Gewerkschaft sieht Unterrichtsversorgung in Sachsen-Anhalt gefährdet

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MAGDEBURG. Aus Sicht der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) erreicht der Lehrermangel in Sachsen-Anhalt in Kürze einen Punkt, an dem der Unterricht nicht mehr sichergestellt werden kann. Es drohe eine systematische Unterversorgung, die zwar nicht jede Schule treffe, aber sehr viele, sagte GEW-Landeschef Thomas Lippmann in Magdeburg.

«Das jetzige Schuljahr war das letzte normale.» Bislang seien jedes Jahr deutlich mehr Lehrer ausgeschieden als neu eingestellt wurden. «Jetzt gibt es keinen Puffer mehr», sagte Lippmann. Bald müsse jeder ausscheidende Lehrer ersetzt werden. Das gäben die Pläne der Landesregierung aber nicht her. Pro Jahr stellt Sachsen-Anhalt 200 neue Lehrer ein. dpa

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(29.4.2013)

Zum Bericht: “Widerstand gegen Sparkurs in Sachsen-Anhalt”

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2 KOMMENTARE

  1. Darum sollen wohl viele Schulen schließen? Es geht nicht darum ob sich Schulen “rentabel” sind oder teuer. Es werden einfach pauschal Kräfte eingespart.
    Bei uns sind 10 % weniger Schüler eingeplant und darum müssen 60 % der Grundschulen dicht machen?
    Wir versuchen auf unserer Webseite darauf aufmerksam zu machen http://www.unsere-dorfschule.de – Es darf nicht an der Bildung gespart werden, dass können wir uns nicht leisten!

  2. Seit Ewigkeiten wird doch die immer gleiche Nummer abgezogen: In den Medien tönen Politiker, dass an Bildung nicht gespart werden dürfe, weil gut gebildeter Nachwuchs die Zukunft unserer Gesellschaft sichere.
    Mit Ihrer Forderung, befinden Sie sich also in bester Gesellschaft, leider jedoch einer verlogenen. Sie rennen verbal offene Türen ein, allerdings nur virtuelle.
    Wenn ich bedenke, dass darüber hinaus auch auf dem Weg von untauglichen Systemen, Methoden und Bürokratiezuwachs vieles getan wird, um Schüler immer unfähiger zu machen und uns Lehrer immer mehr an die Kandare zu nehmen, frage ich mich, ob das alles noch mit rechten Dingen zugeht.
    Auf keinen Fall unterschätze ich Politiker. Die sind keineswegs blöder als wir und wissen mindestens ebenso gut um die Folgen dessen, was sie in die Wege leiten.
    Das weiß z.B. auch der Bremer Senat, der seit Jahren die miserablen Leistungen der Schüler stoisch hinnimmt und höchstens ein wenig schönredet. Er weiß genau, was letzten Endes das Ziel der Partei(en) ist.
    Sie können noch so leidenschaftlich rufen: “Es darf nicht an der Bildung gespart werden, dass können wir uns nicht leisten!” Sie werden zwar immer Zustimmung erhalten, doch nichts wird sich ändern. Hier ist Ideologie am Werk und nicht gesunder Menschenverstand.

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