Hamburger FDP-Chefin kritisiert Ehrendoktorwürde für Schavan

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LÜBECK/HAMBURG. Die Hamburger FDP-Chefin Sylvia Canel hat die Vergabe des Ehrendoktortitels der Universität Lübeck an Annette Schavan (CDU) kritisiert. «Schon allein das Ansinnen, einem Bundesminister für die Zuwendung von Steuermitteln die Ehrendoktorwürde verleihen zu wollen, ist grundsätzlich befremdlich», wird Canel im Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» zitiert. Schavan war im Februar 2013 nach einer Plagiatsaffäre um ihre Doktorarbeit als Bundesbildungsministerin zurückgetreten.

Die Universität Lübeck hatte der CDU-Politikerin den Ehrendoktortitel bereits im Januar 2012 verliehen, um ihre Verdienste im Kampf um die Hochschule zu würdigen. Als Bundesbildungsministerin hatte Schavan die Medizinerausbildung in Lübeck gerettet, in dem sie dem Land Bundesmittel in Höhe von 25 Millionen Euro zusicherte.

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Laut «Spiegel» verwies Canel auf Regelungen zur Annahme von Geschenken und Vorteilen im Bundesministergesetz und im Öffentlichen Dienst. «Man kann Annette Schavan nur den dringenden Rat geben, diese Verleihung nicht anzunehmen», sagte Canel demnach.

Die Universität Düsseldorf hatte Schavan 2013 nach einer Untersuchung ihrer Doktorarbeit den wissenschaftlichen Titel aberkannt, im März 2014 bestätigte ein Gericht die Entscheidung. dpa

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