Aktionsrat Bildung: Unis sollen Qualität selbst überprüfen

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MÜNCHEN. Hochschulen in Deutschland sollten nach den Vorstellungen des Aktionsrats Bildung die Qualität ihrer Lehre künftig selbst überprüfen. Die Studiengänge sollen so verbessert und den Universitäten mehr Eigenverantwortung gegeben werden, steht in einem Gutachten, das der Nachrichtenagentur dpa vorab vorlag.

Nach der derzeitigen Regelung kontrollieren private Agenturen die Unis und stellen damit sicher, dass die Studiengänge den Standards entsprechen. Der Aktionsrat Bildung zweifelt daran, dass die bislang angewandte kleinteilige und «bürokratische» Untersuchung jedes einzelnen Studiengangs wirklich eine Verbesserung für die Unis bedeutet – zumal diese für die Agenturen zahlen müssen.

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Auch die Hochschulrektorenkonferenz setzt sich für die interne Qualitätsüberprüfung ein. Präsident Horst Hippler betonte die enormen Kosten, die das alte System mit sich bringe. Die bisherige Überprüfung eines Studiengangs durch eine der Agenturen koste bis zu 20.000 Euro. «Das macht die Sache sehr, sehr teuer für Hochschulen.»

Der Aktionsrat Bildung ist ein politisch unabhängiges Expertengremium. Finanziert wird er von der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw). vbw-Präsident Alfred Gaffal hat keine Angst davor, dass die Unis ihre Aufgabe nicht ernst nehmen könnten: «Qualität lässt sich durch ein hohes Maß an Eigenverantwortung steigern. Wie Unternehmen sind auch Hochschulen für die Qualität ihrer „Produkte“, der Studiengänge, verantwortlich. Sie sind ihr Aushängeschild im Wettbewerb um die besten Köpfe.» dpa

(16.4.2013)

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