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Bayerischer Elternverband: Gymnasium ist Stiefkind der Bildungspolitik

LAUF. Die Mittelstufe plus wird nach Ansicht des Bayerischen Elternverbands die Qualität des bayerischen Gymnasiums nicht entscheidend verbessern. „Die zeitliche Flexibilisierung ist nur ein kleiner Schritt von vielen, die nötig wären, um der Individualität der Schüler entgegenkommen zu können“, schreibt der Landesvorsitzende Martin Löwe in einer Pressemitteilung.

Eingang eines Gymnasiums (Ausschnitt)

Aus Sicht des Bayerischen Elternverbands hinkt das Gymnasium den Anforderungen der Zeit hinterher. Foto: bbroianigo / pixelio.de

Im Zeitalter der Inklusion, die nicht nur behinderte, sondern sämtliche Schüler in ihren Besonderheiten einschließe, sei auch das Gymnasium gefordert, diesen Schritt zu tun. Die bisherigen bloßen Lippenbekenntnisse zur Heterogenität der Schüler würden nur zum sehr kleinen Teil in die Tat umgesetzt. „Viele Gymnasiallehrer haben die Anforderungen der Zeit zwar erkannt und geben ihr Bestes, um ihnen zu genügen. Das gymnasiale Gesamtkonzept lässt sie jedoch damit allein und unterstützt sie zu wenig“, so Löwe.

Auch das Gymnasium sei gefordert, auf die pädagogische Höhe der Zeit zu kommen. Dass bisher nur einzelne Gymnasien sich hierhin aufgeschwungen hätten, verdeutliche den Bedarf an Unterstützung und „Schub“ von oben. Eine Verbesserung der pädagogisch-didaktischen Konzepte, des Lehrplans, der Rahmenbedingungen sowie der Lehrerbildung seien neben der zeitlichen Flexibilität unabdingbar.

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