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Turnhalle mit Flüchtlingen belegt? Schüler sollen halt mehr schwimmen

BERLIN. Ab ins Wasser: Weil einige Schulsporthallen von Flüchtlingen bewohnt werden, brauchen Schulen Alternativen für ihren Sportunterricht. Die Bildungsverwaltung hat Schwimmhallen im Blick.

Schwimmunterricht macht Spaß - den Kindern jedenfalls. Foto: Martin Terber / flickr (CC BY 2.0)

Schwimmunterricht macht Spaß – den Kindern jedenfalls. Foto: Martin Terber / flickr (CC BY 2.0)

Die Berliner Bildungsverwaltung will den Schwimmunterricht für Schüler ausweiten, weil an einigen Schulen die Turnhallen mit Flüchtlingen belegt sind und der Sportunterricht deshalb zum Teil ausfällt. «Wir wollen die Bezirke mit dieser Initiative unterstützen», sagte Verwaltungssprecher Thorsten Metter der Deutschen Presse-Agentur. Die Verwaltung habe bei den Berliner Bäderbetrieben angefragt, ob die Kapazitäten für Schüler erweitert werden können, bestätigte auch Bädersprecher Stefan Oloew. Konkrete Zahlen könne die Verwaltung noch nicht nennen. Es müsse erst geprüft werden, welche Schulen und Klassen Unterstützung bräuchten, so Metter.

Die Nutzung von Schwimmhallen sei ein möglicher Weg für Alternativen zu Turnhallen, die für den Schulsport geschlossen wurden, sagte Metter. Laut Gesundheits- und Sozialverwaltung sind derzeit 23 Schulsporthallen in Berlin mit Flüchtlingen belegt. Die betroffenen Schulen versuchten durch Kooperationen mit anderen Betreibern von Sporthallen, den Ausfall des Schulsportunterrichts zu kompensieren. Das sei laut Metter aber sicher nicht immer möglich. «Die Situation ist sehr schwierig», sagte er.

Die Bäderbetriebe erwarten hingegen, dass die Verwaltung zunächst prüft, wie die bereits bestehenden Zeiten effektiver genutzt werden können. Aus Sicht der Bäderbetriebe gebe es da noch Spielraum, so der Sprecher Oloew. Für die Planung der Schwimmzeiten für Schüler sei die Verwaltung zuständig, erläuterte der Bädersprecher. Die Zeiten für Vereine und Privatnutzer organisiere das Unternehmen selbst. «Wir planen so ökonomisch wie möglich», sagte Oloew.

Bereits jetzt gibt es laut Oloew Konflikte zwischen den Badegästen. Seinen Angaben zufolge stehen die Hallen je zur Hälfte der Öffentlichkeit sowie Schulen und Vereinen zur Verfügung. Um Konflikte zu vermeiden, versuchten die Bäderbetriebe, die Nutzergruppen zu trennen. «Manche private Schwimmer beklagen sich über schreiende Vereinstrainer am Beckenrand», so Oloew. Deshalb verlegten die Bäderbetriebe Schwimmzeiten mitunter in andere Hallen. So können Privatleute beispielsweise an ihrer gewohnten Halle plötzlich vor verschlossenen Türen stehen, dafür öffnen andere Hallen länger. dpa

2 Kommentare

  1. Wenn denn nicht viele Schwimmbäder mangels Geld geschlossen wären.

  2. und wenn denn nicht der schwimmunterricht vor jahren den bademeistern nebst gehilfen übergeben wurde, da schwimmlehrerinnen zu teuer seien…

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