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Schwesig für bessere Erzieher-Bezahlung – doch wer soll’s zahlen?

MAINZ. Angesichts des kommenden Fachkräftebedarfs in Kitas befürwortet Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig eine bessere Bezahlung von Erziehern und warnt gleichzeitig vor steigenden Kita-Gebühren.

Angesichts des Kita-Ausbaus hält Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) ein höheres Gehalt für Erzieherinnen und Erzieher grundsätzlich für sinnvoll. «Generell bin ich fest davon überzeugt, dass wir nur den Fachkräftebedarf in diesem Bereich stemmen können, wenn es zu einer besseren Bezahlung kommt», sagte Schwesig bei einem Besuch in Mainz. «Die Bezahlung ist ja oft sehr unterschiedlich.» Sie wies aber auch darauf hin, dass dies Sache der Tarifparteien sei und dass ein höherer Verdienst den Kita-Platz teurer machen könne. Niemand wolle steigende Kita-Gebühren und die Kommunen sähen sich an der Belastungsgrenze.

Hat eine bundesweite Debatte um die Qualität der Kita-Betreuung angestossen: Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig. Foto: Bobo 11 / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Hat eine bundesweite Debatte um die Qualität der Kita-Betreuung angestoßen: Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig. Foto: Bobo 11 / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Die Bundesfamilienministerin warb für mehr Kitas in Firmen. Sie rief alle Unternehmen in Deutschland auf, sich hierbei «als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren». Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und Familienministerin Irene Alt (Grüne) betonten bei einem Besuch der Kita des Spezialglasherstellers Schott in Mainz im Beisein von Schwesig, familienfreundliche Arbeitgeber hätten in Zukunft klare Wettbewerbsvorteile. Alt wies darauf hin, dass es für kleine Firmen Fördermittel gebe, um eine Kindertagespflege fest anzustellen statt eine Kita einzurichten. Am 1. August hätten insgesamt 42 von 100 Kindern unter drei Jahren in Rheinland-Pfalz einen Kita-Platz gehabt.

Schwesig bekräftigte ihre Pläne für mehr Qualität in Kindertagesstätten. «Qualität ist viel mehr als nur die berechtigte Debatte um mehr Personal», sagte sie. Das Ziel müsse auch sein, für gesunde Ernährung, Bewegung und mehr Sprachförderung zu sorgen. Aber: «Qualitätsstandards kosten sehr viel Geld.» Der Bund stockt die Mittel für den Kita-Ausbau auf und fördert etwa auch Küchen und Sporträume. Am vergangenen Mittwoch hatte das Bundeskabinett einen Sonderfonds auf eine Milliarde Euro aufgestockt. Im November beraten Bund, Länder und Kommunen über Qualitätsstandards. (dpa)

zum Bericht: Schwesig macht die Kita-Qualität zum Thema – muss aber dicke Bretter bohren

Ein Kommentar

  1. ihr ministerium muss die erzieher ja nicht bezahlen …
    außerdem müssten die Gehälter um mindestens 50% erhöht und der beruf universitär werden. beides ist unwahrscheinlich bis utopisch.

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