin könnte die Veränderung einschneidend sein.