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Cannabis-Boom auf den Schulhöfen in Baden-Württemberg – Grüne Jugend: „Verbote nützen nichts“

STUTTGART. Immer mehr Schüler in Baden-Württemberg werden bei Rauschgiftdelikten erwischt. Die Drogenkriminalität an baden-württembergischen Schulen hat sich innerhalb von fünf Jahren mehr als verdoppelt, wie die «Stuttgarter Nachrichten» und die «Stuttgarter Zeitung» berichteten. Ausschlaggebend ist dafür der Besitz oder Erwerb von Cannabisprodukten. Das Gesundheitsministerium warnte, Cannabis sei keine harmlose Substanz. «Sie kann zu schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen – ebenso wie Alkohol und Tabak», sagte eine Sprecherin von Ressortchef Manne Lucha (Grüne). Deshalb müsse man konsequent und frühzeitig auf Prävention setzen.

Immer mehr Schüler werden in Baden-Württemberg mit Cannabis erwischt. Foto: prensa420 / Flickr (CC BY-NC 2.0)

Immer mehr Schüler werden in Baden-Württemberg mit Cannabis erwischt. Foto: prensa420 / Flickr (CC BY-NC 2.0)

Die Polizeiliche Kriminalstatistik weist für 2011 noch 330 Drogendelikte auf Schulhöfen aus – 2015 waren es trotz eines flächendeckenden Suchtpräventionsprogramms insgesamt 880 Fälle. Der Zuwachs bei den Jungkonsumenten um mehr als 250 Prozent sei auf verstärkte Kontrollen an Treffpunkten junger Leute wie Schularealen zurückzuführen, hieß es beim Innenministerium. Die Substanzen seien im Internet leicht zu bestellen. Hinzu komme eine höhere Akzeptanz von Betäubungsmitteln wegen der Diskussion über die Legalisierung von Hasch und das Verharmlosen seiner schädlichen Wirkung.

Anders als das von den Grünen geführte Gesundheitsministerium interpretiert die Grüne Jugend die Zahlen: Diese zeigten, dass die strenge Drogenpolitik in Baden-Württemberg gescheitert sei. «Verbote und Repressionen helfen also offensichtlich nicht, den Konsum unter Minderjährigen zu verhindern», sagte die Sprecherin der Grünen Jugendorganisation Lena Schwelling. Nur eine Legalisierung von Cannabis ermögliche es, junge Leute wirksam zu schützen, Erwachsenen einen mengenmäßig begrenzten Zugang zu Cannabisprodukten zu gewähren und die Reinheit der Droge sicherzustellen.

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) betonte, Suchtprävention müsse ernst genommen werden. Sie habe schon seit vielen Jahren einen festen Platz in der Schule. Es sei richtig, diese Präventionsarbeit weiter flächendeckend und für jede weiterführende Schule anzubieten.

Die Stuttgarter Präventionsstelle Release U 21 vermutet, dass sich das Anzeigeverhalten verändert habe und die Diskussion über den medizinischen Einsatz von Cannabis junge Menschen sorgloser mit dem Stoff umgehen lasse. «Das nehmen sie als Argument für die vermeintliche Harmlosigkeit von Cannabis», sagte Bernd Klenk, Sozialarbeiter bei Release. Allerdings sei das Kiffen bei Jugendlichen besonders gefährlich. «Es führt zu Entwicklungsverzögerung, beeinträchtigt Konzentrationsfähigkeit, Denkvermögen und das Sprachzentrum – alles Sachen, die ich in der Schule brauche.» Haschkonsum könne bei entsprechender Anlage Psychosen auslösen.

Sozialarbeiter Klenk warnte auch vor den strafrechtlichen Folgen des Cannabisbesitzes. Es liege im Ermessen des Staatsanwaltes, wann er ein Strafverfahren einstellt. Allerdings gebe es dafür in jedem Bundesland unterschiedliche Schwellen. In Baden-Württemberg könne die Justiz beim Besitz von bis zu sechs Gramm Cannabis von einem Strafverfahren absehen. «Der Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz landet aber in jedem Fall im polizeilichen Führungszeugnis genauso wie Ladendiebstahl.» In Baden-Württemberg werde das Delikt auch der Führerscheinstelle gemeldet. «Das bedeutet, dass der junge Mensch womöglich nicht mehr so einfach einen Führerschein machen kann oder der Besitz überprüft wird.»

Der Einstieg in den Drogenkonsum geschehe in der Regel aber über den Alkohol. «Das ist die Leitsubstanz, zumal sie gesellschaftlich stärker akzeptiert ist als Cannabis», erläuterte Klenk. Die Schulen müssten eine Balance im Umgang mit solchen Delikten finden. «Alles verstehen ist genauso falsch wie Repression. Es gilt dem Einzelnen zu helfen und die anderen zu schützen.» dpa

Zum Bericht: Schulleiter setzt 100 Euro Belohnung für Hinweise auf kiffende Schüler aus

92 Kommentare

  1. „Verbote nützen nichts“ , es ist zweifellos richtig, dass Verbote dem, der eine Legalisierung will, nichts nützen.

  2. Cannabis ist also genau so schlimm wie Alkohol und Tabak? Und warum kann ich dann Alkohol und Tabak in jedem Supermarkt kaufen?

  3. Was ein sinnfreier Satz Pälzer, bist aber wahrscheins einer ewig gestrigen, nicht wahr? Erläuter mal welchen Nutzen die Prohibition von Cannabis hat?

    • Warum gibt es Geschwindigkeitsbeschränkungen? Warum ist es verboten, jemanden umzubringen?

    • Das Verbot von Cannabis verringert die Anzahl derjenigen, die bekifft mit dem Auto durch die Fußgängerzone rasen (sicher erinnerst du dich noch an den Vorfall).
      Auf deine Beleidigungen möchte ich hier nicht weiter eingehen, auf deine Rechtschreibung auch nicht.

      • Wieder mal zwei Unbelehrbare im Forum. Aber Ihre Zahl wird geringer!

        @Pfälzer: Bitte nennen Sie Quellen und Belege für Ihre Aussage! Bitte erläutern Sie, warum Alkohol erlaubt ist und Cannabis nicht. Alkohol am Steuer ist ungleich gefährlicher als Cannabis am Steuer. Niemand fordert eine Erlaubnis zum führen eines Fahrzeugs unter Cannabiseinfluss. Und seit der Legailiserung von Cannabis in Colorado ist die Zahl der Verkehrstoten um 9% zurückgegangen.

        @GriasDi: Bei einem Verbot muss es um die Verhinderung von Fremdschädigung gehen. Darum ist die Strafverfolgung bei Mord auch sinnvoll. Wer bekifft Auto fahren will, den kann man heute genau sowenig davon abhalten wie betrunken Auto fahren.
        Und der Vergleich mit der Geschwindigkeitsbeschränkung ist so naiv, dass es eigentlich keiner Richtigstellung würdig ist. Aber für Sie mach ich das: Es geht auch hier um die Vermeidung von Fremdschädigung. Ausserdem habe ich noch von keiner Person gehört, die wegen Geschwindigkeitsüberschreitung in den Knast gekommen ist!

        • Mir ging es um die Aussage: „Verbote nützen nichts.“ Wenn sie nix nützen, warum gibt es sie dann?

          • Und zwar Verbote im allgemeinen Sinn, nicht nur bezogen auf Cannabis. Übrigens, woher wollen Sie wissen, dass ich unbelehrbar bin? Hab ich irgendwo geschrieben, dass ich gegen die Legalisierung bin?

          • Selbst Ärzte und Wissenschaftler sind sich nicht einig, ob es eine gute Idee ist, Cannabis zu legalisieren. Warum darf es dann in der Bevölkerung keine Befürworter und keine Gegner geben?

          • Zunächst einmal geht es genauer betrachtet um eine RE-Legalisierung. Und da ist auch schon der springende Punkt. Ein kurzer Besuch auf wikipedia und die Seite über Harry Ansilnger sollten jeden davon überzeugen, dass die Cannabis Prohibition schreiendes Unrecht ist, ganz gleich wie gefährlich es für die Jugend oder die Gesellschaft im Allgemeinen sein mag. Es war Jahrtausende Teil unserer Kultur und dann unterwerfen wir uns so einen Wahnsinn wie diese verteufelte Prohibition.

          • Verbote sind dann sinnig, wenn sie ihr Ziel erreichen. Und Sie sind vor allem dann sinnvoll, wenn Sie unbeteiligte schützen und der Gesellschaft nutzen.
            Tempolimits sparen Energie, schonen die Umwelt und schützen Unbeteiligte, z.B in Spielstraßen.
            Wenn ein angehender Schulabsolvent mit Strafe bedroht wird und ein Eintrag in seiner Polizeiakte steht, nutzt das niemanden. Man kann denken, dass ein Vebrot abschreckt und sowas verhindern kann. FALSCH! Es gibt keinen Zusammenhang zwischen der Konsumentenzahl unter Jugendlichen und dem Rechtsstatus. In Frankreich kiffen prozentual weit mehr Jugendliche als in NL, belegt durch die europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht:

            http://www.emcdda.europa.eu/attachements.cfm/att_239505_EN_TDAT15001ENN.pdf

            Ergo gibt es in NL weder mehr Kriminalität, Psychosen oder tödliche Verkehrsunfälle. In Colorado ist die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle seit der Leaglisierung um 9% zurückgegangen. Häusliche Gewalt um über 20%.

            Ich verstehe die Unterstützer des Verbots mit der Absicht, unsere Jugend vor einer „weiteren“ Droge zu schützen, die nicht auch noch verfügbar sein soll. Aber alle Fakten sprechen gegen ein Verbot insofern, dass es einfach nicht funktioniert. Und noch schlimmer: Es bewirkt das genaue Gegenteil. Wir Kriminalisieren junge Menschen für ein Problem, dass sie garnicht haben. Gleichzeitig läuft in jeder Fußballübertragung Alkoholwerbung und auf den Wiesn und am Ballermann kotzen sich die Kinder die Seele aus dem Leib. Wie verlogen ist das?

        • Ich finde, was Sie schreiben, ist verzweifelt nahe an „hate speech“. Das Thema scheint Sie emotional sehr zu betreffen.

          • Ja, weil ich MS hab, ganz emotionslos. Nicht, dass ich Cannabis krankheitsbedingt nötig hätte, aber wenn man sich mit der Thematik beschäftigt kann man nur den Kopf schütteln über die Drogenprohibition und dessen Auswirkungen. Und am meisten regt mich die blanke Unwissenheit in weiten Teilen der Bevölkerung auf. Ein Großteil der Gesellschaft ist ja immerhin schon Befürworter der medizinischen Nutzung, aber selbst diesen Zustand musste erst jahrzehntelang, bis 2011, erkämpft werden. So lange hat es gedauert bis bei den meisten die Mauer im Kopf gefallen ist. Der Weg der Wahrhit ist eben tränenschwer.

          • Sie sind mir übrigens noch ein Beleg schuldig!

          • 1. ich bin überhaupt nicht schuldig.
            2. Beleg ist maskulin, im Akkusativ heißt es „einen Beleg“. Bitte verzeihen Sie, das ist so ein Lehrer-Reflex.
            3. Nein, es ist mir zu mühsam, die Internetseite zu suchen, weil ich nicht mehr weiß, in welchem Monat die Nachricht über den bekifften Amokfahrer kam.
            4. Es liegt nahe anzunehmen, dass hier die gesamte Grüne Jugend mitdiskutiert, vielleicht auch die Texter der Gegenmeinung zum Gesundheitsministerium. Um sie zum Denken anzuregen, genügt das bisher Geschriebene, um eine Überzeugung zu ändern, sind Internetforen ungeeignet.

          • Keinen Beleg? Damit liegt hier der Starftatbestand der üblen Nachrede vor. Ihr verzweifelter Versuch den Cannabiskosnumenten im Allgemeinen als kriminelles Element darzustellen unterscheidet sich in Nichts zu der antisemitischen Hetzkampagne der Nazis oder der Hexenverfolgung im Mittelalter.

          • Geht’s auch eine Nummer kleiner?

          • Auch die Durchsetzung des Cannabis-Verbots war rassistisch motiviert. So ist Mariuhana ein angedichtetes Slangwort um seinerzeit mexikanische Einwanderer zu diskreditieren.
            Nein, der Vergleich passt ganz gut. Die Aussicht, dass nach einer RE-Legalisierung nur noch versiffte,linke Chaoten rumlaufen, 25 Semester lang studieren, alles besser wissen und noch nie etwas in den Fiskus eingezahlt haben. Hinzu kommen überlaufende Psychatrien voll suchtkranker Jugendlicher. Total überzogene Ängste unter das gemeine Volk zu streuen war schon immer Methode umd selbiges zu kontrollieren. Ablasshandel, Alkoholprohibition, Judenverfolgung. es zieht sich durch die Geschichte. Und sie wiederholt sich.

  4. Die Zahlen sind eindeutig und stammen aus dem Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung:
    Tabakprodukte: 130.000 Folgetote jährlich
    Alkohol: 70.000 Folgetote jährlich
    Cannabis: 0 (null) Folgetote seit rund 6000 Jahren.

    Jugendschutz funktioniert nicht in der Illegalität. Das zeigt das Scheitern des Betäubungsmittel-Gesetzes seit 40 Jahren in aller Deutlichkeit.
    Dennoch machen wir mit unserer ineffizienten Rechtssystematik weiterhin junge Karrieren kaputt, drohen Konsumenten und Händlern mit der Härte freiheitsentziehender Maßnahmen und schicken Kids und Heranwachsende massenweise in Beratungsprogramme, so als wenn sie ein Problem hätten.

    Das einzig tatsächlich existierende Problem aber scheint bloß das der Halsstarrigkeit der Verantwortlichen zu sein, die weiterhin an Prohibition und Kriminalisierung festhalten.
    Wider jede Vernuft.

    • Ich kann mir nicht vorstellen, dass es bei Cannabis 0 Folgetote gegeben hat. Wie passt das mit den 130.000 Folgetoten von Tabakprodukten zusammen? Ich schätze mal, dass die meisten Cannabis-Konsumenten auch Raucher sind. Außerdem glaube ich nicht, dass es noch nie einen tödlichen (Verkehrs-)Unfall gegeben hat, der auf Cannabis-Konsum zurückzuführen war.
      Mir ist bewusst, dass ich hier Vermutungen anstelle, ich habe keine Zahlen recherchiert.

      Zitat:
      „Der 39-Jährige hatte nach dem Unfall am 12. März 2011, bei dem vier Menschen ums Leben gekommen waren, zu Protokoll gegeben, in der Nacht zuvor einen Joint geraucht zu haben.“

      • Cannabis gibt es seit mehreren tausend Jahren. Einen dokumentierten Fall über Cannabis als Todesursache (über eine letale Cannabis-Überdosierung) gibt es hingegen nicht.

        Natürlich gibt es tödliche Verkehrsunfälle unter Einfluss von Cannabis, aber was ist daran dann bitte todesursächlich, der Wirkstoff im Cannabis oder das Unfallgeschehen selbst?

        Zum Zitat: („Der 39-Jährige…“):
        Die psychoaktiven Inhaltsstoffe des Cannabis sind nach wenigen Stunden komplett abgebaut. Etwas länger im Körper verweilen die nicht psychoaktiven Abbauprodukte. Wer also einen nachts zuvor gerauchten Joint als ursächlich für einen tags darauf verursachten Unfall macht, zeigt deutlich, dass er zumindest von Cannabis keinerlei Ahnung hat.

        • Naja die Leute sterben ja nicht an der überhöhten Geschwindigkeit beim Autofahren – nur am Aufprall.
          Raucher sterben auch nicht an den Zigaretten – nur am Krebs.

          • Ganz typisch ist die Ablenkung der Legalisierungsgegner vom Thema, auch in dieser Diskussion. Anstatt adäquate und konstruktive Argumente zu liefern flüchten sich diese aus Verlegenheit bei gleichzeitiger Ermangelung an Argumenten in themenfremde Scheindiskussionen. Ohne Fakten ist auch diese Diskussion nur eine Kindergartenveranstaltung. Schade.

            Ein Arschtritt tut ja auch nicht wirklich weh. das Gehirn interpritiert diesen für gewöhnlich aber als Schmerz. Manch ein Mensch hört dabei eine Melodie oder nimmt eine Farbe wahr. Diese Menschen nennen sich Synästhetiker.

          • 1. Woher nehmen Sie die Gewissheit, dass ich Legalisierungsgegner bin?

            2. Was sagen Sie dann zu folgendem Argument:
            „Natürlich gibt es tödliche Verkehrsunfälle unter Einfluss von Cannabis, aber was ist daran dann bitte todesursächlich, der Wirkstoff im Cannabis oder das Unfallgeschehen selbst?“

            Diese Argumentation zur Todesursächlichkeit von Axel Junker habe ich in anderem Zusammenhang nur übertrieben dargestellt.

          • Wir sind keine Legalisierungsgegner, sondern wir halten die gültigen Gesetze für sinnvoll.

          • Phänomenal! Großartig! Diese Logik kommt an unsere Bundesdrogenbeauftragte, Marlene Mortler, ran: Cannabis ist verboten, weil sie eine illigale Droge ist! Stimmt. Wie konnte ich nur so blind sein und das Offensichtliche nicht erkennen sowie an der Unfehlbarkeit unseres Gesetzsgebers zweifeln. Wir haben nichts gegen Cannabiskonsumenten, sie müssen sich aber an das Gesetz halten.

            Wir stehen also wieder am Anfang der Diskussion…

      • Vermutungen sind gut, aber indiskutabel!

        In den 70ern ist tatsächlich ein rotterdammer Hafenarbeiter gestorben, als ihm eine Palette Cannabisprodukte auf den Kopf fiel. Kurioserweise wäre das nicht passiert, wenn die jetzige Drogenpolitik in NL nicht wäre.

        Denn wie Sie sicherlich wissen ist in NL Cannabis genauso verboten wie in D, allerdings hat sich dort eine Duldungspolitik ausgebildet. Praktisch heisst das legal bis 5gr/tag kaufen dürfen, legal konsumieren, als Coffeeshopbetreiber bis 500gr besitzen und verkaufen. Allerdings ist die Einfuhr und die Produktion verboten. Das sog. „Hintertürproblem“. Der Hafenarbeiter ist also bei einer illigalen Tätigkeit gestorben.

    • Gibt es wirklich schon seit 6000 Jahren Drogenberichte unserer Regierung?

      • Gibt es einen Cannabistoten im Drogenbericht unserer Regierung?

        Pälzer, was? In der Palz geht de Parre mit de Peif in die Kärsch, gel? Ei jo, und Schoppe petze? Dat geht ach. Aber bei Haschgift hört der Spass uff. Wir sehen uns auf dem Dürkheimer Wurstmarkt. Prost.

  5. Schade, dass Journalisten die Aussagen von Befragten und Texte anderer Medien ungeprüft übernehmen. Auf eine eigene Recherche wurde hier offensichtlich verzichtet.
    In Baden-Württemberg gibt z.B. es kein Gesundheitsministerium. Gemeint ist wohl das Ministerim für Soziales und Integration.
    Die Aussagen des Sozialarbeiters zeugen von purer Unwissenheit und müssten meines Erachtens von der Redaktion kommentiert werden. Die erwähnten Folgen sind aus wissenschaftlicher Sicht purer Unfug und sogleich Nährboden für die gescheiterte Prohobition. Besonders für erwachsene Menschen tragen diese Falschinformationen dazu bei, dass sonst unbescholtene Bürger mit dem Strafrecht drangsaliert werden.

  6. Wir haben es kapiert, liebe Cannabis-Freunde, Eure Droge ist eigentlich gesundheitsfördernd, zumindest nicht schädlich, und müsste eigentlich in Apotheken verkauft werden als Balsam für Geist und Seele.
    Wer anderes behauptet ist von gestern, halsstarrig und hat keinerlei Ahnung von wissenschaftlichen Studien.
    Und noch eins: Es lebe natürlich die Grüne Jugend, die uns immer wieder um wichtige Erkenntnisse, moderne Werte und gesellschaftliche Ziele bereichert!

    • Cannabis WIRD hierzulande in Apotheken verkauft. Was krankheitslindernd ist, darf entsprechend auch gesundheitsfördernd genannt werden.

      Cannabis ist inzwischen in 4 US-Bundesstaaten für (über) 21-Jährige zu Genusszwecken legal erhältlich.
      Oregon
      Washington
      Alaska
      Colorado

      Am 8. November wird Kalifornien mit hoher Wahrscheinlichkeit als fünfter US-Bundesstaat zum Kreise dieser Erlauchten stoßen, die unglaubliche Millionen Summen mit dem Kraut und seinen daraus resultierenden Produkten umsetzen und einen Teil der eingenommenen Steuern in Bildungs und Präventionsmaßnahmen stecken.

      Nebeneffekt: Kriminalitätsrate sinkt, häusliche Gewalt nimmt ab, es werden erheblich weniger pharmazeutische Medikamente verschrieben.

      in Deutschland scheint man derlei Effekte und Einnahmen aber nicht zu wollen; schließlich hat man/frau die Schwarze Null…

      • Sag ich’s doch, auf Cannabis können wir einfach nicht verzichten.
        Danke, dass Sie sich die Mühe machen, mich neben den gesundheitsfördernden Auswirkungen auch noch aufzuklären über den steuerlichen Nutzen eines freien Verkaufs von Cannabis. An diesen Segen habe ich noch gar nicht gedacht.
        Die eingenommenen Steuern könnten tatsächlich in „Bildungs- und Präventionsmaßnahmen“ fließen, wobei ich dafür plädiere, dass grüne Projekte den Vorrang haben. Immerhin hat die Grüne Jugend unter Beweis gestellt, wie innovativ und verantwortungsvoll sie denkt.
        Wem könnten wir Bildungs- und Präventionsmaßnahmen, egal auf welchem Gebiet, also besser anvertrauen als den Grünen und ihrer Jugend?

    • Es wurde ja Jarhunderte lang in Apotheken verkauft. Warum wurde es überhaupt verboten? Bitte fürchten Sie sich nicht vor der Wahrheit, auch wenn sie unangenehm ist 😉

  7. Bevor ich mich jetzt noch mit den letzten beiden Scheinargumenten der Cannabisgegner befasssen muss, nämlich die Einstiegsdrogentheorie und der angeblich höhere THC Gehalt im heutigen Haschprodukten, schieb ich schnell mal einen Riegel vor:

    Für Cannabis ist die Einstiegsdrogen-Theorie schon länger widerlegt, so heißt es in der vom Bundesgesundheitsministerium unter Horst Seehofer im Jahr 1995 beauftragten Studie von Dieter Kleiber und Renate Soellner:

    „Die Annahme, Cannabis sei die typische Einstiegsdroge für den Gebrauch harter Drogen wie Heroin, ist also nach dem heutigen wissenschaftlichen Erkenntnisstand nicht haltbar.“

    Zum THC Gehalt:

    Für das Jahr 2010 gibt die Deutsche Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (DBDD) einen durchschnittlichen THC-Gehalt von 8,2 % für Gras und von 6,8 % für Haschisch an (Reitox-Report 2011). Im Vergleich mit den Angaben von 1997 zeigen sich insgesamt nur geringe Veränderungen, wobei der Wirkstoffgehalt des Marihuanas leicht gestiegen und der des Cannabisharzes sogar leicht zurückgegangen ist.«
    Gemäß der Studie von P. B. Baker, K. R. Bagon und T. A. Gough, die im Jahre 1980 in der Zeitschrift »Bulletin on Narcotics« (Nr. 1/1980, S. 47-54) erschien, lag der durchschnittliche THC-Gehalt in untersuchten Haschischproben im Jahr 1978 bei 7,9 %. Der höchste Wert (26 %) wurde in einer Haschischprobe aus Indien festgestellt. Vor 30 Jahren wurden in Haschischsorten also ähnlich hohe THC-Gehalte vorgefunden wie in den letzten zehn Jahren. Früher wurde mehr Haschisch als Gras geraucht.

    Die Befürworter kennen es und die Gegner sind zu dumm und/oder zu faul es sich durchzulesen. Für wen mach ich das eigentlich? Wenigstens muss ich mir kein mangelndes Wissen und Engagement vorwerfen lassen XD

    • Nein, wo denken Sie hin, wer könnte Ihnen mangelndes Wissen und fehlendes Engagement vorwerfen?
      Ich denke eher, dass Sie mit Ihrem Einsatz für ein Nicht-Verbot glückseliger Cannabis-Rauschzustände einen Orden verdient haben. Endlich könnten Deutschlands Schulen und Schulhöfe wirklich humaner werden.

      Haben Sie schon mal daran gedacht, den Cannabis-Konsum als Menschenrecht vorzuschlagen? Dann könnte er sogar kostenlos sein bzw. von den Steuerzahlern finanziert werden und es gäbe keine Diskussionen um Gerechtigkeit und Benachteiligung.
      Ich finde, diese Forderung macht die Sache erst wirklich rund.

      • Werte beate S.
        Ihre ironische Frage nach Cannabiskonsum als Menschenrecht verhöhnt die im Krieg gegen Drogen verusachten Opfer, und zwar nicht nur die Opfer des Krieges gegen sog. „harte Drogen“ – sondern auch all diejenigen, die der Kriminalisierung von Cannabis noch immer als massenhaftes Karrieren-Schlachtvieh dienen.

        Ihre verwitzelte Humanitäts-Prognose für Deutschlands Schulen und Schulhöfe hingegen ist erst durch die Tatsache der Illegalität möglich, denn auch Sie vermögen nicht zu sagen, wo aktuell auf Schulhöfen Jugendschutz in Zeiten des Cannabis-Verbots herrscht.

        Sie sollten nicht Kinder- und Jugendliche als Schutzschild für Ihre kurzsichtige Argumentation missbrauchen und dabei Erwachsene, Alte wie Kranke und deren Bedürfnisse ausblenden, um auf diese Weise deutlich zu machen, welcher vorgestrigen Gesinnung sie scheinbar anhängen.

        • Für medizinische Zwecke („Alte und Kranke“) gibt es Cannabis enthaltende Medikamente eh auf Rezept. Was soll also Ihr Mitleidsgetue um deren Bedürfnisse?
          Ihre ganze Tränendrüsen-Taktik („im Krieg gegen Drogen verusachten Opfer“) zieht bei mir nicht, denn die Absicht ist zu deutlich.
          Und wer sagt, dass vorgestriges Denken automatisch schlechter ist als heutiges?
          Wem wollen Sie weismachen, dass es die allgemeingültige Gleichung von alt=schlecht und neu=gut gibt?
          Lassen Sie besser die Diffamierung anderer Meinung, auch wenn sie verlockend ist, wenn man am Ende seiner Weisheit angekommen ist.

          • Jetzt ist sie beileidigt.

            Punkt 1: Ja, über einen Orden würde ich mich sehr freuen.

            Punkt 2: Sie sind der Frage nach dem existierenden Jugendschutz bei der jetzigen Drogenpolitik ausgewichen

            Punkt 3: Es gibt nur eine einzige, ich wiederhole, EINE EINZIGE Indikation, bei der die Krankenkasse gezwungen ist, die Kosten von cannabishaltigen Medikamenten zu tragen, nämlich Sativex zu therapie bei spastischen Krämpfen bei Multiple Sklerose.
            Und selbst die müssen sich erst durch den teuren Medikamentensumpf gekämpft und dessen Unwirksamkeit bewiesen haben, bevor Sativex überhaupt in frage kommt.
            Diese Ausnahme für cannabishaltigen Medikamente haben immerhin schon über 900 Schwerstkranke in D, wobei nur ein Bruchteil die kosten erstattet bekommt. Wie aktuell zu sehen hat sich nun der erste Patient nach Jahren Justizstreit das Recht erkämpft, selbst Cannabis anbauen zu dürfen. Natürlich nur unter strengsten Auflagen. Ein absoluts Armutszeugnis für das soziale Denken in diesem Land.

    • Zitat:
      „Ist Cannabis eine Einstiegsdroge? Das schien als Ammenmärchen enttarnt. Jetzt bekommt die These aber massive Unterstützung aus der Forschung. “

      Quelle: http://www.zeit.de/online/2006/28/cannabis-einstiegsdroge

      Zumindest eine Quelle, die etwas jünger ist als die von 1995.

      • Die Übertragbarkeit von Ratte auf Mensch ist stark umstriitten. Das belegt auch die Tatsache, dass nur 0,3% aller im Tierversuch wirksamen Medikamente irgendwann tatsächlich im Handel landen.

        Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Tierversuch#.C3.9Cbertragbarkeit_2

        Des Weiteren wurde den Ratten das Heroin zwanghaft und als einziges Ausweichmittel angeboten. Ich könnte genau so gut ein Experiment starten, in dem ich eine Hälfte von Ratten zunächst Alkohol verabreiche, es ihnen wegnehme und beiden Gruppen danach nur noch Klebstoff mit Lösungsmitteln gebe. Wer wird da wohl mehr drauf anspringen?
        Warum haben wir bei geschätzt 2-4 Millionen Cannabiskonsumente keine 2-4Millionen Heroinabhängigen?
        Kommt ein Jugendlicher mit Cannabis und später ggf. mit Heroin in Kontakt, wo würde das passieren? Im Coffeeshop oder auf dem Schwarzmarkt? Würde er sich Hilfe suchen, wenn ihm gleichzeitig Strafe droht?
        Warum gibt es in den Niederlanden prozentual weniger jugendliche Cannabiskonsumenten als in Frankreich, trotz lder Verfügbarkeit?

        • „Kommt ein Jugendlicher mit Cannabis und später ggf. mit Heroin in Kontakt, wo würde das passieren? Im Coffeeshop oder auf dem Schwarzmarkt? Würde er sich Hilfe suchen, wenn ihm gleichzeitig Strafe droht?“

          Vielleicht, vielleicht aber auch nicht. Ich will damit nur ausdrücken, dass sich selbst die Fachwelt nicht einig ist. Warum sollten sich dann „normale“ Bürger einig sein?
          Warum sollten alle eine Meinung vertreten und diejenigen, die die jeweils andere Meinung vertreten seien unbelehrbar???

          Auf die Vergleichbarkeit von Mensch und Tier wird in diesem Artikel auch eingegangen:
          „Denn obwohl es sich um einen Tierversuch handele und nicht um ein Experiment mit Menschen, könnten die Ergebnisse direkt auf uns Zweibeiner übertragen werden. „Das Tiermodell ist mit dem Menschen ausgesprochen gut vergleichbar, denn das Belohnungssystem im Gehirn ist stammesgeschichtlich stark konserviert“, erläutert Kiefer. „

        • „Warum gibt es in den Niederlanden prozentual weniger jugendliche Cannabiskonsumenten als in Frankreich, trotz der Verfügbarkeit?“

          Warum gibt es in Schweden weniger Konsumenten als in den Niederlanden?

        • Zitat:
          „Niederländische Jugendliche konsumieren nicht mehr und nicht weniger als deutsche. Die Hoffnung, der legale Verkauf weicher Drogen in den niederländischen Koffieshops werde Konsumenten von Heroin oder Kokain abhalten, hat sich ebenfalls nicht erfüllt – auch in diesem Bereich sind die Zahlen der Suchtkranken ähnlich wie in Deutschland.“

          Quelle: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-31329808.html

          • Die statistische Signifikanz von Erhebungen im Umfeld von Illegalität, Angst, Repression und Strafbarkeit darf in der Argumentationskette nur mit der gebotenen Vorsicht zum Vortrag kommen.

            Sonst entstehen schnell Gewöhnung und Abhängigheit.

            Typisch deutsches Schulhofleben eben.

          • „auch in diesem Bereich sind die Zahlen der Suchtkranken ähnlich wie in Deutschland.“

            Damit ist der Groschen gefallen. Wir geben 1,6 Milliarden € an repressiven Maßnahmen gegen Drogen aus. NL tut das nicht. Trotzdem gibt es keine abweichenden Drogenprobleme. Ergo muss das Verbot also unwirksam sein.

            Wenn Sie kein Legalisierungsgegner sind, was hat mich den bis jetzt vom Gegenteil überzeugt? Ich führe dutzende Diskussionen in anderen Foren über dieses Thema. Ich kenn die Quellen, ich kenn die Studien und ich kenne die Gegenstudien. Ich kenne die typische Argukmentation. Und sie wird seit Jahrzehnten auf Kosten unzähliger, unschuldiger Opfer sinnloser Drogenkriege und Schwerstkranker ausgetragen.
            Also nochmal die Frage an Sie: Warum wurde Cannabis verboten und was bezwecken dieses Verbot?

          • Mich müssen Sie nicht überzeugen. Die Politiker müssen Sie überzeugen. Warum soll ich die Frage beantworten, warum Cannabis verboten wurde? Ich hab es nicht verboten.
            Allerdings gehe ich nicht davon aus, dass es keine Drogenkriege mehr geben wird, wenn Cannabis legalisiert wird.

          • Das ist richtig. Die Drogenkriege würden damit alleine nicht enden. Darum müsste man ja auch konsequenterweise alle Drogen legalisieren. Und damit meine ich nicht Heroinspritzen in Automaten wie bei Kippen. Aber das Modell der Druckräume wie in Frankfurt ist schonmal ein guter Ansatz!

  8. Es gibt bislang EIN Cannabis-basiertes Medikament auf Rezept; nämlich SATIVEX. Aber nur bei mittleren und schwere Spastiken infolge MS.
    Dronabinol ist kein anerkanntes Arzneimittel.0
    Cannabisblüten hingegen gibt es lediglich im aufwendigen Antragsverfahren nach § 3 Abs. 2 BtMG beim Bundesinstitut für Arznemittel und Medizinprodukte. Nur weil sie etwas von „Weisheit“ erwähnten.

    Wer aus Fehlern nicht lernen will und sich aus Leichenbergen, volle Knästen, kaputten Karrieren und verschwendeten Milliarden nichts macht, ist vermutlich sehr viel eher am Ende aller Weisheit angekommen und kann sich dort an der eigenen Peinlichkeit erfreuen immer noch keine Antwort darauf zu wissen, wo und wie Jugendschutz in der Illegalität funktioniert

  9. Nein, Seraf, von Beate S. ist da in Sachen Jugensschutz nichts mehr zu erwarten.

    Das wird weiterhin „verbrannte Erde“ bleiben. Ein typisches Verhalten als Ergebnis der Cannabis-Prohibition, die durch die Alkohol-Prohibition nichts hinzuzulernen vermochte.

    Aber auch der Teilnehmer GriasDi scheint mit seiner verfälschenden These „Tod durch Cannabis im Straßenverkehr“ – statt „Tod durch Straßenverkehr unter Cannabiseinfluß“ an einer Stelle punkten zu wollen, die für gewöhnlich mit dem Argument entkräftet werden kann, dass die meisten Unfälle im Straßenverkehr (tödliche wie nicht tödliche) NÜCHTERN verursacht werden, dies aber noch lange keine rechtliche Grundlage dafür bietet Nüchternheit im Straßenverkehr straf- und/oder verkehrsrechtlich zu verfolgen.

    • Es ist schließlich auch Fakt, dass eine 107fach erhöhte Chance besteht Mitglied von Hells Angels zu werden, wenn man als Kind Fahrrad gefahren ist. Die Welt steckt voller eben Unheil und Gefahren!

      • Bin auf der Suche nach einem Zitat „unserer“ Drogenbeauftragten zufällig auf Wikipedia gestoßen.
        Denke – obleich selbst schon lange raus aus schulischer Umgebung – dass WIKIPEDIA für Lehrer und/oder Legalisierungskritiker eine gewisse Seriosität und Glaubwürdigkeit darstellt.

        Daher auszugsweise:

        >> Ein häufig kritisierter Punkt sind dabei ihre Begründungen auf die Frage, wieso Alkohol legal und Cannabis illegal sei, etwa: „Alkohol gehört im Gegensatz zu Cannabis zu unserer Kultur“ und „Weil Cannabis eine illegale Droge ist. Punkt.“
        In Folge der Kritik löschte Mortler ihren Facebook-Account.<<

        Ähnlich ist es hier, wenn die zuvor so großartig Scheindebatten Führenden nur noch durch Stillschweigen infolge Unwissen und ganz plötzliche Abwesenheit glänzen.

        • Klingt erstmal traurig und ist sicher auch(noch) ein Kampf gegen Windmühlen. Man lebt aber mit der Gewissheit für die gerechte Sache einzustehen und nicht blind einer scheinheiligen, weltfremden und menschenverachtenden Ideologie zu folgen.
          Im November ist u.A. in Kalifornien Abstimmungen zur kompletten Legalisierung. Alles spricht dafür, dass es dort umgesetzt wird. Und kippt Kalifornien, kippt schon bald das ganze Land. Und die USA setzen die politischen Maßstäbe für die gesamte westliche Zivilisation. Mit oder ohne Merkel, die Legalisierung wird auch hier kommen!

          • 08. November 2016
            Letztens erst von Zustimmungsraten über 60 % bei der anstehenden proposition 64 in Kalifornien gelesen.

            Weitere Abstimmungen zu Cannabis als Medizin und/oder als Genussmittel-Themen finden in einigen anderen US-Bundesstaaten.

            Wir schauen (nur) zu.
            Die Schulhofsituation-Angstbesessenen aber wenigstens auch dumm aus der Schmutz-Wäsche.

  10. „statt“ hinter US-Bundesstaaten

  11. Habe gerade auf dem Schulhof von einem Schüler abgeschrieben, der behauptet Mitglied der Grünen Jugend zu sein und seinerseits den Text von den Grünen Greisen übernommen haben will…

    Lösung

    Cannabis wird aus den strafrechtlichen Regelungen des Betäubungsmittelgesetzes
    heraus genommen. Stattdessen wird ein strikt kontrollierter legaler Markt für Can-
    nabis eröffnet. Damit wird dem Schutz von Minderjährigen besser Rechnung ge-
    tragen als bisher, da erst in einem solchen Markt das Verbot, Cannabis an Min-
    derjährige zu verkaufen, wirksam überwacht werden kann.
    Eine gute Cannabispolitik reguliert den Cannabismarkt so, dass sowohl der Jugendschutz gestärkt wird als auch die Risiken möglichst stark reduziert werden.

    Um diese Ziele zu erreichen, muss die gesamte Handelskette für Cannabis (An-
    bau, Großhandel, Import/Export, Einzelhandel) reguliert werden. Die Regulierung der Handelskette mit staatlich erteilten Erlaubnissen für jedes Glied der Handelskette an deren Ende das Cannabisfachgeschäft steht, ermöglicht eine effektive Trennung der Märkte und Kontrolle des legalen Cannabishandels.
    Zweitens muss der Verkauf an Minderjährige verboten und eine möglichst effektive Kontrolle dieses Verbots ermöglicht werden. Zum Jugendschutz zählen neben einer klaren Altersgrenze von 18 Jahren, ein Mindestabstand der Cannabisfachgeschäfte von Schulen und Jugendeinrichtungen, ein Werbeverbot sowie Zugangskontrollen mit Altersnachweis.
    Zur Risikominimierung für die volljährigen Konsumenten sind ein umfassender Verbraucher- und Gesundheitsschutz durch Angaben über die Inhaltsstoffe, die Konzentration der Wirkstoffe, umfangreiche Beipackzettel, Warnhinweise und Qualitätsstandards notwendig. Zudem müssen die Cannabisfachgeschäfte zahlreiche Auflagen hinsichtlich des Verkaufs und der Schulung ihres Verkaufspersonals erfüllen.
    Um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen, wird ein Grenzwert für Canna-
    bis ähnlich der Promillegrenze für Alkohol eingeführt.
    Überdies können in einem legalisierten Markt auch staatliche Steuereinnahmen
    erzielt werden. Der Gesetzentwurf sieht dafür die Einführung einer Cannabissteuer vor.

    Kosten

    Das vorgesehene Genehmigungs- und Kontrollsystem wird – gegenwärtig noch
    nicht genau prognostizierbare – Bürokratiekosten verursachen. Dem werden je-
    doch Einnahmen aus Gebührenregelungen sowie zusätzliche Steuereinnahmen
    für die öffentliche Hand von bis zu 2,0 Milliarden Euro gegenüberstehen. Dazu
    kommt eine Kosteneinsparung von bis 1,8 Milliarden Euro durch den Wegfall von
    Strafverfolgungsmaßnahmen.

    • Zitat:
      „Cannabis wird aus den strafrechtlichen Regelungen des Betäubungsmittelgesetzes
      heraus genommen. Stattdessen wird ein strikt kontrollierter legaler Markt für Can-
      nabis eröffnet. Damit wird dem Schutz von Minderjährigen besser Rechnung ge-
      tragen als bisher, da erst in einem solchen Markt das Verbot, Cannabis an Min-
      derjährige zu verkaufen, wirksam überwacht werden kann.“

      Jugendliche kommen so oder so an „ihren“ Stoff – siehe Zigaretten, Alkohol usw. Die schicken einfach einen älteren Bekannten, der ihnen das Zeugs kauft.

      • Der Konsum steigt nicht unter Jugendlichen bei einer Legalisierung. Siejt man in NL, sieht man in Colorado, siehr man in Portugal. Er steigt nicht. NICHT. Fakt! Er steigt nicht. Raffst du das???

        • Wo hab ich geschrieben, dass der Konsum steigt???

        • Das gern gebrachte Argument, dass dann weniger harte Drogen konsumiert werden, wenn man nur Cannabis legalisiert sitmmt aber auch nicht – siehe NL.

          • Werter GriasDi,
            wie kann man so verblendet sein?

            Wenn sie schreiben: >>dass dann weniger harte Drogen konsumiert werden, wenn man nur Cannabis legalisiert sitmmt aber auch nicht<<, so können mit Ihrer Formulierung "harte Drogen" nur legale Alkohol- und Tabakprodukte gemeint sein. Im Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung sind die Folgetoten nachzulesen:

            Tabak: 130.000 jährlich
            Alkohol: 70.000 jährlich
            Heroin, Kokain, Benzoediazepine, Crack u.A.: 1250 jährlich
            Cannabis: 0

            Also bleiben Sie mit "harte Drogen" hinter dem Ofen, wenn Sie damit nicht argumentieren können.

          • Zitat:
            „Niederländische Jugendliche konsumieren nicht mehr und nicht weniger als deutsche. Die Hoffnung, der legale Verkauf weicher Drogen in den niederländischen Koffieshops werde Konsumenten von Heroin oder Kokain abhalten, hat sich ebenfalls nicht erfüllt – auch in diesem Bereich sind die Zahlen der Suchtkranken ähnlich wie in Deutschland.“

            Mit harten Drogen meinte ich, was landläufig unter harten Drogen verstanden wird: Heroin, Kokain usw.
            Insofern belegt dieses Zitat meinen Kommentar.

      • Sie erinnern mich stark an die Rednecks in den USA, die Hinterwäldler die immer noch die Todesstrafe fordern. Ausser Genugtuung bringt sie nämlich garnichts. In den USA passieren die meisten Morde in der westlichen Welt und es kostet mehr als die Täter einfach nur lebenslang ins Gefängnis zu stecken durch die ganzen Folgeprozesskosten. Die Grundannahme, das durch Todesandrohung weniger Morde passieren ist sowas von falsch.

  12. @Seraf 10. Okt. um 17:34 und 18:47
    Au weia, jetzt lerne ich durch Sie, dass auch noch das Cannabis-Verbot rassistisch motiviert ist. Mir schwirrt der Kopf von all den Rassismusvorwürfen, die täglich durch die Luft geistern.
    Gibt es eigentlich noch etwas, das nicht unter Rassismusverdacht steht, weil es unerwünscht und hinderlich für bestimmte Interessen ist?

  13. Wie sieht es eigentlich mit der Schulhof-(Angst-)Perspektive in Gegenden mit jetzt schon oder bald schon legalem Cannabis aus?

    Advocates in five states are pushing for recreational marijuana legalization this election year in tight races, arguing the industry will be a revenue boon.

    The ballot initiative in California is getting the most attention, holding roughly 60 percent popular approval in polling and promising to rake in enormous revenues for the state. Proposition 64 would allow anyone over 21 to possess one ounce of Marijuana and grow up to six plants in their home. A 10 percent sales tax will be in place on all sales and could earn the state more than $1 billion in annual revenue, reports Forbes.

    “My personal opinion is that it’s already a $2 billion market today and I think it could grow very rapidly to $5 billion,” David Dinenberg, chief executive officer of KIND Financial, told Forbes. “It’s going to be a monster market.

    Arizona, Maine, Massachusetts and Nevada also have recreational legalization on their ballots with similar possession laws and 10 to 15 percent sales taxes. Polling in Nevada shows a tight battle to win public opinion, with 47 percent supporting and 46 percent opposing. Support for legalization in Arizona is similarly tight with roughly 50 percent support.

    Read more: http://dailycaller.com/2016/10/10/recreational-marijuana-may-soon-become-legal-in-five-states/#ixzz4MlSn609b

  14. Die strafrechtliche Prohibition bestimmter als gefährlich definierter Drogen ist gescheitert, sozialschädlich, unökonomisch, und sie gefährdet den Rechtsstaat. Dies gilt vor allem für Cannabis. Die Zeit ist reif dafür, die Natursubstanz Cannabis sowohl für den medizinischen als auch für den normalen Gebrauch zu legalisieren.
    Acht Thesen zur Begründung:

    Der Krieg gegen die Droge Cannabis ist gescheitert. Mindestens fünf Prozent der Bevölkerung Westeuropas konsumieren – so die Europäische Drogenbeobachtungsstelle in Lissabon – regelmäßig Cannabis. Die Droge ist leicht erhältlich oder anbaubar. Angebot und Nachfrage sind durch Strafdrohung faktisch kaum zu beeinflussen. Mit der Intensität der Repression steigt lediglich der Schwarzmarktpreis.
    Die Naturdroge Cannabis ist weniger gesundheitsgefährlich als Alkohol und Nikotin. Wie bei allen Medikamenten und psychotropen Substanzen hängt die Gesundheitsgefährlichkeit von Cannabis von Dosierung und Frequenz des Gebrauchs ab. Bei niedriger Dosierung und Frequenz hat Cannabis keine gesundheitliche, kognitive und/oder psychische Beeinträchtigung zur Folge. Nur fünf Prozent der Gebraucher praktizieren altersmäßig zu frühen Konsum oder werden abhängig. Ihnen hilft nicht das Strafrecht, sondern nur sachgerechte präventive Aufklärung und Psychotherapie.
    Mit der Drogenprohibition gibt der Staat seine Kontrolle über Verfügbarkeit und Reinheit von Drogen auf Nicht die Wirkung der Drogen ist das Problem, sondern die repressive Drogenpolitik schafft Probleme. 95 Prozent der Cannabis-Konsumenten leben ein normales Leben. Selbst abhängige Konsumenten bleiben sozial integriert. Menschen mit problematischem Drogenkonsum brauchen Behandlung. Strafverfolgung hat nur negative Folgen: Sie verhindert sachgerechte Hilfen; der Schwarzmarkt bewirkt die Unkalkulierbarkeit des Wirkstoffgehalts und gesundheitsschädliche Beimengungen zur Profitsteigerung. Es fehlt jeglicher Verbraucher- und Jugendschutz.
    Der Zweck der Prohibition wird systematisch verfehlt Prohibition soll das Angebot und den schädlichen Konsum bestimmter Drogen verhindern. Tatsächlich kann sie dieses Ziel nicht erreichen, das zeigen alle wissenschaftlich relevanten Untersuchungen.
Prohibition schreckt nur wenige Menschen ab, reizt dafür aber andere. Sie verhindert Aufklärung und beschädigt diejenigen, die nicht abstinent leben wollen, gesundheitlich und sozial.
    Die Prohibition ist schädlich für die Gesellschaft Drogenprohibition erzeugt organisierte Kriminalität und Schwarzmarkt. Sie schränkt Bürgerrechte ein und korrumpiert den Rechtsstaat. Durch massive Machtzusammenballung bei Kartellen und Mafia droht ein Scheitern der Zivilgesellschaft. Tausende von Toten im jahrzehntelangen „Krieg der Drogenkartelle“ in Mexiko sind ebenso die Folge wie eine extreme globalisierte Schattenwirtschaft, Destabilisierung der Finanzmärkte und nationaler Volkswirtschaften. Angesichts effektiver informeller Geldtransfersysteme kann Geldwäschekontrolle nicht funktionieren. In Reaktion auf den Krieg der Kartelle kommt es sowohl zu einer Quasi-Militarisierung der Polizei als auch zu quasi-polizeilichen Funktionen des Militärs und damit zur Erosion des Rechtsstaats.
    Die Prohibition ist unverhältnismäßig kostspielig Die Bürger werden Opfer der Beschaffungskriminalität. Jährlich werden über fünf Milliarden für Strafverfolgung aufgewendet, welche für Prävention und Gesundheitsfürsorge fehlen. Der Staat verzichtet auf Steuereinnahmen, die er bei einem legalen Angebot hätte.
    Die Prohibition ist schädlich für die Konsumenten Konsumenten werden diskriminiert, strafrechtlich verfolgt und in kriminelle Karrieren getrieben. Weil es sich um „opferlose“ Kontrolldelikte handelt, welche lediglich proaktiv – und damit Unterschichtangehörige und Migranten benachteiligend – verfolgt werden. Riskante Konsumformen werden gefördert, und die auf den Schwarzmarkt gezwungenen Konsumenten werden wirklichen Gefahren ausgesetzt. Normales jugendliches Experimentierverhalten wird kriminalisiert und das Erlernen von Drogenmündigkeit erschwert. Junge Menschen werden dauerhaft stigmatisiert und in ihren Lebenschancen beeinträchtigt.
    Quasi-Feldexperimente mit Cannabis beweisen dessen soziale, kulturelle und legale Integrierbarkeit

    Diverse Quasi-Feldexperimente mit der liberalisierten Zugänglichkeit oder Vergabe von bislang illegalen Drogen (zum Beispiel Niederlande, Schweiz, Spanien, Portugal, Tschechei und neuerdings in den USA) zeigen, dass die befürchtete Ausweitung des Cannabis-Konsums ausbleibt.
    Fazit

    Der Staat darf die Bürger durch die Drogenpolitik nicht schädigen. Schaden und Nutzen der Drogenpolitik sind unvoreingenommen wissenschaftlich zu überprüfen. Für Cannabis kann das Ergebnis nur lauten: Legalisierung und sachgerechte Regulierung von Herstellung, Vertrieb, Prävention und Behandlung.

    Prof. Dr. jur. Lorenz Böllinger
    12.10.2016

  15. Werter GriasDi,
    sie verlinken allen Ernstes auf einen 12 Jahre alten Spiegel-Artikel?

    Hier haben Sie`s ein wenig aktueller, wenn auch nicht unabhängig – sondern interessenfinanziert: http://www.dbdd.de/images/EDR_2016/edr_2016_de.pdf

    Rund um die (pdf-)Seite 52/53 können Sie einmal eruieren wie ein Vergleich in Sachen harte Drogen (Opioide) zwischen Deutschland und den Niederlanden ausfällt.

    Falls in der Zwischenzeit nicht der Strom ausfällt

    • Hier eine neuere Quelle aus dem Jahr 2016
      „Harte Drogen übrigens sind auch in den Niederlanden verboten. Die Tolerierung des Konsums von leichten Drogen führte nicht dazu, dass Konsum und Handel von illegalen Drogen abnahmen.“

      https://www.welt.de/vermischtes/article154506788/So-was-wie-in-Berlin-habe-ich-in-Amsterdam-nie-gesehen.html

      Bevor Sie mich wieder bashen – der Artikel ist eigentlich in Ihrem Sinne.

    • Seien Sie doch nicht so verbissen. Sehen Sie nicht jeden als Ihren Feind an.

      • Ich denke, hier sind Aktivisten tätig.

        • Ist ja nix dagegen zu sagen.

        • Aber wenn ich für Aussagen gebasht werden, die ich nirgends getätigt habe, nervt das einfach.

        • Nur mal ein Gedanke: kann ein Nicht-Raucher Cannabis rauchen?

          • Er kann. Indem er Cannabis(kraut) – also Weed, Gras, Marihuana, Ott, Sinsemilla, Buds – vaporisiert. Vaporisieren ist eine Art Verdampfen und Lösen der Inhaltsstoffe bei Idealtemperatur.
            Als Inhalat „das Gesündeste, wo gibt…“
            Es gibt allerdings auch Möglichkeiten Cannabis in Kakao oder Gebäck zu sich zu nehmen, aber das erfordert ein wenig an Dosierungserfahrung.

            Im Übrigen aber kann auch das aktuellere Zitat nicht als die Situation zutreffend kennzeichnend betrachtet werden. Die Formulierung ist tendenziös und riecht stark nach „anti“.

            (Denn)
            Es geht bei Legalisierung, Entkriminalisierung oder Re-Legalisierung nicht um „Abnahme des Handels mit harten Drogen“ im Sinne einer Substitution der harten Substanzen durch leichtere, sondern es geht um die Separierung der Märkte. Das ist beim Coffeshop-Model so ganz eindeutig erfolgreich geschehen.

            Überdies hat der dort nun erleichterte Zugang zu Cannabis NICHT zu einer ZUNAHME des Handels oder Konsums von harten Drogen geführt, was im Sinne der oft von Prohibitionisten als Schutzbehauptung genannten Cannabis-Einstiegsdrogentheorie im Grunde zu MEHR Handel und Konsum hätte führen müssen. Tut es jedoch nicht.

            Cannabis mit 0 Folgetoten seit mehreren tausend Jahren kann also kein so sehr gravierendes Problem auf unseren Schulhöfen sein. Ebenso wenig Heroin/Kokain mit durchschnittlich 1200 Opfern.
            Die 130.000 Folgetoten von Tabakprodukten oder 70.000 durch Alkohol geben MIR mehr zu denken, denn Alk und Tabak sind sozusagen die „Botenstoffe des Schulhof-Geländes“.
            Dem möglichen Einwurf von „aber Cannabis kann Psychosen verursachen“, möchte ich gleich entgegenen: Das kann Alkohol noch besser.

            @Pälzer: Ihre Vermutung stimmt.
            Ihre Einstellung nicht.

          • „Ich denke, hier sind Aktivisten tätig.“
            Trifft für mich nicht zu. Ich hab mich nur intensiver mit dem Thema befasst. Und jeder, der nur einen Funken Gerechtigkeitssinn hat und sich den Hergang des Verbotes und die heutigen Bilanz daraus ansieht, kann nur für eine Re-Legalisierung stimmen, mag Cannabis auch noch so tödlich, verwalosend, verblödend und abendlandzerstörend wirken. Es ist Unrecht und es ist gesellschaftsschädlich, also auch für Sie. Punkt.

            „Harte Drogen übrigens sind auch in den Niederlanden verboten. Die Tolerierung des Konsums von leichten Drogen führte nicht dazu, dass Konsum und Handel von illegalen Drogen abnahmen.“

            Das klingt so, als ob (legales) Cannabis schuld daran wäre, dass der Konsum von harten Drogen nicht zurückgeht. Als müsste sich Cannabis als die von allen gefordertes Allheilmittel rechtfertigen, was es nicht ist und auch niemand behauptet hat.

            Zudem sind schon in diesem Textauszug Fehler. Alle Drogen, ausser Tabak und Alkohol, sind in beiden Ländern verboten. Der Konsum aller Drogen ist in beiden Ländern aber ausdrücklich erlaubt, da Recht auf Selbstschädigung. Der Handel und Besitz von Cannabis ist in NL genauso verboten wie hier, allerdings gibt es dort eine Duldungspolitik. Die Polizei soll(i.d.R.) nicht eingreifen.

          • Hier noch ein interessanter Beitrag von Harald Lesch über Cannabis und Alkohol. Neben Roger Willemsen(Gott hab ihn seelig) der wohl klügste Kopf unserer Nation. Dauer 9min.

            https://www.youtube.com/watch?v=mxpslvEGtWQ

  16. 15 Jahre fortschrittliche(re) Drogenpolitik am Beispiel Portugal :

    http://www.heise.de/tp/artikel/48/48294/1.html

  17. @GriasDi

    Es ist richtig, dass man die Politiker von der re-Legalisierung überzeugen muss. Aber das wäre ja typisch Politik-Style und Symptom- antatt Ursachenbekämpfung. Da überzeug ich doch eher die Wähler die Politiker zu wählen, die nicht erst überzeugt werden müssen. Die soll es sogar in der CDU geben.

    • Es kann nicht sein, dass es innerhalb der CDU oder innerhalb der CDU-Wählerschaft niemanden gibt, der selbst von Krankheit betroffen Zeugnis davon ablegen kann/könnte, dass Cannabis als medizinisch wirksame Substanz überaus hilfreich – und als Genussmittel ab einer gewissen persönlichen Reife recht harmlos ist.

      Ich werde nicht in die CDU eintreten, um öffentlich zu bekunden, dass dem ist wie ich sage.
      Ich tue es ohne jedwede Partei-Zugehörigkeit.

  18. Hier – womöglich abschließend – noch ein aktueller Blick über den Tellerrand des eigenen Schulhofs hinüber dorthin, wo man ein wenig erwachsener mit dem Thema Legalisierung/Entkriminalisierung umgeht:

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-10/legalisierung-cannabis-kalifornien-abstimmung-proposition-64

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