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Studie zum Drogenkonsum: Berliner Schüler kiffen mehr als andere Jugendliche

Noch hat jede Schülergeneration Alkohol, Zigaretten und Haschisch ausprobiert. Nach der neusten Studie zum Drogenverhalten Jugendlicher aus Friedrichshain-Kreuzberg steht Alkohol an erster Stelle, dann Rauchen und dann Cannabis. Auf den Tag gerechnet, wird am meisten geraucht.

Laut einer Studie zum Drogenkonsum kiffen Berliner Schüler mehr als andere Jugendliche. Alkohol steht aber immer noch an erster Stelle. Foto: Kesneme / flickr (CC BY-NC-SA 2.0)

Laut einer Studie zum Drogenkonsum kiffen Berliner Schüler mehr als andere Jugendliche. Alkohol steht aber immer noch an erster Stelle. Foto: Kesneme / flickr (CC BY-NC-SA 2.0)

BERLIN. Und noch etwas geht aus der Studie zum Drogenkonsum hervor: Berliner Schüler trinken früh und kiffen mehr als Jugendliche in anderen Bundesländern. Prozentual rauchen weniger von ihnen, doch der regelmäßige Tabakkonsum ist deutlich höher als beim Alkohol. Laut Informationen der „Berliner Morgenpost“ vom Monat, ist der Joint zum Entspannen unter Berliner Schülern der heute angesagter als Alkohol zu trinken. Das Bezirksamt befragte 1436 Schüler der 7. bis 12. Klassen.

Alkohol
Am weitesten verbreitet ist mit 47 Prozent aller Schüler in dieser Altersgruppe immer noch das Alkoholtrinken. Dabei ist aber die Zahl der Komasäufer, die sich bis zur Besinnungslosigkeit betrinken, zurückgegangen, so die Studie. Einen regelmäßigen Konsum von Alkohol geben 3 Prozent an (davon 1 Prozent „täglich“ und 2 Prozent „mehrmals in der Woche“). Von einem gelegentlichen Konsum berichten 37 Prozent (davon 14 Prozent „mehrmals im Monat“). Schon 10 Prozent der 12-Jährigen und jeder Fünfte der 13-Jährigen konsumiert anlassbezogen Alkohol. Der erste Kontakt ist meist bei familiären Feiern.

Cannabis
Cannabis gilt unter den befragten Berliner Jugendlichen als die am meisten „angesagte“ Droge. Doch weniger als die Hälfte derer, die das sagten, hatte auch schon mal einen Joint geraucht. Erfahrung mit Cannabis hatten 18 Prozent – bundesweit sind es laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung dagegen nur rund 10 Prozent. Regelmäßigen Konsum von Cannabis geben 3 Prozent an (davon 1 Prozent „täglich“ und 2 Prozent „mehrmals in der Woche“). Einen gelegentlichen Konsum nannten 9 Prozent.

Dabei ist Tabak nach den Antworten der Schüler oft der Einstieg in den Cannabiskonsum – auf Parties wie im Alltag. Weniger Probleme mit Cannabis verzeichnen Schulen mit einem hohen Anteil an muslimischen Schülern. Unter ihnen sei Alkoholtrinken und Kiffen deutlich verpönter.

Tabak
29 Prozent der befragten Jugendlichen berichten über Erfahrungen mit Tabakkonsum. Davon rauchten 11 Prozent der Schüler zwischen 12 und 17 oder 19 Jahren regelmäßig, 8 Prozent von ihnen täglich. Obwohl der Alkoholgenuss wesentlich verbreiteter ist als das Rauchen – 47 zu 29 Prozent –, ist der tägliche Griff zur Zigarette (8 Prozent) doch deutlich höher als der zur Flasche (1 Prozent). dpa

 

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2 Kommentare

  1. Einige Daten über Friedrichshain-Kreuzberg:

    Fläche 20,34 km²
    Einwohner 276.996 (30. Jun. 2015)
    Bevölkerungsdichte 13.618 Einwohner/km²
    Ausländeranteil 22,4[1] % (31. Dez. 2012)
    Arbeitslosenquote 13,3[2] % (30. Apr. 2013)
    Durchschnittsalter 37,3 Jahre[1] (31. Dez. 2012)
    (somit der Bezirk mit den jüngsten Einwohnern)

    Ich glaube der Aussage des Artikels erst, wenn die Umfrage mit vergleichbaren Stadtteilen statistisch signifikant andere Ergebnisse bringt.

    • Sie müssen die Daten nur speziell genug machen, dann finden Sie überhaupt keine vergleichbare Gruppe mehr. Geben Sie doch noch die Quote für die Vornamen der Personen an.

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