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Wissenschaftlicher Nachwuchs: GEW lobt SPD-Vorschläge zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen

FRANKFURT AM MAIN. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft begrüßt in einer Pressemitteilung die Vorschläge der SPD-Bundestagsfraktion für einen „Pakt für den wissenschaftlichen Nachwuchs und akademischen Mittelbau“ und bietet Bund und Ländern Unterstützung bei der Umsetzung an.

„Immer mehr Zeitverträge mit immer kürzeren Laufzeiten, lange und steinige Karriereweg – es ist höchste Zeit für wirksame Gegenmaßnahmen von Bund und Ländern. Der Pakt, den die SPD-Fraktion vorgeschlagen hat, könnte einen wichtigen Beitrag für die Stabilisierung von Beschäftigung und berechenbare Laufbahnen an den Hochschulen leisten – Bund und Länder müssen dafür jetzt die Weichen stellen“, so Andreas Keller, stellvertretender Vorsitzender und Hochschulexperte der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Dozent vor Tafel

Faire Beschäftigungsbedingungen in der Wissenschaft, das ist ein Ziel der GEW. (Foto: tyo/Flickr CC BY 2.0)

Keller formuliert zugleich Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung des Nachwuchs- und Mittelbau-Pakts. „Der Pakt muss auf Nachhaltigkeit angelegt sein. Mit immer mehr Zeitverträgen ist niemandem geholfen. Geförderte Hochschulen müssen schlüssige Personalentwicklungs- und Gleichstellungskonzepte nachweisen. Sie müssen garantieren, dass die mit dem Pakt finanzierten Stellen dauerhaft in unbefristete Stellen umgewandelt werden. Es darf keine Mitnahmeeffekte geben.“ Darüber hinaus komme es darauf an, dass die Nachwuchs- und Mittelbauförderung in der Fläche wirke. „Die GEW teilt den Ansatz, personalpolitisch besonders engagierte Hochschulen, die attraktive Karrierewege und Beschäftigungsbedingungen schaffen, zu unterschützen. Darüber hinaus brauchen wir aber bundesweit an allen Hochschulen und Forschungseinrichtungen geltende Mindeststandards. Die GEW erwartet daher von der Koalition, dass sie umgehend einen Entwurf für die Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes vorlegt.“

Keller bietet Bund und Ländern schon jetzt die Zusammenarbeit an, wenn der Nachwuchs- und Mittelbau-Pakt umgesetzt wird. „Mit dem Herrschinger Kodex ‚Gute Arbeit in der Wissenschaft‘ hat die GEW einen Instrumentenkasten vorgelegt, mit dem Hochschulen und Forschungseinrichtungen für verlässliche Karrierewege und faire Beschäftigungsbedingungen sorgen können. Um den Pakt auszugestalten, haben wir viele gute Ideen und können die Erfahrungen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die wir vertreten, einbringen.“

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