Auf die lange Bank geschoben: Eigentlich will Jamaika Grundschullehrer nach A13 bezahlen – irgendwann

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KIEL. In der nächsten Woche will der Kieler Landtag den Haushalt von Schleswig-Holstein verabschieden. Für die GEW ist das ein Anlass, an frühere Ankündigungen von Vertretern der Jamaika-Koalition unter Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) zu erinnern, auch Grundschullehrer nach A13 bezahlen zu wollen. Tatsächlich hat Schwarz-Gelb-Grün die Angleichung mit Verweis auf die Landesfinanzen mittlerweile in die ferne Zukunft verschoben.

Macht aus dem Bildungsministerium in Kiel wieder ein klassisches Kultusministerium: der wohl künftige Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Daniel Günther. Foto: CDU / Laurence Chaperon
Möchte angeblich gerne, hat aber kein Geld: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther. Foto: CDU / Laurence Chaperon

Über mangelnde rhetorische Unterstützung für ihre Forderung nach A13 für Grundschullehrkräfte kann sich die GEW in Schleswig-Holstein nach eigenen Worten nicht beklagen. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) schon vor der Landtagswahl, Bildungsministerin Karin Prien (CDU) bei mehrfacher Gelegenheit, die FDP in ihrem Wahlprogramm und nun ganz aktuell auch die grüne Fraktionschefin Eka von Kalben: Im Grundsatz sprechen sie sich alle Regierungsparteien für eine Besoldung der Grundschullehrkräfte nach der Besoldungsgruppe A13 aus. „Aber eben bloß im Grundsatz. Passiert ist bislang nichts“, so heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung.

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Tatsächlich heißt es auf der Seite der CDU Schleswig-Holstein: „Den Grundschulen kommt als Einstieg in das Schulsystem eine besondere Bedeutung zu. Ihre Aufgabe ist es, Kinder mit Freude an das Lernen heranzuführen.“ Grundschullehrer, so die Ankündigung von April vergangenen Jahres, „wollen wir einheitlich mit der Besoldungsgruppe A13 bezahlen“. Die Überschrift über der Seite lautet: „Anpacken statt rumschnacken.“

Allerdings: Im später vorgelegten Koalitionsvertrag für die Jamaika-Koalition aus CDU, FDP und Grünen findet sich davon nur noch eine vage Absichtsbekundung: „Unser Ziel ist es, die Grundschullehrkräfte mit A13 zu besolden.“ Die Umsetzung wird an die Kultusministerkonferenz (KMK) delegiert (die gar nicht für Besoldungsfragen von Landesbediensteten zuständig ist) – und damit auf die lange Bank geschoben. „Als Konsolidierungsland können wir jedoch keine Vorreiterrolle einnehmen. Wir werden uns in der Kultusministerkonferenz für eine bundesweit einheitliche Regelung einsetzen. Unabhängig davon werden wir die Besoldung der Grundschulleitungen erhöhen“, so heißt es.

“An Taten messen”

Die GEW zeigt sich enttäuscht. „Für die Grundschullehrerinnen und -lehrer geht es um den Wert ihrer pädagogischen Arbeit. Mit schönen Absichtserklärungen nach dem Motto ‚Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann‘ ist ihnen nicht geholfen. Wir werden die Landesregierung an ihren Taten und nicht an ihren vermeintlich oder tatsächlich guten Absichten messen“, kündigte die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke an.

In der kommenden Woche wolle die Jamaika-Koalition ihren ersten gemeinsam zu verantwortenden Landeshaushalt verabschieden. Für die GEW-Chefin  wäre das „ein ausgesprochen günstiger Zeitpunkt, um ein konkretes Signal bei A13 für Grundschullehrkräfte und eine entsprechende Erhöhung für Grundschulleitungen zu setzen“. Was in Berlin und Brandenburg möglich sei, müsse auch in Schleswig-Holstein möglich sein. Die beiden besonders stark vom Lehrermangel betroffenen Bundesländer haben eine Angleichung der Lehrergehälter bereits beschlossen – als bislang erste in Deutschland.

Aus Henkes Sicht gebe es keine stichhaltigen Argumente mehr, die Grundschullehrerinnen und -lehrer in Schleswig-Holstein schlechter zu bezahlen als ihre Kolleginnen und Kollegen an  anderen allgemeinbildenden Schulen. Das Studium sei gleichlang, der Vorbereitungsdienst habe denselben Umfang und die Tätigkeit an den Schulen sei gleichwertig trotz der Unterschiede im Alter der Kinder, bei den Schulformen und Fächern. Henke bemühte Goethe, um das Ende ihrer Geduld auszudrücken: „Der Worte sind genug gewechselt, laßt mich auch endlich Taten sehn!“ bibo / Agentur für Bildungsjournalismus

GEW: Lehrer-Besoldung nach A12 rechtswidrig! Erste Widersprüche von Lehrern gegen ihre Besoldung sind schon auf dem Weg

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28 KOMMENTARE

  1. Gleichmacherei ist Mumpitz
    Die GEW-Forderung A13 für alle Lehrer ist m.E. völliger Mumpitz. Auch die Begründung mit dem Hinweis auf gleiche Studiendauer, gleichen Umfang des Vorbereitungsdienstes und gleiche Wertigkeit der Tätigkeiten.
    Das Prinzip Gleichmacherei verschafft der GEW sicher viele Anhänger bei den Grundschullehrern, hat aber einen großen Haken. Es verkennt, dass die Anforderungen an Lehrer gewaltig streuen, ausgesprochen hoch sind in Brennpunktregionen, oder an Schulen, wo es für Eltern mit genügend Geld Mode geworden ist, mit Anwälten Vorteile für das eigene Kind einzufordern. Dagegen führt der Dorfschullehrer auf dem Lande ein eher beschauliches Leben bei satten Einkünften.
    Vor diesem Hintergrund macht Gleichmacherei überhaupt keinen Sinn. Notwendig ist Differenzierung. Wünschenswert ist eine Vergütung nach Leistung, keineswegs aber nach Länge des Studiums oder dergleichen!

    • Wie will man eigentlich Lehrer nach Leistung bezahlen und woran will man das festmachen?

      Schüler kann man kaum befragen, weil dann eher die Beziehung der Schüler zum Lehrer und zum Fach beurteilt wird. Schulleiter halte ich auch für schwierig, wenn sie für Anbiederungen empfänglich sind. Generell Noten sind ebenfalls kein Kriterium, weil die leicht nach oben oder unten geschönt werden können und erneut massiv von der Kurszusammensetzung abhängen. Darüber hinaus gibt es korrekturaufwändige und -arme Fächer. Sport hat z.B. keine Korrektur, jedoch ist die Durchführung einer Sportstunde deutlich belastender als jedes andere Fach.

    • “Es verkennt, dass die Anforderungen an Lehrer gewaltig streuen, ausgesprochen hoch sind in Brennpunktregionen, oder an Schulen, wo es für Eltern mit genügend Geld Mode geworden ist, mit Anwälten Vorteile für das eigene Kind einzufordern. Dagegen führt der Dorfschullehrer auf dem Lande ein eher beschauliches Leben bei satten Einkünften.”

      … nur dass die Eltern mit viel Geld selten auf dem Dorf leben, dafür aber genügend andere.
      Der “Dorfschullehrer” führt auch eine 60 Std. Woche mit vielen Anforderungen an einer kleinen Schule mit wenigen KollegInnen, die sich sehr viele Aufgaben teilen, und womöglich auch ohne Schulleitung.

      Ich kann nicht wirklich erklären, warum, aber die Rate an auffälligen Kindern und Inklusionskindern ist erschreckend hoch, dafür gibt es auf dem Land keine “Lerntherapeuten” und auch sonst weniger Angebote, Kinder gezielt medizinisch zu versorgen oder außerschulisch therapeutisch zu fördern.

      Auch der Lehrermangel trifft am ehesten die Schulen, die ganz weit draußen liegen – also ausgesprochen ländlich – und es gibt weder ausreichend Grundschullehrkräfte noch Förderschullehrkräfte noch Menschen auf den Vertretungslehrer-Listen, die in den abgelegenen Gebieten in der Grundschule den Unterricht übernehmen wollen oder können, obwohl inzwischen Studierende des 3. Semesters dazu zugelassen werden.

      Aber Schleswig-Holstein hat diese Probleme ja offenbar nicht und verzichtet lieber in Zukunft auf gut ausgebildete Grundschullehrkräfte.
      Es gibt offenbar genug anderes, dass zu finanzieren ist, da muss Grundbildung eben hinten angestellt werden.

      • Wie sollen Studenten noch vor dem Bachelor parallel zum Studium an einer Grundschule auf dem Land arbeiten? Im Zweifel werden sie in Kiel oder Hamburg oder so studieren und können dann nicht einfach so Richtung dänische Grenze oder auf Sylt oder eine der Halligen fahren.

        • @xxx: Landeskunde Schleswig-Holstein: Die werdenden Grundschullehrer studieren in Flensburg und zum geringeren Teil in Kiel! Sylt ist kein so großes Problem und auf den (drei) Halligen (mit Schule: Hooge, Gröde, Langeness) gibt es sowieso nur einen bzw, zwei Lehrer pro Schule.

  2. @xxx: Unterrichten Sie Sport? In der ersten Klasse ist es wohl belastender, aber sonst? Wenn man Regeln einführt und das Aufbauen von Geräten einübt, dann läuft das wie geschmiert. Je älter die Kinder oder Jugendlichen, desto besser. Eine differenziert aufbereitete Mathestunde ist belastender.

    • Ich habe Sport und Englisch, und ganz selbstverständlich ist Sport in der Halle bzw im Schwimmbad belastender als jede Englischstunde mit ner 7./8. Klasse an einer Hauptschule. So erlebe ich es jeden Tag für mich.

      Noch selbstverständlicher wäre allerdings A13 für alle, ich empfinde es nur noch als Witz dass ich 28 Std arbeite an einer Realschule und A12 erhalte. Dass sich spätestens nach LAGB 2009 die Politiker noch trauen, über Schule nachzudenken ohne A13
      auszusprechen, ist beschämend.

    • Danke. Trotzdem bleibt der gesamte ländliche Teil von Schleswig-Holstein für die Studenten aus zeitlichen und logistischen Gründen unerreichbar.

  3. Heute hörte ich im Radio einen Kommentar, in dem es um den Erziehermangel ging. Da meinte der Kommentator dann auch, dass es ungerecht sei, dass Grundschullehrer um die 1000 Euro mehr verdienen als Erzieher. Schließlich habe sich der Erzieherberuf auch enorm gewandelt und sei viel anspruchsvoller geworden als früher.

    Irgendwann sind wir dann wohl alle bei A 13. Ich gönne es jedem, nur frage ich wieder, wer soll das bezahlen? Das interessiert hier ja gewöhnlich niemanden – oder es wird auf die sprudelnden Steuereinnahmen verwiesen (die derzeit schon für hundert andere Dinge verplant sind).

    Und wenn die mal nicht mehr sprudeln? Darf dann das Gehalt wieder sinken? Oder kürzen wir dann Hartz IV?

    • Tun Sie’s doch!

      Soll ich mich dann darüber ärgern? Warum? Jeder stellt sich dar, so gut er kann.

      Offensichtlich haben Sie das Gefühl, mir nicht “beizukommen” und das setzt Ihnen arg zu.

      Ihr Problem. Nicht meins. 🙂

  4. In einem Staat, wo Politiker mal eben 1000 Euro mehr an Diäten für sich beschließen, Manager Millionen kassieren und Milliarden an Steuerüberschuss vorhanden ist während gleichzeitig der Lehrermangel ans Grundschulen und im SEK 1 Bereich (also A12 – Bereich) besorgniserregend ist, sind keine 400 Euro brutto mehr da für Lehrer? Es geht hier nichtmal nur ums Geld, sondern um das Recht laut Gesetz und Anerkennung für Arbeit, die anscheinend kein anderer machen will, der eine derart hohe Ausbildung hat. Dann verzichte du am besten auf dein Gehalt, dann musst du dir auch keine Sorgen machen, wo das arme Deutschland das Geld für längst überfällige Besoldung nach A13 hernehmen soll.

    • Die Diätendiskussion ist für mich ein Zeichen für Stammtischniveau.

      Ihre “Argumentation” ist lächerlich und im letzten Teil einfach nur Geplärre.

      Heul doch! 🙂 🙂 🙂

        • Wohl eher die Frage “Staatsexamen oder Masterabschluss”

          Die Einstufung in die Laufbahngruppe II, 1. Einstiegsamt ist eine willkürliche und nicht rechtskonforme Entscheidung der Länderregierungen – vor allem nach der Umstellung auf die Masterabschlüsse und gleicher Regelstudienzeiten für ale Lehrämter.

          Z.Zt. ist das Eingruppierungsmerkmal ausschließlich auf das Kriterium Klassenlehrer- oder Fachlehrerprinzip zurück zu führen. An Schulen mit hohem Anteil an fachfremdem Unterricht gibt es A12 und für “Fachidioten” A13.

          • Wird an Real- und Gesamtschulen so viel fachfremd unterrichtet? Ich meine das konzeptionsgemäß und nicht wegen Lehrermangels. Verbünde wie Naturwissenschaften oder Gesellschaftslehre können auch Ausdruck von Lehrermangel sein.

          • @xxx – eben, die Lernbereichsfächer sind Mangelverwaltung – sofern sie integriert unterrichtet werden. In schwierigen Klassen der GeS versucht die SL zu erreichen, dass das KL-Team rund 60% des Unterrichtes erteilt – also rd. 20 WS von 36 WS. Das wird aber schwierig, wenn die Klassenlehrkräfte nicht ein Fach der Fächergruppe I (Hauptfächer) unterrichten. GL wird deshalb in vielen Klassen fachfremd unterrichtet. In NW werden bevorzugt Bio-Lehrkräfte eingesetzt, die aber müssen dann CH und PH “fachfremd” unterrichten. Bei Kunst und Arbeitslehre-Technik kommt es ebenfals zu häufigem fachfremden Unterricht.

    • @Reisinger850: Bevor sie hier dummes Zeug schreiben, sollten sie sich informieren: Die Diäten der Politiker sind schon lange Zeit um “mal eben 1000 Euro mehr” gestiegen (jedenfalls nicht, wenn sie das Monatgehalt als Maßstab nehmen), sondern sie steigen entsprechend der durchschnittlichen Gehaltsentwicklung in Deutschland.
      Und wenn es ein “Recht” auf A13 gäbe, dann müsste man doch nur vor Gericht klagen, das wäre doch schon längst passiert.
      Und warum kommt jetzt die Neiddebatte um Manager und nicht um Fußballprofis? Weil es so schön populistisch ist, auf Manager, die ihr Gehalt vermeindlich ungerecht bekommen, zu schimpfen! Was für ein verallgemeinender Blödsinn! Bei Fußballprofis würde man – je nach Fanlager – halt nicht auf Gegenliebe stoßen, bei Managern, die ja grundböse sind, aber ganz sicher.

      Sie schreiben in einem Forum für Bildung, da kann man doch wenigstens die argumentative Niveau einen ganz schwachen Abiturienten erwarten.

      Dass A13 für Grundschullehrer durchaus gerecht wäre, dem würde ich zustimmen, dem anderen Unsinn, den sie so von sich geben, der hat was von Trumpschen Alternativfakten.

  5. Konzepte und Strategien anstatt A13!
    Ich meine, dass die A13-Strategie der GEW zu kurz gedacht ist. Damit werden allenfalls Begehrlichkeiten geweckt und verstärkt, die aber an den wichtigen Kernfragen weit vorbeigehen.
    Zweifelsfrei haben sich nämlich die Aufgaben der Lehrkräfte grundlegend geändert. Wissensvermittlung war gestern, Erziehung zu Respekt und Rücksicht, Einübung von Regeln, Vermittlung von Werten und Normen, Umgang mit krassen singulären Auffälligkeiten in der Schülerschaft und Helikopter-Eltern machen den Lehrkräften heute zusätzlich schwer zu schaffen.
    Die Gesellschaft hat sich grundlegend verändert, das Werteverständnis fundamental gewandelt, Narzissmus und Egoismus stehen in voller Blüte. Und damit haben sich auch die Anforderungen, mit denen Lehrkräfte konfrontiert sind, entscheidend geändert. Konzepte und Strategien sind gefragt, wie Lehrkräfte mit diesem gesellschaftlichen Wandel umgehen können.

    • Die Forderung nach A13 ist eine Forderung danach, den Lehrkräften, die eine jahrelange Ausbildung absolvieren, ein angemessenes Gehalt zu zahlen.
      Das ist nicht die einzige Strategie der GEW und anderer Lehrerverbände.

      Abgesehen von den von Ihnen aufgezählten Veränderungen des Werteverständnisses hat sich auch sonst die Aufgabe von Lehrkräften grundlegend verändert.
      Seit Jahrzehnten kommen Jahr für Jahr neue Aufgaben und Pflichten hinzu.
      Die Strategie ist, den Lehrkräften aufzubürden, was irgendwie geht, und dabei möglichst große Einsparungen zu erlangen. Sämtliche Verändernungen der letzten Jahre gingen immer wieder auf Kosten der Lehrkräfte, die Arbeitszeit wurde durch unzählige zusätzliche Anforderungen verlängert, das Gehalt gekürzt.

      Wenn Lehrkräfte befähigt werden sollen, mit dem gesellschaftlichen Wandel umgehen zu können, wird man sie vielfältig entlasten müssen, da die derzeitige Mangelverwaltung keine Luft zum Atmen lässt …

      • Die Forderung nach A13 für Lehrkräfte der Primarstufe und der sekundarstufe I mit Master-Abschluss ist mehr als gerechtfertigt. Die Schieflage bei der Eingruppierung haben die Schulministerien selbst zu verantworten, die bei ihrer Jagd nach Seiteneinsteigern bereit sind, einen MAsterabschluss einer Hochschule für angewandte Wissenschaften – also einer ehemaligen FH – als Voraussetzung für den Vorbereitungsdienst für die Laufbahngruppe II, 2. Einstiegsamt (vormals höherer Dienst) anzuerkennen., während ein Lehramtsabschluss einer Universität für die Primarstufe oder die SekI allenfalls zum Vorbereitungsdienst für die Laufbahngruppe II, erstes Einstiegsamt berechtigen.

        Es wird Zeit, dass die GEW oder eine Gruppierung, die im DBB organisiert ist wie der VBE, dagegen eine Musterklage erheben, also einen jungen Kollegen oder eine junge Kollegin mit entsprechendem Master-Abschluss bei der Klage gegen die Eingruppierung im Einstiegsamt bzw. bei der Zuweisung an eines der ZfsL (früher Studienseminar) in NRW unterstützen.

    • Da alle anderen ja auch wieder das Gleiche wie immer schreiben, darf ich das sicher auch.

      Palim spricht sich für ein angemessenes Gehalt aus und sagt damit also, dass rund 4000,- Euro brutto nicht angemessen sind. Palims Angemessenheit misst sich einzig und alleine daran, was andere bekommen (Gymnasiallehrer).

      Dass die Anforderungen an den Beruf des Grundschullehrers enorm (!) gestiegen sind, bestreite ich nicht. (Die Gehälter sind doch aber auch gestiegen.) Dass man deshalb mehr verdienen möchte, ist nicht mein Problem damit. Ich befürworte einfach weiterhin, dass das Geld nicht in die Gehälter gesteckt wird, die angemessen sind, sondern in die Arbeitsbedingungen, die uns “das Berufsleben” schwermachen.

      Dass es einen Unterschied zwischen den gestiegenden Anforderungen an die Grundschullehrer und den gestiegenden Anforderungen an die Gymnasiallehrer gibt, sehe ich ebenfalls nach wie vor so und finde daher einen gewissen “Abstand” gerechtfertigt. Schon gab es die Forderungen, dass die Gym-Lehrer A 14 bekommen wollen, wenn die Grund-Lehrer A 13 bekommen. Das wäre aber auch nicht mein Ziel, denn mein Ziel ist ein anderes (siehe vorher).

      • Ach ja,
        und hier ist dann auch der Beitrag, dass die Aufgaben von Grundschullehrkräfte zwar enorm sind, aber nicht dem Abschluss angemessen bezahlt werden müssen,
        während Gymnasiallehrkräfte auf jeden Fall mehr Gehalt bekommen sollen.
        (… siehe anderer Beitrag: Differenzierung nach Leistung bedeutet bei Ihnen: Kleine Kinder = kleines Gehalt!)

        • Sie behaupten mal wieder, dass rund 4000,- Euro brutto nicht angemessen sind und meinen wieder, dass angemessen das ist, was andere mehr bekommen.

          Sie verdrehen und lügen. Ich habe mich nicht wirklich für mehr Geld für Gym-Lehrer ausgesprochen, sondern immer betont, dass es besser wäre, vorhandene Mittel in Entlastungen für alle Lehrämter zu investieren. Warum können Sie nur mit Unterstellungen und Verleugnungen (schein-)argumentieren, Palim? Reichen die Argumente nicht (weit)? Fühlen Sie Ihre eigenen Widersprüche und weichen auf Polemik aus?

          Das ist wie seinerzeit, als Sie schrieben, sofawolf ginge es auch nur ums Geld, weil ich schrieb, dass sicher jeder gerne mehr Geld hätte, Sie aber geflissentlich den 2. Teilsatz unterschlugen, in dem stand, dass das jetzt aber nicht das Wichtigste sei, was wir Lehrer brauchen. Das ist Verfälschen von Aussagen, wie es besser (= schlimmer) gar nicht mehr geht. Ich hoffe nur, dass Sie so nicht auch mit den Ihnen anvertrauten Kindern arbeiten.

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