Start Themenmonate Frühe Bildung Erste Klassenfahrt: Was Lehrkräfte Eltern im Vorfeld vermitteln sollten (gegen Heimweh)

Erste Klassenfahrt: Was Lehrkräfte Eltern im Vorfeld vermitteln sollten (gegen Heimweh)

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BRAUNSCHWEIG. Die erste Klassenfahrt ist für viele Kinder der Grundschule ein Einschnitt: mehrere Tage ohne Eltern, neue Abläufe, fremde Umgebung. Lehrkräfte erleben dabei jedes Jahr, wie unterschiedlich Kinder auf diese Situation reagieren – zwischen Vorfreude und deutlicher Unsicherheit. Pädagoginnen und Pädagogen stehen damit nicht nur vor einer organisatorischen, sondern auch vor einer beratenden Aufgabe. Entscheidend ist, wie gut es gelingt, Eltern auf eine Erfahrung vorzubereiten, die für Kinder ebenso herausfordernd wie prägend sein kann.

Heimweh schmerzt (Symbolbild.) Foto: Shuttesrtock

Als die Busse am Morgen vor der Schule vorfahren, sind die Unterschiede sichtbar. Einige Kinder drängen nach vorne, andere bleiben dicht bei ihren Eltern stehen. Lehrkräfte kennen diese Situationen aus vielen Klassenfahrten: Der Abschied ist oft der Moment, in dem sich zeigt, wie sicher sich ein Kind fühlt. Und zugleich beginnt hier die pädagogische Arbeit, die weit vor der eigentlichen Fahrt eingesetzt hat – im Gespräch mit Eltern.

Denn Klassenfahrten in der Grundschule sind mehr als ein Ausflug. Sie gelten als wichtiger Baustein für soziale Erfahrungen, für Selbstständigkeit und für das Einüben von Gemeinschaft. „Kinder sollten spätestens ab fünf Jahren lernen dürfen, dass man ohne Eltern in einer anderen Umgebung als zu Hause gut schlafen kann“, sagt Inés Brock-Harder, Vorsitzende des Bundesverbandes für Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie. Diese Fähigkeit entsteht jedoch nicht von selbst, sondern entwickelt sich schrittweise – im familiären Umfeld, bei Übernachtungen bei Freunden oder in institutionellen Kontexten wie Kita-Fahrten.

Für Lehrkräfte ergibt sich daraus eine klare Aufgabe: Sie müssen Eltern vermitteln, dass die Klassenfahrt kein isoliertes Ereignis ist, sondern Teil einer Entwicklung. Gleichzeitig gilt es, Erwartungen zu justieren. „Jedes Kind ist unterschiedlich“, betont Brock-Harder. Während einige Kinder kaum abwarten können, reagieren andere mit Unsicherheit oder körperlichen Symptomen wie Bauchschmerzen. Diese Unterschiede sind kein Ausnahmefall, sondern der Normalzustand.

„Ermöglichen Sie Ihrem Kind diese Erfahrung, die das Gemeinschaftsgefühl und die Selbstständigkeit stärkt“

In der Kommunikation mit Eltern wird damit ein zentraler Punkt relevant: die Rolle der elterlichen Haltung. Lehrkräfte berichten immer wieder, dass Kinder die Unsicherheit ihrer Eltern übernehmen. Wenn Mütter oder Väter Zweifel äußern oder ihre eigenen Sorgen betonen, verstärkt das die Ängste der Kinder. Brock-Harder formuliert es deutlich: „Ermöglichen Sie Ihrem Kind diese Erfahrung, die das Gemeinschaftsgefühl und die Selbstständigkeit stärkt.“ Für Lehrkräfte bedeutet das, Eltern nicht nur zu informieren, sondern sie aktiv in ihrer Rolle zu stärken – und zugleich zu begrenzen.

Svenja Telle, Grundschullehrerin in Wolfsburg und Vorstandsmitglied des Grundschulverbandes, beschreibt, wie Vorbereitung konkret aussehen kann. Lehrkräfte sollten Eltern dazu anhalten, die Klassenfahrt im Vorfeld positiv zu rahmen, ohne Sorgen zu relativieren. „Vielleicht erzählen Sie davon, wie toll Ihre eigenen Klassenfahrten früher waren“, schlägt sie als Aufforderung vor. Gleichzeitig kann Transparenz helfen, Unsicherheiten zu reduzieren: Fotos der Unterkunft, Informationen zum Tagesablauf oder gemeinsame Packlisten schaffen Orientierung.

Diese Vorbereitung ist aus pädagogischer Sicht mehr als organisatorisch. Sie zielt auf Selbstwirksamkeit. Wenn Kinder wissen, was sie erwartet, und bestimmte Abläufe bereits geübt haben, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass Unsicherheit in Heimweh umschlägt. Telle berichtet, dass sie mit ihren Klassen vorab praktische Fähigkeiten trainiert – etwa das Beziehen von Betten. Solche Übungen können auch Eltern zu Hause aufgreifen. Die Botschaft dahinter ist einfach, aber zentral: Du kannst das.

Ein weiterer Baustein ist der Umgang mit sogenannten Übergangsobjekten. Brock-Harder verweist auf deren Bedeutung: Ein Kuscheltier oder ein vertrauter Gegenstand kann die Verbindung zum Zuhause aufrechterhalten. „Kinder, die nichts mitgenommen haben, vermissen diesen ‚Gefährten von zu Hause‘ dann manchmal“, berichtet Telle aus der Praxis. Auffällig ist dabei, dass nicht jede Form von „Erinnerung“ hilfreich ist. Fotos der Familie, insbesondere mit emotional aufgeladenen Botschaften, können Heimweh verstärken. „Solche Bilder schüren den Schmerz eher noch“, sagt Telle.

Wenn das Heimweh dennoch einsetzt, zeigt sich die Bedeutung klarer Rollen zwischen Schule und Elternhaus. Lehrkräfte beobachten die Kinder vor Ort und reagieren situativ. Typische Strategien sind eine Kombination aus Ansprache, Ablenkung und Struktur. Gleichzeitig spielen basale Faktoren eine zentrale Rolle. „Ich versuche bei allen im Blick zu haben, dass sie vernünftig essen und halbwegs vernünftig schlafen“, sagt Telle. Aus ihrer Erfahrung ist das „die halbe Miete“. Müdigkeit und Hunger verstärken emotionale Reaktionen – ein Befund, der sich in vielen pädagogischen Kontexten bestätigt.

Auch Rituale können stabilisierend wirken. Vorlesen am Abend oder kleine Routinen im Zimmer helfen, den Tag zu strukturieren und Übergänge zu erleichtern. In einzelnen Fällen kommen auch körperbezogene Strategien zum Einsatz, etwa Wärme durch ein Körnerkissen, die ein Gefühl von Geborgenheit vermittelt.

„Je länger die Kinder fern vom Medienkonsum sind, desto positiver verändert sich das Miteinander“

Ein besonders sensibler Punkt in der Kommunikation mit Eltern ist der Umgang mit Kontaktmöglichkeiten. Telle spricht sich klar gegen Handys und Smartwatches auf Klassenfahrten aus. Ihre Begründung ist pädagogisch: Direkter Kontakt zu den Eltern kann Heimweh verstärken, statt es zu lösen. „Ein Kontakt ist über uns Lehrkräfte ja immer möglich“, sagt sie. Gleichzeitig ermöglicht diese Vermittlung eine professionelle Einschätzung der Situation, bevor Eltern eingebunden werden.

Darüber hinaus verweist Telle auf die soziale Dimension: Digitale Geräte verändern das Miteinander. „Je länger die Kinder fern vom Medienkonsum sind, desto positiver verändert sich das Miteinander“, berichtet sie. Die Erfahrung gemeinsamer Zeit ohne digitale Ablenkung wird von vielen Kindern im Rückblick als besonders prägend beschrieben.

Die Frage, ob ein Kind im Fall von Heimweh abgeholt werden sollte, gehört zu den konflikthaftesten Themen in Gesprächen mit Eltern. Brock-Harder plädiert für Zurückhaltung. „Lehrer sollten sich gut überlegen, ob sie das überhaupt als Option in den Raum stellen“, sagt sie. Ein vorschnelles Abholen kann die Erfahrung der Bewältigung verhindern. Gleichzeitig weist sie darauf hin, dass jede Entscheidung individuell getroffen werden muss.

Telle beschreibt die praktische Schwierigkeit: Wenn Kinder mit ihren Eltern telefonieren, lasse sich die Situation „selten wieder eingefangen“. In vielen Fällen führe das Gespräch dazu, dass das Kind abgeholt werde. Für Lehrkräfte entsteht daraus ein Spannungsfeld zwischen pädagogischem Anspruch und elterlicher Entscheidungshoheit.

Gleichzeitig gibt es Grenzen. Wenn hinter dem Heimweh tiefergehende Trennungsängste stehen, reicht die Situation einer Klassenfahrt nicht aus, um diese zu bearbeiten. „Wenn richtige Trennungsängste vorliegen, ist es nicht damit getan, eine Klassenfahrt durchzuziehen“, sagt Brock-Harder. In solchen Fällen kann therapeutische Unterstützung notwendig sein. News4teachers / mit Material der dpa

Hier geht es zu allen Beiträgen des News4teachers-Themenmonats “Frühe Bildung”. 

„Klassenfahrten sind das Beste, was Schule leisten kann“: Bildungsforscher im Interview

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Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor

Ich bin ja ein sehr großer Fan von Klassenfahrten und habe mit meinen eigenen Klassen jedes Jahr eine Klassenfahrt beginnend ab dem ersten Schuljahr gemacht. Dabei waren meine Erfahrungen unglaublich vielfältig auch was das Thema Heimweh angeht. Ich fand es dabei wichtig, dass man zunächst nur ganz kurze Klassenfahrten (1. Schuljahr = 1 Übernachtung, 2. Schuljahr = 2 Übernachtungen,….) Macht und diese in der Nähe stattfinden. So kann man Kindern mit Heimweh vermitteln, dass sie ganz bald wieder zuhause sind und sie darin bestärken, es durchzuhalten. Manchmal sind es auch nur ganz kurze Phasen von Heimwehgefühlen, die sich durch Ablenkung gut einfangen lassen. Es gibt aber auch starke Gefühle von Heimweh, wo all die Ablenkung einfach nichts nutzt. Fängt ein Kind erstmal zu weinen an, wird es schwierig, denn es steigert sich immer weiter rein und nimmt andere Kinder da ganz oft mit…..
In diesem Fall, sollte man das Kind wirklich abholen lassen, denn ein so starkes Gefühl kann auch traumatisierend sein…..

TaMu
1 Monat zuvor

Es tut gut zu lesen, dass Sie Ihre Klassenfahrten wie beschrieben gestalten. Das hört sich auch für sensible Kinder machbar an… nur eine Nacht, kurze Entfernung von zu Hause und kein Druck auf Kinder, die es tatsächlich nicht schaffen.
Das ist die beste Voraussetzung, dass auch die Kinder mit Heimweh und schwierigen Gefühlen in die Trennungssituation einer Klassenfahrt hinein wachsen und später freiwillig und freudig auch auf Abenteuerlager von Vereinen, Kirchen oder Gemeinden gehen können. Sie kommen in den meisten Fällen sozial gewachsen, selbstständiger und selbstbewusster zurück.
Ich hätte mir gewünscht, auch im Artikel Ihre niederschwellige Art des Einstiegs in das Thema Klassenfahrten als Empfehlung zu lesen.

Marie
1 Monat zuvor

Wir sagen immer schon auf den Elternabenden in Klasse 1, dass wir in der 4 fahren und dass die Eltern ihr Kind durch “auswärtige” Übernachtungen darauf vorbereiten sollen. Heimwehstress gibt es meist nur mit denen, die das ihren Kindern “nicht zumuten” wollten und am besten ihrem Kind noch sagen: “Sobald die Heimweh hast, soll Frau XY mich anrufen, ich hole dich sofort ab”. Da kann ich dann drauf warten, dass spätestens nach dem Abendessen die große Heulerei losgeht…

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor

Elektronische Geräte (dazu gehörte auch ein IPod, etc.) gleich welcher Art waren auf meinen Klassenfahrten untersagt und nur die Lehrer hatten ein Handy dabei. Bei Heimweh haben wir Lehrer mit den Eltern gesprochen, oft im Beisein der Kinder und uns beraten.
Im Vorfeld einer Klassenfahrt haben wir auf einem Elternabend auch über Heimweh gesprochen und Verabredungen mit den Eltern getroffen. Für sie was es rückblickend immer sehr wichtig, dass sie informiert werden, wenn es ihrem Kind dahingehend schlecht geht…..und sie mitentscheiden, ob sie ihr Kind abholen. Wichtig war uns auch, dass sie in diesem Fall niemals ihrem Kind vermitteln, dass es „versagt“ hat, sondern es zu loben, dass es überhaupt mitgefahren ist (meist sind es nämlich genau die Kinder, die schon im Vorfeld lieber zuhause geblieben wären…)

Katze
1 Monat zuvor

„Pädagoginnen und Pädagogen stehen damit nicht nur vor einer organisatorischen, sondern auch vor einer beratenden Aufgabe. Entscheidend ist, wie gut es gelingt, Eltern auf eine Erfahrung vorzubereiten, die für Kinder ebenso herausfordernd wie prägend sein kann.“

Natürlich. Jetzt bereiten wir also nicht mehr nur die Kinder auf die Klassenfahrt vor, sondern die Eltern.
Der nächste logische Schritt ist dann vermutlich ein dreistufiges Eltern‑Coaching mit Achtsamkeitsübungen, Reflexionskarten und dem Zertifikat „Heimweh‑resilient“.
Dabei wäre die Lösung doch so herrlich einfach: Keine Klassenfahrt – kein Heimweh.
Und für Lehrkräfte gleich doppelt: Keine Klassenfahrt – kein Kopfweh, kein Jetlag, kein 24‑Stunden‑Dienst ohne Arbeitszeiterfassung, keine Nachtaufsicht, keine Wochenendbetreuung, keine Verantwortung für 28 Kinder, die gleichzeitig Hunger, Langeweile, (den Lehrkräften nicht gemeldete physische und psychische Erkrankungen) und spontane (Mini)‑Krisen haben.
Aber beruhigt euch, liebe Kolleginnen und Kollegen: Fachlehrkräfte und Klassenlehrer müssen ja gar nicht mehr mitfahren. Warum auch? Jede Schule hat doch inzwischen ihr multiprofessionelles Klassenfahrts-Team: drei Schulsozialarbeiter, eine Schulkrankenschwester, ein Schulpsychologe – und in kirchlicher Trägerschaft gern noch ein Seelsorger.
Die übernehmen von der ersten Klassenfahrt in der Grundschule bis zur Abifahrt sicher gern — schließlich sind sie ja ohnehin für alles zuständig, was außerhalb des Unterrichts passiert. Und wenn es hart auf hart kommt, können sie den Kindern und Jugendlichen auch erklären, warum die eigentlichen Lehrkräfte „aus pädagogischen, gesundheitlichen und juristischen Gründen“ lieber im Gebäude bleiben.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

Aber Katze, wir sprechen hier doch von Grundschulklassenfahrten und da ist es wirklich wichtig, die Eltern darauf vorzubereiten. Tatsächlich gibt es heutzutage gar nicht wenige Kinder, die noch nie woanders alleine übernachtet haben (z.T. Nicht mal bei Oma und Opa). Da muss man wirklich vorher sprechen und vorbereiten. Manche Eltern haben einfach Ängste, was so alles passieren kann und diese Ängste muss man schon ernst nehmen……

Mika BB
1 Monat zuvor

Das heißt, Grundschullehrer sind qua Arbeitsplatzbeschreibung nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Eltern zuständig? Therapieren leicht gemacht?

Fräulein Rottenmeier
29 Tage zuvor
Antwortet  Mika BB

Nanana, jetzt übertreiben Sie aber…..auf EINEM Elternabend spricht man dieses Thema an…..wenn es sowieso um die Orga Klassenfahrt geht……das reicht dann…..

Anne
28 Tage zuvor

Wenn dann die Eltern an der Elternversammlung teilnehmen…

Fräulein Rottenmeier
28 Tage zuvor
Antwortet  Anne

Eltern, die sich Sorgen machen, kommen in der Regel….

Fritze Flink ist gierig
1 Monat zuvor

Dann sollten die Psychologen konsultieren und bezahlen. Meine Aufgabe ist das nicht.

dickebank
1 Monat zuvor

Ich bin da gespalten, als Schüler fand ich die auch besser als als begleitende Lehrkraft. Muss wohl am Alter liegen

Monika, BY
1 Monat zuvor

“Ich bin eigentlich ein großer Fan von Klassenfahrten”

Aber es geht dabei um die Kinder, und viele mögen Klassenfahrten nicht.

Klassenfahrten sollten schon längst abgeschafft worden sein oder zumindest freiwillig sein und nicht jedes Jahr der gesamten Schülerschaft aufgezwungen werden.

Ich_bin_neu_hier
1 Monat zuvor
Antwortet  Monika, BY

“Klassenfahrten sollten schon längst abgeschafft worden sein oder zumindest freiwillig sein und nicht jedes Jahr der gesamten Schülerschaft aufgezwungen werden.”

Kann man natürlich so sehen. Allerdings fehlen die Lehrkräfte, die mit auf der Klassenfahrt sind, natürlich für den normalen Unterricht. Sollen die “zu Hause” gebliebenen Kinder dann weiter in der Schule (!) betreut werden, ergibt sich entweder zusätzlicher Vertretungsbedarf (für den aber keine Vertretungsreserve existiert), oder man muss diese zurückgebliebenen Kinder dann in andere Klassen mit rein stopfen, wo sie für die Zeit der Klassenfahrt relativ sinnbefreit “mitlaufen” – und natürlich weiß dann jeder, dass sie (aus welchen Gründen auch immer) nicht mitgefahren sind.

Außerdem hat man dann die (soziale) Heterogenität innerhalb der Klassengemeinschaft vergrößert, weil viele nun die Erfahrung einer solchen Klassenfahrt gemacht haben (deren soziale Interaktionen natürlich auch das Sozialgefüge der Klassengemeinschaft verändert haben) und einige eben nicht. Eine Vergrößerung der Heterogenität kann aber meines Erachtens keine Aufgabe von Schule sein, wo wir doch angeblich alles für alle schaffen können (oder zumindest sollen…).

Da bin ich also ganz bei ihnen: Dann lieber gar keine Klassenfahrten! – Denn bei totaler Freiheit / Unverbindlichkeit… kann das Ganze nicht mehr (Pflicht-)Aufgabe von Schule sein. Dann können die Eltern, die es wollen, ihre Kinder genauso gut auf eine nicht schulisch organisierte Ferienfreizeit mitschicken, um ihnen die entsprechenden Erfahrungen zu ermöglichen – oder eben auch nicht. Nennen wir es doch “Stärkung der elterlichen Eigenverantwortung” – einverstanden?

Opossum
29 Tage zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

Ich habe schon oft gehört, dass einige Klassen nach Großbritannien in die Klassenfahrt fahren. Wenn das Kind von nicht EU Bürgern da krank sein sollte, wie können solche Eltern sein Kind abholen?
Kann man schnell ein Not Visum beantragen oder dürfen solche Kinder des Risikos wegen nicht mitfahren?

Ich_bin_neu_hier
28 Tage zuvor
Antwortet  Opossum

“Wenn das Kind von nicht EU Bürgern da krank sein sollte, wie können solche Eltern sein Kind abholen?”

Diese Frage kann ich leider nicht aus eigener Kenntnis oder Anschauung beantworten, würde jedoch annehmen, dass eine Auslandskrankenversicherung vor Fahrtantritt verpflichtend abgeschlossen werden muss, sodass das Kind im Ausland behandelt werden kann – sonst wäre das nur in absoluten Notfällen möglich und würde später (teuer) in Rechnung gestellt. Eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen ist ohnehin grundsätzlich ratsam – auch für EU-Bürger; d.h. das gilt für alle Schüler und auch für die Lehrkräfte:
https://www.grossbritannien.org/reisetipps/gesundheitsversorgung-fuer-urlauber.html
https://www.aok.de/pk/leistungen/ausland/brexit/

Schülergruppen unterliegen inzwischen übrigens nicht mehr der Visumspflicht (Das beantwortet natürlich nicht Ihre Frage, erklärt aber, warum Großbritannien als Klassenfahrtsziel wieder attraktiver geworden ist): https://www.news4teachers.de/2025/12/visumspflicht-entfaellt-grossbritannien-erleichtert-klassenfahrten-aus-deutschland/

nurmalso
28 Tage zuvor
Antwortet  Opossum

Das betrifft auch alle EU-Bürger*innen. Die brauchen zwar kein Visum, aber eine ETA (electronic travel authorisation).Kriegt man aber meistens schneller.

Riesenzwerg
24 Tage zuvor
Antwortet  Monika, BY

Ein großer Grundgedanke der Klassenfahrten ist – die Stärkung der KlassenGEMEINSCHAFT.

Das klappt nicht, wenn die Hälfte nicht mitfährt.

Abgesehen mal von der unbezahlten, nicht wertgeschätzten, sondern schlicht als “All inclusive” gern genommenen Zusatzbelastung für die vorbereitenden Lehrkräfte und sämtlichem anderen Organisationskram drumherum…. ist das Nichtmitfahren nicht förderlich für eben den oben erwähnten Grundgedanken.

Fazit: Damit ist das Ziel einer Klassenfahrt nicht erreichbar, also offiziell streichen…..

GemS – wir fahren von Montag bis Freitag, mal auch von Mittwoch bis Sonntag (wobei die SuS montags frei haben, die Lehrkräfte aber nicht).

Bei uns werden anwesende Eltern auf der Vorbesprechung zur Klassenfahrt informiert, es werden individuelle Absprachen getroffen und – Infos über Erkrankungen und Medikamentengabe eingeholt.

Wie vermutlich überall.

Immens hoher Aufwand, aber auch wir erfahren inzwischen immer mehr, dass es immer mehr Eltern gibt, die ihren Kindern das nicht zutrauen oder zumuten wollen.

Riesenzwerg
24 Tage zuvor
Antwortet  Monika, BY

Bei “freiwillig” bin ich raus. Abgesehen vom ursprünglichen Ziel einer Klassenfahrt…

Dann bitte Reiseunternehmen buchen.

Denn DEN Part will ich nicht auch noch übernehmen müssen (müssen, Zwang, nix mit “freiwillig” für Lehrkräfte….)

Monika, BY
1 Monat zuvor

Auch unter Jugendlichen gibt es oft keine große Begeisterung für Klassenfahrten. Hinzu kommt, dass eine Abholung über mehrere hundert oder sogar tausend Kilometer natürlich keineswegs einfach zu organisieren ist, und das dann auch noch auf eigene Kosten. Risiken wie Krankheiten, Verletzungen, Alkohol bei Jugendlichen und vieles mehr sind bei jedem Klassenfahrt da.

Wie schon geschrieben: Klassenfahrten ja, aber freiwillig.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Monika, BY

„Viele Kinder mögen Klassenfahrten nicht….“
Ja, ist das so? Also, ich habe in meiner Zeit als Lehrerin (als SL habe ich leide keine Zeit mehr dazu) ca 20 Klassenfahrten gemacht…..und das, was Sie schreiben, trifft nun wirklich ganz und gar nicht zu!
Ich habe tatsächlich kein Kind kennengelernt, welche nicht gerne mitgefahren ist (ganz unabhängig davon, ob es dann doch abgeholt werden musste aus Heimwehgründen). Ganz im Gegenteil, ich habe auch kleine Kämpfe mit Eltern ausgefochten, die ihre Kinder aus religiösen Motiven nicht mitfahren lassen wollten. Das war wirklich schlimm für die Kinder….

Schon alleine die Vorfreude auf die Zeit, die Aufregung vorher, das Planen der Gruppenzimmer, das Gestalten von Türschildern……
Und wenn wir dann da waren, dieses Chaos beim Bettenbeziehen, dieses Gewusel, das Türenknallen, das Gegacker auf dem Flur und in den Zimmern, diese Abenteuerlust, das Erkunden der Umgebung, das selbstständige Essenholen und für sich verantwortlich sein, die Pyamapartys, das Geschnatter bis tief in die Nacht…..und jetzt schreibe ich es mal: die leuchtenden Kinderaugen……
Ich fand das immer total großartig und habe das genossen, den Kindern bei ihrem Spaß zuzugucken…..

Aber ja, Monika, dass können Sie sich mit Ihrer hier zur Schau getragenen Verkniffenheit natürlich nicht vorstellen…..Sie gehen ja auch zum Lachen in den Keller und zwingen Ihre Kinder, heimlich Freude zu empfinden….

Ich_bin_neu_hier
1 Monat zuvor
Antwortet  Monika, BY

“Risiken wie Krankheiten, Verletzungen, Alkohol bei Jugendlichen und vieles mehr sind bei jedem Klassenfahrt da.”

Das wissen Lehrkräfte übrigens sehr genau – mir war allerdings nicht klar, dass alle diese Dinge im ‘normalen’ Lebensalltag der Jugendlichen ausgeschlossen sind…

Jette
29 Tage zuvor
Antwortet  Monika, BY

Also, nach etwa 10 Klassenfahrten in meiner Dienstzeit habe ich kein Kind gehabt, welches die Klassenfahrt in unangenehmer Erinnerung hatte. Bei allen war die Fahrt das Highlight der Grundschulzeit.
Ich habe das Gefühl, dass es bei Ihnen eine klare Präferenz gibt, alles was außerhalb des Elternhauses stattfindet, blöd zu finden! Schade!!!

Monika, BY
26 Tage zuvor
Antwortet  Jette

Die Schulpolitik ist den Kindern, vor allem den Jugendlichen, sehr klar. Alle lügen und sagen das, was die Lehrer hören wollen, genauso wie in Tests, wo sie das schreiben, was die Lehrer lesen wollen. Machen Sie sich da nichts vor. Von all denen, die angeblich von der Klassenfahrt begeistert waren, hat mindestens die Hälfte in Wirklichkeit die gegenteilige Meinung , nur werden Sie das von ihnen ganz sicher nicht hören.

Wie ich schon gesagt habe: Kinder begreifen und lernen die Schulpolitik sehr schnell. Schon früh wird ihnen klar, dass Lehrkräfte gegenüber einzelnen Schülern einen gewissen Bias haben. Deshalb bemühen sich fast alle, genau das zu sagen, was die Lehrer hören wollen und das stimmt nur selten mit der eigentlichen Wahrheit überein.

Fräulein Rottenmeier
26 Tage zuvor
Antwortet  Monika, BY

Es geht hier um Klassenfahrten! Aber egal, Monika……
Es ist so betrüblich, dass Sie Ihre Kinder in Ihr Korsett zwingen und dann auch noch behaupten, dass es von Ihren Kindern ausgeht…..das ist infam, aber in heutigen Zeiten tatsächlich nicht ungewöhnlich.
Ich hatte auch einige Jahre so eine Familie an der Backe, der man so gar nichts recht machen konnte, die sich nur beschwert hat….

Jette
25 Tage zuvor
Antwortet  Monika, BY

Von all denen, die angeblich von der Klassenfahrt begeistert waren, hat mindestens die Hälfte in Wirklichkeit die gegenteilige Meinung”.
Es gehört eine Menge gelebter Verbohrtheit dazu, solche Behauptungen völlig frei von irgendwelchen tatsächlichen Einblicken aufzustellen! Woher nehmen Sie diese Behauptung?
Ich habe bei Ihren Kommentaren den Eindruck, dass Sie Traumata aus der eigenen Schulzeit auf Ihre und andere Kinder übertragen, anstatt sie aufzuarbeiten. Ihre Kinder sind vermutlich die Leidtragenden.

Riesenzwerg
24 Tage zuvor
Antwortet  Monika, BY

Interessant.

Schulpolitik kennen sie. Soso.

Und ja, ich mag es, wenn bei einer Matheprüfung bei der Aufgabe 3*7 eine 21 hingeschrieben wird.

Schlimme Anpassung! Oder einfach gut gelernt?

Charakteristikiken in Deutsch – eigene Gedanken…. wären schön. Meist viel Quatsch und wenig zum Thema, da Thema nicht verstanden, da nicht mitgemacht, weil lesen ist schwer. Ich schwör.

Philosophie – Gedanken, Verknüpfung, eigene Meinung…. s.o.

Selber denken ist bei vielen out, weil anstrengend. Und man müsste sich auch mal auf etwas einlassen.

Aber ich versteh schon – sie verstehen die Schulpolitik….

Wissen Sie, ich bin mit der Schulpolitik und den lustigen Entscheidungen unserer KuMis bestimmt nicht einverstanden. Es muss sich sehr viel ändern (dürfen).

Und mir wäre es sehr lieb, wir an der Basis würden gehört und könnten/dürften sofort alles ändern.

Ist aber nicht so.

Sie möchten darauf hinaus, dass wir Anpassung wollen – im Sozialverhalten wäre das m.E. schon sinnvoll, da wir gerade dabei sind, auch hier als Gesellschaft den Leitfaden zu verlieren.

Doch so individuell, wie Sie sich das wünschen, ist das nicht möglich unter diesen Bedingungen.

Planen Sie mit Ihrer Familie eine Reise. Nehmen Sie Ihre dreijährige Tochter such mit, wenn sie keine Lust hat? Was ist mit dem Großen? Nur chillen und zocken im Kopf und es geht ab zum Wandern?

Ich bin sehr für Freiwilligkeit. Doch leider, leider, leider bereitet das nicht auf die Realität außerhalb der Schule vor.

Oder engagieren Sie einen Klemptner, der freiwillig nur montags arbeitet? Pech am Dienstag für die ganze Woche?

Auch lustiger Gedanke bei der Vier-Tage-Woche…. Wollen alle frische Brötchen am Samstag …. wenn die Bäckereien vielleicht auch ihren freien Tag am Samstag wollen….

Monika, BY
26 Tage zuvor
Antwortet  Jette

Wir hatten genau so ein Beispiel mit einer völlig unpassenden Lektüre im Fach Deutsch. Mein Kind hat zuhause aus lauter Frust eine ganze Rezension über dieses Buch geschrieben, weil das Buch ehrlich gesagt einfach scheiße ist.

Sie hat sie mir gezeigt und gesagt: „Siehst du, das ist meine wirkliche Meinung dazu. Aber in der Schule werde ich natürlich alles in Superlativen sagen, weil die Lehrerin nicht offen für eine kritische Meinung ist und ich brauche schließlich Noten.

So viel darüber.

dickebank
26 Tage zuvor
Antwortet  Monika, BY

Oder sagt Ihre Tochter das, um Ihnen zu gefallen?
Warum sollte sie nur der Schule eine angepasste Version ihrer eigenen Meinung präsentieren? Wie können Sie sich so sicher sein?

Fräulein Rottenmeier
26 Tage zuvor
Antwortet  Monika, BY

Meine Kinder und auch ich haben in der Schule Lektüren lesen müssen, die einfach naja waren….na und? Deswegen fängt man nicht an zu flennen…..meine Güte….
Ich habe auch schon privat Bücher gelesen, die einfach nicht meinem Geschmack entsprachen, ohne zu heulen…..
Ist nix, was körperlich und seelisch schadet….
Aber Hauptsache Drama…..

Sepp
26 Tage zuvor
Antwortet  Monika, BY

Da sind Sie sicher stolz, ein derart verlogenes Kind herangezogen zu haben…

An einem Gymnasium in Bayern mag das vielleicht anders sein, aber bei uns sind die Schüler da deutlich offener mit ihrer Meinung – man merkt zeitnah, wenn sie etwas blöd finden.

Und was bringt es, einer Lehrkraft bei einer Lektürearbeit vermeintlich nach dem Mund zu reden? – Zumindest aus meiner Klasse weiß ich, dass die Deutschlehrer gar nicht selbst die Lektüren auswählen durften, sondern diese vorgegeben wurden. Insofern stehen sie nicht unbedingt hinter der Lektüre…

Vor ein paar Jahren musste ich in einem Prüfungsvorbereitungskurs für den MSA eine Aufsicht/Vertretung machen. Die Lektüre war furchtbar alt, eigentlich: “alt und furchtbar”. Die Schüler bekamen umfangreiche Vokabellisten, weil sie die deutschen (!) Wörte nicht verstanden haben.

Wenn dann jemand – wie Sie es sagen – in Superlativen die Lektüre lobt, dann durchschaut jede Lehrkraft diesen Unsinn. Und dann? Bekommt man in Bayern für billiges, plumpes Schleimen bessere Noten?

DerechteNorden
26 Tage zuvor
Antwortet  Monika, BY

Ich weiß es nicht, aber das mag in Bayern vielleicht so sein?
Ich kann das aus meiner Erfahrung heraus gar nicht bestätigen. Ich kriege jeden Tag Rückmeldungen zu Inhalten. (GemS mit Oberstufe in SH). Fundierte und unfundierte;-) Damit kann ich aber um.
Und schon zu meiner eigenen Schulzeit konnten wir am Gymnasium (auch in SH) durchaus unsere Meinung zu den Inhalten rückmelden. Als ich in der 9. Klasse war, haben wir eine andere Lektüre durchgesetzt, weil wir mit dem von unseren Deutschlehrer ausgewählten Stück nichts anfangen konnten. Das ist fast 45 Jahre her.

Bei Ihnen ist alles immer ganz, ganz furchtbar und alle Lehrkräfte sind tendenziell gemein, rückwärtsgewandt, unsensibel usw.
Ich habe Ihnen das ja schon mehrfach geschrieben: Ihre Erfahrungen sind sehr subjektiv.
Des weiteren sollten Sie Ihre Kinder dazu ermutigen, Lehrkräften mehr zuzutrauen. Eine Meinung, die in angemessener Weise vorgetragen wird, können die nämlich gut einordnen.
Da Sie so negativ gegenüber Lehrkräften eingestellt sind, haben Ihre Kinder ja gar keine Chance diese anders zu sehen.
Oder Ihre Kinder wollen es sich nicht mit Ihnen verderben und erzählen Ihnen nur, wie “scheiße” alles ist. Sie scheinen ja sehr bestimmend zu sein, nach allem, was Sie so schreiben.

TaMu
28 Tage zuvor
Antwortet  Monika, BY

Die erste Klassenfahrt in der Grundschule sollte selbstverständlich nicht hunderte oder tausende Kilometer entfernt liegen und tut es in der Realität vermutlich auch nirgendwo.

Fräulein Rottenmeier
26 Tage zuvor
Antwortet  TaMu

Ne, tut es auch nicht! Aber das passt nun gar nicht ins Weltbild von Monika…..da sind die Kinder GEZWUNGEN worden, obwohl sie NATÜRLICH niemals auf Klassenfahrt wollten…..Ganz schrecklich solche Eltern, die Schule als natürlichen Feind betrachten!

Realist
1 Monat zuvor

Seit wann werden eigentlich Klassenfahrten mit Übernachtung in der Grundschule gemacht? Ist das das neue “All-Incluse-Paket”, dass Eltern neuerdings von der Schule fordern?

Zu meiner Zeit (also damals) gab es in der Grundschule maximal Tagesausflüge so in der 3. oder 4. Klasse. Aber sicherlich keine Übernachtungen!

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Keine Ahnung, wie alt Sie sind, aber selbst, als ich in den Achtzigerjahren zur Schule ging, haben wir in der Grundschule eine Klassenfahrt gemacht….

Ich_bin_neu_hier
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Gab es zu meiner Zeit, Ende 70er / Anfang der 80er, mit Übernachtung, im “Landschulheim”. Also nicht neu.

Allerdings mit Hagebuttentee. Nie wieder Hagebuttentee! Bitte, Wasser – gebt mir Wasser! – Ansonsten eine schöne und hilfreiche Erfahrung.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

Es gab aber auch Pfefferminztee bei uns :)…..

dickebank
1 Monat zuvor

Keinen Früchtetee? Dann komm ich nicht mit

Fräulein Rottenmeier
29 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Für die anspruchsvollen Gemüter gibt Eistee zum Anrühren……

dickebank
29 Tage zuvor

Und wie ist es mit Jagatee?

mississippi
28 Tage zuvor

Oh nein!

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

Und in unserem Schullandheim gab es auch nachmittags Schaumkussbrötchen, leider vorher mit Butter bestrichen, was es dann nur halb so lecker machte…..

dickebank
1 Monat zuvor

Sakrileg! Matschbrötchen mit Butter, das geht gar nicht.

Fräulein Rottenmeier
29 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Die Köchin wollte uns eine Freude machen und hat wie bei jedem anderen Brötchen Butter untergelegt……

dickebank
29 Tage zuvor

Ohne Rezept, schwierig.

TaMu
1 Monat zuvor

Das macht man ja auch nur mit Nutella, aber niiiemals mit Schaumküssen 🙂
Und ja, ich weiß, das Nutella- ohne- Butter- Lager mag Butter in beiden Fällen nicht.
Also ich habe jetzt Appetit bekommen!

Fräulein Rottenmeier
29 Tage zuvor
Antwortet  TaMu

Ich gehöre zu der Fraktion ohne Butter in beiden Fällen….

dickebank
29 Tage zuvor

… und ohne Schokoschaumkuss und dafür mit Frikadelle – aber ohne Salatblatt und Gedöns.

Fräulein Rottenmeier
28 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Sie wissen einfach, was gut ist…….so!
Ich freue mich jedes immer auf den Geburtstag einer Kollegin, die wünscht sich nämlich immer Schaumkussbrötchen statt Torte…..

dickebank
28 Tage zuvor

Da wünsch ich Ihnen, dass die Kollegin schneller altert – also mehrmals im Jahr die Geburtstagsfeier wiederholt.

Fräulein Rottenmeier
28 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Ah nee, geht so auf die Hüfte…..

dickebank
28 Tage zuvor

Das ergibt dann eine “Bikini-Figur im Speckmantel”.

Fräulein Rottenmeier
28 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Keine Wespentaille sondern eine Hummelhüfte 🙂

dickebank
27 Tage zuvor

Farblich kannse die aber auch nur in DO tragen

Ich_bin_neu_hier
1 Monat zuvor

“Telle berichtet, dass sie mit ihren Klassen vorab praktische Fähigkeiten trainiert – etwa das Beziehen von Betten.”

Ach so, Eltern / Erziehungsberechtigte bringen das ihren Kindern also nicht mehr bei / sehen sich dazu nicht in der Lage (Zeitmangel) / sehen das (mal wieder) als zusätzliche Aufgabe der Schule an.

SEUFZ.

Mika BB
1 Monat zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

Ich frage mich ernsthaft, wie man in der Schule „Betten beziehen“ trainiert…

Fräulein Rottenmeier
29 Tage zuvor
Antwortet  Mika BB

Mal abgesehen davon, dass ich das niemals getan hätte, frage ich mich auch, wie man das trainieren soll?.?

Jette
29 Tage zuvor
Antwortet  Mika BB

Ich habe es als Hausaufgabe in den Wochenplan gestellt. Und den Eltern gesagt, dass es wichtig ist, dass die Kinder dies beherrschen, da ich auf keinen Fall Betten beziehe. Das habe ich auch durchgezogen, es gab ein paar Jungen, die dafür 1,5 Stunden gebraucht haben. Diese Zeit habe ich ihnen gegeben 😉 , war für sie ne spannende Erfahrung…

mama51
23 Tage zuvor
Antwortet  Jette

Genauso hab ich das auch immer gemacht! Und still und leise und ganz heimlich im Verborgenen hatte ich dabei sogar selbst meinen kleinen Spaß!

HarneEinrichson
29 Tage zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

Also schon mal schnell einen Klassensatz Bettdecken, Kissen und Bettwäsche bestellen

Ich_bin_neu_hier
28 Tage zuvor
Antwortet  HarneEinrichson

Gerne – sofern das Schulbudget das hergibt?

Ich_bin_neu_hier
1 Monat zuvor

“Ein Kuscheltier oder ein vertrauter Gegenstand kann die Verbindung zum Zuhause aufrechterhalten. „Kinder, die nichts mitgenommen haben, vermissen diesen ‚Gefährten von zu Hause‘ dann manchmal“, berichtet Telle aus der Praxis.”

Hilft nur, wenn man dafür nicht von deinen Zimmergenossen ausgelacht wird.

mississippi
28 Tage zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

Man muss es auf die Packliste schreiben, dann MUSS jede/r eins dabeihaben.

Ich_bin_neu_hier
1 Monat zuvor

“Wenn Kinder mit ihren Eltern telefonieren, lasse sich die Situation „selten wieder eingefangen“. In vielen Fällen führe das Gespräch dazu, dass das Kind abgeholt werde. Für Lehrkräfte entsteht daraus ein Spannungsfeld zwischen pädagogischem Anspruch und elterlicher Entscheidungshoheit.”

Ja, und? Entweder akzeptieren die Eltern im Vorfeld, dass Smartphones zu Hause bleiben und der Kontakt im Normalfall über die Lehrpersonen läuft, oder sie akzeptieren es nicht.

Falls nicht, sorgt der direkte telefonische Kontakt unweigerlich für Heimweh und abgeholte Kinder. Das ist dann so: Elterliche Entscheidungshoheit ist selbstverständlich zu akzeptieren und geht ebenso selbstverständlich einher mit elterlicher Verantwortung. Da ist nix mit “Spannungsfeld” – die Lehrkräfte haben ihr Möglichstes getan und sind ihrer Verantwortung vollumfänglich gerecht geworden – basta.

Alex
29 Tage zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

Ich weise Kinder und Eltern immer darauf hin, dass einmal (wegen Heimweh) abgeholte Kinder nicht am nächsten Morgen wieder zurück gebracht werden können, sondern dann in die Schule müssen. Hilft oft erstaunlich gut…

mama51
23 Tage zuvor
Antwortet  Alex

…und dann noch in irgendeine andere Klasse eines anderen Jahrgangs, weil bei uns immer alle einer Klassenstufe gemeinsam fahren! Da kommt Freude auf!
Hahahaha!

Achin
1 Monat zuvor

Die Expertise von Frau Inés Brock-Harder, Vorsitzende des Bundesverbandes für Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie, kann nützlich sein.

Sicherlich steht sie dann auch nachts für akute Fragen von Lehrkräften zur Verfügung, die nach einem langen Klassenfahrttag von Heimweh betroffene Kinder und Jugendliche trösten. Wer ein individuelles Vorgehen fordert, der wird dies bestimmt auch selbst gerne leisten.

Sepp
1 Monat zuvor

Zu meiner Kindheit war es immer toll, wenn wir bei Oma und Opa übernachten durften. Teilweise sind wir auch nur mit unseren Großeltern in Urlaub gefahren, wenn unsere Eltern arbeiten mussten. Das waren tolle Erlebnisse.

Wenn eine Klassenfahrt ansteht, dann spricht man doch als Elternteil mit seinem Kind:
Ist das Kind aufgeregt, freut es sich, hat es Sorgen, soll das Kuscheltier mit?
Das Bett in der Jugendherberge muss bezogen werden? – Dann übt man das ggf. noch mal zu Hause…

An dem Artikel irritiert mich sehr, dass Lehrkräfte inzwischen offenbar Eltern erklären müssen, dass es bspw. eine sinnvolle Idee sein könnte, das Kuscheltier mitzunehmen und über eigene Klassenfahrts-Erfahrungen zu erzählen. Sowas ergibt sich doch im Alltag bei Gesprächen mit den Kindern ganz automatisch.

Fritze Flink ist gierig
29 Tage zuvor
Antwortet  Sepp

Bei Gesprächen mit den Kindern ergäbe sich das. Aber im Alltag glotzen auch die Eltern permanent auf irgendwelche Screens.

mama51
29 Tage zuvor

Solange es Mütter (!) gibt, die bei der Abreise heulend am Bus stehen …
Und deren Kinder dann von anderen Kindern gefragt werden, “warum denn deine Mama heult?”, das betroffene Kind dann noch “mitheult” … 🙁 wird es diese Problematik geben.

Mütter, die nicht aus ganz ehrlichem Herzen, aus echter innerer Überzeugung ihr Kind “freigeben” (können), werden von LK nicht mehr erreicht.
Arme Kinder! 🙁
Die Weisheit “von den Wurzeln und den Flügeln” [soooo wichtig!] interessiert heute viele Eltern nicht mehr! Der Kontrollwahn ist übermächtig 🙁 So schade!

potschemutschka
29 Tage zuvor
Antwortet  mama51

Das ist mMn. auch ein Grund für zunehmende Psycho-Krisen der Kinder und Jugendlichen – die Eltern übertragen ihre eigenen Ängste, Sorgen (und manchmal eigene psychische Probleme) auf ihre Kinder.

mama51
29 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Genau soooo ist es! Danke für die Zustimmung 🙂

Susanne
29 Tage zuvor

Es ist immer wieder interessant, wie unterschiedlich an viele Dinge herangegangen wird 🙂
Ich arbeite seit 1992 in einer integrativen Kita und wir fahren jedes Jahr mit unseren ZUKÜNFTIGEN Schulanfängern in den Pfälzer Wald in die “Freizeit” mit 2 Übernachtungen(entspricht also einer Klassenfahrt). Wir bereiten Kinder, vor allem aber die Eltern intensiv darauf vor, zeigen Bilder vom Vorjahr und erklären Abläufe und Aktivitäten. In den allermeisten Fällen ist es so, dass bei der Abfahrt die Kinder fröhlich winkend im Bus sitzen, während viele Eltern ein Taschentuch benötigen.
Natürlich gibt es manchmal auch ein bis zwei Kinder, die am ersten Abend etwas mehr Zuwendung benötigen, aber ich habe es in 30 Jahren noch nie erlebt, dass ein Kind wegen Heimweh abgeholt werden musste ( ja auch diese Option halten wir immer für alle offen). Vielleicht haben wir den Vorteil, dass wir immer aus jeder der vier Kitagruppen mindestens einen Gruppenerzieher mitfahren lassen, vielleicht sind wir aber auch beziehungsmäßig deutlich dichter an den Kindern dran, als dies in einer Grundschule möglich ist. Tatsache ist, dass im Schnitt zwei Drittel der Kinder diesen Ausflug gerne verlängern würden und nicht am dritten Tag nach Hause fahren wollen. Letztendlich kommen alle stolz zu Hause an und wir merken in den letzten Wochen vor den Sommerferien einen riesen Entwicklungssprung bei allen Kindern, die an der Freizeit teilgenommen haben, vor allem in punkto Sozialverhalten und Selbstbewusstsein.
Schön ist es aber auch, wenn uns ehemalige Kinder besuchen (manchmal sind sie dann schon erwachsen) und sich oft an wenig/nichts aus ihrer Kindergartenzeit erinnern, aber an die “Freizeit” erinnern sich ausnahmslos alle und dies durchweg positiv.

dickebank
28 Tage zuvor

Und wie verhalte ich mich den Kindern gegenüber, die froh sond, von zuhause weg zu sein.
Ich pöädiere für Aufdgabenteilung. Ich übernehme die und die Heimwehkinder macht die zweite begleitende Lehrkraft. Oder noch besser, man nimmt direkt einen Sozpäd mit, der ist auch gleich kompetenter.

dickebank
28 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Wer Tippfehler findet, kann sie behalten

mama51
23 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Erledigt! 🙂

mama51
23 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Tatsächlich hatte ich in den letzten 10 Jahren bei 7 Klassenfahrten (wir verreisen gern und oft!) erstaunlich viele Kinder im 3. + 4. Schuljahr, die soooo was von froh waren, dass sie der mütterlichen Kontrolle mal für 4 ganze Tage entronnen waren...

dickebank
22 Tage zuvor
Antwortet  mama51

Ich war mal mit einer Zehner-Abschlussfahrt unterwegs, die haben Papa und Mama während der Woche auch nicht wirklich vermisst.
Auch bei den Sechsern hatte ich bei mehreren Fahrten niemanden, den Heimweh geplagt hätte. Nur einmal musste ich zwei Schüler von den Eltern abholen lassen. Das war bei der ersten Fahrt, und das hat sich durch jüngere Geschwister zu weiteren Schülergenerationen herumgesprochen …