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Unkollegial? Gymnasiallehrer fordern Bildungsministerin auf, den Grundschullehrern „Schreiben nach Hören“ zu verbieten

MAINZ. Ist das unkollegial – oder sachlich geboten? Der Philologenverband Rheinland-Pfalz (der Gymnasiallehrer vertritt) will den Grundschulen im Land die Methode “Schreiben nach Hören” verbieten lassen. Von einem „Scherbenhaufen unzulänglicher Rechtschreibleistungen am Ende der vierten Klasse“ spricht der Verband – und heizt damit einen Streit wieder an, in dem zuletzt differenziertere Töne zu hören waren. Lassen sich nachlassende Rechtschreibkenntnisse tatsächlich auf falschen Unterricht in der Primarstufe zurückführen? Oder versuchen hier weiterführende Schulen, von der eigenen Verantwortung abzulenken? Das Überstülpen einer bestimmten Methode von oben sei jedenfalls nicht zielführend, befand etwa der VBE (dessen Mitgliederschaft sich vor allem aus Grundschullehrern zusammensetzt).

Wie viele Fehler sollen Lehrer bei Schreibanfängern tolerieren? Foto:
Jennifer Scarlett / flickr (CC BY-SA 2.0)

Laut Philologenverband fordert der Teilrahmenplan Deutsch der Grundschule in Rheinland-Pfalz, dass zunächst lautgetreu geschrieben wird – erst später werden dann sogenannte „rechtschreibwichtige Wörter“ durch die Lehrkraft verbessert. „Es kann aber nicht sein, dass sich so zwangsläufig fehlerhafte Schreibweisen einschleifen, die hinterher mühevolles Umgewöhnen erfordern. Es ist falsch verstandene Fehlertoleranz, wenn inkorrekte Schreibweisen jahrelang nicht verbessert werden“, sagte die Landesvorsitzende Cornelia Schwartz und betonte: „Auf diese Weise generiert man massenhaft Nachhilfebedarf; auch an vielen Gymnasien gehören entsprechende Nachhilfeangebote in Klasse 5 und 6 zum Alltag. Die dafür eingesetzte Zeit könnte sinnvoller genutzt werden; der Philologenverband fordert das rheinland-pfälzische Bildungsministerium daher zu einer Kehrtwende auf.“

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Für eine differenziertere Sicht der Dinge plädiert hingegen VBE-Chef Udo Beckmann. „Kinder lernen Sprache durch Hören und Nachahmen. Welche Buchstaben hinter den gebildeten Lauten stehen, wissen sie zunächst nicht“, meint er. „Entscheidend ist, Kinder so an die Schriftsprache heranzuführen, dass der Bruch zwischen dem Gehörten und Geschriebenen nicht zu groß ist. Dass dies gelingt, dafür sind Grundschullehrkräfte ausgebildet. Bei allen Kindern gehören Fehler zum Lernen dazu“. Beckmann: „Das Wesentliche ist, Fehler nicht als Schwäche anzusehen, sondern als Lernchance zu nutzen.“ Der Vorwurf, die „Reichen-Methode“ sei für den Unterricht nicht geeignet, ist dem VBE-Bundesvorsitzenden zufolge nicht haltbar. Es gebe viele Schulen, die erfolgreich basierend auf dem Spracherfahrungsansatz in Kombination mit einem systematisch aufgebauten Rechtschreibunterricht arbeiten.

Von Verbot abgerückt

Zuletzt hatte Baden-Württembergs Kultusministerin und KMK-Präsidentin Susanne Eisenmann (CDU) ein Verbot von „Schreiben nach Hören“ in Aussicht gestellt – ist davon aber offenbar wieder abgerückt. In einem Brief an die Grundschulen ihres Landes hatte Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann noch im vergangenen Dezember das Aus für die umstrittene Schreiblernmethode verkündet – und war dafür massiv unter anderem vom Grundschulverband kritisiert worden. In einem Interview ruderte die Christdemokratin dann zurück: Diese Lehrmethode werde nicht verboten, erklärte die Christdemokratin in einem Interview im Februar. Dabei pochte sie nur noch darauf, dass „das reine lautorientierte Schreiben nicht ausreicht, um das Ziel der Grundschule im Bereich Rechtschreibung zu erreichen“.

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Auch die neue Schulministerin von Nordrhein-Westfalen, Yvonne Gebauer (FDP), scheint im Amt eine neue Beurteilung der Arbeit in den Grundschulen entwickelt zu haben. 2014 noch forderten die Liberalen (Gebauer war damals schulpolitische Sprecherin der Fraktion) in einer eigens von ihnen anberaumten Landtagsanhörung das Verbot von „Schreiben nach Hören“. Tatsächlich ergab die Anhörung, dass die „Methode Reichen“ (ursprünglich entwickelt vom Schweizer Reformpädagogen Jürgen Reichen) in Grundschulen praktisch nicht mehr in Reinform genutzt wird. Es herrsche Konsens darüber, dass alle Kinder von Anfang an die Einsicht in rechtschreibliche Prinzipien bräuchten, berichtete die Grundschuldidaktikerin Prof. Agi Schründer von der Universität Potsdam.

In der vergangenen Woche nun erklärte Gebauer, in einem Interview auf das Thema angesprochen, zwar immer noch: „Ich bin keine Freundin dieser Methode.“ Gleichzeitig aber räumte sie ein: „Schreiben nach Hören“ könne für Erstklässler sinnvoll sein. Die Ministerin werde zunächst Gespräche führen und Erfahrungen anderer Bundesländer auswerten, erklärte danach ein Ministeriumssprecher. Derzeit sei nicht geplant, die Methode kurzfristig per Erlass zu untersagen. bibo / Agentur für Bildungsjournalismus

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108 Kommentare

  1. ZITAT: „Es kann aber nicht sein, dass sich so zwangsläufig fehlerhafte Schreibweisen einschleifen, die hinterher mühevolles Umgewöhnen erfordern. Es ist falsch verstandene Fehlertoleranz, wenn inkorrekte Schreibweisen jahrelang nicht verbessert werden“

    Ich unterstütze die Forderung der Gymnasiallehrer. Es ist genau so, wie da gesagt wird, da wird viel Zeit vergeudet und hinterher muss wieder mühevoll umgelernt werden, aber oft gilt der alte Satz: was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.

    Und das ist nicht nur im Bereich der Rechtschreibung so, nur da ist es am augenfälligsten.

  2. Ich komme mir schrecklich populistisch vor, da ich die Didaktik hinter der Methode nicht studiert habe, aber wenn ich sehe wie die Kinder in der 5. Klasse schreiben und wenn ich sehe wie ich als Kind selbst doch auch Worte gleich richtig lernen konnte (und dabei eben Fehler machte, die aber eben immer wieder korrigiert und “rausgelernt” wurden) dann gibt es für mich erstmal kein Argument warum diese Methode gut sein soll.

    Außer dass sie sich vielleicht weniger hart anfühlt und die Kinder weniger frustriert. Aber in der Grundschule hat man doch noch total bock zu lernen … So höre ich zumindest überall.

  3. Von meiner Position aus kann ich meinen Vorkommentatoren nur zustimmen. Die Kenntnisse der Rechtschreibung sind in meinen letzten 5. Klassen desaströs gewesen. Selbst grundlegende Dinge wie “Das erste Wort eines Satzes wird groß geschrieben.” sind in der Grundschule nicht verinnerlicht worden. Von einer Korrektur kann in vielen Fällen kaum mehr die Rede sein, wenn auf dem Grundschulzeugnis ein”sehr gut” bescheinigt wird, aber das erste Diktat einer Einfärbung des Geschriebenen in feuerwehrrot entspricht. Da macht auch das Argument “Kinder lernen Sprache durch Hören und Nachahmen.” in heterogenen Klassenzimmern und heimischen Wohnungen keinen Sinn. Wenn ein großer Teil der Klasse zu Hause nicht (ausreichend) die deutsche Sprache verwendet und sie dann in der Schule vogelfrei ausprobiert, darf man doch keinen Lernerfolg erwarten, der auf eine Klasse 5 mit den zugehörigen Erwartungen vorbereitet. Der Wortschatz der Kinder wird immer kleiner und da kann der Deutschunterricht nicht die heimischen Defizite aufarbeiten, indem eine Methode verwendet wird, deren Gelingen die häufige Verwendung der deutschen Sprache im Alltagsleben der Kinder benötigt.

  4. “Schreiben nach Gehör” ist wie “Rechnen nach Gefühl”. Beides hat keinen Platz in einer Schule, in der man mit den Kindern verantwortungsvoll umgehen möchte.

  5. Schreiben na h Gehör ist wissenschaftlich durch Langzeitstudien widerlegt. Jetzt mal ein von mir nur sehr selten genutztes Basta.

  6. Haben die Philologen in ihrer eigenen Schülerschaft mal erfragt, wie viele Kinder wirklich durch die Methode LdS unterrichtet wurden? Wie viele rechtschreibschwache SuS sind denn unter denen, die Fibelunterricht hatten?

    Wenn es möglich ist, in Klasse 5+6 am Gymmasium Förderunterricht für Rechtschreibung einzurichten, wüsste ich auch gerne, ob dieses Privileg in den Grundschulen auch gewährt wird. In Niedersachsen ist das zwar in Erlassen genannt, aber nur möglich, wenn über 20% eines Jahrgangs betroffen sind und ein zusätzlicher Antrag gestellt und die Stunden gewährt werden- also häufig nicht. Wie ist das in RLP?
    Förderung läuft in den Grundschulen immer unterrichtsimmanent von der Förderschule bis zur Hochbegabung. Das verlieren Philologen gerne aus dem Blick. Wenn sie “Überflieger” erwarten, können sie Aufnahmeprüfungen einsetzen… müssen sich aber nicht wundern, wenn dann Gymnasien geschlossen werden und die frei werdenden Philologen in den Grundschulen unterrichtsimmanent ihre differenzierenden Fähigkeiten erproben dürfen.

    Zudem: Gibt es in RLP auf dem Zeugnis der Grundschule eine Note für Rechtschreiben? In Niedersachsen gehört dies mit zum Bereich Deutsch, gedrittelt aus Schreiben (auch Aufsatz und vieles mehr), Lesen und Sprechen/Zuhören. Sind also lediglich die Leistungen im Rechtschreiben schwach, alle anderen Bereiche aber gut oder besser, wird der Schüler eine gute Deutschnote erhalten, wie es Erlasse und Curricula vorschreiben.

    Es ist so einfach, auf eine Methode zu schimpfen und sich nicht mit den Bedingungen der Schulen auseinandersetzen zu müssen!

    • Axel von Lintig

      Palim
      Die Marburger Studie von 2002_2004 hat die Überlegenheit des Unterrichts mit einer analytisch-synthetischen Fibel gegenüber Lesen durch Schreiben nachgewiesen und an den Eltern bleibt hinterher die ganze Nachhilfe hängen.

      • Weil Sie ja Studien so prickelnd finden:
        Im Fazit (ein pdf ist auf der Seite der Uni München zu finden) kommt die Studie zum Schluss, dass die Unterschiede nach 4 Jahren nicht mehr signifikant sind.

        Interessant ist aber an dieser Studie auch, dass weitere Parameter abgefragt und beurteilt wurden. Dabei kommt heraus, dass es weitaus entscheidender ist, wie viele Deutschstunden die Kinder hatten (S.21) und dass Risikokinder bei allen Methoden auch nach 4 Jahren benachteiligt bleiben.

        • Axel von Lintig

          Falsch,nach zwei Jahren,also 2004 wurden die desaströsen Ergebnisse veröffentlicht.Danach intervenierten die Eltern der Sommer-Stumpenhorst-Gruppen.Außerdem fielen die beiden besten Klassen der Fibelgruppe durch Schwangerschaften/Erkrankung der Lehrerinnen heraus.Esverböieb nur eine Klasse.

          • Sie bestreiten also die Ergebnisse der Marburger Studie, die in dem pdf (s.o.) genannt sind?

          • Axel von Lintig

            Palim
            Ich bestreite,dass die Studie nach der Veröffentlichung der Zwischenergebnisse und dem Ausschluss der zwei besten Lollipop Gruppen noch valide Aussagen zulässt,mehr nicht.

  7. Wir verwenden diese Methode überhaupt nicht, werten Rechtschreibung aus gegebenem Anlass 2fach, üben sehr viel die Rechtschreibung und die Kinder sind trotzdem schlechter als früher. Das kann nicht nur an dieser Methode liegen.

  8. “Es ist so einfach, auf eine Methode zu schimpfen”
    Das nicht, ich muss hier leider widersprechen. Als vor einigen Jahren noch die Grundschulen mal nach der einen Methode, dann nach der anderen Unterrichtet wurden, konnte ich am Schriftbild und der Fehlerarten sehen, welche Grundschule besucht worden war. Hört sich komisch an, ist aber so.
    Die reine Methode Schreiben nach hören ist obsolet. Dass Grundschullehrkräfte mit viel Engagement das Beste aus der Methode heraus holen.

    • Es ist so einfach, auf eine Methode zu schimpfen UND sich nicht mit den Bedingungen der Schulen auseinandersetzen zu müssen!

      Wie wäre es, wenn Lehrkräfte nicht länger aufeinander herumhacken, sondern z.B. Philologen sagen: Gebt den Grundschulen bessere Bedingungen, damit sie bei so vielen SuS mit schlechten Voraussetzungen die breite Differenzierung besser bewältigen und alle SuS besser fördern und fordern können, damit SuS in Klasse 5 ein tragfähiges Fundament erhalten haben?

      • “Es ist so einfach, auf eine Methode zu schimpfen UND sich nicht mit den Bedingungen der Schulen auseinandersetzen zu müssen!”
        Ich denke, das ich das durchaus mache, ich habe Erfahrungen in beiden Schulformen als Deutschlehrer gesammelt. Deswegen: Die Methode lebt derzeit nur noch, weil sie mit viel Engagement und Kreativität (die zu den produktiven Änderungen führen) gelebt wird.

        Die Forderung unterschreibe ich aber ohne Wenn und Aber.

  9. @ Palim

    Bessere Arbeitsbedingungen brauchen alle Lehrer aller Schularten; aber auch in anderen Bereichen ist das nötig, denn überall hört man das Gleiche.

    Hier kocht leider eine kleine Gruppe GS-Lehrer, die lange nicht für alle spricht, ihr eigenes Süppchen (Sie gehören dazu!). Denen geht es nur um mehr Geld, damit die Rente – vor der sie kurz stehen – möglichst hoch ausfällt. (dicke bank ist wenigstens so ehrlich, es offen zuzugeben) Aber diese Leute stehen nicht für uns Lehrer im Allgemeinen. Wir sind mit unseren Gehältern zufrieden. Wir wollen unseren Job aber gut machen und brauchen dafür Verbesserungen der Arbeitsbedingungen (und an der einen oder anderen Stelle vielleicht auch einen Methodenwechsel).

    Und wir wollen das nicht auf Kosten anderer Menschen / Berufstätiger in unserem Land (behaupte ich jetzt einfach mal so). 🙂

    • Na, aber Sie stehen natürlich für “uns alle im Allgemeinen” …..
      Im normalen Alltag nennt man solche Leute überheblich und anmaßend.

      Im Übrigen stellen Sie ständig irgendwelche Behauptungen auf, z. B. dass die Grundschullehrern hier kurz vor der Rente stehen. Vorher wissen Sie das? Meine Rente ist noch sehr weit weg, nur mal um den Wahrheitsgehalt Ihrer Aussagen zu verdeutlichen …..

    • Zu mir persönlich: Ich stehe ebenfalls nicht kurz vor der Rente/Pensionierung UND ich gehöre nicht zu denen, die “unseren Job aber gut machen (wollen)”, sondern denjenigen, die gerne Lehrer sind und den Beruf als Berufung sehen und ihn mit viel Engagement ausüben, einschließelich vielfältiger Herausforderungen. Dabei bin ich aber der Meinung, dass geänderte Arbeitsbedingungen mit zusätzlichen Aufgaben entsprechende Entlohnung verdienen.

      Wenn Sie – als nicht-Grundschullehrer – mit Ihrem Gehalt zufrieden sind, können Sie sich ja daran erfreuen.

      Ich habe nicht geschrieben, dass allein Grundschullehrkräfte bessere Bedingungen benötigen, sondern deutlich darauf verwiesen, dass Lehrkräfte nicht gegeneinander arbeiten sollten, sondern miteinander für Verbesserungen eintreten.
      Statt Vorhaltungen zu machen könnten Philologen sich eben auch für bessere Bedingungen an Grundschulen einsetzen, wenn sie erwarten, dass die SuS herausragende Fähigkeiten mitbringen sollen. Letztere fallen ja nicht vom Himmel.
      Dazu gehört eben auch, dass man sich mit der Sache an sich und den Bedingungen auseinandersetzt, bevor man sich auf eine Methode stürzt, deren Verbreitung, Abänderung und Einsatzformen offenbar gar nicht bekannt sind, und das Verbot als Allheilmittel verkauft.
      Die Annahme, dass alle Grundschullehrkräfte nach LdS unterrichten würden, ist absolut falsch und vermutlich bedingt durch die verzerrte Darstellung in den Medien, in denen immer wieder diese eine Methode aufgegriffen und gescholten wird. Das lenkt m.E. von den eigentlichen Problemen im Schulsystem ab und schadet daher eher, als dass es nützt.

  10. Das ist ja sehr paradox!
    Wenn die Gymnasiallehrer an die Grundschule abgeordnet werden, schreien sie, dass sie dafür nicht ausgebildet sind.
    Andererseits maßen sie sich an, den Grundschulen vorzuschreiben, wie diese arbeiten sollen.
    Da versteh noch einer die Logik !????

    Im übrigen, ist im Gymnasium schon etwas vom Wandel der Gesellschaft, veränderter Kindheit, Bewegungsmangel, etc.etc. angekommen? Könnte es vielleicht tatsächlich sein, dass sich verändernde schulische Leistungen nicht nur eindimensional den Grundschullehrern in die Schuhe geschoben werden können?

    • a) ich würde es durchaus verstehen, wenn Grundschullehrer sich weigerten, z.B. in der 9. Klasse Französisch oder in der 12. Klasse Chemie zu unterrichten und dies damit begründeten, dass sie dafür nicht ausgebildet sind.
      b) ich kann in der 5. Klasse durchaus etwas davon sehen, ob die Rechtschreibbildung in der Grundschule erfolgreich war oder nicht.
      c) Ja, außer dem “Schreiben nach Gefühl” gibt es sicher noch andere Einflussfaktoren, die den derzeitigen Notstand bei der Rechtschreibung mitverursachen. Wir müssen sie alle bearbeiten, so gut wir können. Aber die Arbeit in den Grundschulen lassen sich durch ministerielle Erlasse beeinflussen, Schlafengehzeiten und Bewegungsmängel der Kinder usw. nicht.

      • Es gibt kein “Schreiben nach Gefühl”. Wenn Sie den Grundschulen die Rechtschreibmethoden vorschreiben möchten, sollten Sie diese wenigstens kennen!

        • Axel von Lintig

          Die Methode Sommer-Stumpenhorst setzt auf Fehlertoleranz ohne Korrekturen und auf eine hohe Motivation der Schüler.Es wird auf eine direkte Instruktion verzichtet,eine gezielte, strukturierte Heranführung an Rechtschreib-strategien,,die strukturierte Vermittlung der Haupt und Orthographeme wird verweigert.In der dritten Klasse können die Schüler dann noch einmal vieles neu lernen.

          • Ich bin kein Freund von Sommer-Stupenhorst,
            trotzdem ist ihre Aussage falsch! Es gibt ein Haus mit mehreren Zimmern, die Rechtschreibphänomene bearbeiten.
            Im Übrigen sind Sommer-Stupenhorst und Lesen durch Schreiben zwei unterschiedliche Methoden.

            Also, wovon reden die Gymnasiallehrer hier???

          • Dazu arbeitet Sommer-Stupenhorst mit sehr regelmäßigen Diktate, die nach Fehlersystematik ausgewertet werden und entsprechende Rechtschreibübungen nach sich ziehen…..

            “Schuster bleib bei deinen Leisten” , auch als Gymnasiallehrer !!!!!

          • Axel von Lintig

            Emil
            Beide Methode haben die selbe ideologische Grundidee des eigenen Initiativen Schriftspracherwerb und sind sich sehr ähnlich.Das sie das in Frage stellen ist erstaunlich. Wo erfolgt denn eine gezielte und strukturierte Vermittlung der Hauptgründe,eine Korrektur von Fehlern.Es erfolgt ein Materialien zentrierter Unterricht im selbst Lernen der Schüler ohne die gezielte Hilfe durch Lehrer.

          • Axel von Lintig

            Haupfgrapheme

          • Auch wenn Sie noch so oft wiederholen, dass keine Rechtschreibkorrektur und kein Regellernen stattfindet, wird es dadurch nicht wahr.

            Sie bedenken (oder wissen nicht??!!!), dass beide Methoden nicht nach der Anlsuttabelle enden, sondern 4-jährige Lehrgänge sind. Somner-Stumpenhorst füllt mehrere Ordner, die haben Sie natürlich alle durchgearbeitet, gelle ??..

        • Axel von Lintig

          Emil
          Das war ironisch gemeint und niemand wird hier weiter Schüler im Selbst Lerneinheit mit diesem Material von Sommer-Stumpenhorst arbeiten lassen.

      • Zur Erläuterung für besonders ernsthafte Menschen:
        “Schreiben nach Gefühl” ist kein offizieller Begriff, sondern ein von mir gewählter, mit ganz wenig Ironie angehauchter Ausdruck für die Methoden des Nichtrechtschreiberwerbs, bei denen Kinder monatelang oder gar jahrelang Texte verfassen wie sie denken, ohne dass man ihnen die richtigen Schreibweisen zeigt und falsche korrigiert.

  11. Mein Vorschlag: Bevor alle hier stammtischartig laut Dinge fordern, die von irgendwelchen selbsternannten Bildungsexperten in den Raum geworfen wurden, lasst uns das doch wissenschaftlich angegehen:
    Eine große Studie mit Kindern aus dem Primarbereich mit zwei großen Gruppen aus dem ersten Schuljahr. Die erste Gruppe lernt, dass es einen dazugehörigen Buchstaben zu jedem Laut gibt und dass gesprochene Wörter auf ihre Laute hin abgeklopft werden können und verschriftet werden können. Fehler sind diesen Kindern erlaubt, die Kinder sollen aber versuchen, ihre Wörter und Texte vorzulesen.
    Die zweite Gruppe lernt, 2500 Wörter (aktiver Wortschatz eines Sechsjährigen) auswendig zu schreiben. Bei Fehlschreibungen drohen massive Sanktionen.

    Meine Vermutung: Es wird wohl deutliche Unterschiede beim inhaltlichen Gehalt beider Gruppen geben.

    Aber Hauptsache, die Rechtschreibung passt 😉

    • Axel von Lintig

      Sie scheinen überhaupt keine Fähigkeiten zu haben,wie man Schülern differenziert die Grapheme zu den entsprechendem Lauten vermittelt.Ihre Methode ist einer der Gründe für die schlechte

      Entwicklung im Schriftspracherwerb .

    • Fehlt in Ihrer Versuchsanordnung nicht noch eine Gruppe, die auf vernünftige Weise unterrichtet wird?
      Denn “dass es einen dazugehörigen Buchstaben zu jedem Laut gibt” ist ja im Deutschen falsch und insbesondere nicht eindeutig (besonders in Gebieten, in denen Dialekt gesprochen wird),
      während die Lernmethode der 2. Gruppe seit ca. 40 Jahren als überholt gilt.

  12. @ Gabriel
    Von “selbsternannten Bildungsexperten” sprechen aber einen Satz raushauen wie “Die erste Gruppe lernt, dass es einen dazugehörigen Buchstaben zu jedem Laut gibt und dass gesprochene Wörter auf ihre Laute hin abgeklopft werden können und verschriftet werden können” verdeutlicht, dass Sie wohl nur unzureichend über die Beschaffenheit der dt. Sprache nachgedacht haben. Erklären Sie mal, wo es angesichts von 15 Monopthongen, 3 Diphtongen und vielen umgangssprachlich nicht orthographiegemäß ausgesprochenen Endkonsonanten (d/t, g/k) Vokal-Konsonanten-Verbindungen (er/a; Schwa-Laut), hörbarem aber auch nicht hörbaren h, Doppelkonsonanten, Dehnungs-ie einen “dazugehörigen Buchstaben zu jedem Laut” gibt. Sind sie Deutschlehrer?

    Über deutsche Orthographie sollte m.E. ab Klasse 1 reflektiert werden, denn sie gestaltet sich komplex und nicht linear und aus der Lautgestalt alleine kann nur bedingt auf die korrekte Schreibung geschlossen werden. Wer Kinder nicht früh zu diesbezüglich differenziertem Denken hinführt, gefährdet deren Potential zur Entwicklung impliziter Strategiesysteme zur Bewältigung der Orthographie.
    Das erfordert aber auch regelmäßige, zeitintensive und sicherlich auch langweilige Korrekturarbeit durch Lehrkräfte, die sicherlich nicht so beliebt ist und die kreative Vermittlung und Vernetzung von unterschiedlichen Strategien zur Rechtschreibung anstatt die Behandlung isolierter “Lernwörter”.

  13. Man kommt mit beiden Methoden allein nicht weiter:

    Die Kinder nur die Sachen abschreiben zu lassen, bringt viele nicht weiter, weil es nicht möglich ist, allein die Wörter auswendig zu lernen. Rechtschreibprobleme wie mangelnde phonologisch Bewusstheit fallen dann nicht auf (gerade letzte Woche hatte ich wieder einmal in einer Fachklasse so ein Kind vor mir: 15 Wörter frei geschrieben, deutliche Anzeichen, aber dank Abschreib-Unterricht bisher keine Förderung).

    An der 1:1-Zuordnung stehen zu bleiben, bringt natürlich letztendlich auch nicht den sicheren Rechtschreiber, sie muss aber Anfang der 1. Klasse von den Kindern erlernt werden, damit sie das Laut-Buchstaben-System überhaupt durchschauen, auf der Lautebene ankommen und begreifen, dass Schrift dieses Lautsystem abbildet.
    Das geht bei vielen Kindern schnell, bei anderen dauert es 1 Jahr oder sogar länger. Diese Kinder werden vermutlich nicht im Gymnasium ankommen, es sei denn, das Kind überwindet über sehr gezielte Förderung diese Schwächen und erhält genügend Zeit, sich mit den Grundlagen zu befassen. Es ist auch nicht sinnvoll, ihnen Schwierigkeiten der Rechtschreibung abzuverlangen, wenn sie das System der Schrift (und des Lesens) noch gar nicht beherrschen.

    Letztlich bleibt aber das Problem, dass die Gymnasiallehrer sich über mangelndes Rechtschreibvermögen in Klasse 4 beklagen UND dies auf eine Methode schieben, die in sehr vielen Schulen gar nicht genutzt wird.
    Sinnvoller wäre es, Zeit und Kraft für das Erreichen besserer Bedingungen in den Grundschulen einzusetzen: Förderangebote und Unterstützung von Beginn an, statt abzuwarten, bis die Kinder ihre Schwächen gefestigt und sich selbst ggf. schon aufgegeben haben.

    • Axel von Lintig

      Auch die Eltern sind erstaunt oder entsetzt über die mangelnden Rechtschreib- und Lesefähigkeiten ihrer Kinder.

    • Wer behauptet eigentlich, dass alle Kinder auf das Gymnasium müssen? spontan fallen mir politik, eltern und Wirtschaft ein. die gymnasiallehrer und Hochschulen nicht, die wollen das fachliche Niveau massiv erhöhen. das geht aber nur mit maximal 30% des Jahrgangs. Gleichzeitig würde die Sekundarschule überflüssig, weil es genug Klientel für haupt- und realschulen gibt, das zudem leistungsfähiger ist als alle, die derzeit dort sind.

  14. Mich stört die Art, wie der Philologenverband das angeht. Er mischt sich quasi in die Grundschuldidaktik ein, präsentiert “Lösungen” ohne Einbezug der Beteiligten.
    Normalerweise ist das Procedere anders:
    Es fällt etwas auf – hier die Rechtschreibung. Dann setzen sich die Beteiligten zusammen und es werden die Beobachtungen ausgetauscht. Anhand der Beobachtungen kann man dann gemeinsam Gründe suchen und Lösungen erarbeiten.
    Deswegen – um auf die Eingangsfrage zurückzukommen – finde ich die Art unkollegial.

    Zur Rechtschreibung:
    Vielleicht entgeht es bei aller Diskussion das Grundschullehrer sehr wohl bestrebt sind, dass ihre Schüler richtig schreiben lernen. Das fordern auch die Lehrpläne.
    Gleichzeitig hat man in der Grundschule das Dilemma, Schüler zu einer Textproduktion hinzuführen, die gerne gemacht wird. Gymnasiallehrer können sich vielleicht gar nicht vorstellen, was für ein mühsamer Weg es ist, bis einige Kinder einen ganzen sinnvollen Satz alleine schreiben können. Früher hat man immer abgewartet, bis die Rechtschreibung einigermaßen eintrainiert war, jetzt fängt man früher damit an, weil man festgestellt hat, dass die Schüler so mehr Freude an Textproduktionen haben.

    • In den Diskussionen, die ich mitlas, wurden selten die Grundschullehrer, aber oft die Richtlinien verschiedener Bundesländer zum Schreibenlernen kritisiert.

  15. Wenn ich im Text die Zeilen mit der Nachhilfe lese:
    Wie sehen eigentlich die Rechtschreibanteile am Gymnasium aus? Die Rechtschreibung ist in der Grundschule ja noch nicht abgeschlossen. Ich erinnere mich noch an meine Schulzeit, da nahm die Rechtschreibung in der 5. und 6. Klasse am Gymnasium noch einen breiten Raum ein, das scheint schon lange nicht mehr so, wie ich so lückenhaft mitbekommen habe.

    • wenn uber 50% aller Schüler auf das Gymnasium gehen und aktuell über 40% das Abitur bestehen, muss man gewisse Abstriche machen. Besonders in Kombination mit dem aktuellen Zeitgeist der Kompetenzorientierung und SPASS an der Schule, nicht Freude. Lernen von Rechtschreibung und Kopfrechnen widersprechen dem. die leistungsanforderungen wurden ja auch angepasst. wer dennoch zu schlechte Rechtschreibung hat, kann ja recht einfach einen lrs-bescheid bekommen. die zuständigen gutachter und testersteller haben leider genügend wenig Ahnung von Statistik, um ” nicht genug gearbeitet haben” nicht von “tatsächlich krank” unterscheiden zu können. das entspricht ja auch dem elternwillen.

      • Das Problem scheint also auch daran zu liegen, dass zu viele aufs Gymnasium gehen und wenig Auslese stattfindet. Meine eigenen Beobachtungen/ Erfahrungen:
        Fast alle meiner Schüler, die aufs Gymnasium (Bayern, da gibt es noch Notenschnitte) gehen, haben keine großen Rechtschreibprobleme, gravierende schon gar nicht.
        In den bayerischen Mittelschulen (=Hauptschulen) wird noch viel zur Rechtschreibung gemacht.
        Ich denke, man muss sich in den Bundesländern, wo jeder aufs Gymnasium kann, auch im Lehrplan umstellen und mehr Rechtschreibung machen.
        Unterschiede in der Rechtschreibleistung gab’s schon immer in der Grundschule, auch, wo man immer dasselbe gemacht, Nachschriften und Diktate geschrieben hat. Da war es für den einen zu viel unnötige Übung, dem anderen hat das bei weitem nicht gereicht.
        Übrigens auf der Grundlage der individuellen Rechtschreiblestung setzen Rechtschreibkonzepte wie auch das von Sommer- Stumpenhorst an. Im Prinzip ein guter Gedanke. Nur ich denke, dass es eben nicht geht, dass man jeden Schüler nach seinem individuellen Konzept arbeiten lässt, weil man da in der Unterstützung als einzelner Lehrer in der Klasse überfordert ist. Vielleicht liegt darin der Grund, dass dies Konzept nicht die Ergebnisse bringt, die man sich erhofft. Ich kenne das Konzept auch nur theoretisch, habe nie nach diesem gearbeitet. Das ist bei uns auch gar nicht groß populär.

    • in RP: Rechtschreibung darf in Aufsätzen nicht bewertet werden. Es gibt aber im Jahr 1 Diktat.
      http://landesrecht.rlp.de/jportal/?quelle=jlink&psml=bsrlpprod.psml&feed=bsrlp-vv&docid=VVRP-VVRP000002821

  16. Bei uns ist es nicht so. Da wählen manche sogar trotz Gymnasialempfehlung den längeren Weg über die Realschule und dann nach Klasse 10 Technisches Gymnasium, Wirtschaftsgymnasium oder Sozialgymnasium. Somit haben die Kinder G9, sagen uns die Eltern. Aber in BaWü gibt es neben den Gemeinschaftsschulen auch noch die Realschulen und Hauptschulen mit der Möglichkeit, den mittleren Bildungsabschluss zu machen. Nach Wegfall der Grundschulempfehlung war der Run auf die Gymnasien zunächst sehr hoch, das hat sich aber nach 2 – 3 Jahren gelegt, weil sich wohl herumgesprochen hatte, dass man nicht alle behält. Bei uns auf dem Land ist es so, mag in der Stadt anders sein.

  17. Beispiel: Meine letzte Klasse 4 (20 SuS): Gymnasium: 7 Kinder, Realschule 7 Kinder, Hauptschule 6 Kinder, Gemeinschaftsschule 0 Kinder.

  18. Lieber Emil. Sommer Stumpenhorst funktioniert nicht. Das ist nun mal erwiesen. Ob da 10 Ordner im Haus des Lernens stehen oder 100.
    Ihre Vorwürfe an andere abseits der Emperie verwundern mich doch sehr. Zitieren Sie doch einfach mal wissenschaftliche Studien, die die Wirksamkeit belegen.
    Ansonsten bleibt alles zur Methode wirklich nur phrasenhaft: Ich will, dass ich recht habe, also habe ich recht.
    So einfach gehts aber nicht

    • Ich habe bereits gesagt, dass ich kein Freund von Sommer-Stumpenhorst bin und bin weit weg davon, diese Methode zu verteidigen. Trotzdem sind die Aussagen von Herrn Lintig falsch. Das ist leider eine Tatsache.

    • Hier ist der link zum von mir beschriebenen Rechtschreibhaus, keine Phrase, sondern Bestandteil des Konzeptes. http://www.rechtschreib-werkstatt.de/GrafOrtho/ortho/

      Das heißt immer noch nicht, dass ich die Methode verteidige, sondern soll nur belegen, dass Herr Lintig mit seinen sich wiederholenden Aussagen, dass keine Korrektur und kein Regellernen stattfindet, falsch liegt.

      Ich mag es nun mal überhaupt nicht, wenn Leute über etwas urteilen, was sie nicht wirklich kennen.

      • Ich habe die Methode von der Einführung im Vergleichstest zu Lolipop bis zum “Ende” des Versuchs hautnah miterlebt.
        Der Link beschreibt das Konzept. Jawoll. Nur: In der Überprüfung der Wirksamkeit war es dramatisch schlechter als andere “Konzepte”.

        • Das ist unbestritten 🙂

          • Doch, das ist bestritten, da die Marburger Studie, die so häufig zititert wird, nach 4 Jahren keine signifikanten Unterschiede mehr bescheinigt.
            UND es wurde auch erhoben, ob Kinder mehr oder weniger Nachhilfe, Therapie etc. erhalten haben, was nicht der Fall war.

            Aber ICH habe nicht in den vielen Kassenräumen gesessen und war SELBST nicht an der Studie beteiligt und habe auch nicht die Auswertung geschrieben.

            Interessant ist eben, dass diese Studie auch keine eindeutlichen Ergebnisse liefert, wohl aber zu dem Schluss kommt, dass andere Parameter viel entscheidender sind: die Anzahl von Unterricht und das Verhalten der Lehrkraft, Förderung etc.
            Was wäre es schön, wenn dafür mehr geworben würde.

          • Axel von Lintig

            Palim
            Und warum bescheinigt die Studie nach zwei weiteren Jahren keine Unterstützung höre mehr?weil die. Eltern der Sommer-Stumpenhorst-gruppe durch nachbilden das Ergebnis verfälschen und außerdem noch die zwei besten Klasse der lollipop-gruppe. Durch Schwangerschaft haften herausfinden.damit könne. So das Endergebnis nie vergessen.

      • Axel von Lintig

        Emil
        Ich habe hier Material der Rechtschreibwerkstatt für die erste klasse ,und in der Anleitung für die Eltern steht,dass diese bei der eigenständigen Verschriftlichung die Kinder nicht verbessern sollen.Lassen so diese brabbeln,U d am Beispiel des Wortes Blâtter wird. Uns weiß gemacht.dass diese zuerst Pleta schreiben, später Pletta,dann Pletta und irgendwann über Bläta dann Blätter schreiben.
        Außerdem würden sich falsche Schreibungen nicht beim Kind einschleifen. Für wie dumm hält man uns.
        Am meisten habe ich über die Wortkarten des Norbert Sommer-Stumpenhorst gelacht.
        Der Teufel ist böse, oder über Räuber,den Opa etc.
        Da lernen die lieben Kleinen so richtig was das Leben.Mit derartigen Materialien hätten vor 30 Jahren niemals eine Prüfung bestanden.

        • Ich kenne die Wortkarten nicht, aber diese merkwürdigen Sätze kommen immer zustande, wennes einen Grundwortschatz gibt, in dem Wörter wie Teufel, Räuber, Opa, böse genannt sind und jemand diese Wörter zum Üben in Sätzen kombiniert. Das kann man auch bei anderen Materialien beobachten.

          • Solche Sätze werden bestimmt weggelassen (ich glaube an das Gute 🙂 )

          • Axel von Lintig

            Man kann alles relativieren.Das Niveau der Materialien ist gelinde gesagt sehr niedrig,und den Schülern werden lediglich Stereotype vermittelt,die einem mehr über das Psychogramm des Erfinders sagen als dass sie den Schülern Rechtschreibstrategien, wie dies durch die Einübung der Auflösung der Endlauthärtung durch Verlängerung der Wörter oder eine Vermittlung der Hauptgrapheme möglich wâre.
            Diese Materialien dienen eigentlich nur einem, dem Erwerb eines sehr guten finanziellen Auskommens des Erfinders auf Kosten der Kinder.

  19. Hessen, Stadt, nach Klasse 4: 70% gehen zum Gymnasium, HS Klassen können keine gebildet werden.
    Allerdings verlassen 50% der aufs Gym gehenden SuS dieses wiedr nach spätestens Klasse 9.
    Das führt dazu, dass überall dort, wo Berufliche Gymns sind, diese den “alten” Gymns den Rang ablaufen.

  20. 70% ? Gibt es keine Inklusionskinder oder welche mit schlechten Deutschkenntnissen? Das ist ganz schön viel. Würde mich mal interessieren, wie viel Prozent eines Jahrgangs tatsächlich Abitur an einem allgemein bildenden Gymnasium machen. Also Klasse 5-12 ohne Umwege.

  21. Inklusion wird nur bei Körperbehinderung an den Gym durchgeführt. Alle anderen Förderbedarfe wechseln von der GS an die normalen Sekundarstufenschulformen, sind also in den 30% drin.
    Die letzteZahl ist nicht zu erhalten. Fragt sich sicherlich, warum

  22. Da ja viele Sekundarstufenschulen von einem Gym “überstrahlt” werden, habe ich garade einfach aml alle Abschlussschüler, wie sie im Netz je Standort benannt werden, zusammengerechnet. Im Letzten jahr waren es 28% des Jahrgangs mit allerdings 3jährigem Versatz. Allerdings waren die Geburtenjahrgänge ähnlich.

  23. Das meint: Die Gymnasien hier erklären sich zur einzig wahren Schulform, die Sek. Schulen und Grundschulen erscheinen eher als “Hilfsschulen”. Schön nur: Letztere führen mittlerweile mehr Schüler über das BG zum ABitur als die Gymnasien

  24. Schreiben nach Gehör?!

    Ich stelle mir gerade vor, was als nächste Ursache gesucht wird, wenn man “Schreiben nach Gehör” verboten hat, aber die Rechtschreibleistungen trotzdem nicht besser werden.

    Diese monokausale Ursachenfindung – ein Traum! 🙂 Je einfacher die Ursache, desto mehr schlichte Gemüter können offenbar mitreden.

    Grundschullehrer (mit Lollipop-Lehrwerk)

    • Axel von Lintig

      GS Lehrer
      Lesen sie einmal den obigen Kommentar von G.Taubert,denn dann wird der Zusammenhang klar.natürlich ist der Rechtschreibprüfung multikaudal determiniert.aber ein Grund für die schlechte Vermittlung des Schriftspracherwerb ist in der unkritischen und naiven Anwendung von Lesen durch Schreiben begründet.das lateinische Alphabet bildet nur unzureichend die Laute der deutschen Sprache ab.bestreitet sie das, so empfehle ich ihnen eine linguistische Nachschulung.Kindern die Tabelle in die hand drücken und dann Mal sehen was dabei herauskommt läuft nicht mehr ohne den Widerstand der Eltern ab,und den wird es weiter geben.

  25. @ Pälzer,

    Ihrem Kommentar vom 13. August 2017, um 19:42, stimme ich voll zu.

  26. Das ist eine sehr gute Zusammenfassung (von Pälzer):

    “a) ich würde es durchaus verstehen, wenn Grundschullehrer sich weigerten, z.B. in der 9. Klasse Französisch oder in der 12. Klasse Chemie zu unterrichten und dies damit begründeten, dass sie dafür nicht ausgebildet sind.

    b) ich kann in der 5. Klasse durchaus etwas davon sehen, ob die Rechtschreibbildung in der Grundschule erfolgreich war oder nicht.

    c) Ja, außer dem „Schreiben nach Gefühl“ gibt es sicher noch andere Einflussfaktoren, die den derzeitigen Notstand bei der Rechtschreibung mitverursachen. Wir müssen sie alle bearbeiten, so gut wir können. Aber die Arbeit in den Grundschulen lassen sich durch ministerielle Erlasse beeinflussen, Schlafengehzeiten und Bewegungsmängel der Kinder usw. nicht.”

  27. Was soll eigentlich Schreiben nach Gehör sein? Die Methode heißt “Lesen durch Schreiben” (wohlgemerkt nicht “Schreiben durch Schreiben”). Die Methode „Schreiben nach Gehör“ gibt es gar nicht, das ist ein Missverständnis. Die Kinder schreiben nicht nach Gehör, sondern sie orientieren sich beim Schreiben am Sprechen. Dabei versuchen sie, die Lautkette des Gesprochenen zu gliedern, um den Sprechlauten passende Buchstaben zuzuordnen. Dazu benutzen sie eine Anlauttabelle. Dies ist sinnvoll, da unser Schriftsystem vom Schwerpunkt her ein alphabetisches ist: Aus nur 26 Zeichen und Zeichenkombinationen lässt sich jedes nur erdenkliche Wort lesbar konstruieren. Allerdings besteht im Deutschen zwischen den Lauten und den Buchstaben keine 1:1-Beziehung, so dass zusätzlich die Normen der deutschen Orthografie nach und nach gelernt werden müssen.
    Nicht jede Methode ist für jedes Kind passend. Und besonders für schwache Kinder oder Kinder aus bildungsfernen Schichten, Kinder die Dialekt reden oder nicht über ausreichend Deutschkenntnisse verfügen ist diese Methode fraglich. Andererseits gibt es bestimmt Lehrer/innen, die erfolgreich mit dieser Methode arbeiten (können) und auch bewusst an den Schwachstellen arbeiten, bzw. Methoden kombinieren.

    • Ach, mississippi, dass Lehrkräfte nicht alle Kinder über einen Kamm scheren, sondern beobachten, differenzieren und Methoden kombinieren wird hier absolut in Abrede gestellt:
      Alle Grundschullehrkräfte in allen Grundschulen in ganz Deutschland arbeiten allein und in Reinkultur nach der “Lesen durch Schreiben”-Methode, ohne je ein anderes Buch oder Werk zu nutzen, geschweige denn, sich darüber zu informieren. *
      Ach nein, falsch, sie kopieren die Sommer-Stumpenhorst-AB, die zu einer anderen Methode gehören, verteilen sie in der Klasse und lassen die Kinder damit allein … vermutlich gehen die Lehrerinnen dann Kaffee trinken.

      Das ist wie im Krankenhaus: Die Patienten bekommen alle eine Schachtel mit Medikament in die Hand, irgendetwas, wovon der Arzt mal vom Vertreter über eine Studie, die dem gefallen hat, gehört hat, dass solle irgendwozu gut sein, und die Ärzte gehen dann Kaffee trinken.

      Ach nein, GSlehrer bekennt, dass er ein Lollipop-Buch hat. Wer die ganzen anderen Fibeln und Materialien, die auf dem Markt sind, kauft, ist nicht bekannt. Sicherlich werden die Bücher von den Grundschullehrkräften aufgekauft, damit sie bloß nicht in die Hände der Schüler gelangen.

    • Was soll die besserwisserische Wortklauberei? Jeder weiß doch, was mit der anschaulichen Bezeichnung “Schreiben nach Gehör” gemeint ist. Und es ist nun mal so, dass die Wörter nach dem Klang der Einzellaute (also nach ihrem Hören) geschrieben werden, was bei dem Begriff “Lesen durch Schreiben” leider nicht deutlich wird. Auch Ihre überflüssigen Erklärungen zur umstrittenen Methode machen “Lesen durch Schreiben” nicht besser. Für mich bleibt es dabei, dass die Kinder gar nicht erst lernen sollten, nach reinem Lauthören (und damit meist falsch) zu schreiben, wozu die Anlauttabelle einlädt und den Weg bereitet.

      @Palim
      Auch bei Ihnen ist mir die gereizte Reaktion ebenso unverständlich wie der Drang, “dass Lehrkräfte nicht alle Kinder über einen Kamm scheren, sondern beobachten, differenzieren und Methoden kombinieren.”
      Das klingt ganz toll und signalisiert die hohe Kunst der inneren Differenzierung und Methodenkombination, an die ich aber nicht glaube.
      Mir ist sowieso unverständlich, warum die Reichen-Methode immer wieder verteidigt wird. Anlaute sind nun mal keine In- oder Auslaute und dürfen deshalb für deren Klang und Schreibung nicht nahegelegt werden.
      Anlaute taugen nur für die Identifizierung und Schreibung des ersten Buchstaben eines Wortes, wobei es hier auch Ausnahmen gibt wie Ch oder V. Danach wird’s, was die Rechtschreibung “nach Gehör” betrifft, aber kriminell. Die Anlauttabelle eignet sich einfach nicht für die selbstentdeckende Schreibung von In- und Auslauten. Dort ist der Klang der Buchstaben anders als am simplen Anfang, den die Anlauttabelle vermittelt und empfiehlt.

      Ich verstehe einfach nicht, warum sich Lehrkräfte auf den Schlips getreten und in ihrer Ehre gekränkt fühlen, wenn eine Methode, für die sie selbst gar nicht verantwortlich sind, als schädlich erkannt wird und Eltern haufenweise die katastrophale Rechtschreibung ihrer Kinder während und am Ende der Grundschulzeit beklagen.

      • Wenn Sie nicht an innere Differenzierung und Methodenkombination glauben, frage ich mich wirklich, wie Sie Ihren Alltag in heterogenen Klassen bewältigen.
        Welche einzig und allein gültige Methode schlagen Sie denn für den Erstunterricht vor?

        Ich verstehe nicht, warum nicht verstanden werden will, dass Lehrkräfte landauf landab gar nicht nach einer einzigen Methode arbeiten, in der Regel noch seltener nach “Lesen durch Schreiben” nach originalem Konzept, aber dennoch erhebliche Defizite in allen möglichen Bereichen feststellen, in der Regel bereits vor der Einschulung.
        An diesem Problem wird aber gar nicht gearbeitet, stattdessen stört man sich an einer einzelnen Methode, die so kaum umgesetzt wird, und behauptet, ein Verbot würde die Welt verbessern.
        Und weil nur allein das Verbot dieser einen Methode ein Allheilmittel ist, braucht es auch keine Förderung der phonologischen Bewusstheit, keine Visualisierung von Mengen, kein intensives Training des Lesens oder Kopfrechnens, keine Übungen zu Konzentration oder Bewegung, keine Sprachförderung – egal, welche Sprache das Kind mitbringt, keine Förderung für inklusiv beschulte Kinder.
        Mit dem Verbot von “Lesen durch Schreiben” werden alle Kinder alles ohne Probleme erlernen, Lehrkräfte müssen sich keine Gedanken mehr machen, Differenzierung ist überflüssig und Förderstunden, so es sie überhaupt gibt, können gestrichen werden.

        • Wenn innere Differenzierung bedeutet, Kinder mit etwas selbstentdeckend zu beschäftigen, bei dem sie Falsches erlernen, bin ich partout gegen innere Differenzieung.
          Ansonsten kann ich nur sagen, dass mit dem Begriff “innere Differenzierung” viel Schindluder getrieben wird. Sie ist schwer möglich und oftmals handelt es sich bei ihr nur um “Ruhigstellung durch reine Beschäftigung”, um sich einer Gruppe im Vorwärtskommen intensiver widmen zu können.
          Das verurteile ich auch nicht, im Gegenteil, weil kein Lehrer (auch Sie und ich nicht) imstande ist, innere Differenzierung so zu betreiben, dass alle Schüler wirklich profitieren und nicht zum Großteil beschäftigt und ruhiggestellt werden.
          Für mich ist “innere Differenzierung” mit ihren positiven Assoziationen von “jeder Schüler wird ihm entsprechend und bestens gefördert” ein einziges Märchen.
          Sie fragen mich, wie ich meinen Alltag in heterogenen Klassen bewältige. Ich bewältige ihn so, wie ich die Mär “innere Differenzierung” beschrieben habe. Anders könnte ich es nicht, obwohl ich mich in der Regel bis spät abends auf den Unterricht vorbereite.
          Wie Sie es schaffen, hier pausenlos Kommentare zu lesen und zu liefern und sich so ganz nebenher noch aufopferunsvoll Ihrem innerlich differenzierenden und methodenkombinierenden Unterricht zu widmen, überstegt meine Vorstellungskraft.
          Ich kann das nicht. Ich kann nur sagen: Ich finde die Methode “Lesen durch Schreiben” schlimm wegen ihrer Auswirkungen und würde sie nie zwecks Ruhigstellung durch Selbstentdeckung bzw. -beschäftigung der Schüler einsetzen.
          Wenn ich denn schon gezwungen bin, mit heterogenen Klassen fertig zu werden, dann aber nicht mit Hilfe einer Methode, die allen schadet.

          • Liebe/r m.n.,

            jeder Satz verdient ein dickes Ausrufezeichen.
            Vielen Dank!

          • Zur inneren Differenzierung, verschiedene Aspekte:

            Innere Differenzierung ist nicht unbedingt mit selbstentdeckendem Lernen gleichzusetzen, aber selbstentdeckendes Lernen nutzt die innere Differenzierung als Möglichkeit. Extrem findet man es in der Idee von Rolf Robischon, der mit den Begriff des “Lernbegleiters” geprägt hat. Es ist einmal interessant, seine Homepage anzuschauen, nur so nebenbei erwähnt.

            Jahrgangskombinierte Klassen, wie sie landauf, landab in den Grundschulen anzutreffen sind – auch in Bayern – erfordern schon von der Struktur her mehr innere Differenzierung.

            In Bayern gehen wir bei der Differenzierung an der Grundschule vermehrt den Weg, dass wir versuchen, sogenannte “gute Aufgaben” zu finden, an der jeder auf seinem Niveau hoffentlich gewinnbringend arbeiten kann. Man kann aber dazu sagen, dass das nicht so ganz ausgegoren ist; die “guten Aufgaben”, die mir bisher vor allem in Mathematik begegnet sind, fand ich größtenteils als Schritt in die richtige Richtung. Bei mehr lernschwachen Inklusionskindern kommt dieses Konzept allerdings irgendwann an die Grenzen. Doch für Inklusionskinder, die nicht in der Notengebung sind, geben Verlage vermehrt zu Schulbüchern erleichtertes Material heraus.

            Als KlassenlehrerIn an der Grundschule hat man viele Fächer. Ich sammle z.B. gewisse “Schwachpunkte” der Schüler in allen Fächern, im Prinzip sind es D und M und mache dann zwischendurch einmal eine Förderstunde, wo jeder an seinen Schwachpunkten mit entsprechendem Material arbeitet. Das Material muss natürlich gewisse Qualitätsststandards erfüllen, aber da haben wir in der Grundschule gutes Material. Manchmal sind solche individuelle Aufgaben auch einmal im Rahmen eines Wochenplans oder in der sogenannten “Morgenarbeit”, wie wir in der Grundschule in den Tag starten, zu bewältigen.

            An der Grundschule haben wir, da wir ein eigenes Klassenzimmer als Lehrkraft haben, Möglichkeiten, dieses entsprechend zu gestalten und mit Materialien aufzurüsten. Auch das ist hilfreich für die Differenzierung.

            Dadurch, dass man als Klassenlehrer fast alle Fächer unterrichtet und viele Schwachpunkte seiner Schüler kennt, gibt es immer etwas Sinnvolles zu üben. Wenn eine innere Differenzierung nur noch Beschäftigungstherapie ist, dann hat sie ihren Zweck verfehlt.

          • @ m.n.
            Wenn Sie innere Differenzierung mit eigener Definition belegen und mit entdeckendem Lernen gleichsetzen, wird der Austausch über dieses Thema ungleich schwieriger.
            Sie schreiben selbst, dass Sie nicht an innere Differenzierung und Methodenkombination glauben, aber selbst in den heterogenen Gruppen ebenfalls mit einer Methode allein nicht auskommen, sondern die eine Gruppe mit Beschäftigung ruhigstellen, um sich um eine andere Gruppe kümmern zu können.
            Ich würde es komplett anders formulieren und werten, aber meine Vorgehensweise deckt sich in etwa mit der Ihren. Dabei bin ich jedoch bemüht, kein “Ruhigstellen durch reine Beschäftigung” einzusetzen, sondern Arbeitsphasen, in denen die Kinder möglichst üben oder etwas erarbeiten. Dabei ist ebenfalls gefordert, dass Kinder diese Aufgaben möglichst selbstständig erledigen können, da man sich ja in der gleichen Zeit um andere kümmern möchte. Zusätzlich bin ich der Meinung, dass die Kinder verschiedene Zugangsweisen benötigen und unterschiedliche didaktische Ansätze z.T. nebeneinander stehen können (eher in D, bedingt in Ma).
            Die Vor- und Nachbereitung des Unterrichts ist ungleich höher als Unterricht, der mit allen Kindern gleichzeitig nach Lehrbuch vorgeht, stimmt.
            Da ist ein Beitrag bei n4t eine schöne Ablenkung zwischen Förderplan und Materialerstellung.

    • Axel von Lintig

      Mississippi
      Wir im deutschen Sprachraum sind die einzigen,die ihren Schülern vorgaukeln mit einer Anlaut-Tabelle deutsche Wörter allein nach dem Hören verschriftlichen zu können.Das viele damit kognitiv 7berfordert sind und sich noch falsche Strategien zur Verschriftlichung von Wörter einschleifen wird dabei häufig verdrängt.
      Weder in Italien,Rumänien, oder anderen romanisch-sprachigen Ländern wird derartige praktiziert. Und dort ist die Phonem Graphem-Übereinstimmung noch deutlich größer als im Deutschen.
      Die Mehrheit der Eltern lehnt 7brigens die Methode Lesen durch Schreiben an.
      .

    • Auch Senatoren machen Fehler 😉

      @ Mississippi
      Das habe ich auch schon versucht, den Gymnasiallehrern hier zu erklären, sie wollen es aber nicht verstehen.

      @Sofawolf
      Sie fallen Ihrem Gymnasialkollegen Herrn Lintig in den Rücken, der schreibt nämlich oben, dass der Beitrag von Pälzer ironisch gemeint sei. Muss man nicht verstehen, aber darf ja jeder seine Meinung äußern….

      • Axel von Lintig

        Und Sie irren sich nicht.Die Eltern sind im Unrecht und sie machen einfach weiter mit diese Anlauttabelle und der fehlerhaften Methode.

        • Wenn Sie immer noch nicht verstanden haben, dass ich nicht danach arbeite, dann ist jeder weitere Kommentar sinnlos. Lässt aber auf sehr mangelhafte Auffassungsgabe schließen.

          • Wodurch unterscheiden sich Lesen durch Schreiben vom so genannten Sprache Erfahrungsaustausch/Sommer-Stumpenhorst Die beiden zuletzt genannten leiteten sich doch von der Reichen-Methode ab.Sommer-Stumpenhorst arbeitet viel mit Abschreibtexten, im Anfang aber mit der Anlaut-Tabelle und der Vortäuschung einer1:1 Übertragung der Phone in die Graphen.

          • Emil
            …Herr Dr.von Lintig ist – obwohl sehr interessiert und informiert an der Thematik – eben doch kein Pädagoge. >>>>. GOOGLE. <<<< (Irgendwann fällt es halt doch auf …)

          • Danke für die Info! 🙂

          • Herr Dr. Axel von Lintig hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass er Arzt ist und sein für mich beeindruckendes Wissen um Lese- und Schreiblernmethoden sowie die Pferdefüße bei der Methode “Lesen durch Schreiben” aus persönlicher Betroffenheit durch eine Tochter stammt.
            Den Mann bewundere ich. Er, und wahrscheinlich auch seine Frau, helfen daheim erfolgreich der Tochter durch eine Methode, die sie als richtig ansehen. Darüber hat er viel geschrieben. Seine Erfahrungen und sein umfangreiches, selbst erarbeitetes Wissen bezügl. verschiedener Lernmethoden teilt er hier immer wieder mit und kämpft gegen die Methode “Lesen durch Schreiben”.
            Das nenne ich Engagement nicht nur für das eigene Kind, sondern für alle Grundschulkinder.
            Es wird Zeit, dass ich Herrn von Lintig mal meine Wertschätzung und meinen Dank ausspreche.

          • Axel von Lintig

            Alles gut Emil und vielen,herzlichen Dank für den Zuspruch von Mamma51 und Papa 51.N51.Natürlich waren Grapheme und Phoneme gemeint.Das Handy fabriziert so manchen Pumuckel-Spaß mit mir.

          • @ Axel,

            ich respektiere Sie auch als engagierten Diskutanten, auch wenn Sie kein Lehrer sind. Es haben auch – wie man ja hier sieht – nicht alle Lehrer die gleiche Meinung.

  28. Ist es nicht völlig egal, wie die Kinder Schreiben und Lesen lernen. Hauptsache sie können es. Und wenn sich eine Methode als schlechter herausstellt als eine andere, sollte man die schlechtere lassen – warum das Leben selbst schwer machen?

    • Axel von Lintig

      Treffender Kommentar.

    • @GriasDi: Wenn es reichen würde, diese einzelne Methode auszulöschen, wäre es ja einfach. Die Probleme sind vielschichtiger, sonst hätten diejenigen, die nicht danach arbeiten, ja keine oder weniger.

      • Axel von Lintig

        Mississippi
        Das stimmt allerdings auch.

      • Es geht ja nicht darum, eine bestimmte Methode auszulöschen. Es darum die Methode anzuwenden, von der der Lehrer weiß, dass sie besser ist als andere, die er ausprobiert hat oder von der Studien belegen, dass sie nicht wirkt. Dass Lernen immer Probleme bereitet, sowohl bei Lehrern als auch bei Schülern ist ja (normalerweise, außer bei sogenannten Didaktik-Päpsten) bekannt.
        Zitat:
        “Die Probleme sind vielschichtiger, sonst hätten diejenigen, die nicht danach arbeiten, ja keine oder weniger.”
        Es ist doch davon auszugehen, dass bessere Methoden weniger Probleme machen oder?

        • “Es ist doch davon auszugehen, dass bessere Methoden weniger Probleme machen oder?”
          Im Prinzip schon.

          Allerdings ist es m.E. so, dass es nicht eine allein gültige und wirklich perfekte Methode gibt, alle haben Vor- und Nachteile, die die Lehrkraft ausgleichen muss, weshalb die meisten LehrerInnen auf eine Mischung setzen.
          Hinzu kommt, dass nicht jede Methode für jedes Kind gleich gut ist und auch da ausgeglichen und abgewogen werden muss.

          Und es gibt Kinder, die dermaßen gering entwickelt sind oder sehr große Beeinträchtigungen oder Wahrnehmungsstörungen haben, dass sie so oder so viel zusätzliche Hilfen oder Übungen benötigen. Da reicht eben das normale Maß einer üblichen oder einzelnen Methode bei Weitem nicht aus.
          Die Entwicklungsdefizite werden in meinem Umfeld von Jahr zu Jahr erschreckender, was nicht an der Einführung der Inklusion liegt.

          Und auch in meinem schulischen Umfeld ist “Sommer-Stumpenhorst” nahzu unbekannt und “LdS” allerhöchstens von einzelnen ausprobiert worden.

  29. Also ich persönlich wende altbewährte Methoden an, stelle trotzdem fest, dass SuS aufnahmeresistenter sind. Warum merken sich manche Viertklässler nicht mehr, dass man nach dem Punkt groß schreibt, bei sonst guten Leistungen? Das ärgert mich persönlich und die Gymnasiallehrer denken zurecht: “Lernen die denn gar nichts mehr?” Doch sie lernen es, aber es bleibt nicht hängen, als ob es egal wäre.

    • Diese Frage führt auf die wirklich wichtigen Probleme hin. Wir können uns über “LdS” die Köppe (phonetisch korrekte Schreibweise für Rheinländer) einschlagen. Aber was bremst das Lernen und Behalten der Kinder noch? Lasst uns emol (phonetisch korrekte Schreibweise für Pfälzer) darüber reden!

  30. ….also jetzt als Beispiel gemeint, da gibt es aber noch viele.

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