Internationaler Vergleich: Nirgends sonst gehen Kinder so ungern zur Schule wie in Deutschland

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YORK. Lust am Lernen oder Frust am Schulbesuch? Für eine internationale Studie fragten Forscher in 16 Staaten weltweit Kinder von acht bis zwölf Jahren, ob sie gerne in die Schule gehen. Das Ergebnis fällt für uns erschreckend aus: In keinem anderen der untersuchten Länder – darunter Krisenstaaten wie Äthiopien oder Algerien – gehen Kinder so ungern zur Schule.

Kinder in Deutschland gehen vergleichsweise ungern zur Schule. Foto: Greg Westfall / Flickr (CC BY 2.0)
Kinder in Deutschland gehen vergleichsweise ungern zur Schule. Foto: Greg Westfall / Flickr (CC BY 2.0)

 

Mehr Leistungsdruck, weniger Spaß: Einer Studie zufolge sind deutsche Kinder und Jugendliche in einem weltweiten Vergleich besonders schlecht auf die Schule zu sprechen. «Die Belastung für die Schüler steigt», sagt der Berliner Schulpsychologe Klaus Seifried. Er warnt jedoch davor, das Umfrageergebnis zu verallgemeinern. «Es gibt auch viele Kinder, die jeden Tag mit einem Leuchten in den Augen in die Schule gehen.» Entscheidend sei das soziale Klima.

Für die «The Children’s Worlds»-Studie der britischen York Universität und der Schweizer Jacobs Stiftung wurden insgesamt 56.000 Kinder in 16 Ländern verschiedener Kontinente befragt. «Es gibt Länder, wo die Belastung deutlich höher ist als in Deutschland», sagt Seifried. Zum Beispiel in Südkorea oder Japan, aber auch in Frankreich. In der Studie gaben die Schüler aus Südkorea ebenfalls an, ungern die Schule zu besuchen. Letzter allerdings: Deutschland. Hier sagen das von sich im Schnitt nur 36 Prozent der Kinder „voll und ganz“ – tendenziell mehr Mädchen als Jungen. Kinder und Jugendliche aus Algerien und Äthiopien mögen hingegen den Schulbesuch am liebsten.
Für Deutschland gilt:

  • Die Zustimmung der Kinder zum Satz „Meine Lehrer hören auf mich und berücksichtigen, was ich sage“ ist nur in Südkorea, Estland und Nepal geringer. (In absoluten Zahlen stimmen dem allerdings immerhin 51 Prozent der deutschen Schüler „vollständig“ zu.)
  • „Meine Lehrer behandeln mich fair“ – das meinen in Deutschland so wenige Schüler, dass Deutschland mit der Quote auf dem vorletzten Platz landet.
  • „Ich fühle mich sicher in der Schule“ – selbst dabei landet Deutschland auf dem drittletzten Platz.

Leistungsdruck und Mobbing könnten Gründe für den deutschen Verdruss sein, sagt Schulpsychologe Seifried. Die Qualifikationsanforderungen der Gesellschaft seien höher geworden. Heute bräuchten Jugendliche einen Realschulabschluss, um beispielsweise Kfz-Mechaniker zu werden – früher sei das auch mit einem Abschluss der Hauptschule möglich gewesen. Auch die Zulassungsvoraussetzungen für viele Studiengänge seien deutlich gestiegen.

Über Erfahrung mit Gewalt in der Schule berichten deutsche Schüler neben denen aus Estland und England in der Studie am häufigsten. In kaum einem anderen Land ist die Zahl der Kinder, die ausdrücklich „unglücklich“ mit ihren Klassenkameraden sind (20 Prozent) höher als in Deutschland. Die Dunkelziffer sei bei Mobbing-Fällen aber immer noch sehr hoch, sagt Psychologe Seifried. «Es werden nur etwa 30 Prozent der Fälle bekannt.» Die Belastung der Kinder kann dann psychosomatische Folgen haben. «Sie flüchten sich in Krankheiten wie Bauch- und Kopfschmerzen», sagt Seifried. Das kann bewusst oder teilbewusst passieren.

Die länderübergreifende Studie erforscht über mehrere Jahre hinweg das Wohlbefinden von Kindern von acht bis zwölf Jahren. Neben der Schule wurden sie unter anderem zu Themen wie Freundschaft, Familie und Kinderrechten befragt. Die Forscher fragten auch nach materieller Zufriedenheit. In dem Punkt geht es deutschen Kindern und Jugendlichen neben denen aus Südkorea besonders gut: Weniger als zehn Prozent machen sich Sorgen um Geld. News4teachers / mit Material der dpa

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sofawolf
6 Jahre zuvor

Und das trotz all der tollen, jeweils alleinseligmachenden Unterrichtsmethoden, die in den letzten Jahren und Jahrzehnten erdacht und (teils) verordnet worden sind?

Was bringen die überhaupt? Die Leistungen sind ja auch nicht besser, sondern eher schlechter geworden!?

xxx
6 Jahre zuvor
Antwortet  sofawolf

Die Politiker sind anderer Meinung: Die Schülerleistungen sind besser geworden, weil noch nie so viele Schüler das Abitur bestanden haben …

Realistisch ist natürlich: Die Schülerleistungen sind vielleicht schlechter geworden, die Anforderungen sind aber definitiv weiter gesenkt worden als das die Leistungen schlechter wurden. Das darf man den Herren und Damen Bildungspolitikern natürlich nicht sagen.

OlleSchachtel
3 Jahre zuvor
Antwortet  xxx

Kann ich nicht bestätigen, meine Tochter muss in Klasse 10 inzwischen Themen bearbeiten, die ich nur aus der Oberstufe oder dem Studium kenne.

dickebank
6 Jahre zuvor

Im gesamten Artikel steht überhaupt kein Hinweis auf Ansatzpunkt, der Schule – und damit meine ich den Unterricht – betrifft.

Der Leistungsdruck kommt ja nicht von den Lehrern, die formalen Bedingungen für den MSA macht nicht die zeugniskonferenz und über eine Bewerbung auf eine Ausbildungsstelle befindet ebenfalls nicht die Schule.

Die Gesellschaft als Ganzes und die „freie“ Wirtschaft wälzen Aufagben auf Schule ab, die sie selbst nicht erbringen können oder wollen, ohne den Schulen die notwendigen ressourcen zur Verfügung zu stellen.

Die in Luxenburg versteuerten Unternehmensgewinne helfen eben nicht dabei hier Gebäude zu sanieren, zusätzliche Schulsozialarbeiter zu finanzieren, die schulpsychologischen Beratungsstellen auszubauen etc.

Tim Mainz
6 Jahre zuvor
Antwortet  dickebank

Es gibt genügend Alternativen und Möglichkeiten, Sie müssen nur genutzt werden! Man muss den Lehrern etwas von dem beibringen, was es zB. beim Potential-Training angeboten gibt.

Matti
6 Jahre zuvor
Antwortet  dickebank

Schulpsychologen braucht es, weil es Schulen gibt. Schaff die Schulen ab und Du brauchst kein Geld aus Brüssel für irgendwelche Schulpsychologen.

Pälzer
6 Jahre zuvor

Dass Deutschland das schlimmste Land der Welt nach Nordkorea und der Antarktis ist, ist ja mittlerweile Allgemeingut; deshalb will auch keiner zu uns kommen und wir sterben aus. Dabei gibt es hier so viele bescheidene, entspannte Menschen, die mit wenig zufrieden wären!! Ach!
Was waren denn die 10 besten Staaten laut dieser Studie? Erstaunlich, dass die nicht genannt werden. Da will ich auch hin!

PV
6 Jahre zuvor

Ich finde, dass Deutschland deshalb so schlecht dasteht, weil vielen Kindern vermittelt wird, dass Bildung und Schule nur notwendige Übel sind, dass die Freiheit und persönliche Entfaltung einzig und allein zu Hause geschehen kann. Bei aller medialen Ausstattung und wohlstandssatten Kindheit – wo sollen da schon in der gepanzerten Jugend wahre Ziele und Motivation herkommen?
Möglicherweise liegt die Messlatte fürs Glücklichsein und Spaßhaben einfach in den Ländern anders…

dickebank
6 Jahre zuvor
Antwortet  PV

Als Konsumenten müssen sie ja auch nichts können. Blöd nur, dass diese Konsumenten auch gleichzeitig Anbieter ihrer eigenen Arbeitskraft auf dem arbeitsmarkt sind.

Die politik muss da stärker regulierend im Sinne der „DEUTSCHEN“ Wirtschaft eingreifen. 15% der Bevölkerung müssen als universelle Dienstleister ausgebildet werden und 85% als Konsumenten versorgt werden. Von daher ist die zahl von Studierenden abzusenken oder ein Bachelor of Hartz IV einzuführen. besonders qualifizierte Studierende können dann auch noch einen Master in ALGII ablegen.

xxx
6 Jahre zuvor
Antwortet  dickebank

bachelor of hartz iv sind alle „akademiker“ mit einem bachelor oder master in fächern ohne Berufschance wie regionalwissenschaften ostschlesien oder kunstgeschichte der südamerikanischen Eisenzeit.

master of alg ii gibt es auch schon jetzt: die, die sich jeden Zuschuss, jede Vergünstigung usw. per beratungsschein durch jede notwendige Instanz auf Staatskosten erklagen.

Georg
6 Jahre zuvor
Antwortet  xxx

Wir leben in einem Rechtsstaat. Wenn jemandem Dinge laut Gesetz zustehen, ist es sein oder ihr Recht, sich diese Dinge auch auf dem Rechtsweg zu erstreiten.

Gerade diejenigen, die aus verschiedensten Gründen am wenigsten haben, sollten von dieser Möglichkeit genauso Gebrauch machen können wie die, die keine Geldnöte haben.

Aber nach unten tritt es sich halt einfacher… 😉

dickebank
6 Jahre zuvor
Antwortet  Georg

Hat nur nichts mit der Verfasstheit als Rechtsstaatl sondern mit der als Sozialstaatl zu tun.

Pälzer
6 Jahre zuvor
Antwortet  Georg

interessante Definition von „Rechtsstaat“

xxx
6 Jahre zuvor
Antwortet  PV

etliche eltern sind derselben Meinung und beschweren sich über die erziehungsversuche, sanktionen, angebliche Arbeitsüberbelastung ihrer Kinder durch die lehrer. je 3x wöchentlich sport, musikschule und nachhilfe sind aber kein Problem

dixo
6 Jahre zuvor
Antwortet  PV

@PV
Wo Sie Recht haben, da haben Sie Recht. Eine „wohlstandssatte Kindheit“, in der Konsum und Neidvergleiche oberste Priorität haben, ist wirklich zu fragen, wo höhere Ziele und Lernmotivation herkommen sollen.

OlleSchachtel
3 Jahre zuvor
Antwortet  PV

Richtig! In Indien gehen die Kinder gerne zur Schule, weil sie früh verstehen, dass ihnen Bildung die Chance ermöglicht weiter zu kommen. Bei so vielen Kindern bekommen dann auch nur die Besten der Besten einen Studienplatz an den begehrten Unis. Die Lehrer genießen ein sehr hohes Ansehen und es wird viel gefordert. Die Kinder sitzen stundenlang an den Hausaufgaben, und meckern nicht ständig das es zu viel ist. Schule hat dort einen hohen Stellenwert. Eher wird das Nachmittagsprogramm abgesagt und gelernt als umgekehrt. In Deutschland geht es allen zu gut. Das was ich hier erlebe ist jammern auf hohem Niveau. Jeder meint, dass er auf alles ein Recht hat, zum Teil ohne je etwas geleistet zu haben. So viel zu Thema Sozialstaat. Es wird zum Teil Faulheit alimentiert, um den Aufstand zu verhindern. Mit „HarzlV-Fernsehen“ hat man die Menschen immer mehr zum guten Konsumenten „erzogen“. Nicht selbst denken nur konsumieren. Und die Eltern mit dem Kuschel- und Verwöhnprogramm (Iphone 10 für Kindergartenkind) finden dann, dass in der ersten Klasse viel zu viel gefordert wird, weil das Goldstückkeine Lust hat zum Schreiben, da die Handmotorik mangels Bewegung bereits verkümmert ist. Es soll nur noch gespielt werden, aber das Gymnasium auf das das verwöhnte Goldstück soll, steht schon fest. Und auch dahin trägt Mutti dann den Ranzen.
In Deutschland ist man zu verwöhnt um den Wert von Bildung zu erkennen!

GriasDi
6 Jahre zuvor

Ich würde sagen, dass die Kinder in Äthiopien zur Schule gehen sollten.

xxx
6 Jahre zuvor
Antwortet  GriasDi

die äthiopischen Kinder würden sicherlich alle gerne zur schule gehen.

die wahl guter schulabschluss oder leben vom Durchschnittseinkommen eines Äthiopiers würde die sache möglicherweise ändern …

Berto
5 Jahre zuvor
Antwortet  xxx

Da empfehle ich den Film „Schooling the World“ von Carol Black (http://carolblack.org/schooling-the-world/) für einen realistischen Einblick in diese Frage.

Markus
6 Jahre zuvor
Antwortet  GriasDi

Ha ha 😀 bester kommentar ever… Markus (angehender Sonderpädagoge und Alternativpädaogikfan)

Berto
6 Jahre zuvor
Antwortet  GriasDi

@GriasDi

Grias Di, Grias Di –

Dein Auspruch klingt für mich wie „iss Deinen Teller leer, in XY haben sie überhaupt nichts zu essen und wären froh darüber“.
Ein, wie allgemein bekannt, äusserst sinnloser Satz.

GriasDi
6 Jahre zuvor
Antwortet  Berto

Was nützen also diese Vergleiche?
Was nützt uns diese Aussage, dass in Äthiopien die Kinder lieber in die Schule gehen? In Äthiopien können eh nur diejenigen Kinder befragt werden, die zur Schule dürfen. Diejenigen die auf den Feldern arbeiten müssen wurden bestimmt nicht gefragt. Also was sollen diese Vergleiche?

Mississippi
6 Jahre zuvor

Ich bin dafür, dass ab morgen alle Lehrer zu Hause bleiben. Wir machen einfach alles falsch.

dickebank
6 Jahre zuvor
Antwortet  Mississippi

Da fällt doch so gut wie kein Unterricht aus, wenn alle Lehrer zuhause bleiben.

Wenn alle Lehrkräfte – also Lehrerinnen und Lehrer – zuhause blieben, sähe es schon anders aus.

Merke, Manchmal ist gendern gar nicht so blöd.

PV
6 Jahre zuvor
Antwortet  Mississippi

🙂
Und wie! Selbst die Grippewelle, die nun 1/3 der Kollegen ans Bett fesselt, führt nur zu dummen Kommentaren seitens der Schüler (die das z.T. ja nur wiederholen).

Apropos, die typisch deutsche Mentalität, über alles schlecht reden zu müssen (und dies in Facebook-Gruppen /-Expertenpostings mit dem Grundtenor ‚wir gegen die‘ inkl. Rechtsbelehrung ) machen die „Frontstimmung“ gegen Lehrer nicht besser.

Pälzer
6 Jahre zuvor
Antwortet  Mississippi

nein, nein – letzten Mittwoch wegen Hochwasser erlebt: die Schüler bleiben zuhause, die Lehrer arbeiten in Ruhe in der Schule, räumen auf, bereiten Sachen vor. Das war herrlich schön, alle zufrieden!!

Tim Mainz
6 Jahre zuvor
Antwortet  Mississippi

Nein ganz sicher nicht. Aber euch müssen „Werkzeuge“ an die Hand gegeben werden, um mit den „heutigen Schülern“ richtig umgehen zu können! Diese gibt es nur werden sie den Lehrern erst dann zur Verfügung, wenn sie sich diese über Erfahrung oder eigene Fortbildungen angeeignet haben!

Berto
6 Jahre zuvor
Antwortet  Mississippi

Das würden die Lehrer sich doch überhaupt nicht trauen! Vor allem die verbeamteten nicht.

sofawolf
6 Jahre zuvor

@ dickebank

Diesen Einwurf fand ich albern.

sofawolf
6 Jahre zuvor

@ dickebank, ZITAT: „Im gesamten Artikel steht überhaupt kein Hinweis auf Ansatzpunkt, der Schule – und damit meine ich den Unterricht – betrifft.“

Es steht aber auch nicht drin, dass sie wegen des schlechten Zustands der Schulgebäude nicht gerne zur Schule gehen.

Ich denke schon, dass es vor allem um den Unterricht geht – auch wenn es nicht explizit erwähnt wurde. Es liegt vielleicht auch daran, dass Eltern und Kinder heute der Meinung sind, Schule soll Spaß machen. Es macht aber nicht immer alles Spaß in der Schule. Man ist immer gehalten, 25 Kinder dazu zu bringen, etwas zu tun, was sie in diesem Moment eigentlich gerade nicht tun wollen. Der eine will vielleicht gerade lieber singen, der andere gerade lieber malen, der nächste gerade lieber lesen oder schreiben oder rechnen oder Fußball spielen usw.-usf.

Die Erwartungshaltung, Schule soll Spaß machen, kann eben nicht in jeder Minute des Unterrichts erfüllt werden.

xxx
6 Jahre zuvor
Antwortet  sofawolf

Schule im Sinne von Unterricht braucht keinen Spaß zu machen, im Idealfall ist Freude für alle Beteiligten ganz angenehm.

dickebank
6 Jahre zuvor
Antwortet  sofawolf

Es geht um die erwartungshaltung der erwachsenen und nicht nach den Bedürfnisen der Kinder und Jugendlichen.

Es ist die gesellschaft, die ihnen einredet, dass sie ohne „vernünftigen“ Schulabschluss – und d.h. mindestens MSA – B-Ware sind.

Genausogut kann man jedem Berufsanfänger sagen, wenn Du es nicht bis zum Abteilungsleiter bringst, dann bist Du ein Versager. Oder für Lehrer, wer nicht das zeug zum OStD hat, der soll seine Besoldung zurückzahlen, da er eben nur ein Low-Performer ist.

Die gebäude, Unterrichtsinhalte und Methoden sind nicht der Grund, warum Schüler Schule hassen.

sofawolf
6 Jahre zuvor

PS: Das mit dem Gendern (Lehrer / Lehrerin) fand ich unnötig.

ysnp
6 Jahre zuvor

Ein bisschen seltsam finde ich das schon. Jede Schule in Deutschland wird doch evaluiert, da erhält man Rückmeldung und kann sich entsprechend „weiterentwickeln“. (Ich bin jetzt kein Freund von Evaluation, aber hier bringt sie doch Nutzen.) An meiner Schule kam z.B. bei der Evaluation das Gegenteil dieser Umfrage heraus.

Pälzer
6 Jahre zuvor

Hachja, Kind in Algerien oder Äthiopien müsste man sein … in der Zeitung stand’s: dort gehen Kinder am liebsten zur Schule. Macht euch mal klar, wie brutal das für die kleinen eritreischen Flüchtlinge ist: statt dessen müssen sie in Deutschland zur Schule gehen!!

Uta W. aus O.
6 Jahre zuvor

In den Kommentaren kann ich von keinem einzigen Erwachsenen lesen, der hier Verantwortung übernehmen würde. Stattdessen verletzte Eitelkeiten. Nix kapiert, ungenügend, setzten.

Lena
6 Jahre zuvor
Antwortet  Uta W. aus O.

@Uta W. aus O.
Wo sehen Sie denn Ihre Verantwortung? Verbietet Eitelkeit auch Eigenkritik?

PV
6 Jahre zuvor
Antwortet  Uta W. aus O.

Ich frage mich, wie Sie hier Urteil sprechen können. Sie maßen sich mit dem Satz „nix kapiert, ungenügend, setzen“ an, einen Berufsstand, eine gewisse Arbeitsweise und -Motivation verstanden zu haben.

Dabei sollten Ihnen unsere Kommentare zeigen: WIR tun unser Möglichstes, Kinder zu bilden und zum Selbstlernen zu motivieren. Was wir nicht ändern können ist, anmaßende Eltern oder lethargische oder arbeitsunlustige Kinder zu ändern. Es geht nicht um Spaßhaben, sondern ums Anstoßen zum Selbsttun und -lernen.

Es gibt durchaus Kinder, die Spaß an ihrer Arbeit haben. Der Großteil leider sieht ein Problem darin, klüger, älter und verantwortlicher zu werden. Schule wirkt wie ein künstlicher Ballon, der nichts mit dem Leben zu tun haben scheint… Das ist aber eine Einstellungssache, keine Frage des Anbieters.

Lena
6 Jahre zuvor
Antwortet  PV

@Uta W. aus O.
Jetzt verstehe ich Sie besser und stimme Ihnen sogar zu.

UtaW. Aus O.
6 Jahre zuvor
Antwortet  Lena

Danke sehr

UtaW. Aus O.
6 Jahre zuvor
Antwortet  PV

Selbstverständlich maße ich mir das an. Ich habe kein Urteil gesprochen , sondern eine Festsellung getroffen. Selbstlernen kann man niemals motivieren . Und ja, Schule ist ein künstlicher Ballon, der bald platzen wird. Was ich nicht mag, ist, wenn Erwachsene egal, ob Eltern oder Lehrer ständig so tun, als ob immer die anderen verkehrt seien. Noch schlimmer, dass die Kinder verkehrt seien. Sie sind das Ergebnis unserer Verblendung. Wenn die Kinder gut „funktionieren“, machen die EW alles prima. Wenn die Kinder nicht „funktionieren“, sind die Kinder verkehrt. Sch… Doppelmoral.

Tim Mainz
6 Jahre zuvor
Antwortet  PV

Das sehe ich etwas anders! Die Einstellung der Kinder hat ich geändert, sowie die „Unterstüzungsmöglichkeiten“ der Eltern! Viele Eltern kommen mit dem eigenen Leben nicht klar. Wie sollen sie da ihre Kinder motivieren und ihnen ein gutes Vorbild sein? Darauf muss sich die Schule einstellen!! Aber bis man euch Lehrern und Erziehern die richtigen Werkzeuge an die Hand gibt, diese sind ausreichend vorhanden, ist die Situation wahrscheinlich wieder anders. Es wird zu lange gebraucht, um sich auf die `neue` Situation bzw. auf den neuen Bedarf der Kinder ein zu stellen!
Auch denke ich nicht, dass das:“ Der Großteil leider sieht ein Problem darin, klüger, älter und verantwortlicher zu werden.“ stimmt. Kinder wollen neues lernen, sich ausprobieren usw. Das ist ein inneres Bedürfnis! Aber sie hören bis zum Erwachsen sein laufend:“ Da bist Du zu klein.“, „Das kannst Du noch nicht!“ und ähnliches. Kein Wunder, dass sie diese Einstellung irgendwann übernehmen.

g. h.
6 Jahre zuvor
Antwortet  Tim Mainz

Welche Werkzeuge sind denn da ausreichend vorhanden? Große Töne spucken, möglichst noch aufgepeppt mit Moral, gilt nicht.
Ich erwarte Praxisbeispiele für Ihre „Werkzeuge“ und kein Kurzreferat oder einen Link über einen Schul- bzw. Erziehungsideologen mit seinen hehren Ideen.

Tim Mainz
6 Jahre zuvor
Antwortet  g. h.

?? Was ein Ton. “ große Töne spucken“ „Ich erwarte!“ Ich hoffe Sie sind kein Lehrer/in.
Es geht doch darum, den Kindern zu zeigen, warum sie Leistung bringen sollen! z.B. Doppelter Future Back Check, oder Time-Line Arbeit.
Das sie wertvoll sind, auch wenn sie keine 1 oder 2 schreiben, EFT, MoE zB.
Ich arbeite im Rettungsdienst und habe diese Methoden gefunden. Da sollte es doch jedem, dessen Aufgabe es ist, unseren Kindern zu zeigen, was sie warum lernen können, auch gelingen. Sicherlich wäre es einfacher, wenn die Ausbildung das mit abdeckt! Tut sie aber nicht. Also sollte sich jeder, dem es wichtig ist etwas zu verbessern, und nicht nur sagt:“ Ich fordere!“ informieren wie er seiner Verantwortung gerecht wird anstatt sich bockig hin zu stellen und auf die Anderen zu zeigen! Das bringt uns sicher nicht vorwärts!!

Geog
6 Jahre zuvor
Antwortet  g. h.

Was für ein widerlicher Kommandoton. Können Sie eigentlich au h normal?

Es ist nicht das erste und leider sicher auch nicht das letzte Mal.

Geog
6 Jahre zuvor
Antwortet  g. h.

Das meinte g.h. Aber das ist ihm sicherlich klar.

g. h.
6 Jahre zuvor
Antwortet  Tim Mainz

@Tim Mainz
Sagen Ihnen eigentlich Berufsfremde auch immer wieder, was Sie in Ihrem Tun verändern sollten und wie Sie überhaupt Ihre Leistung verbessern und ihrer Verantwortung gerecht werden können?
Das ist es doch, was Lehrer nervt und was sie immer wieder als Dreinreden und Maßregeln empfinden, so als hätten sie keine Ahnung von ihrem Beruf und brauchten Nachhilfe von Außenstehenden, die meinen, gute Tipps geben zu müssen, weil sie selbst mal Schüler waren oder jetzt Kinder in der Schule haben.
Ratschläge sind auch Schläge, heißt es bekanntlich und ganz richtig. Muss ich für sie dankbar sein? Ich denke nein, es sei denn, ich hätte darum gebeten.
Ja, ich bin Lehrer/in und kann schlaue Tipps von Außenstehenden so langsam nicht mehr ertragen. Hilfreicher wäre es, wenn Sie sagten, woran Sie sich in Ihrer eigenen Schulzeit gestoßen haben oder welches Lehrerverhalten Sie sich für Ihre Kinder wünschen. Das hat dann die Wunschebene, die auch wichtig ist, sich aber nicht nach sachlicher Überlegenheit anhört.
Auf EFT, MoE, Doppelter Future Back Check oder Time-Line Arbeit kann ich mir keinen Reim machen. Vielleicht erklären Sie, was damit gemeint ist, wenn Ihnen diese Dinge so wichtig sind, dass Sie dafür Eingang in die Schule wünschen.
Ich will nicht verhehlen, dass mich solche mal so nebenbei eingeworfenen Abkürzungen und Begriffe sehr ärgern, und ich ihre Funktion so auffasse, dass Lehrern wieder mal kurz klar gemacht werden soll, was ihnen doch alles an Wissen fehlt.
Ja, ich weiß nichts von den Kürzeln aus anderen Berufen bezüglich ihrer Nachwuchsausbildung. Würden Sie sie mir erklären, empfände ich das als Entgegenkommen und nicht nur als Diffamierung der Lehrer durch rätsehafte Andeutungen.
Dennoch tut mr leid, wenn ich mich im vorausgegangenen Kommentar imTon vergriffen habe. Ich hoffe, Sie entschuldigen das und überzeugen mich von Ihren „Werkzeugen“, die in der Schule viel früher und nicht immer wieder verspätet Anwendung finden müssten.
Bisher bestehen sie nur aus rätselhaften Andeutungen, die zur Verunlimpfung der Lehrer taugen und zu nichts anderem.

Tim Mainz
6 Jahre zuvor
Antwortet  g. h.

Die Entschuldigung über die anfängliche Wortwahl nehme ich gerne an!
Aber vieles vom Rest macht mich echt wütend! Was heißt Berufsfremde mischen sich ein? Es sind „meine“ Kinder!!! Und dann höre ich, das nicht von Ihnen, aber einiges von ihnen hört sich ähnlich an, „Ich mache nur das, wofür ich bezahlt werde!“. Das können Sie als Kassiererin evtl. machen aber nicht in einer so verantwortungsvollen Position in der sie als Lehrer sind! Sie sind genervt, weil sich ein Vater, dessen Sohn in der Schule 5er und 6er bekommt und der zu Hause diese Fehler nicht macht, sich einmischt? Ja da gebe ich erstmal Tipps. Ist Ihnen mal in den Sinn gekommen, dass dieses dreinreden von Eltern kommt, die sich Sorgen um ihre Kinder machen? Ich muss mir als Vater ja auch anhören, dass ich zu faul bin, meinen Sohn vernünftig zu Hause zu unterstütze, nachdem ich meine 12 Stundenschicht hinter mir habe. Ratschläge sind Schläge? Dh sie misshandeln unsere Kinder? Was ein Quatsch! Ratschläge sind vor allem RAT! Von mir ist es als Tipp an die, die noch nicht zu frustriert sind und tatsächlich an einer Lösung interessiert sind, gemeint.
Sie fühlen sich einem Berufsfremden unterlegen? Was ist dem Ihren Ego passiert? Wo habe ich den Überlegenheit signalisiert? Ich habe zwar viel Geld, mehr als ich in einem Monat verdiene, investiert, um meinem Sohn zu unterstützen! Neben meinem Beruf. In dieser Ausbildung waren mehr als 50% Lehrer und Erzieher. Alle haben gesagt, so etwas fehlt uns! Deswegen die von Ihnen als Schläge empfundenen Tipps. Was ich mir für meine Kinder wünsche? Lehrer, wie ich sie in besagter Weiterbildung kennen gelernt habe. Die erkannt haben, dass ihnen evtl etwas fehlt um ihren Job in einem veränderten Umfeld gewissenhaft zu machen. Denen es um die Kinder geht und nicht um ein „eigenes geschundenes Ego“! Die begriffen und nicht vergessen haben welche enorme Verantwortung sie mit Ihrem Job übernommen haben und wie viel Vertrauen Ihnen von uns Eltern entgegen gebracht bekommen! Ich beantworte Ihnen die durch Sie gestellten Fragen und Sie fühlen sich diffamiert? Wenn es Sie tatsächlich interessiert können Sie es in eine beliebige Suchmaschine im I-Net eingeben. Das hätte den Vorteil für mich, dass Sie mir dann schwieriger vorwerfen können ich würde für jemanden Werbung machen! Außerdem schreibe ich hier ja nicht anonym und verstecke mich hinter t.m., dh. Sie brauchen nur auf meinen Namen klicken und erfahren mehr.
Und zum Schluss, warum bzw wodurch fühlen Sie sich verunglimpft??? Wer wird denn hier nur seinen Frust los und bleibt die Antwort auf:“ Was meinen den die ‚Profis‘ hier was sich ändern muss?“ schuldig? Die war ernst gemeint! Sie machen genau das was NICHT vorwärts bringt! Rumjammern und die Schuld bei Anderen suchen!

Tim Mainz
6 Jahre zuvor
Antwortet  g. h.

Ich hoffe Sie sind kein Deutschlehrer. Bei den vielen Rechtschreibfehlern 😉

Angela
6 Jahre zuvor
Antwortet  PV

Nur dass man Kinder nicht zum Lernen motivieren muss. Sie bringen diese Motivation mit auf die Welt und sie wird vielen von ihnen durch die Schule genommen.

Tim Mainz
6 Jahre zuvor
Antwortet  Angela

Ähnlich wird es bei den meisten Lehrern sein! Aber da muss Abhilfe geschaffen werden finde ich. Zu warten, bis sich von offizieller Seite etwas ändert dauert viel zu lange!
Deswegen nochmals meine Frage an die Lehrer hier, was muss sich für euch ändern, damit das unterrichten auch euch wieder Spaß macht?

OlleSchachtel
3 Jahre zuvor
Antwortet  Tim Mainz

Mir macht das Unterrichten viel Spaß. Trotzdem habe ich Schüler die Schwierigkeiten haben und denen Schule eben nicht immer Freude bereitet. Deutsche Grammatik und Rechtschreibung ist so ein Thema. Richtig schreiben lernen kann man nur wenn man es tut. Ich biete viel ansprechende Übungen an, ermögliche Spiel etc. Letztendlich habe ich aber Schüler, denen fällt es sehr schwer sich zu merken das man Namenwörter groß schreibt. Manchmal muss ich Eltern die Antwort schuldig bleiben weshalb ein Kind das eine oder andere nicht kann. Da wurde in der Schule genügend geübt und erklärt und die Eltern haben auch ihr möglichstes getan. Manchmal reichen eben die Möglichkeiten eines Kindes nicht die vom Lehrplan geforderen Dinge zu verstehen.
Was ich mir wünschen würde?
Das Eltern akzeptieren, dass wir nicht immer Kinder glücklich machen können.
Das endlich mal alle Schulsachen im Ranzen sind, das Projekthefte (liebevoll zusammengestellt und kopiert) nicht bach dem ersten Tag zu Hause verschwinden.
Das Eltern mich bei gemeinsamen Gesprächen nicht anlügen aus Angst, sondern ehrlich mit mir darum kämpfen, dass es ihrem Kind besser geht.
Das Eltern zu den notwendigen Therapeuten gehen, wenn ich mit meinem Erfahrungsschatz ihnen Empfehle dies zu machen um eventuelle Probleme (Hörschädigung etc.) auszuschließen.
Eine Schulpolitik, die mir die Ruhe verschafft mit den Kindern Themen zu erarbeiten die ihnen Spaß machen, statt zich Tage in Fortbildungen zu sitzen ohne etwas neues zu lernen.
Die Akzeptanz, das auch ein Lehrer 27 Tage Urlaub hat.
Die Erkenntnis, dass ich nicht um 12:30 Uhr Feierabend habe (auch wenn ich dann nach Hause gehe), leider muss ich meinen Arbeitsplatz inklusive PC selbst bezahlen.
Das Wissen, das Kinder in der 1:1 Betreuung zu Hause oft anders „funktionieren“ als in der Schule.
Das Wissen, das Homeschooling auch Schattenseiten hat.

Mississippi
6 Jahre zuvor
Antwortet  Uta W. aus O.

q Uta: Es werden hier Äpfel mit Birnen verglichen. Der Alltag eines äthiopischen Kindes sieht wohl anders aus, als der eines deutschen. Schule ist für ein äthiopisches Kind ein schöner Ort, für ein deutsches Kind, das alles hat, nicht unbedingt.

Pälzer
6 Jahre zuvor
Antwortet  Mississippi

Was also ist der Aussagewert dieser Studie?

Tim Mainz
6 Jahre zuvor
Antwortet  Uta W. aus O.

Ja es ist komisch. Meistens sind alle damit beschäftigt, die Schuld jemandem zu zu weisen anstatt nach Lösungen zu suchen. Anscheinend sind hier doch viele „Profis“ oder? Was denkt ihr denn, wie man das Problem angehen sollte?

dickebank
6 Jahre zuvor
Antwortet  Tim Mainz

Profi bleiben, als weisungsgebundener Teil eines Lehrkörpers muss ich gar keine Lösungen entwickeln. Ich muss nur die Anweisungen von „höherer Stelle“ umsetzen.

Ich werde für’s Unterrichten bezahl, mehr nicht. – Folglich müssen andere sich ’nen Kopp machen, die haben dafür nämlich die höhere Besoldungsstufe. Behörde – und Schule ist eine solche – geht ganz einfach.

Tim Mainz
6 Jahre zuvor
Antwortet  dickebank

Na bei der Einstellung wundert mich das Ergebnis der Studie nicht wirklich!!

dickebank
6 Jahre zuvor
Antwortet  Tim Mainz

In meiner Stellenbeschreibung steht aber nichts Anderes als ich mache. Warum mehr machen, es gibt ja nicht mehr Entgelt dafür.

OlleSchachtel
3 Jahre zuvor
Antwortet  dickebank

Dies Aussage halte ich für unmöglich und erklärt, weshalb Lehrer so schlecht angesehen sind. Auch wenn es (hoffentlich) ironisch gemeint war.

GriasDi
6 Jahre zuvor
Antwortet  Tim Mainz

Ist doch in jedem anderen Beruf genau so. Ingenieure müssen doch auch nicht ihre Computerprogramme selbst schreiben, mit denen sie dann ihre Projekte planen.

Tim Mainz
6 Jahre zuvor
Antwortet  GriasDi

Aber wenn Sie als Ingenieur ein fehlerhaftes Programm nutzen welches Ihnen Ihr Chef gibt und Menschen kommen zu Schaden? Tolle Einstellung!
Also im Rettungsdienst ist es so, dass es meine Pflicht ist mich einer wissentlichen Schädigung des Patienten zu wiedersetzen!

GriasDi
6 Jahre zuvor
Antwortet  Tim Mainz

Dafür gibt es wiederum Leute, die diese Programme testen müssen. Glauben Sie jeder Ingenieur überprüft die Computerprogramme, die er verwendet? Glauben Sie jeder Ingenieur überprüft jede Rechnung von Hand?

GriasDi
6 Jahre zuvor
Antwortet  Tim Mainz

Glauben Sie ein Lehrer will seinen Schülern schaden? Was machen Sie, wenn sich im Rettungsdienst ein Patient gegen Ihre Rettungsmaßnahmen wehrt? Sie es aber für nötig halten, diese durchzuführen?

Tim Mainz
6 Jahre zuvor
Antwortet  Tim Mainz

@ GriasDi Es geht darum, dass dieser Ingenieur WEISS, dass sein Program fehlerhaft ist und er dennoch Häuser damit baut, somit billigend in Kauf nimmt, dass andere geschädigt werden! Und das mit der Ausrede:“ Ich mach ja nur das, was man mir sagt!“?!?!?
Anderes Beispiel, hier kenn` ich mich besser aus und das ist konkret. In Skandinavien hat man in Studien bewiesen, dass es für den Patienten mit einem Herzkreislaufstillstand viel wichtiger ist, eine gute Herz-Druck-Massage durch zu führen als diese dauernd durch beatmen zu unterbrechen. Deswegen empfehlen sie ein Drücken:Beatmen Verhältnis von 30:1. Es wird laut nachgedacht, dieses Verhältnis auf 50:1 zu ändern. Jetzt dauert es zB in Deutschland unter Umständen bis zu 2 Jahre, bis sich zB der Reanimationsalgorithmus offiziell ändert.
Folgendes Beispiel: Ihre Mutter bekommt aus völliger Gesundheit heraus einen Herzinfarkt und auf Grund der daraus resultierenden Herzrhythmusstörung einen reanimationspflichtigen Kreislaufstillstand. Wir beide wissen nun, dass unser 15:1 Verhältnis nicht gut ist. Komme ich bei Ihnen mit dem Argument durch, ich mache es so wie mein Chef es mir sagt? Oder Ihr Kind ist in den Gartenteich gefallen. Als wir vom Rettungsdienst eintreffen bleibt das Herz stehen. Also beste Voraussetzungen, dass das Gehirn noch keinen großen Schaden genommen hat. Nun ist es bei Kindern so, dass es diese Studien zwar im Ausland gibt, aber es ja erstmal hier überprüft werden muss. Dh. wir hatten bei Kindern lange nachdem man bei Erwachsenen schon den ersten Schritt gegangen ist noch ein Verhältnis von 5:1. Wie gesagt wir zwei wissen um diese Studie! Wie soll ich Ihr Kind reanimieren? Und an g.h. hier bin ich sehr dankbar wenn Sie mir ihr besseres Wissen präsentieren!!!!
Zur Zweiten Frage: Ich glaube das die meisten Lehrer einen großartigen Job tun!! Aber das ist hier nicht die Frage oder? Es ging von mir darum, das es von mir so genannte „Werkzeuge“ gibt mit denen sich unsere Kinder, vor allem die, die durchs Raster fallen, weitreichender unterstützen lassen! Und dann höre ich:“ Ich mache nur was man mir sagt!“ oder “ Ich mache das, wofür ich bezahlt werde!“. Da schwillt mir der Kamm!! Solche Leute haben in solchen Positionen nichts verloren!!!

Wenn ich Zweifel an der Zurechnungsfähigkeit des Patienten habe kommen Notarzt und Polizei hinzu und er wird in einem moralisch vertretbaren Rahmen gezwungen!

GriasDi
6 Jahre zuvor
Antwortet  Tim Mainz

Sehen Sie, sie können Patienten dazu zwingen. Ich meine „Patienten“ nicht.

GriasDi
6 Jahre zuvor
Antwortet  Tim Mainz

Ihre Studien sagen ja auch, wie es besser gemacht werden kann. Die Studien die Lehrern um die Ohren gehauen werden sagen ja nur immer wie schlimm es ist. Will man es besser machen, ist man auf sich alleine gestellt. Sie haben das mit den Verhältnissen ja auch nicht selbst ausprobiert. Hier haben sich Fachleute damit beschäftigt und einen besseren Weg gefunden. Leider werden Lehrern fast nie bessere Wege aufgezeigt – wie gesagt, man ist sich selbst überlassen.

GriasDi
6 Jahre zuvor
Antwortet  Tim Mainz

Übrigens ist die von Ihnen angeprangerte Einstellung, die ich nicht teile, die ich aber verstehen kann auch im medizinischen Sektor weit verbreitet. Warum sterben in Deutschland so viele Patienten an multiresistenten Keimen??? Ärtze, Klinikpersonal handelt hier auch wider besseren Wissens – sie desinfizieren nämlich ihre Hände nicht richtig.

OlleSchachtel
3 Jahre zuvor
Antwortet  Tim Mainz

Darüber haben wir keine Kontrolle. Es gibt tatsächlich bescheuerte Vorschriften im Schulbereich, die wir nicht umgehen können. Beschwerden werden dann oft nicht nach oben weitergeleitet. Und wenn man sich in Verbänden organisiert, dann wirft einem die Politik Knüppel zwischen die Beine.

Tim Mainz
6 Jahre zuvor
Antwortet  GriasDi

Nicht einfach ein kleines Stück aus dem Ganzen picken und was neues draus machen! Ich habe geschrieben:“ Wenn ich Zweifel an der Zurechnungsfähigkeit des Patienten habe kommen Notarzt und Polizei hinzu und er wird in einem moralisch vertretbaren Rahmen gezwungen!“ Wenn dieser Zweifel nicht besteht dann nicht! Und da geht es darum, dass der Patient verstirbt.
Niemand haut hier jemandem Studien um die Ohren! Ich hatte gefragt was besser sein sollte, was laut Ihnen, den Lehrern sich ändern müsste! Aber nichts kommt!! Es wird weiter nur abgelenkt und mit dem Finger auf andere gezeigt! Wie Ihr Einwand mit MRSA zeigt. Auf die Antwort wird nicht eingegangen und ein neuer Einwand aufgemacht! Was ist jetzt mit meiner Frage:“ Nach welchen Standards sollen Ihre Angehörigen reanimiert werden? Welches Programm soll der Ingenieur nehmen? Das wo wir wissen es funktioniert nicht richtig oder das bessere, welches ich aber von meinem Chef nicht gestellt bekomme?
Und ich sehe es ja ähnlich!!! Ich habe nur auf die Aussage :“ Daran kann ich nicht ändern!“ geschrieben DOCH!! Können Sie!

GriasDi
6 Jahre zuvor
Antwortet  Tim Mainz

Wenn ich Ihnen Verbesserungsvorschläge machen soll, dann müsste ich erst mal wissen, woran die Schüler das festmachen. Das wird aber in der Studie nicht gesagt, also kann ich Ihnen keine Vorschläge machen.

GriasDi
6 Jahre zuvor
Antwortet  Tim Mainz

Ich hab Ihnen nicht vorgeworfen, dass Sie Lehrern Studien um die Ohren hauen. Allerdings werden Lehrern dauernd irgendwelche Studien um die Ohren gehauen. Ich sage nur PISA usw. aber keine dieser Studien zeigt irgendwelche Lösungsansätze auf. In diesem Jahr kommt die x-te Pisa-Studie, Bremen ist wahrscheinlich immer noch letzter in diesem Ranking. Jetzt könnten die Bremer es so machen wie die Südkoreaner, die sind in PISA top, allerdings in der oben genannten Studie noch schlechter als Deutschland.

OlleSchachtel
3 Jahre zuvor
Antwortet  Uta W. aus O.

In wie fern sollte ich Verantwortung übernehmen? Für was? Ich mache einen guten Job, ich kann nicht jeden glücklich machen.

ysnp
6 Jahre zuvor

Hier wird die Studie in einem anderen Blickwinkel dargestellt.
Dort lassen sich auch eher die möglichen Ursachen der Unzufriedenheit erklären, was ich gut nachvollziehen kann:
http://www.zeit.de/news/2015-05/13/wissenschaft-studie-zur-kinder-zufriedenheit-deutschland-nur-mittelfeld-13165011

ysnp
6 Jahre zuvor
Antwortet  ysnp

Nachtrag:
In der Originalstudie konnte ich nur die Altersgruppe zwischen 10-12 Jahren erkennen, das bedeutet grob 5./6. Klasse.

Pälzer
6 Jahre zuvor
Antwortet  ysnp

Was, nur Mittelfeld?? Deutschland nicht die Besten?? wir müssen unbedingt die Gesellschaft total umkrempeln!

GriasDi
6 Jahre zuvor

Im internationalen Vergleich sind gute Schulnoten nirgends so verpönt wie in Deutschland.

GriasDi
6 Jahre zuvor

Was mich noch interessieren würde wäre, wie die Schüler geantwortet hätten, wenn statt Lehrer Eltern in den obigen drei Sätzen gestanden hätte.

z. B.
„Meine Eltern hören auf mich und berücksichtigen, was ich sage“
„Meine Eltern behandeln mich fair“
usw.

Gerald
6 Jahre zuvor

@Tim Mainz
Mich interessiert zweierlei:

1) Sind Sie auch noch gewerblicher Jungend- und Kindercoacher?
2) Haben Sie etwas mit dem T.I.M. zu tun?

Tim Mainz
6 Jahre zuvor
Antwortet  Gerald

Hi Gerald. Wie geschrieben bin ich Rettungsassistent und verdiene damit meinen Lebensunterhalt. Da es für meinen Sohn nicht reicht, was seine Lehrerin für ihn machen kann, habe ich mich im Internet nach Möglichkeiten umgeschaut, die ich nutzen kann. Das hat mit zu der Ausbildung geführt, weil hier alles zusammen kommt, was mich schon immer interessiert hat- Während dieser Ausbildung habe ich erkannt, das die gelehrten „Werkzeuge“ einfach zu lernen sind und dennoch einen enormen Nutzen entfalten. Dh. ich werde dies allen anbieten, die Hilfe benötigen. So auch zB. unserem Sozialamt welches viele zu betreuen hat, welche bekannte Gründe haben, demotiviert, frustriert usw zu sein. Aber vorrangig möchte ich Schülern helfen mit Ihren Problemen besser umgehen zu können. Dann folgt die Weiterbildung um in Schulen ein unterstützendes Konzept zu etablieren. Das wird nicht mehr neben dem Rettungsdienst her gehen wenn es so läuft wie ich es mir vorstelle. Und da ich Geld brauche um mich und meine Familie zu ernähren, ja ich muss für meine Arbeit Geld nehmen 😉

Wer ist T.I.M.? Bei Google kommt unter anderem Tim Taylor! Der bin ich nicht! Mein Handwerkliches Geschick ist zur Freude meiner Frau besser! 😀

Tim Mainz
6 Jahre zuvor
Antwortet  Tim Mainz

…welches viele KINDER….

Gerald
6 Jahre zuvor
Antwortet  Tim Mainz

Danke für die Antwort, Herr Mainz!

Snow13.März
6 Jahre zuvor

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Berto
6 Jahre zuvor

Ich denke, der Beitrag sollte allen, Eltern wie Lehrern wie Politikern zu denken geben.
Überhaupt, sollte man schon seit vielen Jahren denken, tut es aber nicht, sondern verschiebt alles in die jeweils kommenden Generationen.
Aus langer Binnensicht bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass Schule, so wie sie heute in Deutschland stattfindet, nicht förderlich ist. Die „schnellen“ Lerner müssen warten, bis die gesamte Klasse im Stoff soweit ist, die Schüler, die länger für etwas brauchen, bekommen die Zeit nicht dazu, und beide sind frustriert. Gut haben es die wenigen, die dem Mittelmass entsprechen und genau in der Zeit und in dem Tempo den Stoff lernen, der vorgegeben ist. Die Stunden laufen immer noch so ab wie vor gefühlten 100 Jahren, Inhalte werden in 45-Minuten-Häppchen verabreicht und es gibt kaum Wahlmöglichkeiten für die Schüler. Der Lehrer kocht alles vor und der Schüler hat zu essen, am besten im gelenkten Unterrichtsgespräch, das immer noch üblich ist. Das Ziel ist vom Lehrer schon gewusst, er muss nur die Schüler noch dahin bringen. Mobbing, Unlust und Aggressivität ist der Alltag, der sich in den Pausen entlädt und manchmal bzw. immer öfter im Klassenraum mit Lehrern, die nicht wissen, wie damit umzugehen ist. Staatlicherseits bzw. von den Ministerien wurden seit der ersten Pisastudie kosmetische Veränderungen verordnet, die allesamt nicht greifen, weil entweder die Lehrer nicht dafür ausgebildet und die Zusammenhänge auf diese Weise nicht zu verändern sind. Man kann nicht in einer Klasse eine Art Montessoriunterricht machen, wenn in der Stunde dafür Mathematik oder Deutsch im klassischen Gehorsamsmuster ohne Wahlmöglichkeit abgelaufen ist. Was fehlt, ist der Mut und was fehlt ist eine wirklich ehrliche Diskussion um eine grosse Veränderung – nicht eine, die in Minischrittchen abläuft, die nichts bringen und man darum zurückkehrt zu Altbewährtem.
Ich wundere mich ausserdem, wie es kommt, dass Deutschland das einzigste Land in der EU ist, das homeschooling verbietet. Wie kommt es, dass wir immer noch einem Gesetz Folge leisten, das 1941 (!) verabschiedet wurde und das soviel Zwang und Unkreativität für die folgenden Generationen gebracht hat? Ist das überhaupt legal?
Und last not least: wo bleibt die Empörung der Eltern?
Warum schicken alle Eltern ihre Kinder in diese Schulen, wo jeder weiss, wie Schule ist aus eigener Erfahrung, und jeder, aber auch wirklich jeder, der ehrlich seinen Kindern zuhört, mitbekommt, dass die Schulbegeisterung, die vor der Einschulung so stark bei Kindern vorhanden ist, sich innerhalb des ersten Jahres in Nichts auflöst?

Berto
6 Jahre zuvor
Antwortet  Berto

“ Was meinen den die ‚Profis‘ hier was sich ändern muss?“

Zunächst einmal Homeschooling, Unschooling und freie Schulen zulassen bzw. in einem wesentlich höheren Mass fördern.
Weg kommen von zwanghafter Beschulung.
Lernen kann nur freiwillig gehen.
Zulassen, dass Kinder kündigen – so wie ein Arbeitnehmer auch.
Kindern wesentlich mehr Mitspracherecht geben bzw. einfach Mitspracherecht geben – über die Fächer, die Lehrer, den Unterricht, die Form etc.
MIT den Kindern Schule, Schulformen, Unterricht entwickeln.
Kinder ERNST nehmen.
Kinder nicht abschieben in Bildungsinstitutionen.
Sich als Eltern und Lehrer oder Unterstützer beim Lernen bewusst machen, wie man in Beziehung stehen will mit anderen Menschen – auch mit den eigenen Kindern…
Sich bewusst machen, dass Kinder nicht verwaltet gehören.
Sich bewusst machen, dass Schule kein notwendiges Übel ist.
Sich bewusst machen, dass Schule keine Autorität ist, die über mein eigenes Leben und das meiner Kinder zu bestimmen hat.
Neue Lernformen lernen.
Viel lesen, sich umfassend damit beschäftigen, wie in anderen Ländern positiv gelernt wird.
Daran glauben, dass Freiheit ein Grundrecht ist und dass Beziehung alles ist. Wenn ich anderen Befehle erteile, sie zu Dingen zwinge, die sich nicht mögen, ihnen nicht zuhöre, ihnen keinen Raum für ihre Bedürfnisse gebe etc. pp. – dann „erziehe“ ich Menschen, die nicht vollständig sind, die ihr Potential nie wirklich ausschöpfen können. Weil sie sich gar nicht kennen. Weil immer jemand anders da war, der ihnen gesagt hat, was zu tun ist.
Sich damit beschäftigen, dass schon Kleinstkinder mitfühlend sind und kein leeres Gefäss, das gefüllt werden muss, z.B. mit der Fähigkeit zum Mitgefühl, zum Wir, zur Gesellschaft. Zu verstehen, dass WIR (Erwachsenen) es sind, die die Empathie in den Kinder zerstören, weil wir nicht empathisch sind mit ihren Bedürfnissen.

Und so weiter. Ich könnte viel dazu schreiben, aber es gibt so viele gute Bücher dazu auf dem Markt, alles ist schon da. Man muss es nur sehen wollen.

geli
6 Jahre zuvor
Antwortet  Berto

Die „guten Bücher“ gibt es seit Ewigkeiten und auch Lehrer lesen viele von ihnen. Die Crux ist nur, dass sich in der Praxis vieles als schöne Luftschlösser herausstellt, was man beim Lesen als Laie (und manchmal auch als Lehrer) nicht merkt.
Überlegen Sie mal, wie viele Ratgeber und grandiose Theorien es auch auf anderen Gebieten gibt. Der Markt quillt über.
Alle „tollen“ Reformvorschläge durchzuprobieren würde bedeuten, die Kinder zu ständigen Versuchskaninchen zu machen, was sie seit Jahrzehnten schon in erheblichem Maß sind. Es wurde enorm viel rumgedoktert, ausprobiert und reformiert.
Die Schulen kamen aus Hektik und Unruhe kaum mehr raus und hatten kaum mehr Planungssicherheit.
Wo ich Ihnen absolut zustimme, ist das homeschooling. Ich halte es für eine hervorragende Sache und verstehe auch nicht, warum es in Deutschland verpönt und untersagt ist.
Sie schreiben, dass die Erwachsenen die Empathie der Kinder zerstören, weil sie mit deren Bedürfnissen nicht empathisch genug umgehen.
Was ist denn empathisches Umgehen mit kindlichen Bedürfnissen? Ich hoffe, Sie meinen nicht schnelle und bequeme Wunscherfüllung, das wäre m. E. genau das Falsche.
Vielleicht googeln Sie mal den ZEIT-Artikel „Droge Verwöhnung“. Da geht es um diese seit Jahrzehnten überhand nehmende Problematik.
Für mich ist in der Erziehung das gute Vorbild ganz entscheidend und nicht Vorträge halten oder Moral predigen. Erzieher sollten möglichst authentisch sein und mit gutem Beispiel vorangehen. Ihre erzieherischen Weisheiten aus Büchern halte ich nur dann für gut, wenn sie aus Lehrern und Eltern keine „Kunst“-Wesen machen ohne persönliche Note und Ausstrahlung. Erzieherisches „Wissen“ aus Büchern kann ganz schön kontraproduktiv sein, denn Kinder brauchen möglichst starke Persönlichkeiten als Eltern und Lehrer, womit ich natürlich nicht Zuchtmeister und Tyrannen meine, wie mancher hier gleich wieder am liebsten unterstellen. Das was man „positiven Respekt“ nennt, ist gemeint.

Berto
6 Jahre zuvor
Antwortet  geli

Ich denke schon, dass man sich anstrengen muss, um zu verstehen ;).
Das heisst in der Praxis wirklich ins Thema eintauchen, viele (!) Bücher lesen, Vorträge besuchen, Kongresse, was einem immer auch möglich ist.
Das heisst nicht sich mit Ratgeberliteratur umgeben, sondern sich wirklich bilden.
Das bedeutet dann im Endeffekt auch, dass man ganz natürlich eine starke Persönlichkeit wird, da man sich bei der Beschäftigung mit diesen Themen sehr gut selbst kennen lernen kann. Dies wiederum ist zwingend notwendig, wenn man mit Kindern im Guten zu tun haben möchte.

„Sie schreiben, dass die Erwachsenen die Empathie der Kinder zerstören, weil sie mit deren Bedürfnissen nicht empathisch genug umgehen.
Was ist denn empathisches Umgehen mit kindlichen Bedürfnissen? Ich hoffe, Sie meinen nicht schnelle und bequeme Wunscherfüllung, das wäre m. E. genau das Falsche.“

Was ist denn „schnelle und bequeme Wunscherfüllung?“
Natürlich schnell und bequem! Wenn ich alt bin, möchte ich auch, dass meine Kinder meine Bedürfnisse schnell hören und genauso schnell und bequem erfüllen!
Wie lernen wir denn Emphatie? Dadurch, dass jemand mit uns empathisch ist. Kinder können, je kleiner, desto weniger, nicht warten. Wir erwachsenen lassen sie aber ganz schön viel warten, vor allem, wenn es um Bedürfnisserfüllung geht.
Ein Bespiel, das ich sehr oft auf der Strasse beobachte ist das typische weinende Kind. Die allerwenigsten Erwachsenen machen sich die Mühe, die Ursache des Weinens wirklich zu verstehen. Anstatt anzuhalten, das Kind in den Arm zu nehmen und die Ursache der Wut, des Trotzanfalles oder der Trauer zu ergründen, gehen die Mütter und Väter weiter, lassen das Kind weinend hinter sich hertrotten oder beschimpfen es gar oder trösten, halten hin („wir sind gleich da“, „Du darfst gleich“, „Gleich kannst Du“ – wann immer das gleich sein wird, für ein Kind, das sich aufgregt, ist das immer sehr oder zu spät).
Später wundern wir uns, wenn das Gespräch mit unseren Teenagern so schlecht läuft. Aber wir wollen ja oft nicht wissen, wir wollen die Bedürfnisse nicht verstehen, denn wir haben ja schon einen Meinung: Teenagerjahre sind extrem herausfordernd und die Teenis nervig und unverständig. Dass vieles, was aus dem Teenager(wald) herausschallt, davor in ihn hineingeschallt ist (IMMER kommst Du zu spät, naja, da bist Du selbst dran schuld, da hättest Du ja früher mal dran denken können etc.), ist uns meistens nicht bewusst. Wir machen Vorwürfe, moralisieren, predigen, missverstehen, bestrafen und beloben, tun wichtig, wissen alles besser, hören nicht zu – ja, und das ist sicher nicht „Bedürfnisse befriedigen“, sondern Bedürfnisse missachten.
Kinder und Jugendliche sind hier mit sehr feinen Sensoren ausgestattet und sie wollen primär, dass man ihnen zuhört. Sie wollen immer und zuallererst mit den für sie wichtigen Personen verbunden sein. Ist diese Verbundenheit gestört, läuft einiges aus dem Ruder und je älter die Kinder werden, desto deutlicher ist dies dann spürbar.
Oft kappen wir diese Verbindung schon sehr früh, das ist in unserer Kultur üblich (wieviele weinende Kinder recken ihre Ärmchen aus dem Kinderwagen und werden nicht herausgeholt, sondern abgelenkt, vertröstet oder ignoriert? Alles andere ist ja viel wichtiger und man soll ja nicht jedem Bedürfnis gleich nachgeben…das I-Tüpfelchen ist die immer noch beliebte Methode Säuglinge in ihrem Bettchen alleine vor sich hin schreien zu lassen – – ein ewiger Kreislauf.
Ist die Mutter/ der Vater zu müde zum tragen, gibt es andere Möglichkeiten: einen kleinen Säugling so lange in den Arm zu nehmen, bis das Bedürfnis nach Nähe vorübergehend gestillt ist, einem älteren Kind kann ich sagen: ich möchte Dich gerne tragen, aber mein Rücken tut mir zu weh. Ich weiss, Du bist müde, lass uns hier kurz Pause machen und Du sagst, wenn es möglich ist, weiterzugehen. Das ist Kommunikation, und darauf kommt es an.

Ich glaube übrigens nicht daran, dass man Kinder „verwöhnen“ kann.
Ich bin auch völlig überzeugt, dass Kinder Respekt vor denjenigen haben, die Respekt vor ihnen haben. Das bedingt sich einfach gegenseitig.

Es geht um Bedürfnisse: ich höre auf Deine, Du auf meine, wir hören aufeinander.
Natürlich gibt es ihn dem Spiel auch mich als Vater (oder Mutter), aber wenn ich diese feinen Antennen entwickele und kultiviere, die mich mit meinen Kindern verbinden, anstatt sie vor den Kopf zu stossen, werde ich eine wunderbare Be-ziehung haben anstatt eine schlechte Er-ziehung anzuwenden.

Bei uns hat das auf jeden Fall sehr gut geklappt.

Tim Mainz
6 Jahre zuvor
Antwortet  Berto

Thumbs up!!

OlleSchachtel
3 Jahre zuvor
Antwortet  Berto

Ich habe meine Schulzeit als positiv erlebt und meine Kinder sind auch zufrieden.
Ich gebe ihnen in sofern Recht, dass es wenn dann eine komplette Änderung des Schulsystem bräuchte. Das liegt aber leider nicht in der Hand der vielgescholtenen Lehrer, sondern der Bildungspolitik, die der Schule nicht ferner sein könnte.

Thorsten Wetzig
3 Jahre zuvor

Dazu bedarf es keiner Studie. Ich habe nirgendwo sonst diese Gewalt gesehen, mit der der Schulbesuch durchgesetzt wird wie in Deutschland. Ich habe mich 2009 mit Austauschschülern aus Deutschland in England unterhalten. Sie fanden es großartig, dass sich die Lehrer in England für sie interessieren und Schule Spaß macht. Nur die englischen Austauschschüler taten ihnen leid, da sie an ihrer Stelle in Deutschland zur Schule gehen mussten. In England müssen die Schulen die Kinder wahrnehmen. Sonst würden die Schüler da nicht hingehen. In Deutschland ist das nicht nötig, denn die Schulpflicht zwingt die Kinder zur Schule. Ob sie wollen oder nicht.
Wir selbst wohnen nun in BC, Kanada mit einem wesentlich besseren Schulsystem als Deutschland. Die Kinder meiner Familie, die in die Schule gehen, wollen das auch so. Die anderen müssen nicht gehen und bleiben mit den Eltern zusammen.
Ich würde mich freuen, wenn sich Lehrer und Politiker in Deutschland für das BC Schulsystem interessieren. Es ist sicher nicht perfekt. Doch schon so gut wie es die Gesellschaft eben zulässt. Ich könnte Kontakte zu Schulen organisieren und auch Besuche in Schulen, hier in BC. Die Vielfalt ist groß, wesentlich größer als in Deutschland.

Isa
3 Jahre zuvor

Ich würde mal eine andere Theorie in die Runde werfen:

Schule hat sich seit über 100 Jahren kaum verändert. Schüler sitzen immer noch wie die Soldaten auf ihren Bänken und glotzen nach vorne an die Tafel (mit viel Glück vielleicht sogar auf ein Whiteboard). Gruppenarbeiten werden zwar angeboten, mystery Methode, Gruppenpuzzle …… etc. – aber die Institution Schule ist darauf nicht korrekt ausgerichtet, im Gegenteil – sie ist auf das althergebrachte frontal Gequatsche ausgerichtet. Reinstopfen – Lehrplan durchhauen – raus kotzen.

Die Lebenswelt von Schüler/Innen in andern Ländern zb. in Äthiopien haben noch viel mehr mit der Welt die die Schüler/Innen in der Schule erfahren zu tun – in Deutschland liegen dazwischen keine Welten sondern ganze Galaxien. Wer möchte denn raus aus seinem Umfeld, jeden Tag einen Ausflug ins Mittelalter machen ? Niemand. Diese Kinder sind mit Hightech groß geworden, das ist ihre Art zu lernen – das ist die Art Informationen zu suchen, zu gewinnen, zu verarbeiten auf die sie von klein auf trainiert sind. Schule hat so gut wie nichts mehr mit den meisten Lebenswelten von deutschen Schülern gemein. Schulen sollten offener gestaltet werden, das alte Klassenzimmer hat ausgedient – Lehrer/Innen sollten ihren Beruf als Begleitung definieren, genauso wie das Elternhaus keine strenge Aufzuchtstation mehr ist. So können Schüler auch selbsttätig wieder Spaß am lernen und entdecken gewinnen. Die Sozialdisziplinierung zum Arbeiter und Soldaten muss aufhören – der Mensch ist zu intelligenterem und kreativeren fähig. Hier herrscht bei vielen Familien eine Diskrepanz zwischen Privatleben und Schule.

Milch der frommen Denkungsart
3 Jahre zuvor
Antwortet  Isa

@Isa:

Ihre Einlassungen haben den Begriff „Theorie“ nicht verdient, sondern sind nichts anderes als eine ver-zerrte Karikatur von Schule, die der alltäglichen Realität in überwältigender Mehrheit nicht standhält.
Abgesehen von der fehlerhaften Interpunktion und Rechtschreibung, die zumindest meinen sprachäs-thetischen Sinn beleidigt (hierin hätten Sie Ihre Lehrer weniger begleiten als vielmehr strukturiert an-leiten sollen), prügeln Sie in blinder Missgunst pauschal auf meine Kollegen ein, die Sie offenbar bar jeder Fachkenntnis zu Kasernenfeldwebeln degradieren. Dabei bewegt sich Ihre romantische Forder-ung nach „lifestyle-Unterricht“ nur auf Pink-Floyd-Niveau („We don’t need no education“).
Ihre ausgelutschte Kampfvokabel „Frontalunterricht“, Ihre wirklichkeitsfremde Vorstellung vom Lehrer als eine Art animierender Edutainer, unter dessen Moderation Schüler rund um die Uhr (dürfen feste Schulzeiten in Ihrem Utopia denn noch sein ?) dem Wahren, Schönen und Guten nachstrebten, ist nichts anderes als tatsächlich überlebter, platter Rousseauismus und erreicht kein anderes Niveau als jenes, was Sie meinen Kollegen in Bausch und Bogen vorwerfen: Gequatsche.

Aufmerksamer Beobachter
3 Jahre zuvor

Bravo, Milch! Inhaltlich und sprachlich voll ins Schwarze getroffen.

AvL
3 Jahre zuvor

Danke für den vortrefflichen Beitrag.

Bernd
3 Jahre zuvor

Naja, so verzerrt kann der Post von Isa ja nicht sein, wenn der Beitrag oben stimmt. Einfach nur die beleidigte Leberwurst zu geben, kleinlich auf Interpunktion zu pochen (Sie können dafür keine Trennstriche, Milch) und jegliche Kritik am Schulsystem zurückzuweisen, führt ja nun auch nicht weiter. Dass unser System auf wenig nachhaltiges Bulimie-Lernen ausgerichtet ist, dass fächerübergreifende Kompetenzen wenig gefördert werden und Kreativität gar nicht, ist ja nun keine ganz neue Erkenntnis.

Und dass dies im Digitalzeitalter zu Problemen führt (weil lexikalisches Wissen jeder Computer besser ausspucken kann als ein Mensch), ist auch nicht völlig absurd – siehe: https://www.news4teachers.de/2018/11/dalk-was-ranga-yogeshwar-auf-schule-und-ausbildung-zukommen-sieht-in-zeiten-einer-digitalisierung-die-alles-durchdringt/

AvL
3 Jahre zuvor
Antwortet  Bernd

@Bernd
Wenn man das Allgemeinwissen im Internet parkt und von anderen verwalten lässt, so muss man sich nicht wundern, wenn man Sachzusammenhänge nicht mehr erkennen kann und man eben sehr einfach zu manipulieren ist.

Bernd
3 Jahre zuvor
Antwortet  AvL

Darum geht’s nicht. Es geht darum, dass „Allgemeinwissen“ längst nicht mehr ausreicht – weil im Zweifel Google viel mehr davon hat. Wer gegen die Maschinen künftig bestehen will (und das müssen unsere Kinder), muss eben etwas drauf haben, was die Maschinen nicht können – kreative Ideen entwickeln zum Beispiel. Aber wer bringt das unseren Kindern bei? Vom Himmel fällt die Fähigkeit nicht.

Aufmerksamer Beobachter
3 Jahre zuvor
Antwortet  AvL

Doch, genau darum geht es. Denn kreative Ideen können die Schüler nur entwickeln, wenn sie etwas können – und nicht nur wissen, wo etwas (im Internet) steht.

Dieses von AvL genannte „Allgemeinwissen im Internet parken“ (auch bekannt als „Kompetenzorientierung“) kritisiert z.B. Prof. Harald Lesch als eines der zentralen Probleme des heutigen deutschen Schulsystems.

Zitat: „Mit Kompetenzen kann man aber nicht viel anfangen. Kompetenzen kann man eigentlich nur … da weiß man, wo’s steht, sozusagen. Das ist ’ne Kompetenz.

Aber wenn man was k ö n n e n muss, dann muss man zu etwas fähig sein!“
https://www.youtube.com/watch?v=-q0Sm8Kldn0

Aufmerksamer Beobachter
3 Jahre zuvor
Antwortet  AvL

Das ist leider (zu) oft der Fall, ja.

Aufmerksamer Beobachter
3 Jahre zuvor
Antwortet  AvL

Und genau deshalb werden die Universitäten in Zukunft in immer mehr Fächern Eignungstests durchführen. Nicht mehr nur in Fächern wie Musik muss man dann eine (künstlerische) Befähigung nachweisen, b e v o r man überhaupt ein Studium aufnehmen muss. (Womit wir wieder beim von Prof. Lesch genannten K ö n n e n, nicht „Wissen, wo’s steht“, wären…)

Da nützt einem dann das Abi-Zeugnis vom Karlheinz-Plumm-Gumminasium garnichts mehr.

Aufmerksamer Beobachter
3 Jahre zuvor
Antwortet  AvL

* ein Studium aufnehmen darf.

AvL
3 Jahre zuvor
Antwortet  AvL

Der Physiker Herr Lesch beschreibt ehr gut, worauf es im Schulsystem ankommt, nämlich über eine positiv emotionale Wechselwirkung mit dem Lehrer, Schüler für Basislerninhalte zu interessieren, gegebenenfalls zu begeistern, sie in ihrem Lernprozess nicht alleine zu lassen, sondern interaktiv basales Wissen zu vermitteln, verbunden mit dem Ausprobieren, positiven Unterstützen und fördern , lernen ohne Angst.
Die Noten folgen im positiven Sinn, wenn die Grundprobleme des vermittelten Wissens verstanden wurden.

Milch der frommen Denkungsart
3 Jahre zuvor
Antwortet  Bernd

@Bernd:

Gerade Sie, der sich, was andere Themen bzw. Personen- und Bevölkerungsgruppen anlangt, entrüstet gegen Generalisierungen verwahren, sollten hier nicht die verallgemeinernde Mär vom vor-
geblichen „Bulimie-Lernen“ verteidigen oder wiederholen.
Und dass unsere Schulen Kreativität und Eigeninitiative abtöteten,
mögen Herr Yogeswhar wie Sie ja vertreten; das unumstößliche
Evangelium aber ist dies freilich noch lange nicht, da unzählige
Kollegen dieses Verdikt jeden Tag widerlegen.
Im Übrigen verwandelt – das wissen Sie genauso gut wie ich – digitales
Lernen unsere Schüler eben nicht in Menschen, die glauben, dass mit
dem Zugang zu Informationen von selbst ein Verstehen einhergehe.
Nicht zuletzt hält die inzwischen fast legendäre „Hattie-Studie“ fest:
Webbasiertes Lernen habe eine weit geringere Effektstärke als die
Klarheit der Lehrperson sowie die Beziehung zwischen dem Schüler
und seinem Lehrer, die kein Computer je wird ersetzen können.

Isa
3 Jahre zuvor
Antwortet  Isa

@Milch : Es ist etwas traurig, dass sie zuerst auf Rechtschreibfehler bzw. Tippfehler hinweisen :DDDDD haha Es geht um den Inhalt und nicht darum, ob ich die richtigen Tasten getroffen habe.
Zu meiner „Theorie“ – diese „Theorie“ wird auch an der LMU im Rahmen des Lehramtsstudiums immer wieder diskutiert.

Falls Sie überhaupt Lehrer sind: (Ich vermute mal Deutschlehrer – Ich für meine Teil unterrichte Geographie und Mathematik, ich bin frisch von der Uni) Diese angebliche Karikatur ist in keiner Weise ein Angriff auf Ihre Kollegen, sondern ein Angriff auf ein Bildungssystem, das sich offensichtlich weigert mit der Zeit zu gehen und wenn, dann nur in kläglichen Versuchen, die meist nach Hinten los gehen.

Ihre Oberlehrerhaltung ist genauso das was ich hier kritisiere: Schüler sind nicht mehr abzurichten und nur weil Sie sich darin degradiert fühlen, macht es das für die HEUTIGEN SuS nicht besser. Autorität geht auch ohne Arschloch und sachliche Diskussion ohne Angriff. Danke dafür.

Danke

ps: Meine Einlassung ist dann wohl doch eine Auslassung 😉 …. vielleicht doch kein Deutschlehrer.

Isa
3 Jahre zuvor
Antwortet  Isa

@Milch

Oh und wenn es um das Schön und Gut sein geht ….. dass hat die Kalokagathia schon lang vor Rosseau definiert. Bitte nachlesen.

Isa
3 Jahre zuvor
Antwortet  Isa

das für den Deutschlehrer 😉

Isa
3 Jahre zuvor
Antwortet  Isa

@ Milch

Die Hattie Studie ? Sie wissen von wann die Hattie Studie ist oder ? Die technischen Möglichkeiten haben sich seitdem enorm entwickelt und die Schüler sind mittlerweile damit aufgewachsen und nicht nur reingewachsen.

Harald Lesch sagt übrigens genau das was ich oben beschrieben habe : „Unser Schulsystem ist mist“ – damit meint er auch Kompetenzorientierung, aber auch den generellen Lehrplan. Youtube, bitte googeln.

Milch der frommen Denkungsart
3 Jahre zuvor
Antwortet  Isa

@ISA:

Zunächst disqualifizieren Sie sich durch Ihre Fäkalsprache, die noch ein Verharren in einer eigentlich kindlichen Analphase verrät, durchaus selbst.
Im Übrigen: Wer so austeilt wie Sie, sollte nicht weinerlich sein, wenn Ihr Schlag mit derselben Polemik pariert wird.
Weiterhin darf ich Ihnen eröffnen, dass ich die Fächer Latein, Altgriechisch (Schule) sowie Alte Geschichte (Universität) vertrete, mir somit die „Kalokagathie“ durchaus ein Begriff ist, die freilich mit dem von mir berührten Zusammenhang rein gar nichts zu schaffen hat – wahrscheinlich haben Sie Platon lediglich durch eher zweitrangige Auszüge in „google“ rezipiert.
Zudem können Sie durchaus meines Mitleids versichert sein, falls Sie tatsächlich einst an derartige Dompteure im Lehrergewand geraten sein sollten, die bei Ihnen offensichtlich nachhaltige Traumata hinterlassen haben; da Sie jedoch – wie von Ihnen persönlich auch eingeräumt – quasi noch ein „nasser Fuchs“ in Ihrem Beruf sind, so darf Ihnen der erfahrene Veteran im Oberlehrerhabit garantieren:
Verallgemeinerung ist die üblichste Form der Ignoranz.

ysnp
3 Jahre zuvor

🙂

Isa
3 Jahre zuvor

@Milch : … und Überheblichkeit einer der Gründe für das Ergebnis des Artikels.

Zudem kann ich keine Fäkalsprache erkennen, ausser ein Zitat von Harald Lesch, das nicht von mir stammt. Ausgeteilt habe ich an das Schulsystem, an dem der Lehrer selbst nicht viel ändern kann, nur die Politik kann einen anderen/besseren Rahmen schaffen (der schon bei der Architektur des Klassenzimmers anfängt, wie oben beschrieben). Der einzige der persönlichen Angriff gestartet hat waren Sie.

Mir stünde es auch fern fremde Menschen im Netz zu belehren 😉 statt zu diskutieren, wenn Ihnen das Freude macht, viel Spaß.

Isa
3 Jahre zuvor
Antwortet  Isa

Ja und der Einzige schreibt man groß – das ist auch online sehr wichtig.

Isa
3 Jahre zuvor
Antwortet  Isa

„… somit die “Kalokagathie” durchaus ein Begriff ist, die freilich mit dem von mir berührten Zusammenhang rein gar nichts zu schaffen hat – wahrscheinlich haben Sie Platon lediglich durch eher zweitrangige Auszüge in “google” rezipiert.“

Nein, sowas lernt man in Bayern an katholischen Schulen und Universitäten – ohne „fromm“ zu denken.

Gelbe Tulpe
3 Jahre zuvor

Ich habe letztes Jahr Abitur gemacht und bin auch sehr ungern zur Schule gegangen. Das hatte folgende Gründe:
1. Zu viele desinteressierte Lehrer, die nicht verständlich unterrichten wollen.
2. Zu viele Lehrer, die uns Schülern vermittelten, nur zu stören und unerwünscht zu sein.
3. Chaotische Unterrichte im Rahmen von Selbstorganisierten Lernen, wo man mit dem Stoff im Wesentlichen alleine gelassen wurden.
4. Zu frühes Aufstehen, sodass man bis 10 Uhr noch im Halbschlaf war und ab 13 Uhr wieder müde.
5. Zu lange Schultage (bisweilen 10 Stunden), die ein richtiges Nachlernen des Stoffes und selbstbestimmte Lektüre behinderten.

Pälzer
3 Jahre zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

Du solltest unbedingt mal die französischen Schulen probieren. Die haben jeden Mittwoch nachmittag frei “
Zitat: „Die Schultage sind in Frankreich länger: Sie dauern oft bis 16.30 Uhr, mit Hort und Hausaufgaben- betreuung sogar bis 18.00 Uhr. Dafür ist der Mittwoch frei (für die Kleinsten) oder kürzer (für die Größeren), und auch die Ferien sind häufiger und länger.“
https://www.frankreich-webazine.de/12-dinge-die-franzosischen-schulen-anders-sind/
https://boeser-wolf.schule.de/frankreich-fuer-kinder/schule/reportage/stundenplan.html

Das „selbstorganisierte Lernen“ ist seit Jahren eines der Anliegen innovativer ‚Unterrichtstheoretiker. Deine Meinung dazu lese ich mit Interesse.

Herr Mückenfuß
3 Jahre zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

Sicher etwas zugespitzt (vor allem das Wollen in Punkt 1), aber im Kern durchaus bedenkenswert.

Herr Mückenfuß
3 Jahre zuvor

Nur mal so nebenbei: Der Artikel ist von 2016.

(Aber diskutieren kann man ja trotzdem, warum trotz der um sich greifenden Spaßschule die Kinder in Deutschland so ungern zur Schule gehen?!?)

Pälzer
3 Jahre zuvor
Antwortet  Herr Mückenfuß

O ja, das merke ich erst jetzt. Warum kam es jetzt in die Auswahl besonders angezeigter Artikel?

AvL
3 Jahre zuvor
Antwortet  Herr Mückenfuß

@Gelbe Tulpe , sie sollten sich bewusst sein, dass Sie zwei der wichtigsten Kernelemente eines reformpädagogischen Monstrums, nämlich des „Jena Plan“ des Peter Petersen von 1927, mit den Methoden des selbst organisierten Lernens in Kleingruppen und Freiarbeit, kritisieren.
Übrigens outete Petersen sich sogar noch in der Nachkriegszeit, siehe Benjamin Ortmeyer in seiner wissenschaftlichen Arbeit Mythos und Pathos statt Logos und Ethos (2009), als einer der führenden Erziehungswissenschaftler der NS-Zeit als Anhänger der nationalsozialistischen Rassenideologie.
Warum der nach seinem Tot in der Nachkriegszeit mit seiner Art Pädagogik einen derartigen Erfolg haben konnte wissen dessen Anhänger besser zu begründen.

AvL
3 Jahre zuvor

Tod sollte es heißen, obwohl seine Pädagogik noch lange nicht tot sein wird, da diese Sie erfolgreich „verwöhnen“ konnte, da deren Anhänger glaubensideologisch schwer vom Gegenteil zu überzeugen sind.