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Schwesig will “Fahrplan” für bundesweit gleiche Kita-Qualität

BERLIN. Die Qualitätsdebatte um Kitas nimmt Fahrt auf. Arbeiterwohlfahrt, Caritas und GEW fordern ein lautstark ein Bundesqualitätsgesetz für Kindertageseinrichtungen und die Kindertagespflege. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig strebt ebenfalls eine bundesweit einheitliche Regelung an. Am Donnerstag trifft sie sich mit ihren Länderkollegen.

Bei der Bund-Länder-Konferenz zur Kinderbetreuung am kommenden Donnerstag in Berlin wolle Schwesig (SPD) mit den Landesministern einen «Fahrplan» für die Qualitätsentwicklung vereinbaren, berichtete die «Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung» unter Berufung auf das Familienministerium. Dieser solle auch die Personalsituation in den Kitas berücksichtigen.

Hat eine bundesweite Debatte um die Qualität der Kita-Betreuung angestossen: Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig. Foto: Bobo 11 / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Will in Sachen Kita-Qualität Nägel mit Köpfen machen: Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig. Foto: Bobo 11 / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Bei dem Treffen soll es auch um die Finanzierung gehen. Die Zeitung zitiert Schwesig mit den Worten: «Alleine ein bundeseinheitlicher Personalschlüssel von einer Erzieherin auf vier Kinder in der Krippe kostet pro Jahr 1,6 Milliarden Euro. Wir müssen darüber reden, was zur Qualität gehört und wie wir es bezahlen.»

In einem ersten Schritt hatte die Bundesregierung im August das Kita-Ausbaugesetz geändert. Damit können Kommunen Geld vom Bund nun auch in die Ausstattung von Krippen und Kitas stecken, also etwa eine neue Kücheneinrichtung kaufen oder einen Gymnastikraum einrichten. Zuvor durften mit Bundeszuschüssen nur reine Baumaßnahmen finanziert werden. 2017 und 2018 wird ferner die Beteiligung des Bundes an den Betriebskosten der Kinderbetreuung um je 100 Millionen Euro erhöht. (dpa)

zum Bericht: Bundesqualitätsgesetz für Kitas: Awo, Caritas und GEW fordern mehr Personal mit mehr Zeit

zum Bericht: Schwesig macht die Kita-Qualität zum Thema – muss aber dicke Bretter bohren

2 Kommentare

  1. Bei dem Bundesqualitätsgesetz wird besonders wichtig sein, dass ganz, ganz viel dokumentiert und zertifiziert wird.

  2. Dabei wird die Betreuung dann zurück stecken müssen, weil ja sehr viel dokumentiert werden muss. Bürokratie verhindert dann anständige Betreuung.

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