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GEW: „Deutliches Gehaltsplus für Erzieherinnen und Erzieher“

POTSDAM. Mit einer deutlichen Gehaltssteigerung für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen sind die Tarifverhandlungen zu Ende gegangen. „Der Abschluss bietet substanzielle Verbesserungen für alle Beschäftigten, insbesondere auch für die Erzieherinnen und Erzieher“, sagte Andreas Gehrke, für Tarif- und Beamtenpolitik verantwortliches Vorstandsmitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), im Anschluss an die Tarifverhandlungen in Potsdam. Um durchschnittlich 5,7 Prozent werden die Gehälter im öffentlichen Dienst über einen Zeitraum von zwei Jahren steigen. Für das erste Jahr vereinbarten Gewerkschaften und Arbeitgeber eine Entgelterhöhung um 3,0 Prozent, mindestens aber 90 Euro, und für das zweite Jahr eine Erhöhung um weitere 2,4 Prozent.

Gehrke wies besonders auf die soziale Komponente des Tarifabschlusses hin. „Vom Mindestbetrag von 90 Euro profitieren vor allem Berufseinsteigerinnen und jüngere Kolleginnen und Kollegen. In der für Erzieherinnen besonders wichtigen Gehaltsgruppe S 6 bedeutet das über die zwei Jahre zum Beispiel ein Gehaltsplus von 6,55 Prozent. Das macht den ErzieherInnenberuf deutlich attraktiver, was angesichts der enormen Anforderungen und des drohenden Fachkräftemangels dringend notwendig ist.“

„Die Gehaltserhöhung wird die steigenden Lebenshaltungskosten übertreffen und schafft Anschluss an die Gehaltsentwicklung in der Wirtschaft. Auch mit Blick auf die Tarifabschlüsse in den anderen Branchen in diesem Jahr können wir sehr zufrieden sein“, betonte Gehrke. Der GEW-Tarifexperte wies außerdem darauf hin, dass der Urlaubsanspruch nun wie im Tarifbereich der Länder auch bei Bund und Kommunen bei 30 Tagen liege.

Nach drei Verhandlungsrunden haben sich die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes mit dem Bund und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) auf einen Tarifabschluss verständigt. Kern ist eine Entgelterhöhung in zwei Schritten. Zum 1. März 2014 werden die Gehälter um 3,0 Prozent, mindestens aber 90 Euro, erhöht. Zum 1. März 2015 steigen die Tabellenentgelte um weitere 2,4 Prozent. Durch den Mindestbetrag im ersten Schritt wachsen die Entgelte für viele Beschäftigte in den niedrigeren Entgeltgruppen und -stufen überproportional. Im Durchschnitt ergibt sich über die Laufzeit von zwei Jahren eine Steigerung um 5,7 Prozent. In den vergangenen zwei Wochen hatten über 300.000 Beschäftigte von Bund und Kommunen für eine Gehaltserhöhung gestreikt.

 

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